Die SPD hat die Grünen in der Sonntagsfrage wieder leicht distanziert. Nachdem beide Parteien im Wahltrend von Stern und RTL in der letzten Woche noch gleichauf lagen , haben die Sozialdemokraten nun wieder zugelegt. Sie gewannen in der Forsa-Umfrage einen Prozentpunkt und kommen nun auf 25 Prozent. Die Grünen fielen dagegen um einen Punkt auf 23 Prozent zurück.

Die Union konnte sich trotz der heftigen Debatten um Hartz IV und die Atompolitik etwas erholen. Sie legte um einen Prozentpunkt auf 30 Prozent zu. Die FDP verharrte bei fünf, die Linke bei zehn Prozent.

Zusammen kommen SPD und Grüne weiterhin auf 48 Prozent und liegen damit 13 Prozentpunkte vor der schwarz-gelben Koalition , die gemeinsam bei 35 Prozent liegt. Datenbasis für die Ergebnisse waren Gespräche mit 2500 repräsentativ ausgesuchten Bundesbürgern vom 20. bis 24. September.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem Stern , die Entschlussfreudigkeit helfe der Regierung , "egal, ob die Beschlüsse positiv oder negativ aufgenommen werden". Die Freidemokraten konnten davon kurzfristig nicht profitieren, weil sie die Bürger so sehr enttäuscht hätten. "Zudem hat sich der Eindruck verfestigt, dass die Partei nicht regiert, sondern eher Konflikte provoziert."

Derweil wollen vier von zehn Deutschen, dass Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) einmal Bundeskanzler wird. Das ergab eine Emnid-Umfrage im Auftrag der Illustrierten Bunte . Erstaunlich viele Befürworter hat Guttenberg demnach unter den Anhängern der Grünen (47 Prozent) und der FDP (50 Prozent). Sogar 27 Prozent der SPD-Wähler sprächen sich für den CSU-Politiker als künftigen Regierungschef aus.

Rund 67 Prozent der Deutschen halten Guttenberg laut Umfrage für glaubwürdig und 69 Prozent für geradlinig. 87 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, der Minister habe ein gutes Auftreten. Seine Frau Stephanie zu Guttenberg genießt ebenfalls Achtung. 72 Prozent wünschen sich, dass sich die Präsidentin des Kinderschutz-Vereins Innocence in Danger öfter zu gesellschaftlichen Themen äußert. Für 37 Prozent der Befragten ist das Ehepaar so etwas wie ein Vorbild.