Vertriebenen-Stiftung Steinbach verteidigt Polen-Äußerungen

Neuer Eklat um Vertriebenen-Präsidentin Steinbach: Vor Unionspolitikern verteidigte sie zwei in die Kritik geratene Funktionäre ihres Verbandes – und Thilo Sarrazin.

In der Union wächst die Empörung über mehrere Vertriebenen-Politiker der Partei, darunter die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach. In der Vorstandssitzung der Unions-Bundestagfraktion distanzierte sich Kulturstaatsminister Bernd Neumann am Mittwoch ausdrücklich von Äußerungen der beiden Vertriebenen-Funktionäre Arnold Tölg und Hartmut Saenger, die der BdV als stellvertretende Mitglieder des Stiftungsrats der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (SFW) benannt hatte. So hatte Hartmut Saenger, Mitglied im Präsidium des Bundes der Vertriebenen, davon gesprochen, dass Polen bereits im März 1939 mobil gemacht habe und der deutsche Angriff auf Polen nur der zweite Schritt gewesen sei.

Zum wirklichen Politikum wurde der Vorfall aber vor allem dadurch, dass Steinbach die beiden nach der Neumann-Kritik in Schutz nahm und ankündigte, sie wolle beide auf der nächsten BdV-Sitzung für ihre Äußerungen verteidigen. Steinbach sagte einem Bericht der Zeitung Die Welt zufolge: "Ich kann es auch leider nicht ändern, dass Polen bereits im März 1939 mobil gemacht hat." Sie legte allerdings Wert darauf, dass sie damit die Kriegsschuld Deutschlands nicht habe bestreiten wollen. Sie habe sich vielmehr absichtlich missinterpretiert gefühlt. In die aufkommende Empörung, habe sie gerufen: "Da können Sie mich ja ausschließen, wenn Sie wollen."

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Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Schockenhoff kritisierte Steinbach scharf: "Es muss klar sein, dass es hier nicht um Meinungsverschiedenheiten, sondern Geschichtsklitterung geht. Eine solche Meinung hat in der Fraktion und der Partei keinen Platz", sagte Schockenhoff der Nachrichtenagentur Reuters. "Der Hinweis auf die Mobilmachung Polens ist absurd – als ob dadurch der Einmarsch Polens ins Deutsche Reich bevorgestanden hätte." Jeder wisse, dass dies Unsinn sei und Hitler einen Krieg vorbereitet habe. Schockenhoff betonte zugleich aber, er fordere damit aber nicht den Parteiausschluss.

Der Zentralrat der Juden begrüßte die Kritik. "Die jüngsten Äußerungen von Frau Steinbach überraschen mich in keinster Weise", sagte Generalsekretär Stephan Kramer ZEIT ONLINE. "Sie hat Ihre Überzeugungen stets klar und deutlich vertreten und aus Ihrem Geschichtsbild nie einen Hehl gemacht." Der Zentralrat lässt derzeit seine Mitarbeit in der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ruhen, weil die beiden Vertriebenen-Funktionäre Tölg und Saenger dort Posten als stellvertretende Beiratsmitglieder erhalten sollen.

Die Entsendung der beiden Stellvertreter des BDV sei Ausdruck der wahren Absichten von Frau Steinbach und des BDV, die Stiftung für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und bewusst die Geschichte in ihrem Sinne umzuschreiben, kritisierte Kramer. Spätestens jetzt gelte es, dem entschieden entgegenzutreten und dem "Spuk eine klare Absage aller Demokraten" zu erteilen. Insbesondere der dadurch entstandene außenpolitische Vertrauensschaden werfe Deutschland um Jahrzehnte zurück.

Schon zuvor war Steinbach in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Fraktionsführung aneinandergeraten. Sie habe den Umgang der Parteiführung mit dem suspendierten Bundesbanker Thilo Sarrazin und dessen umstrittenen Integrationsthesen als "grottenschlecht" kritisiert. Sarrazins Vorstellungen zur Genetik seien ihr "völlig egal". Sie wolle nicht akzeptieren, wie Sarrazin mundtot gemacht werde, habe Steinbach gesagt. Der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder habe sie scharf zurechtgewiesen.

 
Leser-Kommentare
  1. Ich denke, es leugnet ja keiner, dass Polen aus Hitlers Sicht an der Reihe war. Dafür hat er sich viel zu systematisch an der Karte entlang gearbeitet.

    Aber es ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass nach dem Beistandspakt der Briten und Franzosen in Polen Phantasien aufkamen, an der Seite einer überlegenen Koalition einen Krieg gegen Deutschland zu gewinnen und damit weitere Gebiete zu erlangen. Es kursierten ja damals schon Karten, auf denen bis einschließlich etwa Lübeck alles umbenannt war (viel hat ja nicht gefehlt).
    Hinzu kommen Zitate polnischer Politiker, nach denen Hitler den Krieg nicht verhindern kann, selbst wenn er will.
    Man musste nur die Drangsalierung der innerhalb Polens lebenden Deutschen betreiben (die ja wirklich in großem Ausmaß stattgefunden hat), um auf Nummer sicher gehen, dass Hitler angreifen würde.

    Wahrscheinlich wäre das gar nicht weiter notwendig gewesen. Aber wenn sich Heimatvertriebene ständig anhören müssen, Polen sei das Land, das es angeblich nie gewollt hätte, regelrecht aufgezwungen worden, kann man ruhig mal darauf hinweisen, dass es dort auch vor dem Krieg schon weitergehende Pläne gab, für die Hitler letztendlich der nützliche Idiot war.

    Und jetzt viel Spaß beim kombinierten Vertriebenen- und Sarrazin-Bashing!

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    Danke für die Darstellung von Fakten (die man in jedem Geschichtsbuch über diese Zeit nachlesen kann).
    Bloß werden Tatsachen heute überhaupt noch zur Kenntnis genommen oder wird nur noch ideologisiert diskutiert?

    Sie stellen ja hier ein paar sehr steile Thesen auf und bleiben, wie bei solch gewagten Behauptungen immer zu beobachten, jede Quelle schuldig. Wenn schon braune Propaganda, dann doch bitte mit Verweisen auf wenigstens einschlägige Seiten.

    Sonst macht das Vertriebenen-Bashing keinen Spass, denn braunes Geplapper stellt sich von alleine bloss.

    • CM
    • 09.09.2010 um 9:05 Uhr

    Sie relativieren und verharmlosen den Beginn des 2. Weltkrieges - ich kann es noch gar nicht fassen, daß unter uns Leute leben, die nichts verstanden haben, nichts verstehen wollen und jede beliebige Lüge erzählen, um andere glauben zu machen, es hätte vernünftige Gründe für die damaligen Verbrechen gegeben.

    So, das war meine Antwort.

    Meine Bitte an die Moderatoren: bitte lassen Sie den Kommentar von "Kommentator2010" doch bitte genau so stehen, damit der Staatsanwalt seine Arbeit tun kann, denn dafür gilt:

    § 130

    (3) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost.

    Was Sie hier schreiben, hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Es ignoriert insbesondere die Kriegspläne Hitlers - die ja bekanntlich über Polen hinausgingen - und referiert die Schwadroneriereien der revisionistischen "Geschichts"schreibung eines Schultze-Rhonhof, über den Fachhistoriker dieses hier zu schreiben haben:
    http://www.welt.de/print-...
    http://www.faz.net/s/RubA...
    http://www.h-ref.de/liter...

    Es gab nicht 2 Angreifer. Es gab einen Angreifer.

    • M.M.
    • 09.09.2010 um 9:12 Uhr

    Es ist völlig unerheblich, wer wann was geträumt bzw. geplant hat. Nazideutschland wollte den Krieg und hat ihn auch bekommen.
    Die "Vertriebenen" sollten sich stets vor Augen führen, weshalb sie nicht mehr dort wohnen, wo sie einmal gewohnt haben, so schlimm die Vertreibungen auch waren.
    Sie haben die Zeche für Hitler gezahlt, dem großen Führer, dem sie zugejubelt haben, als er noch "erfolgreich" war.
    Dass 70 Jahre nach Kriegsende noch über so etwas kontrovers diskutiert wird....................!!

    "Weitergehende Pläne, bei denen Hitler der nützliche Idiot war." Wow! Eine atemberaubende Geschichtsklitterung! Dass man heute so etwas äußern kann, ohne vor Scham in den Boden zu versinken, ist schon sehr bedenklich. [...]

    Bleiben Sie bitte beim Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/sh

    Bitte versuchen Sie ihre Behauptungen mit Quellen zu unterfüttern, da sie andernfalls nur Meinungen bleiben. Die Differenz Meinung/Glaube/Wissen kennen Sie?

    Steinbach überrascht mich hinwieder nicht. Ich hoffe, dass sie - auch innerhalb der Zeit-Print-Redaktion - den relativistischen Thesen darüber, dass Sarrazin der Demokratie diene, ein bisschen entgegen wirkt.

    Vor kurzem führte ich eine Debatte darüber, ob Sarrazin & Co. der Demokratie förderlich seien. Alles kluge, gebildete, intelligente Redner und Zuhörer, und auch solche, die im aktuellen politischen Betrieb etwas zu sagen haben. Sie alle waren nicht für seine Thesen, wohl aber für den Dampf, den er erzeugt, so als ob man das rationalistisch trennen könnte.

    Und anschließened verstehen solche Leute nicht, wie die Demagogen dieser Welt wichtige Politik betreiben oder sich zum obersten Meinungs-Führer bestimmen... Davon seien sie dann doch sehr überrascht. Dieser Meinungs-Relativismus, der von sog. bedeutungslosen Meinungs-Impulsen ausgeht, ist gefährlicher als Steinbach und Sarrazin zusammen.

    Und wir können von Glück reden, dass Haider nicht mehr da ist. Andernfalls würden sich noch mehr Leute bestätigt fühlen, dass es "jetzt endlich losgeht". Womit auch immer.

    Das "nützlich" können Sie streichen.
    Und hören Sie auf zu jammern, den Deutschen außerhalb des "Reiches" sei es so schlecht gegangen! Das ist ja übelste Verdrehung.

    Die Polen hatten vor WW II eine anachronistische Armee mit Kavallerie vom Format WW I, und sie wussten, dass sie gegen den deutschen Überfall keine Chance haben werden. Ebenso gut wussten sie, dass ihnen niemand helfen wird.

    Aber was sind schon läppische Tatsachen gegen das eigene schön gefärbte Weltbild?

    Danke für die Darstellung von Fakten (die man in jedem Geschichtsbuch über diese Zeit nachlesen kann).
    Bloß werden Tatsachen heute überhaupt noch zur Kenntnis genommen oder wird nur noch ideologisiert diskutiert?

    Sie stellen ja hier ein paar sehr steile Thesen auf und bleiben, wie bei solch gewagten Behauptungen immer zu beobachten, jede Quelle schuldig. Wenn schon braune Propaganda, dann doch bitte mit Verweisen auf wenigstens einschlägige Seiten.

    Sonst macht das Vertriebenen-Bashing keinen Spass, denn braunes Geplapper stellt sich von alleine bloss.

    • CM
    • 09.09.2010 um 9:05 Uhr

    Sie relativieren und verharmlosen den Beginn des 2. Weltkrieges - ich kann es noch gar nicht fassen, daß unter uns Leute leben, die nichts verstanden haben, nichts verstehen wollen und jede beliebige Lüge erzählen, um andere glauben zu machen, es hätte vernünftige Gründe für die damaligen Verbrechen gegeben.

    So, das war meine Antwort.

    Meine Bitte an die Moderatoren: bitte lassen Sie den Kommentar von "Kommentator2010" doch bitte genau so stehen, damit der Staatsanwalt seine Arbeit tun kann, denn dafür gilt:

    § 130

    (3) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost.

    Was Sie hier schreiben, hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Es ignoriert insbesondere die Kriegspläne Hitlers - die ja bekanntlich über Polen hinausgingen - und referiert die Schwadroneriereien der revisionistischen "Geschichts"schreibung eines Schultze-Rhonhof, über den Fachhistoriker dieses hier zu schreiben haben:
    http://www.welt.de/print-...
    http://www.faz.net/s/RubA...
    http://www.h-ref.de/liter...

    Es gab nicht 2 Angreifer. Es gab einen Angreifer.

    • M.M.
    • 09.09.2010 um 9:12 Uhr

    Es ist völlig unerheblich, wer wann was geträumt bzw. geplant hat. Nazideutschland wollte den Krieg und hat ihn auch bekommen.
    Die "Vertriebenen" sollten sich stets vor Augen führen, weshalb sie nicht mehr dort wohnen, wo sie einmal gewohnt haben, so schlimm die Vertreibungen auch waren.
    Sie haben die Zeche für Hitler gezahlt, dem großen Führer, dem sie zugejubelt haben, als er noch "erfolgreich" war.
    Dass 70 Jahre nach Kriegsende noch über so etwas kontrovers diskutiert wird....................!!

    "Weitergehende Pläne, bei denen Hitler der nützliche Idiot war." Wow! Eine atemberaubende Geschichtsklitterung! Dass man heute so etwas äußern kann, ohne vor Scham in den Boden zu versinken, ist schon sehr bedenklich. [...]

    Bleiben Sie bitte beim Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/sh

    Bitte versuchen Sie ihre Behauptungen mit Quellen zu unterfüttern, da sie andernfalls nur Meinungen bleiben. Die Differenz Meinung/Glaube/Wissen kennen Sie?

    Steinbach überrascht mich hinwieder nicht. Ich hoffe, dass sie - auch innerhalb der Zeit-Print-Redaktion - den relativistischen Thesen darüber, dass Sarrazin der Demokratie diene, ein bisschen entgegen wirkt.

    Vor kurzem führte ich eine Debatte darüber, ob Sarrazin & Co. der Demokratie förderlich seien. Alles kluge, gebildete, intelligente Redner und Zuhörer, und auch solche, die im aktuellen politischen Betrieb etwas zu sagen haben. Sie alle waren nicht für seine Thesen, wohl aber für den Dampf, den er erzeugt, so als ob man das rationalistisch trennen könnte.

    Und anschließened verstehen solche Leute nicht, wie die Demagogen dieser Welt wichtige Politik betreiben oder sich zum obersten Meinungs-Führer bestimmen... Davon seien sie dann doch sehr überrascht. Dieser Meinungs-Relativismus, der von sog. bedeutungslosen Meinungs-Impulsen ausgeht, ist gefährlicher als Steinbach und Sarrazin zusammen.

    Und wir können von Glück reden, dass Haider nicht mehr da ist. Andernfalls würden sich noch mehr Leute bestätigt fühlen, dass es "jetzt endlich losgeht". Womit auch immer.

    Das "nützlich" können Sie streichen.
    Und hören Sie auf zu jammern, den Deutschen außerhalb des "Reiches" sei es so schlecht gegangen! Das ist ja übelste Verdrehung.

    Die Polen hatten vor WW II eine anachronistische Armee mit Kavallerie vom Format WW I, und sie wussten, dass sie gegen den deutschen Überfall keine Chance haben werden. Ebenso gut wussten sie, dass ihnen niemand helfen wird.

    Aber was sind schon läppische Tatsachen gegen das eigene schön gefärbte Weltbild?

    • CM
    • 09.09.2010 um 8:55 Uhr

    Wir erinnern uns:

    Um die Invasion Polens zu rechtfertigen, fingierte die deutsche Seite mehrere Vorfälle. Der bekannteste ist der vorgetäuschte Überfall auf den Sender Gleiwitz von als polnische Widerstandskämpfer verkleideten SS-Angehörigen am 31. August. Dabei verkündeten diese in polnischer Sprache über Radio die Kriegserklärung Polens gegen das Deutsche Reich.

    Da kann ich nur sagen:

    "Ich kann es auch leider nicht ändern, dass diese Dame weder etwas verstanden hat noch willens ist, die Wahrheit zu akzeptieren."

    Überschrift entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/ag

  2. ... vertreibt endlich jemand diese "Vertriebenen" ? Leute, das ist nun bald 70 Jahre her, irgendwann ist doch mal gut.

    Gekürzt. Verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Die Redaktion/sh

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich hoffe nein!

    Es wird Zeit, dass jetzt, 65 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs, alle Fakten auf den Tisch kommen, egal wie unangenehm sie für die eine oder andere Seite sind.

    Sie wissen ja: Das Geheimnis der Erlösung ist die Erinnerung!

    In Südafrika hat man dafür eine Wahrheitskommission.

    • Quirke
    • 09.09.2010 um 9:45 Uhr

    "Vertriebene" in Anführungszeichen zu setzen ist schon eine Unverschämtheit. Damit wird diese Volksgruppe diffamiert, ohne dass der Verfasser irgendwelche Fakten nennt. Dass ein Unrecht nach 70 Jahren plötzlich kein Unrecht mehr sein soll und dadurch "beseitigt" wird, dass man die Vertriebenen wieder vertreibt, wie "Hirnzwerg" fordert zeigt auch, wie wenig Gefühl der Verfasser für das Unrecht hat, das den Vertriebenen angetan wurde. Sie haben für das gebüßt, was Hitler und Konsorten angerichtet habe; aber was ist mit den Mitläufern und Nazis, die nach Kriegsende in Ihrer Heimat bleiben konnten und dort Ihre Existenz wieder aufbauen konnten?

    • PhilN
    • 09.09.2010 um 10:27 Uhr

    "P.S. Die Vorsitzende zeigt ganz klar auf was für Leute in diesen Verbänden sitzen, das sind doch eh alles nur Altnazis die es nicht verkraften können daß sie '45 verloren haben."

    Ganz so einfach stellt sich dieses "Verlieren", wie Sie es nennen, nicht dar. Heimatverlust, Vertreibung (samt willkürlichen Gewaltexzessen wie Massenvergewaltigungen und Erschießungen)sollten von Ihnen mit etwas mehr Anstand behandelt werden. Ansonsten könnte man den Eindruck gewinnen, dass sich Ihre Empathielosigkeit von der der Nazis in keinster Weise unterscheidet.

    Zustimmung.
    Diskutieren ohne Zensur ? Ja hier: http://bit.ly/bc4DWr

    Ich hoffe nein!

    Es wird Zeit, dass jetzt, 65 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs, alle Fakten auf den Tisch kommen, egal wie unangenehm sie für die eine oder andere Seite sind.

    Sie wissen ja: Das Geheimnis der Erlösung ist die Erinnerung!

    In Südafrika hat man dafür eine Wahrheitskommission.

    • Quirke
    • 09.09.2010 um 9:45 Uhr

    "Vertriebene" in Anführungszeichen zu setzen ist schon eine Unverschämtheit. Damit wird diese Volksgruppe diffamiert, ohne dass der Verfasser irgendwelche Fakten nennt. Dass ein Unrecht nach 70 Jahren plötzlich kein Unrecht mehr sein soll und dadurch "beseitigt" wird, dass man die Vertriebenen wieder vertreibt, wie "Hirnzwerg" fordert zeigt auch, wie wenig Gefühl der Verfasser für das Unrecht hat, das den Vertriebenen angetan wurde. Sie haben für das gebüßt, was Hitler und Konsorten angerichtet habe; aber was ist mit den Mitläufern und Nazis, die nach Kriegsende in Ihrer Heimat bleiben konnten und dort Ihre Existenz wieder aufbauen konnten?

    • PhilN
    • 09.09.2010 um 10:27 Uhr

    "P.S. Die Vorsitzende zeigt ganz klar auf was für Leute in diesen Verbänden sitzen, das sind doch eh alles nur Altnazis die es nicht verkraften können daß sie '45 verloren haben."

    Ganz so einfach stellt sich dieses "Verlieren", wie Sie es nennen, nicht dar. Heimatverlust, Vertreibung (samt willkürlichen Gewaltexzessen wie Massenvergewaltigungen und Erschießungen)sollten von Ihnen mit etwas mehr Anstand behandelt werden. Ansonsten könnte man den Eindruck gewinnen, dass sich Ihre Empathielosigkeit von der der Nazis in keinster Weise unterscheidet.

    Zustimmung.
    Diskutieren ohne Zensur ? Ja hier: http://bit.ly/bc4DWr

  3. 4. Danke!

    Danke für die Darstellung von Fakten (die man in jedem Geschichtsbuch über diese Zeit nachlesen kann).
    Bloß werden Tatsachen heute überhaupt noch zur Kenntnis genommen oder wird nur noch ideologisiert diskutiert?

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    • joG
    • 09.09.2010 um 14:00 Uhr

    ....man über die Tatsache hinweggeht, dass eine Kanzlerin die Entfernung eines Mannes aus seinem Job betreibt, weil ihr die Meinungsäußerung des Mannes nicht gefiel..... Ist das nicht Willkür im Amt?
    Hat man denn wirklich nichts aus der Geschichte über die Entstehung von bürokratischen Diktaturen gelernt? Man hat doch nun wirklich direkte Erfahrung damit aber offenbar nie durchdrungen, was da wirklich geschah.

    Das ist beängstigend und es ist schön, dass Steinbach den Mut hat die Kanzlerin dafür zu beanstanden.

    • joG
    • 09.09.2010 um 14:00 Uhr

    ....man über die Tatsache hinweggeht, dass eine Kanzlerin die Entfernung eines Mannes aus seinem Job betreibt, weil ihr die Meinungsäußerung des Mannes nicht gefiel..... Ist das nicht Willkür im Amt?
    Hat man denn wirklich nichts aus der Geschichte über die Entstehung von bürokratischen Diktaturen gelernt? Man hat doch nun wirklich direkte Erfahrung damit aber offenbar nie durchdrungen, was da wirklich geschah.

    Das ist beängstigend und es ist schön, dass Steinbach den Mut hat die Kanzlerin dafür zu beanstanden.

  4. Sie stellen ja hier ein paar sehr steile Thesen auf und bleiben, wie bei solch gewagten Behauptungen immer zu beobachten, jede Quelle schuldig. Wenn schon braune Propaganda, dann doch bitte mit Verweisen auf wenigstens einschlägige Seiten.

    Sonst macht das Vertriebenen-Bashing keinen Spass, denn braunes Geplapper stellt sich von alleine bloss.

    • CM
    • 09.09.2010 um 9:05 Uhr

    Sie relativieren und verharmlosen den Beginn des 2. Weltkrieges - ich kann es noch gar nicht fassen, daß unter uns Leute leben, die nichts verstanden haben, nichts verstehen wollen und jede beliebige Lüge erzählen, um andere glauben zu machen, es hätte vernünftige Gründe für die damaligen Verbrechen gegeben.

    So, das war meine Antwort.

    Meine Bitte an die Moderatoren: bitte lassen Sie den Kommentar von "Kommentator2010" doch bitte genau so stehen, damit der Staatsanwalt seine Arbeit tun kann, denn dafür gilt:

    § 130

    (3) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost.

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    " eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung ..... (ge)billigt, (ge)leugnet oder verharmlost."?

    Ich kann das seinem Text nicht entnehmen, obwohl ich mit der deutschen Sprache einigermaßen vertraut bin.

    Den ersten Teil Ihres Kommentars #8 unterschreibe ich gern. Was den 2. Teil angeht, stimme ich nicht zu: Der Verfassungsschutz hat immer zu tun und wenn er wirklich einmal nichts zu tun hätte, würde er sich seine Arbeit selbst beschaffen. [...]

    Bitte verzichten Sie auf Behauptungen jenseits des Artikelthemas. Danke. Die Redaktion/sh

    Ich weiß nicht, ob es zielführend ist, mit Androhung von strafrechtlicher Verfolgung zu „argumentieren“.

    Erstens bin ich kein Fan des Gesinnungsstrafrechts – damit hatten die Nazis Andersdenkende kontrolliert

    Zweitens manövriert dies Kommentator2010 in eine Märtyrerposition – einer, der mutig verbotene Ansichten ausspricht.

    Drittens finde ich Denunziantentum unsympathisch.

    Ich persönlich finde einige Ansichten auch etwas extrem, andererseits wird um des lieben Friedens willen tatsächlich oft Einiges unter den Teppich gekehrt.

    " eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung ..... (ge)billigt, (ge)leugnet oder verharmlost."?

    Ich kann das seinem Text nicht entnehmen, obwohl ich mit der deutschen Sprache einigermaßen vertraut bin.

    Den ersten Teil Ihres Kommentars #8 unterschreibe ich gern. Was den 2. Teil angeht, stimme ich nicht zu: Der Verfassungsschutz hat immer zu tun und wenn er wirklich einmal nichts zu tun hätte, würde er sich seine Arbeit selbst beschaffen. [...]

    Bitte verzichten Sie auf Behauptungen jenseits des Artikelthemas. Danke. Die Redaktion/sh

    Ich weiß nicht, ob es zielführend ist, mit Androhung von strafrechtlicher Verfolgung zu „argumentieren“.

    Erstens bin ich kein Fan des Gesinnungsstrafrechts – damit hatten die Nazis Andersdenkende kontrolliert

    Zweitens manövriert dies Kommentator2010 in eine Märtyrerposition – einer, der mutig verbotene Ansichten ausspricht.

    Drittens finde ich Denunziantentum unsympathisch.

    Ich persönlich finde einige Ansichten auch etwas extrem, andererseits wird um des lieben Friedens willen tatsächlich oft Einiges unter den Teppich gekehrt.

  5. Ich hoffe nein!

    Es wird Zeit, dass jetzt, 65 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs, alle Fakten auf den Tisch kommen, egal wie unangenehm sie für die eine oder andere Seite sind.

    Sie wissen ja: Das Geheimnis der Erlösung ist die Erinnerung!

    In Südafrika hat man dafür eine Wahrheitskommission.

    Antwort auf "Wann..."
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    Lapidar,

    es gibt zum 2. WK ganze Bibliotheken an Büchern. Es stimmt einfach nicht, dass man sich nicht bei kompetenten Autoren informieren kann; Ihre Insinuationen (die ganze Wahrheit auf den Tisch, Wahrheitskommission) gehen deshalb an der Sache vorbei. Wenn Sie etwas wissen wollen: gehen Sie mal in eine gute Buchhandlung und schmökern Sie ein bisschen. Aber nicht so Revisionistenschrott wie dieser ex BW-General.

    Lapidar,

    es gibt zum 2. WK ganze Bibliotheken an Büchern. Es stimmt einfach nicht, dass man sich nicht bei kompetenten Autoren informieren kann; Ihre Insinuationen (die ganze Wahrheit auf den Tisch, Wahrheitskommission) gehen deshalb an der Sache vorbei. Wenn Sie etwas wissen wollen: gehen Sie mal in eine gute Buchhandlung und schmökern Sie ein bisschen. Aber nicht so Revisionistenschrott wie dieser ex BW-General.

    • CM
    • 09.09.2010 um 9:10 Uhr

    Ich warte nur noch auf den Tag, an dem die beiden Hand in Hand vor der Kamera stehen und verkünden, daß sie eine neue Partei gründen wollen - dann hat der Verfassungsschutz endlich wieder was zu tun.

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    Auch, wenn es NICHT meine Menung ist. Das Grundgesetz garantiert Meinungs- und Redefreiheit.

    Der Verfassungsschutz sollte sich langsam mit den Personen beschäftigen, die jenen, die eine andere Meinung vertreten die berufliche oder finanzielle Grundlage entziehen wollen.

    Eine Demokratie sollte mit Argumenten arbeiten.

    Eine Diktatur unterdrückt Meinungen. Also wäre es langsam an der Zeit die CDU durch den Verfassungsschutz beobachten zu lassen.

    das zu erkennen sind die Eliten in Berlin wohl zu doof, anders laesst es sich nicht erklaeren, mir waere das zuweit
    rechts aber SARRAZIN UND STEINBACH bringen 28-30% beim
    derartigen Entsetzen ueber unsere SPITZENSTUEMPER in CDU und SPD, nur keine Kanzler mehr von BEIDEN !

    Auch, wenn es NICHT meine Menung ist. Das Grundgesetz garantiert Meinungs- und Redefreiheit.

    Der Verfassungsschutz sollte sich langsam mit den Personen beschäftigen, die jenen, die eine andere Meinung vertreten die berufliche oder finanzielle Grundlage entziehen wollen.

    Eine Demokratie sollte mit Argumenten arbeiten.

    Eine Diktatur unterdrückt Meinungen. Also wäre es langsam an der Zeit die CDU durch den Verfassungsschutz beobachten zu lassen.

    das zu erkennen sind die Eliten in Berlin wohl zu doof, anders laesst es sich nicht erklaeren, mir waere das zuweit
    rechts aber SARRAZIN UND STEINBACH bringen 28-30% beim
    derartigen Entsetzen ueber unsere SPITZENSTUEMPER in CDU und SPD, nur keine Kanzler mehr von BEIDEN !

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