Bahnhofsneubau Polizei setzt Wasserwerfer gegen Stuttgart-21-Gegner ein

Polizisten haben den Schlossgarten Stuttgart mit Wasserwerfern geräumt. Für den Bahnhofsneubau sollen dort Bäume gefällt werden. Die Demonstranten wollen ausharren.

Der Konflikt um das Bahn-Bauprojekt Stuttgart 21 ist eskaliert: Tausende Demonstranten protestierten im Stuttgarter Schlossgarten gegen das Fällen von knapp 300 Bäumen, die für den umstrittenen Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofes weichen sollen. Die Demonstranten ließen sich zu Sitzblockaden nieder, andere besetzten die Bäume. Die Polizisten lösten die Blockaden auf und gingen dabei auch mit Tränengas und Pfefferspray gegen Teilnehmer vor.

Gegner des Bahnhofneubaus warfen den Polizisten unter anderem auf ihrer Website fluegel.tv vor, sie hätten brutal auf Demonstranten eingeschlagen. 

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Am Abend begann die Polizei, mittels einer Hebebühne Demonstranten von den Bäumen zu holen. Im Schlossgarten protestierten noch immer Tausende gegen die Räumung von Teilen des Parks für die Baumfällarbeiten. Ein Sprecher der Bahnhofs-Gegner-Gruppe Parkschützer, Matthias von Herrmann, erwartete weiteren starken Zulauf. Gegner organisierten sich auch im Internet und mahnten sich zum friedlichen Protest.

Ein weiterer Sprecher der Parkschützer sprach von 300 bis 400 Menschen, die bis zum Nachmittag leichte Augenverletzungen erlitten hätten. Darunter seien auch Schüler, die am Vormittag an dem Protest teilnahmen. Ein Mädchen habe eine Gehirnerschütterung erlitten, hieß es: "Es wurde kein Unterschied zwischen Jugendlichen und Erwachsenen gemacht."

Die Polizei konnte noch keine Verletztenzahl nennen. Es habe aber auch Gewalt gegen Beamte gegeben, sagte eine Sprecherin: "Es sind Steine geflogen." Ob dabei Polizisten verletzt wurden, konnte sie nicht sagen. In Stuttgart seien Bundespolizei und Beamte aus anderen Bundesländern im Einsatz, teilte das Polizeipräsidium Stuttgart mit.

Die frühere ver.di-Landesvorsitzende Sybille Stamm schilderte einen massiven Gewalteinsatz bei der Auflösung der Blockaden. Sie habe neben Demonstranten gestanden, die sich an einen Zaun gekettet hatten, und sei ohne Vorankündigung von Polizisten zu Boden geworfen, getreten und mit Tränengas besprüht worden. "Das habe ich seit '68 nicht erlebt", sagte Stamm.

Es sei Aufgabe der Polizei, diese rechtlich genehmigte Baumaßnahme zu sichern, sagte Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) mit Blick auf das Bauprojekt Stuttgart 21. "Dem kommen wir ohne Wenn und Aber nach." Die Polizei setze zwar weiterhin auf Deeskalation. Bei Straftaten oder Blockaden werde aber mit Härte vorgegangen. Wenn die Demonstranten sich nicht rechtlich einwandfrei verhielten, "dann kann die Polizei auch mal hinlangen", sagte ein Polizeisprecher.

Die Gewerkschaft der Polizei forderte derweil die Demonstranten zur Zurückhaltung auf. "Wenn sich die Gegner des Vorhabens politisch nicht durchsetzen konnten, müssen sie das akzeptieren", sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg. Solche Projekte würden nicht in gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei entschieden.

Der Umweltverband BUND beantragte beim Verwaltungsgericht Stuttgart eine einstweilige Anordnung, die Baumfällung zu stoppen. Doch schon am Abend begannen laut Augenzeugen die Vorbereitungen für die Fällarbeiten. Die Fläche der von etwa 300 Bäumen ist für das Grundwassermanagement der Baustelle eingeplant. Die Deutsche Bahn ist verpflichtet, nach Abschluss des mehrere Milliarden Euro teuren Vorhabens 293 Bäume nachzupflanzen.

Das Bauprojekt Stuttgart 21 umfasst den Neubau eines unterirdischen Durchgangsbahnhofes und eine Schnellbahnstrecke nach Ulm. Seit ein Abrissunternehmen vor wenigen Wochen begann, den Altbau zu beseitigen, demonstrierten fast täglich Gegner des Milliardenprojektes in der Stuttgarter Innenstadt.

Baden-Württembergs CDU-Fraktionschef Peter Hauk warf den Gegnern des Bahnprojekts vor, sogar Kinder für den Protest zu instrumentalisieren. "Ich finde es unverantwortlich von Müttern und Vätern, dass sie ihre Kinder nicht nur mitnehmen, sondern auch in die erste Reihe stellen", sagte Hauk.

Er gab den Grünen eine Mitschuld an der Eskalation des Konflikts: "Da geht die Saat, die die Grünen mitgelegt haben, jetzt auf." Hauk verteidigte den Einsatz der Polizei. "In einem Rechtsstaat muss man darauf achten, dass Entscheidungen nicht nur getroffen, sondern auch umgesetzt werden."

Die Grünen kritisierten den Polizeieinsatz im Schlossgarten scharf. "Das ist eine unnötige Machtdemonstration ohne Sinn und Verstand", sagte der Grünen-Landesvorsitzende Chris Kühn. "Der Bauablauf macht ein Fällen der Bäume im Schlosspark und im Bahnhofsumfeld zum jetzigen Zeitpunkt nicht erforderlich."

Der Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer der Grünen, Volker Beck, sagte, wenn der Staat "die Mehrheit der eigenen Bevölkerung, Kinder und Alte, mit Wasserwerfern und Pfefferspray bekämpfen muss, ist es schon zu weit gekommen". Nun sei "kein Rambo gefragt, der den Menschen zeigt wo der Hammer hängt". Dies beschädige den Rechtsstaat, warnte Beck.

Auch der Grünen-Bundeschef Cem Özdemir forderte die baden-württembergische Landesregierung und die Bahn auf, den Konflikt nicht weiter zu eskalieren. Mit einer "brutalen Bulldozer-Politik" werde die Auseinandersetzung nur schärfer und noch schwieriger werden.

Ulrich Maurer, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken, forderte den Rücktritt des baden-württembergischen Innenministers Heribert Rech. "Wer versucht, angemeldete Schülerdemos mit Schlagstöcken, Reizgas und Wasserwerfern aufzulösen, hat mit der Demokratie gebrochen und muss als Innenminister seinen Hut nehmen", sagte Maurer. Er verglich das Vorgehen Rechs mit dem in einer Diktatur. Im Bundestag kündigten die Linken an, für Freitag eine Sondersitzung des Innenausschusses zu beantragen, um das Geschehen von Donnerstag zu analysieren.

Die Stuttgart-21-Gegner kündigten weiteren massiven Widerstand an. "Masse zählt, weil die Polizei nicht Tausende Leute räumen kann", sagte Parkschützer-Sprecher von Herrmann.

Die Bahn rechnet mit Kosten von 4,1 Milliarden Euro für das Bauvorhaben. Verkehrsexperten errechneten jedoch bereits Kosten von etwa zehn Milliarden Euro, was die Bahn als unseriös zurückgewiesen hatte.

 
Leser-Kommentare
  1. Der Protest ist doch zunehmend zu einem Sammelbecken für Berufskrawallmacher verkommen, die von überall her nach Stuttgart kommen, um sich auszuleben. Siehe zahlreiche Webseiten mit Live-Cams und Streams auf Youtube.

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    • tankz
    • 30.09.2010 um 14:55 Uhr

    ... oder woher wollen Sie das wissen?

    ... immer wieder erstaunlich, wieviele Menschen auch im Jahre 2010 noch immer ein Problem mit demokratischen Grundrechten haben und keine Gelegenheit auslassen,jene zu diffamieren, die diese Wahrnehmen.

    es geht der Linken nur darum zu beweisen das sie
    mit Protesten Wahlergebnisse aushebeln kann. Durch die
    Proteste wird nichts anderes als die Demokratie
    in Frage gestellt.

    Und das sich die Linke gekaufter Demo-Söldner bedient ist ja schon länger bekannt.

    Ich bin kein vehementer Stuttgart21-Gegner. Zugegeben; das Projekt ist aus ökonomischer und ökologischer Hinsicht - vorsichtig formuliert - unsinnig. Aber wenn ich gegen jedes unsinnige Projekt in dieser Republik demonstrieren würde, käme ich nicht zum arbeiten. Wenn aber hier von "den Linken" und von "Krawallmachern" und "Berufsdemonstranten" gesprochen wird, stammt dieses Vorurteil aus der Feder von Ahnungslosen oder noch schlichteren Gemütern. Es stimmt schlicht und einfach nicht. Ich musste mich als Bahnfahrer des öfteren mit den S21-Gegnern auseinandersetzen. Ich war überrascht zu sehen, dass es sich keineswegs um die bekannte Sponti- und Randale-Fraktion handelt, sondern dass sich die Gruppe der Demonstranten aus einer extrem bunten Mischung aus braven Bürgern, Rentnern, politisch interssierten Studenten und Schüler und den üblichen Linken zusammensetzt. Aber es kann ja nicht sein, was nich sein darf ...

    entfernt. Bitte diskutieren Sie artikelbezogen und sehen Sie von persönlichen Angriffen ab. Danke. Die Redaktion/ew

    In seinen Augen waren das 1989 in Leipzig und anderen Städten der DDR auch "Berufskrawallmacher ....., die von überall her kamen, um sich auszuleben."

    Angesichts dessen, dass es da um die Existenz eines Staates ging, waren die Reaktionen der DDR-Sicherheitsorgane aber gemäßigt, wenn man sie mit den Reaktionen der Gesamtdeutschen-Sicherheitsorgane vergleicht, obwohl es da nur um ein überdimensioniertes Bahnprojekt geht.

    ... können ja nur Chaoten am Werk gewesen sein!

    Schöne Law-&-Order-Logik.

    Dieser Kommentar ist jenseits von Anstand angesiedelt. Mit Fakten hat er nichts zu tun. Mit (CDU)-Gräuelpropaganda aber sehr viel.
    Der Einfachheit halber ein Hinweis auf eine Fernsehsendung von ARD:
    http://www.ardmediathek.d...

    Anders gesagt: Es gibt sehr gute Gründe allein schon im Bereich ökonomischer Tatsachen, gegen diesen Aberwitz anzutreten.

    Würden Sie dann von Ihrer Verunglimpung der Demonstranten ("Berufskrawaller" oder so ähnlich) Anstand nehmen (und sich vielleicht dafür entschuldigen)? - Es geht natürlich (auch) um die Bäume. Aber es geht auch um mehr: Demonstrationsfreiheit (= Meinungsfreiheit), Rücksichtnahme auf der Bürger Besorgnisse durch die Politiker und nicht um die Durchsetzung um jeden Preis von uralten Beschlüssen, die - mindestens von den Kosten her (Sparbeschlüsse) - nicht mehr zeitgemäß (und auch nicht profitabel) sind usw., usw. ...

    Die Stuttgarter Zustände erinnern wirklich an die 68er und/oder an diktatorische Zeiten.

    Nein, meine Damen und Herren Abgeordnete, dafür sind Sie nicht gewählt worden. Schämen Sie sich!

    Berufskrawallmacher ist die polizei, die bekommt das geld.

    mfg tobi

    Es geht vermutlich der Mehrheit nicht um die Bäume sondern um's liebe Geld. 2,5 Mio. EUR waren die ersten Prognosen und seid ende letzten Jahres wird es teurer und teurer. Im August schätzte dann das Bundesumweltamt 11 Mio. EUR. Der Gegenwert dafür sind wohl wenige gesparte Minuten auf der Bahnstrecke.
    Da verlieren einige die Contenance in Zeiten in denen bei vielen gespart werden muss und der Staat die neuverschuldung stoppen möchte.

    • tankz
    • 30.09.2010 um 14:55 Uhr

    ... oder woher wollen Sie das wissen?

    ... immer wieder erstaunlich, wieviele Menschen auch im Jahre 2010 noch immer ein Problem mit demokratischen Grundrechten haben und keine Gelegenheit auslassen,jene zu diffamieren, die diese Wahrnehmen.

    es geht der Linken nur darum zu beweisen das sie
    mit Protesten Wahlergebnisse aushebeln kann. Durch die
    Proteste wird nichts anderes als die Demokratie
    in Frage gestellt.

    Und das sich die Linke gekaufter Demo-Söldner bedient ist ja schon länger bekannt.

    Ich bin kein vehementer Stuttgart21-Gegner. Zugegeben; das Projekt ist aus ökonomischer und ökologischer Hinsicht - vorsichtig formuliert - unsinnig. Aber wenn ich gegen jedes unsinnige Projekt in dieser Republik demonstrieren würde, käme ich nicht zum arbeiten. Wenn aber hier von "den Linken" und von "Krawallmachern" und "Berufsdemonstranten" gesprochen wird, stammt dieses Vorurteil aus der Feder von Ahnungslosen oder noch schlichteren Gemütern. Es stimmt schlicht und einfach nicht. Ich musste mich als Bahnfahrer des öfteren mit den S21-Gegnern auseinandersetzen. Ich war überrascht zu sehen, dass es sich keineswegs um die bekannte Sponti- und Randale-Fraktion handelt, sondern dass sich die Gruppe der Demonstranten aus einer extrem bunten Mischung aus braven Bürgern, Rentnern, politisch interssierten Studenten und Schüler und den üblichen Linken zusammensetzt. Aber es kann ja nicht sein, was nich sein darf ...

    entfernt. Bitte diskutieren Sie artikelbezogen und sehen Sie von persönlichen Angriffen ab. Danke. Die Redaktion/ew

    In seinen Augen waren das 1989 in Leipzig und anderen Städten der DDR auch "Berufskrawallmacher ....., die von überall her kamen, um sich auszuleben."

    Angesichts dessen, dass es da um die Existenz eines Staates ging, waren die Reaktionen der DDR-Sicherheitsorgane aber gemäßigt, wenn man sie mit den Reaktionen der Gesamtdeutschen-Sicherheitsorgane vergleicht, obwohl es da nur um ein überdimensioniertes Bahnprojekt geht.

    ... können ja nur Chaoten am Werk gewesen sein!

    Schöne Law-&-Order-Logik.

    Dieser Kommentar ist jenseits von Anstand angesiedelt. Mit Fakten hat er nichts zu tun. Mit (CDU)-Gräuelpropaganda aber sehr viel.
    Der Einfachheit halber ein Hinweis auf eine Fernsehsendung von ARD:
    http://www.ardmediathek.d...

    Anders gesagt: Es gibt sehr gute Gründe allein schon im Bereich ökonomischer Tatsachen, gegen diesen Aberwitz anzutreten.

    Würden Sie dann von Ihrer Verunglimpung der Demonstranten ("Berufskrawaller" oder so ähnlich) Anstand nehmen (und sich vielleicht dafür entschuldigen)? - Es geht natürlich (auch) um die Bäume. Aber es geht auch um mehr: Demonstrationsfreiheit (= Meinungsfreiheit), Rücksichtnahme auf der Bürger Besorgnisse durch die Politiker und nicht um die Durchsetzung um jeden Preis von uralten Beschlüssen, die - mindestens von den Kosten her (Sparbeschlüsse) - nicht mehr zeitgemäß (und auch nicht profitabel) sind usw., usw. ...

    Die Stuttgarter Zustände erinnern wirklich an die 68er und/oder an diktatorische Zeiten.

    Nein, meine Damen und Herren Abgeordnete, dafür sind Sie nicht gewählt worden. Schämen Sie sich!

    Berufskrawallmacher ist die polizei, die bekommt das geld.

    mfg tobi

    Es geht vermutlich der Mehrheit nicht um die Bäume sondern um's liebe Geld. 2,5 Mio. EUR waren die ersten Prognosen und seid ende letzten Jahres wird es teurer und teurer. Im August schätzte dann das Bundesumweltamt 11 Mio. EUR. Der Gegenwert dafür sind wohl wenige gesparte Minuten auf der Bahnstrecke.
    Da verlieren einige die Contenance in Zeiten in denen bei vielen gespart werden muss und der Staat die neuverschuldung stoppen möchte.

  2. Wir sind das Volk! Chaoten gibt es überall! Die Quittung kommt mit der nächsten Wahl!

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    ich frage mich immer wie Menschen die gegen Etwas demonstrieren auf die irrwitzige Idee kommen sie würden
    die große Mehrheit und daher des "Volkes"
    Meinung vertreten. Das finde ich schon ziemlich dreist
    und unverschämt.

    Die traditionelle Bedeutung von Volk ist Menschenmenge, insbesondere kann Volk mit dem Zusatz „einfach“ (einfaches Volk) die Bevölkerungsmehrheit in Abgrenzung zur herrschenden Elite bezeichnen. Aus Wickpedia.

    ich frage mich immer wie Menschen die gegen Etwas demonstrieren auf die irrwitzige Idee kommen sie würden
    die große Mehrheit und daher des "Volkes"
    Meinung vertreten. Das finde ich schon ziemlich dreist
    und unverschämt.

    Die traditionelle Bedeutung von Volk ist Menschenmenge, insbesondere kann Volk mit dem Zusatz „einfach“ (einfaches Volk) die Bevölkerungsmehrheit in Abgrenzung zur herrschenden Elite bezeichnen. Aus Wickpedia.

    • tankz
    • 30.09.2010 um 14:55 Uhr

    ... oder woher wollen Sie das wissen?

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    • Crest
    • 30.09.2010 um 15:36 Uhr

    "Viele Menschen ausserhalb Stuttgarts ergreifen die Partei der Gegner allein deshalb, weil sie wissen wollen, ob der Wille der Bürger heutzutage eine Chance hat. Der Bau interessiert sie weniger...
    ..Ich hoffe (deshalb), dass die Demonstranten auch bereit sind, robustere Methoden anzuwenden, wie z.B. die Castor-Transport-Gegner."

    von einem erklärten Gegner von S21.

    (s. http://www.zeit.de/gesell...)

    Herzlichst Crest

    • Crest
    • 30.09.2010 um 15:36 Uhr

    "Viele Menschen ausserhalb Stuttgarts ergreifen die Partei der Gegner allein deshalb, weil sie wissen wollen, ob der Wille der Bürger heutzutage eine Chance hat. Der Bau interessiert sie weniger...
    ..Ich hoffe (deshalb), dass die Demonstranten auch bereit sind, robustere Methoden anzuwenden, wie z.B. die Castor-Transport-Gegner."

    von einem erklärten Gegner von S21.

    (s. http://www.zeit.de/gesell...)

    Herzlichst Crest

    • Maili
    • 30.09.2010 um 14:56 Uhr

    Wenn ich so einen Kommentar lese von fahrenheit451, kommt mir die Galle hoch.
    Die Breite Masse sind beileibe keine Berufskrawallmacher!!
    @fahrenheit451: Selber runtergehen, sich überzeugen wer dort demonstriert und dann bitte solche unqualifizierten Aussagen bleiben lassen!!

    Anmerkung: Bitte achten Sie auf einen höflichen Umgangston. Danke. Die Redaktion/ew

    Momentan wird nicht nur mit Wasserwerfer sondern auch mit Tränengas und Rauchbomben vorgegangen.
    Diese Verfahrensweise kennt man vielleicht im Zusammenhang mit vermummten Autonomen, aber nicht bei Stuttgarter Bürgern und Bürgern aus dem Umland.
    Heute war eine Schülerdemonstration angesagt, dass viele Schüler anschließend in den Park gehen danach (ist ja öffentliches Gelände) dürfte naheliegend sein.

    Wenn eine Regierung solch eine mangelnde Sensibilität an den Tag legt, hat sie in meinen Augen ihre Legitimation verloren!

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    • kyoken
    • 30.09.2010 um 15:06 Uhr

    "Heute war eine Schülerdemonstration angesagt, dass viele Schüler anschließend in den Park gehen danach (ist ja öffentliches Gelände) dürfte naheliegend sein."

    Wenn die Schueler nur friedlich in den Park gegangen waeren; laut dem Zeit-Bericht hatten sie jedoch "den Wagen besetzt, der Absperrgitter transportierte".

    • kyoken
    • 30.09.2010 um 15:06 Uhr

    "Heute war eine Schülerdemonstration angesagt, dass viele Schüler anschließend in den Park gehen danach (ist ja öffentliches Gelände) dürfte naheliegend sein."

    Wenn die Schueler nur friedlich in den Park gegangen waeren; laut dem Zeit-Bericht hatten sie jedoch "den Wagen besetzt, der Absperrgitter transportierte".

  3. ... immer wieder erstaunlich, wieviele Menschen auch im Jahre 2010 noch immer ein Problem mit demokratischen Grundrechten haben und keine Gelegenheit auslassen,jene zu diffamieren, die diese Wahrnehmen.

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    Habe absolut nichts gegen demokratische Grundrechte und erst recht nichts gegen Stuttgarter und Einheimische, die friedlich demonstrieren. Aber entschieden etwas gegen arbeitslose Autonome, deren Lebensinhalt das Krawallmachen ist. Sollten die Stuttgart21-Gegner es schaffen diese Nichtsnutze zum Teufel zu jagen, bin ich der erste, der seine Meinung über diesem Protest überdenkt.

    Habe absolut nichts gegen demokratische Grundrechte und erst recht nichts gegen Stuttgarter und Einheimische, die friedlich demonstrieren. Aber entschieden etwas gegen arbeitslose Autonome, deren Lebensinhalt das Krawallmachen ist. Sollten die Stuttgart21-Gegner es schaffen diese Nichtsnutze zum Teufel zu jagen, bin ich der erste, der seine Meinung über diesem Protest überdenkt.

  4. ich frage mich immer wie Menschen die gegen Etwas demonstrieren auf die irrwitzige Idee kommen sie würden
    die große Mehrheit und daher des "Volkes"
    Meinung vertreten. Das finde ich schon ziemlich dreist
    und unverschämt.

    Antwort auf "Tapfere Schwaben"
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    ...haben sie in der DDR bestimmt auch geglaubt, das diese Montags-Demonstranten einfach nur eine vereinzelte Gruppe sind.

    Die repräsentativen Umfragen, insbesondere in den vergangenen Jahren, zeigen, dass Sie mit ihrer Meinung auf dem Holzweg sind. Die meisten Bürger in BaWü und vor allem Stuttgart sprechen sich GEGEN das Projekt aus.

    Der Bau ist längst demokratisch durchgewunken worden. An diesem Projekt sieht man jedoch auch, dass in einer Demokratie immer die Dummheit der Mehrheit und Vetternwirtschaft siegt.

    ...haben sie in der DDR bestimmt auch geglaubt, das diese Montags-Demonstranten einfach nur eine vereinzelte Gruppe sind.

    Die repräsentativen Umfragen, insbesondere in den vergangenen Jahren, zeigen, dass Sie mit ihrer Meinung auf dem Holzweg sind. Die meisten Bürger in BaWü und vor allem Stuttgart sprechen sich GEGEN das Projekt aus.

    Der Bau ist längst demokratisch durchgewunken worden. An diesem Projekt sieht man jedoch auch, dass in einer Demokratie immer die Dummheit der Mehrheit und Vetternwirtschaft siegt.

  5. http://bit.ly/a72jpV

    Beteiligen Sie sich bitte mit konstruktiven und ausführlichen Kommentaren an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/sh

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das ist krass... Leider nicht der erste durch den Einsatz von Wasserwerfern sein Augenlicht verliert.

    Das schlimme ist doch, dass die Politik den nicht genehmen Protest immer als den von Extremisten und Außenseitern zu diffamieren versucht. Einige kleinere Auseinandersetzungen, provozierendes Auftreten der Polizei, das Gefühl der Ohnmacht gegenüber der Staatsmacht (auch die Uniformen erfüllen ganz nebenbei den Effekt der Entmenschlichung aus Sicht des Demonstranten und zur Distanz des Polizisten ihm gegenüber) und der als unerträglich empfunden Ungerechtigkeit und schon brauch man sich nicht wundern, wenn in dieser Extremsituation auch einige gewalttätige Demonstranten hat. Und mit dieser Minderheit diffamiert man dann den ganzen Protest...

    Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien, die belegen, dass eine derartige Polizeipräsenz (ein anderes Beispiel wären Türsteher) eher zur Eskalation als zur Deeskalation beiträgt. Von den Kosten eines solchen Einsatzes mal ganz abgesehen.

    Ich hoffe sehr, dass dieses Bild in den Medien umgeht und dazu beiträgt die Politik gegenüber dieser traurigen und antidemokratischen Problematik zu sensibilisieren.

    dass die Zeit dieses Bild entfernen sollte. Im Gegenteil sie sollte es veröffentlichen!

    Auf den Neda-Zug Seid ihr doch auch aufgesprungen. Warum wird das jetzt zensiert??

    Der Link wurde wieder eingestellt. Die Redaktion/sh

    Das ist krass... Leider nicht der erste durch den Einsatz von Wasserwerfern sein Augenlicht verliert.

    Das schlimme ist doch, dass die Politik den nicht genehmen Protest immer als den von Extremisten und Außenseitern zu diffamieren versucht. Einige kleinere Auseinandersetzungen, provozierendes Auftreten der Polizei, das Gefühl der Ohnmacht gegenüber der Staatsmacht (auch die Uniformen erfüllen ganz nebenbei den Effekt der Entmenschlichung aus Sicht des Demonstranten und zur Distanz des Polizisten ihm gegenüber) und der als unerträglich empfunden Ungerechtigkeit und schon brauch man sich nicht wundern, wenn in dieser Extremsituation auch einige gewalttätige Demonstranten hat. Und mit dieser Minderheit diffamiert man dann den ganzen Protest...

    Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien, die belegen, dass eine derartige Polizeipräsenz (ein anderes Beispiel wären Türsteher) eher zur Eskalation als zur Deeskalation beiträgt. Von den Kosten eines solchen Einsatzes mal ganz abgesehen.

    Ich hoffe sehr, dass dieses Bild in den Medien umgeht und dazu beiträgt die Politik gegenüber dieser traurigen und antidemokratischen Problematik zu sensibilisieren.

    dass die Zeit dieses Bild entfernen sollte. Im Gegenteil sie sollte es veröffentlichen!

    Auf den Neda-Zug Seid ihr doch auch aufgesprungen. Warum wird das jetzt zensiert??

    Der Link wurde wieder eingestellt. Die Redaktion/sh

  6. es geht der Linken nur darum zu beweisen das sie
    mit Protesten Wahlergebnisse aushebeln kann. Durch die
    Proteste wird nichts anderes als die Demokratie
    in Frage gestellt.

    Und das sich die Linke gekaufter Demo-Söldner bedient ist ja schon länger bekannt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    [Durch die Proteste wird nichts anderes als die Demokratie
    in Frage gestellt.]

    Wissen Sie welche Instrumente zu einer Demokratie gehören? Und das mit den Linken, sollten Sie lieber sein lassen. [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf einen sachlichen Umgangston. Die Redaktion/sh

    • landab
    • 30.09.2010 um 15:34 Uhr

    @ stormcatcher

    Ach, tatsächlich? Können Sie das auch irgendwie durch Fakten untermauern oder versuchen sie bloß, ein wenig "Dampf" abzulassen?
    An dieser Stelle einen herzlichen Gruß an das allgegenwärtige Zeit-Zensurteam. Wäre das nicht eine schöne Gelegenheit diesen Kommentar zu streichen mit der Anmerkung: "Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen und die Verbreitung von Verschwörungstheorien." ? War ja alles schon mal dagewesen.

    "Und das sich die Linke gekaufter Demo-Söldner bedient ist ja schon länger bekannt."

    Tja, da könnte man auch einfach behaupten, dass sich die "Schwarzen" gekaufter Forums-Söldner bedienen, wie ja schon länger bekannt....

    ------------------
    ACHTUNG Redaktion: Dies ist eine ironische Replik auf Kommentar #8!

    Also ich bin mit sicherheit nicht links, trotzdem würde ich dagegen demonstrieren.

    Das was sie da schreiben geht schon richtung Volksverhetzung, und hat mit Stuttgart 21 nichts zu tun. Wenn sie sich damit, Informationen sind im Internet zu finden, beschäftigt hätten, würden sie etwas anderes schreiben. So kommen sie mir nur wie ein Agitator vor. Rechtsradikaler Hintergrund vorhanden?

    Bei den nächsten Wahlen im Ländle werden die dafür Verantwortlichen, nicht mehr im Paralament sitzen, beziehungsweise die Mehrheit haben!

    • Jenss
    • 30.09.2010 um 23:59 Uhr

    Wenn ich mir Ihren Beitrag so durchlese frage ich mich ob die CDU Forums-Söldner bezahlt.

    Der Punkt ist, das es kein Wahlergebnis gegeben hat, dass diesen Bau rechtfertigen würde, denn Tatsache ist, dass die rechte CDU, einen Volksentscheid verhindert hat.

    Dieser Protest wird wie allen Umfragen zeigen von der Mehrheit unterstützt.

    Wenn ich mir die Bilder so ansehe, kann ich keine gewaltbereiten Demonstranten erkennen, die sind ja nicht einmal vermummt. Vor allem Bild5 sieht eher so aus als ob die Polizei die Randale angestiftet hat.

    [Durch die Proteste wird nichts anderes als die Demokratie
    in Frage gestellt.]

    Wissen Sie welche Instrumente zu einer Demokratie gehören? Und das mit den Linken, sollten Sie lieber sein lassen. [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf einen sachlichen Umgangston. Die Redaktion/sh

    • landab
    • 30.09.2010 um 15:34 Uhr

    @ stormcatcher

    Ach, tatsächlich? Können Sie das auch irgendwie durch Fakten untermauern oder versuchen sie bloß, ein wenig "Dampf" abzulassen?
    An dieser Stelle einen herzlichen Gruß an das allgegenwärtige Zeit-Zensurteam. Wäre das nicht eine schöne Gelegenheit diesen Kommentar zu streichen mit der Anmerkung: "Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen und die Verbreitung von Verschwörungstheorien." ? War ja alles schon mal dagewesen.

    "Und das sich die Linke gekaufter Demo-Söldner bedient ist ja schon länger bekannt."

    Tja, da könnte man auch einfach behaupten, dass sich die "Schwarzen" gekaufter Forums-Söldner bedienen, wie ja schon länger bekannt....

    ------------------
    ACHTUNG Redaktion: Dies ist eine ironische Replik auf Kommentar #8!

    Also ich bin mit sicherheit nicht links, trotzdem würde ich dagegen demonstrieren.

    Das was sie da schreiben geht schon richtung Volksverhetzung, und hat mit Stuttgart 21 nichts zu tun. Wenn sie sich damit, Informationen sind im Internet zu finden, beschäftigt hätten, würden sie etwas anderes schreiben. So kommen sie mir nur wie ein Agitator vor. Rechtsradikaler Hintergrund vorhanden?

    Bei den nächsten Wahlen im Ländle werden die dafür Verantwortlichen, nicht mehr im Paralament sitzen, beziehungsweise die Mehrheit haben!

    • Jenss
    • 30.09.2010 um 23:59 Uhr

    Wenn ich mir Ihren Beitrag so durchlese frage ich mich ob die CDU Forums-Söldner bezahlt.

    Der Punkt ist, das es kein Wahlergebnis gegeben hat, dass diesen Bau rechtfertigen würde, denn Tatsache ist, dass die rechte CDU, einen Volksentscheid verhindert hat.

    Dieser Protest wird wie allen Umfragen zeigen von der Mehrheit unterstützt.

    Wenn ich mir die Bilder so ansehe, kann ich keine gewaltbereiten Demonstranten erkennen, die sind ja nicht einmal vermummt. Vor allem Bild5 sieht eher so aus als ob die Polizei die Randale angestiftet hat.

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