Deutschlandtrend Die Grünen so beliebt wie nie
Nach der jüngsten Meinungsumfrage des ARD-Deutschlandtrends gäbe es bundesweit eine Mehrheit für Rot-Grün. Die Grünen kämen auf 21 Prozent, soviel wie noch nie.
© Sean Gallup/Getty Images

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und Claudia Roth von den Grünen hätten eine Mehrheit zum gemeinsamen Regieren, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre
Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, könnten die Grünen mit 21 Prozent der Stimmen rechnen. Das ist der höchste Wert für die Partei, der jemals im Deutschlandtrend gemessen wurde. Die SPD käme auf 28 Prozent, ebenfalls ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Angesichts der Schwäche von Union und FDP reichte es nach dem neuen Deutschlandtrend der ARD inzwischen sogar für die Neuauflage einer rot-grünen Koalition.
Die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP verharren weiter im Tief. Nur 31 Prozent der Befragten würden die Union wählen, ein Prozentpunkt weniger als eine Woche zuvor. Die FDP verharrt bei 5 Prozent. Für die Linke würden 10 Prozent der Befragten stimmen, ein Prozentpunkt weniger als in der Woche zuvor.
Angesichts der schlechten Umfragewerte für CDU und CSU fordert der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, eine schärfere Auseinandersetzung mit den Grünen. "Die Grünen müssen wieder als das bezeichnet werden, was sie sind: Eine fortschrittsfeindliche Klientelpartei, die Nachhaltigkeit vorgibt, in Wirklichkeit aber zukunftsvergessen unzureichende Antworten auf die drängenden Fragen unserer alternden und schrumpfenden Gesellschaft gibt", schrieb er in einem Gastbeitrag für Handelsblatt Online . Die Partei "bedient die Ängste einer häufig egozentrischen, nur im Heute und Jetzt lebenden Wohlstandsgesellschaft, denen ihre Annehmlichkeiten wichtiger als Investitionen in die Zukunft sind."
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bestritt unterdessen Ambitionen auf das Kanzleramt . In der Vergangenheit gab es Spekulationen, dass der CSU-Politiker Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nachfolgen könnte, wenn diese infolge einer Wahlniederlage der Union bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im kommenden März ihr Amt aufgeben sollte.
- Datum 15.10.2010 - 08:56 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 35
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Kann es sein, dass da dem Schreiber ein Fehler unterlief? Philipp Mißfelder soll das über die Grünen gesagt haben? Das ist doch die passendste Beschreibung für seine eigene Mutterpartei (bzw. die Regierung), die man zuletzt vernehmen durfte..
...so fanatisch wie die wirkt - ich möchte lieber nicht ansprechen an was mich die Bilder von Kohls Geburtstag in der - war es die Tageschau? - bei einem Besuch in Deutschland erinnert haben.
Solche Fanatiker kann man nicht ernst nehmen - auch weil sie die kriminellen Machenschaften der eigenen Partei verklären (Wie sollte man sonst den Leuna Verkauf und Kohls Schwarzgeldkonten bezeichnen? Verbrechen ist Verbrechen - basta. Kohl sollte im Gefängnis sitzen - nicht daheim)
Des weiteren - die junge Union wirft den Grünen Klientelpolitik vor - das kommt genau aus dem Nachwuchskader der Partei die sich Gesetzentwürfe von der Industrie vorlegen lässt... - vielleicht sollten sie erstmals in den eigenen Reihen aufräumen - aber vermutlich gäbe es dann ja keine CDU mehr...
Mich hätte ein Foto von Philipp Mißfelder während des Interviews interessiert - hatte er eigentlich Schaum vor dem Mund, als er das sagte? So erregt sich links der NPD nur selten ein Politiker über die Grünen.
Wie ausgerechnet ein Angehöriger der Unionsnomenklatura anderen Klientelpolitik vorwerfen kann ist ein ungelöstes Rätsel.
Aber die Realitätswahrnehmung von Unionsfunktionären erlaubt ja auch, einen wahrscheinlich verfassungswidrigen Atomvertrag im Auftrag von Atomlobbyisten als großen Wurf für das Klima, den Fiskus, die Sicherheit, den Weltfrieden und ein besseres Fernsehprogramm zu verklären.
Mich hätte ein Foto von Philipp Mißfelder während des Interviews interessiert - hatte er eigentlich Schaum vor dem Mund, als er das sagte? So erregt sich links der NPD nur selten ein Politiker über die Grünen.
Wie ausgerechnet ein Angehöriger der Unionsnomenklatura anderen Klientelpolitik vorwerfen kann ist ein ungelöstes Rätsel.
Aber die Realitätswahrnehmung von Unionsfunktionären erlaubt ja auch, einen wahrscheinlich verfassungswidrigen Atomvertrag im Auftrag von Atomlobbyisten als großen Wurf für das Klima, den Fiskus, die Sicherheit, den Weltfrieden und ein besseres Fernsehprogramm zu verklären.
Richtigstellung: Die CDU muss wieder als das bezeichnet werden, was sie sind: Eine fortschrittsfeindliche Klientelpartei, die Nachhaltigkeit vorgibt, in Wirklichkeit aber zukunftsvergessen unzureichende Antworten auf die drängenden Fragen unsere alternden und schrumpfenden Gesellschaft gibt.
Mehr Informationen in Parteiprogramm der CDU.
Das ist Realsatire. Selten so gelacht.
Daß die Grünen augenscheinlich Erfolg haben liegt natürlich auch an den schlechten Erfahrungen mit den anderen Parteien:
[...]
Aber das kann wohl nicht alles sein.
Wie zahlreiche Kommentare zu diesem Beitrag zeigen werden, sind die Grünen immer noch für viele Leute ein Reizthema - den einen sind sie zu grün, den anderen nicht grün genug. Die Grünen waren schon immer zwischen den Stühlen und für manche Leute schon immer der Untergang des Abendlandes, gern auch als Projektionsfläche für Haß gegen alles, was anders ist, genommen.
Daß sie dennoch unerwartet beliebt sind muß noch andere Gründe haben als das Versagen der anderen Parteien.
Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er
Das sagen die Richtigen!
So offensichtlich, wie sich die CDU/CSU und vor allem die FDP Gesetze von rückschritts-orientierten Wirtschaftsbossen zum Schaden von Wettbewerb und Marktwirtschaft in die Feder diktiern lässt, sollte die CDU mal besser die Klappe halten.
Heute melden die Medien, dass die Stromgiganten eine vierköpfige Familie nächstes Jahr um bis zu 70 €/Jahr mehr schröpfen dürfen. Offizielles Statement dazu ist, dass das an Ökostrom liegen soll. Tatsächlich liegt es aber NATÜRLICH daran, dass unsere Regierung den Monopolisten eben nicht an den Kragen geht und die Marktwirtschaft eben nicht aus der Diktatur marktbeherrschender Unternehmen rettet.
Eben das kann nur grüne Politik, indem sie dem Energie-Sozialismus, der durch schwarz/gelb mit dem Ausstieg aus der Energie-Wende sogar noch gefördert wurde den Garaus macht! Wir brauchen mehr dezentrale kleine Energiegewinnungs-Einheiten, die mehr Geld in kontinuierliche Verbesserung und nicht in das sponsern und schmieren der Gesetzgeber investieren!
Wenn also jemand Klientel-Politik betreibt, dann ist es schwarz/gelb, die der Volksmund ja nicht umsonst auch als Schwarz-Geld bezeichnet! Was die so bloßgestellte CDU/CSU/FDP nun machen, ist der dümmste Bürgerbetrug: Sie dichten ihr eigenes Unvermögen, ihre eigenen Defizite einfach dem politischen Gegner an und hoffen, dass der Bürger blöd genug ist, diesen Etikettenschwindel zu glauben!
Y.S.
Diejenigen, die Standorte für Windmühlen und grosse Flächen für
Solarzellen haben.
Das ist CDU Klientel allererster Güte.
Diejenigen, die Standorte für Windmühlen und grosse Flächen für
Solarzellen haben.
Das ist CDU Klientel allererster Güte.
Mich hätte ein Foto von Philipp Mißfelder während des Interviews interessiert - hatte er eigentlich Schaum vor dem Mund, als er das sagte? So erregt sich links der NPD nur selten ein Politiker über die Grünen.
Wie ausgerechnet ein Angehöriger der Unionsnomenklatura anderen Klientelpolitik vorwerfen kann ist ein ungelöstes Rätsel.
Aber die Realitätswahrnehmung von Unionsfunktionären erlaubt ja auch, einen wahrscheinlich verfassungswidrigen Atomvertrag im Auftrag von Atomlobbyisten als großen Wurf für das Klima, den Fiskus, die Sicherheit, den Weltfrieden und ein besseres Fernsehprogramm zu verklären.
die "Grünen" sind auch nur Teil des Problems Parteienstaat.
Sehen Sie tatsächlich dort irgendwelche positiven Alleinstellungsmerkmale, abgesehen vom Vorhandensein an sich?
Die alteingessenen Parteien sind ja nicht besser oder um Verbesserungen (außer für sich) bemüht; da macht eine bestehende "Alternative" durchaus hysterisch.......
MfG Karl Müller
die "Grünen" sind auch nur Teil des Problems Parteienstaat.
Sehen Sie tatsächlich dort irgendwelche positiven Alleinstellungsmerkmale, abgesehen vom Vorhandensein an sich?
Die alteingessenen Parteien sind ja nicht besser oder um Verbesserungen (außer für sich) bemüht; da macht eine bestehende "Alternative" durchaus hysterisch.......
MfG Karl Müller
Also ich weiß nicht recht...die gegenwärtige Regierung ist zweifellos die schlechteste, die dieses Land je hatte. Von all den Machenschaften, die schon in anderen Kommentaren angesprochen wurden, ganz abgesehen - sie sind einfach unfähig. Aber wenn ich mich an die erste rot-grüne Regierung erinnere - die waren dank des quasi-diktatorischen Führungsstils des Schröder/Fischer-Duos zwar bei der Umsetrzung innenpolitischer Greueltaten noch effizienter - aber mein Gott, es war doch ein Albtraum, was die uns alles beschert haben. Für mich sind die Grünen damals völlig entzaubert worden - ich war schließlich auch mal jung und dumm, und in den 80ern habe ich mit den Grünen noch sympathisiert - aber seit '98 - nein danke.
Kommentar 2 spricht vom Leuna und Schwarzgeld-Skandal und davon, dass Kohl eigentlich nicht zu Hause sitzen sollte. Diese Meinung teile ich, aber einer wie Özdemir hat auch nichts mehr in einer Partei oder einem politischen Amt zu suchen. Die Grünen messen auch mit zweierlei Maß, wenn's um solche Detais geht. Mich friert's jedenfalls, wenn ich daran denke, dass die vielleicht die Chance bekommen, dieses Land noch schneller an die Wand zu fahren.
"Aber wenn ich mich an die erste rot-grüne Regierung erinnere - die waren dank des quasi-diktatorischen Führungsstils des Schröder/Fischer-Duos zwar bei der Umsetrzung innenpolitischer Greueltaten noch effizienter - aber mein Gott, es war doch ein Albtraum, was die uns alles beschert haben."
Diejenigen, die heute so entrückt den Grünen hinterherlaufen, blenden konsequent aus, daß die Hartz IV-Gesetze unter Rot-Grün eingeführt wurden und es diese Regierung war, welche anfing, die Bundeswehr unter der für jedermann erkennbar verlogenen Prämisse nach Afghanistan zu schicken, dort nur an einer "friedenssichernden Mission" teilzunehmen. Heute steht sie dort aktiv im Krieg. Auch die Politik des Herrn Fischers in seiner Zeit als Außenminister harrt noch der Aufarbeitung.
"Kommentar 2 spricht vom Leuna und Schwarzgeld-Skandal und davon, dass Kohl eigentlich nicht zu Hause sitzen sollte. Diese Meinung teile ich, aber einer wie Özdemir hat auch nichts mehr in einer Partei oder einem politischen Amt zu suchen. Die Grünen messen auch mit zweierlei Maß, wenn's um solche Detais geht. Mich friert's jedenfalls, wenn ich daran denke, dass die vielleicht die Chance bekommen, dieses Land noch schneller an die Wand zu fahren."
Es gäbe für die Grünen, kämen sie tatsächlich in die Regierung, nur die Möglichkeit, sich radikal der eigenen Ideologie und Programmatik zu entledigen oder diesem Land endgültig den Rest zu geben. Für das Eingehen eines solchen Risikos ist mir unser Land zu schade.
"Aber wenn ich mich an die erste rot-grüne Regierung erinnere - die waren dank des quasi-diktatorischen Führungsstils des Schröder/Fischer-Duos zwar bei der Umsetrzung innenpolitischer Greueltaten noch effizienter - aber mein Gott, es war doch ein Albtraum, was die uns alles beschert haben."
Diejenigen, die heute so entrückt den Grünen hinterherlaufen, blenden konsequent aus, daß die Hartz IV-Gesetze unter Rot-Grün eingeführt wurden und es diese Regierung war, welche anfing, die Bundeswehr unter der für jedermann erkennbar verlogenen Prämisse nach Afghanistan zu schicken, dort nur an einer "friedenssichernden Mission" teilzunehmen. Heute steht sie dort aktiv im Krieg. Auch die Politik des Herrn Fischers in seiner Zeit als Außenminister harrt noch der Aufarbeitung.
"Kommentar 2 spricht vom Leuna und Schwarzgeld-Skandal und davon, dass Kohl eigentlich nicht zu Hause sitzen sollte. Diese Meinung teile ich, aber einer wie Özdemir hat auch nichts mehr in einer Partei oder einem politischen Amt zu suchen. Die Grünen messen auch mit zweierlei Maß, wenn's um solche Detais geht. Mich friert's jedenfalls, wenn ich daran denke, dass die vielleicht die Chance bekommen, dieses Land noch schneller an die Wand zu fahren."
Es gäbe für die Grünen, kämen sie tatsächlich in die Regierung, nur die Möglichkeit, sich radikal der eigenen Ideologie und Programmatik zu entledigen oder diesem Land endgültig den Rest zu geben. Für das Eingehen eines solchen Risikos ist mir unser Land zu schade.
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