Proteste gegen Stuttgart 21 Das Volk gegen die Arroganz der Macht
Die Stuttgarter Demonstranten schickten eine klare Botschaft. Bleibt Ministerpräsident Mappus bei seiner harten Haltung, wird er sein Amt verlieren.
Es war eine Machtdemonstration. Mindestens 50.000 Menschen hatten sich am Freitagabend im Stuttgarter Schlosspark versammelt. Sie kamen vor allem, um ihre Landesregierung in die Schranken zu weisen.
Die Botschaft, die sie Ministerpräsident Stefan Mappus und seinen Ministern sandten, lautete: Glaubt nicht, Ihr könntet diesen Protest kriminalisieren. Bildet Euch nicht ein, die Bürger würden es einfach hinnehmen, wenn Schüler und Rentner Polizeiknüppel zu spüren bekommen. Seid Euch sicher: Dieser Konflikt wird nicht zu lösen sein, indem man mit eiserner Härte schnelle Fakten schafft.
Seit Donnerstag dreht sich die Auseinandersetzung um Stuttgart 21 nicht mehr nur um das bauliche Großprojekt. Sie ist endgültig zu einem Kampf des Volks gegen die Arroganz der Macht geworden. Alle bedenkenswerten Sachargumente, die jetzt angeführt werden, treten dahinter zurück: Dass es Milliarden kosten würde, die Baupläne grundlegend umzuwerfen ; dass auch eine andere, vielleicht rot-grüne Landesregierung das Vorhaben aus rechtlichen Gründen nicht einfach abbrechen könnte.
- Stuttgart 21: Pro
-
Ohne Stuttgart 21 wird Baden-Württemberg vom internationalen Bahnverkehr abgehängt. So ermögliche der Bau den Lückenschluss in der europäischen Magistrale Paris-Budapest.
Die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm wird halbiert. Zudem werden Flughafen und Landesmesse an die Schnellbahnstrecke nach Ulm angebunden. Auch der Schienenregionalverkehr profitiere von dem Projekt.
Das Projekt bringt die Bauwirtschaft in Schwung und schafft rund 4000 neue Arbeitsplätze. Die verkehrsgünstige Lage des neuen Europaviertels am Bahnhof erleichtert die Ansiedlung von Dienstleistungen mit Tausenden neuen Arbeitsplätzen.
Auf derzeit noch mit Gleisen bedeckten Flächen werden Parkanlagen erweitert, außerdem entsteht neuer Wohn- und Arbeitsraum im Stadtzentrum.
Der Bau des unterirdischen Bahnhofs zieht viel weniger Probleme für die Fahrgäste nach sich als die Modernisierung des Kopfbahnhofes "unter dem rollenden Rad".
- Contra
-
Die Kosten laufen aus dem Ruder, das Geld könnte besser in Bildung, sowie das Gesundheits- und Sozialwesen gesteckt werden.
Die Modernisierung des Kopfbahnhofes (K21) würde mehrere Milliarden Euro weniger kosten, vor allem wegen weniger Tunnelkilometern. Zudem müssten Teile des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes von Paul Bonatz nicht abgerissen werden.
Auch bei K21 kann der Bahnhof an die Schnellbahntrasse angeschlossen werden und dem Regionalverkehr würde wie im Fall von S21 kein Geld entzogen.
Im Schlossgarten werden alte Bäume gefällt und der Park wird durch die hohen Lichtaugen des unterirdischen Bahnhofs verschandelt.
Wird Stuttgart21 gebaut, wird sich künftig das Klima im Stuttgarter Kessel aufheizen. Bislang kühlen sich die unbebauten Flächen des Gleisvorfeldes nachts stark ab und halten dadurch die Temperaturen in Grenzen. Zudem wird die Feinstaubbelastung durch den Abtransport des Bauschutts steigen.
Dieser Kampf könnte das Ende einer sechzigjährigen christdemokratischen Herrschaft im deutschen Südwesten bedeuten. Sechs Monate bis zur Landtagswahl sind zwar eine lange Zeit. Viele Wähler entscheiden erst in der letzten Woche vor der Abstimmung, oft sogar erst am Wahltag, wo sie ihr Kreuz machen.
Doch die aggressive Härte, mit der Mappus und vor allem sein Innenminister Heribert Rech den Polizeieinsatz verteidigten, verletzt auch die Vorstellungen ihrer christdemokratischen Anhänger von Anstand und Moral. Für eine Wahlniederlage würde schon ausreichen, wenn viele von ihnen einfach nicht zur Abstimmung gingen.
Es ist deshalb an Stefan Mappus, schnell und mit ehrlicher Absicht zum Dialog auf die protestierenden Bürger zuzugehen. Sonst wird er sein Amt verlieren.
- Datum 02.10.2010 - 12:37 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Die Eskalation des Konflikts ist bedauerlich und die Umstände der Gewaltanwendung müssen aufgeklärt werden.
Aber gerade von Qualitätszeitungen, wie der ZEIT, erwarte ich eine umfassende und nüchterne Aufarbeitung und Berichterstattung des Entscheidungsprozesses zu dem Projekt.
Ich habe immer noch nicht verstanden warum diese Widerstände erst nach Abschluss dieses sehr langwierigen Entscheidungsprozesses aufkommen. Soweit ersichtlich, liegen dem Protest keine wesentlichen sachlichen Argumente zugrunde, die nicht bereits im eigentlichen Entscheidungsverfahren gewürdigt worden sind.
....recht einfach. Das Volk engagiert sich in der Politik wenig und befasst sich damit kaum. So merkt man Dinge erst, wenn sie akut sind und wenn politische Interessengruppen die Botschaft aufbereiten und aufrühren. Das tun sie aber erst, wenn das Thema im Volk emotionalisierbar ist und ein Engagement dem Führungspersonal der Interessengruppen Vorteile bringt. Ähnlich wie im der Frage der Aufhebung der Verkürzung der Laufzeiten der Atommeiler ist das in Stuttgart im Augenblick der Fall.
Sie irren sich, wenn Sie behaupten, daß erst seit Baubeginn protestiert wird. Vielmehr wurde protestiert, seit die Planungen existieren. Ca. 11000 Einsprüche wurden gestellt und abgebügelt. Demos finden seit Jahren statt! Allein das zeigt den undemokratischen Prozess, mit dem über den Willen der Menschen hinweg entschieden wird. Die Regierung zeigt eindrucksvoll, was sie vom Volk hält - nämlich nichts.
Ich denke, dass Pläne und Konzepte auf "geduldigem Papier" eine ganz andere Wirkung haben als deren konkrete Umsetzung. Erst wenn die Menschen hautnah und in aller Brutalität vor Ort erleben, was einmal von den Parteien in Theorie ausgedacht worden war, können sie ihre eigenen Vorstellungen über das Projekt entwicklen.
Deshalb überrascht es mich nicht im geringsten, dass die Bürger erst heute auf die Barrikaden steigen.
zu Protokoll gaben, haben sich in diesen 15 Jahren Plan-feststellungsverfahren u.a.die sozialen, demografischen, verkehrstechnischen u.finanziellen Rahmenbedingungen etwas verändert.S 21 wurde just zu diesem Zeitpunkt zum Frustkata-
lysator,der aber nicht nur auf BAWÜ beschränkt ist. Der Bürger will nicht anonym durch Berlin und Brüssel de-reguliert und in finanzielle Sippenhaft genommen werden, sondern nach 60 Jahren Parteiendiktatur endlich mal eigen-verantwortlich laut seine Stimme zur Hand erheben. Wie nannte es Hr.Rommel :Dem Volk aufs Maul geschaut........
stehen bei S21 in keinem direkten Zusammenhang.
Vielleicht sollte Ihnen, verehrter Forist, einmal einer Erklären, das ein Politiker, welcher die Demonstranten emotional unterstützt, bei seiner Kandidatur für das Amt des OB, keinen Zweifel an dem Projekt S21 gelassen hatte.
Der ehrliche Politiker hätte bei der damaligen Kandidatur die gleichen Argumente, gegen S21 vorgebracht, wie er diese momentan vorträgt.
Bleiben Pläne zeitlos? Was vor 20 Jahren richtig scheint, muß es heute nicht mehr sein. Aber ich finde es sowieso etwa sfragwürdig, wenn diese "warum erst jetzt" Frage immeer wieder gestelt wid, wenn man sich nur *einmal* die Geschichte des Projekts anschaut. Das war schon sehr geschickt wie da Regierung, Gerichte und Helfershelfer jeden Bürgerentscheid vermieden und abgewiesen haben. Ein Lehrstück darüber wie man Demokratie zum eigenen Nutzen umfunktioniert. Bravo an die Politprofis.
Übrigens existiert der Widerstand gegen das Projekt seit 15 Jahren.
Und wenn sich jetzt wieder jemand beschwert das die 50.000 S21-Gegner auf den Demos kaum die Mehrheit sein können und man nie etwas über die Pro21-"Demos" hört, dem sei gesagt, dass zu den Pro21-"Demos" gerade mal 3000 Leute gehen und diese von einer Eventagentur finanziert werden und einfach nur ein Plattform für Schuster und Konsorten ist, wo sie etwas Beifall abgreifen können.
Meiner Vermutung nach sind einige der 3000 wahrscheinlich Freunde und Familien derjenigen die daran verdienen werden, einige Befürworter und Menschen die zufällig vorbei kommen, denn die Eventagentur versteht ihr Handwerk und fährt tolle Stände auf. Kompliment an die Profis!
Der vorstehende Beitrag wundert mich! Sie verstehen nicht, warum die großen Proteste erst jetzt einsetzen? Weil das ganze Projekt etliche lange Jahre nur stückweise geplant wurde und in seinem finanziellen und ökologischen Ausmaß den Menschen so nicht vermittelt wurde!! Die Menschen, die jetzt protestieren, sind nach meiner Einschätzung überwiegend absolut friedliche und sozial engagierte Bürger, denen ökologische und finanzielle Belange der Stadt Stuttgart wichtig sind - und keineswegs Randalierer, die aufmischen wollen! Ich finde die Berichterstattung auf "Zeit online" treffend - es geht wirklich allmählich darum, wie der Staat umgeht mit vernünftigen Bürgern, die ihre demokratischen Rechte wahrnehmnen und ihre Stadt mitgestalten wollen. Es ist erschreckend, in welcher Art die Regierung und die Bahn das Projekt im wahrsten Sinne des Wortes "durchknüppeln" will!
Der letzte Papst hat nach rund 400 Jahren Galileo Galilei rehabilitiert. Verstehen Sie das?
Verstehen Sie, dass Schutzbefohlene jahrelang missbraucht wurden und die Täter gedeckt wurden?
Verstehen Sie, dass Westerwelle noch im Amt ist?
Life ist getting more difficult.
Ich verstehe mein handy auch nicht.
Die Gründe sind in folgenden Link dargelegt
http://www.zeit.de/2010/3...
Hinzu kommt, dass die unteren Ebenen Gemeinderäte etc. über die wahren Kosten im unklaren gelassen wurden.
Eine Kosten-Nutzen Rechnung der Bahn wird geheim gehalten, angeblich weil Betriebsgeheimnisse der Bahn darin stehen.
Hinzu kommt, dass viele Politiker meist CDU irgendwie mit Bahn und Bauunternehmen verbandelt sind. Umgangssprachlich Korruption, offizieller Sprachgebrauch höchstens Interessenkonflikt.
die Polizei hat im Sinne ihres Auftrags, den Park komme was wolle zu räumen gehandelt. Also alles rechtens.
Es geht einzig und allein um den, der den Befehl dazu gegeben hat. Da gibt´s meiner Meinung nach nichts zu klären.
Mich verleiten Zynismus der Politiker und die zu erwartende astronomische Kostensteigerung, die dem Entscheidungsprozess !nicht zugrunde lag zum späten Protest.
An "roeb": (1) Ich beobachte die Diskussion um Stuttgart21 schon seit meiner Zeit in der Region Stuttgart, eine klare Mehrheit unter der Bevölkerung für dieses Mega-Projekt war nie sicher anzunehmen.
(2) Bis zum Baubeginn war alles nur Plan, es bestand die Chance, den Plan zu überdenken. Es ist die politische und wirtschaftliche Elite im Land, deren technokratisches Denken meiner Erfahrung nach verhindert hat, hier frühzeitig eine positive Exit-Strategie zu beginnen.
(3) Erfahrungen mit vergleichbaren Großprojekten haben zu einer anderen Risikoeinschätzung als vor 20 Jahren geführt. Daher ist das Projekt auch unter Experten heute stärker umstritten als noch viele Jahre zuvor.
(4) Durch eine Vielzahl von Faktoren und Fehleinschätzungen der politischen und wirtschaftlichen Elite sind die öffentlichen Haushalte lokal und regional in tiefgehende Schwierigkeiten geraten. Lokal und regional ist der Abbau von öffentlichen Nahverkehr und anderen lokalen öffentlichen Leistungen für die Mehrheit der Bürger normal. Warum soll unter solchen Umständen ein Projekt noch Begeisterung ausstrahlen, dass die Bürger über Steuern weiter belastet, der Leistungsabbau für die Menschen vor Ort sich dabei fortsetzt (Sparen) und für diese allgemeine wirtschaftliche Verschlechterung diese Bürger in der Mehrheit auch noch über ein Jahrzehnt Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr auf sich nehmben müssen?
Die Studie unseres Bundesamtes für Umwelt sagt, S21 sei "hochgradig ineffektiv" und "schaffe ein neues Nadelör".
Der oberste Rechnungshof unseres Landes hat ausgerechnet, dass das Projekt nochmals mindestens 1,2 Milliarden teurer wird.
Die Schweizer Studie - aufgetragen vom Land selbst – wurde jahrelang verheimlicht, weil sie dringend abrät von S21.
Natürlich kennen Sie die Argumente nicht, weil sie in der Presse nicht beachtet werden. Das ist das Schlimmste an der ganzen Sache!
Den Widerstand gegen den Umbau des Bahnhofs gab es schon immer.
Einen Volksentscheid hat unser Buergermeister verhindert indem
er die Vertraege wider besseren Wissens ( Volksentscheid war geplant und ihm bekannt, und das noch protokolliert !!) unterschrieb und damit die rechtliche Grundlage schuf dass ein Buergerbegehren abgelehnt werden konnte , denn es gab ja schon einen Vertrag .
60 000 Unterschriften fuer ein Volksbegehren sind so nichts wert .
Der neue Bahnhof ,der zu den ökologischen Bedenken auch noch ein volkswirtschaftlicher Unsinn ist was neueste Gutachten nochmals belegen , die jedoch von den Verantwortlichen nicht einmal zur Kenntnis genommen werden , soll er trotzdem gebaut werden ?
Oben bleiben !
Ein Stuttgarter
....recht einfach. Das Volk engagiert sich in der Politik wenig und befasst sich damit kaum. So merkt man Dinge erst, wenn sie akut sind und wenn politische Interessengruppen die Botschaft aufbereiten und aufrühren. Das tun sie aber erst, wenn das Thema im Volk emotionalisierbar ist und ein Engagement dem Führungspersonal der Interessengruppen Vorteile bringt. Ähnlich wie im der Frage der Aufhebung der Verkürzung der Laufzeiten der Atommeiler ist das in Stuttgart im Augenblick der Fall.
Sie irren sich, wenn Sie behaupten, daß erst seit Baubeginn protestiert wird. Vielmehr wurde protestiert, seit die Planungen existieren. Ca. 11000 Einsprüche wurden gestellt und abgebügelt. Demos finden seit Jahren statt! Allein das zeigt den undemokratischen Prozess, mit dem über den Willen der Menschen hinweg entschieden wird. Die Regierung zeigt eindrucksvoll, was sie vom Volk hält - nämlich nichts.
Ich denke, dass Pläne und Konzepte auf "geduldigem Papier" eine ganz andere Wirkung haben als deren konkrete Umsetzung. Erst wenn die Menschen hautnah und in aller Brutalität vor Ort erleben, was einmal von den Parteien in Theorie ausgedacht worden war, können sie ihre eigenen Vorstellungen über das Projekt entwicklen.
Deshalb überrascht es mich nicht im geringsten, dass die Bürger erst heute auf die Barrikaden steigen.
zu Protokoll gaben, haben sich in diesen 15 Jahren Plan-feststellungsverfahren u.a.die sozialen, demografischen, verkehrstechnischen u.finanziellen Rahmenbedingungen etwas verändert.S 21 wurde just zu diesem Zeitpunkt zum Frustkata-
lysator,der aber nicht nur auf BAWÜ beschränkt ist. Der Bürger will nicht anonym durch Berlin und Brüssel de-reguliert und in finanzielle Sippenhaft genommen werden, sondern nach 60 Jahren Parteiendiktatur endlich mal eigen-verantwortlich laut seine Stimme zur Hand erheben. Wie nannte es Hr.Rommel :Dem Volk aufs Maul geschaut........
stehen bei S21 in keinem direkten Zusammenhang.
Vielleicht sollte Ihnen, verehrter Forist, einmal einer Erklären, das ein Politiker, welcher die Demonstranten emotional unterstützt, bei seiner Kandidatur für das Amt des OB, keinen Zweifel an dem Projekt S21 gelassen hatte.
Der ehrliche Politiker hätte bei der damaligen Kandidatur die gleichen Argumente, gegen S21 vorgebracht, wie er diese momentan vorträgt.
Bleiben Pläne zeitlos? Was vor 20 Jahren richtig scheint, muß es heute nicht mehr sein. Aber ich finde es sowieso etwa sfragwürdig, wenn diese "warum erst jetzt" Frage immeer wieder gestelt wid, wenn man sich nur *einmal* die Geschichte des Projekts anschaut. Das war schon sehr geschickt wie da Regierung, Gerichte und Helfershelfer jeden Bürgerentscheid vermieden und abgewiesen haben. Ein Lehrstück darüber wie man Demokratie zum eigenen Nutzen umfunktioniert. Bravo an die Politprofis.
Übrigens existiert der Widerstand gegen das Projekt seit 15 Jahren.
Und wenn sich jetzt wieder jemand beschwert das die 50.000 S21-Gegner auf den Demos kaum die Mehrheit sein können und man nie etwas über die Pro21-"Demos" hört, dem sei gesagt, dass zu den Pro21-"Demos" gerade mal 3000 Leute gehen und diese von einer Eventagentur finanziert werden und einfach nur ein Plattform für Schuster und Konsorten ist, wo sie etwas Beifall abgreifen können.
Meiner Vermutung nach sind einige der 3000 wahrscheinlich Freunde und Familien derjenigen die daran verdienen werden, einige Befürworter und Menschen die zufällig vorbei kommen, denn die Eventagentur versteht ihr Handwerk und fährt tolle Stände auf. Kompliment an die Profis!
Der vorstehende Beitrag wundert mich! Sie verstehen nicht, warum die großen Proteste erst jetzt einsetzen? Weil das ganze Projekt etliche lange Jahre nur stückweise geplant wurde und in seinem finanziellen und ökologischen Ausmaß den Menschen so nicht vermittelt wurde!! Die Menschen, die jetzt protestieren, sind nach meiner Einschätzung überwiegend absolut friedliche und sozial engagierte Bürger, denen ökologische und finanzielle Belange der Stadt Stuttgart wichtig sind - und keineswegs Randalierer, die aufmischen wollen! Ich finde die Berichterstattung auf "Zeit online" treffend - es geht wirklich allmählich darum, wie der Staat umgeht mit vernünftigen Bürgern, die ihre demokratischen Rechte wahrnehmnen und ihre Stadt mitgestalten wollen. Es ist erschreckend, in welcher Art die Regierung und die Bahn das Projekt im wahrsten Sinne des Wortes "durchknüppeln" will!
Der letzte Papst hat nach rund 400 Jahren Galileo Galilei rehabilitiert. Verstehen Sie das?
Verstehen Sie, dass Schutzbefohlene jahrelang missbraucht wurden und die Täter gedeckt wurden?
Verstehen Sie, dass Westerwelle noch im Amt ist?
Life ist getting more difficult.
Ich verstehe mein handy auch nicht.
Die Gründe sind in folgenden Link dargelegt
http://www.zeit.de/2010/3...
Hinzu kommt, dass die unteren Ebenen Gemeinderäte etc. über die wahren Kosten im unklaren gelassen wurden.
Eine Kosten-Nutzen Rechnung der Bahn wird geheim gehalten, angeblich weil Betriebsgeheimnisse der Bahn darin stehen.
Hinzu kommt, dass viele Politiker meist CDU irgendwie mit Bahn und Bauunternehmen verbandelt sind. Umgangssprachlich Korruption, offizieller Sprachgebrauch höchstens Interessenkonflikt.
die Polizei hat im Sinne ihres Auftrags, den Park komme was wolle zu räumen gehandelt. Also alles rechtens.
Es geht einzig und allein um den, der den Befehl dazu gegeben hat. Da gibt´s meiner Meinung nach nichts zu klären.
Mich verleiten Zynismus der Politiker und die zu erwartende astronomische Kostensteigerung, die dem Entscheidungsprozess !nicht zugrunde lag zum späten Protest.
An "roeb": (1) Ich beobachte die Diskussion um Stuttgart21 schon seit meiner Zeit in der Region Stuttgart, eine klare Mehrheit unter der Bevölkerung für dieses Mega-Projekt war nie sicher anzunehmen.
(2) Bis zum Baubeginn war alles nur Plan, es bestand die Chance, den Plan zu überdenken. Es ist die politische und wirtschaftliche Elite im Land, deren technokratisches Denken meiner Erfahrung nach verhindert hat, hier frühzeitig eine positive Exit-Strategie zu beginnen.
(3) Erfahrungen mit vergleichbaren Großprojekten haben zu einer anderen Risikoeinschätzung als vor 20 Jahren geführt. Daher ist das Projekt auch unter Experten heute stärker umstritten als noch viele Jahre zuvor.
(4) Durch eine Vielzahl von Faktoren und Fehleinschätzungen der politischen und wirtschaftlichen Elite sind die öffentlichen Haushalte lokal und regional in tiefgehende Schwierigkeiten geraten. Lokal und regional ist der Abbau von öffentlichen Nahverkehr und anderen lokalen öffentlichen Leistungen für die Mehrheit der Bürger normal. Warum soll unter solchen Umständen ein Projekt noch Begeisterung ausstrahlen, dass die Bürger über Steuern weiter belastet, der Leistungsabbau für die Menschen vor Ort sich dabei fortsetzt (Sparen) und für diese allgemeine wirtschaftliche Verschlechterung diese Bürger in der Mehrheit auch noch über ein Jahrzehnt Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr auf sich nehmben müssen?
Die Studie unseres Bundesamtes für Umwelt sagt, S21 sei "hochgradig ineffektiv" und "schaffe ein neues Nadelör".
Der oberste Rechnungshof unseres Landes hat ausgerechnet, dass das Projekt nochmals mindestens 1,2 Milliarden teurer wird.
Die Schweizer Studie - aufgetragen vom Land selbst – wurde jahrelang verheimlicht, weil sie dringend abrät von S21.
Natürlich kennen Sie die Argumente nicht, weil sie in der Presse nicht beachtet werden. Das ist das Schlimmste an der ganzen Sache!
Den Widerstand gegen den Umbau des Bahnhofs gab es schon immer.
Einen Volksentscheid hat unser Buergermeister verhindert indem
er die Vertraege wider besseren Wissens ( Volksentscheid war geplant und ihm bekannt, und das noch protokolliert !!) unterschrieb und damit die rechtliche Grundlage schuf dass ein Buergerbegehren abgelehnt werden konnte , denn es gab ja schon einen Vertrag .
60 000 Unterschriften fuer ein Volksbegehren sind so nichts wert .
Der neue Bahnhof ,der zu den ökologischen Bedenken auch noch ein volkswirtschaftlicher Unsinn ist was neueste Gutachten nochmals belegen , die jedoch von den Verantwortlichen nicht einmal zur Kenntnis genommen werden , soll er trotzdem gebaut werden ?
Oben bleiben !
Ein Stuttgarter
Die Politiker mit ehrlicher Absicht für ihr Volk zu regieren können sie in Deutschland an zwei Händen abzählen.
wenn man für das Abzählen schon zwei Hände benötigt!
wenn man für das Abzählen schon zwei Hände benötigt!
was für ein Dialog ist möglich, wenn Mappus weder einem vorübergehend einem Baustopp zustimmen, noch ergebnisoffene Gespräche führen will.
Es geht ja nicht darum das gar nichts gemacht wird, nur muß es eben nicht dieses ein gigantomanische S21 sein, dass sich Bahn und CDU in den Kopf gesetzt haben.
Für mich sind das nur hohle Phrasen, denn dieser "Dialog" kann ja nur ein Monolog sein, wenn man mit 100% vorbestimmter Meinung in ein Gespräch gehen will.
Der Vergangenheit hat gezeigt das früh gestartete Kampagnen meist zum Erfolg führen. Der BaWü-Wahlkampf hat spätestens am Donnerstag begonnen, Mappus wird sich was besseres einfallen lassen müssen, als Law and Order ohne Rücksicht auf irgendwen.
Den Dialog kann Herr Mappus sich jetzt sparen. Er wird sein Amt so oder so verlieren.
Aus pateistrategischen Gründen sollte er jetzt zurücktreten um einem Sympatieträger Platz zu machen. Wenn dann ein solcher überhaupt da ist.
Ich sehe die cdU im tiefen, tiefen Keller und freue mich darüber sehr. Endlich mal ein gutes Beispiel für alle Deutschen, was hier im Lande möglich ist.
Wir brauchen in Zukunft mehr solcher Organisatoren für Widerstand gegen die Arroganz der Macht und vor allem gegen den Klau von Volksvermögen.
wird die kuerzeste "Regierungszeit im Laendle habenh, hoffe
ich !
wird die kuerzeste "Regierungszeit im Laendle habenh, hoffe
ich !
laut zu sagen, was ist (Rousseau)
Das ist des Bürgers Interesse, das Mappus versucht mit seinen rambo-diktatorischen Inszenierungen zu unterdrücken.
....recht einfach. Das Volk engagiert sich in der Politik wenig und befasst sich damit kaum. So merkt man Dinge erst, wenn sie akut sind und wenn politische Interessengruppen die Botschaft aufbereiten und aufrühren. Das tun sie aber erst, wenn das Thema im Volk emotionalisierbar ist und ein Engagement dem Führungspersonal der Interessengruppen Vorteile bringt. Ähnlich wie im der Frage der Aufhebung der Verkürzung der Laufzeiten der Atommeiler ist das in Stuttgart im Augenblick der Fall.
Ich ergänze mit dem Hinweis auf eine seriöse Auseinandersetzung mit dieser Frage auf der Website des SWR.
http://www.swr.de/nachric...
Ein weiterer Grund sehe ich darin, dass die Bevölkerung im Laufe der Zeit u.a. durch die Globalisierung lethargisch geworden ist, aus einem Gefühl von Machtlosigkeit heraus. "Man kan ja eh nichts ändern".
Wir wissen doch, dass wir die Zeit der großen Demo's lange hinter uns haben. Unabhängig von der jeweils zugrundeliegende Motivation bei den jetzigen Protesten und die Anti-Atom-Kundgebung in Berlin bin ich froh, dass wenigstens ein bisschen von der Lethargie nun aufgebrochen ist. So bekommen Leute generell wieder Mut, um an Ziele zu glauben. Geht dann jetz endlich den Ruck durch Deutschland, der Roman Herzog - lange ist's her - heraufbeschworen hatte?
...wofür offensichtlich (leider) einiges spricht, dann müssen wir uns über ganz andere Dinge Gedanken machen - nämlich über unsere (im Wesentlichen bewährten) demokratischen Entscheidungsprozesse. Ihren Gedanken zuende geführt, müssten wir uns also auf eine plebiszitäre Demokratie zubewegen? Dies ist tatsächlich eine grundsätzliche Frage, die aber in der vorherrschenden aufgeregten Debatte nicht deutlich thematisiert wird.
Ich ergänze mit dem Hinweis auf eine seriöse Auseinandersetzung mit dieser Frage auf der Website des SWR.
http://www.swr.de/nachric...
Ein weiterer Grund sehe ich darin, dass die Bevölkerung im Laufe der Zeit u.a. durch die Globalisierung lethargisch geworden ist, aus einem Gefühl von Machtlosigkeit heraus. "Man kan ja eh nichts ändern".
Wir wissen doch, dass wir die Zeit der großen Demo's lange hinter uns haben. Unabhängig von der jeweils zugrundeliegende Motivation bei den jetzigen Protesten und die Anti-Atom-Kundgebung in Berlin bin ich froh, dass wenigstens ein bisschen von der Lethargie nun aufgebrochen ist. So bekommen Leute generell wieder Mut, um an Ziele zu glauben. Geht dann jetz endlich den Ruck durch Deutschland, der Roman Herzog - lange ist's her - heraufbeschworen hatte?
...wofür offensichtlich (leider) einiges spricht, dann müssen wir uns über ganz andere Dinge Gedanken machen - nämlich über unsere (im Wesentlichen bewährten) demokratischen Entscheidungsprozesse. Ihren Gedanken zuende geführt, müssten wir uns also auf eine plebiszitäre Demokratie zubewegen? Dies ist tatsächlich eine grundsätzliche Frage, die aber in der vorherrschenden aufgeregten Debatte nicht deutlich thematisiert wird.
ist das was die Buerger so veraergert, gegen jeden Falschparker wird vorgegangen aber Altkanzler die kriminell waren werden hofiert. Nun entlaedt sich in Stuttgart eben der Volkszorn und man koennte wuenschen naechsten Monat waeren Wahlen, aber was dann ? AUCH DIE SPD hatte in den neunzigern zugestimmt. HIER gaert der leichte Rechtstrend, aber haben wir denn sonst noch eine Alternative ? wenn's einer weis, bitte melden !
wird die kuerzeste "Regierungszeit im Laendle habenh, hoffe
ich !
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