Castor-Transport Atomkraftgegner stürmen die Gleise

Tausende Anti-Atomkraft-Aktivisten haben versucht, den Castor-Transport zu blockieren. Angeblich wurden Polizisten angegriffen. Die Beamten setzten Schlagstöcke ein.

Atomkraftgegner geraten beim Versuch, die Bahngleise zu schottern, mit der Polizei aneinander

Atomkraftgegner geraten beim Versuch, die Bahngleise zu schottern, mit der Polizei aneinander

Bei Protesten gegen den Castor-Transport ist es im Wendland zu Ausschreitungen gekommen. In der Nähe von Leitstade versuchten Castor-Gegner, Schottersteine zu entfernen und die Gleise zu unterhöhlen, auf denen der Zug nach Dannenberg fahren muss. Nach Polizeiangaben haben rund 250 Atomkraftgegner auf einer Länge von sechs Metern das Gleisbett beschädigt. 3000 bis 4000 Demonstranten standen den Polizeibeamten gegenüber, die Pfefferspray und Schlagstöcke benutzten. Die Einsatzkräfte seien ihrerseits mit Signalmunition und Knallkörpern angegriffen worden, teilte die Polizei mit.

Den Einsatz von Wasserwerfern bestätigte die Polizei zunächst nicht. Ein Reporter von Reuters berichtete jedoch, dass Wasserwerfer im Wald an der Bahnstrecke zu sehen und auch im Einsatz waren. Bei Leitstade brannte demnach ein Räumfahrzeug der Polizei.

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Der Castor-Transport erreichte kurz vor 16 Uhr Lüneburg. Er hatte dort nach zahlreichen Protestaktionen etwa elf Stunden Verspätung. Der Zug mit elf Castor-Behältern mit hochradioaktivem Atommüll sollte von dort auf dem letzten 54 Kilometer langen Gleisabschnitt zur Umladestation Dannenberg weiterfahren. Dort versuchten am Nachmittag nach Polizeischätzung mehr als 5000 Demonstranten , die Gleise zu erreichen.

"Es beteiligen sich deutlich mehr Menschen, als wir gedacht haben", sagte ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei in Lüneburg. Die Gesamtlage vor Ort sei "aggressiver als wir uns das erhofft haben". Die Initiativen der Atomkraftgegner gingen von noch mehr Aktivisten aus und schätzten, dass bereits 5000 Demonstranten direkt am Gleis sind. Dies bestätigte die Polizei aber nicht. Es habe am Nachmittag erneut Ausschreitungen gegeben aber nicht in dem Ausmaß wie am Morgen, sagte der Sprecher weiter.

Die elf Castor-Behälter mit Atommüll müssen in Dannenberg für den letzten 19 Kilometer langen Abschnitt auf der Straße auf Lastwagen umgeladen werden. Vor dem Zwischenlager in Gorleben ließen sich laut Polizei noch einmal rund 1500 Demonstranten zu einer Sitzblockade nieder. Wegen der stundenlangen Umladezeit in Dannenberg dürfte der Transport aber frühestens am Montag im Laufe des Tages am Atommüll-Zwischenlager Gorleben eintreffen.

In Dannenberg lösten Sicherheitskräfte eine Traktor-Blockade von Bauern auf der möglichen Castor-Strecke auf. Die vier in Dannenberg-Splietau ineinander verkeilten Traktoren seien sichergestellt worden, sagte ein Polizeisprecher. Zudem sollten 50 Traktoren, die an der Straße standen, entfernt werden.

In der Nacht musste der Zug mit den elf Castoren in Hessen seine Fahrt unterbrechen, weil zwei Atomkraftgegner sich in Altmorschen bei Melsungen von einer Brücke über der Bahnstrecke abgeseilt hatten. Sie enthüllten ein Transparent mit der Aufschrift "Castor stoppen". Im Schneckentempo fuhr der Zug später weiter - nur wenige Meter darüber hingen die Castor-Gegner. Sie wurden später in Gewahrsam genommen.

In der Nacht sei es im Wendland ruhig geblieben, sagte eine Polizeisprecherin. Bereits am Samstag hatten Zehntausende Menschen in Dannenberg gegen den Transport und die Atompolitik der Bundesregierung demonstriert.

Nach dem bisherigem Plan sollen die Castoren im Verladebahnhof von Dannenberg auf Tieflader gehievt und das letzte Stück auf der Straße ins Zwischenlager Gorleben gebracht werden. Der Zug war am Freitag in Frankreich gestartet.

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) forderte im Deutschlandfunk unterdessen eine gerechtere Verteilung der Lasten, die durch die Absicherung der Transporte entstehen. Er beklagte, dass sein Land zwar seine nationale Aufgabe erfülle, aber allein für die 20 bis 25 Millionen Euro aufkommen müsse, die der Polizeieinsatz je Castor-Transport koste. "Das ist und bleibt eine Ungerechtigkeit", sagte der CDU-Politiker. Die Polizei ist mit 17.000 Beamten im Einsatz.

McAllister befürwortete zugleich die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke, die der Bundestag mit schwarz-gelber Mehrheit beschlossen hat. Bei den Atomkraftgegnern hat diese Entscheidung allerdings die Proteste verstärkt: Nach Angaben der Veranstalter nahmen am Samstag an der zentralen Kundgebung in Dannenberg rund 50.000 Menschen teil – das wären so viele wie nie seit dem ersten Castor-Transport im Jahr 1995. Die Polizei ging dagegen lediglich von mehr als 25.000 Teilnehmern aus.

 
Leser-Kommentare
  1. Gorleben wurde politisch zum "geeigneten" Standort bestimmt. Deshalb muss die Suche jetzt in ganz Deutschland neu und nach klar definierten, (geo-)wissenschaftlichen Standards eröffnet werden!

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    ...haben Sie denn einen Vorschlag für einen idealen Standort? Den gibt es nicht. Das Problem ist nicht der Standort sondern die Abfallprodukte.
    Die Standortsuche ist an für sich ganz einfach - nach den Regeln unserer Demokratie: dort wo die ärmsten Menschen leben. Und da ist Gorleben schon recht prädestiniert.

    die wenigsten und die möglichst an der Grenze zum Osten. Diese Grenze hat sich nun verschoben. Also ... weitersuchen - und fündig werden in den Ländern, die für den Müll sorgen: z. B. Baden-Württemberg, Bayern ... - oder gleich die atombombensicheren Bunker in Berlin.

    Die Geologie sagt, dass sie Zeiträume von Zehn- bis Hunderttausend Jahren nicht seriös einschätzen kann, und deswegen keine Empfehlung für einen so lange sicheren Standort geben kann.

    Und jetzt?

    • joG
    • 07.11.2010 um 12:11 Uhr

    ....ungeeignet sein könnte oder ist, dass stimmt das wohl und zu befürchten war das bereits vor zwei Jahrzehnten. Warum haben also Trittin und Gabriel keine alternative Lagerstätten gesucht?

    Jetzt Weh zu klagen und zu fordern ist unehrlich von den Grünen und der SPD.

    Die sogenannte ergebnisoffene Suche existiert zur Zeit nicht, sonst müssten parallel mehrere Standorte untersucht werden. Salz sollte dabei sowieso ausgeschlossen werden. Selbst wenn es theoretisch sicher wäre, wird es von Wasser aufgelöst und man kann nie 100% sicher sein, dass nicht doch irgendwo Wasser eindringt. Die Schweiz nutzt Tongestein das aufquillt und so Spalten und Risse selbst heilt.

    Hier ein Beitrag zum Thema "ergebnisoffen":
    http://www.fluegel.tv/ind...

    ...haben Sie denn einen Vorschlag für einen idealen Standort? Den gibt es nicht. Das Problem ist nicht der Standort sondern die Abfallprodukte.
    Die Standortsuche ist an für sich ganz einfach - nach den Regeln unserer Demokratie: dort wo die ärmsten Menschen leben. Und da ist Gorleben schon recht prädestiniert.

    die wenigsten und die möglichst an der Grenze zum Osten. Diese Grenze hat sich nun verschoben. Also ... weitersuchen - und fündig werden in den Ländern, die für den Müll sorgen: z. B. Baden-Württemberg, Bayern ... - oder gleich die atombombensicheren Bunker in Berlin.

    Die Geologie sagt, dass sie Zeiträume von Zehn- bis Hunderttausend Jahren nicht seriös einschätzen kann, und deswegen keine Empfehlung für einen so lange sicheren Standort geben kann.

    Und jetzt?

    • joG
    • 07.11.2010 um 12:11 Uhr

    ....ungeeignet sein könnte oder ist, dass stimmt das wohl und zu befürchten war das bereits vor zwei Jahrzehnten. Warum haben also Trittin und Gabriel keine alternative Lagerstätten gesucht?

    Jetzt Weh zu klagen und zu fordern ist unehrlich von den Grünen und der SPD.

    Die sogenannte ergebnisoffene Suche existiert zur Zeit nicht, sonst müssten parallel mehrere Standorte untersucht werden. Salz sollte dabei sowieso ausgeschlossen werden. Selbst wenn es theoretisch sicher wäre, wird es von Wasser aufgelöst und man kann nie 100% sicher sein, dass nicht doch irgendwo Wasser eindringt. Die Schweiz nutzt Tongestein das aufquillt und so Spalten und Risse selbst heilt.

    Hier ein Beitrag zum Thema "ergebnisoffen":
    http://www.fluegel.tv/ind...

  2. Sofern Sie sich an einer sachlichen Diskussion beteiligen möchten, tun Sie dies bitte mit ebenso sachlichen und konstruktiven Beiträgen. Danke, die Redaktion/fk.

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    Es ist eine grundlegende Frage, die sich mit Worten nicht beantworten lässt, es ist wie beim Untergang der DDR zu sehen, die Abstimmung mit Füßen wird diese Politik der Verachtung der Schöpfung beenden müssen.
    Denn die Verstrickung der Politik mit der Energiewirtschaft ist ein Problem für Zukünftige Generationen, und diese Problematik ist der Politik so egal wie noch nie!
    Es geht um Quote, Gewinnmaximierung, der Schaffung von Monopolen, da sind sich die Regierenden einig.

    • LP
    • 07.11.2010 um 12:59 Uhr

    "Für das Kolloquium der Kleingeister mögen diese Veranstaltung eine solide Therapie divergenter Spinner darstellen.
    An der Stelle frage ich mich, wieso sich die emanzipierte Bürgerschicht so aufspielt, bei globalen Problemen wie Dollar-Flutung, Eroberungskriegen oder asozialer Kapitalistenpolitik eben diese selbsternannten Aktivdemokraten sich vor die Glotze setzen und dem Bohlens' Supertalent nachfiebern."

    Wenn ich mir Ihre Ausdrucksweise zu eigen mache, müsste ich Sie jetzt eigetlich als "Niedertier" bezeichnen. Aber hilft uns das weiter?!

    Entschuldigen Sie bitte, aber ihre stereotypischen Vorurteile sind kaum noch auszuhalten.

    A. Kastortransporte finden vor der Haustüre statt. Es ist also relativ einfach sich unmittelbar dagegen einzusetzten. Im Gegensatz zur Süppenküche in Mogadischu oder anderswo.

    B. Woher wissen Sie eigentlich, dass die "emanzipierte Bürgerschicht" nur Supertalent schaut, ansonsten aber nichts auf die Beine bekommt?

    [...]

    Gruß
    LP

    Bitte vermeiden Sie persönliche Angriffe gegen Diskussionsteilnehmer. Danke. Die Redaktion/lv

    alle Probleme, auf die Sie in Ihrem sehr schön geschriebenen Kommentar hinweisen, von großer Bedeutung sind. Aber da Menschen nunmal dazu neigen, konkrete und regionale Probleme vor abstrakten Mißständen in anderen Teilen der Welt zu behandeln.

    Und selbst wenn die Feds gerade eine neue Finanzblase aufpusten, wird die mit einem Knall platzen und ist nach kurzer Zeit vergessen (bei der letzten waren es etwa 3 Jahre).
    Dem gegenüber ist die Halbwertszeit des Mülls, den wer gerade in tiefe, dafür ungeeignete Löcher mitten in unserem schönen Land verklappen, leider etwas länger.

    Da Sie ja offensichtlich die Fehler der ganzen Menschheit im Blick haben, handeln Sie doch an den restlichen Krisenherden, während wir versuchen unser Land für die nächsten 1000 Jahre vor atomar verseuchtem Grundwasser und dreiäugigen Kühen zu retten.

    Oder sollten Sie etwa ein Stubenhocker sein, der zu faul zum demonstrieren ist? "Alles ist Mist, aber wieso aufstehen? Ändern wird sich eh nix?"
    Denn die motzen doch bekanntlich am liebsten.

    Es ist eine grundlegende Frage, die sich mit Worten nicht beantworten lässt, es ist wie beim Untergang der DDR zu sehen, die Abstimmung mit Füßen wird diese Politik der Verachtung der Schöpfung beenden müssen.
    Denn die Verstrickung der Politik mit der Energiewirtschaft ist ein Problem für Zukünftige Generationen, und diese Problematik ist der Politik so egal wie noch nie!
    Es geht um Quote, Gewinnmaximierung, der Schaffung von Monopolen, da sind sich die Regierenden einig.

    • LP
    • 07.11.2010 um 12:59 Uhr

    "Für das Kolloquium der Kleingeister mögen diese Veranstaltung eine solide Therapie divergenter Spinner darstellen.
    An der Stelle frage ich mich, wieso sich die emanzipierte Bürgerschicht so aufspielt, bei globalen Problemen wie Dollar-Flutung, Eroberungskriegen oder asozialer Kapitalistenpolitik eben diese selbsternannten Aktivdemokraten sich vor die Glotze setzen und dem Bohlens' Supertalent nachfiebern."

    Wenn ich mir Ihre Ausdrucksweise zu eigen mache, müsste ich Sie jetzt eigetlich als "Niedertier" bezeichnen. Aber hilft uns das weiter?!

    Entschuldigen Sie bitte, aber ihre stereotypischen Vorurteile sind kaum noch auszuhalten.

    A. Kastortransporte finden vor der Haustüre statt. Es ist also relativ einfach sich unmittelbar dagegen einzusetzten. Im Gegensatz zur Süppenküche in Mogadischu oder anderswo.

    B. Woher wissen Sie eigentlich, dass die "emanzipierte Bürgerschicht" nur Supertalent schaut, ansonsten aber nichts auf die Beine bekommt?

    [...]

    Gruß
    LP

    Bitte vermeiden Sie persönliche Angriffe gegen Diskussionsteilnehmer. Danke. Die Redaktion/lv

    alle Probleme, auf die Sie in Ihrem sehr schön geschriebenen Kommentar hinweisen, von großer Bedeutung sind. Aber da Menschen nunmal dazu neigen, konkrete und regionale Probleme vor abstrakten Mißständen in anderen Teilen der Welt zu behandeln.

    Und selbst wenn die Feds gerade eine neue Finanzblase aufpusten, wird die mit einem Knall platzen und ist nach kurzer Zeit vergessen (bei der letzten waren es etwa 3 Jahre).
    Dem gegenüber ist die Halbwertszeit des Mülls, den wer gerade in tiefe, dafür ungeeignete Löcher mitten in unserem schönen Land verklappen, leider etwas länger.

    Da Sie ja offensichtlich die Fehler der ganzen Menschheit im Blick haben, handeln Sie doch an den restlichen Krisenherden, während wir versuchen unser Land für die nächsten 1000 Jahre vor atomar verseuchtem Grundwasser und dreiäugigen Kühen zu retten.

    Oder sollten Sie etwa ein Stubenhocker sein, der zu faul zum demonstrieren ist? "Alles ist Mist, aber wieso aufstehen? Ändern wird sich eh nix?"
    Denn die motzen doch bekanntlich am liebsten.

  3. ...haben Sie denn einen Vorschlag für einen idealen Standort? Den gibt es nicht. Das Problem ist nicht der Standort sondern die Abfallprodukte.
    Die Standortsuche ist an für sich ganz einfach - nach den Regeln unserer Demokratie: dort wo die ärmsten Menschen leben. Und da ist Gorleben schon recht prädestiniert.

    Eine Leser-Empfehlung
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    ...ist für einen Politiker der "sicherste" Standort für ein Endlager. In diesem Zusammenhang interessieren die Kernkraftbefürworter unter den Politikern weder die tatsächliche Sicherheit noch die Langzeitprognose für ein solches Lager, sondern nur, wieviele potentielle Wähler durch ein solches Lager in ihrer Nähe davon abgehalten werden könnten, den "richtigen" ihre Stimme zu geben.
    So gesehen wird der Volkswille bezüglich des Endlagerstandortes schon berücksichtigt. Deshalb wird in Gorleben ja auch mit Begeisterung weitergemacht.
    Abgesehen davon muss man den bereits vorhandenen radioaktiven Müll irgendwo dauerhaft lagern. Egal, ob die Kernkraftwerke weiterbetrieben werden oder nicht. Gorleben ist aber wohl(auch wenn in dieser Gegend nur wenige Wähler wohnen) ungeeignet.
    Schönen Sonntag
    Hafensänger

    ...ist für einen Politiker der "sicherste" Standort für ein Endlager. In diesem Zusammenhang interessieren die Kernkraftbefürworter unter den Politikern weder die tatsächliche Sicherheit noch die Langzeitprognose für ein solches Lager, sondern nur, wieviele potentielle Wähler durch ein solches Lager in ihrer Nähe davon abgehalten werden könnten, den "richtigen" ihre Stimme zu geben.
    So gesehen wird der Volkswille bezüglich des Endlagerstandortes schon berücksichtigt. Deshalb wird in Gorleben ja auch mit Begeisterung weitergemacht.
    Abgesehen davon muss man den bereits vorhandenen radioaktiven Müll irgendwo dauerhaft lagern. Egal, ob die Kernkraftwerke weiterbetrieben werden oder nicht. Gorleben ist aber wohl(auch wenn in dieser Gegend nur wenige Wähler wohnen) ungeeignet.
    Schönen Sonntag
    Hafensänger

  4. die wenigsten und die möglichst an der Grenze zum Osten. Diese Grenze hat sich nun verschoben. Also ... weitersuchen - und fündig werden in den Ländern, die für den Müll sorgen: z. B. Baden-Württemberg, Bayern ... - oder gleich die atombombensicheren Bunker in Berlin.

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    Wenn man es richtig betrachtet, ist doch ein Raum, in dem man vor Atombomben sicher ist ein Raum, der absolut sicher nach außen abgeschottet ist. Hierzu zählt auch der alte Atombunker von Konrad Adenauer, der an der Ahr errichtet und inzwischen stillgelegt wurde. Wenn da nun keine Atomstrahlung reinkommen kann, kann doch auch, wenn man Atommüll dort drinnen lagert, keine Atomstrahlung raustreten und die Bevölkerung bestrahlen.

    Also: Endlager Ahrtal - Bunker, das Ding ist sogar schon fertig und braucht nicht mehr untersucht zu werden!

    Wenn man es richtig betrachtet, ist doch ein Raum, in dem man vor Atombomben sicher ist ein Raum, der absolut sicher nach außen abgeschottet ist. Hierzu zählt auch der alte Atombunker von Konrad Adenauer, der an der Ahr errichtet und inzwischen stillgelegt wurde. Wenn da nun keine Atomstrahlung reinkommen kann, kann doch auch, wenn man Atommüll dort drinnen lagert, keine Atomstrahlung raustreten und die Bevölkerung bestrahlen.

    Also: Endlager Ahrtal - Bunker, das Ding ist sogar schon fertig und braucht nicht mehr untersucht zu werden!

  5. Die Politik setzt sich über den Willen des Volkes hinweg!

    Eine Leser-Empfehlung
  6. Es ist eine grundlegende Frage, die sich mit Worten nicht beantworten lässt, es ist wie beim Untergang der DDR zu sehen, die Abstimmung mit Füßen wird diese Politik der Verachtung der Schöpfung beenden müssen.
    Denn die Verstrickung der Politik mit der Energiewirtschaft ist ein Problem für Zukünftige Generationen, und diese Problematik ist der Politik so egal wie noch nie!
    Es geht um Quote, Gewinnmaximierung, der Schaffung von Monopolen, da sind sich die Regierenden einig.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Ein tolles Event..."
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    Was die Probleme der zukünftigen Generationen angeht bin ich voll und ganz ihrer Meinung.
    Die Atomkraft ist zwar beileibe kein Teufelszeug als das es von vielen dargestellt wird und doch überwiegen die Nachteile bei weitem.

    Doch ob nun das was da in Gorleben stattfindet wirklich dazu beiträgt, die Situation zu ändern, wage ich zu bezweifeln.
    Polarisierung und Radikalisierung haben in der Vergangenheit nicht wirklich funktioniert. Wie bei der Atomkraft selber überwiegen die Nachteile einer solchen Form der Einflussnahme deutlich.

    Ihr Vergleich mit der DDR hinkt allerdings etwas: Dort haben weite Teile der Bevölkerung die Regierung in die Knie und letztendlich zum Aufgeben gezwungen. Das Resultat war der Beitritt der DDR zur BRD, nicht etwa die Veränderung der Lage.

    Nun sagen sie mir doch bitte, wem denn nun die BRD beitreten soll, wenn unsere Regierung zum Aufgeben gezwungen wird? Denken sie da an europäische Nachbarn oder lieber gleich China?
    Klar ist dies überspitzt ausgedrückt, aber bedenken sie, wenn eine legitimierte Regierung vom Druck der Straße zum Aufgeben gezwungen wird dann steht dadurch die Legitimation gewählter Regierungen als Solche zur Disposition - nach dem Motto: Gewählt heißt noch lange nicht legitim.

    Und was war das Ergebnis der Abstimmung mit den Füßen in der DDR? Man hat sich mit der Bundesrepublik vereinigt, die aus der Sicht derjenigen, die stets diesen DDR-Vergleich ziehen, genauso schlimm und abschaffungswürdig wie die DDR ist. Tolles Ergebnis.

    Was die Probleme der zukünftigen Generationen angeht bin ich voll und ganz ihrer Meinung.
    Die Atomkraft ist zwar beileibe kein Teufelszeug als das es von vielen dargestellt wird und doch überwiegen die Nachteile bei weitem.

    Doch ob nun das was da in Gorleben stattfindet wirklich dazu beiträgt, die Situation zu ändern, wage ich zu bezweifeln.
    Polarisierung und Radikalisierung haben in der Vergangenheit nicht wirklich funktioniert. Wie bei der Atomkraft selber überwiegen die Nachteile einer solchen Form der Einflussnahme deutlich.

    Ihr Vergleich mit der DDR hinkt allerdings etwas: Dort haben weite Teile der Bevölkerung die Regierung in die Knie und letztendlich zum Aufgeben gezwungen. Das Resultat war der Beitritt der DDR zur BRD, nicht etwa die Veränderung der Lage.

    Nun sagen sie mir doch bitte, wem denn nun die BRD beitreten soll, wenn unsere Regierung zum Aufgeben gezwungen wird? Denken sie da an europäische Nachbarn oder lieber gleich China?
    Klar ist dies überspitzt ausgedrückt, aber bedenken sie, wenn eine legitimierte Regierung vom Druck der Straße zum Aufgeben gezwungen wird dann steht dadurch die Legitimation gewählter Regierungen als Solche zur Disposition - nach dem Motto: Gewählt heißt noch lange nicht legitim.

    Und was war das Ergebnis der Abstimmung mit den Füßen in der DDR? Man hat sich mit der Bundesrepublik vereinigt, die aus der Sicht derjenigen, die stets diesen DDR-Vergleich ziehen, genauso schlimm und abschaffungswürdig wie die DDR ist. Tolles Ergebnis.

  7. Die Geologie sagt, dass sie Zeiträume von Zehn- bis Hunderttausend Jahren nicht seriös einschätzen kann, und deswegen keine Empfehlung für einen so lange sicheren Standort geben kann.

    Und jetzt?

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    • Buh
    • 07.11.2010 um 11:06 Uhr

    Es gibt keinen geeigneten Standpunkt für Atommüll. Gorleben gehört aber potenziell zu den ungeeignetsten aus beschriebenen Gründen.

    Aus diesen Tatsachen lässt sich nur eines Ableiten: Atomkraft ablehnen! Wir können uns den Atommüll nicht leisten. Und ich rede hier nicht vom wirtschaftlichen leisten, also im finanziellen sinne, sondern im Sinne von Naturschutz, Tierschutz und Verantwortungsvolles Handeln für zukünftige Generationen.

    • Crest
    • 07.11.2010 um 11:12 Uhr

    (Die Meteorologie kann nicht.)

    Herzlichst Crest

    • deva
    • 07.11.2010 um 12:05 Uhr

    Da bleibt wohl nur noch den Müll in die Sonne zu schießen).

    • Buh
    • 07.11.2010 um 11:06 Uhr

    Es gibt keinen geeigneten Standpunkt für Atommüll. Gorleben gehört aber potenziell zu den ungeeignetsten aus beschriebenen Gründen.

    Aus diesen Tatsachen lässt sich nur eines Ableiten: Atomkraft ablehnen! Wir können uns den Atommüll nicht leisten. Und ich rede hier nicht vom wirtschaftlichen leisten, also im finanziellen sinne, sondern im Sinne von Naturschutz, Tierschutz und Verantwortungsvolles Handeln für zukünftige Generationen.

    • Crest
    • 07.11.2010 um 11:12 Uhr

    (Die Meteorologie kann nicht.)

    Herzlichst Crest

    • deva
    • 07.11.2010 um 12:05 Uhr

    Da bleibt wohl nur noch den Müll in die Sonne zu schießen).

    • hirmer
    • 07.11.2010 um 10:36 Uhr

    Vorschläge:

    I. Um mehr Polizisten bezahlen zu können:
    a) Die allg. Steuern erhöhen
    b) Solidarabgabe Atom einführen
    (...)

    II. Um die Proteste zu ersticken
    a) Die Gesetze und deren Durchführung denen der ehem. DDR anpassen
    (...)

    III. Gegenpropaganda

    IV. Öffentliche Moderation à la Stuttgart 21

    Bitte um weitere Vorschläge - welcher Vorschlag würde eher beruhigen?

    Ratlos,

    Harald Artur Irmer

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    • Crest
    • 07.11.2010 um 11:33 Uhr

    war mein spontaner Gedanke beim Lesen Ihrer Überschrift.

    Aber die Frage ist dennoch sinnvoll.

    Das erste, was ich mir hier wünschen würde, wäre, dass Angela Merkel und ihr Kabinett nach Gorleben führen, um den eigenen Standpunkt zu vertreten - offensiv (und wenn die Dame einen Schuss Dramatik liebte, könnte sie sich in einem Kampfanzug der Bundeswehr zeigen. :-)).

    Sie müsste sich der Menge stellen und ihr entgegenhalten:

    "Ihr täuscht euch."

    Das würde die Menge nicht überzeugen, aber beeindrucken (mich auch).

    Herzlichst Crest

    • Quay
    • 07.11.2010 um 14:22 Uhr

    Entweder, die Politik bringt die Atomstromproduzenten dazu, ihren Atommuell auf eigene Kosten unter Einhaltung aller Sicherheitsstandards in die vorgesehenen Endlager zu bringen. Soll heiszen, die koennen ihre Polizeieinsaetze selbst bezahlen - mit etwas Glueck wird Atomstrom dadurch unbezahlbar.

    Oder, es wird versucht, einen Kompromiss zu finden, in Richtung "lasst uns in Ruhe unser Zeug transportieren, dafuer verbieten wir den Bau neuer AKW"

    Ich habe aber das seltsame Gefuehl, dass eher einer der von hirmer genannten Vorschlaege durchgeuehrt wird.

    Sehr geehrter Herr Irmer,

    zu den von Ihnen unterbreiteten Vorschlägen:

    Punkte II III werden bereits angewandt, wenn auch mit mäßigem Erfolg.

    Interessante erscheint mir Ihr Vorschlag 1.b.
    Warum nicht endlich die gesamten Kosten der Lagerung (inkl. Zuführung des Mülls, das kommt dann auch Herrn McAllister entgegen) der Kilowattstunde Atomstrom zuschlagen? Sie werden sehen, wie schnell sich das ganze Thema infolge gen Null tendierender Nachfrage erledigt hat.

    • Crest
    • 07.11.2010 um 11:33 Uhr

    war mein spontaner Gedanke beim Lesen Ihrer Überschrift.

    Aber die Frage ist dennoch sinnvoll.

    Das erste, was ich mir hier wünschen würde, wäre, dass Angela Merkel und ihr Kabinett nach Gorleben führen, um den eigenen Standpunkt zu vertreten - offensiv (und wenn die Dame einen Schuss Dramatik liebte, könnte sie sich in einem Kampfanzug der Bundeswehr zeigen. :-)).

    Sie müsste sich der Menge stellen und ihr entgegenhalten:

    "Ihr täuscht euch."

    Das würde die Menge nicht überzeugen, aber beeindrucken (mich auch).

    Herzlichst Crest

    • Quay
    • 07.11.2010 um 14:22 Uhr

    Entweder, die Politik bringt die Atomstromproduzenten dazu, ihren Atommuell auf eigene Kosten unter Einhaltung aller Sicherheitsstandards in die vorgesehenen Endlager zu bringen. Soll heiszen, die koennen ihre Polizeieinsaetze selbst bezahlen - mit etwas Glueck wird Atomstrom dadurch unbezahlbar.

    Oder, es wird versucht, einen Kompromiss zu finden, in Richtung "lasst uns in Ruhe unser Zeug transportieren, dafuer verbieten wir den Bau neuer AKW"

    Ich habe aber das seltsame Gefuehl, dass eher einer der von hirmer genannten Vorschlaege durchgeuehrt wird.

    Sehr geehrter Herr Irmer,

    zu den von Ihnen unterbreiteten Vorschlägen:

    Punkte II III werden bereits angewandt, wenn auch mit mäßigem Erfolg.

    Interessante erscheint mir Ihr Vorschlag 1.b.
    Warum nicht endlich die gesamten Kosten der Lagerung (inkl. Zuführung des Mülls, das kommt dann auch Herrn McAllister entgegen) der Kilowattstunde Atomstrom zuschlagen? Sie werden sehen, wie schnell sich das ganze Thema infolge gen Null tendierender Nachfrage erledigt hat.

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