Abgeordnetenhaus Künast verkündet Bürgermeister-Kandidatur für Berlin

Nun ist es offiziell: Die Fraktionschefin der Grünen wird bei der Wahl gegen Amtsinhaber Wowereit antreten. Überzeugen will sie mit den Themen Bildung, Arbeit und Klima.

"Ich bin bereit. Ich kandidiere": Nach Monaten der Spekulation hat Renate Künast ihre Spitzenkandidatur für die Berliner Abgeordnetenhauswahl am 18. September 2011 verkündet. "Die Zeit ist jetzt reif für einen Politikwechsel", sagte die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag . "Heute ist wieder Zeit für einen Aufbruch, weil Berlin mehr verdient hat als lustloses Regieren", sagte die 54-Jährige mit Blick auf den amtierenden rot-roten Senat.

Angeführt wird dieser von Klaus Wowereit . Der SPD-Politiker steht der Hauptstadt seit 2001 als Regierender Bürgermeister vor. Berühmt wurde er auch für seinen Ausspruch, Berlin sei "arm, aber sexy". Ohne ihren Konkurrenten direkt beim Namen zu nennen, kritisierte Künast ihn indirekt. Es gebe viele Berliner, die über diesen Satz "nicht lachen können." Die Metropole an der Spree sei eine "blockierte" Stadt. "So kann es mit Berlin nicht weitergehen", forderte die Grünen Politikerin.

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Künast wies auf die vielen Probleme der Stadt mit ihrer sehr hohen Arbeitslosigkeit, hohen Zahl von Zuwanderern ohne Perspektiven und zu wenigen Kitaplätzen hin. Der Anspruch ihrer Partei sei es, "eine Stadt für alle" zu schaffen. "Wahlgeschenke gibt es nicht, für niemanden. Es gibt immer nur das, was nötig ist." Zum grünen Leitbild gehöre Gerechtigkeit und Freiheit gleichermaßen. "Kein Kind bleibt auf der Strecke."

Für den Berliner Arbeitsmarkt ist die frühere Verbraucherschutzministerin äußerst optimistisch: "Wir wollen 100.000 neue Jobs schaffen", kündigte Künast an und versicherte, "das kann gehen".

Erstmals können sich die Grünen in der Hauptstadt reelle Chancen ausrechnen, die Führung einer Landesregierung zu übernehmen. In Umfragen liegen die Berliner Grünen mit bis zu 30 Prozent deutlich vor der SPD.

 
Leser-Kommentare
  1. Sie war einer der wenigen (personellen) Gründe noch die Grünen zu wählen....

    Plasteflaschen-Trittin isses nicht.

  2. Neben dem Showdown zwischen Renate und Wowi wird die Frage sein, ob "Die Freiheit" den Sprung über die 5% schafft. Bin gespannt, ob Wowi vom Wahlvolk unterm Strich als lässig oder verschnarcht gebookmarked wird. Es bleibt abzuwarten, ob außer einem Image-Wahlkampf tatsächlich inhaltliche Fragen eine Rolle spielen werden ...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Zack34
    • 05.11.2010 um 20:35 Uhr

    "gebookmarked" ??


    Cool...

    • Zack34
    • 05.11.2010 um 20:35 Uhr

    "gebookmarked" ??


    Cool...

  3. Ich wünsche ihr alles Gute, eine rotgrüne Koalition unter Künasts Führung ist alles andere als unwahrscheinlich.

  4. In Berlin wird sich nichts ändern, wenn die mal 2 Jahre keinen Bürgermeister hätten dann gänge auch so alles seinen Gang.

    • hthswa
    • 05.11.2010 um 20:31 Uhr

    wird die Berlinwahl sein.

    Die Grünen werden froh sein, wenn sie bundesweit in 1913 nochmals 10 oder 11 Prozent erhaschen. Und das ist gut so.
    Denn ein Trittin, ein Özdemir geben keine guten Aussichten ab.

    Sie sind einfach nicht qualifiziert genug.

    Unter Trittin liefen die Castor-Transporte wie geschmiert, heute stemmt er sich dagegen. Kein Verantwortungsbewußtsein hat der Herr,

    Ozdemir, ist das nicht der Herr der Bonusmeilen? Auch nur bedacht auf seinen Vorteil zu Lasten des Steuerzahlers.

    Man stelle sich nur vor, diese Herren kämen Bundesweit an die Macht, dazu noch Claudia Roth. Der Untergang DE wäre gewiss.

    Eine Leser-Empfehlung
    • Zack34
    • 05.11.2010 um 20:35 Uhr
  5. Da hat sie sich nun verhoben. Wer hat sie nur beraten. Den Grünen wird es auch nicht helfen.

    Allein die Kandidatur Wowereits hätte eine Warnung sein müssen. Sie wird nicht umhin kommen, sich zu outen. Ob der Berliner - nicht die gesteuerten, befeuernden Umfragen zählen - sich diese liebe Renate aufhalsen wird, wage ich als "gelernter" Berliner ernsthaft zu bezweifeln. Gerade die Bürger des Ostteils werden ihre liebe Müh und Not mit dieser Kandidatin haben.
    Was aber noch viel ärgerlicher ist, dürfte die Tatsache sein, dass dieser Stadt ab jetzt ein einjähriger Dauerwahl-K(r)ampf droht. Und das hat nicht einmal Berlin verdient.

    Und das ist eben nicht gut so!

  6. Wenn die Künast Bürgermeisterin wird,geht Berlin unter. Die Grünen sind völlig unrealistisch .Wenn ich schon an die Truppe(Künast ,Roth,,u.s.w) denke . . . .die benehmen sich als seien sie noch 15 und Teenager und wollen nicht erwachsen werden.

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