Wikileaks-Enthüllungen Der FDP-Maulwurf ist enttarnt
Er leitete Westerwelles Büro – und hatte die besten Drähte zur US-Botschaft. Nun hat die FDP den Mann entdeckt, dessen Berichte auf Wikileaks zu lesen sind.
Der Kreis der Verdächtigen war überschaubar, der Druck auf die Verantwortlichen immens. Seit Spiegel Online anhand eines Wikileaks-Dokuments am Sonntag publik gemacht hatte, dass ein "gut postierter" FDP-Mann der US-Botschaft von den Koalitionsverhandlungen im Herbst 2009 berichtet hatte, grassierte das Misstrauen in der Parteizentrale. "Jeder hatte jeden im Verdacht", heißt es aus der FDP. Am Montag tagten die höchsten Parteigremien und drängten auf eine rasche Aufklärung. Zwei Tage dauerte die Fahndung im Thomas-Dehler-Haus. Alle, die in Frage kamen, wurden verhört.
Nun hat die Partei den Informanten offenbar ausgemacht. Nach Informationen von ZEIT ONLINE und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung handelt es sich um den Büroleiter des Parteivorsitzenden Guido Westerwelle und Leiter der Abteilung Internationale Beziehungen im Thomas-Dehler-Haus, Helmut Metzner. Er soll sich in den Gesprächen offenbart haben. Auf Nachfrage hieß es in der Partei, man nehme den Namen nicht in den Mund. Dementieren wollte man ihn indes auch nicht.
Der 41-Jährige hatte bis zum Frühjahr die Abteilung "Strategie und Kampagne" in der Parteizentrale geleitet. Zugleich war er zu jener Zeit für die internationalen Kontakte der Partei zuständig. Während der Koalitionsverhandlungen im vergangenen Herbst führte er Protokoll.
In den Depeschen, die der amerikanische Botschafter Philip Murphy nach Gesprächen mit Metzner verfasste, wird der Informant als "aufstrebend" und "parteitreu" beschrieben. Das Bild, das seine Parteifreunde von ihm zeichnen, ist jedoch ein anderes. Zwar will sich offiziell heute niemand zu seiner Person äußern. Unter der Hand aber heißt es unter anderem über Metzner, er habe seit Längerem einen "eigenwilligen Ruf". Der FDP-Mann war im Frühjahr von seinem Posten als Abteilungsleiter abgezogen und auf die Stelle des Büroleiters Westerwelles versetzt worden.
Was klingt wie ein Aufstieg, war in Wahrheit eine Degradierung: Das Büro in der Parteizentrale ist das unwichtigste Westerwelles. Weit mehr Bedeutung haben spätestens seit dem Machtwechsel sein Dienstsitz im Außenministerium und sein Bundestagsbüro. Gerüchten in der Partei zufolge war es der neue FDP-Generalsekretär Christian Lindner, der Metzner im Zuge des Umbaus in der Parteizentrale versetzte.
Offiziell schweigt die Partei und verweist auf eine dünne Pressemitteilung. Darin heißt es, in Gesprächen der vergangenen Woche habe sich ein "für die internationalen Kontakte zuständiger Mitarbeiter der FDP-Bundesgeschäftsstelle offenbart". Dieser habe auf "Bitten der Botschaft" und "in eigener Verantwortung" gehandelt. Dies ist laut FDP nichts Ungewöhnliches. "Zahlreiche Mitarbeiter anderer Parteien" hätten genauso gehandelt. Die Partei betont zudem, dass Metzner keine internen vertraulichen Papiere weitergegeben habe. Juristische Schritte will die FDP deshalb nicht einleiten.
- Datum 02.12.2010 - 19:14 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Dass Westerwelle ein narzisstischer Demagoge und Brüllheini ist, der als Außenminister weit außerhalb seines Kompetenzspektrums agiert, könnte ich den Amis noch als "geheime" Information anbieten. Dass er mit populistischer Hetze und Interessenpolitik die Bevölkerung spaltet und den republikanischen Gedanken unterminiert, ließe sich noch ergänzen. Ich mache diese brisanten Informationen jetzt einfach mal der breiten Weltöffentlichkeit zugänglich.
Noch vor 2 Tagen hat Dirk Niebel in einer großen deutschen Talkshow vehement bestritten, dass es tatsächlich einen Informanten in den Reihen der FDP gäbe.
Tja sehr dumm gelaufen für ihn. Entweder ist er zu dämlich die Wahrheit an zu erkennen oder, was ich eher glaube, er lügt einfach dreist in die Kamera hinein.
Glaubwürdige Politiker sehen für mich jedenfalls anders aus
Fast Drei Prozent - mehr ist nicht mehr drin.
da helfen weder opferrolle noch mitleidstour.
Drei Prozent sind immer noch drei Prozent zuviel ! Dieses korrupte Geflecht aus Lügen und Intrigen kann rug´hig von der politischen Bildfläche verschwinden. Nicht einmal Ärzteschaft und Hotelliers dürften denen auch nur eine Träne nachweinen.
Bitte achten Sie auf einen sachlichen Diskussionston. Danke. Die Redaktion/er
Drei Prozent sind immer noch drei Prozent zuviel ! Dieses korrupte Geflecht aus Lügen und Intrigen kann rug´hig von der politischen Bildfläche verschwinden. Nicht einmal Ärzteschaft und Hotelliers dürften denen auch nur eine Träne nachweinen.
Bitte achten Sie auf einen sachlichen Diskussionston. Danke. Die Redaktion/er
Verrat an H. Schmidt, Verrat an den normalen Deutschen ohne Lobby, nun auch Verrat am Vaterland. Die Liberalen werden den "Lumpenstatus" nicht mehr los. :-)
Die FDP trägt das Freie wie ein Selbstschutz im Namen. Die elitären Brüder wären zu besserem Zeiten ins Loch gewandert.
Unaufgeregt muß man sagen, Hochverrat kommt auch in Ländern mit hohem Patriotismus vor. Man kann es jetzt nicht auf anzugtragende Lobbyvertreter schieben. Zudem wäre dies auch bei den LINKEN, den GRÜNEN, der SPD, oder auch der UNION durchaus im Bereich des Möglichen gewesen.
Abschließend möchte ich sagen: Danke liebe Politiker, mit eurer Klasse und eurem Anstand seid ihr ein leutendes Vorbild und ein Schutz der Demokratie.
IM, Informant, Maulwurf, Verräter -
egal, wie man es nennt, es sind häufig vergleichbare Gründe, Motive und Persönlichkeitsprofile. Bei Autoritäten einschleimen, das gab es immer und wird es immer geben. Und es wird immer getroffene Hunde geben, die aufjaulen, weil sie sich getroffen fühlen.
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/lv
"Nun hat die FDP den Mann entdeckt, dessen Berichte auf Wikileaks zu lesen sind."
Die Berichte, die dort zu lesen sind, sind die des amerikanischen Botschafters an die Oberen seines Landes. ER berichtet, was der FDP-Mann gesagt haben soll.
Ich erwähne das, weil man sonst gern alles in Frage stellt, was die Veröffentlichungsplattform bisher ausgab, aber hier eine seltsame Sicherheit und Fixiertheit transportiert.
Dass immer noch zu viele Menschen ihren schon lange nicht mehr Volksvertretern bei Wahlreden und seltsamen Gesetzesentwürfen - zum Beispiel zum "Wachstumsbeschleunigen" - immer noch mehr vertraut als den bloßgestellten Wahrheiten, ist schlimm genug.
Man muss allerdings als recht großes Blatt nicht auch noch die Konsequenzrosinen herauspicken, weil sie am meisten Aufmerksamkeit versprechen.
Der gute Journalist hätte sich die Dokumente von WL geschnappt, wäre Tage im Kabuff verschwunden und begänne dann das Recherchieren von z. B. rechtlichen Hintergründen des Abhörens eines (=des) UN-Generalsekretärs.
Was bislang aber passiert, ist die Wiederholung des schlechten SPIEGEL-Tenors, welcher sich aus Nebensächlichkeiten (Charakterisierungen von dt. Politikern durch Amerikaner) bildete und die beschrieben Handlungen, Absichten und Hintergründe der Dokumente außen vor ließ.
Soll hier am Ende der Eindruck erweckt werden, dass wir außer treffenden Beschreibungen unserer Spitzen nichts zu erwarten hätten?
Ihnen nur zustimmen. Es fällt ganz unter den Tisch, dass der Botschafter für die Depeschen verantwortlich ist. In keinem einzigen Artikel wird auf den Botschafter eingegangen. Er wird weder befragt, noch kritisiert. Auf seine Arbeitsweise wird nicht eingegangen. Die Journalisten in Berlin sind die Experten in diesem Milieu. Sie verstehen die Netzwerke besser als andere. Warum sind sie nicht in der Lage, die Sache richtig zu vermitteln. Mit den Wikileaks-Veröffentlichungen haben wir einen Brocken vorgeworfen bekommen, der von keinem der Medien verdaulich gemacht und in einen Zusammenhang des politischen Alltags gestellt wird. Vielmehr scheint jeder an den Lippen des Botschafters zu kleben und darin die Wahrheit ablesen zu wollen.
Durch die Reaktionen aus Berlin habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Politiker diese Affaire bei weitem nicht so ernst sehen, wie es die Medien suggerieren. Herr Metzner wurde eben nicht gefeuert, was man bei einem schlimmeren Vergehen ja eigentlich erwarten würde. Ist die Wahrnehmung der Medien möglicherweise gestört?
Ihnen nur zustimmen. Es fällt ganz unter den Tisch, dass der Botschafter für die Depeschen verantwortlich ist. In keinem einzigen Artikel wird auf den Botschafter eingegangen. Er wird weder befragt, noch kritisiert. Auf seine Arbeitsweise wird nicht eingegangen. Die Journalisten in Berlin sind die Experten in diesem Milieu. Sie verstehen die Netzwerke besser als andere. Warum sind sie nicht in der Lage, die Sache richtig zu vermitteln. Mit den Wikileaks-Veröffentlichungen haben wir einen Brocken vorgeworfen bekommen, der von keinem der Medien verdaulich gemacht und in einen Zusammenhang des politischen Alltags gestellt wird. Vielmehr scheint jeder an den Lippen des Botschafters zu kleben und darin die Wahrheit ablesen zu wollen.
Durch die Reaktionen aus Berlin habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Politiker diese Affaire bei weitem nicht so ernst sehen, wie es die Medien suggerieren. Herr Metzner wurde eben nicht gefeuert, was man bei einem schlimmeren Vergehen ja eigentlich erwarten würde. Ist die Wahrnehmung der Medien möglicherweise gestört?
hier wäre eine aktuelle
US embassy cables culprit should be executed, says Mike Huckabee
http://www.guardian.co.uk...
Der Mann war mal Präsidentschaftskandidat und wird mit diesem so weltoffenen Vorschlag sicherlich ein paar Menschen von rechts außen um sich versammeln können, denn die Wahrheit zu verbreiten, das kann nicht im Sinne einer expansiven Politik mit furchtbar edlem Anti-Terrorkampf weltweit sein.
Ordentlich abschrecken lautet nun der Grundsatz, so scheint es. Sicherlich zweckmäßig, aber fragen wir uns doch bitte auch mal, warum man bei solch angeblichen Belanglosigkeiten gleich auf 100 Prozent hochfährt.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
mit der FDP? Es ist echt traurig, was da schon wieder passiert. In der öffentlichen Wahrnehmung wird die FDP jetzt auch noch zur Partei, die einen Verräter beherbergt. Der einen schlechten Meldung über die FDP folgt die nächste. Es nimmt einfach kein Ende. Was hält sie eigentlich noch zusammen außer der Pflicht zu regieren? Was macht sie noch zu einem wichtigen und impulsgebenden Regierungspartner? Und wenn nicht zum Regierungspartner, was macht sie überhaupt noch zu einer ernstzunehmenden Partei?
Die FDP hat keinen Halt mehr. Weder in der Bevölkerung, noch in der Idee der Freiheit. Sie kann sich noch nicht einmal mehr neu erfinden. Selbst dazu scheint die Perspektive zu fehlen. Was ist nur los in dieser Partei?
Westerwelle duldet keine Konkurrenz - das ist los in der Partei der Wettbewerbswirtschaft.
Jeder Abteilungsleiter, Unternehmer etc. weiß, das man Nachfolger aufbauen muss.
Mit Populismus hat er die Partei aufgebaut, durch Unfähigkeit macht er sie kaputt.
1. Seit Sonntag war das Leck bekannt, wurde herunter gespielt bzw. abgestritten
2. Frei zugängliche Informationen hätte sich der Ami auch aus der Zeitung besorgen können - warum die Nennung eines Informanten in der Depesche, warum überhaupt eine Depesche?
3. Trotz vermeintlicher "Nichtigkeit" hat sich der Informant nicht direkt selbst geoutet. Nun macht er sich als Enttarnter unmöglich.
4. Donnerstag wird nach Ermittlungen ein (vermeintlicher) Informant geliefert
5. Es folgt lediglich eine Versetzung trotz Vertrauensbruchs.
6. Der Informant gilt als jung (42?) und aufstrebend (Degradierung nen halbes Jahr später?)
Westerwelle duldet keine Konkurrenz - das ist los in der Partei der Wettbewerbswirtschaft.
Jeder Abteilungsleiter, Unternehmer etc. weiß, das man Nachfolger aufbauen muss.
Mit Populismus hat er die Partei aufgebaut, durch Unfähigkeit macht er sie kaputt.
1. Seit Sonntag war das Leck bekannt, wurde herunter gespielt bzw. abgestritten
2. Frei zugängliche Informationen hätte sich der Ami auch aus der Zeitung besorgen können - warum die Nennung eines Informanten in der Depesche, warum überhaupt eine Depesche?
3. Trotz vermeintlicher "Nichtigkeit" hat sich der Informant nicht direkt selbst geoutet. Nun macht er sich als Enttarnter unmöglich.
4. Donnerstag wird nach Ermittlungen ein (vermeintlicher) Informant geliefert
5. Es folgt lediglich eine Versetzung trotz Vertrauensbruchs.
6. Der Informant gilt als jung (42?) und aufstrebend (Degradierung nen halbes Jahr später?)
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