Wikileaks FDP trennt sich von US-Informant Metzner
Die Liberalen trennen sich von Westerwelles früherem Büroleiter, der Interna an die US-Botschaft übermittelt haben soll. Metzners Anstellung ende einvernehmlich, hieß es.
Der ehemalige Büroleiter von Parteichef Guido Westerwelle ist nicht länger Arbeitnehmer der FDP. Wie der Sprecher der Partei, Wulf Oehme, mitteilte, sei das Arbeitsverhältnis mit Helmut Metzner in der Bundesgeschäftsstelle einvernehmlich beendet worden. Die Trennung soll ab sofort wirksam sein.
Metzner war vergangene Woche im Zuge der jüngsten Wikileaks-Enthüllungen als Informant der US-Botschaft enttarnt worden . Er hatte der Berliner US-Botschaft 2009 aus den Koalitionsverhandlungen von Union und FDP berichtet. Nach Medienberichten soll Metzner bereits seit mindestens 2007 Informationen an die Amerikaner weitergegeben haben.
Nach der Enttarnung war Metzner als Büroleiter suspendiert worden. Zunächst hieß es, er sollte nach einem Urlaub zwar mit anderen Aufgaben in der Parteizentrale betraut, dennoch weiter in der FDP beschäftigt werden. Die Zuständigkeit für die Pflege internationaler Beziehungen hatte er aber zunächst behalten.
Das Festhalten der FDP-Spitze an Metzner war beim Koalitionspartner Union und bei der Opposition auf Kritik gestoßen. Vor allem Parteichef Guido Westerwelle hat die Affäre in Bedrängnis gebracht. Zudem hatte auch Metzner selbst angekündigt, wegen seiner Versetzung einen Anwalt einzuschalten. Die Gespräche zwischen ihm und der FDP führten nun zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Die Grünen warfen unterdessen die Frage auf, ob durch Mitarbeiter Westerwelles auch Informationen aus dem Bereich der Bundesregierung an die USA übermittelt wurden. Dazu reichte der Abgeordnete Hans Christian Ströbele eine Frage an die Bundesregierung für die Fragestunde des Bundestages am 15. Dezember ein. Es solle geklärt werden, ob Informationen an US-Diplomaten "bezüglich Überlegungen, Plänen und Taktiken der Bundesregierung auch zu mit den USA strittigen Themen" abgeflossen seien, heißt es in einer Mitteilung Ströbeles. Er nannte dabei das neue strategische Konzept der Nato und den Abzug der US-Nuklearraketen aus Deutschland.
- Datum 08.12.2010 - 17:51 Uhr
- Quelle dpa, Reuters, AFP
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Da haben sie schon mal einen in ihren Reihen, der den Mut hat die Wahrheit zu sagen, und dann werfen sie ihn raus...
Ich finde es ein starkes Stück, wenn Speichelleckerei und Denunziantentum als Mut bezeichnet werden. Das wirklich Abartige an den Wikileaks-Enthüllungen, ist doch nicht die bloßgestellte Inkompetenz gewisser deutscher Amtsträger. Das wussten wir doch alles bereits. Viel mehr sollte uns der Eifer eben dieser Deutschen zu denken geben, mit dem sich bei den US-Botschaftern ohne Rücksicht auf Verluste angebiedert wurde. Jeder kleine Hanswurst war stolz darauf, selbst mit dem winzigsten Fetzen Polittratsch hausieren zu dürfen. Die Aufmerksamkeit des großen Amerikaners war für seine kleinen Hündchen Belohnung genug. Ich schäme mich für diese Leute, die unser Land repäsentieren.
http://de.wikipedia.org/w...
Ich finde es ein starkes Stück, wenn Speichelleckerei und Denunziantentum als Mut bezeichnet werden. Das wirklich Abartige an den Wikileaks-Enthüllungen, ist doch nicht die bloßgestellte Inkompetenz gewisser deutscher Amtsträger. Das wussten wir doch alles bereits. Viel mehr sollte uns der Eifer eben dieser Deutschen zu denken geben, mit dem sich bei den US-Botschaftern ohne Rücksicht auf Verluste angebiedert wurde. Jeder kleine Hanswurst war stolz darauf, selbst mit dem winzigsten Fetzen Polittratsch hausieren zu dürfen. Die Aufmerksamkeit des großen Amerikaners war für seine kleinen Hündchen Belohnung genug. Ich schäme mich für diese Leute, die unser Land repäsentieren.
http://de.wikipedia.org/w...
Erst leugnen: So etwas gibt es nicht bei der FDP. Dann abwiegeln: Naja, bekommt er eben anderen Posten, und es war ja alles nicht so schlimm, sondern regelrecht normal. Dann doch feuern: Ein Bauernopfer nach der Kritik, denn nach den Aussagen von Lindner, Niebel, Westerwelle und anderen müssten viel mehr gehen, wenn die Weitergabe von Informationen nun doch kritisch betrachtet wird. Denn sie haben vorher bekundet, dass es für sie in Ordnung war. Eben typisch Politik.
Bei einem so klaren Loyalitätsbruch hätte Herr Metzner sofort freigestellt und das Arbeitsverhältnis frsitlos gekündigt werden müssen. Dass dies nicht gleich gemacht wurde zeigt, welche Leichen er mit seinem Dienstherren im Keller zu haben scheint. Metzner hat über die Jahre genügend Details erfahren und heute ist der Poker einer einvernehmlichen Auflösung des Vertrages zu einem Ergebnis gekommen. Für Metzner bestimmt ein gutes.
dass die FDP wieder so einen jungen, aufstrebenden dynamischen Mann verliert. Vielleicht kann der sich noch anderweitig nützlich machen...
Und wahrscheinlich ein gut bezahltes.
Lg
Klaus
Ich finde es ein starkes Stück, wenn Speichelleckerei und Denunziantentum als Mut bezeichnet werden. Das wirklich Abartige an den Wikileaks-Enthüllungen, ist doch nicht die bloßgestellte Inkompetenz gewisser deutscher Amtsträger. Das wussten wir doch alles bereits. Viel mehr sollte uns der Eifer eben dieser Deutschen zu denken geben, mit dem sich bei den US-Botschaftern ohne Rücksicht auf Verluste angebiedert wurde. Jeder kleine Hanswurst war stolz darauf, selbst mit dem winzigsten Fetzen Polittratsch hausieren zu dürfen. Die Aufmerksamkeit des großen Amerikaners war für seine kleinen Hündchen Belohnung genug. Ich schäme mich für diese Leute, die unser Land repäsentieren.
US-Informant......
Jedem sind andere ehrlichere Bezeichnungen geläufiger.
Käuflich, verräterisch, handlungsunfähig. Nicht immer wurde bürgerlich in Deutschland derart definiert.
Maßhalten ist auch hier die Devise. Es dürfte keinem an Vorstellungskraft fehlen, den anderen Parteien ähnliches zu attestieren.
besser bauernopfer als unfallopfer
lg
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