Baden-Württemberg Merkel und Mappus, die Anti-Grünen
Die CDU hetzt im baden-württembergischen Wahlkampf gegen die "Bioladen-Romantik" der Grünen. Nicht allen Delegierten gefällt das.
Angela Merkel braucht keine fünf Minuten, um sich auf die Grünen einzuschießen. Die Ökopartei, argumentiert die prominente Rednerin auf dem Landesparteitag der CDU Baden-Württemberg, sei bekanntlich ja gegen den neuen Bahnhof in Stuttgart und die Atomkraft. Doch wenn die Politik immer nur auf die Bedenkenträger höre, dann gäbe es heute auch "Videotext und Internet" nicht, gibt die Kanzlerin zu bedenken. Wer alles erst grundsätzlich abwäge und kritisiere, aber hinterher die neue Technik oder Infrastruktur dankend in Anspruch nehme, der habe in "der Welt des 21. Jahrhunderts" nichts verloren, so das Fazit Merkels.
Die Regierungschefin ist zur Stippvisite nach Donaueschingen gekommen, wo die baden-württembergische CDU zum Delegiertentreffen und Wahlkampftag geladen hat. In acht Wochen steht die Landtagswahl an, eine "nicht ganz unwichtige", wie Merkel sie in ihrer Rede verniedlichend nennt. Tatsächlich könnte die Wahl am 27. März Auswirkungen auf die schwarz-gelbe Bundesregierung in Berlin haben. Niederlagen in Hamburg und Rheinland-Pfalz haben CDU und FDP insgeheim schon einkalkuliert. Stuttgart aber muss gehalten werden, sonst wird es nicht nur für Guido Westerwelle, sondern auch für Merkel ungemütlich.
Und die Lage im schwarzen Stammland, in dem die Union seit 57 Jahren regiert, ist ernst: Seit einigen Monaten ergeben die Umfragen eine rot-grüne Mehrheit. Zuletzt hat sich der Vorsprung zwar wieder etwas verringert, aber dennoch feixt die SPD derzeit gern, dass der erste Machtwechsel "seit der Stauferzeit" in Deutschlands Südwesten in greifbarer Nähe sei. Noch gefährlicher aber als die Sozialdemokraten, die bei 20 Prozent rumdümpeln, sind für die CDU die Grünen, die die SPD im Süden längst überflügelt haben. Die Grünen sind daher auch der Hauptgegner der CDU in diesem Wahlkampf.
Schon in der Begrüßungsansprache hatte Landesgeneralsekretär Thomas Strobl am Samstag den "billigen Populismus" mit dem die Grünen "trotz bürgerlicher Fassade" auf Stimmenfang gehen, attackiert. Auch Stefan Mappus schlug anschließend 90 Minuten in die gleiche Kerbe. Der Ministerpräsident referierte zunächst "die hervorragenden Strukturdaten" seines Landes. Und garnierte diese Ausführungen mit den apokalyptischen Ideen, die grüne Konkurrenzpartei würde die Unternehmer "angreifen", der Automobilindustrie die Bedeutung absprechen und dürfe mit ihrer "bildungspolitischen Doppelmoral" und "Bioladen-Romantik" nie die Staatskanzlei übernehmen.
Kein Beispiel war zu abseitig, kein Zitat zu irrelevant, als dass es nicht in Mappus' Rede Platz gefunden hätte. Der Ministerpräsident sprach vom mangelnden Patriotismus-Verständnis einer Claudia Roth, was die Delegierten mit Pfui-Rufen quittierten, und kritisierte auch ein "polygames" Familienbild der Jungen Grünen.
Mappus mag starke Sätze. Er ist impulsiver und polarisierender als sein Vorgänger Günther Oettinger, der einen guten Kontakt zu den Grünen pflegte. Wie man in Donaueschingen hört, hat der neue Ministerpräsident zwar oft weniger Detailkenntnis als Oettinger. Außerdem gilt er als sprunghaft. Aber ihn zeichnet eine Lust an der politischen Rauferei aus, die dem spröden Oettinger völlig abging – und die auf viele Delegierten durchaus stimulierend wirkt.
So wird auch Mappus' nächste Abrechnung an diesem Samstag stürmisch beklatscht: Sie zielt auf die Bundesländer, die über den Länderfinanzausgleich von Baden-Württemberg profitieren. Es sei kein Zufall, dass diese Länder meist SPD-Regierungen hätten, so Mappus. Die Sozialdemokraten würden ihren Bürgern in wahren "Ausgabenorgien" "Wohltaten" wie kostenfreie Kitas und Universitäten spendieren. Hingegen würden die disziplinierten reichen Länder sich solche Vorteile bewusst vom Munde absparen.
- Datum 29.01.2011 - 21:52 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Wenn sie schweigt, ist sie ziemlich überzeugend.
Sie sollte lauten:
Merkel und Mappus, die Anti-Demokraten.
wenn dem so wäre, würden sie wohl kaum um Wählerstimmen werben. Die wären nämlich in einer Nicht-Demokratie relativ wertlos :p
wenn dem so wäre, würden sie wohl kaum um Wählerstimmen werben. Die wären nämlich in einer Nicht-Demokratie relativ wertlos :p
... das schwerverdiente Geld ihrer Steuerzahler in ihre CDU Spielcasinos - pardon- Landesbanken. Statt sich in Solidarität mit ihren Landsleuten zu üben, blasen sie's lieber Goldmann Sucks & Co. in den, eh' schon viel zu fetten, Hintern.
Liebe Frau Merkel,
wir waren heute über 40.000 Leute in Stuttgart die gegen das von Ihrem Parteifreund Mappus gewaltsam durchgesetzte Projekt Stuttgart 21 protestiert haben. Sie, liebe Bundeskanzlerin, haben die Wahl des Landtags zum Volksentscheid bestimmt. Offensichtlich hat man Sie falsch infomiert: Sie sollten nicht länger auf Mappus und seine Gefolgsleute setzen, der Mann gefährdet Ihre Stellung und Ihre Macht. Wenn der "Spiegel" heute Recht hat wurde das Landesparlament von Ihrem Freund Mappus schlichtweg belogen in Sachen ENBW, die Parteifreunde der CDU in Baden-Württemberg setzen in ihrer infamen Kampagne gegen die Grünen auf Verleumdung und Intrige. Unser Sohn war am 30.9. auf einer angemeldeten Schülerdemo in Stuttgart und wurde von der Polizei brutal und völlig unnötig niedergeknüppelt. Als Bundeskanzlerin sollten Sie ab und zu mal versuchen Parteipolitik außen vor zu lassen, sind Sie nicht die Kanzlerin aller Deutschen (oder wollen es sein?) Baden-Württemberg hat genug von diesen Leuten, von Frau Gönner, Herrn Mappus und seiner Gefolgschaft. Gehen sie auf Distanz, Frau Bundeskanzlerin, diese Leute reißen Sie mit in den Abgrund! Mich persönlich würde das freuen, die CDU hat das Signet Volkspartei längst verloren. Das Schicksal der FDP lässt grüßen. Oben bleiben!
die crux mit den Ewiggestrigen ist, dass sie sich nicht mal im Traum vorstellen können, falsch zu liegen. Sie haben die Wahrheit gepachtet.
Und der wahre Grund der Gegnerschaft zu Stuttgart 21 ist bei sehr vielen (zumindest bei den Stuttgartern), dass sie schlicht und ergreifend keine Baustelle die nächsten 10 Jahre vor ihrem Häusle haben wollen.
Sie schreiben "Baden-Württemberg hat genug von diesen Leuten".
Viele in BW haben tatsächlich genug. Viele unterstützen das Projekt aber.
Aber viele haben eben auch genug von den Protestlern. Die die sind leider kaum ehrlicher, wenn es um die Vertretung ihrer Argumente geht. Und ob sie demokratischer sind?
die psychischen Belastungen, welche hier für Ihren Sohn und somit auch für Ihre Familie entstanden sind waren sicher ein einschneidendes Erlebnis.
Und Sie haben völlig Recht,wenn Sie feststellen, dass Frau Dr. Merkel diejenigen Deutschen betrogen hat, denen sie bei Aufnahme der Kanzlerschaft versprochen hat auch für die Menschen da zu sein, welche kein Parteibuch mit sich tragen, in keiner Bänker-, Hoteliers- oder Atomkraftlobby sitzen und sich von politisch angestachelten Polizeikräften mit Schlagstöcken und Tränengas traktieren lassen müssen bis die Augen herausplatzen.
Wie schnell Frau Dr. Merkel auch dieses Versprechen vergessen hat (und zuvor jenes, in dem sie die schonungslose Aufklärung des damaligen CDU-Spendenskandals versprochen hat, usw., usw.).
Wenn 0,1% Prozent der Bevölkerung demonstrieren, dann sind dies natürlich die Mehrheit. Merkwürdigerweise gibt es bei allen Umfragen eine Mehrheit für Stuttgart21. Wer ist also in der Mehrheit?
Nein, Sie waren keine 40.000, sondern 13.000. Jeder kann das unter www.polizei-stuttgart.de unter Presse nachlesen. Außerdem reisen stets dieselben Randalierer
aus Berlin, Bremen und der ganzen Republik an. Nun frage ich Sie: was sind 13.000 Personen? Baden-Württemberg hat 10 Mio. Einwohner.
Sie zitieren Frau Merkel falsch (aber die Gegner nehmen es mit der Wahrheit sowieso nicht so genau, siehe Teilnehmerzahlen), sie hat gesagt:
„Die Abstimmung im Frühjahr kommenden Jahres werde "die Befragung der Bürger über die Zukunft Baden-Württembergs, über 'Stuttgart 21' und viele andere Projekte sein", rief Merkel in den Plenarsaal.“ Zitatende.
Hört sich schon etwas anders an als eine Volksabstimmung über S21, nicht wahr? Nicht Baden-Württemberg hat genug von der CDU, sondern die Grünen wollen auf Biegen und Brechen an die Macht kommen und schrecken auch nicht davor zurück, zu diesem Zweck den Linksextremisten den Boden zu bereiten. So steht es in ihrem Parteiprogramm. Wissen Sie, wir sind alle froh, wenn die Wahl am 27.3.11 Ihnen und Ihren Mitstreitern endlich Ihre Grenzen aufzeigt.
die crux mit den Ewiggestrigen ist, dass sie sich nicht mal im Traum vorstellen können, falsch zu liegen. Sie haben die Wahrheit gepachtet.
Und der wahre Grund der Gegnerschaft zu Stuttgart 21 ist bei sehr vielen (zumindest bei den Stuttgartern), dass sie schlicht und ergreifend keine Baustelle die nächsten 10 Jahre vor ihrem Häusle haben wollen.
Sie schreiben "Baden-Württemberg hat genug von diesen Leuten".
Viele in BW haben tatsächlich genug. Viele unterstützen das Projekt aber.
Aber viele haben eben auch genug von den Protestlern. Die die sind leider kaum ehrlicher, wenn es um die Vertretung ihrer Argumente geht. Und ob sie demokratischer sind?
die psychischen Belastungen, welche hier für Ihren Sohn und somit auch für Ihre Familie entstanden sind waren sicher ein einschneidendes Erlebnis.
Und Sie haben völlig Recht,wenn Sie feststellen, dass Frau Dr. Merkel diejenigen Deutschen betrogen hat, denen sie bei Aufnahme der Kanzlerschaft versprochen hat auch für die Menschen da zu sein, welche kein Parteibuch mit sich tragen, in keiner Bänker-, Hoteliers- oder Atomkraftlobby sitzen und sich von politisch angestachelten Polizeikräften mit Schlagstöcken und Tränengas traktieren lassen müssen bis die Augen herausplatzen.
Wie schnell Frau Dr. Merkel auch dieses Versprechen vergessen hat (und zuvor jenes, in dem sie die schonungslose Aufklärung des damaligen CDU-Spendenskandals versprochen hat, usw., usw.).
Wenn 0,1% Prozent der Bevölkerung demonstrieren, dann sind dies natürlich die Mehrheit. Merkwürdigerweise gibt es bei allen Umfragen eine Mehrheit für Stuttgart21. Wer ist also in der Mehrheit?
Nein, Sie waren keine 40.000, sondern 13.000. Jeder kann das unter www.polizei-stuttgart.de unter Presse nachlesen. Außerdem reisen stets dieselben Randalierer
aus Berlin, Bremen und der ganzen Republik an. Nun frage ich Sie: was sind 13.000 Personen? Baden-Württemberg hat 10 Mio. Einwohner.
Sie zitieren Frau Merkel falsch (aber die Gegner nehmen es mit der Wahrheit sowieso nicht so genau, siehe Teilnehmerzahlen), sie hat gesagt:
„Die Abstimmung im Frühjahr kommenden Jahres werde "die Befragung der Bürger über die Zukunft Baden-Württembergs, über 'Stuttgart 21' und viele andere Projekte sein", rief Merkel in den Plenarsaal.“ Zitatende.
Hört sich schon etwas anders an als eine Volksabstimmung über S21, nicht wahr? Nicht Baden-Württemberg hat genug von der CDU, sondern die Grünen wollen auf Biegen und Brechen an die Macht kommen und schrecken auch nicht davor zurück, zu diesem Zweck den Linksextremisten den Boden zu bereiten. So steht es in ihrem Parteiprogramm. Wissen Sie, wir sind alle froh, wenn die Wahl am 27.3.11 Ihnen und Ihren Mitstreitern endlich Ihre Grenzen aufzeigt.
..wirkt auf mich zunehmend "honeckest". Immer schön winkewinke und sich selbst einreden, alles sei gut, während draußen 40.000 gegen Entscheidungen ihrer Partei demonstrieren.
die sich gleichen.
Wer abgekapselt den Bezug zur Realität verloren hat, der winkt fröhlich selbst noch im Untergang.
Anscheinend ist die Enfremdung zwischen Volk und Regierung Systemimmanent.
die sich gleichen.
Wer abgekapselt den Bezug zur Realität verloren hat, der winkt fröhlich selbst noch im Untergang.
Anscheinend ist die Enfremdung zwischen Volk und Regierung Systemimmanent.
Das ist wirklich Stammtischniveau, auf dem die promovierte Physikerin Merkel da in Donaueschingen "argumentiert". Ich verstehe schon, dass das selbst eingefleischten CDU-Wählern zu platt und wahrscheinlich sogar peinlich ist. Hat die Politik über die Einführung von Videotext und Internet entschieden, wie es Merkel suggeriert? Wer waren denn die Bedenkenträger gegen Videotext und Internet, von denen die Kanzlerin da schwadroniert? Die Grünen? Hab ich gar nicht mitbekommen.
Ganz schwache Vorstellung von Merkel, die einst die Bildungsrepublik Deutschland ausgerufen hat.
Der Testbetrieb begann 1980 unter Führung des Sender Freies Berlin. Damals haben sich die Grünen gerade das erste mal mit Petra Kelly vorm Atomkraft auf der grünen Wiese getroffen.
Internet entstand 69. Wichtigste Anwendung: E-Mail. In Deutschland gehörte die Telekom mit ihrem BTX zu den engagiertesten Feinden des Internet. CompuServe verbreitete ab 1992 das Internet in Deutschland. Hier ein Artikel, der sich auf ein Vorkommnis mit CompuServe im Jahre 1995 bezieht und darstellt, wie die Grünen zum Internet standen: "Keine Zensur im Internet!"
Wie's aussieht, gab's damals schon geborene Piraten bei den Grünen.
Merkel und Mappus zeigen mal wieder, dass ihre Ideenwelt nur mit Tatsachenverdrehungen aufrecht erhalten werden kann. Nicht schön, nicht nett, möchte man nicht geschenkt haben, aber nichts Neues.
Der Testbetrieb begann 1980 unter Führung des Sender Freies Berlin. Damals haben sich die Grünen gerade das erste mal mit Petra Kelly vorm Atomkraft auf der grünen Wiese getroffen.
Internet entstand 69. Wichtigste Anwendung: E-Mail. In Deutschland gehörte die Telekom mit ihrem BTX zu den engagiertesten Feinden des Internet. CompuServe verbreitete ab 1992 das Internet in Deutschland. Hier ein Artikel, der sich auf ein Vorkommnis mit CompuServe im Jahre 1995 bezieht und darstellt, wie die Grünen zum Internet standen: "Keine Zensur im Internet!"
Wie's aussieht, gab's damals schon geborene Piraten bei den Grünen.
Merkel und Mappus zeigen mal wieder, dass ihre Ideenwelt nur mit Tatsachenverdrehungen aufrecht erhalten werden kann. Nicht schön, nicht nett, möchte man nicht geschenkt haben, aber nichts Neues.
Herr Mappus sollte erst einmal eines, die Sache mit den 5 Mrd. Euro gerade rücken und Rede und Antwort stehen.
Da seine Partei den Mann unterstützt, der auf Kinder knüppeln lies, mit öffentlichen Geldern umgeht, als sei es sein pers. Taschengeld, soll sie auch die Quittung erhalten.
Wenn so viele überzeugte CDU`ler nicht in der Lage sind selbständig jemanden zu wählen, sondern eben gerade den zu nehmen, der gerade vorgesetzt wurde, kann es nicht weit her sein, also ein Abschiedswinken.
Wir winken zurück und haben überlebt, die Erinnerungen bleiben aber, Herr "Knüppel aus dem Sack".
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Beleidigungen. Die Redaktion/ew
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