FDP-Dreikönigstreffen Westerwelles "Weiter so"
Regieren heißt auch, beschimpft zu werden, sagt der FDP-Chef. Selbstkritisch war seine Dreikönigs-Rede nicht – und die Partei ist froh darüber.
Um 13:28 Uhr ist die Erleichterung groß im Stuttgarter Opernhaus. Eben hat Guido Westerwelle seine Rede beendet. Alles ist gut gegangen, aus Sicht derjenigen, die zum traditionellen Dreikönigstreffen der FDP in das ehrwürdige Gebäude gekommen waren. 67 Minuten lang hat der zuletzt so in die Kritik geratene Parteichef die liberale Seele gestreichelt, hat die Erfolge der Partei aufgezählt und die Opposition beschimpft. So wie es sich gehört für eine Parteikundgebung.
Kämpferisch präsentierte sich Westerwelle und offenbar war es genau das, wonach sich die Partei gesehnt hatte. Liberale Anhänger äußern sich jedenfalls hinterher zufrieden, bisweilen sogar euphorisch. Das sei genau die richtige Rede gewesen – diese Einschätzung ist immer wieder zu hören.
Zum Glück habe Westerwelle keine zerknirschte, selbstkritische Rede gehalten, sagt ein Mitglied der Jungen Liberalen aus Freiburg. Der Parteichef habe nach vorn geblickt und endlich wieder über liberale Werte gesprochen, das habe man lange vermisst. Und die Tatsache, dass Westerwelle in seiner Rede keine Selbstkritik übte? Fehler habe er doch schon beim letzten Parteitag eingeräumt, sagt eine FDPlerin aus Überlingen. Der Parteichef müsse sich doch nicht ständig wiederholen.
Manch einer aus der Partei hatte sich eine kritische Bestandsaufnahme der Arbeit Westerwelles erhofft. Doch er hat sich anders entschieden und das gemacht, was er am besten kann: wahlkämpfen und agitieren. Da passt eine Krise nicht auf die Agenda, und sei es auch eine existenzielle wie die der FDP.
Überhaupt, welche Krise? Deutschland gehe es viel besser als zu Zeiten der Vorgängerkoalitionen, sagte Westerwelle. Familien hätten nun mehr Geld zur Verfügung, der Mittelstand ebenfalls. Das sei echte Arbeitnehmerpolitik. Man habe die Wirtschaftskrise besser überwunden als andere in Europa, die Jugendarbeitslosigkeit sei hier viel niedriger als anderswo.
Das sind allerdings Erfolge, bei denen die liberale Urheberschaft zumindest fraglich ist. Egal, es ist Wahlkampf heute, und da kommt es auf die Botschaft an. Auch das Bildungspaket von CDU-Arbeitsministerin Ursula von der Leyen verkauft Westerwelle als Erfolg der FDP.
Immerhin wiederholt er nicht die etwas hanebüchene Argumentation von FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger. Sie hatte zuvor erklärt, warum die Liberalen und nicht CSU-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg für die Aussetzung der Wehrpflicht gesorgt hätten: Die Wehrpflicht sei auf Anraten der FDP nur deshalb auf sechs Monate reduziert worden, damit die Sinnlosigkeit dieses Unterfanges den Boden für die gänzliche Aussetzung bereite.
Alles ist gut, das ist Westerwelles Botschaft an diesem Tag. Regieren heiße eben manchmal auch, beschimpft zu werden. So sei das, wenn man gegen den Widerstand der Dagegen-Opposition anarbeite. Die FDP müsse wieder lernen, ihre Erfolge stolz zu vertreten, findet der Parteichef. Den Bürgern müsse klar gemacht werden, dass die FDP für Hoffnung stehe, die linke Opposition dagegen für Furcht.
Den verunsicherten baden-württembergischen Wahlkämpfern im Theatersaal gefällt das. Minutenlang spenden sie ihrem Parteichef stehend Applaus. Zuvor hatten sie schon Generalsekretär Christian Lindner bejubelt, insbesondere als der die Politik der Grünen anprangerte.
- Datum 06.01.2011 - 18:05 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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und er drückt selbst ab.
Festzutsellen bleibt: Er kann's nicht. Oppositionspolemiker ist seine Rolle, für die Regierung ist er zu leicht.
Man muss kein Freund von Guido Westerwelle sein um in diesem Thread mit Erstaunen festzustellen, mit welcher Wucht sich der Unmut über diesen Menschen jedesmal dann entläd, wenn sein Konterfei zur Diskussion einläd!
Aber ist denn WW und die FDP, eine Partei die zur Zeit keine 5% der Wählerstimmen auf sich vereint, die Wurzel und der Inbegriff allen Übels? Da muss sich doch auch der überzeugteste Kritiker fragen, ob es nicht ein wenig am richtigen Maß mangelt, wenn man den Ursprung der Missstände in der deutschen Politik ausgerechnet in der kleinsten Partei wiederfindet?
Sollte man sich nicht genauso fragen, wo zwischen den linken Gutmenschen die jedem einzelnen soziale Gerechtigkeit und Wohlstand versprechen (ganz gleich wo es herkommen soll) und den wertkonservativen "rechten" Lobbyisten, die politische Identität verloren gegangen ist. Wo ist sie geblieben, die Politik die Werte und Ideale verkörpert, die nicht die Meinung nach der Wirtschaftslage wechselt, die auf Argumente und nicht auf Polemik setzt? Wo ist sie, diese politische Identität die ganz offensichtlich auch der FDP abhanden gekommen ist?? Eins ist allerdings sicher... Guido Westerwelle hat sie nicht!
Man muss kein Freund von Guido Westerwelle sein um in diesem Thread mit Erstaunen festzustellen, mit welcher Wucht sich der Unmut über diesen Menschen jedesmal dann entläd, wenn sein Konterfei zur Diskussion einläd!
Aber ist denn WW und die FDP, eine Partei die zur Zeit keine 5% der Wählerstimmen auf sich vereint, die Wurzel und der Inbegriff allen Übels? Da muss sich doch auch der überzeugteste Kritiker fragen, ob es nicht ein wenig am richtigen Maß mangelt, wenn man den Ursprung der Missstände in der deutschen Politik ausgerechnet in der kleinsten Partei wiederfindet?
Sollte man sich nicht genauso fragen, wo zwischen den linken Gutmenschen die jedem einzelnen soziale Gerechtigkeit und Wohlstand versprechen (ganz gleich wo es herkommen soll) und den wertkonservativen "rechten" Lobbyisten, die politische Identität verloren gegangen ist. Wo ist sie geblieben, die Politik die Werte und Ideale verkörpert, die nicht die Meinung nach der Wirtschaftslage wechselt, die auf Argumente und nicht auf Polemik setzt? Wo ist sie, diese politische Identität die ganz offensichtlich auch der FDP abhanden gekommen ist?? Eins ist allerdings sicher... Guido Westerwelle hat sie nicht!
Der Anfang ist gemacht, dieser Satz zog sich durch die Rede von Westerwelle. Leider war sie eine Wahlkampfrede und viele vermissen wohl auch selbstkritische Töne und den Ausblick, wie man die FDP wieder aus dem Umfragetief herausboxiert.
Die Rede bot die ganze Bandbreite, so richtig gute Elemente hatte Westerwelle bei den spontanen Zwischenrufe und Störern, da war er voll dabei, ansonsten fehlte etwas das Salz in der Suppe und es war wohl auch ein bischen lang geraten.
Die Stimmen der Apotheker, Zahnärzte, Hoteliers und Bankster, denen die "Erfolge" der F(rech)D(umm)P(rotzig)-Partei zugute gekommen sind, dürften nicht ausreichen, um die Fünf-Prozent-Hürde von unten zu touchieren. Gesetzlich Versicherte (und das sind an die 70 Millionen, wenn auch nicht alles Wahlberechtigte) beispielsweise werden nach der "Gesundheitsreform" des Pharma- und PKV-Lobbyknechts Rösler nicht lange überlegen müssen, ob sie ihre Stimme (im einen oder anderen Fall: noch einmal) an die Blaugelben wegwerfen wollen.
..dass die 70 Millionen wüssten, was die Gesundheitsreform für sie persönlich bedeutet. Und da habe ich doch meine Zweifel.
Wenn ich mich mit meiner Großmutter, einer belesenen Frau von 85 Jahren über Politik unterhalte, sind entsprechen ihre Positionen zu ca. 90% denen der Linken. Wenn ich sie dann frage, wen sie wählt, sagt sie: "Alles, aber nicht die Kommunisten!"
Jawohl!
Die Erfolge der FDP vertreten!
Gegen spätrömische Dekadenz!
http://www.liberale-KRAFT...
(Achtung: Satire!)
Wer hat denn Rösler die 11 Milliarden Schulden hinterlassen? Irgendwer wird sie ja nun wohl bezahlen müssen Wir haben eins der besten Gesundheitssysteme dieser Welt, aber kosten soll es nichts. Das ist wie bei den Lebensmitteln, für die Gesundheit ist das Geld zu schade, damit es für den Flachbildschirm reicht.
Ich bin beruflich dicht dran und weiß, was ich sage.
dass Sie beruflich dicht am Flachbildschirm dran sind (passen Sie bitte auf Ihre Augen auf). Was micht ärgert, ist die Unverfrorenheit, mit der Fipse Rösler der Medizin-, Pharma- und Versicherungsmafia den Durchgriff auf die Portemonnaies der Bürger ermöglicht hat. Dagegen sind Ulla, Hotte und wie die anderen alle geheißen haben, wirklich Ethik gesteuert gewesen. Na ja, eben ein Westerwelle-"Liberaler".
..dass die 70 Millionen wüssten, was die Gesundheitsreform für sie persönlich bedeutet. Und da habe ich doch meine Zweifel.
Wenn ich mich mit meiner Großmutter, einer belesenen Frau von 85 Jahren über Politik unterhalte, sind entsprechen ihre Positionen zu ca. 90% denen der Linken. Wenn ich sie dann frage, wen sie wählt, sagt sie: "Alles, aber nicht die Kommunisten!"
Jawohl!
Die Erfolge der FDP vertreten!
Gegen spätrömische Dekadenz!
http://www.liberale-KRAFT...
(Achtung: Satire!)
Wer hat denn Rösler die 11 Milliarden Schulden hinterlassen? Irgendwer wird sie ja nun wohl bezahlen müssen Wir haben eins der besten Gesundheitssysteme dieser Welt, aber kosten soll es nichts. Das ist wie bei den Lebensmitteln, für die Gesundheit ist das Geld zu schade, damit es für den Flachbildschirm reicht.
Ich bin beruflich dicht dran und weiß, was ich sage.
dass Sie beruflich dicht am Flachbildschirm dran sind (passen Sie bitte auf Ihre Augen auf). Was micht ärgert, ist die Unverfrorenheit, mit der Fipse Rösler der Medizin-, Pharma- und Versicherungsmafia den Durchgriff auf die Portemonnaies der Bürger ermöglicht hat. Dagegen sind Ulla, Hotte und wie die anderen alle geheißen haben, wirklich Ethik gesteuert gewesen. Na ja, eben ein Westerwelle-"Liberaler".
Wofür??
Fußkalter Saal, Zugluft, klamme Tische.
In der Art jedenfalls. Wäre ja schlimm wenn die ganze FDP den Pibs hätte.
Fußkalter Saal, Zugluft, klamme Tische.
In der Art jedenfalls. Wäre ja schlimm wenn die ganze FDP den Pibs hätte.
... hat keine intellektuellen Kampfreserven mehr.
Das war alles Wiederholung.
Das heißt wohl, der Anfang vom "Weiter so" ist gemacht.
Endziel 1,8 % .
..dass die 70 Millionen wüssten, was die Gesundheitsreform für sie persönlich bedeutet. Und da habe ich doch meine Zweifel.
Wenn ich mich mit meiner Großmutter, einer belesenen Frau von 85 Jahren über Politik unterhalte, sind entsprechen ihre Positionen zu ca. 90% denen der Linken. Wenn ich sie dann frage, wen sie wählt, sagt sie: "Alles, aber nicht die Kommunisten!"
die BILD wird es schon rausreißen damit es der letzte Bauerndepp so kapiert, dass ER daraus für SICH PERSÖNLICH einen Gewinn zieht.
Und raten sie wer es glauben wird?
Die Welt hat sich seit dem Mittelalter echt nicht gewandelt.
die BILD wird es schon rausreißen damit es der letzte Bauerndepp so kapiert, dass ER daraus für SICH PERSÖNLICH einen Gewinn zieht.
Und raten sie wer es glauben wird?
Die Welt hat sich seit dem Mittelalter echt nicht gewandelt.
... weil er "Politik" gemacht habe, im Gegenteil, er wird beschimpft für alles, was er zwar versprochen, aber eben nicht gemacht hat!
Und das ist nun die "neue deutsche liberale Politik", nix tun ( naja, ein paar Gefälligkeiten für das eigene Klientel, aber das ziehen wir ab ), dann einmal eine "kämpferische Rede" ( ich kann das Wort "kämpferisch" schon nicht mehr hören ) halten, und schon wird vom Geschwätz alles besser, nicht mehr vom tun?
"Regieren heißt auch, beschimpft zu werden, sagt der FDP-Chef." und sehnt sich wohl nach alten Zeiten. Jetzt wird er nicht mehr beschimpft, es wird keine Häme mehr über ihn ausgeschüttet, er wird nur noch in Schutz genommen: von Merkel, Seehofer, Kubicki oder ignoriert. Die nächste Phase einer Politikerkariere ist der Nachruf.
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