BundeswehrGuttenberg scheitert als Reformer

Die Kritik aus dem Kanzleramt ist deutlich: Die Bundeswehrreform sei nicht gut begründet. Guttenberg hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Gemeinsam beim Truppenbesuch in Afghanistan: Kanzlerin Merkel und Minister Guttenberg

Gemeinsam beim Truppenbesuch in Afghanistan: Kanzlerin Merkel und Minister Guttenberg

100.000 Soldaten weniger, dann doch nur 70.000, die Wehrpflicht sollte bestehen bleiben, dann abgeschafft werden, schließlich wurde sie ausgesetzt. Der Generalinspekteur müsse mehr Einfluss erhalten, hieß es. Er dürfe aber nicht Generalstabschef genannt werden, ist aber dennoch wohl künftig den Inspekteuren der Teilstreitkräfte, die bald nicht mehr so heißen werden, weisungsbefugt. Die Truppe soll flexibler werden, aber weitere Einsätze wie Afghanistan sind nicht angedacht. Ein wenig konnte man bei den Plänen für die Bundeswehrreform schon die Übersicht verlieren. Eine klare Linie lässt der selbsternannte Reformminister Karl-Theodor zu Guttenberg vermissen.

"Es wird sich mancher wundern, was am Ende tatsächlich umgesetzt wird", sagte zu Guttenberg der Welt am Sonntag . Mancher mag das als Drohung verstehen – um im Sprachstil des Ministers zu bleiben. Die Empörung über den erschlichenen Doktortitel des CSU-Politikers übertönt momentan die gravierenden Probleme, die auf die Bundeswehr mit der größten Reform in ihrer Geschichte zukommen.

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Allein der Umbau von der Wehrpflicht- zur Berufsarmee ist eine Aufgabe, an der andere Streitkräfte fast gescheitert sind. Doch die ambitionierten Pläne Guttenbergs sehen noch viel mehr vor: Konzentration auf den Einsatz, streichen von Doppelstrukturen, verkleinern des Ministeriums, Umbau der Befehlsketten. Bei der Bundeswehr fragt sich mancher, wie das alles umgesetzt werden soll. Noch drängender ist aber das Warum. Weshalb die kämpfende Infanterie aufgestockt, die Marine einschneidend verkleinert, die Heeresflugabwehr aufgelöst wird, wenn die Hindukusch-Mission keine Blaupause für die Zukunft der Truppe sein soll, wie Minister und Generalinspekteur beteuern, muss Guttenberg dringend erklären.

Wie wenig die Reform durchdacht ist, zeigt die Abschaffung des Wehrdienstes. Die Wehrpflicht sei sicherheitspolitisch nicht mehr begründet, sagt Guttenberg jetzt. Vor wenigen Monaten klang dies ganz anders. Mit ihm werde es die Abschaffung des Dienstes nicht geben, verkündete Guttenberg. Dann übernahm er das auf dem Hamburger Parteitag der SPD 2007 beschlossene Konzept der Freiwilligenarmee, verzichtete auf die Option zur Zwangsverpflichtung, die die Sozialdemokraten noch festgeschrieben hatten, und wandelte sich vom Befürworter zum Totengräber des Wehrdienstes.

Doch die verbindliche sicherheitspolitische Richtlinie der Bundesregierung sieht weiterhin die Wehrpflicht vor. Im Weißbuch zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr von 2006 steht: "Die Bundeswehr wird auch in Zukunft eine Wehrpflichtarmee bleiben. Die allgemeine Wehrpflicht hat sich unter wechselnden sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen uneingeschränkt bewährt." Das Weißbuch ist weiterhin gültig. Die Sicherheitslage Deutschlands hat sich in dieser Zeit auch nicht grundlegend gewandelt. Der Einsatz in Nordafghanistan ist gefährlicher geworden, dafür gelten die Missionen in Bosnien und im Kosovo als so gut wie erledigt, an der Operation Enduring Freedom beteiligt sich Deutschland nicht mehr in Afghanistan und am Horn von Afrika.

Das Ende der Wehrpflicht ist dennoch richtig. Gegen die Einberufung Tausender junger Männer gibt es berechtigte Bedenken: Die Ausbildung von Wehrdienstleistenden bindet viele Kräfte, bei einer Dienstzeit von sechs Monaten minus zwei Monate Grundwehrdienst und einigen Tagen Urlaub konnten die Wehrdienstleistenden in der Truppe kaum noch sinnvoll eingesetzt werden. Bei regulären Wehrpflichtigen ist zudem der Einsatz im Ausland untersagt. Wegen der fehlenden Wehrgerechtigkeit bestehen gewichtige verfassungsrechtliche Bedenken. Dennoch scheint der Hauptgrund für die Reform ein anderer zu sein.

Guttenberg soll in diesem und den kommenden drei Jahren mehr als acht Milliarden Euro aus dem Wehretat einsparen. Doch eine Bundeswehr nach Kassenlage werde es nicht geben, wiederholt der Minister als Mantra seiner Reform. Doch wozu soll die Bundeswehrreform dienen, außer um das Spardiktat zu erfüllen? Klare Antworten bleiben aus.

Die Opposition äußert deswegen berechtigte Zweifel an den Plänen Guttenbergs. "Wichtig wäre es, zuerst die Aufgaben festzulegen, die die Bundeswehr erfüllen soll. Und danach müsste entschieden werden, welche Ausbildung und Ausstattung die Soldaten dafür benötigen", sagt Gernot Erler von der SPD. "Anschließend müsste der entsprechende Finanzbedarf für diese Aufgaben und für diese Nachwuchsgewinnung festgelegt werden."

Die Oppositionsparteien kritisieren stets das Handeln der Regierung, doch in diesem Fall werden die Befürchtungen der Sozialdemokraten und Grünen auch bei der Bundeswehr und sogar in den Reihen der Regierungsparteien geteilt. Die Sorge ist, die Bundeswehr werde kaputt gespart, und die Truppe werde ausschließlich auf Einsätze wie den in Afghanistan ausgerichtet.

Während die USA, Frankreich, Spanien und Großbritannien mit Kriegsschiffen, Flugzeugträgern und Jets, die von Trägern starten können, aufrüsten, scheint der Inspekteur der Marine vergeblich zu mahnen, dass das 21. Jahrhundert ein maritimes Jahrhundert werden wird. Interventionen mit Bodentruppen in andere Länder sind seit den verlustreichen Kriegen in Afghanistan und Irak nicht mehr sehr beliebt – das zeigen die Vorgänge in Libyen.

Die Landesverteidigung scheint in den deutschen Planungen ebenfalls keine große Rolle mehr zu spielen. Die Waffensysteme, die neu angeschafft werden, sind vor allem für den Einsatz am Hindukusch geeignet. Gepanzerte Fahrzeuge braucht die Bundeswehr zur Landesverteidigung nicht, zumal eine Bedrohung von Landstreitkräften absolut unwahrscheinlich erscheint. Alle Nachbarstaaten pflegen mit Berlin ein ausgezeichnetes Verhältnis, sie sind zudem wie Deutschland in Nato oder EU eingebunden – mit Ausnahme der neutralen Schweiz.

Für einen solchen Einsatz hat Deutschland nach seiner Geschichte nicht nur nicht genügend Erfahrungen. Er erscheint auch nach dem unbefriedigenden Ablauf des Einsatzes der Nato in Afghanistan zukünftig eher unwahrscheinlich.

Brigadegeneral a.D. Peter Kniehase

Eine Gefährdungsanalyse sei nicht erfolgt, kritisiert der frühere Brigadegeneral Peter Kniehase am Montag in einem Leserbrief an die Frankfurter Allgemeinen Zeitung . "Sonst hätte man die neuen Streitkräfte nach allem, was man heute erkennen kann, nicht so überwiegend auf einen Einsatz als Expeditionskorps in fernen Ländern ausrichten dürfen. Für einen solchen Einsatz hat Deutschland nach seiner Geschichte nicht nur nicht genügend Erfahrungen. Er erscheint auch nach dem unbefriedigenden Ablauf des Einsatzes der Nato in Afghanistan zukünftig eher unwahrscheinlich." Die Mission am Hindukusch wird vorbei sein, bevor die geplante Bundeswehrreform abgeschlossen ist.

Ein neues Weißbuch könnte Antworten auf die drängenden Fragen geben. Doch Guttenberg ist momentan mehr mit sich als mit den Problemen der Truppe beschäftigt. Die Kanzlerin zeigt wie eh und je wenig Interesse an der Bundeswehr. Doch ohne öffentliche Debatte um die Zukunft der Armee, ohne eine Diskussion über die Aufgaben der Bundeswehr, wird das "freundliche Desinteresse" der Deutschen an ihren Streitkräften wachsen. Der Verteidigungsminister muss dringend eine sicherheitspolitische Begründung seines umfassenden Reformpakets vorlegen. Das ist wichtiger als alle Plagiate und aufpolierten Stationen in seinem Lebenslauf. Gelingt Guttenberg diese Begründung nicht, muss er wirklich schnellstens aus dem Amt entfernt werden. Die Bundeswehr hat genug Reformen erlebt, die nur für wenige Jahre Gültigkeit besaßen und von anderen Reformen überholt wurden.

 
Leserkommentare
  1. "Die Bundeswehrreform sei nicht gut begründet. Guttenberg hat seine Hausaufgaben nicht gemacht."
    Wie, was, wo?
    Schon wieder zusammenkopiertes Flickwerk?
    Mit oder ohne summa cum laude?
    Wer war der Reformvater?
    Lag eine Ausnahmegenehmigung vor?
    [...].
    Bitte argumentieren Sie sachlich. Danke, die Redaktion/vv

    31 Leserempfehlungen
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    wird die retardierte Redaktion wieder schreiben.

    Aber ich fands lustig und passend. MADE MY DAY

    ... einsparen, aussetzen und suspendieren mit einer Reform zu tun!

    • joG
    • 01.03.2011 um 9:45 Uhr

    ....Überschriften ablenken. Die Reform, die man da durchführen will ist grundlegend und in seiner Tragweite so breit, dass man nur mit Learning by Doing (wie es die Bundesregierung für die alternative Energie fordert) erfolgreich durchführen kann. Das entbindet den Minister natürlich nicht der Erklärung der Gründe. Man muss sich aber vorstellen, wie schwierig das ist, wenn die Bevölkerung völlig unvorbereitet ist und wie im Falle der deutschen man irrealen Vorstellungen nachhängt. Man versteht die Grundlagen nicht nur nicht. Man hat vollkommen falsche Vorstellungen, wie internationale Sicherheit entsteht und was sie erfordert.

    Gleichzeitig hat man eine Art Mythologie entwickelt, die das Trittbrett fahren der letzten Jahrzehnte rechtfertigen sollte und wie eine Religion der Bevölkerung von politischer Seite gepredigt wurde. Die fast als hysterisch zu betrachtenden Reaktionen in der Bevölkerung und in den Medien auf Objektivierungsvorstösse sah man als Köhler ein paar Worte nur dazu sagte. Ähnlich ist es Wissenschaftlern und Politikern im Laufe der Jahre immer wieder gegangen, so dass man sehr zurückhaltend werden musste, zumal die Diskussion sehr rasch mit dem Verweis auf die Verfassungsfeindlichkeit abgewürgt wird.

    Ich finde das sehr sachlich.
    Der Kommentator gibt zu bedenken, daß Guttenberg garkeine eigenen Ideen hat. Hier noch ein möglicher Beweis:

    “Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.”

    - Karl-Theodor zu Guttenberg bei seiner Abtrittsrede

    “Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.”

    - Star Trek II – Der Zorn des Khan.

    wird die retardierte Redaktion wieder schreiben.

    Aber ich fands lustig und passend. MADE MY DAY

    ... einsparen, aussetzen und suspendieren mit einer Reform zu tun!

    • joG
    • 01.03.2011 um 9:45 Uhr

    ....Überschriften ablenken. Die Reform, die man da durchführen will ist grundlegend und in seiner Tragweite so breit, dass man nur mit Learning by Doing (wie es die Bundesregierung für die alternative Energie fordert) erfolgreich durchführen kann. Das entbindet den Minister natürlich nicht der Erklärung der Gründe. Man muss sich aber vorstellen, wie schwierig das ist, wenn die Bevölkerung völlig unvorbereitet ist und wie im Falle der deutschen man irrealen Vorstellungen nachhängt. Man versteht die Grundlagen nicht nur nicht. Man hat vollkommen falsche Vorstellungen, wie internationale Sicherheit entsteht und was sie erfordert.

    Gleichzeitig hat man eine Art Mythologie entwickelt, die das Trittbrett fahren der letzten Jahrzehnte rechtfertigen sollte und wie eine Religion der Bevölkerung von politischer Seite gepredigt wurde. Die fast als hysterisch zu betrachtenden Reaktionen in der Bevölkerung und in den Medien auf Objektivierungsvorstösse sah man als Köhler ein paar Worte nur dazu sagte. Ähnlich ist es Wissenschaftlern und Politikern im Laufe der Jahre immer wieder gegangen, so dass man sehr zurückhaltend werden musste, zumal die Diskussion sehr rasch mit dem Verweis auf die Verfassungsfeindlichkeit abgewürgt wird.

    Ich finde das sehr sachlich.
    Der Kommentator gibt zu bedenken, daß Guttenberg garkeine eigenen Ideen hat. Hier noch ein möglicher Beweis:

    “Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.”

    - Karl-Theodor zu Guttenberg bei seiner Abtrittsrede

    “Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.”

    - Star Trek II – Der Zorn des Khan.

  2. ...wohl auch erschienen wäre, wenn er nicht bei seiner Dissertation betrogen hätte?

    Zu Guttenberg hat während seiner Amtszeit als Minister eigentlich ausschließlich ungeschickt agiert bzw. reagiert. Dennoch haben Großteile der deutschen Medien über sein teils höchst unprofessionelles Handeln gerne hinweggesehen um seinen "Heiligenschein" nicht zu beflecken. Zu groß war die Sehnsucht nach einer Art "deutscher Obama", auch bei Medien, die qua Beruf eigentlich kritisch sein sollten.

    Jetzt wo zu Guttenberg auf Grund einer groben Verfehlung tatsächlich zurücktreten sollte, beginnen die Medien auch über seine fachlichen Fehler zu berichten.

    Ganz schön spät....

    78 Leserempfehlungen
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    Es hat schon sehr früh guttenbergkritische Artikel gegeben. Weniger bei Focus, Spiegel, leider auch Die Zeit, von Bims, Bams und Bums, ganz zu schweigen. Die tatz sei hier erwähnt.
    Das deutsche Kabarett hat sich von ihm auch nicht in´s Boxhorn blasen lassen.

    "Dennoch haben Großteile der deutschen Medien über sein teils höchst unprofessionelles Handeln gerne hinweggesehen um seinen "Heiligenschein" nicht zu beflecken. Zu groß war die Sehnsucht nach einer Art "deutscher Obama" [...]"

    Vielleicht gab es in vielen Medien die Sehnsucht nach einem deutschen Obama. Es gab und gibt aber vor allem ein Medium, dessen Produkt Guttenberg ist, und das ihm nach wie vor die Stange hält: Die Bildzeitung.

    Und dieses Medium sehnt sich vermutlich nicht nach einem deutschen Obama, sondern nach einem redaktionseigenen Kanzlerkandidaten des Springer-Verlags: Dem deutschen G.W. Bush.

    Populistisch, religiös, manipulierbar, polarisierend, auflagenträchtig peinlich, mittelmäßig unterbegabt und maßlos überschätzt. Der Kanzler der Bildzeitung.

    Überspitzt könnte man auch sagen:

    Guttenberg - Die Sarah Palin der deutschen Politik - eine Zumutung für alle Menschen, die keine BILD lesen.

    Das haben Sie hervorragend ge.- und beschrieben. Nur ist es leider so, daß "jeden" Tag ca. 6 Mio. Menschen dieses Blatt lesen. Ob sie verstehen was sie da lesen, danach hat meines Wissens noch niemand gefragt oder geforscht. Wäre bestimmt hoch interessant.

    • clubby
    • 01.03.2011 um 9:46 Uhr

    Wir können das Agieren des Bundeskanzleramts als die ersten Schritte von Frau MErkel zum Absägen des Ministers interpretieren.

    Immerhin....

    • veloce
    • 01.03.2011 um 10:22 Uhr

    ich bin immer weider erstaunt über diesen unangemessenen Obama-Vergleich. Das ist doch völlig unüberlegt und geradezu unlogisch. Wenn überhaupt und mit allen Vorbehalten hätte man von einem "deutschen Kennedy" sprechen können. Dass das niemandem auffällt?
    Na ja, hat sich ja jetzt eh erledigt

    Es hat schon sehr früh guttenbergkritische Artikel gegeben. Weniger bei Focus, Spiegel, leider auch Die Zeit, von Bims, Bams und Bums, ganz zu schweigen. Die tatz sei hier erwähnt.
    Das deutsche Kabarett hat sich von ihm auch nicht in´s Boxhorn blasen lassen.

    "Dennoch haben Großteile der deutschen Medien über sein teils höchst unprofessionelles Handeln gerne hinweggesehen um seinen "Heiligenschein" nicht zu beflecken. Zu groß war die Sehnsucht nach einer Art "deutscher Obama" [...]"

    Vielleicht gab es in vielen Medien die Sehnsucht nach einem deutschen Obama. Es gab und gibt aber vor allem ein Medium, dessen Produkt Guttenberg ist, und das ihm nach wie vor die Stange hält: Die Bildzeitung.

    Und dieses Medium sehnt sich vermutlich nicht nach einem deutschen Obama, sondern nach einem redaktionseigenen Kanzlerkandidaten des Springer-Verlags: Dem deutschen G.W. Bush.

    Populistisch, religiös, manipulierbar, polarisierend, auflagenträchtig peinlich, mittelmäßig unterbegabt und maßlos überschätzt. Der Kanzler der Bildzeitung.

    Überspitzt könnte man auch sagen:

    Guttenberg - Die Sarah Palin der deutschen Politik - eine Zumutung für alle Menschen, die keine BILD lesen.

    Das haben Sie hervorragend ge.- und beschrieben. Nur ist es leider so, daß "jeden" Tag ca. 6 Mio. Menschen dieses Blatt lesen. Ob sie verstehen was sie da lesen, danach hat meines Wissens noch niemand gefragt oder geforscht. Wäre bestimmt hoch interessant.

    • clubby
    • 01.03.2011 um 9:46 Uhr

    Wir können das Agieren des Bundeskanzleramts als die ersten Schritte von Frau MErkel zum Absägen des Ministers interpretieren.

    Immerhin....

    • veloce
    • 01.03.2011 um 10:22 Uhr

    ich bin immer weider erstaunt über diesen unangemessenen Obama-Vergleich. Das ist doch völlig unüberlegt und geradezu unlogisch. Wenn überhaupt und mit allen Vorbehalten hätte man von einem "deutschen Kennedy" sprechen können. Dass das niemandem auffällt?
    Na ja, hat sich ja jetzt eh erledigt

  3. wird die retardierte Redaktion wieder schreiben.

    Aber ich fands lustig und passend. MADE MY DAY

    10 Leserempfehlungen
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    Unbestätigten Berichten der Bildzeitung zufolge, soll es sich beim noch amtierenden Verteidigungsminister der Bundesrepublik Deutschland um ein Double handeln.

    Der echte Karl Theodor zu Guttenberg ist nach Auskunft von Jugendfreunden schon in jungen Jahren ein politisch gänzlich uninteressierter Fußballnarr gewesen, der zu instabilen Beziehungen zu jungen Frauen neigt und erheblich unter der Last der Familientraditionen gelitten haben soll.

    Laut einer unbekannten Quelle, soll der Freiherr gegen Ende seines Studiums die Identität des deutschen Fußballspielers Lothar Matthäus angenommen haben, um unbemerkt von der Öffentlichkeit seinen fußballerischen Neigungen nachzugehen. In dieser Rolle soll er sich auch einen Jugendtraum erfüllt, und an der enttäuschenden EM 2000 teilgenommen haben.

    Eine kürzlich in Auftrag gegebene fränkische Leistungsträgergenanalyse durch Thilo Sarrazin scheint diesen Verdacht zu bestätigen. Die Bildzeitung hat mittlerweile angeblich den Make-Up-Stylisten ausfindig gemacht, der für die Camouflage des Adligen verantwortlich ist.

    Die Opposition ist entrüstet und fordert den Rücktritt. Die Koalition wiegelt ab, und will dem Minister eine zweite Chance geben. Auch die Kanzlerin bleibt gelassen und gibt bekannt, sie habe den Mann schließlich nicht als Adeligen, sondern als Verteidigungsminister ins Kabinett berufen.

    Bleibt eine Frage: Wer hat Karl Theodor zu Guttenbergs Doktorarbeit geschrieben?

    Und wo ist Lothar Matthäus?

    Unbestätigten Berichten der Bildzeitung zufolge, soll es sich beim noch amtierenden Verteidigungsminister der Bundesrepublik Deutschland um ein Double handeln.

    Der echte Karl Theodor zu Guttenberg ist nach Auskunft von Jugendfreunden schon in jungen Jahren ein politisch gänzlich uninteressierter Fußballnarr gewesen, der zu instabilen Beziehungen zu jungen Frauen neigt und erheblich unter der Last der Familientraditionen gelitten haben soll.

    Laut einer unbekannten Quelle, soll der Freiherr gegen Ende seines Studiums die Identität des deutschen Fußballspielers Lothar Matthäus angenommen haben, um unbemerkt von der Öffentlichkeit seinen fußballerischen Neigungen nachzugehen. In dieser Rolle soll er sich auch einen Jugendtraum erfüllt, und an der enttäuschenden EM 2000 teilgenommen haben.

    Eine kürzlich in Auftrag gegebene fränkische Leistungsträgergenanalyse durch Thilo Sarrazin scheint diesen Verdacht zu bestätigen. Die Bildzeitung hat mittlerweile angeblich den Make-Up-Stylisten ausfindig gemacht, der für die Camouflage des Adligen verantwortlich ist.

    Die Opposition ist entrüstet und fordert den Rücktritt. Die Koalition wiegelt ab, und will dem Minister eine zweite Chance geben. Auch die Kanzlerin bleibt gelassen und gibt bekannt, sie habe den Mann schließlich nicht als Adeligen, sondern als Verteidigungsminister ins Kabinett berufen.

    Bleibt eine Frage: Wer hat Karl Theodor zu Guttenbergs Doktorarbeit geschrieben?

    Und wo ist Lothar Matthäus?

  4. Da kann einem nur noch schlecht werden: eine Söldnerarmee anstreben, die so ausgerüstet ist, dass sie eher zu den Interessen anderer Staaten als zu den eigenen passt, kein Zukunftskonzept.
    Man beachte: die jetzt bevorzugt avisierten Waffensystemen machen am ehesten Sinn bei begrenzten Auslandseinsätzen und bei bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen gegen das eigene Volk.

    Zufall? Absicht?

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    steht doch nicht erst seit gestern auf der Agenda unserer inzwischen voll ausgebildeten, post-demokratischen Besitzstandsfeudalsgesellschaft.

    Dass Georg Enoch Freiherr von und zu Guttenberg 1919 mit weiteren Offizieren an der Niederschlagung der Bayerischen Räterepublik beteiligt und 1920 beim Kapp-Putsch mitwirkte,(Quelle: http://de.wikipedia.org/w... und Haus der Bayerischen Geschichte) zeugt sogar von einer familiären geistig-moralischen Tradition der Bekämpfung der freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung.

    Seien wir also gespannt, wie unser Volk, unser Land und unsere Menschen mit diesen Neuen Autokraten und diesen Neuen Totalitäristen umgehen will.

    Nach dem dem Gesetz der Evolution: Schwanger oder nicht schwanger, gibt es nur die Antwort: Sie zum Teufel jagen oder sich ihnen devot und untertanenhaft vor die Füsse werfen und darum betteln, getreten zu werden.

    Das ist die Alternative, die schon ein gewisser Ernst-Moritz Arndt beschreiben hat. Und das war im 18. Jahrhundert. Wir sollten schlauer geworden sein.

    Sag ich doch Beitrag um Beitrag, völlig unterschätzen sollte man den KTzG nicht, hier spielen auch dynastische Aufträge eine Rolle.
    Nur: der Vorfahr unterstützte Dritte, die nur kurzfristig reüssierten. Ab 1945 wurde die verhasste Staatsform dann doch eingeführt. Um das künftig zu verhindern, muss einer aus der Familie schon selber ran.
    E pluribus unum: von der Demokratie zur Plutokratie, da die Wiedereinführung von Aristokratie noch Monarchie mehrfach gescheitert sind.
    Ziele werden langfristig verfolgt. Ab 2002 Bundestagsabgeordneter zugleich Vermögensumverteilung mit Transparenzverminderung, das ist pragmatisch modernisiertes dynastisches Denken.

    • elfy
    • 01.03.2011 um 7:31 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen. Danke. Die Redaktion/ag

    steht doch nicht erst seit gestern auf der Agenda unserer inzwischen voll ausgebildeten, post-demokratischen Besitzstandsfeudalsgesellschaft.

    Dass Georg Enoch Freiherr von und zu Guttenberg 1919 mit weiteren Offizieren an der Niederschlagung der Bayerischen Räterepublik beteiligt und 1920 beim Kapp-Putsch mitwirkte,(Quelle: http://de.wikipedia.org/w... und Haus der Bayerischen Geschichte) zeugt sogar von einer familiären geistig-moralischen Tradition der Bekämpfung der freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung.

    Seien wir also gespannt, wie unser Volk, unser Land und unsere Menschen mit diesen Neuen Autokraten und diesen Neuen Totalitäristen umgehen will.

    Nach dem dem Gesetz der Evolution: Schwanger oder nicht schwanger, gibt es nur die Antwort: Sie zum Teufel jagen oder sich ihnen devot und untertanenhaft vor die Füsse werfen und darum betteln, getreten zu werden.

    Das ist die Alternative, die schon ein gewisser Ernst-Moritz Arndt beschreiben hat. Und das war im 18. Jahrhundert. Wir sollten schlauer geworden sein.

    Sag ich doch Beitrag um Beitrag, völlig unterschätzen sollte man den KTzG nicht, hier spielen auch dynastische Aufträge eine Rolle.
    Nur: der Vorfahr unterstützte Dritte, die nur kurzfristig reüssierten. Ab 1945 wurde die verhasste Staatsform dann doch eingeführt. Um das künftig zu verhindern, muss einer aus der Familie schon selber ran.
    E pluribus unum: von der Demokratie zur Plutokratie, da die Wiedereinführung von Aristokratie noch Monarchie mehrfach gescheitert sind.
    Ziele werden langfristig verfolgt. Ab 2002 Bundestagsabgeordneter zugleich Vermögensumverteilung mit Transparenzverminderung, das ist pragmatisch modernisiertes dynastisches Denken.

    • elfy
    • 01.03.2011 um 7:31 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen. Danke. Die Redaktion/ag

  5. Hat die ZEIT keine echten News mehr?
    Thema Guttenberg ist doch durchgelutscht.

    Es ist vollkommen egal was mit dem Mann passiert. So wird es keinen Ottonormalbürger auch nur einen Hauch streifen, ob er im Amt bleibt oder nicht.

    Das ganze ist doch nur noch eine nervtötende Unterhaltungsshow.

    2 Leserempfehlungen
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    Haben wir in Deutschland nicht wichtigere Probleme?
    Diese ganze Hetzkampagne nervt! Immerhin hat Kanzlerin Merkel KTzG nicht als wissenschaftlichen Mitarbeiter eingestellt und auch nicht als Verteidigungsminister, sondern als Blendgranate.
    Ich finde die Bundeswehrreform SUPERTOPP! Sie ist mir extrem sympathisch und auch sonst charismatisch. Endlich packt jemand mal irgendwas an. Irgendwie... Immer weiter so!

    Dass es vom menschlichen Standpunkt aus gesehen eher schon eine Tragödie ist, die sich da abspielt, dürfte wohl keiner von uns bestreiten. Immerhin wissen die meisten von uns, dass es keine Bäume gibt, die so hohe Himmel wachsen, wie jene, in die es dieser Mann hinauf gedrängt hat. Fast schon napoleonische Züge sind es, die man findet, wenn man sich an die Vergleiche von Psychogrammen macht.

    Mein Großvater, dem ich einen meiner Namen, nämlich den Namen Friedrich verdanke, pflegte mir schon als Kind immer die Leviten zu lesen, wenn ich dabei war den Boden der Realitäten zu verlassen und in der Märchenwelt zu jenem großen Mann werden wollte, der ich ja als kleiner Mann nicht war.

    Heute noch auf hohen Rossen, morgen durch die Brust geschossen.

    Größenwahn, Großmannssucht, Manieriertheit und die pathologische Abwesenheit jeglicher Demut hat diesen Mann mit Hilfe der pervertierten Hofberichtserstattungsmedien zu dem werden lassen, was er ist. Ein bedauernswertes, armes, kleines Würstchen.

    Da helfen auch die Beschwörungsrituale unserer konservativ-reaktionären Banden in Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Medien und der Justiz nichts mehr. Der Mann hat als großer Zauberer begonnen und liegt nun in Trümmern am Boden.

    Haben wir in Deutschland nicht wichtigere Probleme?
    Diese ganze Hetzkampagne nervt! Immerhin hat Kanzlerin Merkel KTzG nicht als wissenschaftlichen Mitarbeiter eingestellt und auch nicht als Verteidigungsminister, sondern als Blendgranate.
    Ich finde die Bundeswehrreform SUPERTOPP! Sie ist mir extrem sympathisch und auch sonst charismatisch. Endlich packt jemand mal irgendwas an. Irgendwie... Immer weiter so!

    Dass es vom menschlichen Standpunkt aus gesehen eher schon eine Tragödie ist, die sich da abspielt, dürfte wohl keiner von uns bestreiten. Immerhin wissen die meisten von uns, dass es keine Bäume gibt, die so hohe Himmel wachsen, wie jene, in die es dieser Mann hinauf gedrängt hat. Fast schon napoleonische Züge sind es, die man findet, wenn man sich an die Vergleiche von Psychogrammen macht.

    Mein Großvater, dem ich einen meiner Namen, nämlich den Namen Friedrich verdanke, pflegte mir schon als Kind immer die Leviten zu lesen, wenn ich dabei war den Boden der Realitäten zu verlassen und in der Märchenwelt zu jenem großen Mann werden wollte, der ich ja als kleiner Mann nicht war.

    Heute noch auf hohen Rossen, morgen durch die Brust geschossen.

    Größenwahn, Großmannssucht, Manieriertheit und die pathologische Abwesenheit jeglicher Demut hat diesen Mann mit Hilfe der pervertierten Hofberichtserstattungsmedien zu dem werden lassen, was er ist. Ein bedauernswertes, armes, kleines Würstchen.

    Da helfen auch die Beschwörungsrituale unserer konservativ-reaktionären Banden in Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Medien und der Justiz nichts mehr. Der Mann hat als großer Zauberer begonnen und liegt nun in Trümmern am Boden.

  6. mehr braucht es nicht als Kommentar!

    5 Leserempfehlungen
    • Voce
    • 28.02.2011 um 20:16 Uhr

    dass die Bundeswehrreform lediglich nach "Bauchgefühl" des Verteidigungsministers und dem seines Ministeriums und ohne Einfluss der Bundeswehrführung in Angriff genommen worden sein soll. Zu dieser Reform gehört selbstverständlich eine Strategie mit Zielen und Massnahmen, die dort hinführt, wo man die zukünftigen Aufgaben der BW sieht. Und bevor hierüber nichts bekannt ist, kann man sich über Scheitern oder Nichtscheitern weder ein Urteil erlauben, noch die Kritik der Opposition Ernst nehmen, die sie ja nach ihrem eigenen politischen Oppositionsverständnis heraus immer als Negativkritik formulieren muss.

  7. und das von Anfang an. Wirtschaftsminister, Verteidigungsminister, nirgends bringt er Leistung.
    Nur noch wohlstandsverwöhnte Dekadenz.

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    Natürlich hat "er" bisher überhaupt nichts gebracht. Auf keiner Position. Das war für Bild und Bunte auch nicht wichtig. Die Gründe kennen wir alle. Es hat ja auch gut funktioniert. Nun muss er im Amt bleiben, weil sich keiner findet, der mit der Bundeswehrreform scheitern will. Der oder die (eher unwahrscheinlich, trotz Quote) Nachfolger/in können es dann besser machen, was dann nicht mehr so schwierig ist. Da Frau Merkel ihr Kabinett immer weiter verjüngt, findet sich ja vielleicht ein 25jähriger mit oder ohne Doktor-Titel, der den Generälen zeigt, wo der Hammer hängt. Arme Bundeswehr.

    Natürlich hat "er" bisher überhaupt nichts gebracht. Auf keiner Position. Das war für Bild und Bunte auch nicht wichtig. Die Gründe kennen wir alle. Es hat ja auch gut funktioniert. Nun muss er im Amt bleiben, weil sich keiner findet, der mit der Bundeswehrreform scheitern will. Der oder die (eher unwahrscheinlich, trotz Quote) Nachfolger/in können es dann besser machen, was dann nicht mehr so schwierig ist. Da Frau Merkel ihr Kabinett immer weiter verjüngt, findet sich ja vielleicht ein 25jähriger mit oder ohne Doktor-Titel, der den Generälen zeigt, wo der Hammer hängt. Arme Bundeswehr.

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