Die Grünen büßen in der jüngsten Forsa-Umfrage weiter Sympathien ein. Zum dritten Mal in Folge verloren die Grünen einen Punkt und kommen nur noch auf 18 Prozent, berichtet der Stern. Dies sei ihr schlechtester Wert seit Anfang August 2010. Auf dem Höhepunkt ihrer Sympathiewelle hätten die Grünen Mitte Oktober sogar 25 Prozent erzielt. Die SPD klettert in der Umfrage, die aus der Woche vor der Hamburg-Wahl stammt, um einen Punkt auf 23 Prozent. Die Linke sinkt um einen Punkt auf zehn Prozent.

Die Werte von Union (36 Prozent) und FDP (fünf Prozent) waren den Angaben zufolge im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Zusammen liegt das Regierungslager aus Union und FDP damit weiter gleichauf mit einem rot-grünen Bündnis. Beide kommen auf 41 Prozent. Für die repräsentative Umfrage wurden vom 14. bis 18. Februar 2501 Bundesbürger befragt.

Auch zu Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wurden Deutsche befragt. Demnach hat dessen Image zunehmend Kratzer bekommen. Nach einer Umfrage für den Stern hat vor allem sein Ruf gelitten, glaubwürdig, gradlinig und vorbildlich zu sein. Glaubwürdigkeit etwa bescheinigt ihm nur noch jeder Zweite (50 Prozent) – neun Punkte weniger als in einer entsprechenden Stern-Umfrage vor drei Wochen. Knapp ein Viertel der Befragten (24 Prozent) erklärte, der Minister habe bei ihnen an Vertrauen verloren.

Mit 70 Prozent sagte jedoch die große Mehrheit, an ihrem Vertrauen zu dem Minister habe sich nichts geändert. Fast drei Viertel (73 Prozent) sprachen sich Ende voriger Woche für seinen Verbleib im Amt aus. Sogar die Anhänger von SPD, Grünen und der Linken waren mehrheitlich gegen einen Rücktritt. Für die repräsentative Umfrage, die allerdings vor dem Einräumen von "gravierenden Fehlern" durch den Minister stattfand, wurden am Donnerstag und Freitag 1004 Bundesbürger befragt.

Plagiaten in der Dissertation messen viele Deutsche offenbar keine politische Bedeutung bei. Auf die Frage, ob die Fälschungsvorwürfe für Guttenbergs Bewertung als Politiker wichtig seien, meinten 56 Prozent, die Doktorarbeit betreffe sein Privatleben. Nur 39 Prozent bejahten die Frage.