Plagiatsaffäre Guttenberg soll aus weiteren Parlamentsgutachten abgeschrieben haben

Neue Vorwürfe gegen Guttenberg: Der Minister soll ohne Genehmigung weitere Expertisen des Bundestags verwendet haben. Erstmals wird auch Kritik aus der Bundeswehr laut.

Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg

Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg

Die "gravierenden Fehler" im Zusammenhang mit der Dissertation von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) könnten noch weit umfangreicher sein, als bislang angenommen. Wie die Berliner Zeitung schreibt, hat Guttenberg bei der Verfassung der 475 Seiten umfassenden Dissertation im größeren Umfang die Hilfe des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags in Anspruch genommen. Demnach soll er nicht – wie bislang bekannt – nur eine Expertise, sondern vier Texte von Parlamentsmitarbeitern regelwidrig in seine Arbeit aufgenommen haben. Dabei handelt es sich um Ausarbeitungen vom Oktober 2003, vom Mai 2004 und vom Oktober 2005. Eine dafür notwendige Genehmigung soll er dafür nicht eingeholt haben.

Solche mutmaßlichen Urheberrechtsverletzungen – insgesamt soll der Verteidigungsminister mehr als zwei Drittel seiner Arbeit von fremden Autoren übernommen haben – hatte auch der Bundestagspräsident nicht kritiklos hingenommen. Norbert Lammert, wie Guttenberg Koalitions- und Unionspolitiker, sprach von einem "doppelten Verstoß". Er war es auch, der den Verdacht nach einem Ghostwriter neu aufbrachte. Er könne sich Guttenbergs erstes Statement am vergangenen Freitag nur so erklären, "dass ihm zum damaligen Zeitpunkt die Schlampigkeit nicht klar war, mit der die Arbeit verfasst und eingereicht worden war", sagte er im WDR.

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Am Mittag will der Verteidigungsminister erneut zu den Vorwürfen Stellung beziehen: In einer von der Opposition beantragten Fragestunde sowie einer anschließenden Aktuellen Stunde. Die Stoßrichtung ist dabei für die SPD klar: Guttenberg muss zurücktreten. Der Verteidigungsexperte der Partei, Rainer Arnold, forderte die Kanzlerin auf, Guttenberg zu entlassen. "Ein Minister, der die Öffentlichkeit betrügt, der Amtsanmaßung betrieben hat, der jeden dritten Tag anders argumentiert – der ist nicht haltbar."

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe dagegen unterstützt den Verteidigungsminister. "Er hat sich sehr deutlich zu eigenen Fehlern bekannt und sich entschuldigt", sagte er. "Das ist zu respektieren und öffnet den Blick für die Bewertung seiner politischen Arbeit." Arbeitsministerin Ursula von der Leyen bescheinigte ihrem Kabinettskollegen allerdings, in einer "schwierigen Lage" zu sein. "Wie er sich den Vorwürfen stellt und reinen Tisch macht, wird mit darüber entscheiden, welches Bild sich die Menschen von ihm als Politiker machen", sagte die CDU-Politikerin.

Erste Kritik am Verteidigungsminister wird nun auch in der Bundeswehr laut. "Es kann doch nicht sein, dass jemand, der für zwei Bundeswehruniversitäten verantwortlich ist, bei denen jedem Prüfling der Kopf abgerissen würde bei einem ähnlichen Vorfall, einfach mal nebenbei seinen Doktor zurückgibt und glaubt, damit wäre die Sache ausgestanden", zitierte die Berliner Zeitung ranghohe Kreise der Truppe, die die Vorgänge mit wachsendem Unbehagen betrachten würde. Das Krisenmanagement des Ministers wecke Erinnerungen an Guttenbergs Vorgänger Franz Josef Jung.

Inzwischen zog auch Guttenbergs Verlag Konsequenzen aus der Affäre. Wie der Geschäftsleiter des Berliner Wissenschaftsverlags Duncker & Humblot, Florian Simon, dem Tagesspiegel sagte, soll die Promotionsschrift künftig nicht mehr ausgeliefert und auch nicht neu aufgelegt werden. "In der vorliegenden Form bleibt die Dissertation dauerhaft aus unserem Angebot gestrichen." Etwaige Schadensersatzansprüche ließ Simon offen. "Vor einer Entscheidung der Universität Bayreuth stellt sich die Frage rechtlicher Schritte für uns nicht."

Zuvor hatte der Tagesspiegel auch über die finanziellen Verbindungen der Guttenbergs zur Bayreuther Uni berichtet. Demnach gehört die Rhön-Klinikum AG, bei der die familieneigene Beteiligungsgesellschaft ein Aktienpaket hielt, zu den Stiftern des Lehrstuhls für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften, der im Jahr 2000 eingerichtet wurde und bei der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt ist – bei der Fakultät also, bei der der Verteidigungsminister studiert und promoviert hat.

Hinweise darauf, dass Guttenberg seinen Doktortitel zu früh geführt haben soll, haben sich inzwischen als falsch herausgestellt. Der CSU-Politiker habe nach der bestandenen mündlichen Prüfung im Februar 2007 einen Antrag auf vorzeitiges Führen des Titels gestellt, dem stattgegeben worden sei, sagte der Bayreuther Jura-Professor Diethelm Klippel. Voraussetzung sei gewesen, dass Guttenberg einen Verlagsvertrag vorweisen konnte. Damit sei gesichert gewesen, dass die Arbeit veröffentlicht wird. Klippel sprach von einem "ganz üblichen Verfahren".

Die Berliner Zeitung hatte zuvor berichtet, dass der Chemiker Markus Kühbacher Strafanzeige gegen den Verteidigungsminister stellen wolle. Sein Vorwurf: Der CSU-Politiker soll schon im Jahr 2007, also zwei Jahre, bevor seine Promotion veröffentlicht worden war, den Doktortitel geführt haben.

Anmerkung: Die Rhön-Klinikum AG dementierte inzwischen, dass Guttenberg sich als früheres Aufsichtsratsmitglied des Unternehmens  als Sponsor betätigt und die Hochschule nicht finanziell unterstützt habe. Auch die Universität Bayreuth wies die Sponsorengerüchte zurück. "Der Vertrag ist ausgelaufen und wurde nicht verlängert. Seitdem wird der Lehrstuhl vom Freistaat Bayern finanziert", teilte die Hochschule mit.

 
Leser-Kommentare
    • Deguo
    • 23.02.2011 um 7:32 Uhr

    Entfernt. Wie in unserer Netiquette beschrieben, sind die Kommentarbereiche für den Austausch sachlicher Meinungen und Argumente gedacht. Die Redaktion/sh

    24 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • lw
    • 23.02.2011 um 7:49 Uhr

    zu beobachten, wie gerne der Querschnitt der Presse auf Hetzerei-Kampagnen gegen Politiker anbeisst.

    Viel interessanter waere es doch, einmal zu untersuchen wie lang dieser Sachverhalt schon bekannt war und wer ihn jetzt aufgetischt hat.

    Denn ich wuerde doch gerne einmal in ein paar Jahren untersuchen was ueber alle anderen aktuellen Berliner Starakteure im Laufe der Zeit ermittelt wurde und vor diesem Hintergrund den so dreckigen Keller des Herrn Zu Guttenberg neu einschaetzen.

    Dieser Tage geht es um wesentlich wichtigere Themen als das ewige selbstsuechtige Bundestags-Gerangel.

    Ja ja, schlimm schlimm. Aber seit Polizistentreter Joschka Fischer Außenminister und Dr.h.c. wurde, sollte einen nichts mehr überraschen.

    Können s*ddeutsche und Co jetzt langsam von ihrer Kampagne runterkommen und von der POLITIK der Regierung schreiben? Wäre zu Guttenberg von der SPD, die Linken (und Feuilletonisten?) würden fest hinter ihm stehen, und die Union würde giften. Dieser Hühnerhaufen führt zu Politikverdruss.
    Wie einst bei Franz Josef Strauß gilt: Es zählt die Politik, die ein Minister macht.

    Der Wähler dankt.

    • Jamuro
    • 23.02.2011 um 7:53 Uhr

    aber immer nassforsch, mit dynamischem Schritt, in gestelzten Worten, und immer noch glauben viele, hier wandelt der Messias persönlich.
    Nix, "Guttenbergscher Beobachter", dafür laufend neue Bekenntnisse des Hochstaplers Karl-Theodor.

    Wenn früher ein paar Weggenossen und die Medien etwas früher den Plagiator etwas kritischer begleitet hätten, hätte der erst gar nicht zu solchen Höhenflügen ansetzen können.

    Merke: Die Naturgesetze, insbesondere die von der Schwerkraft, gelten immer. Bei bei Karl-Theodor.

    • Harzer
    • 23.02.2011 um 8:25 Uhr

    Seien Sie lieber froh, daß wenigsten ein paar Zeitungen Lügnern und Betrügern noch auf die Finger sehen !

    Sie teilen anscheinend das im Moment grosse Interesse der Öffentlichkeit an der Affäre Guttenberg, denn sonst hätten Sie wohl kaum den Artikel gelesen und kommentiert.
    Insofern bestätigen Sie genau den Grund für die ausgiebige Behandlung des Themas durch die Zeit - es ist im Moment ein Topthema.

    Ich persönlich erwarte genau das: möglichst viel Information, möglichst zeitnah.

    Ist doch gut, wenn elitäre Betrüger verfolgt werden.

    BILD hat z.B. eine offensichtlich unangenehme Umfrage inzwischen sehr versteckt:

    http://tinyurl.com/4k8owmm

    54% : Er soll zurücktreten
    36% : Er macht seinen Job gut
    5% : Er macht eine unglückliche Figur
    5% : Ihm ist der Erfolg offenbar zu Kopf gestiegen
    (23.02.11 / 8:30Uhr / 613484 Stimmen)

    Da ist es doch schön, wenn andere Medien die Augen weiter offen halten.

    Danke 'Deguo' für den wunderbaren 'Guttenbergschen Beobachter'! Ich benutze Die Zeit jetzt erst einmal nicht mehr als Startseite.
    Als im Ausland lebender Deutscher wundert man sich einmal mehr, wie viel Oberlehrertum, Kleinmut, Hass und Energie im Land freigesetzt werden, wenn es darum geht jemanden der etwas aus der grauen Masse heraussteht, fertigzumachen. Ohne Guttenbergs Mängel ignorieren zu wollen, glauben die Leser ernstlich irgendeiner der gemeinhin als 'Ikonen' anerkannten Politker des letzten Jahrhunderts hatte keinen Dreck am Stecken? Churchill, Adenauer, DeGaulle, Clinton als Blütenreine Engel - um dabei nur im Transatlantischen Kulturbereich zu bleiben? Falls im Ausland überhaupt eine Reaktion auf diese Fussnote zu registrieren ist, dann nur Kopfschütteln über die nie endenwollende Tendenz zur Selbstdemontage!

    Das die G-Verteidiger eigentlich nur noch mit "gibt es denn nichts Wichtigeres" oä argumentieren, spricht Bände. Allerdings sollte es uns, der Presse, der Politik schon möglich sein, meherere Themen gleichzeitig zu diskutieren. Sie sollten nicht unterstellen, dass der Mensch nur fähig ist, eine Sache auf einmal zu tun, das wäre sonst ein echtes Problem.

    In einer Sache stimme ich mit Ihnen überein. Ich wäre auch froh, wenn das Thema Guttenberg allmählich vom Tisch käme. Allerdings aus anderen Gründen.

    Ich kann die - ich umschreibe es mal höflich - selektive Wahrnehmung der Guttenberg-Fans, mit argumentfreier Penetranz in den Kommentarspalten stets auf's Neue wiederholt, nicht mehr ertragen.

    Und ich kann auch diesen völlig geistfreien und anmaßenden Kampagnenjournalismus von BILD & Co. - ich dachte, ich gucke heute morgen an der Tankstelle nicht richtig "Heute stimmt Deutschland ab!") - nicht mehr ertragen.

    Die Sach- und Beweislage ist mehr als klar. Der gute Mann ist ein Hochstapler und Betrüger, dem man die Landesverteidigung in einer hochsensiblen Phase nicht anvertrauen darf. Er soll jetzt endlich seinen Hut nehmen und dem Lande damit seinen ersten Dienst erweisen.

    • gorgo
    • 23.02.2011 um 9:21 Uhr

    Das hier ist kein Nebenschauplatz. Wenn eine ganze Parteiführung - auch und anders als der Artikel suggeriert - von der Leyen gestern noch - Betrug und Lüge in einem Lebensbereich als irrelevant für eines der obersten Ämter erklärt, dann haben daran alle Bürgerinnen Interesse;
    wenn der Inhaber dieses Amtes trotz einer zusammengeklauten Qualifikation weiter so tut, als habe er lediglich einen entschuldbaren und für sein Verbleiben völlig irrelevanten "Fehler" begangen, dann haben daran alle Interesse, die in diesem Land Prüfungen bestehen, eine zertifizierte Ausbildung oder Qualifikation oder überhaupt auf leidlich ehrliche Weise irgendetwas erreichen wollen.

    • Afa81
    • 23.02.2011 um 9:31 Uhr

    ...könnte man das Thema an die Bunte abgeben...

    Seines eigenen selbstherrlichen Auftretens in der Presse. Natürlich muss BILD ihn weiter unterstützen, da sie selbst Glaubwürdigkeit einbüssen würde, aber der Rest...naja

    Da könnte man davon im militärischen Sprachgebrauch reden, dass das wohl ein offensichtlicher Rohrkrepierer war was?!?

    Sie setzen den Begriff "Guttenbergischer Beobachter" gleich mit der (üppigen) Berichterstattung über die Plagiat-Vorwürfe. Das ist nun, neben der Geschmacklosigkeit, auch noch sachlich falsch. Aber sicher haben Sie zumindest damit recht, dass derzeit überproportional berichtet wird, so dass es schon manchmal nervt.
    Jetzt stellt sich mir aber die Frage, warum das so ist, vielleicht sogar so sein muss. Und dann komme ich auf eine recht einfache Erklärung, und die liegt dummerweise wieder bei zu Guttenberg. Das beginnt damit, dass er vollkommen überhöht wahrgenommen wird, als der untypische Politstar. Eine reale Betrachtung seiner bisherigen Leistungen und Erfolge ist da gar nicht möglich, sie dringt nur sehr mühsam durch gegen den scheinenden Glanz. Auch ein Kunstprodukt, zuvor genau so herbei geschrieben.
    Und vielleicht würden sich weitaus weniger Kritiker finden, hätte zu Guttenberg nicht diesen Nimbus eines Saubermanns, der überall richtig aufräumt. Real tut er dies aber gar nicht, er findet immer nur jemanden (in den eigenen Reihen), dem er freimütig die alleinige Schuld zuschieben kann und dadurch mit seinen schnellen scheinbaren Lösungen besticht.
    Die Erkenntnis hierüber dürfte sich aber erst in ein paar Jahren wirklich durchsetzen. Als echter Saubermann müsste zu Guttenberg einfach nur seinen Hut nehmen, in sich gehen und später neu erfinden. Hiergegen spricht aber der Mangel an fähigem Personal in der Regierung, die mit ihm ihr bisheriges Zugpferd verlieren würde.

    @Deguo Darf ich Ihnen nahelegen sich in Groupie umzutaufen ;)

    Ich bin immer wieder entsetzt zu sehen wie manche Menschen die Tragweite dieser Geschichte immer noch nicht begriffen haben.

    hat Sie wohl weniger gestört?

    DIE ZEIT hat es mit der Netiquette manchmal übertrieben, jedoch gibt es keine Zeitschrift, die unabhängiger wäre und im besten Sinne "liberal" ist.
    Wir haben Pressefreiheit, wenn Ihnen die Beiträge nicht gefallen, können Sie zum Beispiel "Bild" zu lesen. Da nimmt man es nicht so genau.
    zu@ Neuer Name: "Ohh Gott ...die deutschen diskutieren über solche mist..." Die Deutschen diskutieren über alle wichtigen Vorgänge, die ihr Land und die Welt bewegen.
    Allein gestern brachte auch DIE ZEIT ausführliche Berichte über Lybien usw.
    Zur Sache:
    Es ist keine Petitesse, wenn ein Abgeordneter den Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages zu privaten Zwecken mißbraucht. Sofort nach Annahme des Mandats werden ihr/ihm die Richtlinien für Abgeordnete ausgehändigt. Mit seiner Unterschrift bestätigt man den Empfang. Also kann sich kein MdB damit herausreden,
    er habe nichts davon gewußt, dass der Dienst allein
    zur Ausübung seiner Aufgaben als Abgeordneter genutzt
    werden darf. Wenn dann nicht irgendein "Hinterbänkler"
    sondern der Verteidigungsminister, der auch Abgeordneter
    ist, vom Wissenschaftlichen Dienst einen Teil seiner
    Dissertation schreiben läßt, ist das ein Skandal erster
    Güte, mit oder ohne Ausführungszeichen.
    Zu Guttenberg hat nicht nur sich selbst geschadet, sondern
    auch dem Ansehen der Politiker und damit der vorhandenen Politikverdrossenheit zusätzlich Vorschub geleistet.
    Wenn zu Guttenberg noch einen Funken Anstand besitzt,
    tritt er zurück.

    wenn die "Zeit" einen beitrag dazu leistet, uns diese person als bundeskanzler zu ersparen. Diese gefahr besteht ja noch.
    Man erinnere sich, das FJS nach der Spiegelaffäre zwar leich lädiert war und, wenn ich mich recht erinnere, als verteidigungsminister zurücktreten musste. Dennoch war er 1980 Kanzlerkandidat. Dabei muss man FJS neben seiner fragwürdigen Einstellung zum Recht wenigstens intellektuelle Kapazität zugestehen. Das scheint hier nicht der Fall. Ein Berlusconi-Vergleich ist inzwischen geschmeichelt. Nur Sarah Palin wäre eine vergleichbare Katastrophe

    Sind Sie hier eigentlich als persönlicher Verteidiger von Herrn zu Guttenberg und unser aktuellen Bundesregierung angetreten??
    Ich habe mal Ihre Beiträge bisher im Zeitforum überflogen.
    Die Schwarz/Gelbe Linie ist ja nicht zu übersehen.
    Vorwürfe gegen die SPD, Militärexperten etc.

    Es ist so, wie viele Foristen hier schreiben. Wenn die Argumente ausgehen(oder es keine gibt), dann müssen Kampagnenvorwürfe herhalten.
    Ich habe mal Ihre Beiträge bisher im Zeitforum überflogen.

    Ich würd emich freuen, wenn Sie mal etwas konstruktives anbringen. D.h. keine pauschalen Verleumdungen gegen alles was links der CDU ist, und ohne Kampagnenvorwürfe. KOmmt dann noch was?
    Wenn nicht scheinen Sie ja, die Verteidigungslinie ihres Verteidigungsministers mit Frau Hohlmeier abgesprochen zu haben.

    • lw
    • 23.02.2011 um 7:49 Uhr

    zu beobachten, wie gerne der Querschnitt der Presse auf Hetzerei-Kampagnen gegen Politiker anbeisst.

    Viel interessanter waere es doch, einmal zu untersuchen wie lang dieser Sachverhalt schon bekannt war und wer ihn jetzt aufgetischt hat.

    Denn ich wuerde doch gerne einmal in ein paar Jahren untersuchen was ueber alle anderen aktuellen Berliner Starakteure im Laufe der Zeit ermittelt wurde und vor diesem Hintergrund den so dreckigen Keller des Herrn Zu Guttenberg neu einschaetzen.

    Dieser Tage geht es um wesentlich wichtigere Themen als das ewige selbstsuechtige Bundestags-Gerangel.

    Ja ja, schlimm schlimm. Aber seit Polizistentreter Joschka Fischer Außenminister und Dr.h.c. wurde, sollte einen nichts mehr überraschen.

    Können s*ddeutsche und Co jetzt langsam von ihrer Kampagne runterkommen und von der POLITIK der Regierung schreiben? Wäre zu Guttenberg von der SPD, die Linken (und Feuilletonisten?) würden fest hinter ihm stehen, und die Union würde giften. Dieser Hühnerhaufen führt zu Politikverdruss.
    Wie einst bei Franz Josef Strauß gilt: Es zählt die Politik, die ein Minister macht.

    Der Wähler dankt.

    • Jamuro
    • 23.02.2011 um 7:53 Uhr

    aber immer nassforsch, mit dynamischem Schritt, in gestelzten Worten, und immer noch glauben viele, hier wandelt der Messias persönlich.
    Nix, "Guttenbergscher Beobachter", dafür laufend neue Bekenntnisse des Hochstaplers Karl-Theodor.

    Wenn früher ein paar Weggenossen und die Medien etwas früher den Plagiator etwas kritischer begleitet hätten, hätte der erst gar nicht zu solchen Höhenflügen ansetzen können.

    Merke: Die Naturgesetze, insbesondere die von der Schwerkraft, gelten immer. Bei bei Karl-Theodor.

    • Harzer
    • 23.02.2011 um 8:25 Uhr

    Seien Sie lieber froh, daß wenigsten ein paar Zeitungen Lügnern und Betrügern noch auf die Finger sehen !

    Sie teilen anscheinend das im Moment grosse Interesse der Öffentlichkeit an der Affäre Guttenberg, denn sonst hätten Sie wohl kaum den Artikel gelesen und kommentiert.
    Insofern bestätigen Sie genau den Grund für die ausgiebige Behandlung des Themas durch die Zeit - es ist im Moment ein Topthema.

    Ich persönlich erwarte genau das: möglichst viel Information, möglichst zeitnah.

    Ist doch gut, wenn elitäre Betrüger verfolgt werden.

    BILD hat z.B. eine offensichtlich unangenehme Umfrage inzwischen sehr versteckt:

    http://tinyurl.com/4k8owmm

    54% : Er soll zurücktreten
    36% : Er macht seinen Job gut
    5% : Er macht eine unglückliche Figur
    5% : Ihm ist der Erfolg offenbar zu Kopf gestiegen
    (23.02.11 / 8:30Uhr / 613484 Stimmen)

    Da ist es doch schön, wenn andere Medien die Augen weiter offen halten.

    Danke 'Deguo' für den wunderbaren 'Guttenbergschen Beobachter'! Ich benutze Die Zeit jetzt erst einmal nicht mehr als Startseite.
    Als im Ausland lebender Deutscher wundert man sich einmal mehr, wie viel Oberlehrertum, Kleinmut, Hass und Energie im Land freigesetzt werden, wenn es darum geht jemanden der etwas aus der grauen Masse heraussteht, fertigzumachen. Ohne Guttenbergs Mängel ignorieren zu wollen, glauben die Leser ernstlich irgendeiner der gemeinhin als 'Ikonen' anerkannten Politker des letzten Jahrhunderts hatte keinen Dreck am Stecken? Churchill, Adenauer, DeGaulle, Clinton als Blütenreine Engel - um dabei nur im Transatlantischen Kulturbereich zu bleiben? Falls im Ausland überhaupt eine Reaktion auf diese Fussnote zu registrieren ist, dann nur Kopfschütteln über die nie endenwollende Tendenz zur Selbstdemontage!

    Das die G-Verteidiger eigentlich nur noch mit "gibt es denn nichts Wichtigeres" oä argumentieren, spricht Bände. Allerdings sollte es uns, der Presse, der Politik schon möglich sein, meherere Themen gleichzeitig zu diskutieren. Sie sollten nicht unterstellen, dass der Mensch nur fähig ist, eine Sache auf einmal zu tun, das wäre sonst ein echtes Problem.

    In einer Sache stimme ich mit Ihnen überein. Ich wäre auch froh, wenn das Thema Guttenberg allmählich vom Tisch käme. Allerdings aus anderen Gründen.

    Ich kann die - ich umschreibe es mal höflich - selektive Wahrnehmung der Guttenberg-Fans, mit argumentfreier Penetranz in den Kommentarspalten stets auf's Neue wiederholt, nicht mehr ertragen.

    Und ich kann auch diesen völlig geistfreien und anmaßenden Kampagnenjournalismus von BILD & Co. - ich dachte, ich gucke heute morgen an der Tankstelle nicht richtig "Heute stimmt Deutschland ab!") - nicht mehr ertragen.

    Die Sach- und Beweislage ist mehr als klar. Der gute Mann ist ein Hochstapler und Betrüger, dem man die Landesverteidigung in einer hochsensiblen Phase nicht anvertrauen darf. Er soll jetzt endlich seinen Hut nehmen und dem Lande damit seinen ersten Dienst erweisen.

    • gorgo
    • 23.02.2011 um 9:21 Uhr

    Das hier ist kein Nebenschauplatz. Wenn eine ganze Parteiführung - auch und anders als der Artikel suggeriert - von der Leyen gestern noch - Betrug und Lüge in einem Lebensbereich als irrelevant für eines der obersten Ämter erklärt, dann haben daran alle Bürgerinnen Interesse;
    wenn der Inhaber dieses Amtes trotz einer zusammengeklauten Qualifikation weiter so tut, als habe er lediglich einen entschuldbaren und für sein Verbleiben völlig irrelevanten "Fehler" begangen, dann haben daran alle Interesse, die in diesem Land Prüfungen bestehen, eine zertifizierte Ausbildung oder Qualifikation oder überhaupt auf leidlich ehrliche Weise irgendetwas erreichen wollen.

    • Afa81
    • 23.02.2011 um 9:31 Uhr

    ...könnte man das Thema an die Bunte abgeben...

    Seines eigenen selbstherrlichen Auftretens in der Presse. Natürlich muss BILD ihn weiter unterstützen, da sie selbst Glaubwürdigkeit einbüssen würde, aber der Rest...naja

    Da könnte man davon im militärischen Sprachgebrauch reden, dass das wohl ein offensichtlicher Rohrkrepierer war was?!?

    Sie setzen den Begriff "Guttenbergischer Beobachter" gleich mit der (üppigen) Berichterstattung über die Plagiat-Vorwürfe. Das ist nun, neben der Geschmacklosigkeit, auch noch sachlich falsch. Aber sicher haben Sie zumindest damit recht, dass derzeit überproportional berichtet wird, so dass es schon manchmal nervt.
    Jetzt stellt sich mir aber die Frage, warum das so ist, vielleicht sogar so sein muss. Und dann komme ich auf eine recht einfache Erklärung, und die liegt dummerweise wieder bei zu Guttenberg. Das beginnt damit, dass er vollkommen überhöht wahrgenommen wird, als der untypische Politstar. Eine reale Betrachtung seiner bisherigen Leistungen und Erfolge ist da gar nicht möglich, sie dringt nur sehr mühsam durch gegen den scheinenden Glanz. Auch ein Kunstprodukt, zuvor genau so herbei geschrieben.
    Und vielleicht würden sich weitaus weniger Kritiker finden, hätte zu Guttenberg nicht diesen Nimbus eines Saubermanns, der überall richtig aufräumt. Real tut er dies aber gar nicht, er findet immer nur jemanden (in den eigenen Reihen), dem er freimütig die alleinige Schuld zuschieben kann und dadurch mit seinen schnellen scheinbaren Lösungen besticht.
    Die Erkenntnis hierüber dürfte sich aber erst in ein paar Jahren wirklich durchsetzen. Als echter Saubermann müsste zu Guttenberg einfach nur seinen Hut nehmen, in sich gehen und später neu erfinden. Hiergegen spricht aber der Mangel an fähigem Personal in der Regierung, die mit ihm ihr bisheriges Zugpferd verlieren würde.

    @Deguo Darf ich Ihnen nahelegen sich in Groupie umzutaufen ;)

    Ich bin immer wieder entsetzt zu sehen wie manche Menschen die Tragweite dieser Geschichte immer noch nicht begriffen haben.

    hat Sie wohl weniger gestört?

    DIE ZEIT hat es mit der Netiquette manchmal übertrieben, jedoch gibt es keine Zeitschrift, die unabhängiger wäre und im besten Sinne "liberal" ist.
    Wir haben Pressefreiheit, wenn Ihnen die Beiträge nicht gefallen, können Sie zum Beispiel "Bild" zu lesen. Da nimmt man es nicht so genau.
    zu@ Neuer Name: "Ohh Gott ...die deutschen diskutieren über solche mist..." Die Deutschen diskutieren über alle wichtigen Vorgänge, die ihr Land und die Welt bewegen.
    Allein gestern brachte auch DIE ZEIT ausführliche Berichte über Lybien usw.
    Zur Sache:
    Es ist keine Petitesse, wenn ein Abgeordneter den Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages zu privaten Zwecken mißbraucht. Sofort nach Annahme des Mandats werden ihr/ihm die Richtlinien für Abgeordnete ausgehändigt. Mit seiner Unterschrift bestätigt man den Empfang. Also kann sich kein MdB damit herausreden,
    er habe nichts davon gewußt, dass der Dienst allein
    zur Ausübung seiner Aufgaben als Abgeordneter genutzt
    werden darf. Wenn dann nicht irgendein "Hinterbänkler"
    sondern der Verteidigungsminister, der auch Abgeordneter
    ist, vom Wissenschaftlichen Dienst einen Teil seiner
    Dissertation schreiben läßt, ist das ein Skandal erster
    Güte, mit oder ohne Ausführungszeichen.
    Zu Guttenberg hat nicht nur sich selbst geschadet, sondern
    auch dem Ansehen der Politiker und damit der vorhandenen Politikverdrossenheit zusätzlich Vorschub geleistet.
    Wenn zu Guttenberg noch einen Funken Anstand besitzt,
    tritt er zurück.

    wenn die "Zeit" einen beitrag dazu leistet, uns diese person als bundeskanzler zu ersparen. Diese gefahr besteht ja noch.
    Man erinnere sich, das FJS nach der Spiegelaffäre zwar leich lädiert war und, wenn ich mich recht erinnere, als verteidigungsminister zurücktreten musste. Dennoch war er 1980 Kanzlerkandidat. Dabei muss man FJS neben seiner fragwürdigen Einstellung zum Recht wenigstens intellektuelle Kapazität zugestehen. Das scheint hier nicht der Fall. Ein Berlusconi-Vergleich ist inzwischen geschmeichelt. Nur Sarah Palin wäre eine vergleichbare Katastrophe

    Sind Sie hier eigentlich als persönlicher Verteidiger von Herrn zu Guttenberg und unser aktuellen Bundesregierung angetreten??
    Ich habe mal Ihre Beiträge bisher im Zeitforum überflogen.
    Die Schwarz/Gelbe Linie ist ja nicht zu übersehen.
    Vorwürfe gegen die SPD, Militärexperten etc.

    Es ist so, wie viele Foristen hier schreiben. Wenn die Argumente ausgehen(oder es keine gibt), dann müssen Kampagnenvorwürfe herhalten.
    Ich habe mal Ihre Beiträge bisher im Zeitforum überflogen.

    Ich würd emich freuen, wenn Sie mal etwas konstruktives anbringen. D.h. keine pauschalen Verleumdungen gegen alles was links der CDU ist, und ohne Kampagnenvorwürfe. KOmmt dann noch was?
    Wenn nicht scheinen Sie ja, die Verteidigungslinie ihres Verteidigungsministers mit Frau Hohlmeier abgesprochen zu haben.

  1. Man mag sich garnicht vorstellen das jeden tag auf dieser welt menschen verhungern, menschen gefoldert und zahlreiche ungerechtigkeiten passieren. und die deutschen diskutieren über solche mist. Als die koalition aus cdu/spd bestand ist dieser sachverhalt offensichtlich niemand aufgefallen. komisch

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Mit solchen Argumenten kann man letztlich alle Diskussionen totschlagen. Diskussionen über Harz IV sind aus Sicht eines Dritteweltländers auch nur Jammern auf Hohem Niveau...

    können, sollte Guttenberg endlich zurücktreten. Es ist nicht zumutbar, von so einem Betrüger regiert zu werden.

    ist es natürlich richtig: Schaut man gerade nach Libyen, dann erscheinen Lügen und Halbwahrheiten, Urheberrechtsverletzungen, Amtsanmaßung, Amtsmissbrauch, Selbstinzinierung, Imagepflege statt Reue, Inkompetenz, schlechtes Krisenmanagement und was man Guttenberg noch so alles vorwerfen kann, natürlich zweitrangig. Und auch Deutschland hat genügend Probleme, die sogar hinter dieser leeeren Hülle von Minister zurückstehen.

    Andererseits: Der Mensch ist durchaus in der Lage, sich mit mehreren Themen gleichzeitig zu befassen - mit Libyen und der Tatsache, dass auch D. diesen Mann unterstützt hat, mit der (wie schon in Ägypten) kläglichen Reaktionen aus Europa, über die Mehrwertsteuer-Reform, HartzIV, S21, und vieles mehr.

    Aber eines sollte man nicht vergessen: Genau das von Ihnen angeführte Totschlag-Argument ist es, worauf die Union und vor allem Herr G. hoffen. "Alles nicht so schlimm, war Blödsinn, hab ich nicht so gemeint... und nun reicht es mit der Asche auf meinem Haupt, weiter geht es als wäre nichts passiert. Ich bin schließlich Verteidigungsminister, ich habe Wichtigeres zu tun, als mich mit so einem Mist zu beschäftigen."
    Das ist es, was er bereits am Freitag gesagt hat, das ist es, was er in Kelkheim gesagt hat. Und das ist es, was Sie auch sagen.

    Wer so was aber sagt und denkt, wer so wenig reflektieren kann, der kann vieles sein. Aber sicher kein Verteidigungsminister. Und deshalb dürfen wir uns eben nicht einfach so abwenden.

    Wollen Sie wissen, warum viele Menschen verhungern? Weil es schlicht und einfach viele Betrüger gibt, die ungestört lügen und sich die Wahrheit so hinbiegen können, wie es ihnen passt.
    Insofern ist Ihr Beitrag hier durchaus mindestens als naiv anzusehen. Denn er beklagt Zustände ohne aber auch nur eine Sekunde die etwaigen Ursachen aufzugreifen und zu vertiefen.
    Die Diskussion um Guttenberg ist wichtig, denn wenn er wirklich ein notorischer Lügner sein sollte wie es immer mehr den Anschein hat, darf er nicht im Amt des Verteidigungsministers bleiben. Denn solche Personen sind unverlässlich und man darf ihnen nicht das Leben von anderen Menschen anvertrauen.

    Zu Ihrer Einstellung möchte ich verweisen auf meinen Kommentar:
    http://www.zeit.de/politi...

    Nur, weil es "wichtigere" Dinge gibt, rechtfertigt das nicht dazu, die aktuellen Fragen zum Herrn Guttenberg als "nichtig" oder "unwichtig" hinzustellen.

    Mit solchen Argumenten kann man letztlich alle Diskussionen totschlagen. Diskussionen über Harz IV sind aus Sicht eines Dritteweltländers auch nur Jammern auf Hohem Niveau...

    können, sollte Guttenberg endlich zurücktreten. Es ist nicht zumutbar, von so einem Betrüger regiert zu werden.

    ist es natürlich richtig: Schaut man gerade nach Libyen, dann erscheinen Lügen und Halbwahrheiten, Urheberrechtsverletzungen, Amtsanmaßung, Amtsmissbrauch, Selbstinzinierung, Imagepflege statt Reue, Inkompetenz, schlechtes Krisenmanagement und was man Guttenberg noch so alles vorwerfen kann, natürlich zweitrangig. Und auch Deutschland hat genügend Probleme, die sogar hinter dieser leeeren Hülle von Minister zurückstehen.

    Andererseits: Der Mensch ist durchaus in der Lage, sich mit mehreren Themen gleichzeitig zu befassen - mit Libyen und der Tatsache, dass auch D. diesen Mann unterstützt hat, mit der (wie schon in Ägypten) kläglichen Reaktionen aus Europa, über die Mehrwertsteuer-Reform, HartzIV, S21, und vieles mehr.

    Aber eines sollte man nicht vergessen: Genau das von Ihnen angeführte Totschlag-Argument ist es, worauf die Union und vor allem Herr G. hoffen. "Alles nicht so schlimm, war Blödsinn, hab ich nicht so gemeint... und nun reicht es mit der Asche auf meinem Haupt, weiter geht es als wäre nichts passiert. Ich bin schließlich Verteidigungsminister, ich habe Wichtigeres zu tun, als mich mit so einem Mist zu beschäftigen."
    Das ist es, was er bereits am Freitag gesagt hat, das ist es, was er in Kelkheim gesagt hat. Und das ist es, was Sie auch sagen.

    Wer so was aber sagt und denkt, wer so wenig reflektieren kann, der kann vieles sein. Aber sicher kein Verteidigungsminister. Und deshalb dürfen wir uns eben nicht einfach so abwenden.

    Wollen Sie wissen, warum viele Menschen verhungern? Weil es schlicht und einfach viele Betrüger gibt, die ungestört lügen und sich die Wahrheit so hinbiegen können, wie es ihnen passt.
    Insofern ist Ihr Beitrag hier durchaus mindestens als naiv anzusehen. Denn er beklagt Zustände ohne aber auch nur eine Sekunde die etwaigen Ursachen aufzugreifen und zu vertiefen.
    Die Diskussion um Guttenberg ist wichtig, denn wenn er wirklich ein notorischer Lügner sein sollte wie es immer mehr den Anschein hat, darf er nicht im Amt des Verteidigungsministers bleiben. Denn solche Personen sind unverlässlich und man darf ihnen nicht das Leben von anderen Menschen anvertrauen.

    Zu Ihrer Einstellung möchte ich verweisen auf meinen Kommentar:
    http://www.zeit.de/politi...

    Nur, weil es "wichtigere" Dinge gibt, rechtfertigt das nicht dazu, die aktuellen Fragen zum Herrn Guttenberg als "nichtig" oder "unwichtig" hinzustellen.

  2. Ein Lügner darf einfach nicht an der Spitze unserer Landesverteidigung stehen und erfüllt selbstverständlich auch eine Vorbildfunktion.
    http://www.freitag.de/com...

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    • JD
    • 23.02.2011 um 8:20 Uhr

    Soll das ein Witz sein? Dann wechseln sie aber bitte gleich 80% Der Regierung und der Opposition aus. Lügen sollten sie alle gestraft werden. Es ist doch immer das gleiche. Die Regierung lügt vor dem Wahlkamp, während des Wahlkampf und danach. Die Opposition tut so, als wäre sie dem Volk treu ergeben. Sobald die Oppostion es schafft, wieder in die Regierung einzuziehen, spielen diese genau das gleiche Spielchen ab.

    Irgendjemand stochert da gerade wieder heftigst im Dreck, damit die Regierung in den Dreck gezogen werden kann. Unsere Politik ist ein Witz und das ganze ist nur ein Partikel vom Dreckhaufen.

    • JD
    • 23.02.2011 um 8:20 Uhr

    Soll das ein Witz sein? Dann wechseln sie aber bitte gleich 80% Der Regierung und der Opposition aus. Lügen sollten sie alle gestraft werden. Es ist doch immer das gleiche. Die Regierung lügt vor dem Wahlkamp, während des Wahlkampf und danach. Die Opposition tut so, als wäre sie dem Volk treu ergeben. Sobald die Oppostion es schafft, wieder in die Regierung einzuziehen, spielen diese genau das gleiche Spielchen ab.

    Irgendjemand stochert da gerade wieder heftigst im Dreck, damit die Regierung in den Dreck gezogen werden kann. Unsere Politik ist ein Witz und das ganze ist nur ein Partikel vom Dreckhaufen.

  3. Merkel den Lügenbaron noch halten?
    Sie macht sich und diese Bananenrepublik lächerlich.

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    Ich denke Merkel (und auch Seehofer) geht es vor allem um die Landtagswahlen in einem Monat in Süddeutschland. KTzG ist zwar ein CSUler, sein Fall so kurz vor den Wahlen würde aber ein gefährliches Signal von Unvermögen und Unseriosität bei der Union gerade in Richtung CDU-Wählerschaft senden. zu Guttenberg darf einfach (noch) nicht fallen.

    Es würde mich übrigens auch nicht wundern, wenn in Wahrheit zu Guttenberg angesichts der für ihn inzwischen doch sehr peinlichen Situation, er gegenüber Merkel eigentlich seinen Rücktritt sogar offen angeboten hätte, er aber von ihr und Seehofer gerade aus oben genanntem Grund zum Spiel auf Zeit gedrängt worden wäre. Schließlich ist dieses Spiel Merkels Lieblingsspiel.

    Ich denke Merkel (und auch Seehofer) geht es vor allem um die Landtagswahlen in einem Monat in Süddeutschland. KTzG ist zwar ein CSUler, sein Fall so kurz vor den Wahlen würde aber ein gefährliches Signal von Unvermögen und Unseriosität bei der Union gerade in Richtung CDU-Wählerschaft senden. zu Guttenberg darf einfach (noch) nicht fallen.

    Es würde mich übrigens auch nicht wundern, wenn in Wahrheit zu Guttenberg angesichts der für ihn inzwischen doch sehr peinlichen Situation, er gegenüber Merkel eigentlich seinen Rücktritt sogar offen angeboten hätte, er aber von ihr und Seehofer gerade aus oben genanntem Grund zum Spiel auf Zeit gedrängt worden wäre. Schließlich ist dieses Spiel Merkels Lieblingsspiel.

  4. was unser KT noch alles zu beichten hat. Tragbar ist er, meiner Meinung nach, schon lange nicht mehr. Der Vergleich mit seinem Vorgänger, naja, der hat schon was, oder?

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  5. Ich dachte, in Deutschland sei der Diebstahl geistigen Eigentums verboten und strafbewehrt.

    Die Mövenpick-Regierung haben es nicht so mit dem Eigentum anderer Menschen, dass zeigen auch der anhaltende dreiste Diebstahl am Gemeineigentum der öffentlichen Daseinsvorsorge und die Ausplünderung des Finanzsystems gemeinsam mit den Spekulanten.
    Die kriminelle Energie der Regierenden ist in diesem Ausmaß schon erstaunlich.

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  6. Welcher politiker ist in diesen spitzenpositionen ohne schuld ich will nur mal an kohl, schäuble und barschel erinnern. nicht eingehaltene wahlversprechen sind doch eigentlich auch lügen oder?

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    mein Reden ! Faellt eigentlich niemandem auf das unsere exorbitante Staatsverschuldung und das Verbrennen unserer Steuergelder bei der zu Erwartenden Insolvenz Griechenlands jetzt nur Randnotizen sind ?
    Gutenbergs abspicken kostet mein Geld nicht - die Lügen anderer Politiker aber durchaus !

    Zitat Neuername:"...nicht eingehaltene Wahlversprechen sind doch eigentlich auch lügen oder?"
    Nicht gemäß den herrschenden Sprachregelungen. Unsere Politiker werden das wohl eher als "Demut gegenüber Sachzwängen" bezeichnen, zum "Wohle des Volkes" selbstredend, das klingt wesentlich besser, vor allem auch so schön "alternativlos". ;)

    Im übrigen sollte das Interesse, das viele Menschen an der ganzen Geschichte um Doktortitel und Plagiate zeigen, den Politikern schon zu denken geben. Vordergründig mag es nämlich wirklich Wichtigeres geben und ich glaube auch nicht, dass das Augenmerk jetzt speziell Herrn Guttenberg gilt, so stark fällt sein (sowieso noch genauer zu untersuchendes Handeln) nicht aus dem Rahmen dessen, was Menschen Politikern zutrauen.

    Ich vermute eher, dass sich in den letzten Jahren da einiges an Unmut und Widerwillen ob der Willkür der Herrschenden aufgestaut hat, und nun schon vergleichsweise kleine Tröpfchen das Fass zu Überlaufen bringen können. Siehe auch Stuttgart 21.

    Ich denke, das "Volk" ist da noch für einige Überraschungen gut.

    mein Reden ! Faellt eigentlich niemandem auf das unsere exorbitante Staatsverschuldung und das Verbrennen unserer Steuergelder bei der zu Erwartenden Insolvenz Griechenlands jetzt nur Randnotizen sind ?
    Gutenbergs abspicken kostet mein Geld nicht - die Lügen anderer Politiker aber durchaus !

    Zitat Neuername:"...nicht eingehaltene Wahlversprechen sind doch eigentlich auch lügen oder?"
    Nicht gemäß den herrschenden Sprachregelungen. Unsere Politiker werden das wohl eher als "Demut gegenüber Sachzwängen" bezeichnen, zum "Wohle des Volkes" selbstredend, das klingt wesentlich besser, vor allem auch so schön "alternativlos". ;)

    Im übrigen sollte das Interesse, das viele Menschen an der ganzen Geschichte um Doktortitel und Plagiate zeigen, den Politikern schon zu denken geben. Vordergründig mag es nämlich wirklich Wichtigeres geben und ich glaube auch nicht, dass das Augenmerk jetzt speziell Herrn Guttenberg gilt, so stark fällt sein (sowieso noch genauer zu untersuchendes Handeln) nicht aus dem Rahmen dessen, was Menschen Politikern zutrauen.

    Ich vermute eher, dass sich in den letzten Jahren da einiges an Unmut und Widerwillen ob der Willkür der Herrschenden aufgestaut hat, und nun schon vergleichsweise kleine Tröpfchen das Fass zu Überlaufen bringen können. Siehe auch Stuttgart 21.

    Ich denke, das "Volk" ist da noch für einige Überraschungen gut.

  7. die ablenkungsmanöver der Guttenberg-getreuen mit ihren verweisen auf viel schlimmere mißstände in der welt sind schlicht und ergreifend scheinheilig und weder der einen noch der anderen sache dienlich !

    69 Leser-Empfehlungen
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    • kr
    • 23.02.2011 um 8:51 Uhr

    Der Punkt ist nicht, dass es "schlimmere" Dinge auf der Welt gibt. Es handelt sich auch nicht unbedingt um die von Ihnen vermuteten Ablenkungsmanöver: Es sind auf ZEIT Online schlichtweg ausreichend Artikel zum Thema Guttenberg veröffentlicht worden, ohne dass es noch einen wirklich relevanten Erkenntnisgewinn gegeben hätte und das ist - mit Blick u.a. auf die Umbrüche in der arabischen Welt und deren Konsequenzen - von der Qualität der Berichterstattung keinen Deut besser als die BILD und hat mit dem sog. Qualitätsjournalismus, dem man sich bei der ZEIT gerne verpflichtet fühlt nur noch wenig zu tun.

    Anfangs hieß es hier mal in einem Artikel, es würde sich bei dem Vorfall keinesfalls um eine Medienkampagne gegen den Minister handeln. Schade, dass nicht einmal die ZEIT in der Lage war es dabei zu belassen und sich auf das große Ganze und die politischen Konsequenzen zu konzentrieren.

    Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Live-Ticker mit spannender Hintergrundmusik. Gratulation dazu.

    (kr)

    Hier muss so lange berichtet werden bis der Hochstabler geht, oder er zumindest eine schlüssige Erklärung abgegeben hat. Er ist ja offensichtlich unabkömmlich als Minister.
    Auch hierzu steht eine nachvollziehbare Erklärung noch aus.

    zu 8

    na, bei 61 Empfehlungen müßte ich annehmen, dass Sie richtig liegen.

    Ich halte mich nicht für scheinheilig, bin kein Fan von KT - aber mir geht die Jagd auf immer neue "Enthüllungen" und diesen Menschen auf die Nerven und dann entsteht so ein "Beschützerinstinkt".

    Dadurch entstehen vielleicht auch die Verharmlosungen.

    Was die SPD sich allerdings einfallen läßt, widert mich an.

    Es gibt Menschen, die wollen ihn stürzen sehen. Warum eigentlich ? Weil er beliebt ist, weil er sich benehmen kann ?
    Weil er sich die Haare geelt ? Weil er Geld hat ?

    Dieser ganze "Scheiß" mit reich, Geld und Namen fängt schon im Kindergarten an:
    Hat das von den"Jägern" noch keiner gewußt oder gemerkt ?

    Darum gab es mal eine SPD, die für Gleichheit und Gerechtigkeit einstand.

    Wo ist diese SPD ?

    Sie hat uns spätestens mit der schröderschen Agandapolitk und der Beteiligung an Kriegseinsätzen mit Grün, einer ursprünglichen Friedenspartei, dermaßen belogen und betrogen, dass die Geschichte Guttenberg mir dagegen klein und harmlos vorkommt.

    Wenn ein ganzes Parlament das Volk belügt und betrügt, mit wesentlich mehr Konsequenzen für dieses, finde ich das wesentlich schlimmer als wenn ein einzelner, kleiner Fisch wie Guttenberg, mal groß sein will. Diese Fehler sind läßlich, ein Parlament aber, dass das Volk betrügt, begeht unerläßliche Fehler.

    Darum wünsche ich, dass er nicht zurücktritt, Fr. Merkel in diesem Fall richtig "zickig" ist und weiter hinter Guttenberg steht.

    • kr
    • 23.02.2011 um 8:51 Uhr

    Der Punkt ist nicht, dass es "schlimmere" Dinge auf der Welt gibt. Es handelt sich auch nicht unbedingt um die von Ihnen vermuteten Ablenkungsmanöver: Es sind auf ZEIT Online schlichtweg ausreichend Artikel zum Thema Guttenberg veröffentlicht worden, ohne dass es noch einen wirklich relevanten Erkenntnisgewinn gegeben hätte und das ist - mit Blick u.a. auf die Umbrüche in der arabischen Welt und deren Konsequenzen - von der Qualität der Berichterstattung keinen Deut besser als die BILD und hat mit dem sog. Qualitätsjournalismus, dem man sich bei der ZEIT gerne verpflichtet fühlt nur noch wenig zu tun.

    Anfangs hieß es hier mal in einem Artikel, es würde sich bei dem Vorfall keinesfalls um eine Medienkampagne gegen den Minister handeln. Schade, dass nicht einmal die ZEIT in der Lage war es dabei zu belassen und sich auf das große Ganze und die politischen Konsequenzen zu konzentrieren.

    Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Live-Ticker mit spannender Hintergrundmusik. Gratulation dazu.

    (kr)

    Hier muss so lange berichtet werden bis der Hochstabler geht, oder er zumindest eine schlüssige Erklärung abgegeben hat. Er ist ja offensichtlich unabkömmlich als Minister.
    Auch hierzu steht eine nachvollziehbare Erklärung noch aus.

    zu 8

    na, bei 61 Empfehlungen müßte ich annehmen, dass Sie richtig liegen.

    Ich halte mich nicht für scheinheilig, bin kein Fan von KT - aber mir geht die Jagd auf immer neue "Enthüllungen" und diesen Menschen auf die Nerven und dann entsteht so ein "Beschützerinstinkt".

    Dadurch entstehen vielleicht auch die Verharmlosungen.

    Was die SPD sich allerdings einfallen läßt, widert mich an.

    Es gibt Menschen, die wollen ihn stürzen sehen. Warum eigentlich ? Weil er beliebt ist, weil er sich benehmen kann ?
    Weil er sich die Haare geelt ? Weil er Geld hat ?

    Dieser ganze "Scheiß" mit reich, Geld und Namen fängt schon im Kindergarten an:
    Hat das von den"Jägern" noch keiner gewußt oder gemerkt ?

    Darum gab es mal eine SPD, die für Gleichheit und Gerechtigkeit einstand.

    Wo ist diese SPD ?

    Sie hat uns spätestens mit der schröderschen Agandapolitk und der Beteiligung an Kriegseinsätzen mit Grün, einer ursprünglichen Friedenspartei, dermaßen belogen und betrogen, dass die Geschichte Guttenberg mir dagegen klein und harmlos vorkommt.

    Wenn ein ganzes Parlament das Volk belügt und betrügt, mit wesentlich mehr Konsequenzen für dieses, finde ich das wesentlich schlimmer als wenn ein einzelner, kleiner Fisch wie Guttenberg, mal groß sein will. Diese Fehler sind läßlich, ein Parlament aber, dass das Volk betrügt, begeht unerläßliche Fehler.

    Darum wünsche ich, dass er nicht zurücktritt, Fr. Merkel in diesem Fall richtig "zickig" ist und weiter hinter Guttenberg steht.

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