Bundestag Guttenberg verwahrt sich gegen Täuschungsvorwurf

Im Bundestag haben Grüne, SPD und Linke den Verteidigungsminister zu seiner Doktorarbeit befragt. Guttenberg gab sich demütig – und versuchte, in die Offensive zu kommen.

Karl-Theodor zu Guttenberg im Bundestag

Karl-Theodor zu Guttenberg im Bundestag

Der Bundestag hat sich in einer Fragestunde und einer anschließenden Debatte mit der Doktorarbeit von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) befasst. Die Abgeordneten befragten Guttenberg zu seiner Promotionsarbeit, für die er sich bei anderen Quellen bediente, ohne dies ausreichend deutlich zu machen. Die Parlamentarier thematisierten die Frage nach seiner Glaubwürdigkeit, stellten seine Wahrheitstreue infrage und fragten nach der Vorbildwirkung Guttenbergs.

Der gab sich teils kleinlaut. Er entschuldigte sich erneut "auch vor dem hohen Hause" dafür, dass ihm beim Verfassen seiner Dissertation "Fehler unterlaufen" seien. "Ich habe ein schlechtes Signal gesetzt", sagte er. Das habe ihn bewogen, die Universität Bayreuth zu bitten, den Doktortitel zurückzunehmen. Die Hochschule prüft derzeit die Arbeit.

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Guttenberg betonte aber, er habe "Fehler unbewusst und ohne Täuschungsabsicht gemacht". Den "abstrusen Vorwurf", plagiiert zu haben, wies er erneut zurück. Plagiat setze bewusstes Handeln voraus, sagte er. Er deutete an, sich den Vorwurf nicht gefallen zu lassen und verwies auf die strafrechtliche Komponente des Themas. "Üble Nachrede oder Ähnliches" wolle er sich nicht gefallen lassen.

Welche Fehler er gemacht habe? Einer sei gewesen, "so hochmütig zu werden, dass mir die Quadratur des Kreises gelingt", sagte Guttenberg, und meinte damit, Abgeordnetentätigkeit, Dissertation und Familienleben in Einklang zu bringen. "Offenbar eine Überlastung", gestand er ein. Das gemeinsam sei ihm "nicht gelungen". Er habe "den Überblick verloren".

Teile der Arbeit kamen aus dem Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages. Die Inanspruchnahme sei "im Rahmen meiner Abgeordnetentätigkeit" erfolgt, sagt er. Er habe mehrere Ausarbeitungen zur Außenpolitik und den transatlantischen Beziehungen genutzt. Alle Arbeiten hätten ihm bereits vor Beginn der Dissertation vorgelegen. "Der Mandatsbezug war klar gegeben", sagte der Minister.

Die Nutzung des Materials sieht er vom Zitatrecht gedeckt. Die Autoren der Arbeiten zu nennen, habe er für nicht notwendig erachtet. Für den Fall, dass er Regularien des Bundestages im Umgang mit diesen Ausarbeitungen verletzt habe, habe er sich bereits entschuldigt.

Unter den Fragern waren Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin, die Linken-Parlamentarierin Dagmar Enkelmann, SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann, sein Grünen-Kollege Volker Beck oder die Grünen-Abgeordnete Bärbel Höhn. Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold fragte nach, ob Guttenberg wisse, was mit Studenten der Bundeswehruniversität geschehe, die täuschen. Das könne auch dienstrechtliche Konsequenzen haben, antwortete Guttenberg, ohne dies direkt auf sich selbst zu beziehen.

Die Universität München bestätigte, dass 2008 einem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität der Promotionstitel wieder aberkannt worden war. Geklagt hatte damals ein Jura-Professor, der große Teile eigener Texte in der Promotion wiedergefunden hatte.

Seine Vorbildwirkung müsse man sich jeden Tag neu erarbeiten, sagte Guttenberg gegen Ende der Fragestunde und erntete höhnisches Gelächter der Opposition. "Da sind sie ja gerade dabei", so ein Zwischenrufer.

Die Universität Bayreuth wird Guttenberg womöglich bereits an diesem Mittwoch den Doktortitel aberkennen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus der Promotionskommission der Universität erfuhr. In jedem Falle sei davon auszugehen, dass der Titel noch im Laufe dieser Woche aberkannt werde.

Der Bayreuther Jura-Professor Diethelm Klippel wies derweil eine Darstellung eines ehemaligen Bundeswehroffiziers zurück, Guttenberg habe den Doktortitel zu früh geführt. Guttenberg habe am 27. Februar 2007 seine mündliche Prüfung abgelegt und danach – was üblich sei – den Antrag auf vorzeitiges Führen des Titels gestellt, sagte Klippel.

Nachdem er einen Vertrag mit dem Verlag, der die Arbeit später veröffentlichen wollte, vorlegen konnte, sei diesem Antrag stattgegeben worden. Ab dem 7. Mai 2007 habe sich Guttenberg Doktor nennen dürfen. Nachdem er dann am 28. Januar 2009 die Pflichtexemplare der Arbeit vorgelegt habe, habe er den Titel dauerhaft führen dürfen.

In der Berliner Zeitung hatte der ehemalige Offizier Markus Kühbacher mit einer Anzeige gegen Guttenberg wegen Titelmissbrauchs gedroht, weil dieser bereits ab Mai 2007 als Dr. aufgetreten, seine Arbeit aber erst 2009 gedruckt worden sei.

 
Leser-Kommentare
    • kfmb
    • 23.02.2011 um 15:27 Uhr

    er habe die Arbeit unbewußt geschrieben, genügt dies, ihn oder ihr des Vorwurfs des Plagiats zu entheben? Dürfen Studenten nunmehr auch auf üble Nachrede klagen, wenn der Dozent ihnen eine Übernahme fremder Leistung nachweist?

    66 Leser-Empfehlungen
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    Wie wär es, wir überlassen die Überprüfung den zuständigen, und vor allem sachkundigen Autoritäten; im Fall v. Guttenberg wäre das die Uni-Bayreuth?

    • kfmb
    • 23.02.2011 um 15:56 Uhr

    Warum hat nicht auch der Herr Minister einfach abgewartet? Warum diese schnellen Aktionen?

    Unabhängig davon ist es tatsächlich eine merkwürdige Sache, die da ausgesendet wird in die Unis. Vom Rechtsbestand ganz zu schweigen. Wie händelt man denn nun ein Plagiat. Wer an der Uni arbeitet, weiß, dass es unterschiedliche Sichtweisen gibt und die einen strenger die anderen lascher kontrollieren. Das Problem ist doch eigentlich, dass der Vorwurf des Plagiats in erster Linie ein Ehrenvorwurf ist und erst in zweiter Linie der Vorwurf geistigen Eigentums. Der Ehrenvorwurf bezieht sich auf den Ethos des wisenschaftlichen Arbeitens selbst, der Eigentumsvorwurf auf die rechtlich festgelegten Strafen.

    In dieser Hinsicht ist das unehrenvolle Verhalten des Ehrenmanns in besonderer Weise frappierend. Denn im Grunde beruht in der Wissenschaft alles auf Treu und Glauben.

    Ich mache das mit meinem folgenden Kommentar jetzt mal wie Herr Guttenberg mit seiner Dissertation:
    Copy Kommentar 1 _ ein „eine“ entfernt, paste; copy 2 Absätze aus Kommentar 6 _ „Der“ durch „Herr“ ersetzt, paste. Fertig ist MEIN Kommentar! Meine eigene Leistung, alles andere wäre einr abstruser Vorwurf!

    Mein Kommentar:

    Wenn jetzt jeder plagiierende Student sagt, er habe die Arbeit unbewußt geschrieben, genügt dies, ihn oder ihr des Vorwurfs des Plagiats zu entheben? Dürfen Studenten nunmehr auch auf üble Nachrede klagen, wenn der Dozent ihnen Übernahme fremder Leistung nachweist?
    Herr Guttenberg sagt er habe die Konsequenzen aus seinen Fehlern gezogen und die Uni gebeten, den Titel abzuerkennen.
    Das ist de facto NICHT eine Konsequenz ziehen, sondern ein Urteil vorwegzunehmen, das man schon kennt aber dennoch fürchtet. Das ist einfach Psychologie. Macht jeder mal im Leben. Er hat dadurch aber nichts ehrenvolles oder notwendiges getan. Man kann einen Dr. eh nicht abgeben. Es ist reines Schmiereintheater.

    • isualK
    • 23.02.2011 um 16:16 Uhr

    Der BR hat gerade in seinen 16.00Uhr Nachrichten eine Meldung gebracht, dass vor 2 Jahren ein Doktorand der BW Uni in Neubiberg wegen Plagiaten in seiner Dissertation degradiert wurde.

    Eine gewisse Süffisanz in der Stimme des Nachrichtensprechers war nicht zu überhören.

    Ob der Gutti seinen Kindern noch in die Augen schauen kann?

    Laut screenshots des bekannten Internet-Archivs [url]www.archive.org[/url] bzw. dessen Suchmaschine [url]www.WayBackMachine.org[/url] war Herr Guttenberg für 198 Tage als HOCHSTAPLER unterwegs, da er seinen Doktortitel bereits seit 20.10.2006 u.a. auf seiner Website führte:

    [url]http://replay.waybackmachine.org/20061022165349/http://www.zuguttenberg.de/[/url]

    Laut übereinstimmenden Berichten wurde sein zugehöriges Promotionskolloquium jedoch erst am 27.02.2007 abgehalten!

    Zwar stellte Guttenberg danach umgehend Antrag auf Genehmigung des vorläufigen Führens des Titels, diesem wurde jedoch erst am 07.05.2007 von der Uni Bayreuth statt gegeben. Erst danach war er gemäß Promotionsordnung zum (vorläufigen) Führen des Titels berechtigt.

    "Dem geneigten Leser möge es freistehen, diese meine Kurzrecherche nun eingehend zu überprüfen." (frei auf guttenbergisch)

    Wie wär es, wir überlassen die Überprüfung den zuständigen, und vor allem sachkundigen Autoritäten; im Fall v. Guttenberg wäre das die Uni-Bayreuth?

    • kfmb
    • 23.02.2011 um 15:56 Uhr

    Warum hat nicht auch der Herr Minister einfach abgewartet? Warum diese schnellen Aktionen?

    Unabhängig davon ist es tatsächlich eine merkwürdige Sache, die da ausgesendet wird in die Unis. Vom Rechtsbestand ganz zu schweigen. Wie händelt man denn nun ein Plagiat. Wer an der Uni arbeitet, weiß, dass es unterschiedliche Sichtweisen gibt und die einen strenger die anderen lascher kontrollieren. Das Problem ist doch eigentlich, dass der Vorwurf des Plagiats in erster Linie ein Ehrenvorwurf ist und erst in zweiter Linie der Vorwurf geistigen Eigentums. Der Ehrenvorwurf bezieht sich auf den Ethos des wisenschaftlichen Arbeitens selbst, der Eigentumsvorwurf auf die rechtlich festgelegten Strafen.

    In dieser Hinsicht ist das unehrenvolle Verhalten des Ehrenmanns in besonderer Weise frappierend. Denn im Grunde beruht in der Wissenschaft alles auf Treu und Glauben.

    Ich mache das mit meinem folgenden Kommentar jetzt mal wie Herr Guttenberg mit seiner Dissertation:
    Copy Kommentar 1 _ ein „eine“ entfernt, paste; copy 2 Absätze aus Kommentar 6 _ „Der“ durch „Herr“ ersetzt, paste. Fertig ist MEIN Kommentar! Meine eigene Leistung, alles andere wäre einr abstruser Vorwurf!

    Mein Kommentar:

    Wenn jetzt jeder plagiierende Student sagt, er habe die Arbeit unbewußt geschrieben, genügt dies, ihn oder ihr des Vorwurfs des Plagiats zu entheben? Dürfen Studenten nunmehr auch auf üble Nachrede klagen, wenn der Dozent ihnen Übernahme fremder Leistung nachweist?
    Herr Guttenberg sagt er habe die Konsequenzen aus seinen Fehlern gezogen und die Uni gebeten, den Titel abzuerkennen.
    Das ist de facto NICHT eine Konsequenz ziehen, sondern ein Urteil vorwegzunehmen, das man schon kennt aber dennoch fürchtet. Das ist einfach Psychologie. Macht jeder mal im Leben. Er hat dadurch aber nichts ehrenvolles oder notwendiges getan. Man kann einen Dr. eh nicht abgeben. Es ist reines Schmiereintheater.

    • isualK
    • 23.02.2011 um 16:16 Uhr

    Der BR hat gerade in seinen 16.00Uhr Nachrichten eine Meldung gebracht, dass vor 2 Jahren ein Doktorand der BW Uni in Neubiberg wegen Plagiaten in seiner Dissertation degradiert wurde.

    Eine gewisse Süffisanz in der Stimme des Nachrichtensprechers war nicht zu überhören.

    Ob der Gutti seinen Kindern noch in die Augen schauen kann?

    Laut screenshots des bekannten Internet-Archivs [url]www.archive.org[/url] bzw. dessen Suchmaschine [url]www.WayBackMachine.org[/url] war Herr Guttenberg für 198 Tage als HOCHSTAPLER unterwegs, da er seinen Doktortitel bereits seit 20.10.2006 u.a. auf seiner Website führte:

    [url]http://replay.waybackmachine.org/20061022165349/http://www.zuguttenberg.de/[/url]

    Laut übereinstimmenden Berichten wurde sein zugehöriges Promotionskolloquium jedoch erst am 27.02.2007 abgehalten!

    Zwar stellte Guttenberg danach umgehend Antrag auf Genehmigung des vorläufigen Führens des Titels, diesem wurde jedoch erst am 07.05.2007 von der Uni Bayreuth statt gegeben. Erst danach war er gemäß Promotionsordnung zum (vorläufigen) Führen des Titels berechtigt.

    "Dem geneigten Leser möge es freistehen, diese meine Kurzrecherche nun eingehend zu überprüfen." (frei auf guttenbergisch)

  1. Ich empfinde es als entwürdigend, wie Guttenberg sich als fehlerbehaftete, "ehrliche" Haut in Szene zu setzen sucht.
    Eine wahrhafte und tatsächlich ehrliche Auseinandersetzung mit den gegen ihn erhobenen Vorwürfe bzw. eine echte Entschuldigung sieht für mich anders aus.

    34 Leser-Empfehlungen
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    Es ist doch schön, dass Guttenberg seine "Fehler" jetzt zugibt und sich als "ehrlicher" Mensch präsentiert, der ein Opfer der Medien und Opposition geworden ist.

    Das Problem ist nur, wenn er meint mit ein paar Worten wäre es genug getan, dann liegt er falsch.
    Wir soll man denn jemandem vertrauen, der bei der wichtigsten akademischen Arbeit (Doktorarbeit) gepfutscht hat?
    Was ist mit der Vorbildfunktion? Oder auch mit der Moral?

    Ich finde es aber auch seltsam, warum das alles jetzt erst ans Licht kommt. Da liegt seine Doktorarbeit jahrelang in einer Schublade und jetzt plötzlich zu den Wahlen werden sie geöffnet.
    Außerdem, wenn man die Opposition beobachtet, wird einem schnell klar, dass es hier schon lange nicht mehr neutral und sachlich zugeht. Es sind viel zu viele Gefühle im Spiel. Die Opposition und auch die Medien hacken auf Guttenberg herum, wie die Aasgeier.

    Die Opposition sollte sich einmal selbst an die Nase fassen. Sie haben schließlich auch ziemlich viel Müll produziert. Man sollte lieber der Uni die Doktorarbeit überlassen und zu der Aufgabe des Parlaments zurückkehren.

    Vielleicht kommt man ja bald zu einem Ergebnis bei der Hartz IV-Reform oder sonst einem anderen "sinnvollem" Gesetz.

    Es ist doch schön, dass Guttenberg seine "Fehler" jetzt zugibt und sich als "ehrlicher" Mensch präsentiert, der ein Opfer der Medien und Opposition geworden ist.

    Das Problem ist nur, wenn er meint mit ein paar Worten wäre es genug getan, dann liegt er falsch.
    Wir soll man denn jemandem vertrauen, der bei der wichtigsten akademischen Arbeit (Doktorarbeit) gepfutscht hat?
    Was ist mit der Vorbildfunktion? Oder auch mit der Moral?

    Ich finde es aber auch seltsam, warum das alles jetzt erst ans Licht kommt. Da liegt seine Doktorarbeit jahrelang in einer Schublade und jetzt plötzlich zu den Wahlen werden sie geöffnet.
    Außerdem, wenn man die Opposition beobachtet, wird einem schnell klar, dass es hier schon lange nicht mehr neutral und sachlich zugeht. Es sind viel zu viele Gefühle im Spiel. Die Opposition und auch die Medien hacken auf Guttenberg herum, wie die Aasgeier.

    Die Opposition sollte sich einmal selbst an die Nase fassen. Sie haben schließlich auch ziemlich viel Müll produziert. Man sollte lieber der Uni die Doktorarbeit überlassen und zu der Aufgabe des Parlaments zurückkehren.

    Vielleicht kommt man ja bald zu einem Ergebnis bei der Hartz IV-Reform oder sonst einem anderen "sinnvollem" Gesetz.

  2. Und jetzt sollte man zum Tagesgeschäft übergehen, wenn man nicht böswillig weiter treten möchte, es reicht! Allmählich hat das Thema nun jeder über und auch der Dümmste in der Opposition müsste merken, dass er sich hier nicht mehr weiter mit Ruhm wird bekleckern können ...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Buh
    • 23.02.2011 um 15:32 Uhr

    Richten Sie Ihre Worte an den Minister, der das ganze Land belogen hat. Der den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages ausgenutzt hat für seine privaten Ziele. Der seine eigenen Werte über Board wirft und sich immernoch als Täter eines Kavaliersdelikt sieht!

    Er soll endlich gehen, damit das ganze ein Ende hat. Nicht die Kritiker sind schuld, wenn der Kritisierte am Stuhl kleben bleibt. Und durch schweigen und drucksen wird er nicht davonkommen.

    • gokahe
    • 23.02.2011 um 15:40 Uhr

    Tagesordnung heißt, lückenlose Aufklärung (Lügen, Betrügen, Diebstahl ist für jeden des Lesens, des Nachdenkens befähigten Bürgers bewiesen) dann Entlassung als Minister. Eigentlich normal wie bei jeden gleichen Fall, von Guttenberg schon mehrfach praktiziert. Sogar 55% der Bildolineleser sehen das so. Der verblendete Rückhalt bröckelt z. Zt. bei 36%. Es spricht also nichts dagegen, gegen einen wirklichen Übergang zur Tagesordnung.
    gruß gokahe

    Werter "picaflor", Ihnen reicht doch schon seit Tagen das Gewese um den Baron. Und trotzdem will da keine Ruhe einkehren und sooo viele Leute nicht zum "Tagesgeschäft" übergehen. Warum wohl?

    sie haben recht, sobald Copyberg zurückgetreten ist kann man das Thema (und seine politische Laufbahn im Bund), dann hoffentlich zu den Akten legen. [...]
    Anm: Bitte achten Sie auf einen respektvollen Tonfall. Danke. Die REdaktion/km

    schrieb: "Gut so! Und jetzt sollte man zum Tagesgeschäft übergehen..."

    Na, das schreiben Sie ja schon seit einigen Tagen. Ich hoffe inständig, dass sich Ihre interessengeleitete und wohl auch - wenn man Ihre Kommentare mal so durchschaut - parteigebundene Hoffnung nicht erfüllt.

    Hier hat jemand mit Vorsatz und Ehrenwort betrogen - es kann nach allem, was bekannt ist, keine andere Interpretation geben.

    So jemand darf nicht dem Bundesverteidigungsministerium vorstehen. Da fehlt es schlicht und ergreifend an sittlicher Reife, an Format und an Ehrlichkeit. Der Schaden für Wissenschaft und Politik ist schon jetzt immens. Er wird mit jedem Tag größer. Und alles nur, damit Herr zu Guttenberg seinem kleinkarierten spießigen Traum von Karriere weiter nachgehen darf?

    Machen Sie sich mal frei von Ihrem Lagerdenken. Es geht hier um mehr.

    • Jenss
    • 23.02.2011 um 16:17 Uhr

    Sich mit Steuergeldern seine Doktor Arbeit schreiben zu lassen ist schlicht Betrug und unverschämt.

    Außerdem gibt er ja zu VORSÄTZLICH nicht zitiert zu haben und die Gedanken anderer als seine eigenen angegeben zu haben. Wie anders soll diese Ausführung zu verstehen seien: "Die Autoren der Arbeiten zu nennen, habe er für nicht notwendig erachtet."

    Hallo! Gibt er sich jetzt völlig der Lächerlichkeit preis?

    Nichts anderes als seinen Vorsatz hat er damit zugegeben. Scheinbar auf 2/3 aller Seiten seiner (Möchtegern)Doktorarbeit.

    Dass er seinen Lebenslauf aufbauscht, Untergebene für seine Fehler in die Wüste schickt und dass er auf Zuruf der Bildzeitung einen Kommandanten entläßt fügt sich zu einem absolut erbärmlichen Bild zusammen.

    Dieset Minister hat keinerlei Rückrat. Er ist nicht einmal loyal zu seinen engsten Mitarbeitern, Wie will solch ein Mensch dann jemals loyal zu seinem Land sein. Und der wird schon als neuer Bundeskanzler gesehen?

    Was ist eigentlich los in Deutschland?

    Es reicht, weg mit dem Mann, aber subito. Leid ist man, es das schleimige Sichwinden dieser Person weiter mitansehen zu müssen. Es sollte hier ein für allemal ein Signal gegeben, ein Exempel statuiert werden. Wer sich als wertkonservativ bezeichnet, der Kopfnotenpartei angehört und den Honorigen macht, der muß sich gefallen lassen, mit dem eigenen Maß gemessen zu werden. Jeder Hinz, jeder Kunz müßte mit unangenehmsten Konsequenzen rechnen - wenn er erwischt wird. Und was ist mit den Gutachtern? Die sollten ebenfalls eins aufs Dach kriegen - summa cum laude, das ich nicht lache. Jeder der den Betrieb von innen kennengelernt hat, weiß doch wie's läuft, die Krähen, die einander die Augen schonen ... Nur wer erwischt wird, der muß halt die Konsequenzen tragen. Diese Verluderei allenthalben, die man zu entschuldigen sucht mit Stress, den technischen Möglichkeiten und was nicht alles (am Ende werden sogar postmoderne Texttheorien bemüht: ein Indiz für Infamie und / oder galoppierende Hirnerweichung)- zum Speien! Sunnyboy Herrenreiter mit dem gegelten Haar hat Mist gebaut, dann muß er abtreten. Wird auch Zeit. Kann dann ja ne Homestory geben mit seiner Angetrauten und Memoiren aus seinem bewegten Leben schreiben lassen, am besten mit diesem Bild-Jacobi als Ghost, das würde passen. - "verwahrt" sich gegen Täuschungsvorwurf: Man bedenke, was passieren könnte, wenn es mal richtig stressig im Amt würde - "offenbar überfordert", dann kann er auch nicht Verteidigungsminister sein!

    • joG
    • 23.02.2011 um 16:19 Uhr

    ....ob die Leute scherzen. Weil ein Politiker, der nachweislich unehrlich war wie damals Clinton oder mit gröblich schlechtem Augenmaß handelte, ist nicht geeignet, eine Position des Vertrauens weiter zu halten. Natürlich kann ein Volk trotz allem ihn wieder wählen, wie damals die Amerikaner Herrn Nixon. Man riskiert aber den Rückfall und solche Probleme, wie man sie mit Nixon dann hatte.

    • Salles
    • 23.02.2011 um 18:22 Uhr

    der Justizminsterin, der Bildungsministerin, der Intellektuellen u. Künstler dieses landes, warum guibt es noch keinen Aufstand der Studenten, Dozenten, Professoren?

    Der Titel muss ihm aberkannt werden, nichts mit freiwilliger Rückgabe! Die "Zitate" sind teils so im Wortlaut verändert, dass von einem "versehentlichen handwerklichen Fehler" m.E. nicht die Rede sein kann.

    Ein Großteil der deutschen Volkswirtschaft basiert auf unserem Know-how, auch im akademischen Bereich! Dem akademischen Titel Doktor kommt hier seine eigentliche Bedeutung zu. Diese wird hier grob fahrlässig beschädigigt.

    An einem Rücktritt führt kein Weg vorbei!
    Danach kann sich Herr Guttenberg von mir aus erneut auf den Weg nach oben machen. Ein Politiker braucht keinen Doktortitel, er muss ja auch nicht wissenschaftlich arbeiten. Als gesellschaftliches Standes-symbol sollte der Doktortitel nicht dienen.

    ... "zum Tagesgeschäft übergehen" wird man noch lange nicht und "auch der Dümmste in der Opposition müsste merken, dass er sich hier nicht weiter mit Ruhm wird bekleckern können ..." Wer ist denn der Dümmste in der Opposition ?
    Inzwischen hat eine Kommission der Universität Bayreuth zu Guttenberg dem Doktortitel entzogen. Damit wurden die Plagiatsvorwürfe bestätigt.
    Zu Guttenberg war bereits Politiker, als er versuchte, sich den Doktortitel zusammenzubasteln. Warum wohl ? Wahrscheinlich war es seine Eitelkeit, denn weder als Abgeordneter noch als Minister war ein Dr.-Titel erforderlich. Man muss nicht Mitglied einer Oppositionspartei sein, um dieses Verhalten als "unangemessen" zu bezeichnen. Zu Guttenberg hat nicht
    nur sich selbst geschadet, sondern auch dem öffentlichen
    Ansehen von Politikern. Wenn er noch einen Funken
    Anstand besitzt, dann reicht er jetzt seinen Rücktritt
    als Verteidigungsminister ein.
    Andere zu Sündenböcken wie Schneiderhahn oder den Kapitän der Gorch Fock ohne vorherige Gelegenheit zur Rechtfertigung
    zu geben, das allerdings war Gutsherrenart.
    Wenn er nicht freiwillig geht, sind seine Tage gezählt.
    Ein schwarzer Schatten ist auf den Liebling der Bildleser
    gefallen und Kai Diekmann wird im Interesse der Auflage
    einer der ersten sein, der nach dem Motto "Bild Dir meine Meinung" den Baron einen unehrenhaften Abschied beschert.

    • Buh
    • 23.02.2011 um 15:32 Uhr

    Richten Sie Ihre Worte an den Minister, der das ganze Land belogen hat. Der den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages ausgenutzt hat für seine privaten Ziele. Der seine eigenen Werte über Board wirft und sich immernoch als Täter eines Kavaliersdelikt sieht!

    Er soll endlich gehen, damit das ganze ein Ende hat. Nicht die Kritiker sind schuld, wenn der Kritisierte am Stuhl kleben bleibt. Und durch schweigen und drucksen wird er nicht davonkommen.

    • gokahe
    • 23.02.2011 um 15:40 Uhr

    Tagesordnung heißt, lückenlose Aufklärung (Lügen, Betrügen, Diebstahl ist für jeden des Lesens, des Nachdenkens befähigten Bürgers bewiesen) dann Entlassung als Minister. Eigentlich normal wie bei jeden gleichen Fall, von Guttenberg schon mehrfach praktiziert. Sogar 55% der Bildolineleser sehen das so. Der verblendete Rückhalt bröckelt z. Zt. bei 36%. Es spricht also nichts dagegen, gegen einen wirklichen Übergang zur Tagesordnung.
    gruß gokahe

    Werter "picaflor", Ihnen reicht doch schon seit Tagen das Gewese um den Baron. Und trotzdem will da keine Ruhe einkehren und sooo viele Leute nicht zum "Tagesgeschäft" übergehen. Warum wohl?

    sie haben recht, sobald Copyberg zurückgetreten ist kann man das Thema (und seine politische Laufbahn im Bund), dann hoffentlich zu den Akten legen. [...]
    Anm: Bitte achten Sie auf einen respektvollen Tonfall. Danke. Die REdaktion/km

    schrieb: "Gut so! Und jetzt sollte man zum Tagesgeschäft übergehen..."

    Na, das schreiben Sie ja schon seit einigen Tagen. Ich hoffe inständig, dass sich Ihre interessengeleitete und wohl auch - wenn man Ihre Kommentare mal so durchschaut - parteigebundene Hoffnung nicht erfüllt.

    Hier hat jemand mit Vorsatz und Ehrenwort betrogen - es kann nach allem, was bekannt ist, keine andere Interpretation geben.

    So jemand darf nicht dem Bundesverteidigungsministerium vorstehen. Da fehlt es schlicht und ergreifend an sittlicher Reife, an Format und an Ehrlichkeit. Der Schaden für Wissenschaft und Politik ist schon jetzt immens. Er wird mit jedem Tag größer. Und alles nur, damit Herr zu Guttenberg seinem kleinkarierten spießigen Traum von Karriere weiter nachgehen darf?

    Machen Sie sich mal frei von Ihrem Lagerdenken. Es geht hier um mehr.

    • Jenss
    • 23.02.2011 um 16:17 Uhr

    Sich mit Steuergeldern seine Doktor Arbeit schreiben zu lassen ist schlicht Betrug und unverschämt.

    Außerdem gibt er ja zu VORSÄTZLICH nicht zitiert zu haben und die Gedanken anderer als seine eigenen angegeben zu haben. Wie anders soll diese Ausführung zu verstehen seien: "Die Autoren der Arbeiten zu nennen, habe er für nicht notwendig erachtet."

    Hallo! Gibt er sich jetzt völlig der Lächerlichkeit preis?

    Nichts anderes als seinen Vorsatz hat er damit zugegeben. Scheinbar auf 2/3 aller Seiten seiner (Möchtegern)Doktorarbeit.

    Dass er seinen Lebenslauf aufbauscht, Untergebene für seine Fehler in die Wüste schickt und dass er auf Zuruf der Bildzeitung einen Kommandanten entläßt fügt sich zu einem absolut erbärmlichen Bild zusammen.

    Dieset Minister hat keinerlei Rückrat. Er ist nicht einmal loyal zu seinen engsten Mitarbeitern, Wie will solch ein Mensch dann jemals loyal zu seinem Land sein. Und der wird schon als neuer Bundeskanzler gesehen?

    Was ist eigentlich los in Deutschland?

    Es reicht, weg mit dem Mann, aber subito. Leid ist man, es das schleimige Sichwinden dieser Person weiter mitansehen zu müssen. Es sollte hier ein für allemal ein Signal gegeben, ein Exempel statuiert werden. Wer sich als wertkonservativ bezeichnet, der Kopfnotenpartei angehört und den Honorigen macht, der muß sich gefallen lassen, mit dem eigenen Maß gemessen zu werden. Jeder Hinz, jeder Kunz müßte mit unangenehmsten Konsequenzen rechnen - wenn er erwischt wird. Und was ist mit den Gutachtern? Die sollten ebenfalls eins aufs Dach kriegen - summa cum laude, das ich nicht lache. Jeder der den Betrieb von innen kennengelernt hat, weiß doch wie's läuft, die Krähen, die einander die Augen schonen ... Nur wer erwischt wird, der muß halt die Konsequenzen tragen. Diese Verluderei allenthalben, die man zu entschuldigen sucht mit Stress, den technischen Möglichkeiten und was nicht alles (am Ende werden sogar postmoderne Texttheorien bemüht: ein Indiz für Infamie und / oder galoppierende Hirnerweichung)- zum Speien! Sunnyboy Herrenreiter mit dem gegelten Haar hat Mist gebaut, dann muß er abtreten. Wird auch Zeit. Kann dann ja ne Homestory geben mit seiner Angetrauten und Memoiren aus seinem bewegten Leben schreiben lassen, am besten mit diesem Bild-Jacobi als Ghost, das würde passen. - "verwahrt" sich gegen Täuschungsvorwurf: Man bedenke, was passieren könnte, wenn es mal richtig stressig im Amt würde - "offenbar überfordert", dann kann er auch nicht Verteidigungsminister sein!

    • joG
    • 23.02.2011 um 16:19 Uhr

    ....ob die Leute scherzen. Weil ein Politiker, der nachweislich unehrlich war wie damals Clinton oder mit gröblich schlechtem Augenmaß handelte, ist nicht geeignet, eine Position des Vertrauens weiter zu halten. Natürlich kann ein Volk trotz allem ihn wieder wählen, wie damals die Amerikaner Herrn Nixon. Man riskiert aber den Rückfall und solche Probleme, wie man sie mit Nixon dann hatte.

    • Salles
    • 23.02.2011 um 18:22 Uhr

    der Justizminsterin, der Bildungsministerin, der Intellektuellen u. Künstler dieses landes, warum guibt es noch keinen Aufstand der Studenten, Dozenten, Professoren?

    Der Titel muss ihm aberkannt werden, nichts mit freiwilliger Rückgabe! Die "Zitate" sind teils so im Wortlaut verändert, dass von einem "versehentlichen handwerklichen Fehler" m.E. nicht die Rede sein kann.

    Ein Großteil der deutschen Volkswirtschaft basiert auf unserem Know-how, auch im akademischen Bereich! Dem akademischen Titel Doktor kommt hier seine eigentliche Bedeutung zu. Diese wird hier grob fahrlässig beschädigigt.

    An einem Rücktritt führt kein Weg vorbei!
    Danach kann sich Herr Guttenberg von mir aus erneut auf den Weg nach oben machen. Ein Politiker braucht keinen Doktortitel, er muss ja auch nicht wissenschaftlich arbeiten. Als gesellschaftliches Standes-symbol sollte der Doktortitel nicht dienen.

    ... "zum Tagesgeschäft übergehen" wird man noch lange nicht und "auch der Dümmste in der Opposition müsste merken, dass er sich hier nicht weiter mit Ruhm wird bekleckern können ..." Wer ist denn der Dümmste in der Opposition ?
    Inzwischen hat eine Kommission der Universität Bayreuth zu Guttenberg dem Doktortitel entzogen. Damit wurden die Plagiatsvorwürfe bestätigt.
    Zu Guttenberg war bereits Politiker, als er versuchte, sich den Doktortitel zusammenzubasteln. Warum wohl ? Wahrscheinlich war es seine Eitelkeit, denn weder als Abgeordneter noch als Minister war ein Dr.-Titel erforderlich. Man muss nicht Mitglied einer Oppositionspartei sein, um dieses Verhalten als "unangemessen" zu bezeichnen. Zu Guttenberg hat nicht
    nur sich selbst geschadet, sondern auch dem öffentlichen
    Ansehen von Politikern. Wenn er noch einen Funken
    Anstand besitzt, dann reicht er jetzt seinen Rücktritt
    als Verteidigungsminister ein.
    Andere zu Sündenböcken wie Schneiderhahn oder den Kapitän der Gorch Fock ohne vorherige Gelegenheit zur Rechtfertigung
    zu geben, das allerdings war Gutsherrenart.
    Wenn er nicht freiwillig geht, sind seine Tage gezählt.
    Ein schwarzer Schatten ist auf den Liebling der Bildleser
    gefallen und Kai Diekmann wird im Interesse der Auflage
    einer der ersten sein, der nach dem Motto "Bild Dir meine Meinung" den Baron einen unehrenhaften Abschied beschert.

  3. Guttenberg bleibt bei der Aussage, seine Arbeit sei kein Plagiat, da für diesen Tatbestand eine VORSÄTZLICHE Täuschung vorliegen müsse und beteuert bei ihm sei es blosse Schludrigkeit gewesen.

    -Gleichzeitig antwortete er in der Fragestunde auf die Nachfrage einer SPDlerin, die ein Zitat eines Bundeswehr-Uni-Chefs anführte, nachdem nicht angegebene Quellen als Täuschungsversuch zu Handhaben (und zu sanktionieren) seien, man müsse da den jeweiligen Einzelfall betrachten....

    Betrachtet man SEINEN Einzelfall, also diese außerordentliche Häufung von "Unachtsamkeiten", die bereits in der Einleitung anfangen (also dem Teil den man, bei den sicher mehrfach vorgenommenen Durchsichten vor der Abgabe und über einen Zeitraum von bis zu 7 Jahren schwerlich übersehen kann),
    dann habe ich in der Fragestunde im Bundestag schmerzlich die Frage vermisst, wie zu Guttenberg sich vorstellt ÜBERHAUPT irgendeinem "seiner" Bundeswehrstudenten "vorsätzliche Täuschung" nachzuweisen!
    Oder anders gefragt: Ab welchem Umfang von "Schusslichkeiten" muss für diejenigen, die über die Sanktionierung des Studenten zu entscheiden haben, einfach von dem Tatbestand "absichtlichem Plagiat" ausgegangen werden um entscheidunsfähig zu bleiben?!

    Seine Erklärungen zur Beauftragung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags nehme ich ihm im Übrigen ab - auch wenn hier ebenfalls Aussage gegen Aussage steht.

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    "Ab welchem Umfang von "Schusslichkeiten" muss für diejenigen, die über die Sanktionierung des Studenten zu entscheiden haben, einfach von dem Tatbestand "absichtlichem Plagiat" ausgegangen werden um entscheidunsfähig zu bleiben?!"
    Kann es sein, dass kritische Journalisten der eher rechtskonservativen (gemäßigten) Presse und Hunderte fleißige Guttenwiki Plag Aktivisten couragierter sind als unsere gewählten Volksverteter ?
    http://www.freitag.de/com...

    Schlampigkeiten in dieser Art sind nicht selten, ich habe schon einige gesehen. Aufgrund des großen Selbstbewußtseins so mancher Durchstarter versteigen sich einige darin solche "Lappalien" zu vernachlässigen.
    Was die Opposition oder der Bürger glaubt ist ziemlich unwichtig für eine rechtliche Bewertung. Da zählt nur, was als Tatbestand beweisbar ist.

    Was die Bundeswehrhochschule angeht, so hat Guttenberg sein Prüfung nicht dort gemacht und auch kein Dienstverhältnis bei der Bundeswehr.
    Solcherlei "Ungerechtigkeiten" sind völlig normal in Deutschland. Man kann das beklagen, aber ohne Änderungen nichts machen.
    Es ist. z.B. ganz normal, das für den höheren Verwaltungsdienst in vielen Laufbahnen geringere Anforderungen als für den gehobenen Dienst verlangt werden.
    sowohl inhaltlich als auch notenmäßig. Da sollten sich einige Heuchler in der Opposition lieber bedeckt halten, wenn man die Qualifikationen bewerten will.

    Guttenberg ist beim Schummeln erwischt worden, er wird weder der Einzige noch der Letzte gewesen sein.
    Wenn Sie alle in die Wüste schicken wollen, die das betrifft, würden sich unsere Parlamente bedenklich leeren.
    Das ist aber eine sehr unrealistische Vorstellung und natürlich wird solcherart Munition gezielt eingesetzt. Naiv zu glauben, wir hätten je etwas erfahren, wäre Guttenberg keine Bedrohung der Macht anderer.
    Die Umfragen beweisen, die Menschen wollen das Guttenberg noch eine Weile als Drohkulisse funktioniert und die Selbstgerechten Spießbürger ärgert.
    H.

    "Ab welchem Umfang von "Schusslichkeiten" muss für diejenigen, die über die Sanktionierung des Studenten zu entscheiden haben, einfach von dem Tatbestand "absichtlichem Plagiat" ausgegangen werden um entscheidunsfähig zu bleiben?!"
    Kann es sein, dass kritische Journalisten der eher rechtskonservativen (gemäßigten) Presse und Hunderte fleißige Guttenwiki Plag Aktivisten couragierter sind als unsere gewählten Volksverteter ?
    http://www.freitag.de/com...

    Schlampigkeiten in dieser Art sind nicht selten, ich habe schon einige gesehen. Aufgrund des großen Selbstbewußtseins so mancher Durchstarter versteigen sich einige darin solche "Lappalien" zu vernachlässigen.
    Was die Opposition oder der Bürger glaubt ist ziemlich unwichtig für eine rechtliche Bewertung. Da zählt nur, was als Tatbestand beweisbar ist.

    Was die Bundeswehrhochschule angeht, so hat Guttenberg sein Prüfung nicht dort gemacht und auch kein Dienstverhältnis bei der Bundeswehr.
    Solcherlei "Ungerechtigkeiten" sind völlig normal in Deutschland. Man kann das beklagen, aber ohne Änderungen nichts machen.
    Es ist. z.B. ganz normal, das für den höheren Verwaltungsdienst in vielen Laufbahnen geringere Anforderungen als für den gehobenen Dienst verlangt werden.
    sowohl inhaltlich als auch notenmäßig. Da sollten sich einige Heuchler in der Opposition lieber bedeckt halten, wenn man die Qualifikationen bewerten will.

    Guttenberg ist beim Schummeln erwischt worden, er wird weder der Einzige noch der Letzte gewesen sein.
    Wenn Sie alle in die Wüste schicken wollen, die das betrifft, würden sich unsere Parlamente bedenklich leeren.
    Das ist aber eine sehr unrealistische Vorstellung und natürlich wird solcherart Munition gezielt eingesetzt. Naiv zu glauben, wir hätten je etwas erfahren, wäre Guttenberg keine Bedrohung der Macht anderer.
    Die Umfragen beweisen, die Menschen wollen das Guttenberg noch eine Weile als Drohkulisse funktioniert und die Selbstgerechten Spießbürger ärgert.
    H.

  4. Er gibt nur zu, was längst bewiesen ist und spielt ansonsten die gekränkte und verfolgte Unschuld.

    21 Leser-Empfehlungen
    • Buh
    • 23.02.2011 um 15:30 Uhr

    Dieser Artikel. Im Übrigen auch die Opposition. Aber eins nach dem anderen.

    ""Üble Nachrede oder Ähnliches" wolle er sich nicht gefallen lassen."

    Er hat sich das nicht nur nicht gefallen lassen wollen, er hat de fakto gedroht. Er hat die Opposition damit einschüchtern wollen. Dieser Mann hat wirklich keine Scham.

    Die Opposition hat heute wahrlich mit Wattebäusche geworfen. Ich hab mir die Haare gerauft am Gerät.

    Der Guttenberg sagt er habe die Konsequenzen aus seinen Fehlern gezogen und die Uni gebeten, den Titel abzuerkennen.

    Das ist de facto NICHT eine Konsequenz ziehen, sondern ein Urteil vorwegzunehmen, das man schon kennt aber dennoch fürchtet. Das ist einfach Psychologie. Macht jeder mal im Leben. Er hat dadurch aber nichts ehrenvolles oder notwendiges getan. Man kann einen Dr. eh nicht abgeben. Es ist reines Schmiereintheater.

    Warum hat die Oppo das nicht thematisiert? Ich hätte ihm gesagt: Sie haben NICHT die nötigen Konsequenzen gezogen. Sie haben das Minimum getan, was in einer solchen Situation getan werden kann. Sollten Sie, wenn Sie die Verantwortung für Ihren Betrug tragen möchten, nicht von Ihrem Amt als Minister zurücktreten?

    Warum lässt man ihm diese Rhetorik durchgehen?
    Auch, dass er dauernd von "Fehlern" sprach ist unverzeihlich. Es waren keine Fehler, keine Versehen. Es war der Vorsatz, dessen Benennung er Trittin per Einschüchterungstaktik verwehren wollte.

    Daran besteht kein Zweifel.
    Ich möchte, dass er geht. Ich kann nicht mehr.

    61 Leser-Empfehlungen
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    hackt der anderen kein Auge aus.
    So ist der Politik-Betrieb.

    "...Die Opposition hat heute wahrlich mit Wattebäusche geworfen. Ich hab mir die Haare gerauft am Gerät...."
    --------------------------------------------------------

    Wer weiß schon, wer und was nun überprüft wird! :)

    • pab1
    • 24.02.2011 um 0:07 Uhr

    Was wird daraus in Realita wenn die "aktuelle Nachfrage" bzw. die "aktuelle Stunde" des Bundestages derart billig missbraucht werden. Dazu noch mit einem Staatsmann Trittin, der sich körpersprachlich wie ein zickiger Pennäler verhält und damit die Würde des hohen Hauses besonders fördert.

    Wieso wundert man sich denn weshalb sich der Bürger trotzdem noch hinter Gutti versammelt?

    hackt der anderen kein Auge aus.
    So ist der Politik-Betrieb.

    "...Die Opposition hat heute wahrlich mit Wattebäusche geworfen. Ich hab mir die Haare gerauft am Gerät...."
    --------------------------------------------------------

    Wer weiß schon, wer und was nun überprüft wird! :)

    • pab1
    • 24.02.2011 um 0:07 Uhr

    Was wird daraus in Realita wenn die "aktuelle Nachfrage" bzw. die "aktuelle Stunde" des Bundestages derart billig missbraucht werden. Dazu noch mit einem Staatsmann Trittin, der sich körpersprachlich wie ein zickiger Pennäler verhält und damit die Würde des hohen Hauses besonders fördert.

    Wieso wundert man sich denn weshalb sich der Bürger trotzdem noch hinter Gutti versammelt?

  5. das hat sich heute wieder gezeigt. Wenn er fällt, dann nur durch die Hand der Uni Bayreuth infolge eigenen Versagens.

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    • anin
    • 23.02.2011 um 15:45 Uhr

    nicht sicher!

    Wie sagte der Dekan der entsprechenden Fakultät Prof. Dr. Markus Möstl (seit 2009 Vertrauensdozent der Konrad Adenauer Stiftung) in der "ZDF heute" Sendung v. 22.2.2011:

    „ Es ist eine Promotion schon eine Riesenleistung und es ist tatsächlich nicht leicht, den Überblick zu behalten. Und wenn es sich um einen viel beschäftigten Mann handelt, ist es nicht von vornherein unplausibel.“

    Ich denke, da hat man vollstes Verständnis für Leute, die nicht den Überblick verhalten.

    Alle wissen, dass zwischen zu G. und "seiner" Uni die Drähte heißgelaufen sind. Man muss nur den Worten des Ministers genau zuhören, dann erkennt man auch schon das Urteil dieser Hochschule. Zu einer "unehrenhaten" Aberkennung wg. bewusster Täuschung wird es nicht kommen!

    • anin
    • 23.02.2011 um 15:45 Uhr

    nicht sicher!

    Wie sagte der Dekan der entsprechenden Fakultät Prof. Dr. Markus Möstl (seit 2009 Vertrauensdozent der Konrad Adenauer Stiftung) in der "ZDF heute" Sendung v. 22.2.2011:

    „ Es ist eine Promotion schon eine Riesenleistung und es ist tatsächlich nicht leicht, den Überblick zu behalten. Und wenn es sich um einen viel beschäftigten Mann handelt, ist es nicht von vornherein unplausibel.“

    Ich denke, da hat man vollstes Verständnis für Leute, die nicht den Überblick verhalten.

    Alle wissen, dass zwischen zu G. und "seiner" Uni die Drähte heißgelaufen sind. Man muss nur den Worten des Ministers genau zuhören, dann erkennt man auch schon das Urteil dieser Hochschule. Zu einer "unehrenhaten" Aberkennung wg. bewusster Täuschung wird es nicht kommen!

    • QUOTE
    • 23.02.2011 um 15:32 Uhr

    ...kann man versuchen, einen PUDDING an die WAND zu nageln.

    Kein Rückgrat. Kein Fünkchen Anstand.

    Pfui.

    Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen und konstruktiven Beiträgen. Danke. Die Redaktion/er

    39 Leser-Empfehlungen
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    Sehr richtig!

    • chamsi
    • 23.02.2011 um 17:30 Uhr

    für das er angibt zu stehen.
    Es war wirklich erbärmlich, das heute mit anschauen
    zu müssen.
    Jeder, absolut jeder im Plenum wußte genau, dass es
    sich nicht um unabsichtliche Fehler gehandelt hat,
    sondern dass in der Dissertationsschrift mit voller
    Absicht getäuscht wurde.
    Und dort ging es nicht um eine Zwecklüge für eine
    "höhere Sache", sondern es ging allein um "Ego-Kosmetik".
    Mit welcher Chutzpah Guttenberg dann seine Demutsgesten,
    sowie Hinweise auf sein Familienleben anbrachte, das
    war eigentlich wirklich schamlos.
    Und die Redner der Union.....übelst.
    Die Bundeswehrangehörigen auf der Zuschauertribüne,
    es hätte mich interessiert, deren Meinung und Eindruck
    von dem Geschehen zu erfahren.
    Guttenberg ist für mich ab heute als demagogisch brilliant
    und persönlich als unwürdig und ohne inneren Adel entlarvt.

    Sehr richtig!

    • chamsi
    • 23.02.2011 um 17:30 Uhr

    für das er angibt zu stehen.
    Es war wirklich erbärmlich, das heute mit anschauen
    zu müssen.
    Jeder, absolut jeder im Plenum wußte genau, dass es
    sich nicht um unabsichtliche Fehler gehandelt hat,
    sondern dass in der Dissertationsschrift mit voller
    Absicht getäuscht wurde.
    Und dort ging es nicht um eine Zwecklüge für eine
    "höhere Sache", sondern es ging allein um "Ego-Kosmetik".
    Mit welcher Chutzpah Guttenberg dann seine Demutsgesten,
    sowie Hinweise auf sein Familienleben anbrachte, das
    war eigentlich wirklich schamlos.
    Und die Redner der Union.....übelst.
    Die Bundeswehrangehörigen auf der Zuschauertribüne,
    es hätte mich interessiert, deren Meinung und Eindruck
    von dem Geschehen zu erfahren.
    Guttenberg ist für mich ab heute als demagogisch brilliant
    und persönlich als unwürdig und ohne inneren Adel entlarvt.

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