Politologe Beucker: "Guttenbergs Taktik ist brandgefährlich"
Ab wann ist ein Politiker nicht mehr tragbar? Politologe Pascal Beucker hat über Gründe für Rücktritte geforscht. Bei ZEIT ONLINE bewertet er die Strategie des Ministers.
ZEIT ONLINE : Herr Beucker, die Opposition und viele Medien fordern den Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Wie sehen Sie das, ist er noch zu halten?
Pascal Beucker: Es sieht so aus. Die Mehrheit der Bevölkerung steht hinter ihm , wie Umfragen zeigen. Und auch seine Partei hält ihm die Treue, was letztlich für einen Politiker ausschlaggebend ist. Es kommt weniger auf die Schwere eines Fehlers oder Vergehens an, sondern darauf, wie seine Partei damit umgeht und wie wichtig er für seine Partei ist. Sein Parteichef Seehofer hat das ja auch genauso auf den Punkt gebracht: Er ist zu beliebt, als dass man ihn fallen lassen könnte. Sprich: Seine Popularität ist die Grundlage für die Loyalität seiner Partei. Eine kühle Kosten-Nutzen-Rechnung.
ZEIT ONLINE : Aber wie weit kann diese Loyalität gehen? Hat er durch die Plagiats-Affäre nicht seine Glaubwürdigkeit verloren?
Beucker: Er ist schwer beschädigt, keine Frage. Aber es gibt auch andere Fälle, bei denen Politiker sehr wohl unbeschadet aus der Affäre rauskommen. Ich erinnere nur an Roland Koch, den früheren hessischen Ministerpräsidenten. Der war in der Bevölkerung wesentlich unbeliebter als Guttenberg. Koch hat damals die Öffentlichkeit belogen im Zusammenhang mit der Spendenaffäre und den angeblichen "jüdischen Vermächtnissen". Trotz Rücktrittsforderungen haben seine Partei und der kleine Koalitionspartner an ihm festgehalten. Die nächste Landtagswahl hat er dann mit absoluter Mehrheit gewonnen. Jetzt ist die Aufregung noch groß über Guttenberg, aber die wird sich mit der Zeit legen.
ZEIT ONLINE : Es sei denn …
Beucker: Es kann natürlich sein, dass er in Bredouille kommt, wenn sich tatsächlich herausstellen sollte, dass er einen Ghostwriter bei der Doktorarbeit hatte. Es kann auch gefährlich für ihn werden, sollte er angeklagt werden.
ZEIT ONLINE : Wie bewerten Sie Guttenbergs Verteidigungsstrategie? Inzwischen räumt er immerhin Fehler ein – und verzichtete auf den Titel, bevor ihm die Universität den aberkannte.
Beucker: Das Problem ist, er hat bisher immer nur das zugegeben, was sich nicht mehr bestreiten ließ. Am Anfang wies er die Vorwürfe pauschal als "abstrus" zurück . Außerdem hat er versucht, die Ebenen zu vermischen: Er deutete zum Beispiel an, angesichts des Kriegs in Afghanistan und der toten deutschen Soldaten gäbe es wichtigeres als ein paar Fehler in der Doktorarbeit. Mit so einer Begründung muss ich auch jeden Ladendieb laufen lassen. Das war mehr als suboptimal – und wurde gefährlich für ihn. Was er jetzt macht, halte ich für sehr geschickt. Er gibt sich einerseits reumütig, verschärft aber anderseits die Stimmung gegen die angeblich bösen Medien, die ihn jagen würden. Das kommt bei großen Teilen der Bevölkerung gut an, gerade bei den Nicht-Akademikern.
ZEIT ONLINE : Ist das eine gängige Verteidigungsstrategie: Sich selbst zum Opfer stilisieren?
Beucker: Durchaus. Zu Guttenberg erinnert an andere Unionsgrößen. An Franz Josef Strauß oder Helmut Kohl. Wenn man daran denkt, wie letzterer sich im Untersuchungsausschuss zur Parteispendenaffäre gerechtfertigt hat. Kohl hat SPD und Grünen vorgeworfen, das Volk zu verraten. Das war eine klassische Vorwärtsoffensive. Man greift die Gegner an, schimpft auf die Medien.
ZEIT ONLINE : Und das funktioniert? So entkräftet man doch keine Vorwürfe.
Beucker: Zurzeit erinnert die Union schon an eine geschlossene Wagenburg. Aber man sieht im bürgerlichen-konservativen Spektrum, dass nicht alle gleich reagieren. Die Bild -Zeitung hat ihre Haltung zu Ausdruck gebracht, mit ihrer Kommentarzeile "Scheiß auf den Doktor!". Die FAZ dagegen gehört zu den schärfsten Guttenberg-Kritikern derzeit. Das Bildungsbürgertum empfindet diesen lapidaren Umgang mit dem Doktortitel als Ohrfeige. Denn viele Akademiker haben ihn sich selbst hart erarbeitet. Wenn Guttenberg zu sehr auf die Meinung des Boulevards schaut, ist das eine brandgefährliche, populistische Strategie.
ZEIT ONLINE: Können sich Politiker heute mehr erlauben als früher? In den 1960er Jahren konnte schon eine außereheliche Liebesaffäre zum Rücktritt führen?
Beucker: Sie meinen den Fall Paul Nevermann. Der Hamburger Bürgermeister wurde 1965 von der Queen besucht. Er wollte den Schein wahren, und mit seiner Frau auftreten, mit der er schon länger nicht mehr zusammenlebte. Aber die hat sich geweigert. Das gab einen Riesenwirbel, in dessen Folge Nevermann zurücktreten musste. Das wäre heute undenkbar. Denken Sie an Horst Seehofer, der noch Ministerpräsident wurde, nachdem seine Affäre ruchbar wurde. Natürlich ändern sich Moralvorstellungen. Doch: Lug und Betrug, was Guttenberg ja derzeit vorgeworfen wird, widerspricht nach wie vor der gängigen Moralvorstellung. Allerdings sind auch immer schon Politiker damit durchgekommen, Koch und Kohl etwa. Andere aber auch nicht: Björn Engholms Lüge bestand nur darin, dass er den Zeitpunkt, wann er von den Machenschaften Barschels erfahren hat, eine Woche zu spät angegeben hatte.
ZEIT ONLINE : Treten linke Politiker schneller zurück als konservative?
Beucker: Das kann man nicht verallgemeinern. Es gibt aber schon unterschiedliche Mentalitäten und mancherorts gilt Ausgebufftheit als besondere Qualität. In Bayern sagt man gern: "A Hund ist er schon". Das Problem aber ist, dass Guttenberg nicht das Image* des Skrupellosen hat. Er schwebt ja eigentlich eher über dem Politikbetrieb. Ehre, Anstand und Aufrichtigkeit bedeuten ihm viel. Und genau diese Moralprinzipien sind nun angegriffen.
Pascal Beucker
ist Politologe und Buchautor. 2006 erschien von ihm: "Endstation Rücktritt. Warum deutsche Politiker einpacken." Kürzlich veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel: "Die verlogene Politik. Macht um jeden Preis."
* auf Wunsch des Interviewten geändert von "Charakter" in "Image".






Wenn man jetzt in online- und offline-Medien von "Konservativen" liest, die zu Guttenberg halten, oder von "konservativen Kräften", die wie die Junge Union, nun aufgerufen sind, Guttenberg zu stützen, etc., dann muss man sich fragen, ob das nicht schon in der Sache krank ist.
Was heißt denn nun 'konservativ'?
Opportunismus, der sich in der Laviererei Guttenbergs in Bezug auf seine öffentlichen Stellungnahmen zur Doktor-Affäre zeigte, in Ordnung zu finden? Eine Täuschung, die jedem 'normalen' Studenten die mit dem Studium anvisierte Existenz gekostet hätte, zu verharmlosen? Werte, die man von jedem arbeitenden oder in einer Ausbildung befindlichen Bürger selbstverständlich erwartet, damit die Leistungsbilanz hierzulande stimmt, als mal eben so verratbar hinzunehmen? Ein Staatsamt mit Vorbildfunktion nicht mehr an eine umfassende Intergrität des jeweiligen Trägers zu binden? Leistungen im Amt mit einer möglichst publikumswirksamen performance zu ersetzen, damit eine sie eventuell in Frage stellende Diskutierbarkeit erst gar nicht aufkommen mag? Verhöhnung aller derjenigen, die auf die Einhaltung und Beachtung tatsächlich konservative Werte, die nicht nur als Abstrakta und Wahlslogans oder Web-Site-Ornamentik auch von Personen lebbar sein sollen, pochen?
All das hat sich in den letzten Tagen bei den sog. 'Konservativen' in Reinform gespiegelt. Für mich eine Bankrotterklärung. Solange Guttenberg im Amt bleibt: das Ende des Mythos christlicher Wertegemeinschaft CDU/CSU.
Ich mag auch diesen:
„Der Guttenberg is scho a Hund. I hab immer denkt, der hätt nur den Buchdruck erfunden, aber jetzt auch den Nachdruck.“
Pascal Beucker beschreibt korrekt, daß ein Politiker manches aussitzen kann, wenn die Partei zu ihm hält. Nur, da sehe ich eine dunkle Wolke am Horizont. Sie nennt sich "Wahlen". Wenn die Union bei den bevorstehenden, zahlreichen Wahlen ähnlich verheerende Verluste erleidet wie in Hamburg, dann kommt ihm die Partei abhanden. Vielleicht sollte dem Freiherrn noch jemand mitteilen, daß wir in einer parlamentarischen Demokratie leben, nur so zur Erinnerung und weil er sich zunehmend aufführt wie ein Adliger des wilhelminischen Zeitalters, der meint, man könne ihm nichts.
Würde man also im Superwahljahr mit einer katastrophalen Hamburger Vorgabe bei Guttenberg nicht nur die von ihm selbst so hochgelobte eigene Moral sondern auch den politischen Verstand hoch einschätzen müßte er zu dem Schluß kommen, daß er aus zwei Gründen zurücktreten muß:
1. Um die Demokratie nicht weiter zu beschädigen.
2. Um seine Partei nicht mit in den Sog zu reißen.
Aber was rede ich, die Nibelungentreue in der Union hat bereits so irrationale Züge, daß man Guttenberg noch lange erlauben wird, Land und Partei nachhaltig großen Schaden zuzufügen. Er wird sich Schritt für Schritt weiter demontieren und erst dann gehen, wenn Merkel ihm den Stuhl vor die Tür stellt. Auch bei Seehofer bleibt er danach draußen vor der Tür, wie ein geschlagener Hund.
Ich mag auch diesen:
„Der Guttenberg is scho a Hund. I hab immer denkt, der hätt nur den Buchdruck erfunden, aber jetzt auch den Nachdruck.“
Pascal Beucker beschreibt korrekt, daß ein Politiker manches aussitzen kann, wenn die Partei zu ihm hält. Nur, da sehe ich eine dunkle Wolke am Horizont. Sie nennt sich "Wahlen". Wenn die Union bei den bevorstehenden, zahlreichen Wahlen ähnlich verheerende Verluste erleidet wie in Hamburg, dann kommt ihm die Partei abhanden. Vielleicht sollte dem Freiherrn noch jemand mitteilen, daß wir in einer parlamentarischen Demokratie leben, nur so zur Erinnerung und weil er sich zunehmend aufführt wie ein Adliger des wilhelminischen Zeitalters, der meint, man könne ihm nichts.
Würde man also im Superwahljahr mit einer katastrophalen Hamburger Vorgabe bei Guttenberg nicht nur die von ihm selbst so hochgelobte eigene Moral sondern auch den politischen Verstand hoch einschätzen müßte er zu dem Schluß kommen, daß er aus zwei Gründen zurücktreten muß:
1. Um die Demokratie nicht weiter zu beschädigen.
2. Um seine Partei nicht mit in den Sog zu reißen.
Aber was rede ich, die Nibelungentreue in der Union hat bereits so irrationale Züge, daß man Guttenberg noch lange erlauben wird, Land und Partei nachhaltig großen Schaden zuzufügen. Er wird sich Schritt für Schritt weiter demontieren und erst dann gehen, wenn Merkel ihm den Stuhl vor die Tür stellt. Auch bei Seehofer bleibt er danach draußen vor der Tür, wie ein geschlagener Hund.
Mein Großvater Willy Jahrgang 1891 hatte
"arroganter Rotzlöffel"
gesagt.
Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven Beiträgen. Danke. Die Redaktion/er
Liebe Redaktion,
als ich den Spruch meines Großvaters erinnerte, mußte ich herzhaft lachen. Wie hoffentlich auch andere Leser die den etwas aus der Mode gekommenen Begriff kennen.
Heißt: Bitte nicht so ernst nehmen.
Also lachen Sie auch einmal.
Von meinem Alten -(Vater), Jahrgang 1909, kenne ich diesen Begriff "arroganter Rotzlöffel" auch noch gut.
Sehr schön !
Bitte kehren Sie nun wieder zum eigentlichen Thema des Artikels zurück. Danke. Die Redaktion/er
Haben Sie denn gar keinen Humor?
Empfehlung: Nachhilfe bei Martenstein.
Info: Chefredakteur.
Liebe Redaktion,
als ich den Spruch meines Großvaters erinnerte, mußte ich herzhaft lachen. Wie hoffentlich auch andere Leser die den etwas aus der Mode gekommenen Begriff kennen.
Heißt: Bitte nicht so ernst nehmen.
Also lachen Sie auch einmal.
Von meinem Alten -(Vater), Jahrgang 1909, kenne ich diesen Begriff "arroganter Rotzlöffel" auch noch gut.
Sehr schön !
Bitte kehren Sie nun wieder zum eigentlichen Thema des Artikels zurück. Danke. Die Redaktion/er
Haben Sie denn gar keinen Humor?
Empfehlung: Nachhilfe bei Martenstein.
Info: Chefredakteur.
„Sobald man bei Staatsangelegenheiten die Worte hören kann: 'Was geht mich das an?' kann man darauf rechnen, dass der Staat verloren ist.“ (Rousseau)
http://werteinderpolitik.de/
aber anonymisierte Unterschriftenlisten haben berechtigterweise wenig Gewicht. Ich, wie sicher viele Andere auch, stehe gerne auch mit meinem vollen Namen, meiner Lebensleistung und den Werten die ich in meinem Leben bisher vertreten habe für die Aussage: Ich schäme mich Deutscher zu sein, wenn in diesem Land ein Lügner, Betrüger und Hochstabler von einer christlichen Partei gestützt sein Amt behält und fordere den sofortigen Rücktritt des Verteidigungsministers zG.
In diesem Zusammenhang weise ich auch gerne auf die spontane (nichtsdestotrotz angemeldete) Demonstration, die den Rücktritt des Verteidigungsministers fordert, hin.
Wann: Samstag, 26. Februar 12:30 - 13:30
Wo: S-Bahnhof Potsdamer Platz, bei der historischen Ampel
http://frank.geekheim.de/...
http://www.facebook.com/e...
aber anonymisierte Unterschriftenlisten haben berechtigterweise wenig Gewicht. Ich, wie sicher viele Andere auch, stehe gerne auch mit meinem vollen Namen, meiner Lebensleistung und den Werten die ich in meinem Leben bisher vertreten habe für die Aussage: Ich schäme mich Deutscher zu sein, wenn in diesem Land ein Lügner, Betrüger und Hochstabler von einer christlichen Partei gestützt sein Amt behält und fordere den sofortigen Rücktritt des Verteidigungsministers zG.
In diesem Zusammenhang weise ich auch gerne auf die spontane (nichtsdestotrotz angemeldete) Demonstration, die den Rücktritt des Verteidigungsministers fordert, hin.
Wann: Samstag, 26. Februar 12:30 - 13:30
Wo: S-Bahnhof Potsdamer Platz, bei der historischen Ampel
http://frank.geekheim.de/...
http://www.facebook.com/e...
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag
Es wäre auch in Nr. 5 schön, wenn angegeben würde, aus welcher Zeitung das Zitat stammt.
es heißt "vox popoli", von Vox = Stimme und hat nichts mit dem Fox =Fuchs zu tun
die eher unbeholfenen Fragen der Opposition im Bundestag gestern mit dem Volksgerichtshof zu vergleichen, ist absurd. Es gibt sicherlich wesentlich intelligentere Beiträge aus dem Ausland. Vor allem aus der Schweiz.
Warum die Meinung der Bürger relevant ist. Stimmen wir demnächst auch über Gerichtsverfahren ab? Es sollte einen moralischen Mindeststandart geben, der nicht durch Umfragen untergraben werden kann, bei mir ist der bei Betrügereien und mehrfaches Lügen schlicht erreicht. Darüber sollten wir reden,
Ich halte es ohnehin für außerordentlich fatal, wenn Umfragen als Fakt hingestellt werden. Es sind Umfragen und nichts weiter. Wir haben schon so oft Skandale mit diesen gehabt, Fälschungen ect. Und auch das Problem, dass Umfragen die Meinungen beeinflussen und "Seflfullfilling Prophecy" bedeuten können, sollte man nicht ausser Acht lassen.
Hier geht es nicht um die Mehrheit sondern die Wahrheit, und darüber lässt sich nicht abstimmen. Demokratie ist nicht Mehrheitsdiktatur.
"Etwa den letzten Anständigen unter den Bürgern, die zurecht noch über KTs Betrug empört sind?"
Interessant. Offenbar hat das "Gutmenschen"-Gerede von Konservativer Seite seine Wirkung nicht verfehlt. Geliebt werden nun die Betrüger, und die, die den Betrug anklagen,w erden vom Bürger kritisiert. Heute ist man Gutmensch, wo man früher "Anständig" zu gesagt hätte. Heute darf man den Lug nicht anzeigen, ohne beschimpft zu werden.
Wirklich eine erdrückende Erkenntnis. Die Konservativen haben gewonnen.
Kommentar auf Wunsch des Users entfernt. Die Redaktion/sh
haben heute hunderte von Demonstranten vor dem Verteidigungsministerium.
http://www.tagesspiegel.d...
..."Auch aus dem Ausland kommt Kritik. Der Moskauer Politologe Wladislaw Below glaubt, dass die Affäre dem Ruf Deutschlands als Wissenschaftsstandort einen "riesigen Schaden" zugefügt hat. "Wenn Guttenberg zurücktreten würde, könnte er damit einen echten Beitrag zur Rettung der deutschen politischen Kultur leisten", sagte der Deutschland-Experte der dpa." (a.a.O.)
Es wäre auch in Nr. 5 schön, wenn angegeben würde, aus welcher Zeitung das Zitat stammt.
es heißt "vox popoli", von Vox = Stimme und hat nichts mit dem Fox =Fuchs zu tun
die eher unbeholfenen Fragen der Opposition im Bundestag gestern mit dem Volksgerichtshof zu vergleichen, ist absurd. Es gibt sicherlich wesentlich intelligentere Beiträge aus dem Ausland. Vor allem aus der Schweiz.
Warum die Meinung der Bürger relevant ist. Stimmen wir demnächst auch über Gerichtsverfahren ab? Es sollte einen moralischen Mindeststandart geben, der nicht durch Umfragen untergraben werden kann, bei mir ist der bei Betrügereien und mehrfaches Lügen schlicht erreicht. Darüber sollten wir reden,
Ich halte es ohnehin für außerordentlich fatal, wenn Umfragen als Fakt hingestellt werden. Es sind Umfragen und nichts weiter. Wir haben schon so oft Skandale mit diesen gehabt, Fälschungen ect. Und auch das Problem, dass Umfragen die Meinungen beeinflussen und "Seflfullfilling Prophecy" bedeuten können, sollte man nicht ausser Acht lassen.
Hier geht es nicht um die Mehrheit sondern die Wahrheit, und darüber lässt sich nicht abstimmen. Demokratie ist nicht Mehrheitsdiktatur.
"Etwa den letzten Anständigen unter den Bürgern, die zurecht noch über KTs Betrug empört sind?"
Interessant. Offenbar hat das "Gutmenschen"-Gerede von Konservativer Seite seine Wirkung nicht verfehlt. Geliebt werden nun die Betrüger, und die, die den Betrug anklagen,w erden vom Bürger kritisiert. Heute ist man Gutmensch, wo man früher "Anständig" zu gesagt hätte. Heute darf man den Lug nicht anzeigen, ohne beschimpft zu werden.
Wirklich eine erdrückende Erkenntnis. Die Konservativen haben gewonnen.
Kommentar auf Wunsch des Users entfernt. Die Redaktion/sh
haben heute hunderte von Demonstranten vor dem Verteidigungsministerium.
http://www.tagesspiegel.d...
..."Auch aus dem Ausland kommt Kritik. Der Moskauer Politologe Wladislaw Below glaubt, dass die Affäre dem Ruf Deutschlands als Wissenschaftsstandort einen "riesigen Schaden" zugefügt hat. "Wenn Guttenberg zurücktreten würde, könnte er damit einen echten Beitrag zur Rettung der deutschen politischen Kultur leisten", sagte der Deutschland-Experte der dpa." (a.a.O.)
Nr. 4 hat Recht. Es muß "wahren" heißen. Im übrigen verstehe ich Beuckers Aussage nicht: "Ehre, Anstand und Aufrichtigkeit bedeuten ihm viel." Guttenberg hat in dieser Affäre doch gerade das Gegenteil bewiesen und sich als Heuchler entlarvt.
Wen ich das lese...:
"Das Problem aber ist, dass Guttenberg nicht den Charakter des Skrupellosen hat. Er schwebt ja eigentlich eher über dem Politikbetrieb. Ehre, Anstand und Aufrichtigkeit bedeuten ihm viel."
...kann ich nur erwidern, daß das Beste am gegenwärtigen Guttenberg-Skandal die Witze sind. Über diesen habe ich sehr gelacht.
Die Pointe lautet, daß einem überführten Fälscher und Hochstapler Ehre, Anstand und Aufrichtigkeit attestiert werden. Das ist so, als ob man von einem eingefleischten Vegetarier redet oder von der eigenständigen Kunst eines gewissen Konrad Kujau.
... eher über dem Politikbetrieb. Ehre, Anstand und Aufrichtigkeit bedeuten ihm viel. Und genau diese Moralprinzipien sind nun angegriffen."
Wie soll man das verstehen, "genau diese Moralprinzipien wären nun angegriffen?"
Von wem? Etwa den letzten Anständigen unter den Bürgern, die zurecht noch über KTs Betrug empört sind?
Oder sind diejenigen, die das beanstanden etwa schon Angreifer?
Scheint so, als ob ein entlarvter Lügner wirklich schweben muss, bei den kurzen Beinen....
Die Union MUSS KT die Unterstützung entziehen, wenn den sog. "Christ"-"Demokraten" noch Ehre, Anstand und Aufrichtigkeit (aber auch die 10 Gebote) noch irgendetwas bedeuten.
letzten Jahren auf soviel männliche Mitstreiter verzichten
müssen, da bildet KT nur den Tropfen,der das Fass zum überlaufen bringt.Merkelland ist abgebrannt,nur haben noch nicht alle registriert.Aber vielleicht tut sich dieses Jahr noch was....!
Ihre Meinung ist meine Meinung, doch Ihre Letzten Worte:
"Die Union MUSS KT die Unterstützung entziehen, wenn den sog. "Christ"-"Demokraten" noch Ehre, Anstand und Aufrichtigkeit (aber auch die 10 Gebote) noch irgendetwas bedeuten"
Doch wer hat in der Politik noch, "Ehre, Anstand und Aufrichtigkeit"!
Wenn immer nur Versprochen und gebrochen wird und man nur auf Lobbis und das Kapital und Banker hört und man jetzt da ist, wo man bald nicht mehr weiter weiss, wo bleibt da Ehre und Aufrichtigkeit?
letzten Jahren auf soviel männliche Mitstreiter verzichten
müssen, da bildet KT nur den Tropfen,der das Fass zum überlaufen bringt.Merkelland ist abgebrannt,nur haben noch nicht alle registriert.Aber vielleicht tut sich dieses Jahr noch was....!
Ihre Meinung ist meine Meinung, doch Ihre Letzten Worte:
"Die Union MUSS KT die Unterstützung entziehen, wenn den sog. "Christ"-"Demokraten" noch Ehre, Anstand und Aufrichtigkeit (aber auch die 10 Gebote) noch irgendetwas bedeuten"
Doch wer hat in der Politik noch, "Ehre, Anstand und Aufrichtigkeit"!
Wenn immer nur Versprochen und gebrochen wird und man nur auf Lobbis und das Kapital und Banker hört und man jetzt da ist, wo man bald nicht mehr weiter weiss, wo bleibt da Ehre und Aufrichtigkeit?
Es wäre auch in Nr. 5 schön, wenn angegeben würde, aus welcher Zeitung das Zitat stammt.
Sehr richtig erkannt. Dennoch korrektes Zitat. Und das ist ja das grundthema dieser leidigen Diskussion. Ich weiss natuerlich nicht, ob dieser Fehler vom Verfasser bewusst eingefuegt wurde, um gerade Ihre Aufmerksamkeit zu erregen.
da es sich lediglich um die Wiedergabe einer Meinung handelt ausserhalb einer wissenschaftlichen Abhandlung. Dass das nicht auf meinem Mist gewachsen ist, habe ich ja hinreichlich bekannt gemacht.
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Ich beurteile Ihren Beitrag als ein Substrat der gegenwaertig herrschenden Plagiatshysterie.
Sehr richtig erkannt. Dennoch korrektes Zitat. Und das ist ja das grundthema dieser leidigen Diskussion. Ich weiss natuerlich nicht, ob dieser Fehler vom Verfasser bewusst eingefuegt wurde, um gerade Ihre Aufmerksamkeit zu erregen.
da es sich lediglich um die Wiedergabe einer Meinung handelt ausserhalb einer wissenschaftlichen Abhandlung. Dass das nicht auf meinem Mist gewachsen ist, habe ich ja hinreichlich bekannt gemacht.
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Ich beurteile Ihren Beitrag als ein Substrat der gegenwaertig herrschenden Plagiatshysterie.
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