Gesundheitspolitik SPD will Ärzte für lange Wartezeiten bestrafen
Die SPD will Ärzte bestrafen, die gesetzlich Versicherte wegen Privatversicherten auf Termine warten lassen. Auch die Leistungen im Krankenhaus sollen sich verbessern.
Wer als niedergelassener Arzt Privatpatienten bevorzugt behandelt, soll nach dem Willen der SPD empfindlich bestraft werden. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf einen von der Bundestagsfraktion ausgearbeiteten Gesetzentwurf. Darin sprechen sich die Sozialdemokraten demnach für Geldbußen von bis zu 25.000 Euro für Mediziner aus, die Kassenpatienten zu lange auf einen Behandlungstermin warten lassen. Als Sanktion werde auch ein Entzug der Zulassung von bis zu zwei Jahren angedroht.
"Mit der Tätigkeit als Vertragsarzt ist eine Diskriminierung gesetzlich Krankenversicherter nicht vereinbar", sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der SZ. Mit der Neuregelung sollten niedergelassene Ärzte daher verpflichtet werden, gesetzlich Versicherte vorrangig zu behandeln.
"Im Regelfall sind Wartezeiten von mehr als fünf Werktagen als unangemessen anzusehen", heißt es in der SPD-Vorlage. Ausnahmen gebe es nur, wenn eine bestimmte Untersuchung nicht so häufig angeboten werde und es tatsächlich Kapazitätsprobleme gebe. Habe sich der Versicherte vergeblich um einen Termin bemüht, müsse künftig seine Krankenkasse einspringen und ihm einen besorgen.
Oft bekommen privat Versicherte schneller Termine bei Fachärzten und müssen weniger lange im Wartezimmer sitzen. Hauptgrund dafür sind die höheren Ärztehonorare für die Behandlung von Privatpatienten.
Mehr Leistungen für gesetzlich Versicherte will die SPD laut SZ auch im Krankenhausbereich durchsetzen: Zweibettzimmer sollen Standard in den deutschen Kliniken werden. Drei- oder Vierbettzimmer sollen demnach auch weiterhin erlaubt sein. Wer sie anbietet, müsse aber mit weniger Geld von den Kassen rechnen.
Die SPD-Vorschläge sind weitgehend deckungsgleich mit denen des CDU-Gesundheitsexperten Jens Spahn, von denen viele bei der FDP auf Ablehnung stoßen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bot der Union daher die Zusammenarbeit mit der SPD an.
- Datum 07.02.2011 - 11:21 Uhr
- Quelle AFP, dpa
- Kommentare 60
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wohl keine Termine mehr beim Arzt;
also Bitte dann gleich noch eine gesetzliche Verordnung ins Grundgesetz aufnehmen, daß Ärzte/Innen dazu verpflichtet sind auch gestzlich Versicherte zu behandeln;
aber das ist wohl zwangsläufig so, weil ja nicht jeder Arzt und Ärztin nur von Privaten leben kann!!!!!!!!!!
Wieder mal eine "tolle" Idee. Dass sich viele Privatpraxen schon heute kaum mehr selbst tragen und Privatpatienten oft die einzigen sind, mit denen man überhaupt noch Geld verdienen kann wird ignoriert. Und stattdessen auf die Mediziner eingedroschen - weil natürlich wir es sind, die das Gesundheits- und Krankenkassensystem sowie dessen Kollaps zu verantworten haben und denen es nur ums Geld geht... (ich polemisiere).
Ich denke, dass wir (zukünftigen) Ärzte uns durch 6 Jahre Studium, zwei Staatsexamen und bis zu 8 Jahre Facharztausbildung quälen und dabei große Verantwortung für die Leben der Patienten tragen sollte auch entsprechend vergütet werden.
Ansonsten braucht man sich nicht zu wundern, dass viele Mediziner sich nach dem Studium für das Ausland entscheiden und die Ärzteknappheit immer größer wird.
Wieviele Privatpraxen tragen sich denn nicht mehr? Haben Sie da verlässliche Daten oder geben Sie bloß die Parolen des Marburger Bundes wieder?
Zum Thema Studium: Ich bitte Sie, eine ganze Menge Studienfächer sind mindestens so aufwendig wie Medizin, aber die Vergütung ist nicht mal ansatzweise so gut. Darüber hinaus ist die Vergütung nicht an die Qualität der ärztlichen Leistung gekoppelt und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Bandbreite riesig ist.
Keine Frage, Ärzte haben eine bedeutende Funktion in der Gesellschaft und werden dafür hervorragend bezahlt. Das gilt für andere bedeutende Berufe, z.B. Wissenschaftler nicht.
Also: Bleiben Sie auf dem Teppich!
die die von Ihnen genutzten Gerätschaften bauen ,arbeiten als Zeitarbeiter zum Hungerlohn?
Da kommt wieder die ICHmentalität durch!
Viele studierten kostenlos ,manche mit BAfög.
Es ist auch nicht sicher,das die ,denen das Studium von den Eltern in einer Privaten Uni bezahlt wurde die besseren Ärzte sind. Im Gegenteil, denn diese können von ihrer ihnen anerzogenen Gier nicht ablassen, wo die anderen noch Mensch geblieben sind.
Sie jammern auf hohem Nivau. Ich habe was gegen Ärzte, die nur mit der Auswanderung drohen, aber doch bleiben.
Dann ist es hier doch noch ein Paradies für Sie!
Wieviele Privatpraxen tragen sich denn nicht mehr? Haben Sie da verlässliche Daten oder geben Sie bloß die Parolen des Marburger Bundes wieder?
Zum Thema Studium: Ich bitte Sie, eine ganze Menge Studienfächer sind mindestens so aufwendig wie Medizin, aber die Vergütung ist nicht mal ansatzweise so gut. Darüber hinaus ist die Vergütung nicht an die Qualität der ärztlichen Leistung gekoppelt und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Bandbreite riesig ist.
Keine Frage, Ärzte haben eine bedeutende Funktion in der Gesellschaft und werden dafür hervorragend bezahlt. Das gilt für andere bedeutende Berufe, z.B. Wissenschaftler nicht.
Also: Bleiben Sie auf dem Teppich!
die die von Ihnen genutzten Gerätschaften bauen ,arbeiten als Zeitarbeiter zum Hungerlohn?
Da kommt wieder die ICHmentalität durch!
Viele studierten kostenlos ,manche mit BAfög.
Es ist auch nicht sicher,das die ,denen das Studium von den Eltern in einer Privaten Uni bezahlt wurde die besseren Ärzte sind. Im Gegenteil, denn diese können von ihrer ihnen anerzogenen Gier nicht ablassen, wo die anderen noch Mensch geblieben sind.
Sie jammern auf hohem Nivau. Ich habe was gegen Ärzte, die nur mit der Auswanderung drohen, aber doch bleiben.
Dann ist es hier doch noch ein Paradies für Sie!
Sicher ist es nicht gut, dass es zu Bevorzugungen von Privatpatienten kommt. Doch das Problem sind nicht die Mediziner.
Die SPD soll sich an die eigene Nase fassen, wenn schon ein Drittel der gesetzlich Versicherten in vielen Praxen durch die Vergütungen für Privatpatienten quersubventiert werden, für deren Behandlung die Ärzte im aktuellen Quartal von den gesetzlichen Kassen gar kein Geld mehr erhalten.
Die Regelkontigente zwingen Ärzte dazu Kassenpatienten ins Folgequartal zu schieben, schlicht weil die Budgetierung nur eine begrenzte Fallzahl pro Quartal vergütet. Das führt dazu das in vielen Praxen ein Drittel der gesetzliche Versicherten eigentlich aufs nächste Quartal geschoben werden müßte.
Sie dürfen aber Patienten gar nicht ablehnen, also hilft es wenn Geld durch Privatpatienten reinkommt, dann lässt sich der Verlust leichter Überbrücken, wo Terminverschiebungen nicht mehr möglich sind.
H.
Das tut das Soziale Ordnungsprinzip systemisch.
Mit einer Bürgerversicherung, in die alle Arbeitnehmer, Selbständige und Beamte einzahlen, hätte auch dies ein Ende.
Da aber traut sich keiner ran. Das würde ja die privaten Krankenversicherungen (Lobby) auf den Plan rufen.
Schon ein Studie machte Brüderle, der ja die PKV unterstützen will, schwer zu schaffen.
http://www.heise.de/tp/bl...
http://www.aerztezeitung....
Das tut das Soziale Ordnungsprinzip systemisch.
Mit einer Bürgerversicherung, in die alle Arbeitnehmer, Selbständige und Beamte einzahlen, hätte auch dies ein Ende.
Da aber traut sich keiner ran. Das würde ja die privaten Krankenversicherungen (Lobby) auf den Plan rufen.
Schon ein Studie machte Brüderle, der ja die PKV unterstützen will, schwer zu schaffen.
http://www.heise.de/tp/bl...
http://www.aerztezeitung....
Auch Kassenpatienten welche aller zwei, drei Wochen die Wartzimmer blockieren, wegen angeblicher Weh- Wechen, sollten ganz streng bestraft werden!
Ich vermute jedoch, das diese "Idee" der Verzweiflung der SPD Genossen entspringt welche voller Horror der nächsten Wahlen harren.
Bitte bleiben Sie sachlich und vermeiden Sie beleidigende Werturteile. Danke. Die Redaktion/er
...gesetzlich Versicherte benachteiligt werden?
Kommt es zukünftig verstärkt zu Test-Terminanrufen von Personen, die sich ein Mal als gesetzlich und ein zweites Mal als privat versichert ausgeben?
Der beste Schutz der Ärzte vor solchen Maßnahmen wäre dann ja wohl, Termine nur noch unmittelbar in der Arztpraxis zu vergeben und zwar nur unter Vorlage der Versicherungskarte und des Personalausweises.
Dadurch können die Terminsucher nämlich nicht mehr erkennen, ob sie benachteiligt werden.
Wenn aller Termine ausgebucht sind, kann der Arzt keine herbeizaubern. Er kann sich ja nicht klonen lassen. An der Zweiklassenmedizin sind im Übrigen die Gesetzlichen Kassen schuld. Wenn er wegen der Kontigentierung nicht mehr Kassenpatienten behandeln darf, dann kann er auch keine Termine vergeben.
Das tut das Soziale Ordnungsprinzip systemisch.
Wieviele Privatpraxen tragen sich denn nicht mehr? Haben Sie da verlässliche Daten oder geben Sie bloß die Parolen des Marburger Bundes wieder?
Zum Thema Studium: Ich bitte Sie, eine ganze Menge Studienfächer sind mindestens so aufwendig wie Medizin, aber die Vergütung ist nicht mal ansatzweise so gut. Darüber hinaus ist die Vergütung nicht an die Qualität der ärztlichen Leistung gekoppelt und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Bandbreite riesig ist.
Keine Frage, Ärzte haben eine bedeutende Funktion in der Gesellschaft und werden dafür hervorragend bezahlt. Das gilt für andere bedeutende Berufe, z.B. Wissenschaftler nicht.
Also: Bleiben Sie auf dem Teppich!
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