Spitzengespräch : Der Glaubenskrieg um die Frauenquote

Wieder kein Konsens bei der Frauenförderung: Die Familienministerin will eine flexible Quote, die Arbeitsministerin eine feste. Und Wirtschaft und FDP geht alles zu weit.

Die Pressekonferenz nach dem Spitzentreffen von Wirtschaft und Politik zur Frauenquote war nur kurz. Das habe Termingründe, hieß es. Doch in der knappen Zeit wollten die vier anwesenden Bundesminister und drei Wirtschaftsvertreter nicht verbergen, dass sie nach wie vor uneins über die gesetzliche Notwendigkeit der Frauenförderung sind.

Die Gräben verlaufen dabei nicht nur zwischen Bundesregierung und Wirtschaft. Auch innerhalb von CDU und FDP sind sie offensichtlich tiefer denn je. Von "Licht und Schatten" während des rund eineinhalbstündigen Treffens sprach Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) lächelnd, während ihre Familienministerin Kristina Schröder (CDU) versteinert wirkte.

Schröder hatte für das Treffen extra einen "Vier-Stufen-Plan" zu einer gesetzlich festgeschriebenen Frauenquote erarbeitet, die den Unternehmen jedoch Spielraum lassen soll. Doch weder ihre Amtsvorgängerin und Rivalin von der Leyen, noch die FDP und natürlich schon gar nicht die Wirtschaft fanden Gutes an Schröders Vorschlag. Am Ende einigte man sich darauf, dass alle 30 Dax-Unternehmen erst einmal von sich aus unverbindliche Zielvereinbarungen erarbeiten und diese noch in diesem Jahr vorlegen.

Dabei liest sich Schröders Vorschlag zu einer gesetzlichen Verpflichtung bereits wie ein Kompromiss: Aus eigener Kraft sollen die großen börsennotierten Unternehmen in Deutschland bis 2013 den Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten verdreifachen, was dann einem Anteil von 30 Prozent entsprechen würde. Wer diese Vorgabe bis dahin nicht erfüllt, soll gesetzlich verpflichtet werden, eine eigene Quote festzulegen. Jedes Unternehmen soll sie selbst bestimmen können, sie aber auch öffentlich machen und innerhalb der kommenden Jahre verwirklichen müssen. Andernfalls drohen Sanktionen. Die Familienministerin spricht von einer "Flexiquote", die "praxistauglich" und "realitätsnah" sei, weil sie jeder Branche quasi ihre eigene Lösung ermögliche, sie aber dennoch gesetzlich verpflichte. Schröder wird ihren Vorschlag nun dem Kabinett vorlegen. Doch nach den Reaktionen ihrer Kollegen zu urteilen, dürfte die 33-Jährige scheitern.

Ihre Amtsvorgängerin von der Leyen jedenfalls klagte nach dem Gespräch mit Spitzenvertretern, das sei alles noch nicht "konkret genug". Die heutige Arbeitsministerin, die gerne mal in Schröders Revier wildert, ist eine vehemente Verfechterin einer gesetzlichen Quote bereits ab 2020, ohne Ausnahmen und ohne flexible Staffelung. Zwar steht von der Leyen damit in der Bundesregierung weitgehend allein da, denn auch die Kanzlerin will keine feste Quote . Doch gibt von der Leyen nicht auf: In den vergangenen zehn Jahren habe sich gezeigt, dass freiwillige Vereinbarungen wirkungslos blieben. Beim Spitzengespräch mit Schröder und der Wirtschaft habe ihr einiges gefehlt, zählte von der Leyen auf: "Die konkrete Formulierung, was sind die Zahlen, was ist die Zeitleiste und was ist das Konzept und die Strategie." Das könnte nicht nur als Seitenhieb auf die Wirtschaft, sondern auch auf die Familienministerin zu verstehen sein.

Die Dax-Unternehmen hingegen wehren sich naturgemäß gegen jede Art der Quote, auch eine flexibel ausgestaltbare gesetzliche Festschreibung gefällt ihnen nicht. Gerade in technischen Berufen mit einem geringen Frauenanteil in der Belegschaft könnte eine starre gesetzliche Quote zu "Fehlentscheidungen" führen, schreiben Deutschlands größte Firmen in einem aktuellen Positionspapier. Will heißen: Aus Mangel an Alternativen müsste am Ende eine minderqualifizierte Frau in den Aufsichtsrat oder Vorstand einziehen. Um die Politik zu besänftigen, will nun jede Firma bis zum Ende des Jahres eigene Vorstellungen vorlegen, welcher Frauenanteil ihrer Ansicht nach erreichbar ist. Man kann davon ausgehen, dass diese Zielvereinbarung sehr viel geringer sein wird, als das, was Schröder sich so vorstellt. Die Familienministerin betonte daher, die Bundesregierung wolle der Wirtschaft noch ein wenig Zeit geben, aber bald nicht mehr nur zuschauen.

Doch in ihrer Ablehnung einer gesetzlichen Quote weiß die Wirtschaft auch die FDP an ihrer Seite: Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle nahm die Wörter "Quote" und "gesetzlich" am Mittwoch gar nicht in den Mund. Es sei wichtig, dass sich in den Firmen das "Denken" ändere, sagte er betont unkonkret. Nach Zwang zur Frauenförderung klingt das nicht.

Verlagsangebot

Entdecken Sie mehr.

Lernen Sie DIE ZEIT 4 Wochen lang im Digital-Paket zum Probepreis kennen.

Hier testen

Kommentare

313 Kommentare Seite 1 von 26 Kommentieren

Junger Mann

Hören Sie mir mal zu mein Herr. Jüngste Umfragen haben gezeigt, dass sehr wohl eine Mehrheit der Frauen in Deutschland für Quoten ist, während eine Mehrheit der Männer dagegen ist. Aufgrund diesen Umfragen bin ich zu der Aussage gekommen, dass die Männerwelt in dieser Frage besonders viel dagegen hat, Frauen neben sich zu haben.

Und nochmal: Behinderte SIND mit Frauen auf einer Stufe! Denn Behinderte sind auch Menschen, Männer und Frauen und sollten nicht benachteiligt werden, nur weil sie behindert sind. Genauso sollten auch nicht-behinderte Menschen aufgrund von äußeren Umständen, die nichts über die Kompetenz aussagt, nicht benachteiligt werden. Nach diesem Argument sind sowohl Behinderten-Quten als auch Frauen-Quoten richtig. Beide sind benachteiligt, nicht weil sie VON der Behinderung oder durch das Frau sein benachteiligt werden, sondern weil sie VON denjenigen, die die Strukturen aufrecht erhalten, die Nicht-Anstellungen aufgrund irrelevante Umstände erlauben, insbesondere dann wenn dieses System ganze Menschengruppen benachteiligt.

Bitte erklären Sie mir doch

Warum eine Frauenquote eine Menschengrippe benachteiligt? Das würde nur so sein, wenn man nicht der Meinung ist, dass die Macht in diesem Land von beiden Geschlechtern gleichermaßen ausgeübt werden sollte. Wenn man aber einsieht, dass die Hälfte der Bevölkerung Frauen sind und die andere Männer (und ein paar die sich nicht oder anders definieren) dann sollte man doch erkennen, dass wir Regelungen brauchen, die die Durchlässigkeit für beide Geschlechter erleichtert.

Dagegen kann man eigentlich nur vernünftigen Sinnes sein, wenn man rational erklären kann, dass Frauen schlechter sind als Männer.

Wenn man das nicht kann, was ich doch annehme, sollte man doch so lange jemanden der Benachteiligt wird, Bevorteilen, bis er gleichauf ist, mit der privilegierten Gruppe.

Benachteiligung

Lieber User "Buh",

sehe ich das richtig: Sie plädieren dafür, per Quote Männer in den nächsten Jahren gezielt ob ihres Chromosomensatzes zu benachteiligen, der nichts über ihre Kompetenz aussagt.

Konkret: "Lieber Bewerber, Du kriegst den Job nicht, weil und nur weil Du ein Mann bist und wir ihn einer Frau geben müssen"

Und das muss man, möchte man in wenigen Jahren in den Vorständen entsprechende Quoten erzielen will, wie sie im Beitrag genannt werden.

Also konkret: Wollen Sie das wirklich?

@buh....

Ach, das ist doch grausam. Wir sagen nicht „60 % behindert“, wir sprechen vom „Grad der Behinderung“; damit haben wir eine Vorstellung, wie groß die Einschränkung ist. Früher sprach man vom MdE (Minderung der Erwerbsfähigkeit). Ihr Vergleich ist abstrus, genauso wie die Vorstellung, dass die Gesellschaft so etwas wie „Behinderung“ konstruiert, wenn man da keine Quote hat. Wir haben mit dem SGBIX gesagt, weil (!) eine „Behinderung“ vorliegt, helfen wir ihm; und nicht – der wird diskriminiert – wir brauchen eine „Quote“.

Wohin letzteres führt, können Sie ja sehen. Ein Wettlauf um die Opferrolle per „Diskriminierung“ zur Erlangung von Privilegien. Letzteres ist Ausdruck des Gegenteils einer Leistungsgesellschaft. Frauen und „Behinderte“ da irgendwie gleichzusetzen ist wahrlich eine Perversion unserer Sozialen Markt(!)wirtschaft.

Ganz genau

Ja dafür plädiere ich. Natürlich mit einer sachlicheren Rhetorik und tatsächlichen Argumenten, die sie nachvollziehen können, wenn sie wollten. (ich sage nicht, dass sie das auch so sehen müssen, es wäre aber schon schön, wenn man Argumente austauscht)

Ich sage, hier geht es nicht um Einzelpersonen, sondern um Menschengruppen. Genau wie bei der Behindertenquote, wo man auch den Kerngesunden nicht einstellt sondern den Mann ohne Bein, um es mal flopsig zu sagen.

Wenn eine Gruppierung, die auch noch so groß sit wie die Frauen, ohne erkennbaren Grund und trotz nachgewiesener Qualifikation es nicht schaffen kann Gleichberechtigt neben den Männern die Wirtschaft dieses Landes anzuführen, dann müssen eben Quoten solange eingesetzt werden, bis die Wogen geglättet sind, also bis kein Geschlecht mehr benachteiligt wird.

Derzeit werden Männer ja Bevorzugt. Wenn man sie also benachteiligt, indem Frauen bevorzugt werden, die derzeit benachteiligt werden, sind sie bald gleichauf mit den Frauen. Wie ich finde ist das vernünftig.

Mich interessieren nicht irgendwelche Gruppen,

mich interessieren Menschen aus Fleisch und Blut. Individuen. Es gibt keine Ethik für Gruppen. Es gibt bloß eine Ethik für die Menschen, die diese Gruppen bilden.

Wenn Sie einen Menschen positiv diskriminieren, müssen Sie einen anderen negativ diskriminieren. Was soll daran richtig sein? Wiegt das hierdurch hervorgerufene Leid eines männlichen Menschen weniger, weil er männlich ist?

Natürlich ist eine Diskriminierung von Frauen falsch. Und natürlich gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass eine Diskriminierung stattfindet. Aber eine Frauenquote erzeugt an anderer Stelle neues Unrecht. Deshalb ist sie zugunsten anderer, stärker problemorientierterer Lösungen abzulehnen.

Wenn man benachteiligt wird

und für seine Besserstellung kämpft, dann ist das kein Kampf um Privilegien sondern um Gleichstellung!

Doch, Menschen mit Behinderung werden diskriminiert.Sie werden nicht eingestellt au Angst, sie würde aufgrund ihre Behinderung Nachteile für die Firma bringen, die de facto aber nicht gegeben sind. Zu dem Zeitpunkt sind sie nunmal Opfer, auch wenn der Täter in dem Fall meist unterbewusst und nicht in böser Absicht handelt, sonder es noch komplexer an gesellschaftlichen Zusammenhängen liegen kann, wie beim Thema Frauenquote.

@59: Individuen und Gruppen

Sie sprechen einen ganz wichtigen Punkt an.

Wenn wir Benachteilung früher mit Bevorteilung nachher "verrechnen", so würde das bei Individuen funktionieren. Die kompetente Frau Müller wurde jahrelang von ihrem Chef unterdrückt, der inkompetente Herr Maier gezielt bevorzugt. Führungswechsel: Jetzt soll Frau Müller zu ihrem Recht kommen. Gut so!

Und jetzt kommt das Problem: Wenn wir das jetzt auf Gruppen übertragen, wird's ungerecht. Jetzt kommt der kompentente Herr Schmidt nicht zu einem Job, weil eine inkompetente Frau Huber ihn bekommt. Als Ausgleich dafür, dass früher der inkompetente Herr Maier der kompetenten Frau Müller vorgezogen wurde.

Über die Gruppen gerechnet wäre das "gerecht". Aber eben diese Rechnung geht fehl.

Unrecht subtrahiert sich nicht. Unrecht addiert sich.

Natürlich spricht Ehtik Gruppen an

Es gibt in vielen Moralphilosophien Grundsätze die sich auf Gruppen beziehen. Die Frage ob ich zb eine Gruppe von Menschen aufgrund eines gemeinsames Merkmals schlechter behandeln darf, weil mir das Merkmal nicht gefällt. Oder die Frage was Mehrheitsgesellschaften dürfen und was Minderheitenrechte bedeuten.

Sie machen es sich sehr einfach wenn Sie hier knackig von Menschen aus Fleisch und Blut sprechen. Wir reden nicht über Anatomie sondern um Soziologie und Kultur.

Zu ihrem zweiten Beispiel:
Zunächst mal finde ich dieses Beispiel irrelevant in diesem Kontext. Zumal Sie es fast so stehen lassen, ohne daraus die Konsequenzen zu ziehen, die Ihre Argumentation Tragen. Stattdessen überlassen Sie es mir, was das ganze müßig macht. Ich muss jetzt also für Sie entscheiden was sie mit dem Beispiel genau meinen und dann auf dieses Fiktive Argument antworten. von mir aus:
Das Beispiel ist nicht Realitätsnah, weil in der Realität genau das täglich passiert und zwar den Frauen.Studien zeigen immer wieder, dass bei gleicher Kompetenz mehrheitlich der Männliche Kollege vorgezogen wird. Sie verstehen offesnichtlich, dass das ungerecht ist, was kann Frau Müller für ihr Geschlecht und dafür, dass diese Geschlecht Jahrtausende lang benachteiligt wurde? Also werden Quoten eingeführt, und zwar in DAX-Unternehmen, denn die beeinflussen uns alle vehement und sind ein Machtfaktor. Jetzt werden Frauen und Männer gleichermaßen herangezogen: Gerecht!

@59. Mich interessieren nicht irgendwelche Gruppen,

Sie machen es sich sehr einfach wenn Sie hier knackig von Menschen aus Fleisch und Blut sprechen. Wir reden nicht über Anatomie sondern um Soziologie und Kultur.

Wir haben zwei Gruppen. Die eine wird benachteiligt. Dadurch ergibt sich, selbst nach einfachen physikalischen Gesetzen, dass die andere Gruppe bevorteilt wird. Das bedeutet, dass eine Bevorteilung der benachteiligten Gruppe zur Gleichstellung beider Gruppen führen wurde. Daran ist vieles richtig! Und daran ist deshalb kein Unrecht. Niemand verlangt, dass Männer aus den unternehmen entlassen werden sollen. Es sollen bei Beförderungen und Einstellungen auf Kompetenz geachtet erden und nicht auf Geschlecht. Das kann die Quote.

Ein bisschen Mathe

Zunächst müssen wir unterscheiden:

Einstellungsquoten
(von allen NEUEINSTELLUNGEN sollen soundsoviel Prozent Frauen betreffen)

und

Anteile im Personalbestand
(in einer bestimmten Zeit sollen soundsoviel Prozent Frauen SEIN).

Das erste bedeutet, dass ab jetzt die Frauen eine bestimmte statistische Chance der Einstellung gesichert bekommen.

Die zweite bedeutet, dass bis zum Erreichen der Quote Männer benachteiligt sind, wenn andere Männer einen höheren Anteil haben, und bevorteilt, wenn andere Männer einen niedrigeren Anteil haben.
Je schneller die Umsetzung erfolgt, desto größer muss dabei die geschlechtsbedingte Benachteiligung ausfallen.

Um letzteres geht es auch, wenn ich es richtig verstanden habe, in dem Zeit-Artikel. Es soll eine Quote im Bestand der Vorstände erreicht werden.

Weiterhin geht es um die Anteile bei den Bewerbern.

Wenn zehn Posten zu besetzen sind, und drei davon Frauen sein MÜSSEN, und es bewerben sich drei Frauen und 200 Männer ist klar, was passiert.

Die Frauen werden garantiert übernommen (100%) und 7 von den 200 Männern (3,5%).

193 Männer bleiben draußen (96,5%). Unabhängig von der Qualifikation.

Ja, es ist schon so eine Sache mit der statistischen Gerechtigkeit, wenn man erst mit dem Rechnen anfängt.

Wann?

"Wenn zehn Posten zu besetzen sind, und drei davon Frauen sein MÜSSEN, und es bewerben sich drei Frauen und 200 Männer ist klar, was passiert."

Wann war das so? Beispiele? Gibt es zu wenige Bewerberinnen? Hat man im Ausland bei Einführung der Quote die Erfahrung gemacht, dass die Frauen fehlten und unqualifizierte angestellt werden müssen?

Antwort: Nein. Das ist ein Angst-Argument, dass durch nichts bestätigt wurde. Es ist Vorstellbar, aber in der Realität nicht eingetroffen, und das meiner Meinung nach, weil wir Frauen eben doch kompetent und willig sind.

Spiegelbildlich

"Das Beispiel ist nicht Realitätsnah, weil in der Realität genau das täglich passiert und zwar den Frauen."

Das Beispiel wird aber außerordentlich realitätsnah, wenn es zur Einführung einer Frauenquote kommt. Sie verstehen offensichtlich nicht die Spiegelbildlichkeit des Problems. Ob Frauen über Jahrtausende unterdrückt worden sind spielt hierbei keine Rolle, weil die Männer, die heute leben, daran nicht schuldig geworden sind (Schuld ist nämlich nicht vererblich).

Im übrigen: Moralphilosophie wendet sich *immer* an den einzelnen Menschen. Es gibt kein kollektives Gewissen. Sie verwechseln womöglich Moralphilosophie mit politischer Theorie.

Rechenbeispiel

Der Kommentar war zunächst einmal ein Rechenbeispiel, der zeigen soll, dass es ganz schwierig ist, über Quotierung Gerechtigkeit zu implementieren.

Aber so ganz abwegig sind die Zahlen vielleicht gar nicht. Wenn Sie beispielsweise in einer Kommission einer Universität zur Berufung einer Professorenstelle in einer technischen Domäne sitzen (etwa im Bereich der Ingenieurswissenschaften), können bei den Bewerberzahlen schon erhebliche Asymmetrien in den Zahlen auftreten. Schade, dass es teilweise so ist.

Vielleicht können mich Mit-Diskutierende aus dem Bereich der Wirtschaft bestätigen -- oder auch widerlegen.

Ich gebs auf

Sie widersprechen sich selbst in einem Absatz und merken es nicht.

"Es sollen bei Beförderungen und Einstellungen auf Kompetenz geachtet erden und nicht auf Geschlecht. Das kann die Quote."

Nicht unbedingt. Weil, wer eine für den Job ungeeignetere Frau per Quote positiv diskriminiert, zugleich einen geeigneteren Mann negativ diskriminieren muss. DAS kann die Quote eben auch. Und das ist mehr als ein Kollateralschaden. Es ist ein Fehler im System.

Ja ich finde Sie auch sehr anstrengend

NOchmal für Dude:

Für eine Quote wird keine ungeeignete Frau positiv diskriminiert. Es heist immer immer immer "bei gleicher Qualifikation". Dass das funktioniert, zeigen Beispiele imA Ausland. Dieses Argument ist nichtig.

Des weiteren widerspreche ich mir nicht. Frauen werden diskriminiert wodurch Männer übervorteilt werden. Es besteht also ein Ungleichgewicht. um ein Gleichgewicht herzustellen muss man die Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts antasten und das benachteiligte Geschlecht Bevorteilen (Aber eben nicht übervorteilen). So kann eine positive Diskriminierung genutzt werden um Gleichberechtigung hervorzubringen.

Verstehen Sie mich ...

... nicht falsch. Um es ganz klar zu sagen:

ES IST EIN **UNDING**, WENN FRAUEN NICHT EINGESTELLT WERDEN, NUR WEIL SIE FRAUEN SIND. ES IST EINE ZUM HIMMEL SCHREIENDE UNGERECHTIGKEIT.

Man verzeihe mir den Großdruck, aber man kann es sozusagen nicht laut genug sagen.

Aber der Satz gilt -- und zwar genauso laut -- auch dann, wenn man das Wort "Frauen" durch "Männer" ersetzt.

Und das tut jede Regelung, die eine Bestandsquote in kurzer Zeit erreichen will.

Übrigens: Ich weiß nicht, wie lebensfremd Berufungskommissionen in den Ingenieurswissenschaften sind. Für Bewerber auf Professuren sind sie durchaus sehr lebensnah.

@ buh 49

@buh
Zitat buh
" Das würde nur so sein, wenn man nicht der Meinung ist, dass die Macht in diesem Land von beiden Geschlechtern gleichermaßen ausgeübt werden sollte."

Interessant ist, mit welcher Verbohrtheit Sie ignorieren, dass es bei der Leitung von Firmen nicht um gesellschaftliche Machtausübung von Gruppen geht, sondern um Gelderwerb durch private Unternehmungen. Nach wie vor dürfen Frauen ebenso wie Männer Firmen gründen und an die Börse gehen. Aber sie tun es nicht. Liegt darin auch eine Benachteiligung?

Es ist doch ein Wahn, zu glauben, dass Gleichverteilung identisch mit Gerechtigkeit wäre.

Zitat buh
"Dagegen kann man eigentlich nur vernünftigen Sinnes sein, wenn man rational erklären kann, dass Frauen schlechter sind als Männer.

... sollte man doch so lange jemanden der Benachteiligt wird, Bevorteilen, bis er gleichauf ist, mit der privilegierten Gruppe."

Auch hier ist es wieder abenteuerlich, wie sie die Freiwilligkeit der Berufswahl unterschlagen. Bei den großen Konzernen geht es ganz überwiegend um Technik. Frauen sind nachgewiesenermaßen weit weniger technikaffin und kommen ganz naturgemäß weniger in die Lage, in einem technisch orientierten Konzern zu arbeiten.

All diese Gründe und noch viele mehr sind inzwischen längst tausendfach fast bis zum Erbrechen dargelegt und durchgekaut werden. Und Sie kommen immer noch mit einer kindischen Empörung über angebliche Diskriminierung und "Ungleichverteilung der Macht" daher.

Hallo

"Interessant ist, mit welcher Verbohrtheit Sie ignorieren, dass es bei der Leitung von Firmen nicht um gesellschaftliche Machtausübung von Gruppen geht, sondern um Gelderwerb durch private Unternehmungen. Nach wie vor dürfen Frauen ebenso wie Männer Firmen gründen und an die Börse gehen. Aber sie tun es nicht. Liegt darin auch eine Benachteiligung?"

Ja interessant, nicht? Interessant, wie Geld doch Freiheit und Macht und dadurch dem Besitzenden den Einfluss auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im ganzen bringt. Interessant.

Männerbünde und Vorurteile führen dazu, dass es keine gleiche Berechtigung zum Zugang zu Spitzenpositionen gibt. In diesem Fall ist Gleichverteilung Gerechtigkeit.

"Auch hier ist es wieder abenteuerlich, wie sie die Freiwilligkeit der Berufswahl unterschlagen. Bei den großen Konzernen geht es ganz überwiegend um Technik."

Hier geht es um DAX unternehmen. In den Bereichen in denn Quoten gefordert werden, wird selbstverständlich auch darauf geachtet, dass die Bewerber nicht ausbleiben. Des weiteren sollte mehr getan werden um Männer in Frauenberufe zu bekommen und umgekehrt.

Frauen sind nicht von Natur aus nicht Technikerin sondern werden durch Rollenklischees in diese Ecke gedrängt. Der Mensch ist Frei in Wille und Handlung.

Und am ende beleidigen Sie mich obwohl ich hier nicht nur Empörung äußerte sondern ganz sachlich und nachvollziehen Argumente. Ich denke ich werde jetzt gehen. Gute Nacht.

Slippery slope

Es gibt keine eigene Moralphilosophie von Gruppen; eine solche lässt sich immer in eine Moralphilosophie von Individuen entwickeln (offensichtlich geht das umgekehrt nicht, wenn gleich es beispielsweise im Nationalsozialismus ansatzweise versucht worden ist).

Es gibt eine ganz klare Hierarchisierung, insoweit die Gruppe als Gegenstand der Moral nur ein Behelf zur Vereinfachung eines Problems ist. Am Ende geht es aber immer um das Individuum. Und deshalb gibt es moralphilosophisch keine Rechtfertigung für eine Quote. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

Nicht-wirtschaftliche Bestätigung...

Keine Wirtschaft - aber ich kann Ihnen ein reales Beispiel aus der Hochschulwelt nennen, so wie Sie es angerissen haben.

Zu besetzen ist ein Lehrstuhl an einer rennomierten technisch-naturwissenschaftlichen Universität. Die Bewerber haben das Beurteilungsverfahren durchlaufen, der Ausschuss hat getagt und eine Rangliste erstellt: Nr.1 ist männlich, Nr.2 ist weiblich. Die Verhandlungen mit Nr.1 laufen gut, in Kürze soll das Berufungsverfahren vertraglich abgeschlossen werden.

Da verlässt eine andere Professorin die Universität in Richtung Privatwirtschaft. Als Konsequenz bricht die Uni das Verfahren mit Nr.1 ab und beruft in der Folge Nr.2, damit die (an einer technischen Uni sowieso unterentwickelte) Quote wieder aufpoliert wird.

Fragen Sie mich nicht, was Herr Nr.1 von der statistischen Gerechtigkeit hält...

@ buh hallo116

Zitat buh:
"Männerbünde und Vorurteile führen dazu, dass es keine gleiche Berechtigung zum Zugang zu Spitzenpositionen gibt. In diesem Fall ist Gleichverteilung Gerechtigkeit."

Nein Madame, es ist kein Fall von "Berechtigung", also "berechtigt werden" sondern von Erarbeiten, Erkämpfen, Erwerben.
Sie gehen ja typischerweise nicht ein auf mein Argument, dass Frauen auch dann diese Karrieren, die jetzt per Quote eingeklagt werden sollen, nicht anstreben, wenn niemand sie hindert: Wenn Sie selbst eigene Unternehmen gründen können.

Zitat buh:
"Des weiteren sollte mehr getan werden um Männer in Frauenberufe zu bekommen und umgekehrt."

Warum gleich wieder? Welchem MANN nützt es, in einem Frauenberuf zu arbeiten und umgekehrt? Ist die Biographie dieser Personen - es handelt sich in jedem einzelnen Fall um echte Menschen (nur zur Erinnerung) - für Sie nur Verfügungsmasse, um irgendwelche statistischen Ziele zu erreichen?

Zitat:
"Frauen sind nicht von Natur aus nicht Technikerin sondern werden durch Rollenklischees in diese Ecke gedrängt."

Sind Sie auch Betroffene? Ist in Ihrer Person der Menschheit ein Satellitentechniker verloren gegangen? Oder stimmt bei Ihnen ZUFÄLLIG die Neigung mit dem Klischee überein? Oder sind es immer nur "die anderen da draußen" von denen Sie schwadronieren?

Zitat:
"Der Mensch ist Frei in Wille und Handlung."

Und es gibt Leute, denen gehen die Folgen dieser Freiheit so auf den Keks, dass sie Quoten per Gesetz einführen wollen.

Na ja...

... Nr. 2 (w) ist auch nicht unbedingt auf der Brennsuppe dahergeschwommen und macht wohl, was man hört, eine anständige Lehre (obwohl, meiner Meinung nach, Nr.1 in Sachen Forschung fachlich besser und auch besser vernetzt ist...). Interessant ist das Beispiel vielmehr, da hier offen und nachvollziehbar "positiv diskriminiert"(TM) wurde.

In der Wirtschaft ist/wäre dies nicht so einfach und transparent nachvollziehbar. Das Qualitätsproblem ist da aber viel gravierender: ein Großteil der (realen!) Wertschöpfung wird bei uns immer noch in der produzierenden Industrie geschaffen. Vorstandsfrauen sitzen hier (wenn überhaupt) in den typischen w-Domänen: Recht,Personal, ev. noch Marketing. Damit schafft man aber keine 40%-Quote. Aber woher nehmen? Ein Fachvorstand mit Fachverstand muss hier aus der Linie kommen. Und da sieht es auf der ganzen Linie dünn aus: Abteilungsleiterinnen, Bereichsleiterinnen, Werksleiterinnen?

Selbst wenn man annimmt, dass die "gläserne Decke" bleiglasschwer alle weibliche Initiative hemmt - wo um Himmels willen sollen die kompetenten, erfahrenen Frauen, die wirklich und verantwortlich ein Unternehmen führen können, denn schlagartig in den nächsten Jahren herkommen?

(...rhetorisch - das frage ich natürlich nicht Sie. Nicht, dass Sie mich ausbuhen...)

Ein bisschen mehr Mathe

"Rechnen sagten Sie, ja? Rechnung analysieren, sage ich ;))"

Gute Idee. Tun wir das.

Wir haben 203 Personen, von deren Qualifikation a priori nichts wissen.

Jede davon hätte ohne Quote dann eine Chance von 10/203=0,049, einen Job zu bekommen. Multiplizieren wir das mit der Anzahl der Männer, so kommen wir auf ca. 9,85. Da wir schlecht sehr Bruchteile von Mitarbeitern einstellen können, wären 9-10 Männer (0-1 Frau) statistisch halbwegs gerecht.
Bei statistisch gleicher Qualifikation wären also im Schnitt mindestens zwei Frauen echte "Quotenfrauen".

Nehmen wir nun Ihr Beispiel:

200 Frauen und (ich denke mal) 200 Männer. Dann wären statistisch 5 Männer:5 Frauen gerecht. Das liegt über der Frauenquote. Dann wäre es statistisch gesehen extrem ungerecht, nur drei Frauen einzustellen, eben um die Quote zu erfüllen.

Überschrift 1

Liebe Buh, ihr Denkfehler liegt in der von ihnen konstruierten Benachteiligung der Frauen.
In ihren Augen werden Frauen bereits benachteiligt, wenn nicht 50 % oder 40 % des Aufsichtsrates, Vorstandes/whatever weiblichen Geschlechts sind, und eben diese Annahme ist alles andere als logisch oder erwiesen.

In ihrem Beitrag Nr. 58 schreiben sie:
“Wenn eine Gruppierung, die auch noch so groß sit wie die Frauen, ohne erkennbaren Grund und trotz nachgewiesener Qualifikation es nicht schaffen kann Gleichberechtigt neben den Männern die Wirtschaft dieses Landes anzuführen, dann müssen eben Quoten solange eingesetzt werden, bis die Wogen geglättet sind, also bis kein Geschlecht mehr benachteiligt wird. “

Offensichtlich haben sie Gleichberechtigt mit Gleichgestellt vertauscht/verwechselt, denn Gleichberechtigt sind Frauen in der heutigen Zeit bereits über alle Maßen, wohl eher massiv bevorteilt durch “positive Diskriminierung”(für mich das Unwort des Jahrzehnts).
Nun folgt die Gleichstellung , und da öffneten sich ganz neue Möglichkeiten zu fordern, sich selbst und “ihresgleichen” zu fördern und “positiv” zu “diskriminieren”!
Gender und Frauen, das ist ja heute schon eine Milliardenindustrie, natürlich finanziert vom Steuerzahler...
Für mich simple ideologisch motivierte, und doch verquere, Ansichten über Machtverhältnisse, und das da ein Backlash fast zwangsläufig eintreten muss, wie es zum Teil ja bereits geschieht, ist nur logisch.

@171......

Die Antwort ist viel lapidarer, warum sollen die Unternehmen und ihre Eigentümer für wilde Gleichheitsfantasien haften? Der Staat hat sich da herauszuhalten; frei nach Schröder: „Gedöns – und basta!“.

Es wäre schön, diesen trivialen Aspekt auch einmal in der Zeitung zu lesen.

Diese Dauerberieselung zur Rechtfertigung von Eingriffen in die Privatautonomie und sei es durch diffuse Drohungen zu einer „Selbstverpflichtung“ hat mittlerweile schon propagandastische und totalitäre Züge.

Es ist doch eine durch und durch perverse Vorstellung, ein Argumentationsmuster entwickeln zu wollen, eine Quote solle Frauen vor ungleicher Behandlung bei Beförderung in Spitzenposten „schützen“. So schafft man sich tatsächlich ab.

(Und wenn jemand so etwas fordert, dann bitte die LINKE, aber nicht die CDU.)

Kurz und gut

Der erste Kommentar erübrigt alle weitere Debatten. Das Einzige was man vielleicht noch herausstellen könnte, wäre die offensichtliche Ungerechtigkeit einer Frauenquote anhand des konkreten (im Text schon erwähnten) Beispiels eines Autokonzerns:

Die gesamte BMW-Belegschaft: 13 Prozent Frauen.
Und nun sollen an der Spitze eines solchen Unternehmens zwanzig oder gar dreißig Prozent Frauen sitzen?

Überschrift 2

Sie fragten: "Hat man im Ausland bei Einführung der Quote die Erfahrung gemacht, dass die Frauen fehlten und unqualifizierte angestellt werden müssen?"

Ja, in Norwegen gab es zu wenig qualifizierte Bewerberinnen, und gibt es vielleicht noch, denn Anfangs wurden auch Frauen aus dem Ausland(Schweden, Dänemark, usw) angeworben, und obendrauf finanzierte der norwegische Staat ein ganzes Kursus-Programm, um den in Frage kommenden Kandidatinnen das nötige Minimum beizubringen. Und dies ist bestimmt nicht hämisch gemeint, war einfach so. Von den unzähligen sonstigen Hilfestellungen, hier wie dort, sollte man lieber schweigen, so bizarr und überüberdimensioniert ist das.
Von den modernen "Goldröcken" beginne ich erst garnicht, ist wohl allgemein bekannt, und wenn man etwas logisch denkt, hätte man sogar selbst auf die Antwort kommen können.

Überschrift 3

Nochmal für Buh ;)

Bei gleicher Qualifikation klingt ja ganz nett, aber wenn es zu wenig gleich qualifizierte Frauen als Bewerberinnen gibt, man als Unternehmen/Firma/whatever ,aber eine Quote von xx% erfüllen MUSS, ist ja schließlich eine Vorgabe, dann sieht es plötzlich ganz anders aus.
Und erzählen sie mir jetzt bitte nicht wieder, das Frauen heute besser ausgebildet sind usw., dies ist nur partiell wahr und umgekehrt, denn man kann nicht einfach alle Studienrichtungen per Dekret gleichstellen, oder soll eine Journalistin die Aufgaben eines Atomphysikers übernehmen, damit die Quote stimmt?
Bei dem, was sie so alles gleichstellen wollen, bleibt von der Gleichberechtigung bald nichts mehr übrig, da vorgegeben von Menschen, die wirklich sozial herum konstruieren wollen, um ideologische Ziele zu vervollkommnen.

@176....

Ja, das soll wohl die Gleichung sein. Bekannterweise sind Frauen ja „anders informiert“. Aber wo bei Ihnen „Frauenförderung“ ankommt, wird das beim klassischen Unionsklientel mit „unnötigem Regulierungskram“, „Sozialismus“ und „Bürokratie“ übersetzt; und eigentlich wollte man genau das ja abbauen. Den Unternehmen ist es ja nur eine Last, ihre Geschäftsführungen und Aufsichtsräte nach irgendeiner „Quote“ umzubauen.

Ursel weckt „links fischend“ Begehrlichkeiten, die für den Staatshaushalt kostenneutral aber zu Lasten der Unternehmen sind, in der Hoffnung, sich „ein Profil“ zu verschaffen. Sie kann sich ja gerne ein Profil besorgen, aber dann bitte im Themenbereich des BMAS. Die Unternehmen sind derzeit – angesichts BaWü - erstmal mit „linkem“ Weltverbesserungskram geschockt genug.

Die tut derzeit niemandem einen Gefallen, außer sich selbst. Für ein „ein_Frau_Unternehmen“ hat man die nicht dahin geschickt.

Für "Blödeleien" sind Linke, Grüne und dunkelrote SPD zuständig, aber nicht die Arbeitsministerin der Union. Die Politkasperei hakt auch irgendwann mal nach. Zur Zeit braucht man die nicht.

Oder Karlsruhe macht den Stiefel anders

und verlangt vom Staat Quoten für alle und jeden.

Quoten für Bundesbürger mit Migrationshintergrund.
Quoten für "Minderqualifizierte".
Quoten für die Alterspyramide der Unternehmen.

Mei wäre das ein Jux, wenn die Damen, die sich von einer Frauenquote besondere Vorteile versprechen plötzlich von einem 60ig jährigen Arbeitnehmer gestochen werden. ^.^

Selbst wenn Schuld vererblich wäre, wären die heutigen...

Männer nicht mehr oder weniger verantwortlich als die jungen Frauen, denn jeder von ihnen hat schließlich Vater und Mutter. Eine Mutter, die in ihrem Berufsleben benachteiligt wurde, wird es sicher nicht als Genugtuung empfinden, wenn nun ihr Sohn beruflich diskriminiert wird, bis die Unternehmen entsprechende Quoten erfüllt haben.

Habe Ihrem Text "zugehört"

und frage: Welche "Umfragen" waren das schnell wieder bei Ihnen? Ich für meinen Zeil bin gerade ganz zufällig an einem Stapel "Unicum Beruf"-Zeitschriften (Ausgabe 1 dieses Jahres) vorbeigekommen und siehe da:
Auf Seite 3 heißt es laut einer repräsentativen Umfrage,
- 55% sind gegen eine Frauenquote für Frührungspositionen in der Wirtschaft
- 29% sind dafür
- 16% ist es egal.
Meines Erachtens schon ein Zeichen, dass es diesem Instrument erheblich an demokratischer Legitimation mangelt. Womöglich ist dies der Grund für das hiesige kampagnenjournalistische Dauerfeuer.

Lieber Dude,Frauenquoten gibt es in Deutschland seit 20 Jahren..

im Öffentlichen Dienst.
Lesen Sie doch mal eine Gleichstellungsbericht, z.B. Uni Würzburg, oder einen Frauenförderbericht der Uni Darmstadt oder eines der Ländergleichstellungsgesetze (Bayerisches Gleichstellungsgesetz BayGlG). Im Bericht geht es um die Umsetzung des Gesetzes und die Beschreibung der Frauenförderung. Eine davon ist die Bevorzugung von Frauen bei der Einstellung, wenn sie "unterrepräsentiert" sind, alsodie 50% Quote.

Das Verfassungsgericht kassiert nichts dergleichen.

Im Gleichstellungsbericht lesen Sie dann auch etwas über die Förderung von Studentinnen, obwohl Frauen längst mehr Hochschulabschlüsse machen als Männer (genau genommen ist das Förderung von Ungleichstellung).

@ GeorgKT

Haben Sie ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts in dieser Angelegenheit zu Hand? Wenn ja, lassen Sie es mich bitte wissen...

Im übrigen: Es gibt in der Tat mehrere Möglichkeiten, eine Frauenquote konkret auszugestalten. Die Formulierung mit dem Zusatz "bei gleicher Eignung bevorzugt" ist sicher eher harmlos. In der Diskussion steht aber auch die norwegische Variante, bei der ein Verfehlen einer bestimmten Quote automatisch zu scharfen Sanktionen führt. Dies ist aufgrund der Implikationen mit großer Sicherheit nicht grundgesetzkonform.

Behauptungen

"Für eine Quote wird keine ungeeignete Frau positiv diskriminiert."
Das ist eine Behauptung, die sie durch nichts belegen können. Ebenso wie die Benachteiligung der Frau selbst und die so genannte "gläserne Decke" bloße Behauptungen sind, die durch nichts bewiesen sind.
Gerade Sie, Frau Buh, die immer Fakten fordern, operieren in diesem Forum permanent mit wachsweichen Argumenten. Zahlen beweisen gar nichts. Die Zahlen beweisen lediglich, dass in Führungspositionen weniger Frauen arbeiten als Männer. Von diesen Zahlen darauf zu schließen, dass das darum so ist, weil die Frauen benachteiligt werden, ist rein spekulativ.

@297 - Wasserköpfe, Interessen & Propaganda....

Wissen Sie, wie man am schnellsten alles „Gleichstellungsberichte“ dieser Republik ergoogeln kann. Sie müssen folgenden Satz aus dem Art. 3 GG mit Gänsefüßchen bei Google eingeben: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ Probieren Sie es mal, dann haben Sie eine Vorstellung vom Ausmaß des Wasserkopfes „Gleichstellung“. Der muss jetzt (Art. 3 GG bindet bloß die staatliche Gewalt) auf die Privatwirtschaft ausgedehnt werden, irgendetwas müssen die Genderinnen mit Ihren Absolventinnen ja machen.

Der Feminismus – so kämpferisch er meinetwegen mal gewesen sein soll – bedeutet mittlerweile die Schaffung eines gigantischen Wasserkopfes zu dessen Erweiterung und Rechtfertigung immer mehr „Propaganda“ eingesetzt werden muss. Früher oder später bricht er natürlich zusammen: Wasserköpfe produzieren nichts, sie verteilen ja nur; eine gigantische, ideologische Fehlallokation, die eigentlich nur den „Berufsfeministinnen“ Pöstchen verschafft; die den „Geschlechterkrieg“ mit all seinen Benachteiligungen für die Frauen zur Rechtfertigung der eigenen Existenz benötigen.

Ein irres Programm.

Vielleicht sollte man bei den „Genderforschungslehrstühlen“ (wohl an die 100) anfangen und die schlicht streichen und durch MINT-Kapazitäten ersetzten. Da ist mehr Zukunft, auch für die Frauen. Irgendwann kommt das auch bei den Frauen an.

da sollten sie sich noch mal informieren

denn das wa ssie schreiben geht mit einer wquote nun mal nicht

es gibt ja schon ausbildungsplätze in großkonzernen, da könnten z.b 40 eine ausbildung beginnen, m,an sollte also davon ausgehen könnenb, dass das unternehmen diese lehrlinge braucht, diese ausbildungsplätze werden aber nur für weibliche lehrlinge angeboten, findet das unternehmen aber nicht nur 25 junge frauen, dann werden diese lehrstellen überhaupt nicht besetzt, da darf gar kein männlicher lehrling hin

genauso ist es bei der quote, da geht es nicht um qualifikation, sondern nur ums geschlecht, ganz egal was die frau kann, sie muss ja aufgrund der regl 40% frauen dem mann vorgezogen werden, im prinzip müsste das unternehmen bei einer gesetzlich vorgeschriebenen frauenquote von 40% eine putzfrau einem akademiker vorziehen

und wie das beispiel norwegen zeigt, sind eben viele qualifizierte frauen eben nicht so leicht zu finden, wie manche feministinnen und politiker glauben, denn allzuviele frauen wollen solche jobs oft gar nicht und daher bewerben sich oft nur 0-10% frauen bei stellenausschreibungen im topbereich, wie will man so sehr gute frauen in der größenordnung von 40% finden?? das unternehemn muss dann eigentlich jede frau nehmen, die sich bewirbt

Wir reden hier über 30 DAX-Unternehmen!

Und wie viele Frauen sind in diesen Unternehmen nach einer Quotenregelung in führenden Positionen? Selbst wenn 30% erreicht werden, kann man die Zahl an ein paar Händen abzählen. Viel Lärm um nichts.
Die Politik soll sich lieber Gedanken über Lohngerechtigkeit, über allein erziehende Mütter machen.

Role Models sind wichtig für Mädchen und junge Frauen

Natürlich geht es hier um Symbolpolitik, aber aus meiner Sicht um eine ganz entscheidende. Wenn Mädchen und junge Frauen ständig vor Augen geführt bekommen, dass das höchste, was sie beruflich erreichen können, der Beruf der Zahnarzthelferin, Sekretärin oder, na sagen wir, Tierärztin ist, dann brauchen sie neben Intelligenz und Ehrgeiz auch verdammt viel Chuzpe, um sich in anderen Berufen zu versuchen, um sie überhaupt anzustreben. Sie müssen ja überhaupt erstmal auf die IDEE kommen, dass andere Berufe für sie in Frage kommen. Wenn sie allerdings sehen, dass Mama Unternehmerin ist, eine Kanzlerin die Neujahrsansprache hält und Tante Alexandra ständig um die Welt jettet um Unternehmen zu beraten, dann kommen sie natürlicherweise auf die Idee, dass diese Berufe auch für sie in Betracht kommen. Genauso übrigens wie sie vielleicht auf dem Bau oder bei der Müllabfuhr arbeiten wollen, wenn es entsprechende Vorbilder gibt. Und das Gleiche gilt natürlich auch umgekehrt für die Jungs, die von klein auf lern(t)en (es ändert sich ja gerade), dass Kassierer immer weiblich sind, Putzhilfen immer weiblich, Kindergärtner immer weiblich. Wie sollen sie auf die IDEE kommen, dass diese Berufe vielleicht auch für sie interessant sein könnten. Es geht also momentan natürlich nur um etwa 60 Stellen, die in Vorständen von Frauen eingenommen werden sollen. Aber diese 60 Stellen sind aus meinen Augen ganz entscheidend, um den Horizont von Mädchen und Jungs (und Männern und Frauen)zu weiten.

Quoten, aber welche

Fast gar nicht wurde beleuchtet, dass es hier um DAX-Unternehmen geht. Vielleicht noch der Beitrag 199 von ChristianBW, wobei ich auch nicht alle Beiträge gelesen hab.

Sie sagen es geht um Symbolpolitik, dann frage ich Sie, warum sollen keine Quoten bei der Müllabfuhr eingeführt werden, denn es ist meistens ein Müllmann und keine Frau, obwohl die Bezahlung gut ist und die körperliche Anstrengung sich in grenzen hält. Warum fordert man nicht Quoten im Tiefbau, bei Maurer und anderen Dreckigen Berufen, die ich selbst ungerne machen würde. Hier hat man vor, eine klare Bevorzugung eines Geschlechts per Gesetzt durchzuboxen.

Wenn eine Quote, dann eine Geschlechtsneutrale, da wäre ich dabei. In einem Unternehmen müssen jeweils mindestens 30% eines Geschlechts vertreten sein. Das würde doch einer Frau nicht schaden oder?

Ich hab vor gut zwei Jahren mitbekommen, das ein netter junger Mann, der sein Abitur mit 2,2 abgeschlossen hat von der Dresdner Bank abgelehnt wurde, weil die eine Männerquote von 30% hätten und diese nicht steigern wollen. Ob es nun genau diese Bank war ist mir nicht genau in Erinnerung geblieben.

Wenn es um Rollen geht, so ist doch ein Umdenken der Gesellschaft notwendig. Viele wollen doch, dass die Frau mit 2 Kindern zuhause sitzen bleibt und den Mann bekocht. Auch einige Frauchen fühlen sich in der Rolle wohl.

Es muss was geändert werden, aber das, was versucht wird umzusetzen hilft kein Stück weiter.

Gruß Andy

Frauen auf zur Müllabfuhr, auf den Bau, etc.

Gerne. Aber hier stellt sich natürlich die Frage, ob es auch bei der Müllabfuhr, auf dem Bau, etc. eine gläserne Decke gibt, d.h. ob es heute schon viele Frauen gibt, die gerne bei der Müllabfuhr anfangen wollen, aber nicht können, weil die Männerclique zusammenhält und doch lieber Männer einstellt. Falls das so ist: Her mit der Quote bei der Müllabfuhr. Falls nicht: Noch kein Bedarf (dürfte sich auch in den kommenden Jahren ändern). Dass aber viele Frauen heute schon in DAX-Unternehmen in Führungspositionen, in die Vorstände etc. wollen, steht außer Frage. Also haben sie auch ein Recht, da rein zu kommen, wenn sie qualifiziert sind. Genau DAS aber sprechen ihnen viele Kommentatoren hier ab. Egal. In fünfzig Jahren werden die Frauen ihren Töchtern kopfschüttelnd von der Steinzeit Anfang des 21. Jahrhunderts erzählen. Der Wandel ist ja nicht aufzuhalten.

Frauen wollen in Fuehrungspositionen

Ich bezweifle, dass es genuegend viele Frauen gibt in Deutschland, die in Fuehrungspositionen wollen, egal ob DAX- Unternehmen oder Mittelstand. Und das hat einen einfachen Grund. Solange die soziale Infrastruktur, d.h. Kindergaerten, Ganztagesschule, fehlt, wo Kinder auch ganztaegig sinnvoll untergebracht und erzogen und (aus)gebildet werden, werden immer Frauen um der Kinder willen zu Hause bleiben, und Maenner den Beruf waehlen.
Dass sich die bekannten Damen von der CDU jetzt so ins Zeug legen fuer die Quote kann ueber die Tatsache nicht hinwegtaeuschen, dass die CDU jahrzehntelang eine Schul- und Familienpolitik gemacht hat und immer noch macht, die die oben beschriebene Rollenzuweisung zementiert: Frauen, bleibt zu Hause und versorgt die Kinder !
Eine solche Quote ist Schmuck am Hemd.

Eine Frauenquote muss es geben...

zeigt doch die Erfahrung aus Norwegen, dass die Frauen, die aufrücken konnten jünger, besser ausgebildet und qualifizierter sind, als ihre männlichen Kollegen. Und nach meiner Kenntnis ist auch kein Unternehmen an der Frauenquote pleite gegangen.
Gleichzeitig bietet die Frauenquote eine Chance hin zu einer familienfreundlichen Unternehmenskultur in der Leistung nicht in reiner Anwesenheit gemessen wird.
Und nicht zuletzt: Zu viele Spitzenfrauen wandern schon ins Ausland ab. Um sie halten zu können bedarf es attraktiver Angebote, gleicher Entlohnung und nicht zuletzt Aufstiegschancen die nicht auf "Token Women" hinauslaufen oder auf einem "glass cliff" enden. (Von der vielfach empirisch nachgewiesenen gläsernen Decke möchte ich gar nicht erst anfangen.)

Noch absurder als die Quote selbst

Wie sich erst jüngst in Schweden zeigte (wo es keine reine Frauenquote, sondern eine Geschlechterquote beim Hochschulzugang gab), geht es in dieser Diskussion gar nicht um "Geschlechtergerechtigkeit":

http://www.dradio.de/dlf/...

Als die Quote begann, für mehr Gerechtigkeit zu sorgen, wurde sie sofort abgeschafft. Bloß weil es die Männer waren, die davon profitierten, und die Frauen die langen Gesichter machten.

Luxusprobleme...

Im Ölstaat Norwegen teilen sich 70 meist kinderlose Managerinnen ca. 300 Posten und verdienen sich dabei dumm und dämlich. Frau v.d.L. sollte sich lieber um die jungen Hochschulabsolventinnen kümmern, dass sie Familien gründen und trotzdem arbeiten können. Solange es nicht genügend Betreuungsplätze für Kinder gibt, werden junge Frauen, deren Partner meist älter sind, beruflich immer das Nachsehen haben.

Frauenquote vs. Wirtschaft

"Und nach meiner Kenntnis ist auch kein Unternehmen an der Frauenquote pleite gegangen."

Natürlich nicht, schließlich kann man Frauen ja auch als günstigere Arbeitskräfte einstellen. In der knallharten Wirtschaft zählt nicht, ob Frauen diskriminiert werden oder nicht, sondern einzig und allein der Profit des Unternehmens und so lange es keine gleiche Bezahlung, unabhängig vom Geschlecht, gibt, kann es noch so hohe Frauenquoten geben - der Nutzen ist beschränkt.

Besser ausgebildet?

Deutsche Frauen sind meines Erachtens die technisch-mathematisch-naturwissenschaftlich unbegabtesten in der Welt. Aber genau dieses Qualifikationen werden in Spitzenpositionen erwartet. Solange nur 10-15% der Mädels sowas studieren brauchen wir auch nicht mehr Frauen in den Vorständen. Mal in den Süden gucken: die Frauen in den sogenannten 'Macholändern' sind da schon viel weiter. Dort sind bis zu 40% Mädels in derartigen Studiengängen.

unbegabt

"Deutsche Frauen sind meines Erachtens die technisch-mathematisch-naturwissenschaftlich unbegabtesten in der Welt."

das hat nichts mit unbegabt zu tun, sondern wie den menschen vorgelebt wird, wer welche rolle wann übernimmt. seltsamer weise ist das vor allem in deutschsprachigen ländern sehr auf die von dir beschriebene weise ausgeprägt. nachdem ich mal davon ausgehe, dass die deutschen frauen im schnitt nicht dümmer sind als in anderen industrieländern, kann man nur davon ausgehen, dass es mit ideologie zu tun hat.

Es ist im globalen Vergleich ungewöhnlich

"seltsamer weise ist das vor allem in deutschsprachigen ländern sehr auf die von dir beschriebene weise ausgeprägt."

Im selber bereits erlebten Vergleich (zu USA und UK) kann ich das bestätigen. Meiner Meinung nach hat das viel mit dem hierzulande von Frauen geprägten und gelebten Mutterkult zu tun.

In den USA und UK tragen Frauen ihre Gebärfähigkeit nicht wie eine Monstranz vor sich her, um angebetet, hofiert und mit Privilegien überschüttet werden zu wollen.

Sondern leben einfach ihr Leben.

Es ist ein deutsches Phänomen das sich Frauen als ewig unterdrückte "Herrinnenmenschinnen" gerieren. Und das ihnen das die deutschen Männer so durchgehen lassen, ist ein weiteres bemerkenswertes Phänomen.

Vielleicht ist es auch noch in den skandinavischen Ländern verbreitet (Berichte deuten darauf hin). Die kenne ich aber nicht gut genug um das bestätigen zu können.

@manuela26

"Ich glaube einige maskuline Mitdiskutanten können einfach nicht über ihren ideologisch verbohrten Schatten springen; es ist einfach nur klug, wenn z. B. bei den Grünen auf Bundeskongressen die Möglichkeit einer Frauenversammlung gibt, von der Männer ausgeschlossen werden, damit deren maskuline Anwandlungen weder Gehör noch Gewicht finden. Und ich sage das in voller Überzeugung so deutlich, was hier für ein Blödsinn geschrieben wird, dabei ist die geschlechtliche Ungleichheit, die strukturelle Diskriminierung praktisch mit Händen fühlbar."

"Sind Sie noch bei Trost?"

Was erlauben Sie sich hier für einen Ton anzuschlagen, Sie Flegelin!

Tut es weh?

Vielleicht zur Verdeutlichung ein paar Zahlen:

Frauenanteil in Führungspositionen

USA: 23% Diskussion über Quoten: 0,0%
UK 19% Diskussion über Quoten: 0,0%
...
DE: 12% Diskussion über Quoten: 100%

Frage: Was haben die Frauen in den USA den deutschen Frauen voraus?

Vielleicht mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und den Ehrgeiz es selber zu schaffen? Anstatt darauf zu hoffen, das staatliches Gewaltmonopol ihnen den Weg zur Spitze mit Gesetzen freischießt?