Nach dem Rücktritt Guttenberg und die grauen Mäuse

Karl-Theodor zu Guttenberg wurde verehrt. Seine Popularität verdanke er der romantischen Sehnsucht nach Leidenschaft, Intensität und Tragik, kommentiert Mark Schieritz.

Stangenware statt Camouflage, Langeweile statt Action – mit dem Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenbergs heißt es nun Abschied nehmen vom Traum einer bunten Polit-Republik. Es kehrt wieder der graue Alltag ein, das Berliner Regierungsviertel muss eine ganz erhebliche deprettyfication seines Personals verkraften. Was sagt das allgemeine Entsetzen darüber über unser Demokratieverständnis?

In der Verehrung Guttenbergs manifestiert sich das, was Max Weber in seiner Analyse der Legitimationsgrundlage politischer Ordnungen als charismatische Herrschaft bezeichnet hat. "Die Hingabe an das Charisma (…) bedeutet ja, dass er persönlich als der innerlich berufene Leiter der Menschen gilt, die sich ihm nicht kraft Sitte oder Satzung fügen, sondern weil sie an ihn glauben." Aus der bedingungslosen Zustimmung, nicht aus konkreten beruflichen oder gar akademischen Errungenschaften bezieht der Charismatiker seine Legitimität. Auch wenn er im operativen Geschäft eine Null ist, fliegen ihm die Herzen zu.

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Das irrationale Moment, das jeder charismatischen Herrschaft innewohnt, tritt bei Guttenberg ganz besonders hervor. Er verdankt seine Popularität der romantischen Sehnsucht nach Leidenschaft, Intensität, Tragik – all den Dingen eben, die in der nüchternen, kargen Politik eines liberaldemokratischen Rechtsstaats fehlen. Die Eigenkapitalrichtlinie von Basel III jedenfalls lockt keinen Bürger auf den Marktplatz. Die neue Rentenformel macht niemanden glücklich. Man muss in den Furor der Guttenberg-Fans gegen den politisch-medialen Komplex nicht gleich die Sehnsucht nach einem Führer hineinlesen, wie es jetzt einige tun. Und doch ist er Ausdruck des Verlangens nach einer anderen, einer höheren, reineren Form der Politik, nach Erlösung und Sinnstiftung. Um es mit Oasis zu sagen: "Maybe you're gonna be the one that saves me."

Die Sinnentleerung der Politik allerdings ist für die Moderne gerade konstitutiv. Gott mag, Guttenberg hat es in seiner Dissertation thematisiert, in den Präambeln westlicher Verfassungen noch vorkommen, doch nach einem höheren Staatszweck sucht man vergeblich. Übrig geblieben ist der mühselige und immerwährende Ausgleich von Interessen, ein einziger großer fauler Kompromiss. Die Politik ist Verwaltung statt Gestaltung. Sie ist Mittelmaß und Routine. Schmutzig und langweilig. Die internationale Verflechtung wird diese Entwicklung noch verstärken. Wer Berlin schon zum Gähnen findet, war noch nie in Brüssel.

Guttenberg stand für die Hoffnung, der politische Prozess ließe sich romantisieren. Doch eine hohe Betriebstemperatur im öffentlichen Raum tut dem Regieren nicht gut. Von der Leidenschaft zum Massengrab ist es nur ein kurzer Weg. "Powered by emotion" – in der Politik ist das keine gute Idee. Insofern könnte man es als ein Zeichen politischer Reife ansehen, dass mit Thomas de Maizière ein Politiker auf Guttenberg folgt, der keine Facebook-Freunde hat und den Glamourfaktor eines Oberstudienrats. Es ist keine notwendige Voraussetzung für ein funktionierendes Staatswesen, dass sich die Bürger für Politik begeistern. Ein Hoch auf die grauen Mäuse. Wer Gefühle will, soll ins Kino gehen.

 
Leser-Kommentare
    • joG
    • 06.03.2011 um 13:50 Uhr

    Das sind große Gefühle. Damit lässt sich Revolution machen und Krieg. Für den demokratischen Prozess sind dies keine guten Ratgeber. Eher das Gegenteil.

    22 Leser-Empfehlungen
  1. Rupert Scholz telefoniert in ganz Bayern herum, wer einen mediokren Stoibersohn promoviert, siehe http://berlin2011.wordpress.com/2011/02/20/die-csu-und-„ihre“-landesuniversitaten/

    Wir brauchen nicht mehr graue Mäuse, sondern überzeugende Persönlichkeiten.

    17 Leser-Empfehlungen
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    • Gafra
    • 06.03.2011 um 14:53 Uhr

    So eine männliche Lady Di ist das wohl eher nicht!

    • Buh
    • 06.03.2011 um 22:33 Uhr

    Das Problem ist, dass wir die nicht kriegen werden, wenn wir Oberflächlichkeiten hinterherhecheln, wie es in Amerika Tradition ist. Guttenberg war kein Politiker, er war Politstar. Er hätte mit Charisma doch fast alles verkaufen können, ob in der Sache auch tatsächlich solide Arbeit geleistet wurde ist egal gewesen. Die Mängel bei der Bundeswehrreform wurden kaum thematisiert von den Medien. Stattdessen wurde das Mantra des außerordentlich "fähigen" Politikers wiederholt.

    Ich will keine amerikanisierung der Politiklandschaft. Ich will keine Show, ich will sachliche Diskussionen und intelligente Politik. Die bekommt man von grauen Mäusschen eher als von Strahlemännern, denn die Mäusschen sind nicht so sehr damit beschäftigt ihr Image zu pflegen...

    • dacapo
    • 06.03.2011 um 22:35 Uhr

    ......nur graue Mäuse brauchen ihre Lichtgestalt. Das ist unser, die Gesellschaft besteht aus zu vielen grauen Mäusen. Wer keine graue Maus ist, braucht auch keinen Sonnyboy, der möchte jemanden, der seine Arbeit solide verrichtet.
    Aber was halten denn die Fans vom zu Guttenberg, wenn er als Entertainer seinen Weg macht. In der Politik wird er nichts.
    Man muss schon fast annehmen, dass das Theater der "Abschreiberei" von ihm inszeniert wurde. ER geht als Märtyrer, da er sich nicht einfach aus dem Staub machen konnte, weil er sich bei der Bunderwehrreform überhoben hatte.

    • Gafra
    • 06.03.2011 um 14:53 Uhr

    So eine männliche Lady Di ist das wohl eher nicht!

    • Buh
    • 06.03.2011 um 22:33 Uhr

    Das Problem ist, dass wir die nicht kriegen werden, wenn wir Oberflächlichkeiten hinterherhecheln, wie es in Amerika Tradition ist. Guttenberg war kein Politiker, er war Politstar. Er hätte mit Charisma doch fast alles verkaufen können, ob in der Sache auch tatsächlich solide Arbeit geleistet wurde ist egal gewesen. Die Mängel bei der Bundeswehrreform wurden kaum thematisiert von den Medien. Stattdessen wurde das Mantra des außerordentlich "fähigen" Politikers wiederholt.

    Ich will keine amerikanisierung der Politiklandschaft. Ich will keine Show, ich will sachliche Diskussionen und intelligente Politik. Die bekommt man von grauen Mäusschen eher als von Strahlemännern, denn die Mäusschen sind nicht so sehr damit beschäftigt ihr Image zu pflegen...

    • dacapo
    • 06.03.2011 um 22:35 Uhr

    ......nur graue Mäuse brauchen ihre Lichtgestalt. Das ist unser, die Gesellschaft besteht aus zu vielen grauen Mäusen. Wer keine graue Maus ist, braucht auch keinen Sonnyboy, der möchte jemanden, der seine Arbeit solide verrichtet.
    Aber was halten denn die Fans vom zu Guttenberg, wenn er als Entertainer seinen Weg macht. In der Politik wird er nichts.
    Man muss schon fast annehmen, dass das Theater der "Abschreiberei" von ihm inszeniert wurde. ER geht als Märtyrer, da er sich nicht einfach aus dem Staub machen konnte, weil er sich bei der Bunderwehrreform überhoben hatte.

  2. Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wieso sich die Deutsche Gesellschaft immer nach einem personifizierten politischen Gütesiegel sehnt?

    Wäre es nicht sinnvoller politische Leistungen anzustreben mit Werten wie Qualität, Güte, Fairness, Verdienst, Aufrichtigkeit, Gradlinigkeit, Vertrauen, Achtung, Gerechtigkeit oder Wohlwollen?

    Diese Personifizierung ist eindeutig dem systembedingten Vorenthalt und der Verweigerung politischer Rechte der Bürger auf Bundesebene zuzuschreiben.

    Könnten die Bürger dort per Plebiszit sachlich etwas bewirken, würden Politiker, Medien, Fachleute, Bürger, Lehrer, Schüler, Hausfrauen, usw. nicht mehr um den Mann streiten, sondern um die Sache.

    Deutschland kann man aber nicht zu seinem Glück zwingen...

    20 Leser-Empfehlungen
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    • NK
    • 06.03.2011 um 14:28 Uhr

    Wie kommen Sie darauf, dass das Plebiszit zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen würde?
    Gerade die Debatte um unseren ex-Verteidigungsminister hat m.E. deutlich gemacht, wie wenig es in der öffentlichen Diskussion um Sachargumente geht: Statt logisch schlüssiger Argumente, was denn nun die politischen Erfolge des Herrn zu Guttenberg seien wurde als "pro Gutti" Argument unter andermem angeführt, dass er "schnittig ist, klare Worte findet und eine vorzeigbare Frau hat". Jeder, auch derjenige, welcher noch niemals eine Doktorarbeit in der Hand hatte, fühlt sich dazu berufen, ein Urteil darüber zu fällen ob das nun eine Jugendsünde, Schlamperei oder doch ein schwerwiegenderes Vergehen sei. Jeder hat eine Meinung zu allem - auch wenn die Sachkenntnis fehlt.
    Darüber, was der Grund für diese emotionale statt rationale Diskussion ist (Medienberichterstattung? Bildungsnotstand?), kann man lange diskutieren und sicherlich auch streiten.

    Es ist nun mal eine schwierige Sache mit dem Plebiszit. Es gibt so viel zu entscheiden, was echte Kenntnis braucht. Das hat man gut an der Stuttgart21-Schlichtung studieren können. Umfassende Einarbeitung in Medizinethik, Pharmakologie, Demographie, Steuerrecht etc. wären ebenso nötig wie Verständnisfähigkeit, um den gewünschen Streit der Meinungen grundsätzlich zu organisieren. Dass dabei der gesunde Menschenverstand zur Beantwortung unserer Zukunftsfragen ausreicht, bezweifle nicht nur ich. (Der Volksverstand ist eines der massiv intellektuellenfeindlichen Hauptargumente der Tea-Party). Dazu kommt, dass es in einer so großen Republik wie unserer nun mal tatsächlich fast zahllose unterschiedliche Interessen gibt, mit vielen einander widersprechenden Wahrheiten. Abstimmungen können Verhandlungen, in denen Kompromisse ausgehandelt werden, meist deshalb nicht optimal ersetzen, weil einfache Mehrheiten zu oft Verlierer hinterlassen, weshalb Entscheidungen möglichst im verhandelten Konsens und nicht in der Kampfabstimmung fallen sollten. Und zuletzt: allen Plebiszitbefürwortern sei eine soziologische Feldstudie in Augsburg empfohlen, wo eine Stadtgesellschaft sich über Bürgerbegehren seit Jahren in Grabenkriegen verwickelt, übelste Hetzkampagnen inklusive, und alle Kraft inzwischen in die Organisation von (Ab-)Stimmungsgruppen gesteckt wird. Nicht, dass sich die Politik dem nicht anpasste, das ging schnell. Die Gesellschaft jedoch ist blockiert und auf Jahre vergiftet.

    Ihre Frage ist relativ einfach zu beantworten. Weil es in der Schweiz so vorgelebt wird.
    Der einzelne Politiker oder eine Partei erhält niemals so viel Gewicht, wie die Sache selbst.

    Obwohl die Schweizer ebenfalls durch Parlamentarier repräsentiert werden, können die Sachfragen an der Urne entschieden werden, wenn sie umstritten sind.

    Der Clou: Die Politiker selbst geniessen es, wird ihnen die Entscheidung und damit die Verantwortung durch das Volk abgenommen.

    Zudem kann der Bürger jeweils zu den Ansichten der Rechten, der Linken, den Grünen oder den Mitteparteien stehen.

    Es gibt also gar keinen Grund eine Person zu vergöttern.

    • NK
    • 06.03.2011 um 14:28 Uhr

    Wie kommen Sie darauf, dass das Plebiszit zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen würde?
    Gerade die Debatte um unseren ex-Verteidigungsminister hat m.E. deutlich gemacht, wie wenig es in der öffentlichen Diskussion um Sachargumente geht: Statt logisch schlüssiger Argumente, was denn nun die politischen Erfolge des Herrn zu Guttenberg seien wurde als "pro Gutti" Argument unter andermem angeführt, dass er "schnittig ist, klare Worte findet und eine vorzeigbare Frau hat". Jeder, auch derjenige, welcher noch niemals eine Doktorarbeit in der Hand hatte, fühlt sich dazu berufen, ein Urteil darüber zu fällen ob das nun eine Jugendsünde, Schlamperei oder doch ein schwerwiegenderes Vergehen sei. Jeder hat eine Meinung zu allem - auch wenn die Sachkenntnis fehlt.
    Darüber, was der Grund für diese emotionale statt rationale Diskussion ist (Medienberichterstattung? Bildungsnotstand?), kann man lange diskutieren und sicherlich auch streiten.

    Es ist nun mal eine schwierige Sache mit dem Plebiszit. Es gibt so viel zu entscheiden, was echte Kenntnis braucht. Das hat man gut an der Stuttgart21-Schlichtung studieren können. Umfassende Einarbeitung in Medizinethik, Pharmakologie, Demographie, Steuerrecht etc. wären ebenso nötig wie Verständnisfähigkeit, um den gewünschen Streit der Meinungen grundsätzlich zu organisieren. Dass dabei der gesunde Menschenverstand zur Beantwortung unserer Zukunftsfragen ausreicht, bezweifle nicht nur ich. (Der Volksverstand ist eines der massiv intellektuellenfeindlichen Hauptargumente der Tea-Party). Dazu kommt, dass es in einer so großen Republik wie unserer nun mal tatsächlich fast zahllose unterschiedliche Interessen gibt, mit vielen einander widersprechenden Wahrheiten. Abstimmungen können Verhandlungen, in denen Kompromisse ausgehandelt werden, meist deshalb nicht optimal ersetzen, weil einfache Mehrheiten zu oft Verlierer hinterlassen, weshalb Entscheidungen möglichst im verhandelten Konsens und nicht in der Kampfabstimmung fallen sollten. Und zuletzt: allen Plebiszitbefürwortern sei eine soziologische Feldstudie in Augsburg empfohlen, wo eine Stadtgesellschaft sich über Bürgerbegehren seit Jahren in Grabenkriegen verwickelt, übelste Hetzkampagnen inklusive, und alle Kraft inzwischen in die Organisation von (Ab-)Stimmungsgruppen gesteckt wird. Nicht, dass sich die Politik dem nicht anpasste, das ging schnell. Die Gesellschaft jedoch ist blockiert und auf Jahre vergiftet.

    Ihre Frage ist relativ einfach zu beantworten. Weil es in der Schweiz so vorgelebt wird.
    Der einzelne Politiker oder eine Partei erhält niemals so viel Gewicht, wie die Sache selbst.

    Obwohl die Schweizer ebenfalls durch Parlamentarier repräsentiert werden, können die Sachfragen an der Urne entschieden werden, wenn sie umstritten sind.

    Der Clou: Die Politiker selbst geniessen es, wird ihnen die Entscheidung und damit die Verantwortung durch das Volk abgenommen.

    Zudem kann der Bürger jeweils zu den Ansichten der Rechten, der Linken, den Grünen oder den Mitteparteien stehen.

    Es gibt also gar keinen Grund eine Person zu vergöttern.

    • Export
    • 06.03.2011 um 14:05 Uhr

    lassen.
    Es waren in der letzten Zeit die einzigen Leute, die dieses Phänomen gar nicht verstanden, zudem oft genug auch nur übel denunzierten.
    So wie sie auch mit Vorlieben das Phänomen Sarrazin und seine Anhänger plakativ bearbeiteten.
    Statt gute Arbeit an Texten zu machen, wird eben lieber über Leute hergezogen.ads ist einfacher, geht schneller und scheinbar erfolgreich.

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    • Acrux
    • 06.03.2011 um 18:05 Uhr

    Dann lassen sie sich's von einem Astronomen erklaeren: Ausser der Fassade mit einer Menge heisser Luft dahinter hat der Mann nicht zu bieten.

    Denn nicht immer ist die Hingabe, die sich im Extremfall in solchen Exzessen darbietet, wie beim Besuch des Maochisten im Dominastudio oder in der geradezu sakralen Anbetung solcher Licht-, Heils- oder Führergestalten, wie es einst ein gewisser Adolf Schickelgruber, ein Lenin, oder eben ein Karl-Theodor von und zu Guttenberg es gewesen ist, vorkommt.

    Politik war, ist und bleibt das sach- und fachgerechte Arbeiten mit der Aufgabenstellung des Interessenausgleichs zwischen den Faktoren Kapital und Arbeit. Hier empfehle ich stets die Lektüre der Werke von Alfred Müller-Armack (http://homepage.uibk.ac.a...), Walter Eucken (http://www.eucken.org/hom...) und Ludwig Erhard (http://www.ludwig-erhard-...).

    Wenn das auch nicht hilft, dann kann ich auch nicht weiterhelfen und ich folge den Göttern, das diese ja die bekannte Dummheit auch nicht besiegen konnten und können.

    • Acrux
    • 06.03.2011 um 18:05 Uhr

    Dann lassen sie sich's von einem Astronomen erklaeren: Ausser der Fassade mit einer Menge heisser Luft dahinter hat der Mann nicht zu bieten.

    Denn nicht immer ist die Hingabe, die sich im Extremfall in solchen Exzessen darbietet, wie beim Besuch des Maochisten im Dominastudio oder in der geradezu sakralen Anbetung solcher Licht-, Heils- oder Führergestalten, wie es einst ein gewisser Adolf Schickelgruber, ein Lenin, oder eben ein Karl-Theodor von und zu Guttenberg es gewesen ist, vorkommt.

    Politik war, ist und bleibt das sach- und fachgerechte Arbeiten mit der Aufgabenstellung des Interessenausgleichs zwischen den Faktoren Kapital und Arbeit. Hier empfehle ich stets die Lektüre der Werke von Alfred Müller-Armack (http://homepage.uibk.ac.a...), Walter Eucken (http://www.eucken.org/hom...) und Ludwig Erhard (http://www.ludwig-erhard-...).

    Wenn das auch nicht hilft, dann kann ich auch nicht weiterhelfen und ich folge den Göttern, das diese ja die bekannte Dummheit auch nicht besiegen konnten und können.

  3. ist mir immer noch lieber als die hunderttausend Graue Mäuse wie Schavan, Böhmer oder Oppermann, dir in ihrem politischen Leben rein gar nichts bewirkt haben außer windschnittig und lobbygerecht zu verwalten...

    ... und bei passender Gelegenheit aus der Deckung nachzutreten.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Was hat denn der Herr Guttenberg in seinem politischen Leben so alles erreicht...außer windschnittig daherzukommen und Großes anzukündigen, was dann nie kam?

    Kundus? Gorch Fock? Geöffnete Feldpostbriefe aus Afghanistan? Von Kameraden bei Waffenspielchen erschossener Soldat? Bundeswehrreform? Ein einziges Chaos!

    Dieser Mann hat NICHTS geleistet. Nicht politisch und auch in seinem zuvorigen Berufsleben. Ganz anders als ein Wolfgang Böhmer, der zuvor 17 Jahre lang Chefarzt war und zwischendurch habilitiert hat.

    Zu Guttenberg ist ein Blender. Bedauerlich, dass es erst einer Plagiatsdissertation bedurfte um das klar zu stellen.

    daran, was denn die angeblich "christ"-"konservativen" immer für eine Schiene fahren würden, so sie können...

    http://www.youtube.com/wa...

    Wie wäre es denn mal mit ein bisschen ... Demut?

    die drögen Politikarbeiter halten mit ihrer mühseligen Verwaltungsarbeit - was meinen Sie denn, woraus regieren besteht? - unseren Staat aufrecht. Und auf der anderen Seite sitzen die Lobbyisten, entsendet von Körperschaften mit Geld, die Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen wollen, flaniert von Massenmedien, die mit ihrer Schlagkraft die Massen beeinflussen. Unser Ex-Wirtschafts- und Ex-Verteidigungsminister gehört nicht in die Gruppe der Leister, sondern in die der Profiteure und Einflussnehmer.

    Es ist zum Haare raufen!

    • lupodo
    • 07.03.2011 um 16:40 Uhr

    Sie haben vollkommen recht. Diese grauen Mäuse (aller Parteien) kosten den Steuerzahler Unsummen für ihre Ineffizienz.Gäbe es mehr tatkräftige Politiker

    Was hat denn der Herr Guttenberg in seinem politischen Leben so alles erreicht...außer windschnittig daherzukommen und Großes anzukündigen, was dann nie kam?

    Kundus? Gorch Fock? Geöffnete Feldpostbriefe aus Afghanistan? Von Kameraden bei Waffenspielchen erschossener Soldat? Bundeswehrreform? Ein einziges Chaos!

    Dieser Mann hat NICHTS geleistet. Nicht politisch und auch in seinem zuvorigen Berufsleben. Ganz anders als ein Wolfgang Böhmer, der zuvor 17 Jahre lang Chefarzt war und zwischendurch habilitiert hat.

    Zu Guttenberg ist ein Blender. Bedauerlich, dass es erst einer Plagiatsdissertation bedurfte um das klar zu stellen.

    daran, was denn die angeblich "christ"-"konservativen" immer für eine Schiene fahren würden, so sie können...

    http://www.youtube.com/wa...

    Wie wäre es denn mal mit ein bisschen ... Demut?

    die drögen Politikarbeiter halten mit ihrer mühseligen Verwaltungsarbeit - was meinen Sie denn, woraus regieren besteht? - unseren Staat aufrecht. Und auf der anderen Seite sitzen die Lobbyisten, entsendet von Körperschaften mit Geld, die Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen wollen, flaniert von Massenmedien, die mit ihrer Schlagkraft die Massen beeinflussen. Unser Ex-Wirtschafts- und Ex-Verteidigungsminister gehört nicht in die Gruppe der Leister, sondern in die der Profiteure und Einflussnehmer.

    Es ist zum Haare raufen!

    • lupodo
    • 07.03.2011 um 16:40 Uhr

    Sie haben vollkommen recht. Diese grauen Mäuse (aller Parteien) kosten den Steuerzahler Unsummen für ihre Ineffizienz.Gäbe es mehr tatkräftige Politiker

  4. ...so einen blanken Unsinn gelesen. Die Bereichterstattung ist schon grenzwertig, die journalistische Ethik und die daraus resultierende Sorgfaltspflicht strapazierend, aber dieser Kommentar entmündigt das Medium ZEIT.
    Freilich, es sind vier Buchstaben, gleichzusetzend mit dem anderen Medium mit vier Buchstaben, nur ist dieses ein Massenmedium.

    Unbegreiflich.

    11 Leser-Empfehlungen
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    Wieso unbegreiflich? Sie sollten Medienpolitik studieren, dann verstehen Sie es.
    Es ist wie bei einer Eisenbahnfahrt, bei der der Zug auf einem geraden endlichen Streckenteil hin - und herfährt. Erst lässt man den Zug in eine Richtung fahren und sorgt dafür, dass viele protestierende Fahrgäste einsteigen. Am Ende angekommen lässt man sie aber nicht aussteigen, den Zug aber wieder zurückfahren. Jetzt protestieren die gleichen noch einmal, weil sie nicht aussteigen dürfen. So produziert man in beide Richtung Protestpotenzial.

    Ist doch ein lustiges und vor allem rentables Gesellschaftsspiel. Solange immer noch viele Fahrgäste mitfahren haben alle ihren Entrüstungsgewinn.

    Wieso unbegreiflich? Sie sollten Medienpolitik studieren, dann verstehen Sie es.
    Es ist wie bei einer Eisenbahnfahrt, bei der der Zug auf einem geraden endlichen Streckenteil hin - und herfährt. Erst lässt man den Zug in eine Richtung fahren und sorgt dafür, dass viele protestierende Fahrgäste einsteigen. Am Ende angekommen lässt man sie aber nicht aussteigen, den Zug aber wieder zurückfahren. Jetzt protestieren die gleichen noch einmal, weil sie nicht aussteigen dürfen. So produziert man in beide Richtung Protestpotenzial.

    Ist doch ein lustiges und vor allem rentables Gesellschaftsspiel. Solange immer noch viele Fahrgäste mitfahren haben alle ihren Entrüstungsgewinn.

  5. vielleicht ist es auch die Schwierigkeit, sich mit vielfältigen Themen rational auseinanderzusetzen. Es ist einfacher, bloß nach Sympathie und Bauchgefühl zu entscheiden als die eigenen (Vor-)Urteil stetig auf den Prüfstand zu stellen. Die Gegenüberstellung von "grauen Mäusen" udn "Polit-Stars" scheint mir nur geeignet, einige Fakten des mühsamen politischen Betriebs außer Acht zu lassen.

    Eine Leser-Empfehlung
  6. "Die interessante Frage ist, wieso so viele Menschen offensichtlich die Realität verdrängen und sich so sehr die Rückkehr von Guttenberg in die Politik, ja sogar ihn als Kanzler wünschen."

    http://www.heise.de/tp/bl...

    17 Leser-Empfehlungen
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    Da die Guttenberg-Gegner sich doch in der Überzahl wähnen, wovor haben sie dann Angst? Wenn nur eine Minderheit pro Guttenberg ist, dann hat er doch niemals eine Chance Kanzler zu werden! Ist die Angst vielleicht darin begründet, dass Guttenberg mehr Anhänger als Gegner haben könnte?

    Da die Guttenberg-Gegner sich doch in der Überzahl wähnen, wovor haben sie dann Angst? Wenn nur eine Minderheit pro Guttenberg ist, dann hat er doch niemals eine Chance Kanzler zu werden! Ist die Angst vielleicht darin begründet, dass Guttenberg mehr Anhänger als Gegner haben könnte?

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