Plagiatsaffäre "Ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht"
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat wegen der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit auf sein Amt verzichtet. Seine Rücktrittserklärung im Wortlaut
Ich habe die Bundeskanzlerin in einem freundschaftlichen Gespräch informiert, dass ich mich von meinen politischen Ämtern zurückziehen werde – und um meine Entlassung gebeten.
Es ist der schmerzlichste Schritt meines Lebens.
Ich gehe ihn nicht allein wegen meiner so fehlerhaften Doktorarbeit – wiewohl ich verstehe, dass dies für große Teile der Wissenschaft ein Anlass wäre.
Der Grund liegt im Besonderen in der Frage, ob ich den höchsten Ansprüchen, die ich selbst an meine Verantwortung anlege, noch nachkommen kann.
Ich trage bis zur Stunde Verantwortung in einem fordernden Amt.
Verantwortung, die möglichst ungeteilte Konzentration und fehlerfreie Arbeit verlangt: Mit Blick auf die größte Bundeswehrreform in ihrer Geschichte, die ich angestoßen habe und mit Blick auf eine gestärkte Bundeswehr mit großartigen Truppen im Einsatz, die mir engstens ans Herz gewachsen sind.
Wenn allerdings – wie in den letzten Wochen geschehen – die öffentliche und mediale Betrachtung fast ausschließlich auf die Person Guttenberg und seine Dissertation statt beispielsweise auf den Tod und die Verwundung von 13 Soldaten abzielt, so findet eine dramatische Verschiebung der Aufmerksamkeit zu Lasten der mir Anvertrauten statt. Unter umgekehrten Vorzeichen gilt Gleiches für den Umstand, dass wochenlang meine Maßnahmen bezüglich der Gorch Fock die weltbewegenden Ereignisse in Nordafrika zu überlagern schienen.
Wenn es auf dem Rücken der Soldaten nur noch um meine Person gehen soll, kann ich dies nicht mehr verantworten.
Und deswegen ziehe ich – da das Amt, die Bundeswehr, die Wissenschaft und auch die mich tragenden Parteien Schaden zu nehmen drohen – DIE Konsequenz, die ich auch von anderen verlangt habe und verlangt hätte.
Ich habe, wie jeder andere auch, zu meinen Schwächen und Fehlern zu stehen. Zu großen und kleinen im politischen Handeln bis hin zum Schreiben meiner Doktorarbeit. Und mir war immer wichtig, diese vor der Öffentlichkeit nicht zu verbergen. Deswegen habe ich mich aufrichtig bei all jenen entschuldigt, die ich aufgrund meiner Fehler und Versäumnisse verletzt habe und wiederhole dies auch ausdrücklich heute.
Manche mögen sich fragen, weshalb ich erst heute zurücktrete.
Zunächst ein möglicherweise für manche unbefriedigender, aber allzu menschlicher Grund. Wohl niemand wird leicht geschweige denn leichtfertig das Amt aufgeben wollen, an dem das ganze Herzblut hängt. Ein Amt, das Verantwortung für viele Menschen und deren Leben beinhaltet.
Hinzu kommt der Umstand, dass ich mir für eine Entscheidung dieser Tragweite – jenseits der hohen medialen und oppositionellen Taktfrequenz – die gebotene Zeit zu nehmen hatte. Zumal Vorgänge in Rede stehen, die Jahre vor meiner Amtsübernahme lagen.
Nachdem dieser Tage viel über Anstand diskutiert wurde, war es für mich gerade eine Frage des Anstandes zunächst die drei gefallenen Soldaten mit Würde zu Grabe zu tragen und nicht erneut ihr Gedenken durch Debatten über meine Person überlagern zu lassen. Es war auch ein Gebot der Verantwortung gegenüber diesen, ja gegenüber allen Soldaten.
Und es gehört sich, ein weitgehend bestelltes Haus zu hinterlassen, weshalb letzte Woche noch einmal viel Kraft auf den nächsten, entscheidenden Reformschritt verwandt wurde, der nun von meinem Nachfolger bestens vorbereitet verabschiedet werden kann. Das Konzept der Reform steht.
Angesichts massiver Vorwürfe bezüglich meiner Glaubwürdigkeit ist es mir auch ein aufrichtiges Anliegen, mich an der Klärung der Fragen hinsichtlich meiner Dissertation zu beteiligen. Zum einen gegenüber der Universität Bayreuth, wo ich mit der Bitte um Rücknahme des Doktortitels bereits Konsequenzen gezogen habe.
Zum anderen habe ich zugleich Respekt vor all jenen, die die Vorgänge zudem strafrechtlich überprüft sehen wollen. Es würde daher nach meiner Überzeugung im öffentlichen wie in meinem eigenen Interesse liegen, wenn auch die staatsanwaltlichen Ermittlungen etwa bezüglich urheberrechtlicher Fragen nach Aufhebung der parlamentarischen Immunität – sollte dies noch erforderlich sein – zeitnah geführt werden könnten.
Die enorme Wucht der medialen Betrachtung meiner Person – zu der ich selbst viel beigetragen habe – aber auch die Qualität der Auseinandersetzung bleiben nicht ohne Wirkung auf mich selbst und meine Familie.
Es ist bekannt, dass die Mechanismen im politischen und medialen Geschäft zerstörerisch sein können. Wer sich für die Politik entscheidet, darf – wenn dem so ist – kein Mitleid erwarten. Das würde ich auch nicht in Anspruch nehmen. Ich darf auch nicht den "Respekt" erwarten, mit dem Rücktrittsentscheidungen so häufig entgegengenommen werden.
Nun wird es vielleicht heißen, der Guttenberg ist den Kräften der Politik nicht gewachsen. Das mag sein oder nicht sein. Wenn ich es aber nur wäre, indem ich meinen Charakter veränderte, dann müsste ich gerade deswegen handeln.
Ich danke von ganzem Herzen der großen Mehrheit der Deutschen Bevölkerung, den vielen Mitgliedern der Union, meinem Parteivorsitzenden und insbesondere den Soldatinnen und Soldaten, die mir bis heute den Rücken stärkten, als Bundesminister der Verteidigung nicht zurückzutreten.
Ich danke besonders der Frau Bundeskanzlerin für alle erfahrene Unterstützung und ihr großes Vertrauen und Verständnis.
Es ist mir aber nicht mehr möglich, den in mich gesetzten Erwartungen mit dem mir notwendigen Maß an Unabhängigkeit in der Verantwortung gerecht zu werden.
Insofern gebe ich meinen Gegnern gerne recht, dass ich tatsächlich nicht zum Selbstverteidigungs-, sondern zum Minister der Verteidigung berufen wurde.
Abschließend ein Satz, der für einen Politiker ungewöhnlich klingen mag:
Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.
- Datum 01.03.2011 - 12:22 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 53
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Relativierung, Instrumentalisierung der gefallenen Soldaten, Opferhaltung gegenüber einer Medienkampagne.
Er hat nichts kapiert.
seine völlig fehlende Selbsterkenntnis, die auf einen gravierenden Mangel an Unrechtsbewusstsein schliessen läst, gepaart mit merkelschem Machterhaltungswillen haben das Dilemma für alle betroffenen Personen und Institutionen verschlimmert. Merkels wahltaktische Rechnung ist völlig daneben gegangen. Deutschland allerdings hat in Summe letztlich profitiert.
Nehmen Sie zur Kenntnis: Er ist zurückgetreten.
Das muss reichen. Sie sind nicht sein Erzieher.
...dass ein Politiker vor die Kamera tritt und einfach mal sagt er habe alles falsch gemacht und sei ein Lügner und ein Amtsanmaßer usw... dann muss ich sagen, haben sie nichts kapiert. Nichts von Politik - nichts von Menschen. Aber Moral wird seit zwei Wochen sowieso nurnoch theoretisch hergeleitet... auf akademischem Maß versteht sich. Guttenberg soll sich jetzt auch noch selbst fertig machen. Und die Leute sind verwundert, dass er es nicht tut. Wenn ich so etwas lese dann muss ich sagen, dass nicht Guttenberg den Intellekt der Intellektuellen mit Füssen tritt sondern die Intellektuellen bezichtigen sich mit so viel Weltentfremdung selbst am meisten der Dummheit.
seine völlig fehlende Selbsterkenntnis, die auf einen gravierenden Mangel an Unrechtsbewusstsein schliessen läst, gepaart mit merkelschem Machterhaltungswillen haben das Dilemma für alle betroffenen Personen und Institutionen verschlimmert. Merkels wahltaktische Rechnung ist völlig daneben gegangen. Deutschland allerdings hat in Summe letztlich profitiert.
Nehmen Sie zur Kenntnis: Er ist zurückgetreten.
Das muss reichen. Sie sind nicht sein Erzieher.
...dass ein Politiker vor die Kamera tritt und einfach mal sagt er habe alles falsch gemacht und sei ein Lügner und ein Amtsanmaßer usw... dann muss ich sagen, haben sie nichts kapiert. Nichts von Politik - nichts von Menschen. Aber Moral wird seit zwei Wochen sowieso nurnoch theoretisch hergeleitet... auf akademischem Maß versteht sich. Guttenberg soll sich jetzt auch noch selbst fertig machen. Und die Leute sind verwundert, dass er es nicht tut. Wenn ich so etwas lese dann muss ich sagen, dass nicht Guttenberg den Intellekt der Intellektuellen mit Füssen tritt sondern die Intellektuellen bezichtigen sich mit so viel Weltentfremdung selbst am meisten der Dummheit.
seine völlig fehlende Selbsterkenntnis, die auf einen gravierenden Mangel an Unrechtsbewusstsein schliessen läst, gepaart mit merkelschem Machterhaltungswillen haben das Dilemma für alle betroffenen Personen und Institutionen verschlimmert. Merkels wahltaktische Rechnung ist völlig daneben gegangen. Deutschland allerdings hat in Summe letztlich profitiert.
Nehmen Sie zur Kenntnis: Er ist zurückgetreten.
Das muss reichen. Sie sind nicht sein Erzieher.
er HAT zurückgetreten, wie ein trotziges kleines Kind, gegen die unverschämten Medien, die es wagten, sich sein persönliches Amtsverständnis nicht zu eigen zu machen.
Wenn es ihm beispielsweise wirklich um die Würde der gefallenen Soldaten gegangen wäre, die er hier noch zu seiner Selbst-Verteidigung ins Feld führt, hätte er deren Beisetzungen nicht mit medialen Debatten überschatten lassen, sondern hätte seinen Rücktritt schon davor bekannt gegeben.
Die Art, wie er diese aber jetzt noch instrumentalisiert, ist wohl mit das bizarrste, was man in der ganzen Causa gesehen hat.
Wie waere es mit einem klaren Schuldbekenntnis fuer
1. das Erschwindeln seines Doktortitel
2. die jahrelange Vertuschung seines Betrugs
3. die versuchte Vertuschung als die Tatsachen bekannt wurden
4. den Amtsmissbrauch von Minister Guttenberg und Kanzlerin Merkel einen Lueger und Betrueger oeffentlich zu schuetzen und hofieren und das Volk hinters Licht zu fuehren
5. die Manipulation und Irrefuehrung des Deutschen Volkes in der Presse, besonders Bild Zeitung mit seinem Familienkontakt der Chefetage
6. den Schaden am Standard der Deutschen Wissenschaft und Forschung
7. den Verlust in das Vertrauen der Deutschen Demokratie und Rechtstaatlichkeit
Dazu ein bitte ein Gerichtsverfahren, um ein klares Signal zu setzen, dass die groessten Betrueger und Vertuscher in Deutschland eben nicht ungestraft davon kommen und das vor dem Gesetz alle gleich sind - selbst Adel, Minister und Kanzler.
Alles andere ist Ausverkauf und Schadenslinderung, die Regierung merkt dass sie wackelt.
...sieht und nicht als Täter?
Wenn dem tatsächlich so ist, die Mehrheit immer noch hinter ihm steht, mache ich mir ernsthaft Sorgen um unsere Werte, um unser Wohl.
Denn wenn er der allgemeinhin gewünschte Prototyp der neuen Politiker-Generation ist, werden wir die "alten" Politiker tatsächlich schon bald sehr vermissen. Und wer hätte das jemals gedacht...?
er HAT zurückgetreten, wie ein trotziges kleines Kind, gegen die unverschämten Medien, die es wagten, sich sein persönliches Amtsverständnis nicht zu eigen zu machen.
Wenn es ihm beispielsweise wirklich um die Würde der gefallenen Soldaten gegangen wäre, die er hier noch zu seiner Selbst-Verteidigung ins Feld führt, hätte er deren Beisetzungen nicht mit medialen Debatten überschatten lassen, sondern hätte seinen Rücktritt schon davor bekannt gegeben.
Die Art, wie er diese aber jetzt noch instrumentalisiert, ist wohl mit das bizarrste, was man in der ganzen Causa gesehen hat.
Wie waere es mit einem klaren Schuldbekenntnis fuer
1. das Erschwindeln seines Doktortitel
2. die jahrelange Vertuschung seines Betrugs
3. die versuchte Vertuschung als die Tatsachen bekannt wurden
4. den Amtsmissbrauch von Minister Guttenberg und Kanzlerin Merkel einen Lueger und Betrueger oeffentlich zu schuetzen und hofieren und das Volk hinters Licht zu fuehren
5. die Manipulation und Irrefuehrung des Deutschen Volkes in der Presse, besonders Bild Zeitung mit seinem Familienkontakt der Chefetage
6. den Schaden am Standard der Deutschen Wissenschaft und Forschung
7. den Verlust in das Vertrauen der Deutschen Demokratie und Rechtstaatlichkeit
Dazu ein bitte ein Gerichtsverfahren, um ein klares Signal zu setzen, dass die groessten Betrueger und Vertuscher in Deutschland eben nicht ungestraft davon kommen und das vor dem Gesetz alle gleich sind - selbst Adel, Minister und Kanzler.
Alles andere ist Ausverkauf und Schadenslinderung, die Regierung merkt dass sie wackelt.
...sieht und nicht als Täter?
Wenn dem tatsächlich so ist, die Mehrheit immer noch hinter ihm steht, mache ich mir ernsthaft Sorgen um unsere Werte, um unser Wohl.
Denn wenn er der allgemeinhin gewünschte Prototyp der neuen Politiker-Generation ist, werden wir die "alten" Politiker tatsächlich schon bald sehr vermissen. Und wer hätte das jemals gedacht...?
über diese abschiedsrede kann man ja nur noch lachen.
wenigstens ist er endlich abgetreten.
Selbst im Rücktritt übernimmt er eben immer noch nicht die Verantwortung, beschwert sich über die "hohe mediale Taktfrequenz", versucht weiterhin seine schizophrene Trennung in Minister hier und Doktorand da ("Vorgänge...die Jahre vor meiner Amtsübernahme lagen").
Der Gipfel ist die geschmacklose Frechheit, mit der er sich hinter Soldatengräbern verstecken will. Er scheint immer noch nicht begriffen zu haben, dass er bei Vorwürfen, die den Kern seiner persönlichen Glaubwürdigkeit und damit Ministrabilität treffen, nicht auf die Karte "unzurechnungsfähig/überfordert" setzen kann, ohne dass hierbei weitere Fragen - zumal nach seiner Urteilsfähigkeit... - auftreten. Wenn er die Vorwürfe immer wieter bagatellisiert, beschädigt er sich nur noch selbst weiter, über seinen Rücktritt hinaus.
Wenn er aber noch ins Feld führt, es sei die Schuld der fragenden Öffentlichkeit, dass über seine Person - die offenbar keine schlüssigen Antworten geben kann/will - mehr geredet wird als über tote Soldaten, spricht daraus nur noch beleidigter, uneinsichtiger Zynismus.
In seinem Rücktritt wird so am deutlichsten, wie überfordert er mit seinem Amt und dessen Würde wirklich war.
die in Afghanistan gefallenen Soldaten, wie ein Schutzschild vor sich her zutragen!
[...] Er wollte keinen konkreten Abzugstermin! Er ist für weitere tote Soldaten verantwortlich - nicht sie für ihn!
Ein Filmzitat:
"Du wurdest gewogen...du wurdest gemessen...und du wurdest für nicht gut genug befunden."
Ende der Vorstellung!
Teil entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg
Sie verwenden angeblich ein Filmzitat dessen Ursprung im biblischen Buch Daniel, Kapitel 5, Vers 25 zu lesen ist: "Mene mene tekel u-parsin: gezählt, gewogen und zu leicht befunden." So ist das mit dem Zitieren ohne den korrekten Angaben von Stellen und Fußnoten. Manchen Menschen hat dieses schon den Kopf gekostet. Also Vorsicht mit dem Zitieren ohne Quellenforschung.
KTzG ist zurückgetreten und jetzt reicht es mit dem Thema. Was hätte er denn sagen sollen: "Ich streue Asche auf mein Haupt?" - und "ich duelliere mich mit meinen Gegnern im Morgengrauen?"
Es gibt auf dieser Welt Dinge, die viel wichtiger sind und uns mehr betreffen.
Sie verwenden angeblich ein Filmzitat dessen Ursprung im biblischen Buch Daniel, Kapitel 5, Vers 25 zu lesen ist: "Mene mene tekel u-parsin: gezählt, gewogen und zu leicht befunden." So ist das mit dem Zitieren ohne den korrekten Angaben von Stellen und Fußnoten. Manchen Menschen hat dieses schon den Kopf gekostet. Also Vorsicht mit dem Zitieren ohne Quellenforschung.
KTzG ist zurückgetreten und jetzt reicht es mit dem Thema. Was hätte er denn sagen sollen: "Ich streue Asche auf mein Haupt?" - und "ich duelliere mich mit meinen Gegnern im Morgengrauen?"
Es gibt auf dieser Welt Dinge, die viel wichtiger sind und uns mehr betreffen.
Ich hätte mir gewünscht, dass hier keine Kommentare erscheinen, dass einfach nur diese Erklärung für sich steht, ohne dann wieder von so vielen Kommentatoren, die meinen, die höhere, moralisch überlegene Warte zu haben, auseinandergenommen und zerfetzt zu werden. Um Mißverständnisse zu vermeiden: Diese Haltung von mir bezieht sich ausschließlich auf diese Rücktrittserklärung selbst, nicht auf die Dinge, die die Doktorarbeit, das Plagiat, die mögliche Verletzung von Urheberrechten etc... betreffen. Wobei man auch dort mal überlegen sollte: wie steht es denn um einen selbst??? Urheberrechtsverletzungen werden heute ja fast als Kavaliersdelikt angesehen. Ist die Weste all derer, die sich so gern empören, strahlend weiss?? Ich bezweifle das!
ist das doch leider an der Tagesordnung. Gäbe es mehr inhaltliche Diskussionen als das dauernde Geschimpfe des einen auf den anderen, kämen wir sicherlich besser voran.
Als Wissenschaftlerin sind mir Plagiate ein absolutes Greuel. Aber viel wichtiger als die Diskussion, ob nun ein einzelner Minister deswegen abtreten muss, ist doch die Frage, warum es in Zeiten von Plagiatsentdeckungssoftware, Google und Online-Quellen immer und immer wieder dazu kommen kann? Diskutieren wir darüber? Nein. Wir bleiben lieber weiterhin im Beschimpfen einzelner Personen stecken. Sehr hilfreich. Dieses Moralaposteltum macht mich auch langsam mürbe. Deshalb sehr schön zu sehen, dass ich damit nicht alleine dastehe :-)
Seine Rede zeigt genau um die Unverfrorenheit, mit der die Maechtigen ihr Unrecht zu Recht machen wollen und ihren Missbrauch als Staatstugend zu verkaufen suchen.
Wer das schweigend hinnimmt, braucht keine Demokratie sondern einen Monarchen - oder zumindest einen Freiherrn.
Viele mögen keine weiße Weste haben, aber sie rufen sich nicht selbst als Vorbild aus.
Der Kommentar No.5 ist uneingeschränkt zutreffend.
ist das doch leider an der Tagesordnung. Gäbe es mehr inhaltliche Diskussionen als das dauernde Geschimpfe des einen auf den anderen, kämen wir sicherlich besser voran.
Als Wissenschaftlerin sind mir Plagiate ein absolutes Greuel. Aber viel wichtiger als die Diskussion, ob nun ein einzelner Minister deswegen abtreten muss, ist doch die Frage, warum es in Zeiten von Plagiatsentdeckungssoftware, Google und Online-Quellen immer und immer wieder dazu kommen kann? Diskutieren wir darüber? Nein. Wir bleiben lieber weiterhin im Beschimpfen einzelner Personen stecken. Sehr hilfreich. Dieses Moralaposteltum macht mich auch langsam mürbe. Deshalb sehr schön zu sehen, dass ich damit nicht alleine dastehe :-)
Seine Rede zeigt genau um die Unverfrorenheit, mit der die Maechtigen ihr Unrecht zu Recht machen wollen und ihren Missbrauch als Staatstugend zu verkaufen suchen.
Wer das schweigend hinnimmt, braucht keine Demokratie sondern einen Monarchen - oder zumindest einen Freiherrn.
Viele mögen keine weiße Weste haben, aber sie rufen sich nicht selbst als Vorbild aus.
Der Kommentar No.5 ist uneingeschränkt zutreffend.
Immer noch keine Einsicht bei Herrn z.G., daß er selber mit seinem Betrug bei der Dissertation und mit seinem Verhalten in den letzten 2 Wochen seinen letztendlichen Sturz herbeigeführt hat. Statt dessen sind die Medien schuld. Und er sollte sich schämen, die toten Soldaten zu instrumentalisieren. Ich glaube allmählich, daß er wirklich nicht kapiert, was er da angerichtet hat. Bis jetzt habe ich es für die normale Politiktaktik gehalten, aber jetzt frage ich mich wirklich, ob er, wie schon angedeutet, nicht tatsächlich unter Realitätsverlust leidet.
Die Taktik, alles totzuschweigen, hat offentlich nicht funktioniert und das gibt mir Hoffnung, dass Deutschland letztendlich von der ganzen Auseinandersetzung profitieren wird und sich auch - langfristig gesehen - verändern wird.
Ach, wer würde denn annehmen, dass die Medien irgendeinen Einfluss auf die Gesinnung der Menschen oder gar das Handeln von Politikern haben könnten? Die Medien sind doch nur neutrale, harmlose Berichterstatter, die zum Wohle aller die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit, berichten. Und diese Medien sollen nun - natürlich völlig zu unrecht - an etwas Schuld sein? Kann ich mir nicht vorstellen.
Können sich die ewigen Kritiker hier wirklich gar nicht vorstellen, wie es sein muss, wenn man gleichzeitig ein wichtiges Amt ausübt, das mit großer Verantwortung und weitreichenden Entscheidungen einhergeht, dabei unter permanentem Beschuss von "Kollegen" (na gut, in diesem Kontext heißen sie Opposition) steht, dem Gutdünken der Medien ausgeliefert ist (mal wird man gefeiert, mal verrissen), und dank moderner Medien auch noch jeder Hinz und Kunz seine Hasstiraden an jeder beliebigen Stelle meint loswerden zu müssen? Ach ja, und da hab ich ganz vergessen, dass man dabei bitte auch noch ein Mensch bleiben soll.
Also ich möchte diesen Job nicht machen müssen und bin dankbar um jeden intelligenten Menschen, der sich dieser Aufgabe annimmt, um etwas zu erreichen. Leider wird das immer weniger attraktiv.
Ach, wer würde denn annehmen, dass die Medien irgendeinen Einfluss auf die Gesinnung der Menschen oder gar das Handeln von Politikern haben könnten? Die Medien sind doch nur neutrale, harmlose Berichterstatter, die zum Wohle aller die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit, berichten. Und diese Medien sollen nun - natürlich völlig zu unrecht - an etwas Schuld sein? Kann ich mir nicht vorstellen.
Können sich die ewigen Kritiker hier wirklich gar nicht vorstellen, wie es sein muss, wenn man gleichzeitig ein wichtiges Amt ausübt, das mit großer Verantwortung und weitreichenden Entscheidungen einhergeht, dabei unter permanentem Beschuss von "Kollegen" (na gut, in diesem Kontext heißen sie Opposition) steht, dem Gutdünken der Medien ausgeliefert ist (mal wird man gefeiert, mal verrissen), und dank moderner Medien auch noch jeder Hinz und Kunz seine Hasstiraden an jeder beliebigen Stelle meint loswerden zu müssen? Ach ja, und da hab ich ganz vergessen, dass man dabei bitte auch noch ein Mensch bleiben soll.
Also ich möchte diesen Job nicht machen müssen und bin dankbar um jeden intelligenten Menschen, der sich dieser Aufgabe annimmt, um etwas zu erreichen. Leider wird das immer weniger attraktiv.
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