CDU und Energiepolitik: Die Kernschmelze der Union
Erst die Familienpolitik, dann die Wehrpflicht, nun die Atomkraft. Die CDU trennt sich von ihren Kernpositionen. Für Merkel ist das gefährlich.
Parteien ändern manchmal ihre Meinung. Gerade in Regierungsverantwortung erkennen Politiker häufig, dass ihre Forderungen aus Oppositionszeiten der Realität nicht standhalten. Oder dass ihre Glaubenssätze tatsächlich veraltet sind.
Beispiele dafür gibt es zahlreiche: Die Fischer-Grünen mussten einst erkennen, dass es Situationen gibt, die militärische Interventionen rechtfertigen. Nach Srebrenica stellten sie ihre pazifischen Grundsätze in Frage. Und die SPD leidet noch heute darunter, dass sie als Regierungspartei ihre Einstellung zu Sozialhilfe und Rente grundsätzlich revidiert hat.
Die Westerwelle-FDP musste sich ebenfalls, kaum war sie Regierungspartei, zunächst einmal von ihrem Lieblingsprojekt, der Steuersenkung, verabschieden. Sie hatte für das, was sie jahrein, jahraus so vollmundig beworben hatte, weder das Geld noch die Mehrheit.
Auch die Merkel-Union hat zuletzt einige heilige Kühe geschlachtet. Erst hat sie sich von ihrem traditionellen Familienbild getrennt. Jahrzehntelang hatte man der Hausfrauen-Ehe das Wort geredet. Außerhäusliche, ganztägige Kinderbetreuung betrachtete die Partei – vor Ursula von der Leyen – als links-liberales Teufelszeug. Jetzt gibt es die Elternzeit und die Regierung befürwortet einen ausgiebigen Ausbau von Kita-Plätzen.
Dann kam der Baron – und killte die Wehrpflicht. Bis zum Vorjahr gehörte es noch zum festen Wertekanon der Union, die Bundeswehr als Kernelement der Demokratie und des Nationalbewusstseins zu verteidigen. Karl-Theodor zu Guttenberg aber überzeugte die Christdemokraten, dass es sinnvoller und obendrein günstiger sei, eine Berufsarmee einzuführen.
Und nun auch noch die Atomkraft. Bis zum Wochenende hätte man jeden CDU-Funktionär in Deutschland nachts anrufen können, ihm wären mit Sicherheit etliche gute Gründe für Atomstrom eingefallen. Es gehörte ganz einfach zum Common Sense der Partei, dass sie die Atomenergie verteidigt – auch gegen die eigene höchstpersönliche Meinung. Die politische Führung stand dahinter. Der politische Gegner war dagegen. Dafür wurde man im Wahlkampf beschimpft und ausgebuht. Gleichzeitig schweißte es ungemein zusammen.
Aus dem Umfeld der Kanzlerin ist zu vernehmen, dass es sich bei den früheren Positionen zum Familienbild, zur Bundeswehr und zur Energiepolitik um unzeitgemäße Dogmen, um tradierte Glaubenssätze gehandelt habe. Doch die Gesellschaft habe sich weiterentwickelt – und inzwischen eben mehrheitlich eine andere Einstellung zum Kinderkriegen, Vaterlandverteidigen und Stromerzeugen als noch zu Adenauers oder Kohls Zeiten. Man dürfe sich einem solchen gesellschaftlichen Wandel als Partei nicht verschließen.
Solche Positionswechsel mögen manchmal nötig sein, gleichzeitig sind sie aber immer auch risikobehaftet. Zumal wenn sie eilig vollzogen – und pampig kommuniziert werden. Binnen weniger Monate hat sich die Merkel-Partei nun von mehreren zentralen Grundsätzen verabschiedet. Zynisch gesprochen: Die Union erlebt gerade eine gewaltige ideologische Kernschmelze.
Nicht von ungefähr regt sich nun der Unmut bei den Funktionären und an der christdemokratischen Basis. Die einen wissen nicht mehr, was sie glauben und nach außen vertreten sollen. Ist man nun wirklich gegen die Atomkraft? Setzt man nur drei Monate aus und verteidigt sie dann wieder?
Die anderen fühlen sich in ihrem Misstrauen gegenüber der liberalen Kanzlerin bestätigt. Gerade in den konservativen Zipfeln Baden-Württembergs genießt Merkel keinen guten Ruf. Der Parteichefin, die den Papst öffentlich kritisiert, trauen viele nicht über den Weg. Bei der Bundestagswahl 2009 gab es ausgerechnet hier, in der konservativen Herzkammer der Republik, die stärksten Verluste für die Union.
Wer die Stammwähler verprellt und die Kernpositionen aufgibt, der mag bei Wechselwählern und Meinungsmedien ab und an punkten. Aber auf lange Sicht verliert er so an Glaubwürdigkeit und Wiedererkennungsmerkmalen. Auch der allgemeine Vertrauensverlust in die Politik wird größer, wenn bei Positionswechseln Taktik vermutet werden kann – und sie nicht ordentlich begründet werden.
All das konnte man bei der SPD in den Schröder-Jahren bereits mustergültig begutachten.






Schade, dass genetisch modifizierte Organismen auf einer viel heimtückischeren und weniger dramatischen Ebene wirken -
Freitag dieser Woche stimmt der Bundesrat darüber ab, ob Saatgut künftig mit gentechnisch manipulierten Samen verunreinigt sein darf.
Vorangetrieben wird der Antrag von den Agrarministern aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Sie wollen die Bundesregierung dazu drängen, die staatlichen Kontrollen von Gentechnik im Saatgut massiv zu verwässern.
Wenn in jeder Saat gentechnisch manipulierte Samen enthalten sein dürfen, ist dies das Ende der gentechnikfreien Landwirtschaft. Wir Verbraucher/innen könnten nicht mehr entscheiden, ob Gentechnik unsere Ökosphäre unwiederbringlich verseucht und schlussendlich bei uns auf dem Teller landet oder nicht.
Sie sprechen das entscheidende Problem an: die CXU ist nur noch Erfuellungsgehilfe der Industrielobbies, und eifert darin der FDP nach:
- Atomlobby
- Pharmalobby
- Genlobby
- Autolobby
- Ruestungslobby
Sie lassen sich dabei natuerlich mit dem Arbeitsplatz Argument erpressen.
Die Gentechnik ist eine Folge der weltweiten Überbevölkerung.
Dieses Problem wird derzeit in allen internationalen Gremien de facto dem römischen Pabst überlassen.
Wie lange noch?
Sie sprechen das entscheidende Problem an: die CXU ist nur noch Erfuellungsgehilfe der Industrielobbies, und eifert darin der FDP nach:
- Atomlobby
- Pharmalobby
- Genlobby
- Autolobby
- Ruestungslobby
Sie lassen sich dabei natuerlich mit dem Arbeitsplatz Argument erpressen.
Die Gentechnik ist eine Folge der weltweiten Überbevölkerung.
Dieses Problem wird derzeit in allen internationalen Gremien de facto dem römischen Pabst überlassen.
Wie lange noch?
Warten Sie noch 5000 bis 10000 Jahre, und es könnte, rein statistisch gesehen, passieren, daß auch in Deutschland ein Tsunami die TV-interessierten Wahlbürger, vor denen die CDU heute schon zittern zu sollen glaubt, von den Sofas spülen wird.
Ein Erdbeben ungeahnter Stärke wird auch bei uns die sparsam geplanten, immer bestens gewarteten Notstromagregätchen, die den Namen nicht verdienen, mit einem Schlag zerfetzen.
Nachtrag: Japan baut erdbebensichere Hochhäuser. Bei den Bodenplatten von Kernkraftwerken aber wurde gespart, horizontale Relativbewegungen nicht eingeplant.
Sie sprechen das entscheidende Problem an: die CXU ist nur noch Erfuellungsgehilfe der Industrielobbies, und eifert darin der FDP nach:
- Atomlobby
- Pharmalobby
- Genlobby
- Autolobby
- Ruestungslobby
Sie lassen sich dabei natuerlich mit dem Arbeitsplatz Argument erpressen.
Die Gentechnik ist eine Folge der weltweiten Überbevölkerung.
Dieses Problem wird derzeit in allen internationalen Gremien de facto dem römischen Pabst überlassen.
Wie lange noch?
In die Anlage in Cadarache ist soviel Steuergeld geflossen, daß man sie m.E. wenigstens soweit entwickeln sollte, bis sie einige Minuten lang einen positiven Output abliefern kann.
Mit Sekundenbruchteilen ist niemand gedient.
Danach kann man immer noch international - wie die Beteiligungen nun mal sind - entscheiden, ob, wer und wo ggf. aus dem Versuchsstadium ins Produktionsstadium übergegangen werden soll.
Eine Einigung darf man allerdings wegen der Fluktuation bei den Beteiligungen als schwierig ansehen.
Bin ganz ihrer Meinung, nur die Kernfusion läuft in Nanosekunden und kleineren Zeiteinheiten ab.
Bin ganz ihrer Meinung, nur die Kernfusion läuft in Nanosekunden und kleineren Zeiteinheiten ab.
"Neofaschisten, Populisten und die neuen und hysterischen Islamophoben sägen viel mehr an unserer Demokratie. Ich denke, jedem fallen sofort die richtigen Namen ein."
Warum glauben Sie denn, dass die von Ihnen genannten Gruppen solchen Zulauf haben?
- Merkel fährt nach Brüssel und macht dort, ohne Diskussion im Parlament Zusagen zur Ausweitung des Euro-Rettungsschirm (mögliche Kosten für Deutschland 25Mrd.).
- Merkel verlängert die AKW-Laufzeiten auf unsaubere Weise (ohne Bundesrat, mit einem Vertrag mit den Energiekonzernen)und kündigt damit einen gesellschaftlichen Konsens auf um damit den Energieriesen riesige Gewinne zu versprechen und dann:
- Merkel nimmt diese gemachten Zusagen ohne Mitwirkung des Parlaments wieder zurück und kündigt einseitig den geschlossenen Vertrag um den Energieriesen einen Grund zu geben, die Strompreise zu erhöhen und um von Deutschland Steuergelder als Entschädigung zu fordern.
Gleichzeitig werden die Langzeitarbeitlose mit 5€ Erhöhung des HartzIV Satzes abgespeist und gleichzeitig bekommen unsere Rentner sagenhafte 0,99% Rentenerhöhung bei einer Inflationsrate von 2%.
Finden Sie dieses Verhalten nicht gefährlich für unsere Demokratie?
Nein, das zerstört nicht unsere Demokratie. Ich gehe am Sonntag wählen und gebe der CDU nicht meine Stimme. Auch wenn die CDU( zusammen mit der SPD) hier in Anhalt gar nicht mal so schlecht ihre Arbeit gemacht hat. Aber ich bin mit Frau Merkel und ihren Beschlüssen unzufrieden - also reagiere ich. Das kann jeder von uns ebenfalls tun.
Vor Frau Merkel braucht man keine Angst zu haben.Sie schlägt keine Menschen zusammen (die Nazis machen das bei uns recht oft), hetzt keine Menschen auf (Populisten, in Bayern gibt es einige beispielgebende Experten) und beschimpft und diffamiert nicht andere (Herr Sarrazin lässt grüssen).
Wir können uns mit unserer Wahlentscheidung wehren, gegen Schlagstöcke und Brandsätze nicht.
Nein, das zerstört nicht unsere Demokratie. Ich gehe am Sonntag wählen und gebe der CDU nicht meine Stimme. Auch wenn die CDU( zusammen mit der SPD) hier in Anhalt gar nicht mal so schlecht ihre Arbeit gemacht hat. Aber ich bin mit Frau Merkel und ihren Beschlüssen unzufrieden - also reagiere ich. Das kann jeder von uns ebenfalls tun.
Vor Frau Merkel braucht man keine Angst zu haben.Sie schlägt keine Menschen zusammen (die Nazis machen das bei uns recht oft), hetzt keine Menschen auf (Populisten, in Bayern gibt es einige beispielgebende Experten) und beschimpft und diffamiert nicht andere (Herr Sarrazin lässt grüssen).
Wir können uns mit unserer Wahlentscheidung wehren, gegen Schlagstöcke und Brandsätze nicht.
Bin ganz ihrer Meinung, nur die Kernfusion läuft in Nanosekunden und kleineren Zeiteinheiten ab.
Es gab vor Jahren einen Bericht, wonach die Anlage ca. 20 kW über 0,1 Sekunden geliefert haben soll.
Das mag sein. In den USA sind bereits erfolgreich Versuche durchgeführt worden, die eine Leistungsdichte von mehreren GW pro Sekunde erbracht haben. Leider war der Energieaufwand für bezogen auf den Ertrag zu gering.
Die Aufgabe der Physik/Technik besteht nun nicht darin, die Leistungsdichte zu erhöhen sondern ein Kontinuum der Leistungsdichte zu realisieren. Diese Aufgabe wartet immer noch auf ihre Lösung.
Es gab vor Jahren einen Bericht, wonach die Anlage ca. 20 kW über 0,1 Sekunden geliefert haben soll.
Das mag sein. In den USA sind bereits erfolgreich Versuche durchgeführt worden, die eine Leistungsdichte von mehreren GW pro Sekunde erbracht haben. Leider war der Energieaufwand für bezogen auf den Ertrag zu gering.
Die Aufgabe der Physik/Technik besteht nun nicht darin, die Leistungsdichte zu erhöhen sondern ein Kontinuum der Leistungsdichte zu realisieren. Diese Aufgabe wartet immer noch auf ihre Lösung.
Der Schreiber hat vermutlich Ole von Beust gemeint, bis zu seinem Hinschmeißen Erster Bürgermeister von Hamburg.
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