Atomkraft-Kommissionen Merkels Problemlöser

Das Laufzeiten-Moratorium hat viele Fragen aufgeworfen. Kanzlerin Merkel lässt nun zwei Gremien klären, was sie selbst nicht zu erläutern vermag.

Anti-Atom-Protest am Bundeskanzleramt

Anti-Atom-Protest am Bundeskanzleramt

Die Antwort auf die Frage nach einer Entschädigung der Energiekonzerne bleibt Rainer Brüderle schuldig. "Von mir kriegt keiner was", flachst der Wirtschaftsminister, schon im Gehen begriffen. Dabei summieren sich seit Tagen Einbußen in Millionenhöhe, weil die Länder auf Drängen der Kanzlerin erste Atomkraftwerke abschalten ließen. EnBW etwa, Betreiber des gerade herunter gefahrenen Meilers Neckarwestheim 1, verliert laut Branchenschätzung pro Tag eine Million Euro. Da liegt es nahe, dass die Unternehmen Kompensation verlangen oder ein Entgegenkommen des Staates bei der neuerdings zu zahlenden Brennelementesteuer oder der Abgabe für die erneuerbaren Energien.

Der Streit ums Geld ist aber nur ein Nebenschauplatz, seit die Atomkatastrophe in Japan die Energiepolitik Deutschlands ins Gegenteil verkehrte. Seit Kanzlerin Angela Merkel vor einer Woche gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der AKW-Länder die sieben ältesten Meiler abschalten ließ, häufen sich Fragen, die keiner bisher schlüssig beantwortete: Warum sind nach dem GAU von Fukushima hiesige Kernkraftwerke plötzlich unsicher? Schließlich billigten Union und FDP ihnen im Herbst noch zwölf Jahre mehr Restlaufzeit zu – gegen den erbitterten Widerstand von Opposition und Umweltschützer. Welchen künftigen Sicherheitsstandards sollen Reaktoren also künftig genügen, wenn die bisherigen nicht mehr taugen?

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Alt-AKW: Philippsburg

Am Standort Philippsburg geht Block 1 vom Netz. Der Reaktor, der auf einer Insel im Rhein rund 30 Kilometer nördlich von Karlsruhe liegt, läuft seit 1979. Betreiberin ist die EnBW Kernkraft GmbH. Der Block hat eine Leistung von 926 Megawatt.

Das Kraftwerk war besonders ins Visier von Atomkraftgegnern geraten, weil es mit einem Siedewasserreaktor nach dem Prinzip des Katastrophen-Kernkraftwerks im japanischen Fukushima arbeitet.

N-Westheim

Am Standort Neckarwestheim im Norden Stuttgarts geht Block I vom Netz. Der Reaktor ist seit 1976 in Betrieb und damit der zweitälteste Atommeiler in Deutschland. Betreiberin ist die EnBW Kernkraft GmbH.

Neckarwestheim I hat eine Leistung von 840 Megawatt und versorgt ein Viertel des deutschen Eisenbahn-Netzes mit Strom.

Atomkraftgegner haben immer wieder darauf verwiesen, dass Neckarwestheim I in der Pannenstatistik nicht gut dastehe und für einen Störfall nicht über genügend Kühlmittel und Pumpen verfüge. EnBW weist das zurück.

Biblis

Am Standort Biblis in Hessen gehen beide Blöcke A und B vom Netz. Block A liefert seit 1974 Strom, Block B seit 1976. Beide Meiler sind Druckwasserreaktoren. Betreiber ist der RWE-Konzern. Die Leistung von Block A beträgt 1225 Megawatt, die von Block B 1300 Megawatt.

Bei einem der schwersten Störfälle in einem deutschen Atomkraftwerk entwich 1987 durch ein offenes Ventil in Block A 15 Stunden lang radioaktiver Dampf. 2006 wurden bei einer Routine-Revision im abgeschalteten Block A fehlerhaft montierte Dübel festgestellt, später auch in Block B. Beide Blöcke standen über ein Jahr lang still.

Isar 1

Das bayerische Kernkraftwerk Isar 1 in Essenbach bei Landshut gehört zu den ältesten und umstrittensten Atommeilern. Es gehört ebenso wie die schwer beschädigte Atomanlage im japanischen Fukushima zum Bautyp der Siedewasserreaktoren. Kritiker fordern bereits seit Jahren die Stilllegung.

Bei dem Kraftwerk kam es immer wieder zu technischen Zwischenfällen. So gab es in den vergangenen Monaten eine Panne beim Verladen von Brennelementen und einen Defekt an einem Notstromsystem. Isar 1 ist auch schlechter als andere Meiler gegen Flugzeugabstürze gesichert.

U-Weser

Das Atomkraftwerk Unterweser bei Nordenham in Niedersachsen wird vom Energieversorger E.on betrieben und ging im September 1978 ans Netz.

Der Meiler mit einem Druckwasserreaktor hat eine Nettoleistung von mehr als 1300 Megawatt und produziert so Strom für umgerechnet rund zwei Millionen Haushalte.

Ursprünglich sollte der Meiler nach den rot-grünen Ausstiegsplänen im Jahr 2012 vom Netz. In dem Kraftwerk sind knapp 400 Menschen beschäftigt.

B-Büttel

Der Siedewasserreaktor im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel ging 1976 an den Start und ist das älteste Atomkraftwerk im Norden.

Der Reaktor wurde bereits im Juli 2007 vollständig abgeschaltet. Grund waren fehlerhafte Dübel und Verankerungen. Ein Antrag auf eine Wiederanfahrgenehmigung wurde bisher noch nicht gestellt.

Brunsbüttel gehört zu etwa zwei Dritteln dem Betreiberkonzern Vattenfall, der Rest gehört E.on. Bei Betrieb produziert das Kernkraftwerk eine Nennleistung von 806 Megawatt.

Krümmel

Krümmel in Geesthacht ist laut Betreiber Vattenfall der leistungsstärkste Siedewasserreaktor der Welt. Er wurde 1983 in Betrieb genommen. Seit Mitte 2007 war Krümmel aber nur gut zwei Wochen lang am Netz. Ein brennender Transformator, Risse in Schweißnähten an Rohrleitungen, fehlerhaft angebrachte Dübel und ein kaputter Brennstab sorgten für Probleme. Krümmel gehört zur Hälfte Vattenfall, zur anderen E.on. Bisher hat der Betreiber noch keinen Antrag gestellt, das Kraftwerk wieder ans Netz nehmen zu wollen. Atomgegnern gilt Krümmel ähnlich wie Biblis als "Schrottreaktor". Sie fordern seit Langem die endgültige Stilllegung. Er kommt im Betrieb auf eine Leistung von 1402 Megawatt.

Bisher sind Ministerien wie Kanzleramt eine Antwort schuldig geblieben. Klarheit sollen nun zwei andere Gremien schaffen, wie Merkel am Dienstag, flankiert von Umwelt- und Wirtschaftsminister, verkündete. So beauftragt die Kanzlerin die bereits existente und mit externen Experten besetzte Reaktorsicherheitskommission des Umweltministeriums, "alle Fragen neu zu stellen", die mit der Sicherheit der deutschen Atomstromproduktion zu tun haben. Sämtliche Wahrscheinlichkeiten und Ausnahmen sollten "kritisch hinterfragt" werden, sagte Merkel. Sie denke da auch an Angriffe über das Internet und andere Gefahren, "die wir im Lichte von Japan neu bewerten müssen". Sogar den Entwurf des "Kerntechnischen Regelwerks", ein zu Zeiten des Grünen-Umweltministers Jürgen Trittin begonnener Katalog von Sicherheitsanforderungen, hält Röttgen für veraltet. Schon die darin festgeschriebenen Standards umzusetzen, würde die Konzerne sehr viel Geld kosten.

Damit sind für die Bundesregierung zunächst die technischen Details abgehandelt. Doch ein zweites Gremium soll sich um ein weiteres, bisher ungelöstes Problem von Schwarz-Gelb kümmern: Die Akzeptanz der deutschen Energiepolitik, zu der ja auf dem Papier erklärtermaßen die Kernkraft gehört. Unter dem Vorsitz von Klaus Töpfer, Umweltminister unter Helmut Kohl und später Chef des UN-Umweltprogrammes, soll eine neu zu gründende Ethikkommission herausfinden, was der Gesellschaft an Risiken vermittelbar ist und was nicht. Auch hier soll es keine Tabus geben: Merkel rechnet mit Diskussionen über den Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland. Sie spricht im Hinblick auf Kernkraft vom "Ausstieg mit Augenmaß", sie will nach eigenen Angaben verhindern, dass Deutschland europaweit das GAU-Risiko steigert, indem es Meiler abschaltet, dann aber Atomstrom importiert.

Vizechef des Ethik-Gremiums ist Matthias Kleinert, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Weitere Mitglieder sind Wissenschaftler wie der zuletzt in München tätige Soziologe Ulrich Beck, ein engagierter Beobachter gesellschaftlicher Wandlungen, dessen wirtschaftspolitischen Analysen im Kanzleramt stets Beachtung fanden. Hinzu kommen weitere Personen, denen die Kanzlerin den notwendigen Weitblick zutraut, Kirchenvertreter, Wissenschaftler, Wirtschaftsexperten und ein Gewerkschaftschef. Die Energiewirtschaft bleibt in dem Gremium außen vor.

Reaktorsicherheitskommission

Die Reaktorsicherheitskommission berät das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz- und Reaktorsicherheit in Fragen der Sicherheit von Atomkraftwerken, kerntechnischen Anlagen und der Entsorgung radioaktiver Abfälle. Ihre Mitglieder arbeiten laut Selbstdarstellung ehrenamtlich und sind an keine Weisung gebunden.

Mitglieder der Ethikkommission

Dem Vorsitzenden Klaus Töpfer (Ex-Bundesminister und früherer Chef des UN-Umweltprogramms) und seinem Vize Matthias Kleiner (Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft) stehen weitere Mitglieder zur Seite: Der zuletzt in München tätige Soziologe Ulrich Beck (Risikoforscher), Klaus von Dohnanyi (SPD), Ulrich Fischer (Landesbischof der Badischen Landeskirche), Alois Glück (Vorsitzender des Zentralkomitees der deutschen Katholiken), Jürgen Hambrecht (BASF-Chef), Walter Hirche (Präsident der deutschen Unesco-Kommission), Reinhard Hüttl (Präsident der Akademie der Technikwissenschaften), Weyma Lübbe (Lehrstuhl für praktische Philosophie Uni Regensburg), Kardinal Reinhard Marx (Erzbischof von München und Freising), Lucia Reisch (Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung), Miranda Schreurs (Leiterin Forschungszentrum für Umweltpolitik FU Berlin), Michael Vassiliadis (Vorsitzender der Industriegewerkschaft BCE).

Während die Reaktorsicherheit dem Umweltministerium zugeordnet ist, machte Merkel die Überlegungen zur gesellschaftlichen Akzeptanz der Atomkraft zur Chefsache und siedelte die Ethikkommission beim Kanzleramt an. Bis zum Ende des Moratoriums für die Laufzeitverlängerung, also bis Mitte Juni, sollen beide Gruppen Ergebnisse präsentieren, sagte Merkel. "Anspruchsvoll, aber machbar", sagt Röttgen.

Äußerungen zur Frage, ob die sieben abgeschalteten Reaktoren je wieder ans Netz gehen, vermied Röttgen erneut. Vor Tagen noch hatte er das als sicher angesehen, Merkel wollte das aber so nicht unterstützen. Auch Wirtschaftsressortkollege Brüderle bremst: Kernkraft ist für ihn nach wie vor "Brückentechnologie", bis Sonnen- und Windkraft und die Bioenergie ausreichend nutzbar sind. Dafür verspricht Brüderle, notwendige Genehmigungsverfahren und Investitionen für erneuerbare Energien zu beschleunigen, sobald die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung da sei. Auch Gaskraftwerke oder das Einpressen von Kohlendioxid in die Erde werde man neu bewerten müssen. "Wer zu allem nein sagt, wird die Energiewende nicht schaffen", das ist ein Seitenhieb auf die Grünen.

Um die Löcher im Flickenteppich des Stromnetzes zu schließen, hat der Wirtschaftsminister ein Gesetz zum Netzausbau vorgelegt. Den Widerstand der Grundstückbesitzer gegen Hochspannungsmasten oder Erdkabel will er durch "kluge Bürgerbeteiligung" brechen. Ein Plan, der einer lang erhobenen Forderung der Grünen entspricht, wenngleich deren Anhänger befürchten, dass letztlich doch Atom- oder Kohlestrom durch die Leitungen fließt.

Der Grünen-Energieexperte Hans-Josef Fell sieht bei den Netzbetreibern Ansätze für ein Umdenken. Eine Tochterfirma des Energiekonzerns Vattenfall bemühe sich beispielsweise bereits intensiv um den Transport von Windstrom.

Leser-Kommentare
  1. das diese Regierung ihr eigenes gewurschtel nicht mehr versteht! Die schlechteste Regierung seit Jahrzehnten.

    26 Leser-Empfehlungen
    • Jenss
    • 22.03.2011 um 19:54 Uhr

    Da die ganze AKW-Stilllegerei und das Moratorium ohne vernünftige gesetzliche Regelung läuft, wird der Staat wohl tüchtig Entschädigung zahlen müssen. Ebenso, wenn jetzt die Laufzeiten verkürzt werden, zumal diese von Merkle ja bis zum Sankt Nimmerleins Tag verlängert wurden.

    Die glaubt doch wohl selbst nicht, dass eon un Co sich das entgehen läßt.

    Die Grünen sind die Dagegen Partei. Die CDU/CSU/FDP ist nun Dafür-Dagegen-Ohne-Plan Partei. Erst Laufzeitverlängerung dann spontane Verkürzung. Erst einfacheres Steuergesetz dann spezielle Steuersenkung für Hoteliers. Erst unbedingt an Amerikas Seite, wie konnte sich Deutschland im Irak Krieg gegen die USA stellen, jetzt Deutschland gegen alle Verbündeten. Diese Regierung ist nur noch Kasperle Theater.

    Mappus wettert jahrelang pro Atom nun schaltet er erst ein, dann zwei AKW einfach ab. Der würde auch noch seine Oma abschalten nur um an der Macht zu bleiben.

    21 Leser-Empfehlungen
  2. Mein Gott-nun wird endlos geredet und versucht die Akzeptanz in den Bevölkerungsschichten doch noch zu steigern ,damit es nicht zum Super-GAU in der Regierungszentrale kommt.
    Doch sollte dabei beachtet werden das in Europa nur 18 der 46 Staaten auf Atomkraft setzen.Es wäre also keine Schande für Deutschland sich bei den Staaten einzureihen die nicht diese unkalkulierte Risiken-Technik nutzen.Bedacht werden sollte auch das die Atomkraft ein Auslaufmodell ist,dass von den weltweit 438 Reaktoren 348 älter als 20 Jahre sind.Und um diese alten Kraftwerke zu ersetzen müßten ab sofort bis 2030 alle 18,5 Tage ein neuer Reaktor ans Netz gehen.Wie gesagt:Atomkraft ist ein Auslaufmodell und daran ändern auch Moratorien und Gremien nichts mehr.Dort sollte, der Ehrlichkeit halber, in die Gremien schon Gutachten wie das der Prognos AG von 1992 eingebunden werden, die im Auftrag des FDP geführten Wirtschaftsministerium feststellten,dass,würde eine realistische Deckungssumme bei der Haftpflichtversicherung der Atomkraftwerke,bei einer Besteuerung der Rücklagen und einer Brennstoffsteuer erfolgen,wäre in der Prognose von 1992 ein realistischer Preis pro Kilowattstunde von rund 2Euro erforderlich.

    17 Leser-Empfehlungen
    • clubby
    • 22.03.2011 um 20:00 Uhr

    Damit dürfe der nächste Wahlsonntag recht glimpflich für die CDU ausgehen.
    Zumindest ein Erdrutschsieg der anderen dürfte damit verhindert sein. Das war/ist das Ziel, denn jegliche Debatte über die Fehler der Vergangenheit werden nun mit dem Blick nach vorne übertünswcht. Für eine Woche könnte das die Argumente der Merkel/Mappus Gegner ins Leere laufen lassen.

    Ich bin von den Leuten in der Kommision sehr entäuscht. WENN nur EINER sagen würde er hält das für ne taktische Luftnummer und lehnt die Teilnahme ab, geht die Nummer nach hinten los. Aber darauf dürfen wir wohl nicht hoffen.

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    Die schwarz-gelben Nebelwerfer feuern, was die Rohre hergeben. Mit leiser Resignation sei noch einmal entgegengehalten: Die Atomlobby-Liebedienerei von Stefan Mappus ist nur e i n Grund, am kommenden Sonntag weder Schwarz noch Gelb zu wählen. Für alle, die sich Anstand und Gewissen leisten, kommen aber noch dazu:
    - "Kiesgate" (ein - wen wundert's - Gschäftle unter Spezln).
    - Dienstwagenaffären.
    - Behinderung der Justiz (jüngste Unions-Prügel-Affäre).
    - Die Pfeffersprayorgie gegen alte Leute und Kinder am
    30.09.10 im Schlossgarten.
    - Der Missbrauch von Ministerialbriefpapier zu
    Parteizwecken.
    - Dürftig kaschierte Patronage für Steuerhinterzieher
    (Verzicht auf den Erwerb der Steuerhinterzieher-Datei im
    Februar 2010; Verzicht auf ausreichend Steuerfahnder).
    - Der zwielichtige EnBW-Deal, der den Landeshaushalt auf
    Jahre zu belasten droht.
    Nicht zu vergessen die skandalöse Politik der schwarz-gelben Truppe in Berlin:
    - Die Lizenz zu Ausplünderung der gesetzlich Versicherten
    durch die maßgeblich gelbe "Gesundheitsreform".
    - Das Herunterwirtschaften der Pharma-Kontrolle.
    - Das sinistre Hotelierssteuergeschenk.
    - Chronischer außenpolitischer Dilettantismus durch den
    bereits von Ähdmund Stoiber so zutreffend als
    "Leichtmatrose" bezeichneten AA-Chef Westerwelle.

    Die schwarz-gelben Nebelwerfer feuern, was die Rohre hergeben. Mit leiser Resignation sei noch einmal entgegengehalten: Die Atomlobby-Liebedienerei von Stefan Mappus ist nur e i n Grund, am kommenden Sonntag weder Schwarz noch Gelb zu wählen. Für alle, die sich Anstand und Gewissen leisten, kommen aber noch dazu:
    - "Kiesgate" (ein - wen wundert's - Gschäftle unter Spezln).
    - Dienstwagenaffären.
    - Behinderung der Justiz (jüngste Unions-Prügel-Affäre).
    - Die Pfeffersprayorgie gegen alte Leute und Kinder am
    30.09.10 im Schlossgarten.
    - Der Missbrauch von Ministerialbriefpapier zu
    Parteizwecken.
    - Dürftig kaschierte Patronage für Steuerhinterzieher
    (Verzicht auf den Erwerb der Steuerhinterzieher-Datei im
    Februar 2010; Verzicht auf ausreichend Steuerfahnder).
    - Der zwielichtige EnBW-Deal, der den Landeshaushalt auf
    Jahre zu belasten droht.
    Nicht zu vergessen die skandalöse Politik der schwarz-gelben Truppe in Berlin:
    - Die Lizenz zu Ausplünderung der gesetzlich Versicherten
    durch die maßgeblich gelbe "Gesundheitsreform".
    - Das Herunterwirtschaften der Pharma-Kontrolle.
    - Das sinistre Hotelierssteuergeschenk.
    - Chronischer außenpolitischer Dilettantismus durch den
    bereits von Ähdmund Stoiber so zutreffend als
    "Leichtmatrose" bezeichneten AA-Chef Westerwelle.

  3. man muß der Regierung nach Fukushima,doch mal eine
    Pause des Nachdenkens gönnen.
    Die Bilder eines bevorstehenden Supergaus,konnten einen schon Angst einjagen.
    Da hat man dann eben überreagiert.
    Ich bin mir sicher,das alles bis ins kleinste auf den
    Prüfstand kommt,auch ohne auf Wahlen zu schielen.Dafür
    ist Merkel viel zu verantwortungsbewußt und unbestechlich.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...gute Ironie.

    bewustsein endet beim klammen Bundeshaushalt und der Kommunal-
    verschuldung und im Wahljahr sowieso.Während Merkel der Atomwirtschaft goldene Restlaufzeiten bescherte, zahlten und zahlen die Deutschen Endverbraucher weiter feste mit.
    Nachdem sie ihre eigene Chaos-Crashpolitik nicht kommentieren kann und nicht weiter weiß,gründet sie einen weiteren Arbeitskreis.Unpopuläre Wahlkampfthemen müssen entpersoni-fiziert und daher delegiert werden. Wer ihr wohl denn super-
    schlauen Tipp gegeben hat.....!!! Viel Spaß beim wählen!!!

    Der Einsatz der Kernenergie war schon immer gegründet auf der Hoffnung,dass der schlimmste anzunehmende Unfall - statistisch berechnet nur alle paar tausend Jahre möglich - auch tatsächlich erst in ein paar tausend Jahren stattfindet. Dass es in 25 Jahren schon zwei mal passiert ist,ist nichts anderes als statistisches Pech - aber dennoch Tatsache!

    daran glauben Sie doch wohl nicht ernsthaft!

    • Varech
    • 23.03.2011 um 20:52 Uhr

    Apnoe also? Luft anhalten? Da wird die Kommission wohl bald das Bewustsein verlieren.

    Aber mal im Ernst: Das sind sowieso die falschen Leute. Oder genau die richtigen, wenn nur Zeit gewonnen werden soll fürs Nichtstun.

    Der eigentliche Kern des Problems liegt für uns Menschen in der Strahlenbiologie. Kernforschung, wenn man so will.

    Nebenbei wäre es auch schon mal interessant zu erfahren, wie unsere französischen Freunde (die ultimen Atomexperten) heute dazu stehen, dass es ihnen gelungen war, ihre plutoniumhaltigen Brennstäbe (MOX) den Japanern für deren ältliche Reaktoren anzudrehen.

    Für Leute, die Plutonium in der Welt verstreuen, braucht es ganz andere Kommissionen. Ich denke da an Schwurgerichte.
    Da hat es Vorsatz und besseres Wissen gegeben. Auch Verdunkelung der Tatbestände, denn das flinke Veröffentlichen von (so harmlosen!) da und dort gemessenen Radioaktivitäts-Werten verbirgt mehr als es zeigt, und schon garnicht kann es fatale Mengen von Plutonium nachweisen.

    ...gute Ironie.

    bewustsein endet beim klammen Bundeshaushalt und der Kommunal-
    verschuldung und im Wahljahr sowieso.Während Merkel der Atomwirtschaft goldene Restlaufzeiten bescherte, zahlten und zahlen die Deutschen Endverbraucher weiter feste mit.
    Nachdem sie ihre eigene Chaos-Crashpolitik nicht kommentieren kann und nicht weiter weiß,gründet sie einen weiteren Arbeitskreis.Unpopuläre Wahlkampfthemen müssen entpersoni-fiziert und daher delegiert werden. Wer ihr wohl denn super-
    schlauen Tipp gegeben hat.....!!! Viel Spaß beim wählen!!!

    Der Einsatz der Kernenergie war schon immer gegründet auf der Hoffnung,dass der schlimmste anzunehmende Unfall - statistisch berechnet nur alle paar tausend Jahre möglich - auch tatsächlich erst in ein paar tausend Jahren stattfindet. Dass es in 25 Jahren schon zwei mal passiert ist,ist nichts anderes als statistisches Pech - aber dennoch Tatsache!

    daran glauben Sie doch wohl nicht ernsthaft!

    • Varech
    • 23.03.2011 um 20:52 Uhr

    Apnoe also? Luft anhalten? Da wird die Kommission wohl bald das Bewustsein verlieren.

    Aber mal im Ernst: Das sind sowieso die falschen Leute. Oder genau die richtigen, wenn nur Zeit gewonnen werden soll fürs Nichtstun.

    Der eigentliche Kern des Problems liegt für uns Menschen in der Strahlenbiologie. Kernforschung, wenn man so will.

    Nebenbei wäre es auch schon mal interessant zu erfahren, wie unsere französischen Freunde (die ultimen Atomexperten) heute dazu stehen, dass es ihnen gelungen war, ihre plutoniumhaltigen Brennstäbe (MOX) den Japanern für deren ältliche Reaktoren anzudrehen.

    Für Leute, die Plutonium in der Welt verstreuen, braucht es ganz andere Kommissionen. Ich denke da an Schwurgerichte.
    Da hat es Vorsatz und besseres Wissen gegeben. Auch Verdunkelung der Tatbestände, denn das flinke Veröffentlichen von (so harmlosen!) da und dort gemessenen Radioaktivitäts-Werten verbirgt mehr als es zeigt, und schon garnicht kann es fatale Mengen von Plutonium nachweisen.

  4. Viele kluge Menschen haben Statements abgegeben, zu allen möglichen Gefahren, die hier eintreten oder auch nicht eintreten könnten.
    Nur niemend hat bisher zu der Fehlerquelle Mensch Stellung genommen.
    Es gibt auch bei uns geschönte, manipulierte Fehlermeldungen. Das sind absichtliche Fehler.
    Aber es gibt auch die Fehlerquelle aus Fehleinschätzungen aufgrund Unkenntnis oder einfach nicht wahrnehmen.
    Nein, bei uns liegt keine direkte Bedrohung durch einen Tsunami vor, aber auch deutsche Arbeitnehmer machen einfach Fehler.

  5. ... als Alibi-Demokratie. Was für eine Gesellschaft aktzeptabel ist, kann nur sie selbst entscheiden, nicht ein Altmännergremium aus Philosophen und Kirchenvertretern.

  6. ...gute Ironie.

    Antwort auf "Atempause"

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