Atomkraft-KommissionenMerkels Problemlöser

Das Laufzeiten-Moratorium hat viele Fragen aufgeworfen. Kanzlerin Merkel lässt nun zwei Gremien klären, was sie selbst nicht zu erläutern vermag.

Anti-Atom-Protest am Bundeskanzleramt

Anti-Atom-Protest am Bundeskanzleramt

Die Antwort auf die Frage nach einer Entschädigung der Energiekonzerne bleibt Rainer Brüderle schuldig. "Von mir kriegt keiner was", flachst der Wirtschaftsminister, schon im Gehen begriffen. Dabei summieren sich seit Tagen Einbußen in Millionenhöhe, weil die Länder auf Drängen der Kanzlerin erste Atomkraftwerke abschalten ließen. EnBW etwa, Betreiber des gerade herunter gefahrenen Meilers Neckarwestheim 1 , verliert laut Branchenschätzung pro Tag eine Million Euro. Da liegt es nahe, dass die Unternehmen Kompensation verlangen oder ein Entgegenkommen des Staates bei der neuerdings zu zahlenden Brennelementesteuer oder der Abgabe für die erneuerbaren Energien.

Der Streit ums Geld ist aber nur ein Nebenschauplatz, seit die Atomkatastrophe in Japan die Energiepolitik Deutschlands ins Gegenteil verkehrte . Seit Kanzlerin Angela Merkel vor einer Woche gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der AKW-Länder die sieben ältesten Meiler abschalten ließ, häufen sich Fragen, die keiner bisher schlüssig beantwortete: Warum sind nach dem GAU von Fukushima hiesige Kernkraftwerke plötzlich unsicher? Schließlich billigten Union und FDP ihnen im Herbst noch zwölf Jahre mehr Restlaufzeit zu – gegen den erbitterten Widerstand von Opposition und Umweltschützer. Welchen künftigen Sicherheitsstandards sollen Reaktoren also künftig genügen, wenn die bisherigen nicht mehr taugen?

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Alt-AKW: Philippsburg

Am Standort Philippsburg geht Block 1 vom Netz. Der Reaktor, der auf einer Insel im Rhein rund 30 Kilometer nördlich von Karlsruhe liegt, läuft seit 1979. Betreiberin ist die EnBW Kernkraft GmbH. Der Block hat eine Leistung von 926 Megawatt.

Das Kraftwerk war besonders ins Visier von Atomkraftgegnern geraten, weil es mit einem Siedewasserreaktor nach dem Prinzip des Katastrophen-Kernkraftwerks im japanischen Fukushima arbeitet.

N-Westheim

Am Standort Neckarwestheim im Norden Stuttgarts geht Block I vom Netz. Der Reaktor ist seit 1976 in Betrieb und damit der zweitälteste Atommeiler in Deutschland. Betreiberin ist die EnBW Kernkraft GmbH.

Neckarwestheim I hat eine Leistung von 840 Megawatt und versorgt ein Viertel des deutschen Eisenbahn-Netzes mit Strom.

Atomkraftgegner haben immer wieder darauf verwiesen, dass Neckarwestheim I in der Pannenstatistik nicht gut dastehe und für einen Störfall nicht über genügend Kühlmittel und Pumpen verfüge. EnBW weist das zurück.

Biblis

Am Standort Biblis in Hessen gehen beide Blöcke A und B vom Netz. Block A liefert seit 1974 Strom, Block B seit 1976. Beide Meiler sind Druckwasserreaktoren. Betreiber ist der RWE-Konzern. Die Leistung von Block A beträgt 1225 Megawatt, die von Block B 1300 Megawatt.

Bei einem der schwersten Störfälle in einem deutschen Atomkraftwerk entwich 1987 durch ein offenes Ventil in Block A 15 Stunden lang radioaktiver Dampf. 2006 wurden bei einer Routine-Revision im abgeschalteten Block A fehlerhaft montierte Dübel festgestellt, später auch in Block B. Beide Blöcke standen über ein Jahr lang still.

Isar 1

Das bayerische Kernkraftwerk Isar 1 in Essenbach bei Landshut gehört zu den ältesten und umstrittensten Atommeilern. Es gehört ebenso wie die schwer beschädigte Atomanlage im japanischen Fukushima zum Bautyp der Siedewasserreaktoren. Kritiker fordern bereits seit Jahren die Stilllegung.

Bei dem Kraftwerk kam es immer wieder zu technischen Zwischenfällen. So gab es in den vergangenen Monaten eine Panne beim Verladen von Brennelementen und einen Defekt an einem Notstromsystem. Isar 1 ist auch schlechter als andere Meiler gegen Flugzeugabstürze gesichert.

U-Weser

Das Atomkraftwerk Unterweser bei Nordenham in Niedersachsen wird vom Energieversorger E.on betrieben und ging im September 1978 ans Netz.

Der Meiler mit einem Druckwasserreaktor hat eine Nettoleistung von mehr als 1300 Megawatt und produziert so Strom für umgerechnet rund zwei Millionen Haushalte.

Ursprünglich sollte der Meiler nach den rot-grünen Ausstiegsplänen im Jahr 2012 vom Netz. In dem Kraftwerk sind knapp 400 Menschen beschäftigt.

B-Büttel

Der Siedewasserreaktor im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel ging 1976 an den Start und ist das älteste Atomkraftwerk im Norden.

Der Reaktor wurde bereits im Juli 2007 vollständig abgeschaltet. Grund waren fehlerhafte Dübel und Verankerungen. Ein Antrag auf eine Wiederanfahrgenehmigung wurde bisher noch nicht gestellt.

Brunsbüttel gehört zu etwa zwei Dritteln dem Betreiberkonzern Vattenfall, der Rest gehört E.on. Bei Betrieb produziert das Kernkraftwerk eine Nennleistung von 806 Megawatt.

Krümmel

Krümmel in Geesthacht ist laut Betreiber Vattenfall der leistungsstärkste Siedewasserreaktor der Welt. Er wurde 1983 in Betrieb genommen. Seit Mitte 2007 war Krümmel aber nur gut zwei Wochen lang am Netz. Ein brennender Transformator, Risse in Schweißnähten an Rohrleitungen, fehlerhaft angebrachte Dübel und ein kaputter Brennstab sorgten für Probleme. Krümmel gehört zur Hälfte Vattenfall, zur anderen E.on. Bisher hat der Betreiber noch keinen Antrag gestellt, das Kraftwerk wieder ans Netz nehmen zu wollen. Atomgegnern gilt Krümmel ähnlich wie Biblis als "Schrottreaktor". Sie fordern seit Langem die endgültige Stilllegung. Er kommt im Betrieb auf eine Leistung von 1402 Megawatt.

Bisher sind Ministerien wie Kanzleramt eine Antwort schuldig geblieben. Klarheit sollen nun zwei andere Gremien schaffen , wie Merkel am Dienstag, flankiert von Umwelt- und Wirtschaftsminister, verkündete. So beauftragt die Kanzlerin die bereits existente und mit externen Experten besetzte Reaktorsicherheitskommission des Umweltministeriums, "alle Fragen neu zu stellen", die mit der Sicherheit der deutschen Atomstromproduktion zu tun haben. Sämtliche Wahrscheinlichkeiten und Ausnahmen sollten "kritisch hinterfragt" werden, sagte Merkel. Sie denke da auch an Angriffe über das Internet und andere Gefahren, "die wir im Lichte von Japan neu bewerten müssen". Sogar den Entwurf des "Kerntechnischen Regelwerks", ein zu Zeiten des Grünen-Umweltministers Jürgen Trittin begonnener Katalog von Sicherheitsanforderungen, hält Röttgen für veraltet. Schon die darin festgeschriebenen Standards umzusetzen, würde die Konzerne sehr viel Geld kosten.

Damit sind für die Bundesregierung zunächst die technischen Details abgehandelt. Doch ein zweites Gremium soll sich um ein weiteres, bisher ungelöstes Problem von Schwarz-Gelb kümmern: Die Akzeptanz der deutschen Energiepolitik, zu der ja auf dem Papier erklärtermaßen die Kernkraft gehört. Unter dem Vorsitz von Klaus Töpfer, Umweltminister unter Helmut Kohl und später Chef des UN-Umweltprogrammes, soll eine neu zu gründende Ethikkommission herausfinden, was der Gesellschaft an Risiken vermittelbar ist und was nicht. Auch hier soll es keine Tabus geben: Merkel rechnet mit Diskussionen über den Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland. Sie spricht im Hinblick auf Kernkraft vom "Ausstieg mit Augenmaß", sie will nach eigenen Angaben verhindern, dass Deutschland europaweit das GAU-Risiko steigert, indem es Meiler abschaltet, dann aber Atomstrom importiert.

Vizechef des Ethik-Gremiums ist Matthias Kleinert, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Weitere Mitglieder sind Wissenschaftler wie der zuletzt in München tätige Soziologe Ulrich Beck, ein engagierter Beobachter gesellschaftlicher Wandlungen, dessen wirtschaftspolitischen Analysen im Kanzleramt stets Beachtung fanden. Hinzu kommen weitere Personen, denen die Kanzlerin den notwendigen Weitblick zutraut, Kirchenvertreter, Wissenschaftler, Wirtschaftsexperten und ein Gewerkschaftschef. Die Energiewirtschaft bleibt in dem Gremium außen vor.

Reaktorsicherheitskommission

Die Reaktorsicherheitskommission berät das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz- und Reaktorsicherheit in Fragen der Sicherheit von Atomkraftwerken, kerntechnischen Anlagen und der Entsorgung radioaktiver Abfälle. Ihre Mitglieder arbeiten laut Selbstdarstellung ehrenamtlich und sind an keine Weisung gebunden.

Mitglieder der Ethikkommission

Dem Vorsitzenden Klaus Töpfer (Ex-Bundesminister und früherer Chef des UN-Umweltprogramms) und seinem Vize Matthias Kleiner (Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft) stehen weitere Mitglieder zur Seite: Der zuletzt in München tätige Soziologe Ulrich Beck (Risikoforscher), Klaus von Dohnanyi (SPD), Ulrich Fischer (Landesbischof der Badischen Landeskirche), Alois Glück (Vorsitzender des Zentralkomitees der deutschen Katholiken), Jürgen Hambrecht (BASF-Chef), Walter Hirche (Präsident der deutschen Unesco-Kommission), Reinhard Hüttl (Präsident der Akademie der Technikwissenschaften), Weyma Lübbe (Lehrstuhl für praktische Philosophie Uni Regensburg), Kardinal Reinhard Marx (Erzbischof von München und Freising), Lucia Reisch (Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung), Miranda Schreurs (Leiterin Forschungszentrum für Umweltpolitik FU Berlin), Michael Vassiliadis (Vorsitzender der Industriegewerkschaft BCE).

Während die Reaktorsicherheit dem Umweltministerium zugeordnet ist, machte Merkel die Überlegungen zur gesellschaftlichen Akzeptanz der Atomkraft zur Chefsache und siedelte die Ethikkommission beim Kanzleramt an. Bis zum Ende des Moratoriums für die Laufzeitverlängerung, also bis Mitte Juni, sollen beide Gruppen Ergebnisse präsentieren, sagte Merkel. "Anspruchsvoll, aber machbar", sagt Röttgen.

Äußerungen zur Frage, ob die sieben abgeschalteten Reaktoren je wieder ans Netz gehen, vermied Röttgen erneut. Vor Tagen noch hatte er das als sicher angesehen, Merkel wollte das aber so nicht unterstützen. Auch Wirtschaftsressortkollege Brüderle bremst: Kernkraft ist für ihn nach wie vor "Brückentechnologie", bis Sonnen- und Windkraft und die Bioenergie ausreichend nutzbar sind. Dafür verspricht Brüderle, notwendige Genehmigungsverfahren und Investitionen für erneuerbare Energien zu beschleunigen, sobald die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung da sei. Auch Gaskraftwerke oder das Einpressen von Kohlendioxid in die Erde werde man neu bewerten müssen. "Wer zu allem nein sagt, wird die Energiewende nicht schaffen", das ist ein Seitenhieb auf die Grünen.

Um die Löcher im Flickenteppich des Stromnetzes zu schließen, hat der Wirtschaftsminister ein Gesetz zum Netzausbau vorgelegt. Den Widerstand der Grundstückbesitzer gegen Hochspannungsmasten oder Erdkabel will er durch "kluge Bürgerbeteiligung" brechen. Ein Plan, der einer lang erhobenen Forderung der Grünen entspricht, wenngleich deren Anhänger befürchten, dass letztlich doch Atom- oder Kohlestrom durch die Leitungen fließt.

Der Grünen-Energieexperte Hans-Josef Fell sieht bei den Netzbetreibern Ansätze für ein Umdenken. Eine Tochterfirma des Energiekonzerns Vattenfall bemühe sich beispielsweise bereits intensiv um den Transport von Windstrom.

Leserkommentare
    • Voce
    • 23.03.2011 um 9:35 Uhr

    aus der von den mit Tunnelblick ausstaffierten Pro -, bzw. Contra- Atompolitik Protagonisten gebauten Sackgasse aufzeigen könnte.

    Zumindest sollte man im Vorfeld der Arbeit dieser Kommissionen - ein Vergleich mit der Aufgabe von R.Geissler im Fall Stuttgart 21 ist hier gar nicht so abwegig - nicht gleich wieder alles grundlos kaputtreden. Eine Chance zu einer vernünftigen Bewertung und daraus resultierenden sinnvollen Massnahmen ist allemal gegeben.

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  1. Die überall in Kommunen, Ländern und Bund von dem Parteienklüngel durchgeführten, undurchsichtigen und dubiosen Privatisierungsschummeleien öffentlicher Grundversorgungseinrichtungen, haben dazu geführt, dass der Bürger einfach nur belogen und dazu noch abgezockt wird.
    Dazu haben die Parteiheinis absolut nicht die Legitimation
    des Volkes.

    In der privatisierten Atomstrompolitik trägt das Volk auch das ganze Restrisiko und ist quasi in Geisselhaft der Atomlobby genommen. Schauen Sie nach Japan, das Volk trägt jetzt das Gesundheitsrisiko und muss zudem sicher alles noch finanzieren. Dabei verschweigen die Parteipolitiker, dass der Rückbau resp. der Abbruch der alten Atommeiler nicht im "billigen Strompreis" enthalten ist, sondern wahrscheinlich wieder von jemandem übernommen werden muss.

    Wir brauchen in der Politik dringend andere Mechanismen die die Parteiendiktatur und unkontrollierte Parteienherrschaft beenden. Und nicht wie in Aegypten zwei drei Änderungen der Verfassung. Wir brauchen eine neue, ehrliche und intelligente Verfassun und zwar ohne Mitwirkung der Parteien und der Parteimitglieder.

    Es hat in Deutschland genug intelligente und integere Persönlichkeiten, denen der Parteienmoloch auch nicht gefällt. Nehmen wir doch die Chance wahr und wehren uns. Das derzeitige System ist des Volkes und des Landes nicht würdig.

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  2. Es geht nämlich darum, auf jeden Fall das zu realisieren, was man realisieren will, d.h. signifikante zusätzliche Einkommen der Manager und Aktionäre, Politikersinekuren usw., sowie Zeit dafür zu gewinnen, dezentrale Strukturen alternativer Energieerzeugung erst möglichst zu verzögern und in der Folge weitestgehend in die Hand zu bekommen. Wie naiv muss man sein, um zu glauben, dies ließen sich die Interessenten so einfach nehmen und stehe wegen ein wenig politischem Trubel zur Disposition!

    Was soll die Ethikkommission angesichts jahrzehntelang umfassend bekannter Argumente feststellen außer Banalitäten? Alle Risikoabwägungen, die sie vorlegen kann, sind willkürlich und rechtlich ohnedies unverbindlich. Soll der Weg „Wir verstehen die Bedenken der „Bürger“, aber wir brauchen die (endlos lange) „Brückentechnologie““ nun durch Kirchenvertreter „abgesegnet“ werden? Soll es eine „amtliche“ Feststellung der „Unbedenklichkeit“ oder „Vertretbarkeit“ geben? Es bleibt ja immer noch die „europäische Abstimmung“, mittels derer man auch ein unerwünschtes Ergebnis aushebeln; also ein mehrstufig abgesicherter Vorgehen.

    Stellt man das Glaubwürdigkeitspotenzial der Regierung und anderen Protagonisten in Rechnung, so dürfte die Ethikkommission die gleiche Aufgabe wie Herr Geißler haben, nämlich rhetorisch, d.h. mittels moderner, adaptiver Agitprop, einen gelenkten „Konsens“ für den „Bürger“ herbeizureden, welcher es erlaubt, im Wesentlichen weiterzumachen wie bisher.

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    • PES
    • 23.03.2011 um 11:03 Uhr

    Wahrscheinlich werde ich abgestraft und an den Pranger gestellt. Trotzdem stelle ich die Frage an unsere liebe Regierung: Inwieweit ist es möglich die Kosten eines AKWs (incl. Endlagerung und Sicherung) den betreibenden Konzernen in Rechnung zu stellen?

    Wenn es nicht aufhört wirtschaftliche Risiken der Konzerne abzudecken, macht sich die Politik eines Staates überflüssig.

    Wenn der Bürger eines Staates nachvollziehen könnte wofür er sein Geld und in welcher Höhe ausgibt, wäre diese Misswirtschaft kaum möglich.

    2 Leserempfehlungen
  3. man kann z.B. Energie sparen, kann (und auch das habe ich schon) atomfreien Strom ordern - aber selbst, wenn man das und ggf. noch mehr gemacht hat, um wenigstens für sich persönlich da rauszukommen - selbst dann subventioniert man Atomstrom - einfach per Steuer und dazu wird man gezwungen; wer heute über verfehlte Solarstromförderpolitik redet, sollte mal die gesmte rechnung des sauberen Atomstroms betrachten - diese Subventionen werden noch in Jahrhunderten zu zahlen sein - wenn (hoffentlich) keine einziger Kernreaktor mehr am netz ist - unsere Nachfahren müssen unseren Dreck überwachen, abreichern, sicher verwahren - es ist nicht damit zu Ende, dass der Letzte das Licht (im letzten AKW) ausmacht, aber es muss angefangen werden, damit aufzuhören. Die ganze misere ist leider nur wieder ein beweis dafür, DASS WAHRE DEMOKRATIE (die z.B. auch per bundesweitem Volksentscheid fnuktioniert) in diesem Land NICHT GEWOLLT IST!

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  4. ihre berater haben den regierenden verraten, dass nach dem gau von fukushima 1 ein weiterso das aus für die koalition bedeutete. darum und nur darum haben sich die regierenden herbeigelassen, moratorium und kommissionen aufzuführen. blendwerk für die unterbelichteten im lande. vor den wahlen.
    ethikkommission und atompolitik! verräterischer gehts nicht. aber den teutonen, die 'kotflügel' glatt über die lippen bringen, ist wohl auch so ein quark zu verkaufen. mit staatstragender miene, versteht sich.

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  5. [...]

    Entfernt. Bitte vermeiden Sie Beiträge die als Provokation verstanden werden können und verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Danke. Die Redaktion/er

  6. Den Sinn einer Technik-Kommission kann ich noch nachvollziehen. Gleichwohl stellt sich mir die Frage, warum eine solche nicht schon im Herbst einberufen wurde, als es um die Laufzeitverlängerung ging. Das zeigt mir klar, dass Frau Merkel eine solche Kommission für ihre "Meinungsbildung" eigentlich nicht braucht, weder damals noch heute. Ergo ist es heute auch nur eine Nebelkerze bzw. ein weiterer Tarnfarbfleck auf der Haut des Chamäleons.
    Der Sinn der Ethik-Kommission erschließt sich mir allerdings überhaupt nicht. Über welche "Ethik" soll da debattiert werden? Die Frage der gesellschaftlichen Verantwortung der Atomenergienutzung ist doch auch in der schwarz-gelben Koalition längst entschieden: Auch Frau Merkel wollte bisher den Ausstieg, nur etwas später als rot-grün. Und die Frage der Restlaufzeiten hat meiner Meinung nach dann nichts mehr mit Ethik zu tun, sondern allein mit der Bewältigung der Sachzwänge, die wir uns durch die Nutzung der Kernkraft nun mal eingefangen haben. Also kann ich auch das nur noch als weiteren Tarnfarbfleck ansehen, damit niemand erkennen möge, wie rücksichtslos Frau Merkel ihre ganz persönlichen Interessen des Machterhalts durchzuboxen versucht.
    Sie passt jedenfalls ihre Meinung stets jener gesellschaftlichen Gruppe an, die aktuell ihre Machtposition gefährden könnte. Heute sind es die Wähler, morgen werden es wieder RWE/Eon und Konsorten sein und übermorgen vielleicht die Mafia. Sind solche Politiker eigentlich noch ethisch vertretbar?

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