AKW-Moratorium Der Atom-Schmerz der Opposition
Im Juni endet das Laufzeiten-Moratorium der Regierung. Noch ist unklar, wie und wann das Atomgesetz geändert wird. SPD und Grüne klagen über Missachtung.
Noch steht in keinem SPD-regierten Bundesland ein Atomkraftwerk. Doch das wird sich bald ändern, sagt SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil. Sobald SPD und Grüne in Baden-Württemberg ihren Koalitionsvertrag schließen, ist die Regierungsmacht im Südwesten auch in sozialdemokratischer Hand – und damit auch die Meiler in Philippsburg und Neckarwestheim. Und bald sei sein Heimatland ebenfalls SPD-regiert, flachst der Niedersachse Heil. Dort stehen die Reaktoren Grohnde, Emsland und Unterweser.
Noch sind nur unionsregierte Länder unmittelbar von der dreimonatigen Pause betroffen, die die Bundeskanzlerin den alten Atomkraftwerken verordnet hat. Am Freitag trifft sich die Bundeskanzlerin erstmals mit allen Länderchefs, um über die Atompolitik zu reden. "Vorstellung erster Überlegungen zur Energiewende", ist das Thema umschrieben. Was die sozialdemokratischen Ministerpräsidenten aus Mainz, Düsseldorf, Potsdam, Berlin und Schwerin von der CDU-Politikerin und ihren Ministern erwarten, erklärt Heil nur anhand des neuen Energiekonzepts der SPD: Schnellstmöglicher Ausstieg aus der Kernkraft, Nutzung der erneuerbaren Energieträger und die Stromnetze ausbauen, Energie effizient nutzen.
Diese Kernpunkte sind nicht nur die Bedingungen der SPD. Es sind seit der Katastrophe von Fukushima auch die Ziele der Koalitionsparteien. Insofern ist es nicht unwahrscheinlich, dass man sich einigt. Strittig ist, wann das letzte Kernkraftwerk vom Netz geht. Ein Wunschdatum für den Ausstieg hat die SPD nicht, 2017/2018 seien denkbar, "wenn die Länder mitspielen", sagte Fraktionsvize Ulrich Kelber.
- Alt-AKW: Philippsburg
-
Am Standort Philippsburg geht Block 1 vom Netz. Der Reaktor, der auf einer Insel im Rhein rund 30 Kilometer nördlich von Karlsruhe liegt, läuft seit 1979. Betreiberin ist die EnBW Kernkraft GmbH. Der Block hat eine Leistung von 926 Megawatt.
Das Kraftwerk war besonders ins Visier von Atomkraftgegnern geraten, weil es mit einem Siedewasserreaktor nach dem Prinzip des Katastrophen-Kernkraftwerks im japanischen Fukushima arbeitet.
- N-Westheim
-
Am Standort Neckarwestheim im Norden Stuttgarts geht Block I vom Netz. Der Reaktor ist seit 1976 in Betrieb und damit der zweitälteste Atommeiler in Deutschland. Betreiberin ist die EnBW Kernkraft GmbH.
Neckarwestheim I hat eine Leistung von 840 Megawatt und versorgt ein Viertel des deutschen Eisenbahn-Netzes mit Strom.
Atomkraftgegner haben immer wieder darauf verwiesen, dass Neckarwestheim I in der Pannenstatistik nicht gut dastehe und für einen Störfall nicht über genügend Kühlmittel und Pumpen verfüge. EnBW weist das zurück.
- Biblis
-
Am Standort Biblis in Hessen gehen beide Blöcke A und B vom Netz. Block A liefert seit 1974 Strom, Block B seit 1976. Beide Meiler sind Druckwasserreaktoren. Betreiber ist der RWE-Konzern. Die Leistung von Block A beträgt 1225 Megawatt, die von Block B 1300 Megawatt.
Bei einem der schwersten Störfälle in einem deutschen Atomkraftwerk entwich 1987 durch ein offenes Ventil in Block A 15 Stunden lang radioaktiver Dampf. 2006 wurden bei einer Routine-Revision im abgeschalteten Block A fehlerhaft montierte Dübel festgestellt, später auch in Block B. Beide Blöcke standen über ein Jahr lang still.
- Isar 1
-
Das bayerische Kernkraftwerk Isar 1 in Essenbach bei Landshut gehört zu den ältesten und umstrittensten Atommeilern. Es gehört ebenso wie die schwer beschädigte Atomanlage im japanischen Fukushima zum Bautyp der Siedewasserreaktoren. Kritiker fordern bereits seit Jahren die Stilllegung.
Bei dem Kraftwerk kam es immer wieder zu technischen Zwischenfällen. So gab es in den vergangenen Monaten eine Panne beim Verladen von Brennelementen und einen Defekt an einem Notstromsystem. Isar 1 ist auch schlechter als andere Meiler gegen Flugzeugabstürze gesichert.
- U-Weser
-
Das Atomkraftwerk Unterweser bei Nordenham in Niedersachsen wird vom Energieversorger E.on betrieben und ging im September 1978 ans Netz.
Der Meiler mit einem Druckwasserreaktor hat eine Nettoleistung von mehr als 1300 Megawatt und produziert so Strom für umgerechnet rund zwei Millionen Haushalte.
Ursprünglich sollte der Meiler nach den rot-grünen Ausstiegsplänen im Jahr 2012 vom Netz. In dem Kraftwerk sind knapp 400 Menschen beschäftigt.
- B-Büttel
-
Der Siedewasserreaktor im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel ging 1976 an den Start und ist das älteste Atomkraftwerk im Norden.
Der Reaktor wurde bereits im Juli 2007 vollständig abgeschaltet. Grund waren fehlerhafte Dübel und Verankerungen. Ein Antrag auf eine Wiederanfahrgenehmigung wurde bisher noch nicht gestellt.
Brunsbüttel gehört zu etwa zwei Dritteln dem Betreiberkonzern Vattenfall, der Rest gehört E.on. Bei Betrieb produziert das Kernkraftwerk eine Nennleistung von 806 Megawatt.
- Krümmel
Krümmel in Geesthacht ist laut Betreiber Vattenfall der leistungsstärkste Siedewasserreaktor der Welt. Er wurde 1983 in Betrieb genommen. Seit Mitte 2007 war Krümmel aber nur gut zwei Wochen lang am Netz. Ein brennender Transformator, Risse in Schweißnähten an Rohrleitungen, fehlerhaft angebrachte Dübel und ein kaputter Brennstab sorgten für Probleme. Krümmel gehört zur Hälfte Vattenfall, zur anderen E.on. Bisher hat der Betreiber noch keinen Antrag gestellt, das Kraftwerk wieder ans Netz nehmen zu wollen. Atomgegnern gilt Krümmel ähnlich wie Biblis als "Schrottreaktor". Sie fordern seit Langem die endgültige Stilllegung. Er kommt im Betrieb auf eine Leistung von 1402 Megawatt.
Derzeit lassen die Länder alle 17 deutschen Atomkraftwerke prüfen, bis Juni bewerten zwei Kommissionen des Umweltministeriums und im Kanzleramt die Risiken der Kernkraft neu. Was dann kommt, ließ die Regierung bislang offen – im Gespräch sind Änderungen am Atomgesetz, das endgültige Aus für die vor 1980 gebauten Meiler oder auch die Rücknahme der AKW-Laufzeitverlängerung vom Herbst. Die Kommissionen sollen Mitte Mai Ergebnisse liefern.
Das Kanzleramt geht davon aus, dass das Kabinett am 7. Juni die Atomrechtsreform beschließen müsste, wenn die vor Ablauf des Moratoriums in Kraft treten soll. Zwar beteuert Umweltminister Norbert Röttgen, er wünsche sich für das künftige Gesetz einen "parteiübergreifenden, gesellschaftlichen Konsens". Die Opposition im Bundestag fürchtet aber, ähnlich übergangen zu werden wie vor Monaten, als die Regierung im Expressverfahren die AKW-Laufzeitverlängerung durchs Parlament drückte. Bisher gebe es kein Gesprächsangebot der Kanzlerin, klagen SPD und Grüne. "Sie wollte mit allen gesellschaftlichen Kräften sprechen, wir dachten, da gehören wir auch dazu", sagt ein Grünen-Fachmann im Parlament. Auch die SPD sieht sich derzeit "mit Schweigen bedacht", wie Kelber sagt.
Die Regierung könne auch diesmal "keine Zustimmung erwarten, zu Entscheidungen, die in Hinterzimmern ausgekungelt wurden", sagt Kelber. Das Trauma aus dem "Herbst der Entscheidungen" wirkt noch, als Koalitionsabgeordnete mit ihrer Mehrheit eine Anhörung zur Laufzeitverlängerung im Bundestag nach einer Stunde abbrachen – unter Protest der Opposition.
Die Opposition fürchtet, dass die AKW-Betreiber nach Ende des Atom-Moratoriums die abgeschalteten Meiler wieder anfahren, der Konzern RWE zieht bereits gegen das Moratorium vor Gericht. Doch nur theoretisch sei das möglich, heißt es aus der Union. "Dies befürchten wir nicht wirklich", denn kein Energiekonzern werde einen Reaktor ans Netz bringen, bevor das Atomgesetz neu beschlossen ist und damit Rechtssicherheit herrscht.
Um die zu schaffen, werde ausreichend Zeit sein, heißt es aus Kreisen der Unionsfraktion. "Eine Verfahrensverkürzung im Parlament ist nicht geplant." Die Abgeordneten sollten ausführlich beraten dürfen.
Die Sozialdemokraten wollten dies in einem Sonderausschuss tun, dessen Gründung der Bundestag beschließen soll. Gedacht ist, Abgeordnete aus mehreren Ausschüssen zu vereinen, um das Kernkraft-Thema zentral zu beraten. Die Union tut das als Oppositionstaktik ab. "Die Ausschüsse für Umwelt und Wirtschaft sind seit Jahren mit der Kernkraft befasst", erläutert ein Fraktionsmitarbeiter und verspricht "totale Transparenz". In kurzer Zeit einen Sonderausschuss zu gründen und zu legitimieren, sei wegen des hohen Aufwands nicht sinnvoll. "Der Deutsche Bundestag funktioniert", sagt er und erinnert daran, dass die Opposition in allen Ausschüssen vertreten ist. Die SPD will den Antrag für einen Ausschuss am Freitag dennoch ins Parlament einbringen, mit dem Risiko, damit zu scheitern.
Weil die Grünen aus der Koalition so gar nichts hören, rechnen sie mittlerweile mit noch weiteren Szenarien: Im Eilverfahren könnte das Parlament beschließen, dass die acht abgeschalteten Meiler auf Dauer stillgelegt werden. Doch falls dieser Klimmzug nicht gelingt, sei "nicht ausgeschlossen, dass das Atom-Moratorium verlängert wird." Mit dem Atomausstieg insgesamt könnten sich die Abgeordneten dann in aller Ruhe im Herbst befassen.
- Datum 15.04.2011 - 06:39 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 18
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






"Die Opposition im Bundestag fürchtet aber, ähnlich übergangen zu werden wie vor Monaten, als die Regierung im Expressverfahren die AKW-Laufzeitverlängerung durchs Parlament drückte." - Wenn ich mich recht erinnere war doch der eigentliche Skandal, dass das Gesetzt nicht DURCHS Parlament gedrückt wurde, sondern daran VORBEI! Deshalb klagen gerade SPD und Grüne.
Jaja, der Wutbürger macht den Regierenden wieder die Arbeit schwer mit seinen ständigen Sonderwünschen... es wäre außerdem alles viel einfacher, wenn man sich nicht immer für Verletzungen des eigenen Koalitionsvertrages rechtfertigen müsste.
Politiker, das ist schon ein hartes Leben!
man muss auch einmal ein dezidiertes Konzept mit Kosten vorlegen. Bisher hat die Opposition dies noch nicht getan. Erst recht nicht die Grünen, die nur von ihrem monotonem "Ausschalten" leben und einer vagen Andeutung, dass der Ausstieg die Preise erhöhen wird. Wieviel, weshalb, darauf sind Trittin, vor allem Roth und Özdemir, die Antwort schuldig geblieben. Es geht ja nicht nur um Strom, es geht um die Gesamtenergie, in der der Strom einen Anteil hat.
Mit mißverständlichen Zahlen, wie z.B. "Die Windenergie produziert inzwischen 12%" statt der tatsächlichen Messgröße von nur 1,8% am Energiebedarf wird von den Ökos ein Szenario beschrieben, was so nicht haltbar ist. Und hier versagt die Presse großartig, die fast ideologisch die Grünen unterstützt und ein verträglicher Umbau hintertrieben wird.
Respekt: Die (Druck)-ZEIT hat in dieser Woche getitelt:"Was Journalisten anrichten". Lesenswert.
Allerdings habe ich den Eindruck, dass solche Artikel nicht bis zu ZEIT-Online durchdringen.
Hier wird mitunter rein ideologisch verbrämt mit Kommentar-Zensur in Form von Kürzen, Löschen, eigenen, lenkenden Redaktionskommentaren stets eine gewisse ideologische Richtung verfolgt und gelenkt. Was einer vielfältigen Meinungsbildung widerspricht.
.... vorlegen. Bisher hat die Opposition dies noch nicht getan...."
Das war auch beim dilettantischen ersten Versuch von Rot/Grün eine massive Hintergehung der Wähler. Man machte den Menschen nicht klar, was es sie kostet Kapazitäten auszutauschen, die sehr geringe laufende Kosten mehr verursachen, gegen solche, die Strom zu einem Vielfachen des Preises herstellen. Es wurde auch nicht vorgerechnet, dass die Geschwindigkeit, mit der man austauscht die Kosten aus mehreren Gründen wesentlich beeinflusst. Man verwies lediglich (und das war gelogen) auf die Mehrung der Arbeitsplätze aus alternativen Energien.
Aber wie viel kostet es denn nun wirklich? Und wen kostet die eilige Umstellung. Nur so über den breiten Daumen: Nehmen wir mangels konkreter und vertraubarer Zahlen aus den Medien oder aus der Politik die 1 Million pro Tag und Reaktor, die oft genannt wurden. Die Zahl ist vermutlich etwas zu gering, aber lassen wir das. So kostet die frühe Schließung eines Reaktors nur 365 Millionen im Jahr Mal zwanzig Jahre, also ca Euro 7,30 Milliarden. Wie viele Reaktoren haben wir? 17? Also mal 17.
Wen triff es? Die Pensionäre und Lebensversicherte, deren Policen mit den Aktien der Stromkonzerne unterlegt sind? Die Chefs der Konzerne? Die Politiker, die die Anlagen schließen? Die sie gebaut haben? Die Gemeinden, die von den Steuern profitiert haben? Den Stromkonsumenten? Den Industriellen, dessen Maschinen hier Strom verwenden? Den Steuerzahler?
.... vorlegen. Bisher hat die Opposition dies noch nicht getan...."
Das war auch beim dilettantischen ersten Versuch von Rot/Grün eine massive Hintergehung der Wähler. Man machte den Menschen nicht klar, was es sie kostet Kapazitäten auszutauschen, die sehr geringe laufende Kosten mehr verursachen, gegen solche, die Strom zu einem Vielfachen des Preises herstellen. Es wurde auch nicht vorgerechnet, dass die Geschwindigkeit, mit der man austauscht die Kosten aus mehreren Gründen wesentlich beeinflusst. Man verwies lediglich (und das war gelogen) auf die Mehrung der Arbeitsplätze aus alternativen Energien.
Aber wie viel kostet es denn nun wirklich? Und wen kostet die eilige Umstellung. Nur so über den breiten Daumen: Nehmen wir mangels konkreter und vertraubarer Zahlen aus den Medien oder aus der Politik die 1 Million pro Tag und Reaktor, die oft genannt wurden. Die Zahl ist vermutlich etwas zu gering, aber lassen wir das. So kostet die frühe Schließung eines Reaktors nur 365 Millionen im Jahr Mal zwanzig Jahre, also ca Euro 7,30 Milliarden. Wie viele Reaktoren haben wir? 17? Also mal 17.
Wen triff es? Die Pensionäre und Lebensversicherte, deren Policen mit den Aktien der Stromkonzerne unterlegt sind? Die Chefs der Konzerne? Die Politiker, die die Anlagen schließen? Die sie gebaut haben? Die Gemeinden, die von den Steuern profitiert haben? Den Stromkonsumenten? Den Industriellen, dessen Maschinen hier Strom verwenden? Den Steuerzahler?
Über die von Frau Merkel beauftragte "Reaktorsicherheits-Kommission" berichtete gestern die Sendung "Kontraste".
Demnach besteht sie aus linientreuen Atom-Lobbyisten und treuen Atom-Soldatn der Energiekonzerne:
http://www.rbb-online.de/...
Ich schätze Frau Merkel weiß, daß sie eine Herde Böcke zu Gärtnern gemacht hat.
Wenn sie es weiß und dennoch in dieser Kommission über die Sicherheit der Atomkraftwerke und die Zukunft der Energieversorgung Vorentscheidungen fällen läßt stellt sich ihre Atompolitik erneut als schlecht gespieltes Schmierentheater heraus.
Die Opposition hat bei dem neuen Energiekonzept nichts zu suchen. Doch die Manzlerin irrt. Selbst dann, wenn ihr und Herrn Röttgen ein einigermassen vernünftiges Konzept gelingen sollte, wird der Erfolg sich nicht in Wählerzustimmung der Union auszahlen.
Sie haben Recht. Frau Merkel sollte die Opposition sehr stark einbeziehen in alle Überlegungen, vor allem die Grünen Roth, Özdemir. Denn die Grünen haben lediglich in Rattenfängermanier mit dem Abschalten der AKW getrommelt, ohne belastbare Alternativen, vor allem nachprüfbare Kalkulationen vorzulegen. Wir machen Wind, machen Bio, machen Sonne. Das sind Schlagworte. Die sind jetzt nicht mehr gefragt.
Trotz anders lautenden Sprüchen von Özdemir und Trittin leistet die Windenergie nur 1,8% am notwendigem Energiemix.
Es ist von Seiten der Grünen auch verdächtig still im Hinblick auf die Energiereform, denn jetzt sind keine Schlagworte sondern nur brauchbare und nachprüfbare Konzepte gefragt. Das scheint ein Mangel bei Frau Roth und ihren Mitstreitern vorzuliegen.
Je stärker man die Opposition hier einbindet, umso offensichtiger werden deren Seifenblasen werden.
Sie haben Recht. Frau Merkel sollte die Opposition sehr stark einbeziehen in alle Überlegungen, vor allem die Grünen Roth, Özdemir. Denn die Grünen haben lediglich in Rattenfängermanier mit dem Abschalten der AKW getrommelt, ohne belastbare Alternativen, vor allem nachprüfbare Kalkulationen vorzulegen. Wir machen Wind, machen Bio, machen Sonne. Das sind Schlagworte. Die sind jetzt nicht mehr gefragt.
Trotz anders lautenden Sprüchen von Özdemir und Trittin leistet die Windenergie nur 1,8% am notwendigem Energiemix.
Es ist von Seiten der Grünen auch verdächtig still im Hinblick auf die Energiereform, denn jetzt sind keine Schlagworte sondern nur brauchbare und nachprüfbare Konzepte gefragt. Das scheint ein Mangel bei Frau Roth und ihren Mitstreitern vorzuliegen.
Je stärker man die Opposition hier einbindet, umso offensichtiger werden deren Seifenblasen werden.
Früher zog der Herr Tetzel in römischen Auftrag mit seinen Ablasspießgesellen durch die teutschen Lande um uns auszuplünndern. Die Begründung lautete "Das Ende ist nahe, rettet eure Seelen!"
Heute zieht ein Herr Ötzdemir im eigenen Auftrag mit seinen Ökosteuerspießgesellen durch die Bundesrepublik und will uns ausplündern damit seine Jünger, arbeitslose Biologen, Botaniker, Sozialwissenschaftler, "Experten" Umwelt- und Ökologieorganisationsbosse ihre Schäflein in das Trockene bringen können. Die Begründung ist die Gleiche.
Es wird uns sehr viel nützen, wenn wir unsere nach deutschem Standard gebauten Atomkraftwerke abschalten und für den Ökowahn dann per Steuern, Abgaben und wer weis wo noch versteckt hunderte von Milliarden an den Fiskus abdrüciken müssen,
In Europa gibt es zur Zeit 93 Atomkraftwerke, 13 sind im Bau. Ergebnis der Operation Vernichtung des Wirtschaftsstandortes Deutschland- drei Atomkraftwerke weniger und nicht ein einziges mehr unter Kontrolle des Deutschen Volkes.
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich und verzichten Sie auf unsachliche Vergleiche. Danke. Die Redaktion/er
wird langweilig. Wenn Sie sachliche Informationen haben, immer her mit den links zum Nachlesen; dann kann sich jeder selber informieren.
Und nein, ich bin keine Grüne, ich wähle die nichtmal.
wird langweilig. Wenn Sie sachliche Informationen haben, immer her mit den links zum Nachlesen; dann kann sich jeder selber informieren.
Und nein, ich bin keine Grüne, ich wähle die nichtmal.
Natürlich müssen die Meiler vom Netz. Und wir haben hier in Deutschland schon längst große Probleme mit der Atomkraft, siehe Asse und Gorleben:
http://bit.ly/ev9JLM
Es ist gut zu sehen, dass ich mit meinen Ansichten nicht alleine bin. Ich habe in diesem Forum schon mehrfach darauf hingewiesen, dass wir ohne Strom aus AKW's unsere Zukunft nicht absichern können. Es werden Sachverhalte, die auf wissenschaftlicher Ebene lange bekannt sind, völlig ausgeblendet. Die Auswirkungen eines Klimawandels sind weltweit zu beobachten und sie werden sich verstärken, wenn wir teilweise wieder auf konventionelle Energieerzeugung umsteigen, um auf Atomenergie zu verzichten. Wir beschleunigen diese Prozesse und werden u. U. eine abrupte Klimaänderung bewirken, die auf der Nordhalbkugel der Erde zu einer Katastrophe ungeahnter Tragweite führen kann. Erwärmt sich das Wasser des Atlantiks weiter, wird der Golfstrom keine warmen Wassermassen mehr in nördliche Breiten tragen. Die Folge ist eine Eiszeit, die sehr schnell da sein wird. Nur mit Atomenergie können dann die enormen Energiemengen erzeugt werden, die unsere Existenz absichern. Es muss nun endlich verstanden werden, dass erneuerbare Energien bei einer Klimaänderung nicht mehr zu erzeugen sind. Mit einer völligen Umstellung auf erneuerbare Energien nehmen wir uns unsere Zukunft. Wir brauchen in Gesamtzusammenhängen denkende Wissenschaftler in den Gremien, die über die künftige Energieerzeugung entscheiden. Eine abrupte Klimaänderung kann uns alle das Leben kosten. Wir brauchen neue, sichere Atomkraftwerke und weltweit einheitliche Sicherheitsnormen für Atomenergieerzeugung.
Sie schreiben: "Wir brauchen neue, sichere Atomkraftwerke und weltweit einheitliche Sicherheitsnormen für Atomenergieerzeugung".
Zum Betrieb sicherer Atomkraftwerke gehört doch wohl auch der Beweis (und nicht wie in der Planungsphase der 60/70er Jahre die Annahme) des sicheren Reaktorbetriebs und der Lösung der Endlagerfrage. Da beides bisher nicht die gelösten Problemkinder der Zeit sind, ist in die Zukunft betrachtet Ihrer Ausführung mit Einschränkungen zuzustimmen: Wir brauchen eine kluge Energieversorgung und Energienutzung und davor eine kluge Energiepolitik.
Sie schreiben: "Wir brauchen neue, sichere Atomkraftwerke und weltweit einheitliche Sicherheitsnormen für Atomenergieerzeugung".
Zum Betrieb sicherer Atomkraftwerke gehört doch wohl auch der Beweis (und nicht wie in der Planungsphase der 60/70er Jahre die Annahme) des sicheren Reaktorbetriebs und der Lösung der Endlagerfrage. Da beides bisher nicht die gelösten Problemkinder der Zeit sind, ist in die Zukunft betrachtet Ihrer Ausführung mit Einschränkungen zuzustimmen: Wir brauchen eine kluge Energieversorgung und Energienutzung und davor eine kluge Energiepolitik.
haben die Atomkraftwerke entwickelt, getestet und projektiert.
Sie müßten doch am besten wissen,wie lange ihre Anlagen laufen dürfen.
Es ist schon seltsam, daß jetzt Politiker die treibenden und bestimmenden Personen sind.
Da stimmt einfach die Zuordnung nicht mehr.
Wissenschaftler haben auch Atom-und Wasserstoffbomben, Giftgas und biologische Kampfstoffe entwickelt, von den konventionellen Waffen ganz zu schweigen.
Wem wollen Sie denn dafür die Verantwortung zuordnen?
sich gründlich zu informieren und die divergierenden Interessen zu untersuchen; dann gehen einem vom selbst die Augen auf.
Wissenschaftler haben auch Atom-und Wasserstoffbomben, Giftgas und biologische Kampfstoffe entwickelt, von den konventionellen Waffen ganz zu schweigen.
Wem wollen Sie denn dafür die Verantwortung zuordnen?
sich gründlich zu informieren und die divergierenden Interessen zu untersuchen; dann gehen einem vom selbst die Augen auf.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren