Jugendgewalt Gewaltattacken schockieren Berlin

Zwei Gewalttaten in nicht einmal 24 Stunden in Berlin durch junge Männer: Sie heizen die Diskussion um Jugendgewalt und ihre Ursachen in der Hauptstadt neu an.

Welche Rolle spielt das Thema im Berliner Wahlkampf?

Nach dem Überfall auf einen 30-Jährigen im Februar am Bahnhof Lichtenberg wurde die Wiedereinführung der Doppelstreifen aus BVG und Polizei beschlossen. Sie war vor Jahren mangels Effizienz abgeschafft worden. Die Neuauflage sei aber "allenfalls halbherzig", monierte CDU-Chef Frank Henkel am Ostermontag. "Das erweckt den Eindruck einer Wahlkampf-Alibi-Aktion." Die Linke Marion Seelig sagt, "dass Personal auf Bahnhöfen der beste Schutz ist". Videoüberwachung diene eher der Aufklärung als der Prävention. Die Forderung nach mehr Personal zieht sich durch alle Parteien – auch wenn die CDU dabei eher an Polizisten als an BVG-Mitarbeiter denkt.

Die innere Sicherheit ist seit Jahren das Kernthema des CDU-Spitzenkandidaten. Henkel betont, er werde keinen Wahlkampf "auf dem Rücken von Opfern führen". Aber das Land habe bei dem Thema noch viel zu tun: Über abschreckende Arrestierungen und Fahrverbote müsse ebenso diskutiert werden wie über die möglichst konsequente Anwendung des Erwachsenenstrafrechts für 18- bis 21-jährige Täter. Die Strafe müsse umgehend folgen. Über Jugendarbeit müsse erreicht werden, "dass Gewalt uncool ist". Nicht nur in diesen Punkten ähnelt sich die Auffassung von CDU und Grünen. Selbst bei der Videoüberwachung gehen die Positionen nicht mehr so weit auseinander wie früher – auch wenn der Grüne Benedikt Lux betont: "Die Leute haben verstanden, dass mehr Video und mehr Polizei nicht die alleinige Antwort sein kann."

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Die Berliner SPD hat mit Innensenator Ehrhart Körting einen Routinier im Senat, dessen Mischung aus Besonnenheit und Härte überparteilich geschätzt wird. Dass sich die Täter so schnell gestellt haben, sieht Körting als Erfolg der Videoüberwachung: "Sie sind gefasst, weil sie wussten, dass sie erkannt werden würden." Henkel jedoch greift den SPD-Mann wegen dessen Auffassung an, dass die 24-stündige Speicherung von Kamerabildern ausreiche: 2010 seien die Aufzeichnungen nach Straftaten in 60 Fällen schon vor dem Zugriff der Polizei gelöscht gewesen, beklagt Henkel.

Werden die Jugendlichen tatsächlich immer brutaler?

Jugendliche und Heranwachsende bilden regelmäßig rund ein Viertel der nach der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erfassten Tatverdächtigen. Gerade die Jugendgewalt aber ist statistisch rückläufig. "Besonders signifikant ist – wie schon in den Vorjahren – der erneute Rückgang bei den jugendlichen Tatverdächtigen im Alter von 14 bis 18 Jahren", stellte das Bundeskriminalamt bei der Vorstellung der PKS 2009 fest. Zurückgegangen sei hier insbesondere die Anzahl der Tatverdächtigen bei der Gewaltkriminalität um fast neun Prozent sowie bei der darin enthaltenen gefährlichen und schweren Körperverletzung um 9,4 Prozent. Die PKS beleuchtet nur einen Ausschnitt des sogenannten Hellfelds, also jener Taten, die von der Polizei erfasst worden sind. Allerdings verzeichnen auch sogenannte Dunkelfeldstudien schwindende Gewalt. Ergebnisse bekommt man hier, indem man etwa mögliche Täter- oder Opfergruppen befragt. Zudem sprechen noch andere Forschungen für weniger Gewalt, etwa eine vom Innenministerium beauftragte Jugendstudie von 2009, nach der die Zahl von Verletzungen nach Raufereien um fast ein Drittel gesunken sei. Viele Kriminologen sind deshalb dagegen, die Strafen für Jugendliche zu verschärfen oder das Alter der Strafmündigkeit – bisher 14 Jahre – herabzusetzen.

Leser-Kommentare
  1. ... Körting, Innensenator von Berlin, SPD-Mitglied und selbst ernannter Kurator für Mohammedkarikaturausstellungen.

    Seine eigentliche Arbeit bekommt der Mann aber nicht in den Griff - einschließlich brennender Autos, Angriffe auf BVG-Bedienstete, Überfallattacken auf BVG-Benutzer, organisierter Kriminalität im befreundeten Umkreis multikultureller Bereicherung usw. usf..

    13 Leser-Empfehlungen
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    ist auch meines Gefühls nach gesunken.
    Ein geschlossenes System wie z.B. in der Londoner U-Bahn und herumlungern-Verbot in jeder Form auf Bahnsteigen wären schon mal ein Anfang.

    ist auch meines Gefühls nach gesunken.
    Ein geschlossenes System wie z.B. in der Londoner U-Bahn und herumlungern-Verbot in jeder Form auf Bahnsteigen wären schon mal ein Anfang.

  2. So habe ich das noch gar nicht gesehen. Im Vergleich zu Caracas, Mogadischu oder Bagdad ist Berlin wirklich eine sehr sichere Stadt. Jetzt bin ich aber sehr beruhigt...

    19 Leser-Empfehlungen
  3. 3. ~ 1432

    Da muss der erste Kommentar anders lauten: Stoppt die Panikmache! Zwei Gewalttaten in nur 24 Stunden? Wie kann man mit irgend wem diskutieren, der mit solch einer Schlagzeile durch die Medien geistert? Vor allen die Boulevardpresse und die privaten Fernsehsender reiten darauf herum. Sie bedienen einfältig die Dummheit.

    Ist das hier eine Stichprobe? Gibt es irgend eine Verbindung? Oder was?

    Nein, das nennt man Zufall! Das ist in der selektiven Wahrnehmung der billigste Fehler aller naiven Glücksspieler. Zwei unabhängige Ereignisse, die in einem nachträglichen gesetzten Zeitrahmen zusammen gefasst werden, um einen Trend zu belegen. Dagegen hilft nur die Gegendarstellung. Was wäre gewesen, wenn diese beiden Ereignisse innerhalb der selben Minute erfolgten? Oder innerhalb 3mal 24 Stunden? Noch einfacher: Wie oft konnte man in der Vergangenheit mit Recht die Schlagzeile formulieren, dass innerhalb von 24 Stunden nicht zwei solche Ereignisse statt fanden? Und wie oft erschien diese?

    Dann erübrigt sich der gesamte Artikel, einschließlich der berechtigten Nachfragen, wie der Eindruck zunehmender Jugendgewalt entstehten könnte. Man erzeugt den Eindruck doch selbst!

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    • Hickey
    • 27.04.2011 um 12:51 Uhr

    Jede Sekunde stirbt ein Mensch, aber es werden auch 2 neue geboren.

    PS: Die Frage nach der Sicherheit in einer Stadt ist ganz einfach zu beantworten. Gehen sie zu ihrer Polizeiwache und erfragen sie wieviele Straftaten und welche in ihrer Stadt gefunden haben, sie werden erstaunt wie Unsicher ihre Stadt plötzlich ist :)

    mfg

    • Hickey
    • 27.04.2011 um 12:51 Uhr

    Jede Sekunde stirbt ein Mensch, aber es werden auch 2 neue geboren.

    PS: Die Frage nach der Sicherheit in einer Stadt ist ganz einfach zu beantworten. Gehen sie zu ihrer Polizeiwache und erfragen sie wieviele Straftaten und welche in ihrer Stadt gefunden haben, sie werden erstaunt wie Unsicher ihre Stadt plötzlich ist :)

    mfg

  4. wird es jetzt wieder Streifen geben, die notfalls eingreifen können. Die Verlagerung der Sicherheit auf Videoüberwachung war von vorneherein als zu kurz gedacht.
    "Die Grund- und Anlasslosigkeit ist es, die besonders empört. Dass es allerdings für Jugendgewalt früher gewichtigere Gründe oder Motive gab, ist nicht belegt. Auch die Einschätzung, es werde rücksichtsloser oder brutaler geschlagen oder getreten, ist stark von individuellen Einstellungen und Erfahrungen geprägt." Ich will das gern glauben; aber wir bekommen es halt mehr mit als früher, weil ja alles mehr von der Presse ausgeschlachtet wird (das gilt auch für andere Strafdelikte).
    Ganz sicher wäre es besser, wenn die Strafe direkt auf dem Fuß folgen könnte - es ist absurd, daß mehrere Monate zwischen dem Vorfall und dem Prozeß liegen. Auf jeden Fall sollte man bei Mehrfachtätern auch höhere Strafen verhängen - es geht nicht an, daß Schlägereien als 'mannhaft' empfunden oder dargestellt werden - und man sollte diese Jugendlichen auch eher festsetzen.
    Ansonsten ist Gewalt unter Jugendlichen nicht eigentlich neu; auch früher schon gab es Wirtshausschlägereien und was in manchen Dörfern bei der Kirmes abgegangen ist, war auch früher schon heftig. Es wurde halt nicht so groß darüber berichtet.
    "Die Grund- und Anlasslosigkeit ist es, die besonders empört." Darüber sollten sich besonders Psychologen mal Gedanken machen - und Lösungsansätze entwickeln.

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    "Die Grund- und Anlasslosigkeit ist es, die besonders empört." Darüber sollten sich besonders Psychologen mal Gedanken machen - und Lösungsansätze entwickeln.

    Das machen Psychologen schon seit langer Zeit.

    Da ich selber einer bin, kann ich ihnen zuerst einmal versichern dass es Grund- und/oder Anlasslosigkeit für derartige Straftaten nicht gibt.
    Es gibt immer einen Grund oder Anlass dafür, die Frage ist nur, ob Beobachter in der Lage sind den Anlass zu deuten.
    Welchen konkreten Grund oder Anlass ein Täter hatte, kann z.B. ein forensischer Psychiater ermitteln. Manchmal reicht auch schon eine Vernehmung durch die Polizei um _explizite_ Gründe und Anlässe herauszufinden.

    Desweiteren sollte man sich tunlichst davor hüten, Anlässe bewerten und kategorisieren zu wollen. Es gibt erstens keinen Grund, der einen Gewaltausbruch besser rechtfertigt als ein andere Grund, auch wenn wir in der moralischen Bewertung anders vorgehen. Desweiteren kommt es bei der Deutung der Tat auf die individuelle Bewertung des Anlass durch den Täter an und _nicht_ auf die Bewertung durch jemand anderes.
    Etwas das wir als nichtigen Grund werten, bspw. der sprichwörtliche schiefe Blick, kann für einen Täter eine ganz andere Bedeutung haben.

    "Die Grund- und Anlasslosigkeit ist es, die besonders empört." Darüber sollten sich besonders Psychologen mal Gedanken machen - und Lösungsansätze entwickeln.

    Das machen Psychologen schon seit langer Zeit.

    Da ich selber einer bin, kann ich ihnen zuerst einmal versichern dass es Grund- und/oder Anlasslosigkeit für derartige Straftaten nicht gibt.
    Es gibt immer einen Grund oder Anlass dafür, die Frage ist nur, ob Beobachter in der Lage sind den Anlass zu deuten.
    Welchen konkreten Grund oder Anlass ein Täter hatte, kann z.B. ein forensischer Psychiater ermitteln. Manchmal reicht auch schon eine Vernehmung durch die Polizei um _explizite_ Gründe und Anlässe herauszufinden.

    Desweiteren sollte man sich tunlichst davor hüten, Anlässe bewerten und kategorisieren zu wollen. Es gibt erstens keinen Grund, der einen Gewaltausbruch besser rechtfertigt als ein andere Grund, auch wenn wir in der moralischen Bewertung anders vorgehen. Desweiteren kommt es bei der Deutung der Tat auf die individuelle Bewertung des Anlass durch den Täter an und _nicht_ auf die Bewertung durch jemand anderes.
    Etwas das wir als nichtigen Grund werten, bspw. der sprichwörtliche schiefe Blick, kann für einen Täter eine ganz andere Bedeutung haben.

  5. Was haben wir für einen Rechtsstaat. Jeder darf in Deutschland einen Menschen fast Tod treten - die Gesetzmäßigkeit (Staatsanwaltschaft schickt den Täter wieder nach Hause). Es wird Zeit, dass sich die Gerichtsbarkeit ändert. Diese hoch - gebildeten - Vertreter des deutschen Grundgesetzes sowie die ausführenden Organe der Gerichtsbarkeit haben verlernt Recht zu Sprechen. Was ist aus Deutschland geworden. Sollen wir alle - wie die Amerikaner es vormachen - Schusswaffen tragen und anwenden.

    11 Leser-Empfehlungen
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    Sie haben mit dieser Anmerkung vollkommen Recht. Der deutsche Staat ist nicht mehr in der Lage, die öffentliche Ordnung und Sicherheit für die Bürger zu gewährleisten. In der bösen DDR-Diktatur konnte ich meine Frau noch um Mitternacht allein in das Stadtzentrum einer Großstadt schicken, es wäre ihr nichts passiert. Meine Kinder wurden nicht entführt und kein Mensch brauchte Angst zu haben, derart brutal zusammengeschlagen zu werden. Es werden hier in Deutschland ganz sicher bald amerikanische Verhältnisse herrschen, da bin ich mir ganz sicher.

    Na ja, wenn Sie sich sicherer FÜHLEN wollen, ist das Schusswaffentragen möglicherweise eine Option (für Sie zumindest).
    ---
    Wenn Sie sicherer SEIN wollen, sollten Sie zuerst mal amerikanische und deutsche Kriminalstatistiken vergleichen...

    Dann überlegen Sie sich die Sache mit der "Knarre unter'm Kopfkissen" evtl. noch mal.
    ---
    ---
    zum Thema Jugendgewalt:
    komplexe Problemstellungen lassen sich sicher nicht mit einfachen Methoden (mehr Polizei auf der Strasse...) lösen, aber ganz so falsch sind viele dieser Vorschläge ja nun auch nicht - mehr Streifen geben dem Bürger ja zumindest mal ein gefühltes mehr an Sicherheit, und schrecken unter Umständen auch mal den einen oder anderen vom zuschlagen ab.

    die zwei wichtigsten Punkte meiner bescheidenen Meinung nach:

    1 - "Gewalt muss uncool werden" Sehr schön ausgedrückt und auch sehr treffend. Solange die Gesellschaft Gewalt so wenig ächtet wie momentan darf sie sich nicht über Individuen(!!!) wundern, die sich darin ein Beispiel nimmt.
    Ja, fällt schwer, sich für einen austickenden 16-Jährigen verantwortlich zu fühlen, aber immer nur alle Verantwortung von sich zu weisen (die Schule, die Eltern, der Migrationshintergrund (derzeit sehr beliebt...), die familiäre Situation etc.) bringt auch nimand weiter!

    Fortsetzung folgt

    2 - "Strafe muss sein!" und sie darf nicht nur, sie muss auch "wehtun". Nein, das ist kein Plädoyer für die Prügelstrafe, sondern die schlichte Erkenntniss, dass heranwachsenden nicht nur Grenzen gesetzt werden müssen, sondern es muss auch klar sein, dass das (oft bewusste, man erinnere sich an seine eigene Jugend!!!) Übertreten halt auch Konsequenzen hat. Respekt vor'm Feuer lernt man halt erst wenn man sich mal verbrannt hat...

    Da ist genau das eingetreten was ich vermutet habe, der Vater dieses Randalierenden ist ein Rechtsanwalt. Damit hat sich der Grundgesetzstaat Deutschland verabschiedet von der Ehrlichkeit der Rechtsprechung. Der deutsche Bürger erfährt keine Gleichbehandlung nach deutschem Recht.

    Sie haben mit dieser Anmerkung vollkommen Recht. Der deutsche Staat ist nicht mehr in der Lage, die öffentliche Ordnung und Sicherheit für die Bürger zu gewährleisten. In der bösen DDR-Diktatur konnte ich meine Frau noch um Mitternacht allein in das Stadtzentrum einer Großstadt schicken, es wäre ihr nichts passiert. Meine Kinder wurden nicht entführt und kein Mensch brauchte Angst zu haben, derart brutal zusammengeschlagen zu werden. Es werden hier in Deutschland ganz sicher bald amerikanische Verhältnisse herrschen, da bin ich mir ganz sicher.

    Na ja, wenn Sie sich sicherer FÜHLEN wollen, ist das Schusswaffentragen möglicherweise eine Option (für Sie zumindest).
    ---
    Wenn Sie sicherer SEIN wollen, sollten Sie zuerst mal amerikanische und deutsche Kriminalstatistiken vergleichen...

    Dann überlegen Sie sich die Sache mit der "Knarre unter'm Kopfkissen" evtl. noch mal.
    ---
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    zum Thema Jugendgewalt:
    komplexe Problemstellungen lassen sich sicher nicht mit einfachen Methoden (mehr Polizei auf der Strasse...) lösen, aber ganz so falsch sind viele dieser Vorschläge ja nun auch nicht - mehr Streifen geben dem Bürger ja zumindest mal ein gefühltes mehr an Sicherheit, und schrecken unter Umständen auch mal den einen oder anderen vom zuschlagen ab.

    die zwei wichtigsten Punkte meiner bescheidenen Meinung nach:

    1 - "Gewalt muss uncool werden" Sehr schön ausgedrückt und auch sehr treffend. Solange die Gesellschaft Gewalt so wenig ächtet wie momentan darf sie sich nicht über Individuen(!!!) wundern, die sich darin ein Beispiel nimmt.
    Ja, fällt schwer, sich für einen austickenden 16-Jährigen verantwortlich zu fühlen, aber immer nur alle Verantwortung von sich zu weisen (die Schule, die Eltern, der Migrationshintergrund (derzeit sehr beliebt...), die familiäre Situation etc.) bringt auch nimand weiter!

    Fortsetzung folgt

    2 - "Strafe muss sein!" und sie darf nicht nur, sie muss auch "wehtun". Nein, das ist kein Plädoyer für die Prügelstrafe, sondern die schlichte Erkenntniss, dass heranwachsenden nicht nur Grenzen gesetzt werden müssen, sondern es muss auch klar sein, dass das (oft bewusste, man erinnere sich an seine eigene Jugend!!!) Übertreten halt auch Konsequenzen hat. Respekt vor'm Feuer lernt man halt erst wenn man sich mal verbrannt hat...

    Da ist genau das eingetreten was ich vermutet habe, der Vater dieses Randalierenden ist ein Rechtsanwalt. Damit hat sich der Grundgesetzstaat Deutschland verabschiedet von der Ehrlichkeit der Rechtsprechung. Der deutsche Bürger erfährt keine Gleichbehandlung nach deutschem Recht.

  6. Ich sage mal, was alle Sarrazinanhänger zuerst gedacht haben. Diese Berliner Jungs waren bestimmt Türken oder Araber. Naja, Pech gehabt. Torben klingt nicht gerade türkisch.

    wieso das Sarrazin nicht vorhersehen konnte, dass DEUTSCHE Jugendliche immer mehr gewalttätiger und brutaler werden.
    Für ihn hören ja deutsche Kinder brav Wagner und J.S.B. und lesen Kafka.

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    Torbens Vater ist lt. Tagesspiegel ein Jurist.
    http://www.tagesspiegel.d...

    das Video angesehen. In den ersten Sekunden sieht man T. der sich von dem anderern A lösen will. Er schubst ihm weg und macht Schritte rückwärts, danach dreht er sich um, und versucht wegzugehen.
    A folgt ihm und wird erneut handgreiflich.

    Erst dann kommt der Schlag und die brutalen Tritte. Ich halte Notwehrexess nicht für ausgeschlossen.

    Wenn T in den letzten Monaten Zeitung gelesen hat, wird er wohl Angst gehabt haben, als nächstes Gewaltopfer zu enden.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke. Die Redaktion/wg

    Danke.

    Torbens Vater ist lt. Tagesspiegel ein Jurist.
    http://www.tagesspiegel.d...

    das Video angesehen. In den ersten Sekunden sieht man T. der sich von dem anderern A lösen will. Er schubst ihm weg und macht Schritte rückwärts, danach dreht er sich um, und versucht wegzugehen.
    A folgt ihm und wird erneut handgreiflich.

    Erst dann kommt der Schlag und die brutalen Tritte. Ich halte Notwehrexess nicht für ausgeschlossen.

    Wenn T in den letzten Monaten Zeitung gelesen hat, wird er wohl Angst gehabt haben, als nächstes Gewaltopfer zu enden.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke. Die Redaktion/wg

    Danke.

  7. Sie haben mit dieser Anmerkung vollkommen Recht. Der deutsche Staat ist nicht mehr in der Lage, die öffentliche Ordnung und Sicherheit für die Bürger zu gewährleisten. In der bösen DDR-Diktatur konnte ich meine Frau noch um Mitternacht allein in das Stadtzentrum einer Großstadt schicken, es wäre ihr nichts passiert. Meine Kinder wurden nicht entführt und kein Mensch brauchte Angst zu haben, derart brutal zusammengeschlagen zu werden. Es werden hier in Deutschland ganz sicher bald amerikanische Verhältnisse herrschen, da bin ich mir ganz sicher.

    15 Leser-Empfehlungen
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    • matbhm
    • 26.04.2011 um 14:14 Uhr

    dort hat es ja, wie wir wissen, keine Kriminalität gegeben, keine Schlägereien, keinen Mord und Totschlag, keine Raubüberfälle! Das war eben der real existierende Sozialismus mit lauter glücklichen, zufriedenen Menschen. Deswegen hat ja auch die DDR uns Altbundesbürger großzügig bei sich aufgenommen, sich in BRD umbenannt. Dummerweise haben wir dann uns mit unserer Kriminalität durchgesetzt.

    ... sperrten wir als 9-Klässler unseren Lehrer in den Billardsaal der BSG Empor Brandenburger Tor (heute eine Ruine) an der alten Weingroßkellerei Berlin ein - holten uns einen Kasten Bier und zogen damit über Nacht auf den Alex.
    Es war im Jahre 1973, wenn ich mich daran erinnere.
    Kein VOPO und keine Stasi haben uns belästigt, auch keine Punks oder sonstiges asoziales Unwesen, was es schon damals im Verborgenen in der Hauptstadt gab.
    Wir haben den Kasten Bier geleert, die Flaschen schön wieder eingesammelt und das Pfand wieder zu Geld gemacht.
    Zerstört haben wir auch nichts und in den Brunnen oder an die Weltzeituhr haben wir auch nicht gepinkelt, denn die Toilette auf dem Alex war gebührenfrei!
    Unseren Klassenleiter haben wir auch wieder aus seinem Gefängnis geholt - es gab nicht einmal ein Nachspiel für uns.
    Welcher Lehrer wollte sich schon so blamieren?
    Übrigens:
    Unter dem gleichen Klassenleiter legten wir 4 Jahre später unser Abitur ab.
    ... und was die VOPOS betrifft:
    Mit so manchen von denen haben wir zum Frühschoppen zu Hause eine Runde Skat geklopft - man kannte sich eben - auch ohne ein Spitzel zu sein.
    Wer sich allerdings nicht an Ordnung und Disziplin halten konnte, der bekam auch die Härte der Gesetze zu spüren - auch der Osten war nicht frei von Verbrechern, die im Übrigen auch nach rechtsstaatlichen Grundsätzen im Westen verurteilt worden wären, wenn man ordentlich durchgreifen würde - damals wie heute!
    Mist gebaut haben wir alle mal - aber wir standen auch dazu!

    @ Lada4x4 @ wendelin89

    "Ewiggestrige" mit derartig fragwürdigen Sehnsüchten und unangebrachten Systemvergleichen sind der Grund, wieso dieses Land geistig leider immer noch gespalten ist und nicht den Weg ins 21.Jahrhundert findet. Moderne aktuelle Probleme werden von diesen Beobachtern zudem meist mit anachronistischen Gedankenwerkzeugen bearbeitet.

    Wie sagte Erich Kästner einst so treffend: "Als ich jung war, hatten die Kühe größere Köpfe."

    Ihre Scheuklappen-Metalität und Verklärung wird mir (glücklicherweise) stets verschlossen bleiben. Es irritiert mich nur, dass die Kommentatoren nicht selbst dabei stutzen.
    Bitte kehren Sie zur Diskussion des Artikelthemas zurück. Danke. Die Redaktion/wg

    Werter Lada4x4 (übrigens ein ehrliches Auto)

    Sie brauchen auch heute keine Angst zu haben, "derart brutal zusammengeschlagen zu werden". Sie sollten sich nur nicht derart von der Panikmache einiger Medien, Politiker und anderer Menschen des öffentlichen Lebens beeindrucken lassen.

    Der wesentliche Unterschied zu früher, speziell in der DDR, aber auch in der BRD: Heute kann und darf die Presse zum Glück freier berichten, und tut dies daher in einigen Bereichen auch. Leider häufig nicht dort, wo ich es für wichtig hielte, aber wir erinnern uns: Die Presse ist ja frei, hat also auch nicht auf mich zu hören.

    MfG, parkwaechter

    Schön, dass sie ihre Frau noch um Mitternacht allein in das Stadtzentrum einer Großstadt schicken konnten. Nach Wegfall der Grenzen (Wiedervereinigung) konnte ich nicht einmal tagsüber meine ausländischen Asylfreunde gefahrenlos in eine ostdeutsche Großstadt schicken.
    Ein anderer Punkt ist die Stasi-Überwachung, die im tollem DDR stattgefunden hat. Dort war jeder Bürger von grund auf schon eingeschüchtert und die Hemmschwelle zur Kriminalität höher. Außerdem möchte ich auch einmal mutmaßen, dass die Presse im ehemaligen Osten auch nicht gerade "frei" war, was in kommunistischen Ländern durchaus üblich ist. Ich möchte darauf anspielen, dass man gern einmal die ein oder andere negative Schlagzeile einfach hat wegfallen lassen oder beschönigende Statistiken aufgestellt hat...
    Ich könnte die Liste noch weiter fortführen, aber nein, die DDR war schon ein sicherer und toller Staat...

    • matbhm
    • 26.04.2011 um 14:14 Uhr

    dort hat es ja, wie wir wissen, keine Kriminalität gegeben, keine Schlägereien, keinen Mord und Totschlag, keine Raubüberfälle! Das war eben der real existierende Sozialismus mit lauter glücklichen, zufriedenen Menschen. Deswegen hat ja auch die DDR uns Altbundesbürger großzügig bei sich aufgenommen, sich in BRD umbenannt. Dummerweise haben wir dann uns mit unserer Kriminalität durchgesetzt.

    ... sperrten wir als 9-Klässler unseren Lehrer in den Billardsaal der BSG Empor Brandenburger Tor (heute eine Ruine) an der alten Weingroßkellerei Berlin ein - holten uns einen Kasten Bier und zogen damit über Nacht auf den Alex.
    Es war im Jahre 1973, wenn ich mich daran erinnere.
    Kein VOPO und keine Stasi haben uns belästigt, auch keine Punks oder sonstiges asoziales Unwesen, was es schon damals im Verborgenen in der Hauptstadt gab.
    Wir haben den Kasten Bier geleert, die Flaschen schön wieder eingesammelt und das Pfand wieder zu Geld gemacht.
    Zerstört haben wir auch nichts und in den Brunnen oder an die Weltzeituhr haben wir auch nicht gepinkelt, denn die Toilette auf dem Alex war gebührenfrei!
    Unseren Klassenleiter haben wir auch wieder aus seinem Gefängnis geholt - es gab nicht einmal ein Nachspiel für uns.
    Welcher Lehrer wollte sich schon so blamieren?
    Übrigens:
    Unter dem gleichen Klassenleiter legten wir 4 Jahre später unser Abitur ab.
    ... und was die VOPOS betrifft:
    Mit so manchen von denen haben wir zum Frühschoppen zu Hause eine Runde Skat geklopft - man kannte sich eben - auch ohne ein Spitzel zu sein.
    Wer sich allerdings nicht an Ordnung und Disziplin halten konnte, der bekam auch die Härte der Gesetze zu spüren - auch der Osten war nicht frei von Verbrechern, die im Übrigen auch nach rechtsstaatlichen Grundsätzen im Westen verurteilt worden wären, wenn man ordentlich durchgreifen würde - damals wie heute!
    Mist gebaut haben wir alle mal - aber wir standen auch dazu!

    @ Lada4x4 @ wendelin89

    "Ewiggestrige" mit derartig fragwürdigen Sehnsüchten und unangebrachten Systemvergleichen sind der Grund, wieso dieses Land geistig leider immer noch gespalten ist und nicht den Weg ins 21.Jahrhundert findet. Moderne aktuelle Probleme werden von diesen Beobachtern zudem meist mit anachronistischen Gedankenwerkzeugen bearbeitet.

    Wie sagte Erich Kästner einst so treffend: "Als ich jung war, hatten die Kühe größere Köpfe."

    Ihre Scheuklappen-Metalität und Verklärung wird mir (glücklicherweise) stets verschlossen bleiben. Es irritiert mich nur, dass die Kommentatoren nicht selbst dabei stutzen.
    Bitte kehren Sie zur Diskussion des Artikelthemas zurück. Danke. Die Redaktion/wg

    Werter Lada4x4 (übrigens ein ehrliches Auto)

    Sie brauchen auch heute keine Angst zu haben, "derart brutal zusammengeschlagen zu werden". Sie sollten sich nur nicht derart von der Panikmache einiger Medien, Politiker und anderer Menschen des öffentlichen Lebens beeindrucken lassen.

    Der wesentliche Unterschied zu früher, speziell in der DDR, aber auch in der BRD: Heute kann und darf die Presse zum Glück freier berichten, und tut dies daher in einigen Bereichen auch. Leider häufig nicht dort, wo ich es für wichtig hielte, aber wir erinnern uns: Die Presse ist ja frei, hat also auch nicht auf mich zu hören.

    MfG, parkwaechter

    Schön, dass sie ihre Frau noch um Mitternacht allein in das Stadtzentrum einer Großstadt schicken konnten. Nach Wegfall der Grenzen (Wiedervereinigung) konnte ich nicht einmal tagsüber meine ausländischen Asylfreunde gefahrenlos in eine ostdeutsche Großstadt schicken.
    Ein anderer Punkt ist die Stasi-Überwachung, die im tollem DDR stattgefunden hat. Dort war jeder Bürger von grund auf schon eingeschüchtert und die Hemmschwelle zur Kriminalität höher. Außerdem möchte ich auch einmal mutmaßen, dass die Presse im ehemaligen Osten auch nicht gerade "frei" war, was in kommunistischen Ländern durchaus üblich ist. Ich möchte darauf anspielen, dass man gern einmal die ein oder andere negative Schlagzeile einfach hat wegfallen lassen oder beschönigende Statistiken aufgestellt hat...
    Ich könnte die Liste noch weiter fortführen, aber nein, die DDR war schon ein sicherer und toller Staat...

  8. Auch wenn die brutalen Übergriffe nicht mit der aktuellen Rhetorik von CSU- und FDP-Politikern zusammenhängen, wäre deren bedenklich auftrumpfende Rhetorik auch einmal einen ZEIT-Artikel wert: http://berlin2011.wordpre...

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    Ich finde es phänomenal: CDU und CSU schreien nach solchen verabscheuungswürdigen Taten nach harten Strafen - für ihre eigene Clientel werden allerdings andere Maßstäbe eingefordert - man denke hier nur an diverse Affären von Unionspolitikern, die ja "nur zum Wohle des deutschen Volkes" gelogen und betrogen haben oder Schmiergelder (Bimbes zur politischen Landschaftspflege) einstrichen, um Gefälligkeitsgesetze und -verträge zu machen.

    Übrigens: Einer der Schläger soll Medienberichten zufolge Sohn eines angesehenen Berliner Juristen sein. Natürlich nahm man ihn trotz des Vorwurfs des versuchten Totschlags nicht in Untersuchungshaft, sondern ließ ihn brav nach Hause gehen.

    Und noch etwas: erinnern sich alle noch an die zu Weihnachten 2007 vom damals schwerst wahlkämpfenden hessischem Ministerpräsidenten Roland Koch losgetretenen "Jugendliche-In-Den-Knast"-Debatte? Der musste schließlich kleinlaut zugeben, dass seine schnell aufgestellten Forderungen nicht umsetzbar waren. Er hatte nämlich als regierender hessischer Ministerpräsident innerhalb von acht Jahren den Jugendstrafvollzug im Rahmen der "Haushaltskonsolidierung" kaputt gespart. Die Jugendrichter konnten zwar Jugendarrest verhängen - dieser konnte jedoch nicht vollstreckt werden.

    Ich finde es phänomenal: CDU und CSU schreien nach solchen verabscheuungswürdigen Taten nach harten Strafen - für ihre eigene Clientel werden allerdings andere Maßstäbe eingefordert - man denke hier nur an diverse Affären von Unionspolitikern, die ja "nur zum Wohle des deutschen Volkes" gelogen und betrogen haben oder Schmiergelder (Bimbes zur politischen Landschaftspflege) einstrichen, um Gefälligkeitsgesetze und -verträge zu machen.

    Übrigens: Einer der Schläger soll Medienberichten zufolge Sohn eines angesehenen Berliner Juristen sein. Natürlich nahm man ihn trotz des Vorwurfs des versuchten Totschlags nicht in Untersuchungshaft, sondern ließ ihn brav nach Hause gehen.

    Und noch etwas: erinnern sich alle noch an die zu Weihnachten 2007 vom damals schwerst wahlkämpfenden hessischem Ministerpräsidenten Roland Koch losgetretenen "Jugendliche-In-Den-Knast"-Debatte? Der musste schließlich kleinlaut zugeben, dass seine schnell aufgestellten Forderungen nicht umsetzbar waren. Er hatte nämlich als regierender hessischer Ministerpräsident innerhalb von acht Jahren den Jugendstrafvollzug im Rahmen der "Haushaltskonsolidierung" kaputt gespart. Die Jugendrichter konnten zwar Jugendarrest verhängen - dieser konnte jedoch nicht vollstreckt werden.

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