Aygül Özkan Die abgestempelte Ministerin
Die Ernennung von Aygül Özkan zur Sozialministerin Niedersachsens wurde als Zeichen der Integration bejubelt. Ein Jahr später hat sie gelernt, Niederlagen einzustecken.
Um 11.48 Uhr an diesem Tag wird Aygül Özkan zum ersten Mal abgestempelt. Ein Routinetermin für die Sozialministerin Niedersachsens. Junge Migranten stellen in Hannover Kunstwerke zum Thema Diskriminierung vor. Einer von ihnen ist Harun Uludasdemir, 16, aus Syke nahe Bremen, der mit einem Stempelkissen auf die Ministerin gewartet hat. Für sein Werk hat er gewöhnliche Amtsstuben-Stempel präpariert. Statt "Erledigt" oder "Posteingang" zeigen sie "Fremder – immer noch!" und "Blauauge". Er will damit auf den Umgang mit Vorurteilen aufmerksam machen.
Özkan drückt sich einen Stempel aufs linke Handgelenk. Auf ihrem Unterarm steht nun rot: "Made in Turkey!? – Willkommen im Ausland". Uludasdemir lächelt verlegen. "Passt wohl am besten zu mir", sagt Özkan.
Mit dem Abgestempeltwerden kennt sich Özkan aus. Den einen ist sie zu türkisch, zu parteifern, zu wenig Christdemokratin. Den anderen ist sie zu deutsch, zu selbstbewusst, zu sehr Typ hanseatischer Karrierefrau. Die Balance zwischen diesen Spannungsfeldern ist Özkans täglich Brot – nicht nur politisch. Es ist ein Ringen mit den Erwartungen. Auch ein bisschen mit den eigenen. Seit genau einem Jahr ist Özkan, die politische Seiteneinsteigerin, nun Sozialministerin in Niedersachsen. Die 39-Jährige hat in dieser Zeit vor allem eines gelernt: herbe Niederlagen wegzustecken.
Noch nicht einmal vereidigt hatte Özkan bereits das erste Mal für Schlagzeilen gesorgt. Sie sagte in einem Interview mit dem Focus: "Christliche Symbole gehören nicht an staatliche Schulen". Und: "Die Schule sollte ein neutraler Ort sein". Özkan hatte eine Debatte losgetreten, deren Brisanz sie zu spät erkannte – oder womöglich gar nicht. Sie hatte das Allerheiligste der Union angegriffen: Eine Muslima stellt das Kruzifix infrage.
Die Partei tobte. Die kleine Schwester, die CSU, sie raste. Das "völlig indiskutabel" von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann war da noch harmlos. Stefan Müller, Integrationsbeauftragter der Unionsfraktion im Bundestag, legte Özkan gleich den Austritt nahe: Sie solle "sich überlegen, ob sie in einer christlichen Partei an der richtigen Stelle" sei. Es folgten Schlagzeilen wie: CDU kreuzigt Shooting-Star Özkan. Berlins Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit bot ihr die Mitgliedschaft in der SPD an. Die CDU sei für eine türkischstämmige Ministerin noch nicht bereit. Christian Wulff , damals noch niedersächsischer Ministerpräsident, schritt ein, Özkan musste sich entschuldigen. Was haften blieb, war der Vorwurf, dass sie das Herz ihrer Partei nicht richtig kennt. Und die Tatsache, dass wohl nie zuvor eine Ministerin noch vor ihrer Vereidigung eine derartige Niederlage hat einstecken müssen.
Heute will Özkan darüber nicht mehr reden. Das Thema sei abgehakt. Dass sie spät in die Partei eingetreten ist, sei kein Nachteil, solange "die gemeinsamen Werte" stimmten.
Tatsächlich wurde Özkan 2004, mit 32 Jahren, CDU-Mitglied. Die ehrgeizige Juristin hatte sich in der Hamburgs Wirtschaftswelt einen Namen gemacht. 2008 kam sie in die Bürgerschaft und wurde stellvertretende CDU-Landesvorsitzende. Özkan fiel auf. Als Wulff Özkan im vergangenen Jahr in sein Kabinett nach Hannover holte, galt das politischer Coup. Die Ernennung der ersten Türkischstämmigen zur Ministerin sei "eine politische Revolution", schrieb eine Zeitung damals.
- Datum 27.04.2011 - 14:18 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um einen sachlichen und verständlichen Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/ag
Die Frau hat sich doch mit der Mediencharta selbst disqualifiziert. Eine totale Fehlbesetzung. Da hilft auch kein schwärmender Artikel in der ZEIT.
Die Frau sollte aus der Politik aussteigen oder zu den Linken wechseln. Da passt die Mediencharta schon viel besser hin.
Die Imagepflege könnt vergessen! Diese Türkin wollte den eh schon vorhandenen Maulkorb der Medien, noch einmal enger schnüren.
Erzwungene positive Berichterstattung, das war mißlungener Verfassungsbruch. Ich hoffe hier schaut der Verfassungschutz genau hin, was im Ministerium dieser Frau getrieben wird.
Bleibt nur zur hoffen, daß diese Quotenfrau (im doppelten Sinne), sich bald von der politischen Bühne verabschiedet.
Daß Sie uns Freiheit nehmen wollten, Frau Aygül Özkan, wird ihnen nicht vergessen!
Deutscher im Sinne des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland (GG) und § 1 des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG) ist unter anderem, wer die Staatsangehörigkeit der Bundesrepublik Deutschland besitzt.
Die Frau Ötzkan ist am 27. August 1971 in Hamburg geboren und dementsprechend Deutschestaatsbürgerin.
Wenn Sie sie als Türkin bezeichen, verstoßen Sie gegen den Grundgesetz.
Wenn Sie Sie auf Grund ihre Herkunft benachteiligen wollen tun Sie es ebenfalls.
Ich weiß nicht wie Sie [...] Freiheit definieren, wenn Sie jedoch von Frei reden, halten Sie sich bitte auch an allen Spielregeln.
Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ew
Deutscher im Sinne des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland (GG) und § 1 des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG) ist unter anderem, wer die Staatsangehörigkeit der Bundesrepublik Deutschland besitzt.
Die Frau Ötzkan ist am 27. August 1971 in Hamburg geboren und dementsprechend Deutschestaatsbürgerin.
Wenn Sie sie als Türkin bezeichen, verstoßen Sie gegen den Grundgesetz.
Wenn Sie Sie auf Grund ihre Herkunft benachteiligen wollen tun Sie es ebenfalls.
Ich weiß nicht wie Sie [...] Freiheit definieren, wenn Sie jedoch von Frei reden, halten Sie sich bitte auch an allen Spielregeln.
Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ew
Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um eine sachliche Kritik. Danke. Die Redaktion/ag
Ich empfinde diesen Bericht über diese Quotenfrau als Lobhudelei. Bloss nicht zuviel Kritik um nicht etwa als Immigranten oder Islam feindlich dazustehen.
Ich bin sicher das es in Deutschland weitaus qualifiziertere Kandidaten/innen für so ein Amt gibt.
Bei dieser Dame dankt man an den kürzesten Abstand zwischen zwei Fettnäpfchen: Ein Ökzan.
Ach so, das war nicht verständlich. Na, dann nochmal ganz klar und verständlich. Die Ministerin Aygül Özkan ist seit ihrem Amtsantritt durch kulturelle Kenntnislosigkeit (Kruzifix) aufgefallen, des weiteren durch Raffgier (private Nutzung des Dienstwagens), unsoziale Chefmanieren (Rauswurf des Fahrers) und Zensurdenke (Mediencharta). Dies alles ist nicht neu im Lande der Politik, allenfalls die kulturelle Kenntnislosigkeit ist ein Novum. Doch fühle ich mich dadurch nicht bereichert.
Aber vielleicht war die Verständlichkeit gar nicht das Problem, sondern die harten Worte?
Bitte sagen Sie es doch. Schere im Kopf ist auch nicht gut.
man kann sich darüber streiten, ob özkan gute oder schlechte arbeit abliefert. als hamburger kann ich ihre arbeit in niedersachsen nicht beurteilen.
aber es werden sicherlich mehr politiker mit migrationshintergrund führungspositionen übernehmen. rösler, auch wenn man ihn nicht als einne wahrnimmt sowie özdemir sind ja schon vorsitzende ihrer partei. bei letztem stehen die chancen auch nicht schlecht auf bundesebene minister zu werden.
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