Leiharbeit Zeitarbeitsfirmen klagen über Personalnot

Unternehmen für Leiharbeit stehen in der Kritik, weil Beschäftigte bei ihnen weniger verdienen als fest angestellte Arbeitnehmer. Nun gehen der Branche die Bewerber aus.

Die großen deutschen Zeitarbeitsfirmen haben derzeit Probleme, ausreichend viele Angestellte zu finden. "Die Nachfrage ist da, wir haben zurzeit 8000 offene Stellen. Doch leider ist das Image der Branche immer noch sehr einseitig", sagt Jan Ole Schneider, Finanzchef des deutschen Marktführers Randstad, dem "Handelsblatt".

"Der Trend zu Vollbeschäftigung in vielen Regionen sei eine Herausforderung für die Branche", erklärt auch Andreas Dinges von Adecco Deutschland. In München, Stuttgart und Frankfurt werde es schon sehr schwierig, geeignete Bewerber zu finden. Die Tochter des Schweizer Adecco-Konzerns zählt zurzeit 7000 offenen Stellen in Deutschland.

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Der Mangel an geeigneten Bewerbern ist derzeit das größte Hindernis für die Branche in Deutschland, die wegen der Diskussion um Mindestlöhne in der Kritik steht. Dennoch sehen Experten kein Ende des Zeitarbeiterbooms: "Wir halten es für möglich, dass die Zahl der Zeitarbeiter in Deutschland in diesem Sommer erstmals die Millionengrenze überspringen wird", sagt Hartmut Luerßen von der Marktforschungsagentur Lünendonk. Derzeit sind rund 900.000 Menschen in Deutschland bei Zeitarbeitsfirmen beschäftigt.

 
Leser-Kommentare
  1. Es geht so einfach: zahlt mehr, dann bekommt ihr mehr Leute.

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    • lepkeb
    • 23.05.2011 um 12:01 Uhr

    mehr werden, denn viele sind imho lieber arbeitslos. Denn wer möchte schon heute in Berlin, nächste Woche in München und Ende der Woche in Frankfurt arbeiten, denn die Arbeitsverträge erlauben mWn den Verleiherfirmen eine Versetzung an andere Standorte innerhalb von einem Tag notice. Und wenn man das in die ansonsten immer gern propagierte Marktwirtschaft übersetzt, dann müsste es dafür einen Risikoaufschlag auf das in dem Entleiherunternehmen gezahlte Gehalt geben, der etwa bei dem 1.5-2 fachen liegen müssten, was übrigens dem Ansatz der Verleihfirmen gegenüber den Entleihern entsprechen dürfte. Auch die Kosten für die verlangte Herumzieherei sind nicht zu verachten, was viele erst auf dem harten Weg haben lernen müssen.
    Aber wie so oft ein Land schafft sich ab und sieht es noch nicht einmal.
    Denn selbst die AN-Freizügkeit scheint nicht die gewünschte Entlastung zu bringen, denn wenn die Osteuropäer hören, wie hoch die gezahlten Vergütungen in D-land sind, scheinen viele auch gleich abzuwinken und leben lieber mit weniger Geld in ihrer Heimat.
    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/se.

    @ lepkeb: Wenn der Leiharbeitnehmen für das was er mehr bietet bzw. leistet (= flexibilität bzw. Verzicht auf bessere Planbarkeit des eigenen Lebens) auch entsprechend mehr Lohn erhält, wird es kein Problöem sein, Personal zu finden.

    Das "Problem" ist nur, dass sich dann das Geschäftsmodell entweder für dei Zeitarbeitsfirma oder für deren Kunden (=Industrie) nicht mehr lohnt.
    Oder für beide nicht mehr...

    ---

    "...leider ist das Image der Branche immer noch sehr einseitig", sagt Jan Ole Schneider, Finanzchef des deutschen Marktführers Randstad"

    Aus eigener Erfahrung (nicht mit Randstand!) kann ich dazu nur sagen: Der "Ruf" der Branche ist durchaus gerechtfertigt!!!

    Richtig.

    Ordentliche Arbeitsplätze, ordentliches Einkommen und unbefristete Arbeitsverträge -

    Problem schon gelöst.

    • lepkeb
    • 23.05.2011 um 12:01 Uhr

    mehr werden, denn viele sind imho lieber arbeitslos. Denn wer möchte schon heute in Berlin, nächste Woche in München und Ende der Woche in Frankfurt arbeiten, denn die Arbeitsverträge erlauben mWn den Verleiherfirmen eine Versetzung an andere Standorte innerhalb von einem Tag notice. Und wenn man das in die ansonsten immer gern propagierte Marktwirtschaft übersetzt, dann müsste es dafür einen Risikoaufschlag auf das in dem Entleiherunternehmen gezahlte Gehalt geben, der etwa bei dem 1.5-2 fachen liegen müssten, was übrigens dem Ansatz der Verleihfirmen gegenüber den Entleihern entsprechen dürfte. Auch die Kosten für die verlangte Herumzieherei sind nicht zu verachten, was viele erst auf dem harten Weg haben lernen müssen.
    Aber wie so oft ein Land schafft sich ab und sieht es noch nicht einmal.
    Denn selbst die AN-Freizügkeit scheint nicht die gewünschte Entlastung zu bringen, denn wenn die Osteuropäer hören, wie hoch die gezahlten Vergütungen in D-land sind, scheinen viele auch gleich abzuwinken und leben lieber mit weniger Geld in ihrer Heimat.
    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/se.

    @ lepkeb: Wenn der Leiharbeitnehmen für das was er mehr bietet bzw. leistet (= flexibilität bzw. Verzicht auf bessere Planbarkeit des eigenen Lebens) auch entsprechend mehr Lohn erhält, wird es kein Problöem sein, Personal zu finden.

    Das "Problem" ist nur, dass sich dann das Geschäftsmodell entweder für dei Zeitarbeitsfirma oder für deren Kunden (=Industrie) nicht mehr lohnt.
    Oder für beide nicht mehr...

    ---

    "...leider ist das Image der Branche immer noch sehr einseitig", sagt Jan Ole Schneider, Finanzchef des deutschen Marktführers Randstad"

    Aus eigener Erfahrung (nicht mit Randstand!) kann ich dazu nur sagen: Der "Ruf" der Branche ist durchaus gerechtfertigt!!!

    Richtig.

    Ordentliche Arbeitsplätze, ordentliches Einkommen und unbefristete Arbeitsverträge -

    Problem schon gelöst.

  2. recht so, dass der modernen "Sklavenhalterei" die Arbeitskräfte ausbleiben.
    Jeder H-IV-Empfänger - ledig, wohl gemerkt oder verheiratet und beide Partner OHNE Arbeit - erhält vom Staat mehr finanzielle Unterstützung und mehr "Rabatte" als ein Angestellter "Leiharbeiter".

    Vor Jahren malochte ich bei ADECCO - völlig unterbezahlt - und stets unter Druck gesetzt, mein "Arbeitszeit-Konto" mit Zeitstunden aufzufüllen.
    Trotz meiner 32-h-Arbeitswoche bei einem Verdienst von knappen 630,- €/Monat (Netto) ist mir das nicht gelungen.

    Als dann das neue Tarifrecht in Kraft trat, flog ich aus der Firma, weil man mich hätte mit weit mehr als nur 5,50 €/Std. beschäftigen müssen.

    Ein Karriere-Sprungbrett ist Zeitarbeit auch nicht, weil man hier noch weniger als Mensch, sondern nur noch als "Ware Arbeitskraft" behandelt wird.

    24 Leser-Empfehlungen
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    nur bestätigen; das ist moderne Tagelöhnerei und es ist gut so, daß diesen Ausbeutern die Leute wegbleiben.

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    nur bestätigen; das ist moderne Tagelöhnerei und es ist gut so, daß diesen Ausbeutern die Leute wegbleiben.

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    Antwort auf "Burn Out"
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    • bb1921
    • 23.05.2011 um 12:23 Uhr

    legal dazu gezwungen, sich bei Leiharbeitsfirmen zu bewerben durch die Vermittlungsvorschläge. In den Jobbörsen der BA finden Sie zu 99,99% Angebote von Sklavenhändlern und nur daraus entnimmmt der sog. Arbeitsvermittler die Vermittlungsvorschläge. Der Arbeitslose muss sich darauf bewerben und diese Stellen annehmen, sonst gibt es eine Sperrfrist von bis zu 3 Monaten des Arbeitslosengeldes. So läuft das! Je länger man arbeitslos ist, umso geringer darf dann der Verdienst lt. BA sein. Das geht bis zu einem Verdienst, der gerade so hoch ist, wie das Arbeitlosengeld. Das kann auch unter dem Hartz IV-Satz liegen. Es gibt eine interne Dienstanweisung der BA, das ein Stundensatz von 3€ brutto zu tolerieren sei. Ohne diese Praxis der BA hätten die Sklavenhändler nie soviel Zulauf gehabt. Das geht seit der Arbeitsmarktreform und den Hartz IV-Gesetzen von Schröder so, und ganz legal. Bisher hat noch keine Bundesregierung daran etwas geändert.

    • bb1921
    • 23.05.2011 um 12:23 Uhr

    legal dazu gezwungen, sich bei Leiharbeitsfirmen zu bewerben durch die Vermittlungsvorschläge. In den Jobbörsen der BA finden Sie zu 99,99% Angebote von Sklavenhändlern und nur daraus entnimmmt der sog. Arbeitsvermittler die Vermittlungsvorschläge. Der Arbeitslose muss sich darauf bewerben und diese Stellen annehmen, sonst gibt es eine Sperrfrist von bis zu 3 Monaten des Arbeitslosengeldes. So läuft das! Je länger man arbeitslos ist, umso geringer darf dann der Verdienst lt. BA sein. Das geht bis zu einem Verdienst, der gerade so hoch ist, wie das Arbeitlosengeld. Das kann auch unter dem Hartz IV-Satz liegen. Es gibt eine interne Dienstanweisung der BA, das ein Stundensatz von 3€ brutto zu tolerieren sei. Ohne diese Praxis der BA hätten die Sklavenhändler nie soviel Zulauf gehabt. Das geht seit der Arbeitsmarktreform und den Hartz IV-Gesetzen von Schröder so, und ganz legal. Bisher hat noch keine Bundesregierung daran etwas geändert.

    • lepkeb
    • 23.05.2011 um 12:01 Uhr

    mehr werden, denn viele sind imho lieber arbeitslos. Denn wer möchte schon heute in Berlin, nächste Woche in München und Ende der Woche in Frankfurt arbeiten, denn die Arbeitsverträge erlauben mWn den Verleiherfirmen eine Versetzung an andere Standorte innerhalb von einem Tag notice. Und wenn man das in die ansonsten immer gern propagierte Marktwirtschaft übersetzt, dann müsste es dafür einen Risikoaufschlag auf das in dem Entleiherunternehmen gezahlte Gehalt geben, der etwa bei dem 1.5-2 fachen liegen müssten, was übrigens dem Ansatz der Verleihfirmen gegenüber den Entleihern entsprechen dürfte. Auch die Kosten für die verlangte Herumzieherei sind nicht zu verachten, was viele erst auf dem harten Weg haben lernen müssen.
    Aber wie so oft ein Land schafft sich ab und sieht es noch nicht einmal.
    Denn selbst die AN-Freizügkeit scheint nicht die gewünschte Entlastung zu bringen, denn wenn die Osteuropäer hören, wie hoch die gezahlten Vergütungen in D-land sind, scheinen viele auch gleich abzuwinken und leben lieber mit weniger Geld in ihrer Heimat.
    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/se.

    Antwort auf "Marktwirtschaft"
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    ...irgendwann schützt dann auch das (ebenfalls billig bezahlte) Wachpersonal im Erdgeschoss nicht mehr. Wenn die Gewalt (in all ihren Formen) zunimmt, wird auch die Gegengewalt zunehmen. Und letztlich kann man Menschen nur in Fiktion aufhalten.

    Um Terror und Gewalt zu verhindern, die sich derzeit in Deutschland - völlig fernab von religiösen Gründen - immer mehr verbreitet, muss man an den Ursachen arbeiten. Doch diese werden sogar mehr und mehr geschaffen und verstärkt und dafür stehen inzwischen selbst bei Fastfoodketten und Supermärkten schon den gesamten Tag bullige Wachmänner für 5-6€ die Stunde herum. - Immer noch billiger, als die 10-12 400€ Kräfte wieder gegen 5 anständig bezahlte Fachkräfte zu ersetzen.

    ...irgendwann schützt dann auch das (ebenfalls billig bezahlte) Wachpersonal im Erdgeschoss nicht mehr. Wenn die Gewalt (in all ihren Formen) zunimmt, wird auch die Gegengewalt zunehmen. Und letztlich kann man Menschen nur in Fiktion aufhalten.

    Um Terror und Gewalt zu verhindern, die sich derzeit in Deutschland - völlig fernab von religiösen Gründen - immer mehr verbreitet, muss man an den Ursachen arbeiten. Doch diese werden sogar mehr und mehr geschaffen und verstärkt und dafür stehen inzwischen selbst bei Fastfoodketten und Supermärkten schon den gesamten Tag bullige Wachmänner für 5-6€ die Stunde herum. - Immer noch billiger, als die 10-12 400€ Kräfte wieder gegen 5 anständig bezahlte Fachkräfte zu ersetzen.

  4. ...irgendwann schützt dann auch das (ebenfalls billig bezahlte) Wachpersonal im Erdgeschoss nicht mehr. Wenn die Gewalt (in all ihren Formen) zunimmt, wird auch die Gegengewalt zunehmen. Und letztlich kann man Menschen nur in Fiktion aufhalten.

    Um Terror und Gewalt zu verhindern, die sich derzeit in Deutschland - völlig fernab von religiösen Gründen - immer mehr verbreitet, muss man an den Ursachen arbeiten. Doch diese werden sogar mehr und mehr geschaffen und verstärkt und dafür stehen inzwischen selbst bei Fastfoodketten und Supermärkten schon den gesamten Tag bullige Wachmänner für 5-6€ die Stunde herum. - Immer noch billiger, als die 10-12 400€ Kräfte wieder gegen 5 anständig bezahlte Fachkräfte zu ersetzen.

    • HH7
    • 23.05.2011 um 12:20 Uhr

    ...Zwangsmaßnahmen bzw. Sanktionierungen der ARGEN durch Hartz-IV zurückgehen.

    10 Leser-Empfehlungen
    • bb1921
    • 23.05.2011 um 12:23 Uhr

    legal dazu gezwungen, sich bei Leiharbeitsfirmen zu bewerben durch die Vermittlungsvorschläge. In den Jobbörsen der BA finden Sie zu 99,99% Angebote von Sklavenhändlern und nur daraus entnimmmt der sog. Arbeitsvermittler die Vermittlungsvorschläge. Der Arbeitslose muss sich darauf bewerben und diese Stellen annehmen, sonst gibt es eine Sperrfrist von bis zu 3 Monaten des Arbeitslosengeldes. So läuft das! Je länger man arbeitslos ist, umso geringer darf dann der Verdienst lt. BA sein. Das geht bis zu einem Verdienst, der gerade so hoch ist, wie das Arbeitlosengeld. Das kann auch unter dem Hartz IV-Satz liegen. Es gibt eine interne Dienstanweisung der BA, das ein Stundensatz von 3€ brutto zu tolerieren sei. Ohne diese Praxis der BA hätten die Sklavenhändler nie soviel Zulauf gehabt. Das geht seit der Arbeitsmarktreform und den Hartz IV-Gesetzen von Schröder so, und ganz legal. Bisher hat noch keine Bundesregierung daran etwas geändert.

    28 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Das ist der Punkt"
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    Gehen Sie auf die Jobangebote der Arbeitsagentur im Internet, dann werden Sie in der Mehrzahl Jobangebote von "Vermittlungsagenturen" finden.
    Die Anzahl solcher Stellenangebote in Zeitungen und auch in Internet-Jobbörsen hat dagegen im Vergleich zu den Vorjahren abgenommen.
    Bekam ich früher solche Anzeigen als Dutzend-Ware auf den Rechner, so ist deren Anzahl heute auf ein Minimum geschrumpft.
    Logge ich mich bei der Arbeitsagentur ein, dann wimmelt es hier nur so von Angeboten der Leiharbeitsfirmen und privaten Jobvermittler - scheint halt hier billiger zu sein und wirkungsvoller.

    Denn was macht der Arbeitsvermittler:
    Ohne Prüfung der Sachlage schickt er dann das "passende Stellenangebot" an den "Kunden" (Modern für Arbeitslosen!) und kann diesen, wenn er das Angebot ablehnt, mit Sanktionen belegen.

    Meiner ehemaligen "Vermittlerin" hatte ich "den Zahn gezogen" in dem ich gleich mit der Staatsanwaltschaft, dem Arbeitsgericht und der Presse drohte, falls mich im Falle einer Vermittlung in eine ZA-Firma, diese mich nur ausnutzen würde - natürlich unter der Namensnennung meiner Vermittlerin. Damit hatte ich dann vor solchen Stellenangeboten Ruhe!

    Übrigens:
    Die privaten Stellenvermittler sind nur scharf auf das Geld über die Vermittlungsgutscheine und versuchen über die Schaltung "normal" Stellenausschreibungen, die AN dann in die Leiharbeit zu drücken.
    Hier hilft dann nur der Weg über die Krankenkasse und eine längerfristige Krankschrift, um Repressalien zu entgehen!

    dass diese Drohung geholfen hat. Was glauben Sie denn, wer von der Presse mehr als ein müdes Lächeln für sie übrig gehabt hätte. Staatsanwaltschaft? Welchen Straftatbestand wollen Sie denn anzeigen, bei dem ein Staatsanwalt öffentliches Interesse zur Strafverfolgung bejahen würde? Es gibt zwar dutzende Paragraphen, um widerspenstige Arbeitslose bis zu Exzess zu knebeln. Ich kenne aber keinen einzigen, der willkürliche oder sogar rechtswidrige Entscheidungen eines Fallmanagers der Arge unter Strafe stellt. Und genau in dem Wissen handeln die Sachbearbeiter bei den Argen auch. Sie leben ihre Allmachtsfantasien an wehrhaften Bürgern aus.

    Es ist politisch gewollt, dass jeder Bürger jede Arbeit an jedem Ort zu jedem Preis annehmen muss. Nur so lassen sich die Statistiken schönen. Es ist nicht genug für alle arbeitswilligen Bürger vorhanden. Schon seit Jahrzehnten nicht. Das darf der Bürger aber nicht merken. Also erfindet man das Märchen vom kettenrauchenden Alkoholiker, der eh licht und arbeitsscheu ist und das Märchen von Fachkräftemangel.

    Gehen Sie auf die Jobangebote der Arbeitsagentur im Internet, dann werden Sie in der Mehrzahl Jobangebote von "Vermittlungsagenturen" finden.
    Die Anzahl solcher Stellenangebote in Zeitungen und auch in Internet-Jobbörsen hat dagegen im Vergleich zu den Vorjahren abgenommen.
    Bekam ich früher solche Anzeigen als Dutzend-Ware auf den Rechner, so ist deren Anzahl heute auf ein Minimum geschrumpft.
    Logge ich mich bei der Arbeitsagentur ein, dann wimmelt es hier nur so von Angeboten der Leiharbeitsfirmen und privaten Jobvermittler - scheint halt hier billiger zu sein und wirkungsvoller.

    Denn was macht der Arbeitsvermittler:
    Ohne Prüfung der Sachlage schickt er dann das "passende Stellenangebot" an den "Kunden" (Modern für Arbeitslosen!) und kann diesen, wenn er das Angebot ablehnt, mit Sanktionen belegen.

    Meiner ehemaligen "Vermittlerin" hatte ich "den Zahn gezogen" in dem ich gleich mit der Staatsanwaltschaft, dem Arbeitsgericht und der Presse drohte, falls mich im Falle einer Vermittlung in eine ZA-Firma, diese mich nur ausnutzen würde - natürlich unter der Namensnennung meiner Vermittlerin. Damit hatte ich dann vor solchen Stellenangeboten Ruhe!

    Übrigens:
    Die privaten Stellenvermittler sind nur scharf auf das Geld über die Vermittlungsgutscheine und versuchen über die Schaltung "normal" Stellenausschreibungen, die AN dann in die Leiharbeit zu drücken.
    Hier hilft dann nur der Weg über die Krankenkasse und eine längerfristige Krankschrift, um Repressalien zu entgehen!

    dass diese Drohung geholfen hat. Was glauben Sie denn, wer von der Presse mehr als ein müdes Lächeln für sie übrig gehabt hätte. Staatsanwaltschaft? Welchen Straftatbestand wollen Sie denn anzeigen, bei dem ein Staatsanwalt öffentliches Interesse zur Strafverfolgung bejahen würde? Es gibt zwar dutzende Paragraphen, um widerspenstige Arbeitslose bis zu Exzess zu knebeln. Ich kenne aber keinen einzigen, der willkürliche oder sogar rechtswidrige Entscheidungen eines Fallmanagers der Arge unter Strafe stellt. Und genau in dem Wissen handeln die Sachbearbeiter bei den Argen auch. Sie leben ihre Allmachtsfantasien an wehrhaften Bürgern aus.

    Es ist politisch gewollt, dass jeder Bürger jede Arbeit an jedem Ort zu jedem Preis annehmen muss. Nur so lassen sich die Statistiken schönen. Es ist nicht genug für alle arbeitswilligen Bürger vorhanden. Schon seit Jahrzehnten nicht. Das darf der Bürger aber nicht merken. Also erfindet man das Märchen vom kettenrauchenden Alkoholiker, der eh licht und arbeitsscheu ist und das Märchen von Fachkräftemangel.

  5. eine Frage,gehört zwar nicht hier her,aber was wurde eigentlich
    mal über die Untersuchungen berichtet bezüglich dieses Falles hier?

    Man hört und sieht gar nichts davon:

    http://hartz.info/index.p...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, afp, Reuters
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