Familie und Beruf Väter finden Gefallen an Elternzeit
Immer mehr Väter machen Babypause. Mittlerweile nimmt fast ein Viertel von ihnen Auszeit, um die Kinder zu betreuen.
© Sean Gallup/Getty Images
Nahezu jeder vierte junge Vater in Deutschland nimmt inzwischen Elterngeld in Anspruch. Bundesweit bezogen 23,6 Prozent der Väter der 2009 geborenen Kinder den staatlichen Zuschuss, wie das Statistische Bundesamt ermittelte. 2008 waren es nur 21 Prozent gewesen.
Am häufigsten bezogen nach wie vor die Väter in Sachsen das Elterngeld, gefolgt von Bayern und Berlin. Am wenigsten nehmen Väter im Saarland Elterngeld in Anspruch.
Veränderungen bei der Bezugsdauer gab es kaum: Nach wie vor bezogen drei von vier Vätern das Elterngeld für maximal zwei Monate.
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) zeigte sich erfreut über den weiteren Anstieg. Die Statistik zeige, dass das Elterngeld wirke. "Deshalb sage ich auch ganz klar: Am Elterngeld wird nicht gerüttelt."
Damit wies Schröder abermals die Kritik von FDP-Generalsekretär Christian Lindner am Elterngeld zurück. "Das Elterngeld ist keine Gebärprämie", bekräftigte die Ministerin. Es sei auch keine Sozialleistung. Es biete Eltern "einen Schonraum im ersten Jahr nach der Geburt ihres Kindes".
Lindner hatte kritisiert, das Elterngeld sei zum Besitzstand geworden, habe aber sein Ziel nicht erreicht. Mit den vier Milliarden Euro, die für das Elterngeld ausgegeben würden, "können wir viel Besseres tun" als Mitnahmeeffekte zu ermöglichen.
- Datum 19.05.2011 - 15:53 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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andere und Gleichgesinnte folgten
einen Schonraum für Männer in Familien zu schaffen, in denen die Kinder ohnehin fest geplant sind? Klar, das kann man machen. Wenn man in Geld schwimmt. Und wenn das Kernangebot eines Staates z.B in der Bildung, eh so gut ist, dass es kaum noch zu verbessern ist. In Deutschland dagegen sind sowohl Bildung wie auch Kinderbetreuung eine Grossbaustelle. Weshalb man Lindner nur zustimmen kann, wenn er das Geld sinnvoller verwenden will. Unabhängig davon, ob man das elterngeld begrüsst - die Verwendung knapper Ressourcen ist eine Prioritätenfrage. Also ist für Deutschland die Elternzeit von Männern wichtiger, als eine vernünftige Kinderbetreuung oder die Sanierung maroder Schulen? Mir wird immer mehr bewusst, welch massiven realitätsausblendenden Einfluss die "Seid nett zueinander" Fraktion der politische Linken mittlerweile hat, wenn sogar eine Unionsministerin die offenkundige Fehlverwendung erheblicher Staatsausgaben rechtfertigt ...
gegen den lt. Prof. Spethmann mit jährlich 250 Milliarden Euro zu beziffernden Wohlstandsverlust durch die Zwangseinführung des Euro ?
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