Energiepolitik Röttgen hält angeblich Studie zum Atomausstieg zurück

Der Atomausstieg soll bereits bis 2017 möglich sein – doch Umweltminister Norbert Röttgen hält laut Medienberichten eine Studie zurück, die eben dies belege.

Das Bundesumweltministerium hält einem Medienbericht zufolge eine Untersuchung des Umweltbundesamtes (UBA) zurück, nach welcher der vollständige Atomausstieg bis 2017 fast ohne Probleme möglich sei.

Aus Kreisen des Ministeriums erfuhr die Berliner Zeitung, Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) persönlich habe sich dafür eingesetzt, das Papier mit dem Titel "Hintergrundpapier zur Umstrukturierung der Stromversorgung in Deutschland" nicht an die Öffentlichkeit zu bringen. Das Ministerium habe auf eine Anfrage der Zeitung bis Mittwochabend nicht reagiert.

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In Koalition und Regierung wird derzeit darum gerungen, bis wann genau der Atomausstieg angestrebt werden soll. Von den meisten schwarz-gelben Politikern werde der Ausstieg erst nach dem Jahr 2020 präferiert.

In einem Interview mit der Zeitung hatte UBA-Chef Jochen Flasbarth bereits einen Ausstieg bis 2017 für technisch möglich gehalten. Es müssten allerdings womöglich zusätzliche Gaskraftwerke gebaut werden, hatte Flasbarth gesagt. Das UBA ist dem Bundesumweltministerium zugeordnet.

 
Leser-Kommentare
    • Amreix
    • 26.05.2011 um 8:48 Uhr

    Und wann geht es endlich nicht mehr nur um die Interessen der Industrie.

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    • joG
    • 26.05.2011 um 10:35 Uhr

    ....Und wann geht es endlich nicht mehr nur um die Interessen der Industrie.

    3 LESER-EMPFEHLUNGEN"

    Es geht immer um die Interessen der Bürger. Es ist lediglich die Frage: Welche Bürger?
    Denn: Auch die "Industrie" besteht aus Bürgern. Das sind über ihre betrieblichen und ständischen Pensionskassen beteiligte Rentner, Arbeitnehmer verschiedenster Hierarchie, kommunale und zentralstaatliche Steuereintreiber oder der Kioskbesitzer an der Ecke zum Werkstor.

    So wäre eine transparente Aufschlüßelung der Gruppen nötig, wenn man wirklich bewerten will, wie die Folgen sind. Das ist bei der heutigen Diskussion noch relativ unübersichtlich und soll wohl auch so intendiert.

    • joG
    • 26.05.2011 um 10:35 Uhr

    ....Und wann geht es endlich nicht mehr nur um die Interessen der Industrie.

    3 LESER-EMPFEHLUNGEN"

    Es geht immer um die Interessen der Bürger. Es ist lediglich die Frage: Welche Bürger?
    Denn: Auch die "Industrie" besteht aus Bürgern. Das sind über ihre betrieblichen und ständischen Pensionskassen beteiligte Rentner, Arbeitnehmer verschiedenster Hierarchie, kommunale und zentralstaatliche Steuereintreiber oder der Kioskbesitzer an der Ecke zum Werkstor.

    So wäre eine transparente Aufschlüßelung der Gruppen nötig, wenn man wirklich bewerten will, wie die Folgen sind. Das ist bei der heutigen Diskussion noch relativ unübersichtlich und soll wohl auch so intendiert.

  1. vom Umweltbundesamt. Entweder der Ausstieg ist möglich bis 2017 oder nicht. Aber dann mal schnell nebenbei zu sagen, aber ein paar Gaskraftwerke braucht ihr aber auch noch, ist einfach unseriös. Aber es passt zu dieser Behörde, die in erster Linie durch Inkompetenz und übertriebenen Lobbyismus auffällt.
    Ich fahre übrigens auch ein ökologisch korrektes Elektroauto. Manchmal, ca. alle 700 km, muss ich aber auch an noch an die klassische Tankstelle. Ironie off.

    Eine Leser-Empfehlung
    • hmber
    • 26.05.2011 um 9:00 Uhr

    Wir wissen nicht ob es diesen Bericht überhaupt gibt. Wir wissen nicht was denn darin steht, sofern es ihn gibt. Wir wissen nicht ob diese Meldung stimmt. Wir wissen nicht wie seriös diese Meldung ist. Aber wir wissen dass wir in Opposition gehen. Finde ich toll! Toll daneben.

    Eine Leser-Empfehlung
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    Aber es ist kaum verständlich weshalb das Ministerium die Möglichkeit einer Stellungnahme nicht nutzt. Die PR Profis kennen doch das Spiel und wissen wie schnell sich eine solche Meldung verbreitet.

    Aber es ist kaum verständlich weshalb das Ministerium die Möglichkeit einer Stellungnahme nicht nutzt. Die PR Profis kennen doch das Spiel und wissen wie schnell sich eine solche Meldung verbreitet.

  2. Aber es ist kaum verständlich weshalb das Ministerium die Möglichkeit einer Stellungnahme nicht nutzt. Die PR Profis kennen doch das Spiel und wissen wie schnell sich eine solche Meldung verbreitet.

  3. In diesem Amt sitzen lauter Grüne und Weltverbesserer, die mit alternativen Energien Geschäfte machen. Vielleicht sollten Sie dies als Zeitung auch mal berichten. Dass die ZEIT auf diese ständige UBA-Propaganda abfährt, spricht nicht gerade für diese Zeitung.

    Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/er

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    • chamsi
    • 26.05.2011 um 10:00 Uhr

    Sie denn etwas gegen eine "bessere Welt" ?
    Ich nicht.

    • chamsi
    • 26.05.2011 um 10:00 Uhr

    Sie denn etwas gegen eine "bessere Welt" ?
    Ich nicht.

  4. Technisch möglich wäre sofort.

    Technisch und Wirtschaftlich vernünftig wäre 2015-17. Das hieße Abschaltungen parallel zu den ohnehin neu ans Netz gehenden Anlagen. Nachzulesen zum Beispiel bei den (konservativen) Berechnungen zur installierten Leistung von Greenpeace.

    Alle weiteren Jahreszahlen nennen sich wirtschaftlich vernünftig und meinen eigentlich Betriebswirtschaftlich für wenige - nicht volkswirtschaftlich für viele.

    Bei allen weiteren Jahreszahlen geht es um "politisch möglich"

    Gutachten erst verspätet (oder garnicht) zu veröffentlichen, wenn der Inhalt unangenehm scheint, ist inzwischen gängige Praxis: siehe http://www.fr-online.de/w...

    12 Leser-Empfehlungen
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    • joG
    • 26.05.2011 um 10:16 Uhr

    ....möglich sein" heischen lediglich Aufmerksamkeit bzw Auflage.

    Es ist lange bekannt, dass man die Atomkraftwerke sofort ausschalten kann, wenn man eine höhere aber handhabbare Wahrscheinlichkeit von Stromausfällen und gut höhere Energiekosten akzeptiert. Darin besteht keine Frage. Die Frage ist vielmehr danach, wie viele Nachteile man auf wessen Schultern und mit wie viel Intransparenz laden will. Wer soll wie viel bluten und wie gut kann die Politik vor den Beschädigten verbergen, das es die Entscheidung der Politiker war, die die Wunden riss?

    • joG
    • 26.05.2011 um 10:16 Uhr

    ....möglich sein" heischen lediglich Aufmerksamkeit bzw Auflage.

    Es ist lange bekannt, dass man die Atomkraftwerke sofort ausschalten kann, wenn man eine höhere aber handhabbare Wahrscheinlichkeit von Stromausfällen und gut höhere Energiekosten akzeptiert. Darin besteht keine Frage. Die Frage ist vielmehr danach, wie viele Nachteile man auf wessen Schultern und mit wie viel Intransparenz laden will. Wer soll wie viel bluten und wie gut kann die Politik vor den Beschädigten verbergen, das es die Entscheidung der Politiker war, die die Wunden riss?

    • lepkeb
    • 26.05.2011 um 9:26 Uhr

    Herr Flasbart glaubt, dass er beim dt. Planungsrecht und dem dt. Michel der sagt, ja Atomkraft ist schlecht, aber Alternativen bitte nicht vor meiner Haustür, in 5 Jahren mehrere Gaswerkkraftwerke hochziehen kann.
    Da fragt man sich welche Qualifikation man für die Stelle des UBA Chefs haben muss, achja Volkswirt. http://www.umweltbundesam...

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  5. Ich weis es nicht!

    Hält die Bundesregierung dieses Gutachten zurück?

    Ich weis es nicht!

    Halte ich es für möglich das unsere Regierung versucht mit gezinkten Karten zu spielen?

    Da ich in der Lage bin aus Erfahrungen zu Lernen: eindeutig JA!

    Was könnte meine Zweifel zerstreuen?

    Dieses lästige Wort was mit T anfängt und mit ransparenz aufhört!

    Guten Morgen Bananistan

    Klaus

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