Sozialleistungen: Nur wenige haben Interesse am Bildungspaket
Die staatlichen Vereins- oder Nachhilfegutscheine für Kinder stoßen bisher auf wenig Resonanz. Die Jobcenter wissen, wieso das so ist.
Wenn Ursula von der Leyen in diesen Tagen über ihr Bildungspaket redet, klingt sie nicht mehr ganz so euphorisch wie vor einigen Monaten noch. "Geduld und Beharrlichkeit zahlen sich aus", titelte am Dienstag eine von ihrem Haus versandte Pressemitteilung. Kurz zuvor war zum zweiten Mal der Runde Tisch aus Vertretern der Landkreise, Städte und Gemeinden zusammengetreten, um über das Prestigeprojekt der Arbeitsministerin zu beraten. Es hakt bei seiner Umsetzung.
Seit drei Monaten ist das neue Hartz-IV-Gesetz in Kraft. Doch nur rund ein Viertel aller zweieinhalb Millionen anspruchsberechtigter Eltern hat in den zuständigen Kommunen bisher für ihre Kinder einen Antrag auf Nachhilfe, verbilligte Sportvereinsmitgliedschaft oder einen Zuschuss zum Mittagessen gestellt – also auf Leistungen des Bildungspaketes. Das haben die kommunalen Spitzenverbände in mehreren Umfragen herausgefunden. Außerdem zeigt ein weiteres Fünftel aller Berechtigten auch auf Nachfrage kein Interesse an Gutscheinen für den eigenen Nachwuchs. Und der Rest hat sich offenbar noch nicht festgelegt.
- Das Bildungspaket
-
Das Bildungspaket richtet sich an bundesweit rund 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen. Dafür wurde der Regelsatz für Kinder aus Hartz-IV-Familien nicht erhöht. Sie können stattdessen beim zuständigen Jobcenter oder kommunalen Ämtern folgende Leistungen beantragen:
- Zuschuss für ein warmes Mittagessen in Kitas, Schulen oder Horten, die regelmäßig warme Mahlzeiten anbieten. Der Eigenanteil liegt bei einem Euro.
- Nachhilfe für Schüler, die das Lernziel nicht erreichen oder deren Versetzung gefährdet ist. Die Lehrerin oder der Lehrer muss den Bedarf bestätigen.
- Mitgliedsbeiträge für Sport- und Musikvereine (bis zu 10 Euro im Monat)
- Erstattung von Tagesausflügen, die von den Schulen oder Kitas organisiert werden. Mehrtägige Klassenfahrten werden bereits bezahlt.
- Stifte, Hefte, Wasserfarben oder der Schulranzen bis zu einem Wert von jährlich 100 Euro
- Die Kosten für den Bus zur nächstgelegenen Schule ab Sekundarstufe II
Allerdings ist die Situation von Kommune zu Kommune unterschiedlich, weswegen die Durchschnittswerte mit Vorsicht betrachtet werden müssen. Die Sozialverbände sehen sich dennoch in ihrer grundsätzlichen Kritik am Gutschein-System bestätigt: Es sei zu kompliziert, zu bürokratisch und gehe an der "Lebensrealität" völlig vorbei, sagt der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtverbandes, Ulrich Schneider.
Hinzu kommt, dass die Gutschein-Regelung voraussetzt, dass die Betroffenen von sich aus aktiv werden. Sie müssen zum Amt gehen und sich zu den Leistungen durchfragen. Wenn es den Eltern psychisch oder körperlich schlecht geht, passiert dies oft nicht – und die Leistungen kommen gerade bei den Kindern nicht an, die sie vielleicht am nötigsten brauchen.
Von der Leyen will die vermeintlichen Bildungspaket-Verweigerer nun noch gezielter umwerben, wie sie in ihrer Pressekonferenz ankündigte. Ein Wort fiel dabei aber nicht mehr: Hausbesuche. Damit wollte die Arbeitsministerin auf diejenigen einwirken, die die Leistungen aus dem Bildungspaket nicht abrufen. Die knappe Antwort der Kommunen: Dafür gebe es kein Personal. Abgesehen davon, dass man niemanden zum Beantragen einer Sozialleistung zwingen könne.
Im Arbeitsministerium wiegelt man inzwischen ab. Die Ministerin sei da in der "Intonierung" falsch verstanden worden, sie wolle sich keinesfalls in das Erziehungsrecht der Eltern einmischen. Die Idee mit den Hausbesuchen werde nicht weiterverfolgt.





Frau v.d.L. will jetzt erst mal wissenschaftlich untersuchen lassen, woran es denn liegt, daß so wenig Bildungsgutscheine in Anspruch genommen wurden.
Nun, der Artikel gibt ja darauf einige einfache und pragmatische Antworten - auf diese Antworten scheint Frau v.d.L. nicht gekommen zu sein.
Ich halte den Vorschlag der Opposition für das Beste - Ganztagsschulen, in denen die Kinder versorgt werden, Nachhilfe bekommen können, ein Mittagessen und eine Hausaufgabenbetreuung sowie auch sportliche Förderung. Damit würde auch die Differenzierung zwischen den Kindern schon in der Volksschule geschweige denn in den oberen Stufen wegfallen.
am besten mit Frau Dr. Koch-Mehrin und Herr Dr. von zu Guttenberg an der Spitze...
Oh, die sind ja keine Doktoren mehr - na ja, dann halt Herr Noch-Dr. Chatzimakakis.
Die "Leistungen" unserer Regierungsatrappen sind ohne Zynismus nun wirklich nicht mehr zu ertragen!
Vorschläge, wie man Bedürftigen sinnvoll helfen könnte gibt es ja zuhauf, aber so lange der politische Wille fehlt, muss ich nicht noch einen weiteren beisteuern...
Frau "von der Laien", in den gut 2000 Jahren seit dem römischen Reich gab es keine Person, für die der Spruch "Nomen est Omen" so zutreffend war als für Sie!
úm den eventuell schlechten einfluß der eltern auszuschalten schlage ich numerierung der kinder mit strichkode und gleich nach der geburt einlieferung in staatlich überwachte kinderheime vor. nur so kann die erziehung zum politisch korrekten, gender- mainstream konformen und pflegeleichten besseren menschen gelingen. natürlich sind junge erfahrene erzieherinnen ohne eigene kinder besser zur erziehung geeignet als die leiblichen eltern. erwiesenermaßen schadet der enge kontakt zu den eigenen eltern sehr der ausbildung eines eigenen unkritischen bewußtseins. zuvor sollte aber noch das erziehungsprivileg und die erziehungspflicht für eltern aus dem grundgesetz entfernt werden. das DDR erziehungssystem kann da ein vorbild sein. kaum kontakt zu den eltern und erziehung im gleichmacherischen sozialistischen sinne inklusive wehrertüchtigung und denunziation unsozialistischer machenschaften. aber bitte nicht vergessen eine mauer zu bauen. denn es wird immer einige geben, die nicht wissen was zu ihrem eigenem besten ist.
am besten mit Frau Dr. Koch-Mehrin und Herr Dr. von zu Guttenberg an der Spitze...
Oh, die sind ja keine Doktoren mehr - na ja, dann halt Herr Noch-Dr. Chatzimakakis.
Die "Leistungen" unserer Regierungsatrappen sind ohne Zynismus nun wirklich nicht mehr zu ertragen!
Vorschläge, wie man Bedürftigen sinnvoll helfen könnte gibt es ja zuhauf, aber so lange der politische Wille fehlt, muss ich nicht noch einen weiteren beisteuern...
Frau "von der Laien", in den gut 2000 Jahren seit dem römischen Reich gab es keine Person, für die der Spruch "Nomen est Omen" so zutreffend war als für Sie!
úm den eventuell schlechten einfluß der eltern auszuschalten schlage ich numerierung der kinder mit strichkode und gleich nach der geburt einlieferung in staatlich überwachte kinderheime vor. nur so kann die erziehung zum politisch korrekten, gender- mainstream konformen und pflegeleichten besseren menschen gelingen. natürlich sind junge erfahrene erzieherinnen ohne eigene kinder besser zur erziehung geeignet als die leiblichen eltern. erwiesenermaßen schadet der enge kontakt zu den eigenen eltern sehr der ausbildung eines eigenen unkritischen bewußtseins. zuvor sollte aber noch das erziehungsprivileg und die erziehungspflicht für eltern aus dem grundgesetz entfernt werden. das DDR erziehungssystem kann da ein vorbild sein. kaum kontakt zu den eltern und erziehung im gleichmacherischen sozialistischen sinne inklusive wehrertüchtigung und denunziation unsozialistischer machenschaften. aber bitte nicht vergessen eine mauer zu bauen. denn es wird immer einige geben, die nicht wissen was zu ihrem eigenem besten ist.
Ich hau jetzt mal voll in die Klischee (?) Kerbe: Ein Fernseher und ne Playstation sind schneller, einfacher und unbürokratischer zu aktivieren als o.g. Gutscheine.
Und auf die Bildungsgutscheine gegen haltlose Vorurteile warten wir alle noch ...
Ihr boshafter Zynismus strotzt vor Vorurteilen und Unaufgeklärtheit - Die logischen Argumente und Begündungen für die sehr zögernde Annahme des Bildungsgutscheines werden im Artikel gut und klar verständlich genannt.
Ich stelle Ihnen den Bildungsgutschein meiner Tochter zur Verfügung. Sie besucht das Gymnasium und benötigt keine Nachhilfe. In ihrer Schule wird kein Mittagessen angeboten. Der Sportverein, in dem sie gern an einem Tanztraining teilnehmen würde, kostet 95,- € im Jahr.
Der Jahresbeitrag würde entweder als komplette Summe oder halbjährlich abgebucht, eine monatliche Beitragszahlung wird nicht angeboten - und: sie buchen tatsächlich - wie oben beschrieben - ab und nehmen keine Teilbeiträge von Ämtern an. Das hiesige Amt überweist uns die 10,- € nicht auf unser Konto - erst recht nicht als kompletten Jahresbeitrag. Wir sind nicht in der Lage, diese Ansammlung von voraussehbaren und selbstgemachten Problemen zu lösen und lassen und daher auch von niemandem Vorwürfe machen.
Ich finde es geradezu unterirdisch wie Sie polemisieren und differenzieren. Sollte ich bei Ihrer Rethorik fragen: Wen wunderts?
Entschuldigen Sie bitte aber wenn die Welt so einfach wäre wie Ihre "Klischee-Kerbe", wäre sie immer noch Flach...
In diesem Land wird die Würde des Menschen mit Füßen getreten!
Und auf die Bildungsgutscheine gegen haltlose Vorurteile warten wir alle noch ...
Ihr boshafter Zynismus strotzt vor Vorurteilen und Unaufgeklärtheit - Die logischen Argumente und Begündungen für die sehr zögernde Annahme des Bildungsgutscheines werden im Artikel gut und klar verständlich genannt.
Ich stelle Ihnen den Bildungsgutschein meiner Tochter zur Verfügung. Sie besucht das Gymnasium und benötigt keine Nachhilfe. In ihrer Schule wird kein Mittagessen angeboten. Der Sportverein, in dem sie gern an einem Tanztraining teilnehmen würde, kostet 95,- € im Jahr.
Der Jahresbeitrag würde entweder als komplette Summe oder halbjährlich abgebucht, eine monatliche Beitragszahlung wird nicht angeboten - und: sie buchen tatsächlich - wie oben beschrieben - ab und nehmen keine Teilbeiträge von Ämtern an. Das hiesige Amt überweist uns die 10,- € nicht auf unser Konto - erst recht nicht als kompletten Jahresbeitrag. Wir sind nicht in der Lage, diese Ansammlung von voraussehbaren und selbstgemachten Problemen zu lösen und lassen und daher auch von niemandem Vorwürfe machen.
Ich finde es geradezu unterirdisch wie Sie polemisieren und differenzieren. Sollte ich bei Ihrer Rethorik fragen: Wen wunderts?
Entschuldigen Sie bitte aber wenn die Welt so einfach wäre wie Ihre "Klischee-Kerbe", wäre sie immer noch Flach...
In diesem Land wird die Würde des Menschen mit Füßen getreten!
Es ist schon beachtlich, welche Weltfremdheit Ministerinnen beweisen.
Wenn eine Ministerin wissen will, woran es liegt, so sollte sie mal ein Wochenende lang in den zahlreichen "Hartz IV" und Erwerbslosenforen lesen, dann kann sie 100erte von Gründen finden, warum das so ist. Man muss es nur lesen. Wenn man es nicht liest, will man es gar nicht wissen, sondern man tut nur so.
Ein erster Punkt ist, dass man durch diese Art und Weise die Menschen immer mehr zu Bettlern abstempelt. Das kommt schon bald der Aussätzigen Armbinde gleich. Überall sollen die Menschen hingehen und sagen: Ich bin arm, ich kann mir das nicht leisten.
Bevor sich eben viele Menschen permanent zum Bettler machen, verzichten sie. Die Arbeitsministerin will pausenlos arme Menschen demütigen.
Ein anderer Punkt ist bsphaft beim Sport: Der Gutschein und Hartz IV schon gar nicht, sieht die Kosten einer Sportbeteiligung vor. Gerade im Sport gibt es aber auch eine absolut kranke Werbung um Produkte. Dh erstens, wenn ein Kind nur eine "arme" Ausstattung hat, wird es endlos gehänselt und die Kinder haben keinen Bock darauf, ständig gehänselt zu werden.
Aus diesem Grunde wurden ja schon Schuluniformen diskutiert, weil arme Kinder pausenlos gehänselt werden und nicht mehr zur Schule gehen wollen, weil sie pausenlos gedemütigt werden.
Die Eltern müssten also zum Sportverein gehen und sagen:
[...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf indirekte Vergleiche, die als unsachlich empfunden oder fehlinterpretiert werden können. Danke. Die Redaktion/er
..."Wenn eine Ministerin wissen will, woran es liegt, so sollte sie mal ein Wochenende lang in den zahlreichen "Hartz IV" und Erwerbslosenforen lesen, dann kann sie 100erte von Gründen finden, warum das so ist. Man muss es nur lesen. Wenn man es nicht liest, will man es gar nicht wissen, sondern man tut nur so."...
Das ist alles Frau von der Laien vorher vorausgesagt worden.
Was so deprierend ist ist, daß Leute wie Westerwelle, Gutenberg, Frau v.d.L., Lindner, Bahr oder Schröder usw. die in ihrem persönliche Berufsleben eigendlich nichts ( oder noch-nichts ) richtig auf die Reihe bekommen haben, in unserer "Regierung" dilletieren dürfen.
Entsprechend sind die Ergebnisse ... ... !
Nach 13 Jahren sind wir durch mit unserer Tochter: ABI 2011
In dieser Zeit war ich zu über 50% Empfänger von ALG I und später von ALG II UND trotzdem haben wir es geschafft, der Armut zu trotzen!
Es kommt nicht darauf an, wie man sich gibt, sondern wer man ist und wie man das Beste daraus macht.
Dieses "Schülerpaket" ist eine Mogelpackung Sondergleichen, denn für Schulfahrten, die der größte Posten sind, war das Geld schon da!
Die Kosten für die Schulfahrt allein tun es nicht, denn das Kind braucht auch noch Taschengeld, besonders wenn es ins Ausland fährt und sich dort dann noch selbst verpflegen soll!
Das Schulessen - ein ganz anderes Thema - ist oft so ungenießbar, weil "wissenschaftlich" in Großküchen zubereitet und kommt meist kalt in den Schulen an, um noch einmal aufgewärmt zu werden. Wir sind dann davon weg, weil wir lieber selber kochten und weil es bei uns täglich auch Fleisch auf den Tisch gab und keinen "Fleischersatz"!
Die Sache mit dem Sport und den Markenklamotten kann ich nicht nachvollziehen, weil unsere Tochter über 8 Jahre wöchentlich einmal zum Judo-Training ging und da hat kein Mensch darauf geschaut, ob sie in Nike oder Adidas dort aufkreuzte. Die Kosten für diesen Judo-Lehrgang hätte aber auch das Bildungspaket nicht abdecken können, genauso wenig die Kosten für die Schülerhilfe, die wir vor dem Realschulabschluss in Anspruch nahmen - Nachhilfe ist nämlich nicht gleich Nachhilfe und "BILLIG" ist nicht immer "QUALITÄT". Wir hatten Qualität fürs Geld!
Ich denke auch nicht, dass es nur an der Kompliziertheit der Anträge und der Bürokratie liegt.
Es geht viel mehr um Bevormundung und Abstempelung. Ich hätte auch keinen Bock mit Wertmarken auf ein Amt zu gehen.
Wer sagt denn, dass Hartz4-Eltern automatisch Zuwendungen für ihre Kinder versaufen? Sicher gibt es viele solcher Fälle, aber sind das die meisten?
Da sind bestimmt viele darunter, die einfach mit der Erziehung ihrer Kinder und dem Haushalt ausgelastet sind und nicht die Kapazität haben, zusätzlich noch einer schlecht bezahlten Tätigkeit nachzugehen.
Vielleicht gehört das wieder etwas mehr gewürdigt in unserer Gesellschaft, wenn sich jemand hauptberuflich um Familie und Haushalt kümmert, anstatt Kleinkinder in die Grippe zu stecken, weil es als Hip gilt, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Eigentlich sollte ein Elternteil mindestens bis zum Schulanfang von der Gesellschaft freigestellt werden, und sich frei entscheiden können, ob es lieber zu Hause bleibt oder arbeiten geht. Und in dieser Zeit muss es ein Einkommen von der Gesellschaft kriegen. Denn schließlich kommt das gut erzogene Kind später der Gesellschaft wieder zugute, was bei unserer demografischen Entwicklung immer wertvoller wird. Man sollte Nützlichkeit für die Gesellschaft nicht automatisch mit bezahlter Tätigkeit gleichsetzen. Vielleicht sind die Menschen die beseren, die nicht immer gleich die Hand aufhalten, wenn sie etwas für wen tun.
Frau von der Leyen weiß vermutlich nicht, dass die meisten Sportvereine vor allem fordern, weniger fördern. Man muss z. B. von vornherein sportlich recht fit sein, um als Kind in einem Fußballverein oder Tennisclub Spaß zu haben, man muss entsprechende Leistungen bringen (!), die Eltern müssen auch Fahrdienste zu den Wettkämpfen leisten, viele Arme haben aber nicht einmal ein Auto!
Sport gehört in die (Ganztags)schulen, als Angebot am Nachmittag, wie es in den angelsächsischen Schulen normal ist. Sport darf nicht durch Almosen von 10 Euro gefördert werden, sondern sollte selbstverständlich für Kinder gar nichts kosten und zum schulischen Bildungsangebot gehören.
..."Wenn eine Ministerin wissen will, woran es liegt, so sollte sie mal ein Wochenende lang in den zahlreichen "Hartz IV" und Erwerbslosenforen lesen, dann kann sie 100erte von Gründen finden, warum das so ist. Man muss es nur lesen. Wenn man es nicht liest, will man es gar nicht wissen, sondern man tut nur so."...
Das ist alles Frau von der Laien vorher vorausgesagt worden.
Was so deprierend ist ist, daß Leute wie Westerwelle, Gutenberg, Frau v.d.L., Lindner, Bahr oder Schröder usw. die in ihrem persönliche Berufsleben eigendlich nichts ( oder noch-nichts ) richtig auf die Reihe bekommen haben, in unserer "Regierung" dilletieren dürfen.
Entsprechend sind die Ergebnisse ... ... !
Nach 13 Jahren sind wir durch mit unserer Tochter: ABI 2011
In dieser Zeit war ich zu über 50% Empfänger von ALG I und später von ALG II UND trotzdem haben wir es geschafft, der Armut zu trotzen!
Es kommt nicht darauf an, wie man sich gibt, sondern wer man ist und wie man das Beste daraus macht.
Dieses "Schülerpaket" ist eine Mogelpackung Sondergleichen, denn für Schulfahrten, die der größte Posten sind, war das Geld schon da!
Die Kosten für die Schulfahrt allein tun es nicht, denn das Kind braucht auch noch Taschengeld, besonders wenn es ins Ausland fährt und sich dort dann noch selbst verpflegen soll!
Das Schulessen - ein ganz anderes Thema - ist oft so ungenießbar, weil "wissenschaftlich" in Großküchen zubereitet und kommt meist kalt in den Schulen an, um noch einmal aufgewärmt zu werden. Wir sind dann davon weg, weil wir lieber selber kochten und weil es bei uns täglich auch Fleisch auf den Tisch gab und keinen "Fleischersatz"!
Die Sache mit dem Sport und den Markenklamotten kann ich nicht nachvollziehen, weil unsere Tochter über 8 Jahre wöchentlich einmal zum Judo-Training ging und da hat kein Mensch darauf geschaut, ob sie in Nike oder Adidas dort aufkreuzte. Die Kosten für diesen Judo-Lehrgang hätte aber auch das Bildungspaket nicht abdecken können, genauso wenig die Kosten für die Schülerhilfe, die wir vor dem Realschulabschluss in Anspruch nahmen - Nachhilfe ist nämlich nicht gleich Nachhilfe und "BILLIG" ist nicht immer "QUALITÄT". Wir hatten Qualität fürs Geld!
Ich denke auch nicht, dass es nur an der Kompliziertheit der Anträge und der Bürokratie liegt.
Es geht viel mehr um Bevormundung und Abstempelung. Ich hätte auch keinen Bock mit Wertmarken auf ein Amt zu gehen.
Wer sagt denn, dass Hartz4-Eltern automatisch Zuwendungen für ihre Kinder versaufen? Sicher gibt es viele solcher Fälle, aber sind das die meisten?
Da sind bestimmt viele darunter, die einfach mit der Erziehung ihrer Kinder und dem Haushalt ausgelastet sind und nicht die Kapazität haben, zusätzlich noch einer schlecht bezahlten Tätigkeit nachzugehen.
Vielleicht gehört das wieder etwas mehr gewürdigt in unserer Gesellschaft, wenn sich jemand hauptberuflich um Familie und Haushalt kümmert, anstatt Kleinkinder in die Grippe zu stecken, weil es als Hip gilt, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Eigentlich sollte ein Elternteil mindestens bis zum Schulanfang von der Gesellschaft freigestellt werden, und sich frei entscheiden können, ob es lieber zu Hause bleibt oder arbeiten geht. Und in dieser Zeit muss es ein Einkommen von der Gesellschaft kriegen. Denn schließlich kommt das gut erzogene Kind später der Gesellschaft wieder zugute, was bei unserer demografischen Entwicklung immer wertvoller wird. Man sollte Nützlichkeit für die Gesellschaft nicht automatisch mit bezahlter Tätigkeit gleichsetzen. Vielleicht sind die Menschen die beseren, die nicht immer gleich die Hand aufhalten, wenn sie etwas für wen tun.
Frau von der Leyen weiß vermutlich nicht, dass die meisten Sportvereine vor allem fordern, weniger fördern. Man muss z. B. von vornherein sportlich recht fit sein, um als Kind in einem Fußballverein oder Tennisclub Spaß zu haben, man muss entsprechende Leistungen bringen (!), die Eltern müssen auch Fahrdienste zu den Wettkämpfen leisten, viele Arme haben aber nicht einmal ein Auto!
Sport gehört in die (Ganztags)schulen, als Angebot am Nachmittag, wie es in den angelsächsischen Schulen normal ist. Sport darf nicht durch Almosen von 10 Euro gefördert werden, sondern sollte selbstverständlich für Kinder gar nichts kosten und zum schulischen Bildungsangebot gehören.
[...]
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf abwertende Inhalte. Danke. Die Redaktion/er
eine Zeitlang die Ausführungen auf verschiedenen Erwerbslosenforen. Für den Anfang sollten sie dies einfach nur als Möglichkeit sehen, die Qualität ihrer sprachlichen Ausdrucksweise über ****-Niveau zu heben.
Später können sie sich dann auch mit den Inhalten beschäftigen.
Vielen Dank
"Wenn diese Leistungen in Cash ausgezahlt würden, da gäbe es aber einen Run, auf den Mediamarkt und den Kiosk!"
Das ist diffamierend und menschenverachtend.
Sie unterstellen damit, ohne den geringsten Beweis, dass Arme verantwortungslos, unfähig und ggf. dumm sind.
Es gibt Beweise in Millionenmassen, dass gerade "Arme" oft ihr gesamtes Leben dafür aufopfern, dass es ihren Kindern gutgeht und sich oft genug alles vom Munde absparen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Es gab schon immer arme Familien.
Es war aber noch niemals in Deutschland so wie heute, dass man "Arme" in diesem Ausmaß wie heute derart menschenverachtend und respektlos behandelte.
Nur weil jemand mehr Geld hat als andere, berechtigt das diesen nicht, andere Menschen zu diffamieren, nur weil diese weniger Geld haben.
Genau das aber erreichte vdL ganz offensichtlich.
Das wird sich nach allen geschichtlichen Erfahrungen auch einmal sehr bitter rächen, wenn es dann so weit ist.
Ich habe vor kurzem gelesen, daß die Beantragung eines solchen Gutscheines mit allem drum und dran (Fahrzeiten, Papiere beschaffen, etc.) gute 14 Stunden in Anspruch nimmt.
Macht bei 30 Euro einen "Stundenlohn" von 2,14€ plus jede Menge Demütigung.
Würden Sie für 2€ je Stunde arbeiten? Denn Arbeit im Sinne veräußerter Zeit ist dies durchaus.
Ich halte es für ein gutes Zeichen, daß manche Menschen nicht jede Demütigung für Geld hinnehmen.
eine Zeitlang die Ausführungen auf verschiedenen Erwerbslosenforen. Für den Anfang sollten sie dies einfach nur als Möglichkeit sehen, die Qualität ihrer sprachlichen Ausdrucksweise über ****-Niveau zu heben.
Später können sie sich dann auch mit den Inhalten beschäftigen.
Vielen Dank
"Wenn diese Leistungen in Cash ausgezahlt würden, da gäbe es aber einen Run, auf den Mediamarkt und den Kiosk!"
Das ist diffamierend und menschenverachtend.
Sie unterstellen damit, ohne den geringsten Beweis, dass Arme verantwortungslos, unfähig und ggf. dumm sind.
Es gibt Beweise in Millionenmassen, dass gerade "Arme" oft ihr gesamtes Leben dafür aufopfern, dass es ihren Kindern gutgeht und sich oft genug alles vom Munde absparen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Es gab schon immer arme Familien.
Es war aber noch niemals in Deutschland so wie heute, dass man "Arme" in diesem Ausmaß wie heute derart menschenverachtend und respektlos behandelte.
Nur weil jemand mehr Geld hat als andere, berechtigt das diesen nicht, andere Menschen zu diffamieren, nur weil diese weniger Geld haben.
Genau das aber erreichte vdL ganz offensichtlich.
Das wird sich nach allen geschichtlichen Erfahrungen auch einmal sehr bitter rächen, wenn es dann so weit ist.
Ich habe vor kurzem gelesen, daß die Beantragung eines solchen Gutscheines mit allem drum und dran (Fahrzeiten, Papiere beschaffen, etc.) gute 14 Stunden in Anspruch nimmt.
Macht bei 30 Euro einen "Stundenlohn" von 2,14€ plus jede Menge Demütigung.
Würden Sie für 2€ je Stunde arbeiten? Denn Arbeit im Sinne veräußerter Zeit ist dies durchaus.
Ich halte es für ein gutes Zeichen, daß manche Menschen nicht jede Demütigung für Geld hinnehmen.
Ich habe Nachbarn die warten auf ihren Bescheid/ Bewilligung. Und zwar seit Anfang April. Nach Vorbemühen übrigens. Da war bloß noch keiner zuständig.
""Unser Antrag ist eine Seite lang und bewusst einfach gehalten." Abschreckend sei dies nun wirklich nicht." - Ja der Antrag, und dann geht es los, bis hin zur Forderung nach einer Kostenaufstellung durch den Essenslieferanten, pro Antragsteller versteht sich. Monatelanger Papierkram, mittlerweile im Hefter.
Das Paket war von Anfang an als Rohrkrepierer geplant, ganz im zynischen Stile der Verantwortlichen. Bürokratische Anforderungen hochschrauben, verworrene Zuständigkeiten, unklare Richtlinien. Getreu dem Motto, irgendjemand, egal ob Antragsteller, Verein oder sontwer wird schon aufgeben.
Nach einer gewissen Zeit können diese Unpersonen sich dann vor die Kamera stellen, mit feuchten Auge die Ablehnung ihrer guten Taten beweinen und das Ganze wieder einstampfen. - Widerlich.
Genau so ist das. Vielen Dank für Ihren Kommentar!
Genau so ist das. Vielen Dank für Ihren Kommentar!
eine Zeitlang die Ausführungen auf verschiedenen Erwerbslosenforen. Für den Anfang sollten sie dies einfach nur als Möglichkeit sehen, die Qualität ihrer sprachlichen Ausdrucksweise über ****-Niveau zu heben.
Später können sie sich dann auch mit den Inhalten beschäftigen.
Vielen Dank
Gebt den Schulen das Geld, die wissen wer es braucht oder wer es sich verdienen kann!
...warum man diesen unsinnigen Gutscheinweg gewählt hat, der allein 150 Millionen an Verwaltungskosten frisst. Ein Trick vermutlich, um Verwaltungen und den Staatsapparat elegant zu vergrößern, wohin das führt, zeigen uns gerade die Hellenen.
...warum man diesen unsinnigen Gutscheinweg gewählt hat, der allein 150 Millionen an Verwaltungskosten frisst. Ein Trick vermutlich, um Verwaltungen und den Staatsapparat elegant zu vergrößern, wohin das führt, zeigen uns gerade die Hellenen.
Warum ergreifen nicht die Lehrer/innen die Initiative und unterstützen die Kinder, deren Eltern aufgrund von (hier bitte je nach Wissenstands, Stereotypenvorliebe oder Meinung geeignetes Nomen einfügen) den Antrag nicht stellen können?
Damit wäre den Kindern sicherlich mehr geholfen, als mit so manch anderer zeitintensiven Schulmassnahme. Und immerhin sind die "Antragsberechtigten" wohl schulpflichtig.
Michael Bauer
Wenn Sie fragen "Warum ergreifen nicht die Lehrer/innen die Initiative und unterstützen die Kinder, deren Eltern aufgrund von (hier bitte je nach Wissenstands, Stereotypenvorliebe oder Meinung geeignetes Nomen einfügen) den Antrag nicht stellen können?"
Wann sollen die Lehrer das denn machen? In ihrer Arbeitszeit? Glauben Sie die meisten Lehrer haben so viel Lehrlauf im Schulalltag? Oder meinen Sie freiwillige Mehrarbeit? Wer dazu grundsätzlich bereit ist, kann sicher Besseres tun als Schriftverkehr mit einer anderen Behörde abzuwickeln, wobei die Lohnkosten der Beteiligten sicher oft den Wert der Leistung übersteigen würden.
Wieso kann man nicht vorhandene Leistungen (mir fallen bestimmt ein Dutzend sinnvolle Sozialleistungen ein, die ungefähr bei der gleichen Zielgruppe ankommen) aufstocken und sich die Arbeit für ein weiteres Gesetz und neue Töpfe sparen? Alle Welt redet von Bürokratieabbau und hier wird so ein Beschäftigungsprogramm geschaffen...
Interessieren würde mich wirklich das Verhältnis zwischen Verwaltungskosten und den verteilten Mitteln. Leider wird man das wohl nie genau ausrechnen können...
Hat sich eigentlich schonmal jemand die Mühe gemacht, wegen so eines Gutscheins vor Gericht zu ziehen?
Sehr geehrter Herr Dr. Bauer. Meines Erachtens unterliegt Ihrer Argumentation bezüglich des Themas ein Mißverständnis.
Das "Bildungspaket" wurde offiziel mit den Anspruch erstellt, Kindern in Familien mit HartzIV-Bezug eine Teilhabe an verschiedenen Punkten des gesellschaftlichen Lebens zu ermöglichen, die ihnen sonst aus finanziellen Gründen verwehrt bleiben.
In Ihrem Kommentar sprechen Sie auf den Teil der Elternschaft an, welcher aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage ist zur Förderung ihrer Kinder beizutragen. Sie vermengen diese mit HartzIV-Beziehern automatisch. Beziehungsweise beschränken die Problemgruppe hierauf.
Ich wohne in einer ostdeutschen Region, in welcher bereits etwa 50% der Kinder in Hauptsache aufgrund niedriger Löhne in Familien mit HartzIV, Wohngeld, ... leben. Ich kann Ihnen versichern dieses Weltbild entspricht hier nicht den Tatsachen.
Das von Ihnen angesprochene Problem besteht natürlich trotzdem (mit oder ohne HartzIV), bedarf auch nach meiner Meinung dringender Lösung, auch mithilfe des von Ihnen genannten Ansatzes.
Diese Problem an HartzIV-Bezug zu binden greift jedoch zu kurz. Ich kann Ihnen aus Erfahrung versichern, die familiäre Vernachlässigung von Kindern einzig am Einkommen der Eltern zu messen kommt zu kurz.
müssen lernen, Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen. Meiner Meinung nach in jeder Hinsicht. Die Lehrerschaft muss ich an dieser Stelle in Schutz nehmen: viele Lehrer_innen übernehmen bereits den Erziehungsauftrag der Eltern, den ebenjene nicht mehr wahrnehmen wollen oder können.
Generell sollte man das Geld statt in dieses Gutscheinsystem in Schulen und Kindergärten insvestieren: mehr KiTa-Plätze, Aufstockung des pädagogischen Personals an Schulen und Kindergärten - und damit meine ich nicht nur Lehrer_innen und Erzieher_innen, sondern auch Pädagog_innen, Sonderpädagog_innen und Psycholog_innen. Instensive Betreuung: Sportvereine könnten enger mit Schulen und deren Nachmittagsprogramm zusammenarbeiten, das selbe gilt für Nachhilfeschulen, Musikschulen, etc. pp. (Hier auch Theater, Opern, Orchester...).
Man könnte auch die Zusammenarbeit zwischen Universitäten-also Lehramtsstudierenden - und Schulen forcieren: in Punkto Nachhilfe, Betreuung bei Stundenausfall, aber auch im Nachmittagsangebot. Diese Leistungen könnten von den Universitäten wiederum als Schulpraktika anerkannt werden.
Vernetzung auf breiter Ebene, damit die Kinder weniger vor dem Fernseher und der Wii hocken, damit die Eltern "entlastet" werden bzw. die Kinder andere Umfelder kennenlernen.
Es gibt so viele Möglichkeiten, die u.U. hilfreicher und unbürokratischer sind als das Gutscheinsystem.
Weil diese Angebote meistens abgelehnt werden. Den Schülern ist es peinlich und die Eltern empfinden solche Hilfe als Einmischung in die Erziehung.
In meiner Verwandtschaft gibt es mehrere Lehrer, die bereits erfolglos versucht haben, überforderten Eltern zu helfen.
Ich selbst helfe Hartz IV-Beziehern und stressgeplagten Aufstockerinnen (Mütter), indem ich für sie Antragstellungen und Behördenkorrespondenzen erledige. Einige unter ihnen haben missglückte oder sogar abgebrochene Grundschul-Karrieren und können daher kaum textverständig lesen und schreiben
M.a.W. es handelt sich faktisch um Analphabeten, die bei anderer familiärer Sozialisation locker einen akzeptablen Realschul-Abschluss gemeistert hätten, Auch können sie klug mit dem ihnen zur Verfügung stehendem Geld für ihre Kinder umgehen, wenn auch unter großem persönlichen Verzicht.
Das BP-Konzept soll ja Sachleistungen beinhalten, weil man annimmt, das Geld käme nicht bei den Kindern an.
Da schwingt viel Ehrenrühriges mit. Auf gut deutsch: 2,5 Millionen Kinder wird pauschal unterstellt, ihre Eltern seien asozial...
Wie abgehoben und realitätsentfremdet muss eigentlich eine Sozialministerin sein, die ausgerechnet den Bildungsbedürftigsten (!) unter diesen Benachteiligten einen derart bürokratischen Hürdenlauf zumutet und so wohl Behördenmitarbeiter als auch den Steuerzahler mit diesem Quatsch noch zusätzlich belastet?
Im digitalen Zeitalter könnte man das bedeutend unkomplizierter, auch unauffälliger regeln.
Ich halte dieses hoffentlich "gut gemeinte", aber grottenschlecht gemachte Bildungspaket ohnehin für Pipifax, weil diese große Mogelpackung kaum wirklich Effizientes enthält.
Wenn Sie fragen "Warum ergreifen nicht die Lehrer/innen die Initiative und unterstützen die Kinder, deren Eltern aufgrund von (hier bitte je nach Wissenstands, Stereotypenvorliebe oder Meinung geeignetes Nomen einfügen) den Antrag nicht stellen können?"
Wann sollen die Lehrer das denn machen? In ihrer Arbeitszeit? Glauben Sie die meisten Lehrer haben so viel Lehrlauf im Schulalltag? Oder meinen Sie freiwillige Mehrarbeit? Wer dazu grundsätzlich bereit ist, kann sicher Besseres tun als Schriftverkehr mit einer anderen Behörde abzuwickeln, wobei die Lohnkosten der Beteiligten sicher oft den Wert der Leistung übersteigen würden.
Wieso kann man nicht vorhandene Leistungen (mir fallen bestimmt ein Dutzend sinnvolle Sozialleistungen ein, die ungefähr bei der gleichen Zielgruppe ankommen) aufstocken und sich die Arbeit für ein weiteres Gesetz und neue Töpfe sparen? Alle Welt redet von Bürokratieabbau und hier wird so ein Beschäftigungsprogramm geschaffen...
Interessieren würde mich wirklich das Verhältnis zwischen Verwaltungskosten und den verteilten Mitteln. Leider wird man das wohl nie genau ausrechnen können...
Hat sich eigentlich schonmal jemand die Mühe gemacht, wegen so eines Gutscheins vor Gericht zu ziehen?
Sehr geehrter Herr Dr. Bauer. Meines Erachtens unterliegt Ihrer Argumentation bezüglich des Themas ein Mißverständnis.
Das "Bildungspaket" wurde offiziel mit den Anspruch erstellt, Kindern in Familien mit HartzIV-Bezug eine Teilhabe an verschiedenen Punkten des gesellschaftlichen Lebens zu ermöglichen, die ihnen sonst aus finanziellen Gründen verwehrt bleiben.
In Ihrem Kommentar sprechen Sie auf den Teil der Elternschaft an, welcher aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage ist zur Förderung ihrer Kinder beizutragen. Sie vermengen diese mit HartzIV-Beziehern automatisch. Beziehungsweise beschränken die Problemgruppe hierauf.
Ich wohne in einer ostdeutschen Region, in welcher bereits etwa 50% der Kinder in Hauptsache aufgrund niedriger Löhne in Familien mit HartzIV, Wohngeld, ... leben. Ich kann Ihnen versichern dieses Weltbild entspricht hier nicht den Tatsachen.
Das von Ihnen angesprochene Problem besteht natürlich trotzdem (mit oder ohne HartzIV), bedarf auch nach meiner Meinung dringender Lösung, auch mithilfe des von Ihnen genannten Ansatzes.
Diese Problem an HartzIV-Bezug zu binden greift jedoch zu kurz. Ich kann Ihnen aus Erfahrung versichern, die familiäre Vernachlässigung von Kindern einzig am Einkommen der Eltern zu messen kommt zu kurz.
müssen lernen, Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen. Meiner Meinung nach in jeder Hinsicht. Die Lehrerschaft muss ich an dieser Stelle in Schutz nehmen: viele Lehrer_innen übernehmen bereits den Erziehungsauftrag der Eltern, den ebenjene nicht mehr wahrnehmen wollen oder können.
Generell sollte man das Geld statt in dieses Gutscheinsystem in Schulen und Kindergärten insvestieren: mehr KiTa-Plätze, Aufstockung des pädagogischen Personals an Schulen und Kindergärten - und damit meine ich nicht nur Lehrer_innen und Erzieher_innen, sondern auch Pädagog_innen, Sonderpädagog_innen und Psycholog_innen. Instensive Betreuung: Sportvereine könnten enger mit Schulen und deren Nachmittagsprogramm zusammenarbeiten, das selbe gilt für Nachhilfeschulen, Musikschulen, etc. pp. (Hier auch Theater, Opern, Orchester...).
Man könnte auch die Zusammenarbeit zwischen Universitäten-also Lehramtsstudierenden - und Schulen forcieren: in Punkto Nachhilfe, Betreuung bei Stundenausfall, aber auch im Nachmittagsangebot. Diese Leistungen könnten von den Universitäten wiederum als Schulpraktika anerkannt werden.
Vernetzung auf breiter Ebene, damit die Kinder weniger vor dem Fernseher und der Wii hocken, damit die Eltern "entlastet" werden bzw. die Kinder andere Umfelder kennenlernen.
Es gibt so viele Möglichkeiten, die u.U. hilfreicher und unbürokratischer sind als das Gutscheinsystem.
Weil diese Angebote meistens abgelehnt werden. Den Schülern ist es peinlich und die Eltern empfinden solche Hilfe als Einmischung in die Erziehung.
In meiner Verwandtschaft gibt es mehrere Lehrer, die bereits erfolglos versucht haben, überforderten Eltern zu helfen.
Ich selbst helfe Hartz IV-Beziehern und stressgeplagten Aufstockerinnen (Mütter), indem ich für sie Antragstellungen und Behördenkorrespondenzen erledige. Einige unter ihnen haben missglückte oder sogar abgebrochene Grundschul-Karrieren und können daher kaum textverständig lesen und schreiben
M.a.W. es handelt sich faktisch um Analphabeten, die bei anderer familiärer Sozialisation locker einen akzeptablen Realschul-Abschluss gemeistert hätten, Auch können sie klug mit dem ihnen zur Verfügung stehendem Geld für ihre Kinder umgehen, wenn auch unter großem persönlichen Verzicht.
Das BP-Konzept soll ja Sachleistungen beinhalten, weil man annimmt, das Geld käme nicht bei den Kindern an.
Da schwingt viel Ehrenrühriges mit. Auf gut deutsch: 2,5 Millionen Kinder wird pauschal unterstellt, ihre Eltern seien asozial...
Wie abgehoben und realitätsentfremdet muss eigentlich eine Sozialministerin sein, die ausgerechnet den Bildungsbedürftigsten (!) unter diesen Benachteiligten einen derart bürokratischen Hürdenlauf zumutet und so wohl Behördenmitarbeiter als auch den Steuerzahler mit diesem Quatsch noch zusätzlich belastet?
Im digitalen Zeitalter könnte man das bedeutend unkomplizierter, auch unauffälliger regeln.
Ich halte dieses hoffentlich "gut gemeinte", aber grottenschlecht gemachte Bildungspaket ohnehin für Pipifax, weil diese große Mogelpackung kaum wirklich Effizientes enthält.
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