DDR-Geheimdienst Noch Tausende Stasi-Spione unentdeckt

Rund 12.000 DDR-Spione gab es in Westdeutschland. Roland Jahn, Chef der Stasi-Unterlagenbehörde, fordert ein stärkeres Bekenntnis der Beteiligten zur eigenen Biografie.

Die Stasi-Unterlagenbehörde geht davon aus, dass noch Tausende ehemalige Spione der DDR unentdeckt in Westdeutschland leben. Die Experten des Amts hätten für die Zeit zwischen 1949 und 1989 rund 12.000 West-Spione berechnet, sagte Behördenchef Roland Jahn der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Zur Zahl der Ex-Spione der DDR müsse die Zahl der Strafverfahren in Bezug gesetzt werden, sagte Jahn weiter. Von 1990 bis 1999 habe es etwa 3.000 derartige Verfahren gegeben. "Davon kamen allerdings lediglich 500 zur Anklage, 360 Spione wurden verurteilt." Demnach sei die überwiegende Mehrzahl der Stasi-Spione in Westdeutschland bisher ungeschoren davongekommen.

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Jahn: Stasi-Verstrickungen offensiver diskutieren

Zudem forderte Jahn eine bessere Aufklärung über das Wirken der Stasi im Westen Deutschlands. "Die Stasi war keine Sache des Ostens allein", sagte der Behördenchef dem Hamburger Abendblatt. Mit Hilfe von Westdeutschen sei in der Bundesrepublik vor allem Militär- und Wirtschaftsspionage betrieben worden. Jahn nannte die DDR und die Stasi einen "Teil der Geschichte aller Deutschen".

Insofern sei der Wunsch nach Akteneinsichten auch im Westen sehr groß, sagte Jahn. In den vergangenen 20 Jahren habe es aus westlichen Bundesländern rund 340.000 Anträge auf persönliche Akteneinsicht gegeben. Bundesweit liegt laut Stasi-Unterlagenbehörde die Zahl aller bisherigen Anträge auf persönliche Akteneinsichten bei 2,7 Millionen. 

Im Deutschlandradio forderte Jahn außerdem ein stärkeres Bekenntnis ehemaliger DDR-Bürger zur eigenen Biografie. Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall müsse es möglich sein, eine reine Rechtfertigungshaltung zu überwinden, sagte Jahn.

Jahn zur SED-Vergangenheit der Linken

Erneut kritisierte er Brandenburgs Ex-Ministerpräsidenten Manfred Stolpe (SPD) für dessen Umgang mit der eigenen Vergangenheit. Er wünsche sich, dass Stolpe jetzt, da er nicht mehr im Amt sei, "ein bisschen offensiver auch seine eigenen Positionen hinterfragt". Zudem solle er "seine Verstrickungen mit der Staatssicherheit" offensiver diskutieren, und sich nicht nur rechtfertigen, sagte Jahn.

Das Hinterfragen der eigenen Biografie müsse aber nicht immer in der Öffentlichkeit stattfinden, sagte der Behördenchef. "Aufarbeitung heißt nicht nur, wenn es in der Zeitung steht."

Ausdrücklich forderte Jahn von der Linkspartei eine intensivere Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte. Die Partei müsse sich den Vorwurf der Verklärung der Zustände in der DDR gefallen lassen. "Es würde der Aufarbeitung insgesamt helfen, wenn die Linke das Verhältnis der SED als Auftraggeberin der Staatssicherheit stärker beleuchten würde."

 
Leser-Kommentare
    • Gafra
    • 06.08.2011 um 16:56 Uhr

    wimmelte es geradezu von Geheimdienstlern sämtlicher Couleur, besonders in Berlin. Da wäre es ebenso angezeigt, dass das Wirken des westdeutschen Geheimdienstes untersucht würde. Aber da werden die Akten gerne geschlossen gehalten oder gar vernichtet. Sonst könnten ja die Agents provocateurs enttarnt werden und das Geschichtsbild wäre nicht so schön schwarz-weiß. Die Bösen sind nur die Anderen und deren Tun kann auch nur unbegründet böse gewesen sein.
    Ein sehr guter Kommentar von Arno Widmann:
    http://www.berlinonline.d...

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    • Sonate
    • 06.08.2011 um 17:12 Uhr

    Hallo gafra, das gleiche wollte ich auch schreiben, leider sind für viele die Bösen immmer im Osten,mich gebe dir in allem recht

    Denn die Strukturz dieser Geheimdienste und Co existieren ja noch, während die DDR schlichtweg Geschichte ist.

    Was interessiert da denn bitte jede kleine Nummer? Wenn ein Opfer klagt und jemanden anzeigt, kann man den ja suchen und aktuelle Verbrechen müssen sowieso überprüft werden, wie jedes andere auch, aber warum zur Hölle soll das sonst von irgend einem Interesse sein?

    Von politischem, klar, als Ablenkung von den eigentlichen Verbrechen der Gegenwart, aber ernsthaft?

    • Sonate
    • 06.08.2011 um 17:12 Uhr

    Hallo gafra, das gleiche wollte ich auch schreiben, leider sind für viele die Bösen immmer im Osten,mich gebe dir in allem recht

    Denn die Strukturz dieser Geheimdienste und Co existieren ja noch, während die DDR schlichtweg Geschichte ist.

    Was interessiert da denn bitte jede kleine Nummer? Wenn ein Opfer klagt und jemanden anzeigt, kann man den ja suchen und aktuelle Verbrechen müssen sowieso überprüft werden, wie jedes andere auch, aber warum zur Hölle soll das sonst von irgend einem Interesse sein?

    Von politischem, klar, als Ablenkung von den eigentlichen Verbrechen der Gegenwart, aber ernsthaft?

    • Gafra
    • 06.08.2011 um 16:59 Uhr

    "In Westberlin waren nicht nur mindestens die Geheimdienste aller vier Besatzungsmächte aktiv, sondern natürlich auch die verdeckten Staatsschützer Westberlins und selbstverständlich auch die verschiedenen einschlägigen Organisationen der Bundesrepublik. Oft nicht nur den Russen ein Ärgernis.
    Angesichts dieser Lage ist es nicht frei von Komik, heute nur über die Stasi zu reden. Und auch nur über die Stasi als Animator der Apo. Die Bundesrepublik war über Jahrzehnte ein CDU-Staat; man muss davon ausgehen, dass die Stasi dort viel mehr Menschen im Einsatz hatte als in der doch weitgehend bedeutungslosen Apo.
    Solange es keinen deutschen Freedom of Information Act gibt, solange nicht die Akten wenigstens der bundesrepublikanischen Geheimdienste zugänglich sind, entsteht ein schiefes Bild."

    19 Leser-Empfehlungen
  1. "Experten des Amts hätten für die Zeit zwischen 1949 und 1989 rund 12.000 West-Spione berechnet,"

    mich würde wirklich mal die Berechnungsgrundlage dieser "Experten"interessieren

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    Finanz-experten, Stasi-Experten. Ich erspare mir den Teil, mich hier witer über die Experten auszulassen. ;)

    Finanz-experten, Stasi-Experten. Ich erspare mir den Teil, mich hier witer über die Experten auszulassen. ;)

    • Sonate
    • 06.08.2011 um 17:12 Uhr

    Hallo gafra, das gleiche wollte ich auch schreiben, leider sind für viele die Bösen immmer im Osten,mich gebe dir in allem recht

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    • Carla6
    • 06.08.2011 um 19:47 Uhr

    Sie haben recht. Und so lange das so ist, sollte man einem Artikel wie dem obigen nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken.

    • Carla6
    • 06.08.2011 um 19:47 Uhr

    Sie haben recht. Und so lange das so ist, sollte man einem Artikel wie dem obigen nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken.

  2. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke. Die Redaktion/wg

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    Eher eine Demokratur!

    Deutschlandfunk:
    "Der 'Erlass gegen Verfassungsfeinde' ist erst der Auftakt. 1951 verabschiedet der Bundestag ein neues Strafrecht, das nicht nur fast alle politischen Betätigungen der Kommunisten unter Strafe stellt, sondern auch die breite Opposition gegen Adenauers Politik der Wiederaufrüstung kriminalisiert. Im gleichen Jahr bekommen ehemalige NS-Beamte das Recht, in ihre alten Behörden zurückzukehren. Fortan ziehen viele Richter und Staatsanwälte in die bundesrepublikanischen Gerichtssäle, die schon während des Nationalsozialismus Kommunisten abgeurteilt haben.

    Das Strafrecht wird zur Waffe im Kalten Krieg. 1956 wird die KPD verboten, und bis 1968 kommt es zu Tausenden sogenannter Kontaktschuldverfahren, bei denen schon die Teilnahme an Sportwettkämpfen oder das Organisieren von Jugendzeltlagern in der DDR für eine Verurteilung ausreichen. Die Furcht vor der kommunistischen Bedrohung bekommt fast paranoide Züge. Das ist umso erstaunlicher, als dass der tatsächliche Einfluss von Kommunisten auf Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik eher gering ist. Erst 1969 entschärft die neue sozialliberale Koalition das politische Strafrecht. Zumindest vorläufig - mit dem sogenannten Radikalenerlass von 1972 führen SPD und FDP die Berufsverbote für den gesamten öffentlichen Dienst wieder ein."

    Quelle: http://www.dradio.de/dlf/...

    • Carla6
    • 06.08.2011 um 20:01 Uhr

    "kindsgeraubt..."
    Oh my God, was für ein Drama!

    Und wo dass, was Sie beschreiben, nur einen kleinen Teil der Lebenswirklichkeit eines ehemaligen DDR-Bürgers ausmacht, anstelle dessen aber finanzielle Sicherheit ein Grundgefühl war, kann das Gute nicht allzu fern sein.

    Polarisieren kann ich auch.

    Jene, die aus machtgier in die SED gingen oder zur Stasi, die tun das auch in der BRD wieder entsprechend, nur heißt es hier halt nicht unbedingt Stasi, da nennt man das dann zB "Arbeitamt" (nein, das ist keine Polemik und auch nicht unsachlich, werte Zeit und das WISSEN sie, denn die verfassungswidrigen Vorfälle samt Spionage seit Einführung Hartz 4 stapeln sich und die Rechtsbrechung ebenso) und in die Linke treten solche Leute auch nicht ein, die gehen dann eher in die vier andern Parteien, da man dort richtig absahnen kann und wieder die alte Macht hat, die man missbrauchen kann.

    Diskutiert wird das aber nicht, deswegen versacken wir auch jedes Jahr immer tiefer.

    Entfernt. Bitte konzentrieren Sie sich auf die Diskussion des Artikelthemas. Danke. Die Redaktion/wg

    Eher eine Demokratur!

    Deutschlandfunk:
    "Der 'Erlass gegen Verfassungsfeinde' ist erst der Auftakt. 1951 verabschiedet der Bundestag ein neues Strafrecht, das nicht nur fast alle politischen Betätigungen der Kommunisten unter Strafe stellt, sondern auch die breite Opposition gegen Adenauers Politik der Wiederaufrüstung kriminalisiert. Im gleichen Jahr bekommen ehemalige NS-Beamte das Recht, in ihre alten Behörden zurückzukehren. Fortan ziehen viele Richter und Staatsanwälte in die bundesrepublikanischen Gerichtssäle, die schon während des Nationalsozialismus Kommunisten abgeurteilt haben.

    Das Strafrecht wird zur Waffe im Kalten Krieg. 1956 wird die KPD verboten, und bis 1968 kommt es zu Tausenden sogenannter Kontaktschuldverfahren, bei denen schon die Teilnahme an Sportwettkämpfen oder das Organisieren von Jugendzeltlagern in der DDR für eine Verurteilung ausreichen. Die Furcht vor der kommunistischen Bedrohung bekommt fast paranoide Züge. Das ist umso erstaunlicher, als dass der tatsächliche Einfluss von Kommunisten auf Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik eher gering ist. Erst 1969 entschärft die neue sozialliberale Koalition das politische Strafrecht. Zumindest vorläufig - mit dem sogenannten Radikalenerlass von 1972 führen SPD und FDP die Berufsverbote für den gesamten öffentlichen Dienst wieder ein."

    Quelle: http://www.dradio.de/dlf/...

    • Carla6
    • 06.08.2011 um 20:01 Uhr

    "kindsgeraubt..."
    Oh my God, was für ein Drama!

    Und wo dass, was Sie beschreiben, nur einen kleinen Teil der Lebenswirklichkeit eines ehemaligen DDR-Bürgers ausmacht, anstelle dessen aber finanzielle Sicherheit ein Grundgefühl war, kann das Gute nicht allzu fern sein.

    Polarisieren kann ich auch.

    Jene, die aus machtgier in die SED gingen oder zur Stasi, die tun das auch in der BRD wieder entsprechend, nur heißt es hier halt nicht unbedingt Stasi, da nennt man das dann zB "Arbeitamt" (nein, das ist keine Polemik und auch nicht unsachlich, werte Zeit und das WISSEN sie, denn die verfassungswidrigen Vorfälle samt Spionage seit Einführung Hartz 4 stapeln sich und die Rechtsbrechung ebenso) und in die Linke treten solche Leute auch nicht ein, die gehen dann eher in die vier andern Parteien, da man dort richtig absahnen kann und wieder die alte Macht hat, die man missbrauchen kann.

    Diskutiert wird das aber nicht, deswegen versacken wir auch jedes Jahr immer tiefer.

    Entfernt. Bitte konzentrieren Sie sich auf die Diskussion des Artikelthemas. Danke. Die Redaktion/wg

  3. Der größte Teil dieser Spione wurde umgedreht und als
    Doppelagenten angeheuert.
    Bestimmt finden sich 90% der ehemaligen Spione der DDR
    heutzutage in westlichen und östlichen Geheimdiensten.

    Neue Herren benötigen neue Diener.
    Das ist das Leben der Geheimagenten.

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    • -Ziet-
    • 08.08.2011 um 14:08 Uhr

    Die wollen halt alle auch zukünftig satt werden, mit dem was sie gelernt haben. Sonst müßten die ja die Anstrengung einer Umschulung auf sich nehmen. Und das ist ja unbequemer.

    Das gilt natürlich auch für Herrn Roland Jahn und seine Mitarbeiter von der Stasi-Jägerei. Über 20 Jahre nach dem Mauerfall entdecken die Leute nun doch noch eine Möglichkeit zur immer weiteren Verlängerung ihrer Arbeitsverträge - die West-Stasi ist geboren. Deren Zahl wurde von Jahn "errechnet". Genial. Go Go Go

    In einem hat Roland Jahn natürlich recht. Interessant wäre es 1990 schon gewesen, zu erfahren, welche Gestalten in CDU, CSU und Block-CDU von der Stasi Geld genommen haben. Daß es viele waren, ohne Frage. Aber WER von denen?

    Aber damals hätte sich keiner der Sieger-Typen getraut in der eigenen Sieger-Partei (den Christlichen und deren Ableger) nach Verrätern zu fahnden. Und heute interessiert es mich eigentlich nicht mehr richtig.

    Und die dämliche Anmacherei von immer nur den Leuten von Links (angeblich alles SED-Abkömmlinge, wenn man dem Jahn-Geschwätz hörig ist) nervt auch mich als Nicht-Linkem immer mehr. Wo bleibt da die Realität? Und wo endet die Geschichts-Knitterung endlich?

    Gratuliere jedenfalls dem Jahn-Verein - kluger Schachzug - mit der West-Fahndung kommt man ohne echten Arbeitseinsatz doch noch bis zur Rente auf Staatskosten. Und politisch gibt es womöglich noch weiteren Stoff her sich selbst nicht nur unentbehrlich zu machen, sondern ein weiteres Denkmal zu setzen.

    • -Ziet-
    • 08.08.2011 um 14:08 Uhr

    Die wollen halt alle auch zukünftig satt werden, mit dem was sie gelernt haben. Sonst müßten die ja die Anstrengung einer Umschulung auf sich nehmen. Und das ist ja unbequemer.

    Das gilt natürlich auch für Herrn Roland Jahn und seine Mitarbeiter von der Stasi-Jägerei. Über 20 Jahre nach dem Mauerfall entdecken die Leute nun doch noch eine Möglichkeit zur immer weiteren Verlängerung ihrer Arbeitsverträge - die West-Stasi ist geboren. Deren Zahl wurde von Jahn "errechnet". Genial. Go Go Go

    In einem hat Roland Jahn natürlich recht. Interessant wäre es 1990 schon gewesen, zu erfahren, welche Gestalten in CDU, CSU und Block-CDU von der Stasi Geld genommen haben. Daß es viele waren, ohne Frage. Aber WER von denen?

    Aber damals hätte sich keiner der Sieger-Typen getraut in der eigenen Sieger-Partei (den Christlichen und deren Ableger) nach Verrätern zu fahnden. Und heute interessiert es mich eigentlich nicht mehr richtig.

    Und die dämliche Anmacherei von immer nur den Leuten von Links (angeblich alles SED-Abkömmlinge, wenn man dem Jahn-Geschwätz hörig ist) nervt auch mich als Nicht-Linkem immer mehr. Wo bleibt da die Realität? Und wo endet die Geschichts-Knitterung endlich?

    Gratuliere jedenfalls dem Jahn-Verein - kluger Schachzug - mit der West-Fahndung kommt man ohne echten Arbeitseinsatz doch noch bis zur Rente auf Staatskosten. Und politisch gibt es womöglich noch weiteren Stoff her sich selbst nicht nur unentbehrlich zu machen, sondern ein weiteres Denkmal zu setzen.

  4. 7. Stasi

    "Noch Tausende Stasi-Spione unentdeckt"

    Verstehe ich nicht.
    Wenn man die Stasi Akten nicht ausgewertet hat, dann ist das eben so.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    nicht auswerten darf wäre wahrscheinlich richtig:-)

    nicht auswerten darf wäre wahrscheinlich richtig:-)

    • BerndL
    • 06.08.2011 um 17:52 Uhr

    gedacht, wo es so schlimm war, Nordkorea oder Simbabwe?
    "Wo man von Staats wegen nicht studieren darf, wenn man Pazifist, Christ oder sonstwie ans herrschende totalitäre System unangepasst ist, da sind "die Bösen".2

    zum Artikel:
    "Ausdrücklich forderte Jahn von der Linkspartei eine intensivere Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte."

    Ich bin weiß Gott kein Anhänger der Linken, aber die haben ja nun wirklich viel aufgearbeitet. Das sollte man auch mal anerkennen.
    Von der Block-CDU habe ich da noch gar nichts gehört? Man schaue sich mal Biographien und Geschriebenes von CDU-Größen (z.B. Althaus- sehr lehrreich) an ?

    18 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Lieber BerndL,

    schön, dass wir uns so bald wieder sprechen.

    Ich meinte die DDR und behaupte, jeden meiner Punkte belegen zu können (zu Ihrer Nachfrage, s.u.).

    Wenn Sie sogleich Nordkorea assoziierst haben, ist das freilich auch nicht falsch - in den von mir genannten Punkten mögen Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten zu Nordkorea durchaus bestehen.

    .....

    Mit meiner Aussage nahm ich explizit Bezug auf die Tatsache, dass die DDR keine Kriegsdienstverweigerung kannte. Totalverweigerer drohte nach 18 Monaten Haft die Ausweisung. "Bausoldaten" blieb vielfach der hochschulische Bildungszugang verwehrt.

    Über weitere Bildungsdiskriminierung als Repressionsinstrument in der DDR vgl. den gleichnamigen Wikipedia-Abschnitt: http://de.wikipedia.org/w...

    Über Repressionen gegen Christen in der DDR informiert (zu) knapp Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/w... .
    Die dort in den Anmerkungen genannten Publikationen vertiefen die Thematik.

    Herzlichst
    am Rande

    Natürlich gibt es Belege für das von Ihnen Geschriebene.

    Genauso gibt es Belege für das nicht von Ihnen Geschriebene.

    Christen waren in führenden Positionen und wurden auch zum Studium zugelassen. Ich möchte hier nicht unbedingt Wikipedia zitieren, da diese "Belege" ja auch subjektiver Natur sind. Vielleicht nehmen sie einfach Herrn Schorlemmer, der natürlich Theologie in der DDR studieren durfte. Frau Merkel mit Ihrem Physikstudium möchte ich eher nicht erwähnen, da Naturwissenschaften und Logik eher nicht Ihr (man beachte, dass Ihr" groß geschrieben ist) Ding sind.

    Und es gibt sicher auch - nun ja - ich denke mal 1 Mio Belege dafür, dass es Bürgern in der DDR gut ging, weil diese nicht den ganzen Tag an die "Freiheit" dachten, sondern Spaß haben wollten und diesen auch hatte.:-)

    Ich hatte jedenfall auf der Werft auf der ich arbeitete mehr Spaß als mein Bruder heute. Dieser muss ja heute zu den
    Leistungsträgern zählen:-) Und das ist nun mal nicht lustig

    Lieber BerndL,

    schön, dass wir uns so bald wieder sprechen.

    Ich meinte die DDR und behaupte, jeden meiner Punkte belegen zu können (zu Ihrer Nachfrage, s.u.).

    Wenn Sie sogleich Nordkorea assoziierst haben, ist das freilich auch nicht falsch - in den von mir genannten Punkten mögen Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten zu Nordkorea durchaus bestehen.

    .....

    Mit meiner Aussage nahm ich explizit Bezug auf die Tatsache, dass die DDR keine Kriegsdienstverweigerung kannte. Totalverweigerer drohte nach 18 Monaten Haft die Ausweisung. "Bausoldaten" blieb vielfach der hochschulische Bildungszugang verwehrt.

    Über weitere Bildungsdiskriminierung als Repressionsinstrument in der DDR vgl. den gleichnamigen Wikipedia-Abschnitt: http://de.wikipedia.org/w...

    Über Repressionen gegen Christen in der DDR informiert (zu) knapp Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/w... .
    Die dort in den Anmerkungen genannten Publikationen vertiefen die Thematik.

    Herzlichst
    am Rande

    Natürlich gibt es Belege für das von Ihnen Geschriebene.

    Genauso gibt es Belege für das nicht von Ihnen Geschriebene.

    Christen waren in führenden Positionen und wurden auch zum Studium zugelassen. Ich möchte hier nicht unbedingt Wikipedia zitieren, da diese "Belege" ja auch subjektiver Natur sind. Vielleicht nehmen sie einfach Herrn Schorlemmer, der natürlich Theologie in der DDR studieren durfte. Frau Merkel mit Ihrem Physikstudium möchte ich eher nicht erwähnen, da Naturwissenschaften und Logik eher nicht Ihr (man beachte, dass Ihr" groß geschrieben ist) Ding sind.

    Und es gibt sicher auch - nun ja - ich denke mal 1 Mio Belege dafür, dass es Bürgern in der DDR gut ging, weil diese nicht den ganzen Tag an die "Freiheit" dachten, sondern Spaß haben wollten und diesen auch hatte.:-)

    Ich hatte jedenfall auf der Werft auf der ich arbeitete mehr Spaß als mein Bruder heute. Dieser muss ja heute zu den
    Leistungsträgern zählen:-) Und das ist nun mal nicht lustig

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