Arbeitsmarkt : Die neue Leiharbeit

Die Politik bekämpft Lohndumping mit neuen Gesetzen. Doch viele Unternehmen drücken die Löhne jetzt mithilfe von Werkverträgen. Die Opposition ist alarmiert.

Eigentlich dürfte es Billiglöhner wie Maik Felder (Name geändert) im Einzelhandel nicht mehr geben. Der Familienvater aus Berlin räumt bei Rossmann die Regale ein, frühmorgens von 5.30 Uhr bis 9 Uhr. Für körperliche Arbeiten wie diese sieht der Tarifvertrag der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di im Berliner Einzelhandel einen Stundenlohn von mindestens 9,52 Euro vor. Und selbst wenn Felder Leiharbeiter wäre, bekäme er neuerdings immerhin den Mindestlohn für Zeitarbeit, der im Osten bei 6,89 Euro die Stunde liegt. Doch Felder bekommt für seine Arbeit nur sechs Euro in der Stunde. Ein Unterschied, der Geringverdienern wie ihm am Monatsende weh tut. Sein Arbeitgeber ist nicht Rossmann selbst, sondern ein Subunternehmen namens ISS Instore Solution Services .

Das ist der Trick: Immer mehr Unternehmen übertragen zentrale Aufgaben an Subunternehmen. Diese Subunternehmen werden pro sogenanntem Werk bezahlt, beispielsweise für jede Palette an Waren, die Mitarbeiter in die Regale räumen. Über einen eigenen Arbeitgeberverband, dem Verband Instore und Logistik Services (ILS), haben vierzehn große Subunternehmen mit insgesamt 50.000 Beschäftigten einen Tarifvertrag geschlossen, der für Regaleinräumer wie Felder Niedriglöhne von 6 Euro die Stunde im Osten und 6,50 Euro im Westen vorsieht. Beide Tarife liegen deutlich unter dem Mindestlohn für Zeitarbeit (6,89 Euro im Osten, 7,79 Euro im Westen). Rossmann bestätigt, dass die Regaleinräumer der ISS inzwischen in jeder zweiten Filiale eingesetzt werden, das sind 800 Märkte.

Auf Anfrage von ZEIT ONLINE betont ISS, die Zufriedenheit der Mitarbeiter sei dem Unternehmen besonders wichtig, man habe die Sozialstandards durch den TÜV Rheinland überprüfen lassen. Warum der Dienstleister Beschäftigten wie Felder Niedriglöhne zahlt, sagte das Unternehmen nicht.

Methode Werkvertrag

Rund anderthalb Jahre nachdem durch den Schlecker-Skandal Lohndumping-Methoden in der Leiharbeit bekannt geworden waren, geht die Lohndrückerei im Einzelhandel also weiter – nur mit einem neuen Etikett. Wie viele Beschäftigte bundesweit von den Dumpingmethoden betroffen sind, lässt sich nicht genau sagen. Werkverträge sind nicht meldepflichtig. Allein im Handel geht die Zahl in die Hunderttausenden, schätzen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter übereinstimmend.

Rossmann ist nicht das einzige Unternehmen, das die Methode Werkvertrag anwendet. Auch die Einzelhandelskonzerne Rewe und Real setzen auf die Niedriglöhner, berichtet der Stern in seiner aktuellen Ausgabe. Recherchen des Westdeutschen Rundfunks belegen, wie das Möbelunternehmen Ikea Lagerarbeiter aus Osteuropa mithilfe von Werkverträgen beschäftigt. Auch in der Industrie schließen Unternehmen in großem Umfang Werkverträge. Laut einer Umfrage der IG Metall unter knapp 5.000 Betrieben, werden Werkverträge in über einem Drittel der Unternehmen eingesetzt. Dabei lasse sich zunehmend Lohndumping beobachten, kritisiert Holger Timmer, Vorstand der IG Metall. "Die Sauerei hat System. Der Gesetzgeber hat die Auslagerung über Werkverträge nicht genügend geregelt, genau diese Grauzonen nutzen die Unternehmen jetzt aus", sagt Timmer.

Die Rahmenbedingungen in Deutschland begünstigen das Lohndumping durch Werkverträge. Das zeigt eine Expertise, die der Arbeitsrechtsexperte Wolfgang Däubler im Auftrag der Linkspartei erstellt hat. Sie liegt ZEIT ONLINE vor. Demnach gibt es für Werkvertragler kein Arbeitnehmerüberlassungsgesetz und kein Equal-Pay -Prinzip, das gleichen Lohn für gleiche Arbeit vorschreibt, solange ein Tarifvertrag nicht davon abweicht. Anders als beim Thema Leiharbeit hielten sich die Gewerkschaften bisher zurück, sagt Däubler. Die Betriebsräte wiederum, die mittlerweile beim Einsatz von Leiharbeitern oft Gehör fänden, hätten keinen Einfluss, wenn es um die Beschäftigung der Werkvertragler ginge. "Es verwundert nicht, dass Unternehmen Leiharbeit durch günstigere und weniger riskante Werkverträge ersetzen", bilanziert der Professor der Universität Bremen.

Verdeckte Leiharbeit

Das Lohndumping durch Werkverträge sei nicht nur moralisch abzulehnen, in der Praxis werde die Methode teilweise auch illegal angewandt, sagt Rainer Kuschewski vom ver.di-Bundesfachbereich Handel. Denn die Unternehmen bewegten sich juristisch auf einem schmalen Grad, wie am Beispiel der Regaleinräumer im Einzelhandel deutlich werde. "Entscheidend ist, wer den Verräumern die Arbeitsanweisungen gibt ", sagt Kuschewski. Wenn weiterhin das Supermarktpersonal die Arbeit koordiniere und kontrolliere, liege in Wirklichkeit Leiharbeit vor. "Das ist verdeckte Leiharbeit, die Werkvertragler müssen in diesem Fall zumindest den Mindestlohn für Leiharbeiter verdienen", sagt Kuschewski.

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Kommentare

177 Kommentare Seite 1 von 15 Kommentieren

Die GEWERKSCHAFTEN SOLLEN MAL NICHT SO TUN?

Wie meinen sie das? Wieso wollen sie dieses Problem den Gewerkschaften anhängen?
Die Gewerkschaften haben sich nicht selber kaputtgemacht.
Es war der neo-liberale Mainstream der den Gewerkschaften das Genick gebrochen hat.
Statt legitime Interessenvertreter der Beschäftigten waren sie plötzlich die bösen "Besitzstandswahrer". Und alle haben mitgeschrien.
DIE ZEIT nicht ausgenommen.
Heute stehen die Beschäftigten praktisch schutzlos da. Die Gewerkschaften sind schwach. Die sozialdemokratische Bewegung (obwohl rein zahlenmäßig sicherlich in der Mehrheit) ist einerseits selber vom Neoliberalismus irregeleitet und auf der anderen Seite ausgeblutet an DIE LINKE und DIE GRÜNEN.
Die Folgen sind unübersehbar:
Jeder Fledermaus hat in Deutschland eine mächtigere Lobby als die Arbeitnehmer.

spd und grüne

haben ja mit ihrer arbeitsmarkreform den weg geebnet.

das cdu/fdp für ihre klientel diesen schritt der billigen sklavenarbeit nicht mehr zurückgehen ist ja klar.

wir haben doch alle zugeschaut, wie diese regierungen seit schröder das arbeitsrecht aufgeweicht haben. ob kündigungsschutz, sozialabgaben, arbeitszeiten oder bezahlung.
jetzt, wo unternehmen immer neue,perfide wege finde um billig arbeitskräfte zu beschäftigen und auszubeuten, wird so langsam die ganze tragweite dieser gesetze klar.

doch wer wird dafür verantwortlich gemacht? hr.schröder? hr. fischer? die sitzen in irgendwelchen aufsichtsräten und lachen sich den allerwertesten ab.

Kundenboykott !

Seitdem bekannt wurde, dass Schlecker seine Mitarbeiter entließ und durch eine hauseigene Leiharbeitfirma im Niedriglohnsektor wieder einstellte, kaufe ich dort einfach nicht mehr ein.

Jetzt fällt Rossmann für mich auch weg. Schade.

Man könnte ja auch Plattformen des Internets nutzen, um mal die Niedriglöhne der einzelnen Firmen und die Namen der Verleiher zu listen. Wenn die solche "Sauereien" begehen, werden sie es als Umsatzeinbußen spüren.

Und auch die "Tarife" der Zeitarbeit mit 6.89 Euro sind doch ebenso eine "Sauerei".

Bei Real tragen die Kassiererinnen sogar auf ihren Namensschildern den Namen der Leiharbeitsfirmen. Da könnte man mal Briefe schreiben, Tausende.

Es reicht ! Wir sollten uns solidarisch wehren.

Hat jemand noch eine Idee, was man machen könnte?

Ihre Idee mit dem Boykott...

... sehe ich ganz genauso.

Ich kaufe schon seit geraumer Zeit nicht mehr bei Unternehmen wie Schlecker, Norma und co. ein. Jetzt wird sich wohl auch Rossmann dazugesellen (wobei ich eingestehen muss: besonders häufig war ich da zuvor auch nicht).

Ich denke nicht, dass solche Boykottaktionen tatsächlich etwas bewirken werden. Aber es ist doch zumindest mal ein Beitrag den der einzelne - und sei es bloß ein moralischer - leisten kann.

Ob hingegen die Politik den Niedriglohn bekämpfen kann bin ich mir auch nicht so sicher. Der Werkvertrag ist ein Urgestein des BGB. Ihn abzuschaffen wäre undenkbar, da er in anderen Bereichen vitale Funktion hat. Eine Meldepflicht wäre ebenso unpraktikabel. Was will man also unternehmen?

Ich denke der Weg wird nur darüber führen, die Unternehmen moralisch in die Pflicht zu nehmen. Das klingt jetzt natürlich nach einer völlig weltfremden Debatte, die da zu führen wäre. Doch muss unsere Gesellschaft endlich an einen Punkt gelangen, in der auch der einzelne wieder bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Dass auch eine gewisse Solidarität zwischen den einzelnen Bürgern herrscht und diese nicht bloß vom Staat ausgeht.

Doch wie will man das erreichen? Ich kann Ihnen leider keine Antwort darauf geben.

Eine einfache Lösung

Die Antwort darauf, was man tun kann, ist doch einfach: einen verbindlichen gesetzlichen Mindestlohn einführen, der für alle gilt. Das wäre mal eine effektive Methode, Schlupflöcher zu stopfen und Tricksereien mit Outsourcing und Subunternehmern etc. zu unterbinden. Wieso schafft Deutschland das nicht? Wieso hinken wir in den vergangenen Jahrzehnten in Sachen Lohnsteigerung den anderen Industrienationen zum Teil weit hinterher? Das wirft kein gutes Licht auf die politische und demokratische Kultur in diesem Land.

streiken, und zwar bundesweit für Arbeit statt für nen Job

Kundenboykott ist zwar gut und schön, hat aber den Nachteil, dass die direkt Betroffenen nichts davon haben, denn es gibt immer jemanden, der was aus dem Laden braucht.

Dank der !?umsichtigen?! Politik unserer Regierungen ist Deutschland zu einem Billiglohnland regelrecht verkommen. Woran die beteiligte geldgeile Wirtschaft mindestens den gleichen Anteil hat. Wieviel Millionen Arbeitnehmer werden zu Jobbern degradiert und kaltlächelnd mit 400€ abgespeist? Wie viele arbeiten heute für einen Stundenlohn, den sie schon vor 20-30Jahren hatten? Selbst, oder gerade Jobber müssen ständig abrufbar sein.

Die häufigsten Erkrankungen sind mittlerweile psychische Krankheiten. Jeder 1,5. Chef ist ein A...loch vor dem Herrn. Wöchentlich werden bundesweit Millionen von Bewerbungen geschrieben und das für eine einjährige Probezeit in der neuen Firma, warum? Die Wirtschaftswelt geht total an den in ihr arbeitenden Menschen vorbei.

Die schlecht bezahlte und behandelte Gruppe Arbeitnehmer müsste eine Woche lang öffentlich demonstrieren und auf ihre Arbeitsbedingungen aufmerksam machen. Das käme einem Generalstreik gleich. Da machen dann ganze Betriebe dicht aber noch lange nicht pleite (fast alle Discounter) und das Land liegt am Boden und wacht durch Hunger getrieben dann hoffentlich mal auf. Und wenn´s nicht hilft: unangekündigt nochmal durchziehen.

Peinlich!

Ich habe letztens bei REWE auch so Instore-Leute gesehen. Habe mich erst gewundert, dann mir versucht meinen Reim drauf zu machen (Spezialisierung, ....). Aber falsch, wohl anscheinend Lohndumping. Aldi, Lidl & Co. kann das gerne machen, da geh ich auch nicht hin. Bei Rewe ist das unter aller .... Schade, weil ich mochte die Supermärkte. Ich werde es beim nächsten Einkauf ansprechen. Zusehen darf man da nicht. Die paar Euros mehr zahle ich gern, damit auch die Leute einen verträglichen Lohn erhalten.

Das kann doch eigentlich auch nicht Konzept von Rewe sein? Ich versteh das nicht.

Gruß, matths

So lange die Kunden den Druck auf die Firmen halten, ...

der dazu bringt, immer niedrigere Preise zu bringen, werden diese nach Möglichkeiten suchen, ihre Kosten zu senken. Das geschieht zum Einen indem man die Zulieferer massiv in Bedrängnis bringt und die weitere Möglichkeit sind die Löhne der Mitarbeiter.

Da es weitere Stellschrauben nicht gibt, wird sich daran wohl nichts ändern, bis wir nicht auch Preise zahlen, von denen gute Löhne zu zahlen sind.

Alles andere halte ich für verlogen.

Die meisten Kunden haben ein kurzes Gedächtnis.

Innerhalb eines Jahres sind trotz anders lautender Meldungen des Statistischen Bundesamtes die Lebensmittelpreise um bis zu 40% je Einzelartikel gestiegen. Im Durchschnitt etwa 12 bis 15 Prozent.

Ich lebe in einer Mittelstadt (etwa 260.000 Einw.) Hier gibt es fünf verschiedene Supermarktketten. Einer wirbt bei seinen Preisauszeichnungen mit dem Hinweis: "Nirgendwo billiger".

Da alle Läden für 99% ihrer Artikel exakt auf den Cent den gleichen Preis anbieten, ist es nicht verwunderlich, dass dieser Hinweis bei fast allen Artikeln steht. Was aber nicht heißt, dass der Artikel billiger sei als in anderen Läden.

Das erstaunliche ist, dass Preiserhöhungen stets exakt zum selben Zeitpunkt und in gleicher Größenordnungen stattfinden.

So umkämpft kann der Markt gar nicht sein, wie oft behauptet wird.

@capricia

seien sie mir nicht böse, aber bei dem wort "kundenboykott" musste ich schon lachen.

wie verblendet spazieren sie durch leben. der deutsche bürger profitiert von solchen methoden und baut darauf seinen wohlstand auf. ob china, afrika, südamerika usw. überall werden billige arbeitskräfte im auftrag deutscher firmen beschäftigt und ausgebeutet, damit wir in deutschland billig kaufen können und aus den voll schöpfen können.

und da wollen sie anfangen ein unternehmen zu boykottieren? ich will nicht wissen, in wieviele fällen sie tagtäglich von ausbeutung profitieren und es bewußt/unbewußt genießen.

@bb1921

der deutsche ist keiner der demonstriert und aufbegehrt.
er stellt das regime nicht in frage.

kaiser wurde durch einen verlorenen krieg erst entfernt.
hitler hat sich selbst erschießen müssen, weil nur unfähige probiert haben ihn zu killen, da der 2wk verloren war.

und die geschichte wiederholt sich. der deutsche sitzt es aus und wartet immer auf ein wunder. so wie es aussieht müssen wir auf einen krieg warten;)

Kundenboykott ist eine gute Sache.

Nur, Sie werden bei allen größeren Unternehmen Werkverträge finden. Das wird dann ganz schwierig mit dem Einkaufen!

Einflußnahme können Sie nur auf den Abgeordneten in ihrem Wahlbezirk nehmen. Nur nicht als Einzelner sondern in der Masse. Und dies hat auch nur Sinn, wenn der Herr Abgeordnete noch keine Zusage von der Industrie, für einen Job nach seiner Amtszeit hat!

Druck der Konkurrenz

Der Druck der Kunden muss immer herhalten, wenn es um Mißstände im Handel geht. Sei es bei der Massentierhaltung, umweltschädlichen Anbau- und Produktionsmethoden oder sittenwidrigen Löhnen.

Der Kunde sucht sich selbstverständlich, wie die Firmen auch, den Anbieter, der ihm das Meiste für sein Geld bietet. Das kann sowohl quantitativ als auch qualitativ begründet sein. Kein Kunde kann aber einen Anbieter zwingen, billiger zu verkaufen.

Der Anbieter entscheidet, seine Produkte billiger als die Konkurrenz zu verkaufen, da er das Geschäft machen möchte.

Das setzt natürlich eine sich gegenseitig bedingende Abwärtsspirale in Gang. Die muß durchbrochen werden, indem der Gesetzgeber Normen setzt, die eingehalten werden müssen. Das betrifft Inhaltsstoffe bei Lebensmitteln, Tierhaltung, Landwirtschaft, Produktionsmethoden, Entlohnung (angemessener Mindestlohn und Equal pay) und Personaleinsatz (limitierter Einsatz von Fremdfirmen in Personenzahl im Verhältnis zur Stammbelegschafft und Einsatzdauer).

Die Möglichkeiten der Lohnabsenkungen durch Leiharbeit und Minijobs sind ja von den jeweiligen Regierungen absichtsvoll geschaffen worden. Die Arbeitgeberorganisationen haben da erfolgreich Lobbyarbeit geleistet. Unsere Politiker sind leider zu kurzsichtig, oder machtversessen, die langfristig eintretenden volkswirtschaftlichen Folgen zu berücksichtigen, wie Altersarmut und ein generelles Finanzierungsproblem der Sozialversicherungen, oder einfach eine kaufkräftige Masse.

Mitarbeiter befragen, dann boykottieren!

Der Vorschlag von Capricia ist gut, ohne wenn und aber. Es ist sicher nicht die einzige Möglichkeit, aber eine sehr wirkungsvolle und eine den Regierenden Dampf machende. Da werden dann auch die Abgeordneten den Mut finden, die sich sonst dem Fraktionszwang beugen. Wenn nämlich die Bürger sich direkt wehren, ziehen Parlament und Regierung hinterher, weil man den Bürgern keine parteipolitische oder gewerkschaftliche Propaganda unterstellen kann und es sich sofort in der Kasse der rechtsbeugenden und rechtsbrechenden Unternehmen auswirkt.

Werkverträge sind die Basis vieler Leistungen zwischen Unternehmern sowie von Unternehmern gegenüber Kunden. Man kann aber die Beschäftigten der Märkte oder anderer Unternehmen fragen, welcher Art ihr Vertrag ist, oder in Erfahrung zu bringen zu versuchen, ob das Subunternehmen, für das sie arbeiten, eine Dienstleistung zum Werk umdefiniert hat. Dann kann man entscheiden, ob boykottiert wird. Nützlich ist es dabei, für die Verbreitung solcher Informationen sowohl die bürgerliche Presse als auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu nutzen. Das hat auch bei Schlecker geholfen.

Wenn wir bereit wären, als Kunden ...

faire Preise zu zahlen, könnten auch Mitarbeiter und Produzenten ohne Subventionierung tätig sein.

Wir drücken aber in jedem Bereich unseres Wohl-Lebens auf die Bremse, was Preise angeht und setzen damit die Unternehmen und mittelbar natürlich deren Zulieferer und Mitarbeiter unter Druck.

Daraus nun eine staatliche, von oben organisierte Verschwörung gegen das Volk zu konstruieren, ist zwar nett einfach gedacht und würde dem Einzelnen die Möglichkeit geben, einem anderen, anonymen Etwas die Schuld zuzuschieben.

Leider ist das aber völlig falsch, denn den Druck auf den Markt üben die Kunden selbst aus und nicht irgend eine derzeitige oder vorherige Regierung.

Und wir sind verdammt gut darin, denn wir betreiben das nun schon einige Jahrzehnte.

den Druck auf den Markt üben die Kunden aus?

Durch welche Brille sehen sie denn die Welt?

Meine Einkäufe jedenfalls werden durch die Möglichkeiten meines Geldbeutels bestimmt.

Neben Vollerwerbstätigkeit, Erziehungsaufgabe, (Spezialist in Marktforschung, Ökonomie, Jura, Heizungsbau, Energiemarkt ......soll man ja auch noch sein) muß ich dabei auch noch ankämpfen gegen Kohorten von Psychologen, Anwälten usw, die zu nichts anderem da sind als mit allen Mitteln und Tricks tagtäglich über die Medien, die Supermärkte usw mir, meiner Frau und meine Kinder das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Mir blutet das Herz, wenn ich das lese...

und natürlich habe ich jetzt vollstes Verständnis dafür, dass auf Kosten von anderen Menschen gelebt und konsumiert wird.

Dass ich darauf aber in all den Jahren, die es nun um "saubere Kleidung", gegen Kinderarbeit, für faire Löhne... geht, nicht selbst kam, dass die armen Menschen um mich herum so sehr unter Druck stehen...

Dann schön weiter geben den "Schwarzen Peter" und ein fröhliches "Ich kann schließlich nichts dafür" in den Drogeriemarkt gerufen, während man sich an den Sonderangeboten bedient...

Die meisten Kunden haben kein Geld

Schon allein deswegen geht man eben im Discounter einkaufen.

Und Unterschiede gibt es ohnehin kaum welche.

Gesetzlicher Mindestlohn, wer dagegen verstößt kann sofort empfindlich hoch bestraft werden. Welches Unternehmen sich nicht halten kann, hat die Existenz eh nicht verdient.

Es haben sich in weit schlechteren Zeiten Unternehmen mit weit faireren Löhnen gehalten. Geringer Lohn dient nicht der Wirtschaftlichkeit, sondern Verdichtung von Vermögen. Denn die Gewinne sprudeln ja kräftig.

Tolle Idee!

Man soll also mehr verdiene um mehr bezahlen zu können.
Wer soll Ihnen den mehr Verdienst geben?
Schon mal an den punkt gedacht?
Sie haben nur ein Festes Budget für "Waren des täglichen Bedarfs"
Das man auch nicht beliebig erweitern kann.Noch einen 400€ Job annehmen, geht wohl auch schlecht, denn damit würden Sie diesen Sektor wieder stärken und "Vollzeitarbeit" vernichten.

es steht ihnen frei

das ins lächerliche zu ziehen.
Und sie haben natürlich auch recht: Auch ich habe als Einzelner Einfluss auf das was geschieht.
Was mich aber an ihrem Kommentar stört ist die Verkennung der Umstände unter denen Verhalten zustande kommt.
Das Sein bestimmt das Bewusstsein.
Jeder Lösungsansatz der die gesellschaftlichen Verhältnisse außer acht lässt wird ohne Erfolg bleiben.
Und schlimmer: Das propagieren solcher Lösungsansätze trägt zur Entpolitisierung und damit zur Stabilisierung der Verhältnisse bei.

Da der geringere Teil der deutschen Bevölkerung an der ...

Armutsgrenze operiert und wir z.B. mehr Mobiltelefone als Menschen, mehr Fernseher als Wohnungen und vieles weitere mehr in unseren Wohnungen haben, kann mir keiner erzählen, dass die Menschen hier keine Kaufentscheidungen zu treffen in der Lage sind.

Wenn das der Fall wäre, sähen die Einkaufswagen der Kunden anders aus, auch die Regale wären anders gefüllt und wir würden keine so große Vernichtungsquote in privaten Haushalten von Lebensmitteln haben.

@128 Christygoe

Sag ich ja, ein moralischer Appell. Noch bleibt es jedem selbst überlassen, ob er beim Kauf von Billig Kleidung ein schlechtes Gewissen hat, wenn er sich anderes leisten könnte. Ich wäre z. B. der erste, der sich wieder pflegbare und gesunde Leder - oder Freizeitschuhe kaufen würde, bei einem Fussweg von 40 Minuten pro Tag.

Und es geht doch gerade hier um Leute die keine Wahl haben. Das sind die Dumping Löhner. Und denen ist nicht geholfen, wenn gemäß Ihren Vorschlägen alles noch teurer würde.

Das vertrete ich mitnichten....

ich halte faire Preise für etwas selbstverständliches. Luxus hat damit wohl nichts zu tun.

Hier nun etwas zu konstruieren, nur weil ich sagte, dass die, die es sich leisten können, nicht den Druck auf den Markt zu immer niedrigeren Preisen erhöhen sollen, wirkt auf mich reichlich dummdreist und hat nichts mit dem zu tun, was ich in dem anderen wie auch in diesem Thema schrieb.

Tolle Idee

Sie können den Lebensmitteleinzelhandel inkl. Baumärkten dann gleich ganz boykottieren, denn alle arbeiten so, vielleicht mit Ausnahme der sonst verschrieenen Discouter, die keine Regale befüllen, sondern Paletten direkt reinstellen.

Ich habe diese Arbeit kurzzeitig schon mal 1998 zum Ende meines Studiums gemacht (Gartenartikel in verschiedenen Baumärkten, echte Knochenarbeit), damals für DM 10 die Stunde bei einem Unternehmen, das schon einige Jahre bestand. So neu ist dieses Phänomen also nicht. Die Gewerkschaften scheinen auch den Schuss nicht gehört zu haben und tun jetzt so, als hätte sie brandheiß einen Skandel aufgedeckt. Lächerlich.

Und natürlich wird die Arbeit vom Abteilungsleiter des Einzelhändlers angeleitet und abgenommen.

Die Einzelhändler haben Kostendruck, der letztlich von den Verbrauchern kommt, die billig einkaufen wollen. Sobald ein Einzelhändler eine Einsparmöglichkeit sieht und umsetzt, ziehen die Wettbewerber nach. Beispiel: Vielleicht erinnern Sie sich noch, dass Anfang der 80er jemand in der Frischeabteilung stand und Obst/Gemüse abgewogen hat oder dass in den einzelnen Abteilungen eines Großmarktes Personal war, dass man ansprechen konnte?

Wenn Sie das wieder haben wollen, schauen Sie mal nach Frankreich oder Italien - dann müssen Sie aber auch die dortigen Preise zahlen wollen.

Mir blutet auch das Herz.

Wenn wenig Geld zur Verfügung ist, muss billig Eingekauft werden. Den Druck den Käufer angeblich weitergeben, hat anscheinend keinen Einfluss auf die Gewinne.

Wenn auf Gewinn etwas verzichtet würde, können auch Mitarbeiter / Zulieferer usw, besser Bezahlt werden. Passiert aber nicht.

Es gibt aber noch einen viel wirkungsvolleren Grund warum die Kaufkraft sinkt!

Wenn die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern nicht mehr gesteigert werden kann, wird durch höheren Kapitaleinsatz, die immer Modernere und Produktivere Maschine angeschafft.

Das Bedeutet in unserem Schuldgeldsystem, das die Banken noch mehr Geld als Kredit vergeben können, und durch zusätzliche Zinslasten die Massenkaufkraft entwertet wird.

Zu diesem Effekt ein Link:

http://www.global-change-...

Die Sozialkosten für Arbeitslosigkeit mit anschließender Alterarmut verbleibt beim Staat, samt steigender Schuldenlast.

Die Geldschöpfung gehört wieder in die Hände der Staaten!

im Kapitalismus geht es darum

den Profit zu maximieren.
Kaufen mehr Leute teurere Produkte ändert sich gar nichts.
Nur der Unternehmer freut sich und macht munter weiter mit Rationalisierung und Lohndrückerei.
Muss er ja auch. Der Shareholder will es so. Der Investor will es so.
Verkaufspreis ist der Preis der erzielbar ist.
Der steht zu den Betriebkosten nur in einem bedingten Verhältniss nicht in einem absoluten, linearen.

Alles schön durcheinander

Sie verwechseln mal wieder langlebige Wirtschaftsgüte mit Waren des täglichen Bedarfs.
Das es mehr Handyverträge als Einwohner gibt ist ganz leicht zu erklären.

Erstens es gibt Geschäftshändys und zweitens kommt es vor, dass man als Verträge einfach vergisst zu kündigen oder es ein schlechter Vertrag war, au dem man aber nicht mal eben rauskommt.

Nochmal man kann bei Waren des täglichen Bedarfs nicht nicht ohne weiteres boykottieren, wenn man nicht a) Sinnvolle andere Quellen hat und b) die nötigen finanziellen Mittel hat um das durchzustehen.
Mal ein Beispiel aus dem Lebensmittel Bereich, noch vor ein Paar Jahren, gab es bei Discountern 10 Eier für 80-90 ct.
Heute kostet die selbe Packung 1,20 - 1,30 €, jeweils eifachste Abpackung.

Was glauben Sie wohin das "Delta" fließt?
Sie können in bestimmten Bereich nicht ohne weiteres ausweichen, auf ein Händy kann man verzichten, aber auf bestimmte Lebens- und Haushaltsmittel eben weniger und da machen für manche Menschen eben 5-10 ct pro Bebinde eine Menge aus.

Umgekehrt wird ein Schuh draus...

Sorry, nehmen Sie es nicht persönlich, aber diese blödsinnigen Aussagen kann ich nicht mehr hören/lesen.
Das Thema hier dreht sich um Mindestlöhne und damit kommen wir zu dem Schluss, dass viele Bürger gar keine anderen Preise zahlen KÖNNEN, selbst wenn sie wollten! Dem Arbeitnehmer auf Niedriglohnbasis wird mit Ihrer Aussage ".. bis wir nicht auch Preise zahlen, von denen gute Löhne zu zahlen sind." auch noch suggeriert, dass er selber schuld wäre an seinem geringen Lohn, weil er ja keine teuren Produkte kaufen würde. So ein Schwachsinn! Es bleibt oft kein Spielraum, also beißt sich doch genau da der Hund in den Schwanz. Die Preise sind bereits erheblich gestiegen seit der €uro-Einführung, aber die Löhne nicht. Somit ist man praktisch schon per se verpflichtet, mehr zu zahlen, ohne mehr zu verdienen. Oder anders gesagt: Wenn man zwangsläufig zu Mehrbezahlung verpflichtet wurde durch höhere Preise, weshalb stiegen dann die Löhne nicht??

Sowas nenne ich verlogen!!

Endlich mal jemand, der es auch erkannt hat!

Es gibt kaum Preisunterschiede, das verschafft mir irgend wie das Gefühl von Preisabsprachen. Wenn bei Aldi Nudeln, Kaffee, Milch oder Butter um 5 oder 10 Cent teurer werden, dann passiert das am gleichen Tag auch bei Penny, Lidl und bei EDEKA ebenso, nämlich bei den "gut und günstig"-Produkten.
Es ist längst kein umkämpfter Markt mehr; das ist Marktbeherrschung auf ganzer Linie. Mehr als 5 große Ketten kriegt man doch kaum mehr zusammen, die sich über die Gewinne freuen: COOP mit Plaza und Sky, REWE hat Penny im Schlepptau, Marktkauf gehört zur EDEKA-Gruppe und dann bleiben noch Lidl und ALdi, und die gibt es bekanntlich schon europaweit.
Bei diesem Gefüge frage ich mich immer, wie unsere Kinder und Kindeskinder mal ein eigenes Geschäft aufmachen sollen (im weitesten Sinne, das gilt auch für andere Branchen)? Will man das Fahrrad zum zweiten Mal erfinden?

Nur um Profit

Angenommen ihre These ist richtig, dass es nur um Profit geht.

Es gibt Kunden, die durchaus nicht bei Unternehmen einkaufen, welche sich bspw. mit Billiglöhnen durchschlagen. Im allgemeinen schlägt das auf die gesamte Atmosphäre in einem Supermarkt oder einem Unternehmen. Bspw. ist der Umgang mit einer Kassierin bei Lidl ein völlig anderer als mit einem Kassierer bei Rewe oder Kaisers. Die haben auch ganz andere "Messkriterien" für gute Arbeit.

Und weil ich Rewe bisher dafür hielt, dass sie "zu den Guten gehören", war ich dort einkaufen und habe dafür gern mehr bezahlt. Und weil ich das so nicht empfinde nach meiner persönlichen Erfahrung und nach diesem Artikel werde ich es im Markt ansprechen und ggf. dort nicht mehr einkaufen.

Und weil Unternehmen nur "nach Profit geiern" wird dem Unternehmen Rewe damit auch Profit fehlen - vor allem wenn es mehrere machen. Und die wird es sicher geben. Aber nach dem Artikel in der Zeit drehen die sich sowieso schon Kreis. Bei Rossmann vielleicht nicht.

Gruß matths

@136 christygoe

Dann wäre es ja ein Segen, wenn die Discounter alle Waren um 20% anheben und 10% davon an die AN in Form von Lohnerhöhungen weiter geben würden. Sowas geht nur in der Planwirtshcaft aber auch da gibt es en Punkt, wo es nicht mehr weiter geht.

Sie lassen nämlich ausser acht, dass andere Preise nachziehen würden. Der vebrauchermarkt udn er produzentenmarkt sindjanicht getrnnt wie Discounter Taten Emma Läden es suggerieren. Der Lifergoßhandel, der auch ein Stück vom Kuchenwill, würde die Preise auch anheben und der Kostendruck wäre wieder da.

Die wirkliche Verbrauchermacht wäre dann ausgeübt, wenn sich 80% der Deustchen 3 Monate lang von Wasser und Brot ernähren, aufs Auto verzichten und keinen Strom und keine Heizmittel vebrauchen würden.

Als erste jammern würden die Staatskämmerer.

@164 Vanessa

Genau das ist der Punkt, der mit der "Reduzierung des Mittelstandes" beschrieben werden könnte. Angefangen mit der Kohl-Regierung, die den großen Milliarden an Steuern erlassen hat über den Genossen der Bosse, der für den kleinen Unternehmer übrhaupt nichts übrig hatte.

Die Kartellbehörde ist seit Anfang der 1980iger Jahre eine Alibi Veranstaltung, wenn es um Steuerintensive Konzentration geht. Betonfirmen und ein paar Tankstellenverkäufe sind die Ausbeute.

Aber Nahrunsgmittelsicherheit und ethisches Verhalten will man ja auch. Und das ist durch Großfirmen besser zu gewährleisten. Für die kleien bleibt dann die Restaurant Ampel und die Klage über Fritten, wenns keine deutschen Fritten sind oderMc Donalds drauf steht.

Da protestiert keiner. Ich esse jedenfalls nur bei gelb. Teuerste Edelstahleinrichtungen sind nicht das Einzige, was Sauberkeit gewährleistet.

Albert Einstein sagte einmal...

...Die ökonomische Anarchie der kapitalistischen Gesellschaft heute ist meiner Meinung nach die eigentliche Ursache des Übels. Wir sehen vor uns eine riesige Gemeinschaft von Erzeugern, deren Mitglieder unaufhörlich bestrebt sind, einander die Früchte ihrer kollektiven Arbeit zu entziehen, - nicht mit Gewalt, aber in getreuer Einhaltung der gesetzlich feststehenden Regeln. In dieser Hinsicht ist es wichtig, zu realisieren, dass die Produktionsmittel - d.h. die ganze produktive Kapazität, die für das Produzieren von Verbrauchsgütern wie auch zusätzlichen lnvestitionsgütern erforderlich ist, - gesetzlich gesehen im privaten Besitz von Individuen sein können und zum größten Teil ist das auch so.

Dadurch dass der Arbeitsvertrag ,,offen" ist, wird das was der Arbeiter erhält nicht vom wirklichen Wert der produzierten Waren bestimmt sondern durch seinen Minimalbedarf und durch die Erfordernisse des Kapitalisten im Zusammenhang mit der Zahl der Arbeiter, die miteinander um die Arbeitsplätze konkurrieren. Es ist wichtig, zu verstehen, dass sogar in der [ökonomischen] Theorie die Bezahlung des Arbeiters nicht vom Wert seines Produkts bestimmt wird.

Ausschnitt aus seinem Essay " Warum Sozialismus"
http://www.secarts.org/jo...

Na ja...

...wir alle wissen, dass es anders geht, auch ohne Planwirtschaft. Ist noch nicht lange her: die Aufnahme Chinas in die WTO und die Ausweitung der EU-Freihandelszone mit folgendem *internationale Konkurrenz*-Geschwafel und flankierenden *alternativlosen* Gesetzen unter SPD/Grüne, ala Agenada 2010.

Oder wie anders als Planwirtschaft soll ich das verstehen:
"Die ökonomische Anarchie der kapitalistischen Gesellschaft heute ist meiner Meinung nach die eigentliche Ursache des Übels" ?

Das Experiment haben wir, meine ich, durchgeführt. Es ist gescheitert.

Planwirtschaft haben wir auch

Sieht nur etwas anders aus. Einfach große Konzerne ansehen, was die mit ihren Tochterfirmen oder Filialen teils machen. 1A Planwirtschaftsproblematik, wenn oben ein Idiot sitzt und die unten es ausbügeln müssen.

Mal davon abgesehen, dass Sozialismus nicht zwangsläufig Planwirtschaft braucht, aber das kann man den Leuten 1000mal erklären, das rieselt so durch...

Zwei...

... alternierende Machtblöcke, die sich kaum unterscheiden, sind Bestandteil fast aller sogenannter repräsentativer *Demokratien*. Ebenso die immer wieder medial diffamierten und unterrepräsentierten kleineren Alternativparteien. Relativ durchsichtig, dass man damit keine differenzierte oder ernsthaft demokratische Politik machen kann, zumal die Nichtwähler immer hinten runter fallen.