Euro-KriseLeyens Vorstoß wird zu Merkels Problem

Schnell hat die Kanzlerin den Vorschlag abmoderiert, von klammen Südländern ein Goldpfand zu fordern. Doch die Idee ist nicht tot - in der Union wächst der Zuspruch.

Wolfgang Schäuble war sichtlich ungehalten. Die Arbeitsministerin solle sich erstmal kundig machen, bevor sie Ratschläge zur Rettung des Euros erteilte, grollte der Finanzminister vor der Fraktion am gestrigen Dienstagabend. "Aufgebracht" habe Schäuble reagiert, berichten Teilnehmer der Sitzung. Ein anderer empfand Schäuble als "arrogant".

Vor der Fraktionssitzung, auf der sich Schäuble und Merkel erstmals nach der zweimonatigen Sommerpause den kritischen Fragen der Abgeordneten stellten, war die Arbeitsministerin mit einem eigenen Vorschlag vorgeprescht. Sie hatte gefordert, dass Griechenland seine Goldreserven und Firmenbeteiligungen als Pfand hinterlegen sollte – als Gegenleistung für die Hilfen aus Europa. Nur so hätte das Land langfristig Anreize zu sparen.

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Verwunderung über von der Leyens Verhalten

Auch die Kanzlerin schien wenig erfreut . Ihrer Partei riet sie, den von von der Leyen vorgeschlagenen "Weg nicht weiter zu beschreiten". Stattdessen warb sie durchaus "leidenschaftlich", wie es ein Parteifreund nennt, für einen starken Euro und die Ausweitung des Rettungsschirms EFSF, genau so, wie es auf dem EU-Gipfeln im Juli beschlossen worden ist.

Von der Leyens Vorstoß war ungewöhnlich – und ein Affront gegen den Finanzminister. Zwar ist es die CDU-Spitze gewohnt, dass sich von der Leyen gern zu Themen äußert, die nicht unmittelbar ihr Ressort betreffen. Familienministerin Kristina Schröder hatte darunter schon öfters zu leiden. Aber als Finanz- oder Europapolitikerin war von der Leyen bisher noch nicht aufgefallen.

Manche Christdemokraten weisen nun darauf hin, dass von der Leyen als stellvertretende Parteichefin natürlich das Recht habe, sich zu allen Themen zu äußern. Aber dennoch finden es viele merkwürdig, dass und wie sie der Kanzlerin in den Rücken fiel. Galten die beiden doch lange Zeit als Vertraute. Schon am Montag wirkte Merkel überrascht, als von der Leyen ihren Pfand-Vorschlag im Bundesvorstand erstmals vorgebracht hatte.

Euro-Debatte erreicht neue Dimension

Ein Teilnehmer berichtete ZEIT ONLINE, dass von der Leyen hier ihren Vorschlag gemacht habe und kurz danach aufgestanden sei, um rechtzeitig nach Niedersachsen zu kommen, wo sie einen Termin hatte. Diskutiert wurde im Vorstand darüber nicht mehr. "Sie ist ja sofort entschwunden", heißt es süffisant. Stattdessen erntete sie von den anderen Spitzenpolitikern der CDU eher Kopfschütteln: "Meiner Einschätzung nach war das ein absoluter Alleingang", heißt es. Allerdings wird auch spekuliert, ob von der Leyen mit ihrem Vorschlag einen "Testballon" habe aufsteigen lassen, möglicherweise sogar mit Wissen der Kanzlerin.

So oder so hat die Euro-Debatte innerhalb der Union nun eine neue Dimension erreicht. Zunächst waren es vor allem einfache Abgeordnete gewesen, die öffentlich am Euro-Kurs der Regierung zweifelten. Vor wenigen Tagen hatte dann der in der Partei einflussreiche Innenpolitiker Wolfgang Bosbach öffentlich Kritik geäußert.

Mit von der Leyens Äußerungen erreicht der innerparteiliche Streit nun das Kabinett. Ihr Vorstoß beflügelt die Euro-Skeptiker in der Partei. Ihnen dient die Ministerin nun als Kronzeugin für ihre These, dass eine "wachsende Mehrheit" aus den eigenen Reihen Euro-Hilfen nur noch gegen verbürgte Sicherheit bewilligen wolle. Der stellvertretende CSU-Fraktionschef Johannes Singhammer schlug sich sogleich auf die Seite von der Leyens: "Bevor die deutschen Steuerzahler zur Haftung gezogen werden, müssten Länder wie Italien oder Portugal zunächst einmal ihre beträchtlichen Goldreserven einsetzen." Die Debatte erreicht immer mehr Dynamik .

Sicher ist: Die Arbeitsministerin hat mit ihrem Vorstoß einen Nerv innerhalb der Partei getroffen. Viele Abgeordnete klagen, dass sie es daheim im Wahlkreis kaum noch erklären können, dass Milliarden an Hilfen für Griechenland da sind – aber kaum Geld für Steuersenkungen. "Das wird immer schwerer zu vermitteln", sagt ein Abgeordneter.

Ein Führungspolitiker der Union warnt im Gespräch mit ZEIT ONLINE: "Von der Leyens Vorschlag ist natürlich populär. Deshalb ist er ja so gefährlich." Sie greife eine kritische Stimmung auf, die weit in der Partei verbreitet ist und die viele Abgeordnete in der Sommerpause an der Basis spüren durften. Dort könnte von der Leyens Vorstoß als Signal gewertet werden, dass es die Hilfen aus Deutschland nicht umsonst gebe.

Vize-Fraktionschef: von der Leyens Pläne "wenig zielführend"

Viele in der Union verweisen überdies auf Finnland, das sich zuletzt Garantien für seine Hilfskredite hat zusichern lassen. Der CDU-Abgeordnete Philipp Mißfelder bringt den Unmut auf den Punkt: Es gebe "keinen Grund zu sagen, Finnland darf das in Anspruch nehmen und Deutschland darf das nicht in Anspruch nehmen". Auch Vizefraktionschef Michael Meister unterstützt Mißfelder. ZEIT ONLINE sagt er: Eine "Aufteilung in Helfer erster und zweiter Klasse" widerspreche seinem "Gerechtigkeitsgefühl". Meister ist dafür, mit "den Finnen über diese Fragen zu sprechen" und ihnen die Sonderrechte wieder abzuverhandeln. Auch die CSU ist stark dafür.

Die Pfandpläne von der Leyens hält der Vize-Fraktionschef allerdings für "wenig zielführend". Er sitzt mit ihr in der neuen Kommission, die für die CDU bis Oktober ein Strategiepapier zur Euro-Rettung entwerfen soll. Die Pfandidee würde in Deutschland nur kurzfristig die Stimmung beruhigen – und den Griechen nicht wirklich helfen, sagt Meister. Das Ansinnen der Arbeitsministerin widerspreche nämlich der Forderung der EU an Griechenland, den relativ hohen Staatsanteil zurückzufahren, sagt Meister. Man könne den Griechen nicht raten, sich gesund zu schrumpfen und gleichzeitig die Schrumpfmasse zu verpfänden.

Wirtschaftsexperte: Goldpläne von der Leyens sind "Unsinn"

Genau das ist der Haken an der Idee der Arbeitsministerin. Mehr als Symbolpolitik ist sie nicht. Schätzungen zufolge hält die griechische Zentralbank derzeit rund 110 Tonnen Gold. Legt man den aktuellen Goldpreis zugrunde, haben die Reserven einen Wert von rund vier Milliarden Euro. Das ist – gemessen an der Gesamtschuld Griechenlands von 350 Milliarden – ein eher zu vernachlässigender Betrag, rechnet Ferdinand Fichtner vor. Er ist Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Die Idee mit dem Gold hält er deshalb für "Unsinn".

Ganz neu ist die Idee, deutsche Hilfskredite mit Gold zu besichern, übrigens nicht. Als Italien im Jahr 1974 in Zahlungsschwierigkeiten geriet, setzte der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt und der frühere Bundesbankpräsident Karl Klasen einen goldbesicherten Kredit für Italien durch – allerdings noch zu einer vergleichsweise geringen Summe. Das Darlehen belief sich damals auf rund zwei Milliarden Dollar.

 
Leserkommentare
    • th
    • 24.08.2011 um 19:13 Uhr

    wie man deutsche Kredite an Griechenland sichert, sondern wie man Griechenland wieder saniert.

    Erreicht man eine Sanierung Griechenlands, so braucht um die -längerfristige - Rückzahlung nicht so sehr zu zittern, und selbst wenn man nicht alles zurückbekommt, so ist das Geld doch gut angelegt.

    Erreicht man keine Sanierung Griechenlands, dann ist das Geld sowieso weg, und man wird vielleicht noch mehr verlieren!

    Nur zu glauben, Griechenland könne "sich gesund sparen", und so um eine Art Umschuldung herumkommen und außerdem in der EURO-Zone bleiben, ist wohl sehr naiv, wenn nicht gar blind.

    34 Leserempfehlungen
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    Könnte man so sehen. Oder auch nicht. Könnte auch sein, dass in der Leseart der Fr. Merkel deutsche Banken das Geld wiederbekommen sollen, das sie in GR reingepumpt haben. Und wenn das Land dabei en passant saniert wird - schön. Wenn nicht - Kollateralschaden.

    Ach ja - und da es ja ein Kommentar ist: mir ist Griechenland wirklich herzlichst egal. Die produzieren nichts und sind kein signifikanter Abnahmemarkt. Diese 12 Mio Bürger sollen sich selbst sanieren - nachdem wir die GR Kredite deutscher Banken gerettet haben versteht sich. Ein Beginn der Sanierung könnte z.B. sein, sich mal um effektive Steuergesetze zu kümmern. Oder Wirtschaftsregeln aus sozialistischer Ära abzuschaffen - Stichwort: verkaufte / vererbte Taxilizenzen. Und wenn sie dann noch etwas Gold oder Bauwerke als Sicherheiten herüberschieben - dann können sie auch weitere Kredite bekommen. Denn irgendwie: Mein Banker wollte mich auch nicht sanieren - sondern bestand auf der Eintragung einer Grundschuld zur Sicherung seines Kredites. Also entweder werde ich jetzt im Vergleich zu GR benachteiligt - oder die Kasse bleibt zu.

    • ribera
    • 24.08.2011 um 19:55 Uhr

    Das (die) Hauptproblem(e) sind:
    1.)Wie zwingen wir Griechenland, das Land mit europaeischer Hilfe zu sanieren.
    Griechenland ist offensichtlich ein korruptes Land mit einem ueberbordenden, aber uneffektiven Staatsapparat. Wahlen wurden abwechseld von den Parteien gewonnen, die die groessten Wahlgeschenke gemacht haben. Auf Pump und teilweise durch die EU finanziert. Zweifel, ob Griechenland aus eigener Kraft zu den notwendigen Strukturreformen faehig ist, sind angebracht. (Abbau Staatsbedienstete, Anwendung der Steuergesetze, Privatisierungen, etc.)Wesentliche Fortschritte und eine gemeinsame nationale Anstrengung sind nicht erkennbar. Eher zerfleischen sich Regierung und Opposition. Und nach einem Regierungswechsel waere es nicht anders.
    Deshalb halte ich strenge Auflagen (Geld nur gegen erfuellte Reformschritte)und Sicherheiten fuer die Geberlaender fuer angebracht. So, dass keine griechische Partei oder Gewerkschaft das Reformthema zum Wahlkampf missbrauchen kann.
    2.)Wie zwingen wir andere Wackelkandidaten zu den notwendigen Reformen?
    3.)Wie stellt Deutschland sicher, dass wir nicht so lange als erfolglose Zahlmeister der Eurorettung agieren, bis auch D auf Griechenlandniveau ist?

    • jomo3
    • 24.08.2011 um 22:04 Uhr

    Lächerlich, Renten an 5000 Tote, längst bekannt, aber es muss noch geprüft werden .... und wird zu einem Abschluss kommen.

    Mittlerweile wird gezahlt und muss zurückgefordert werden.

    Absurde Verhältnisse. Wer erzählt uns denn, wie die Veränderung in Realitas in GR mittlerweile aussieht.

    Und ich als normaler Bürger habe das Geschwafel von der globalen Neuorientierung satt.

    So satt, dass ich an mich halten muss.

    """""wie man deutsche Kredite an Griechenland sichert, sondern wie man Griechenland wieder saniert.!!!

    Das Wort "wieder" saniert in Ijrem Kommentar, insitiert doch dass die Wirtschaft Griechenlands nach dem WK2 "gesund" war.

    Mit nichten, werte(r) th. Griechenland hat stets von seiner permanenten Abwertung gelebt und sich "saniert" bis etwa 5 Jahre vor dem Beitritt zur Euro-Zone. Da fing die "kreative Bilanzarie" an, um sich hineinzumogeln.

    Über das ob und wie einer Sanierung Griechenlands kann man ja diskutieren. Solange allerdings solch exorbitante Gehälter beim Staat und bei den Staatsfirmen (90.000 € Jahresgehalt eines Pförtners) gezahlt werden, solange kann man nicht ernsthaft über eine Sanierung sprechen.

    Sie dürfen nicht vergessen, dass Griechenland bereits seit über 20 Jahren Milliardensubventionen aus den EU Strukturfonds erhalten hat. Mit welchem Ergebnis ?

    Ich halte es für eine zu idealistische und leider etwas naive Hoffnung zu glauben in Europa werde sich alles zum Guten wenden, wenn Deutschland einfach nur noch mehr zahlt. Ich denke die Euro-Krise dürfte bei vielen diese Illusion erstmal zerstört haben. Wenn Deutschland jetzt einfach "Kredite" überweist, um Griechenland zu sanieren ohne dass es Garantien gibt, befürchte ich persönlich, dass das Geld nie zurückgezahlt wird. Ich denke falls in 10 oder 20 Jahren ein dt. Politiker höflich wegen der Rückzahlung anfragt, wird es wieder wütende Beschimpfungen, Nazi Vergleiche und Anspielungen auf die dt. Vergangenheit geben...

    Die "no bailout" Klausel des Maastricht Vertrages wurde schon gebrochen obwohl 2002 gesagt wurde, dies würde nie passieren... Als Merkel diesen Vertragsbruch nicht einfach hinnehmen wollte, wurden von einigen Leuten in den EU Partnerländern Ressentiments gegen Deutschland angeheizt. Wer soll uns garantieren, dass Verträge und Versprechen in Bezug auf den Euro in Zukunft eingehalten werden ?

    das kalkül ist wie folgt: griechenland gibt ein pfand für die schulden -> um dieses pfand zurückzubekommen muss es hart arbeiten bzw gut wirtschaften -> ... -> griechenland ist saniert.

    trotzdem finde ich dass das zu weit geht. was kommt dann als nächstes? die inseln? akropolis? der erstgeborene des präsidenten?

    Könnte man so sehen. Oder auch nicht. Könnte auch sein, dass in der Leseart der Fr. Merkel deutsche Banken das Geld wiederbekommen sollen, das sie in GR reingepumpt haben. Und wenn das Land dabei en passant saniert wird - schön. Wenn nicht - Kollateralschaden.

    Ach ja - und da es ja ein Kommentar ist: mir ist Griechenland wirklich herzlichst egal. Die produzieren nichts und sind kein signifikanter Abnahmemarkt. Diese 12 Mio Bürger sollen sich selbst sanieren - nachdem wir die GR Kredite deutscher Banken gerettet haben versteht sich. Ein Beginn der Sanierung könnte z.B. sein, sich mal um effektive Steuergesetze zu kümmern. Oder Wirtschaftsregeln aus sozialistischer Ära abzuschaffen - Stichwort: verkaufte / vererbte Taxilizenzen. Und wenn sie dann noch etwas Gold oder Bauwerke als Sicherheiten herüberschieben - dann können sie auch weitere Kredite bekommen. Denn irgendwie: Mein Banker wollte mich auch nicht sanieren - sondern bestand auf der Eintragung einer Grundschuld zur Sicherung seines Kredites. Also entweder werde ich jetzt im Vergleich zu GR benachteiligt - oder die Kasse bleibt zu.

    • ribera
    • 24.08.2011 um 19:55 Uhr

    Das (die) Hauptproblem(e) sind:
    1.)Wie zwingen wir Griechenland, das Land mit europaeischer Hilfe zu sanieren.
    Griechenland ist offensichtlich ein korruptes Land mit einem ueberbordenden, aber uneffektiven Staatsapparat. Wahlen wurden abwechseld von den Parteien gewonnen, die die groessten Wahlgeschenke gemacht haben. Auf Pump und teilweise durch die EU finanziert. Zweifel, ob Griechenland aus eigener Kraft zu den notwendigen Strukturreformen faehig ist, sind angebracht. (Abbau Staatsbedienstete, Anwendung der Steuergesetze, Privatisierungen, etc.)Wesentliche Fortschritte und eine gemeinsame nationale Anstrengung sind nicht erkennbar. Eher zerfleischen sich Regierung und Opposition. Und nach einem Regierungswechsel waere es nicht anders.
    Deshalb halte ich strenge Auflagen (Geld nur gegen erfuellte Reformschritte)und Sicherheiten fuer die Geberlaender fuer angebracht. So, dass keine griechische Partei oder Gewerkschaft das Reformthema zum Wahlkampf missbrauchen kann.
    2.)Wie zwingen wir andere Wackelkandidaten zu den notwendigen Reformen?
    3.)Wie stellt Deutschland sicher, dass wir nicht so lange als erfolglose Zahlmeister der Eurorettung agieren, bis auch D auf Griechenlandniveau ist?

    • jomo3
    • 24.08.2011 um 22:04 Uhr

    Lächerlich, Renten an 5000 Tote, längst bekannt, aber es muss noch geprüft werden .... und wird zu einem Abschluss kommen.

    Mittlerweile wird gezahlt und muss zurückgefordert werden.

    Absurde Verhältnisse. Wer erzählt uns denn, wie die Veränderung in Realitas in GR mittlerweile aussieht.

    Und ich als normaler Bürger habe das Geschwafel von der globalen Neuorientierung satt.

    So satt, dass ich an mich halten muss.

    """""wie man deutsche Kredite an Griechenland sichert, sondern wie man Griechenland wieder saniert.!!!

    Das Wort "wieder" saniert in Ijrem Kommentar, insitiert doch dass die Wirtschaft Griechenlands nach dem WK2 "gesund" war.

    Mit nichten, werte(r) th. Griechenland hat stets von seiner permanenten Abwertung gelebt und sich "saniert" bis etwa 5 Jahre vor dem Beitritt zur Euro-Zone. Da fing die "kreative Bilanzarie" an, um sich hineinzumogeln.

    Über das ob und wie einer Sanierung Griechenlands kann man ja diskutieren. Solange allerdings solch exorbitante Gehälter beim Staat und bei den Staatsfirmen (90.000 € Jahresgehalt eines Pförtners) gezahlt werden, solange kann man nicht ernsthaft über eine Sanierung sprechen.

    Sie dürfen nicht vergessen, dass Griechenland bereits seit über 20 Jahren Milliardensubventionen aus den EU Strukturfonds erhalten hat. Mit welchem Ergebnis ?

    Ich halte es für eine zu idealistische und leider etwas naive Hoffnung zu glauben in Europa werde sich alles zum Guten wenden, wenn Deutschland einfach nur noch mehr zahlt. Ich denke die Euro-Krise dürfte bei vielen diese Illusion erstmal zerstört haben. Wenn Deutschland jetzt einfach "Kredite" überweist, um Griechenland zu sanieren ohne dass es Garantien gibt, befürchte ich persönlich, dass das Geld nie zurückgezahlt wird. Ich denke falls in 10 oder 20 Jahren ein dt. Politiker höflich wegen der Rückzahlung anfragt, wird es wieder wütende Beschimpfungen, Nazi Vergleiche und Anspielungen auf die dt. Vergangenheit geben...

    Die "no bailout" Klausel des Maastricht Vertrages wurde schon gebrochen obwohl 2002 gesagt wurde, dies würde nie passieren... Als Merkel diesen Vertragsbruch nicht einfach hinnehmen wollte, wurden von einigen Leuten in den EU Partnerländern Ressentiments gegen Deutschland angeheizt. Wer soll uns garantieren, dass Verträge und Versprechen in Bezug auf den Euro in Zukunft eingehalten werden ?

    das kalkül ist wie folgt: griechenland gibt ein pfand für die schulden -> um dieses pfand zurückzubekommen muss es hart arbeiten bzw gut wirtschaften -> ... -> griechenland ist saniert.

    trotzdem finde ich dass das zu weit geht. was kommt dann als nächstes? die inseln? akropolis? der erstgeborene des präsidenten?

  1. Revanchiert sie sich nur dafür, dass Merkel sie bei der Auswahl der Kandidaten zur Bundespräsidentenwahl nicht berücksichtigte, nachdem sie sie einige Tage schmoren ließ?

    Oder sägt an Merkel Stuhl?

    Eigentlich kennt man v.d.Leyen - ebensowenig wie Wulf - ja nicht als Wirtschafts- oder Finanzexperten.

    Mir scheint allerdings, für Merkel läuft es aus dem Ruder, zu viele äußern sich öffentlich gegen sie.

    Aber bisher hat sie ja alle weg geputzt - wie Kohl.

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    ...kommt noch jemand auf die Idee. Mir ist auch nach ein wenig Verschwörungstheorie. Die "Hannover-Connection" aus vd Leyen und Wulf meuchelt ( selbstredend nur politisch) unsere Kanzlerin. Gibt es in Niedersachsen nicht auch eine Heide??

    Solange unser Finanzminister mit entsorgt (politisch) wird, soll es mir schnurz sein, wenn man bei der FAZ mal schaut, der Mann ist extrem gefährlich für die Demokratie. Also, wie man hier so sagt: hülftschanix!

    Grüße

    • lepkeb
    • 24.08.2011 um 22:49 Uhr

    denn Frau Bundeskanzler Merkel wird, wird wohl das Ende der Leg. Periode imho nicht überleben. Und Dank ihrem ihr in der Sowjetunion beigebrachtem Führungsstil hat sie noch keinen Kronprinzen/zessin in Stellung gebracht, dass weiß auch die nur durch Nepotismus an die Macht gekommene v.d.L. und nutzt das Vakuum jetzt schon mal aus.

    ...kommt noch jemand auf die Idee. Mir ist auch nach ein wenig Verschwörungstheorie. Die "Hannover-Connection" aus vd Leyen und Wulf meuchelt ( selbstredend nur politisch) unsere Kanzlerin. Gibt es in Niedersachsen nicht auch eine Heide??

    Solange unser Finanzminister mit entsorgt (politisch) wird, soll es mir schnurz sein, wenn man bei der FAZ mal schaut, der Mann ist extrem gefährlich für die Demokratie. Also, wie man hier so sagt: hülftschanix!

    Grüße

    • lepkeb
    • 24.08.2011 um 22:49 Uhr

    denn Frau Bundeskanzler Merkel wird, wird wohl das Ende der Leg. Periode imho nicht überleben. Und Dank ihrem ihr in der Sowjetunion beigebrachtem Führungsstil hat sie noch keinen Kronprinzen/zessin in Stellung gebracht, dass weiß auch die nur durch Nepotismus an die Macht gekommene v.d.L. und nutzt das Vakuum jetzt schon mal aus.

  2. Schäuble hat genug Dreck am Stecken (100000-Mark-Spende ist noch nicht geklärt), so dass er komplett ruhig sein darf, was für Kohl übrigens genau so gilt. Im Übrigen hätte Schäuble genau so reagiert wie von der Leyen, wenn er nicht Finanzminister wäre. In seiner früheren Zeit hat er genug Versuchsballons starten und nicht wenige davon auch platzen lassen. Ähnlich ist es mit Kohl und Merkel. Wenn Letzterer seinerzeit nicht versagt hätte, wäre Merkel nie so groß herausgekommen wie das jetzt der Fall ist. Alle haben Verdienste aber auch Einiges falsch gemacht, so dass keiner der Beteiligten für sich in Anspruch nehmen kann, das Meiste richtig und nur Unwesentliches falsch gemacht zu haben

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    das verkennen die meisten.
    Nur so ,kam eine Frau Merkel überhaupt soweit.
    Vieleicht ist Sie auch Kohls Rache an seiner
    Partei die Ihn schlecht behandelte

    das verkennen die meisten.
    Nur so ,kam eine Frau Merkel überhaupt soweit.
    Vieleicht ist Sie auch Kohls Rache an seiner
    Partei die Ihn schlecht behandelte

  3. Mag sein, dass die Sicherheiten Griechenlands nicht reichen,
    110 Tonnen Gold und Industriebeteiligungen im Wert von über 100 Mrd€, es ist allemal besser als nichts.
    Überraschend jedoch, dass diese nicht bereits beliehen oder verkauft sind. Hat da eine Bank nicht schon die Finger drauf und wenn, welche ?
    Es kann jedoch nicht sein, dass die Gläubiger unterschiedlich behandelt werden.

    13 Leserempfehlungen
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    Was sollen diese persönlichen Angriffe gegen Frau von der Leyen und Merkel ? Was würde nach dem Rücktritt der Regierung kommen ? Euro Bonds und die Transferunion ? Wenn es so weit käme, würde es nur Sinn machen, wenn hierfür auch diejenigen Zahlen, die am meisten vom Euro profitieren (= d.h. die großen exportorientierten Konzerne, Banken und Millionäre die ihr Geld in Immobilien in Spanien oder in griechischen Staatsanleihen angelegt haben.)

    Frau von der Leyen stemmt sich zum Glück gegen Leute in der CDU die immer gerne bereit sind mehr für Europa zu zahlen und dafür im Inland mehr sparen wollen. Hierbei gewinnen aber nur griechische Rentner und Staatsangestellte und dt. Kozerne und die normalen dt. Bürger dürfen dafür zahlen.

    Was sollen diese persönlichen Angriffe gegen Frau von der Leyen und Merkel ? Was würde nach dem Rücktritt der Regierung kommen ? Euro Bonds und die Transferunion ? Wenn es so weit käme, würde es nur Sinn machen, wenn hierfür auch diejenigen Zahlen, die am meisten vom Euro profitieren (= d.h. die großen exportorientierten Konzerne, Banken und Millionäre die ihr Geld in Immobilien in Spanien oder in griechischen Staatsanleihen angelegt haben.)

    Frau von der Leyen stemmt sich zum Glück gegen Leute in der CDU die immer gerne bereit sind mehr für Europa zu zahlen und dafür im Inland mehr sparen wollen. Hierbei gewinnen aber nur griechische Rentner und Staatsangestellte und dt. Kozerne und die normalen dt. Bürger dürfen dafür zahlen.

  4. Da versucht sich doch eine abgehalfterte Arbeitsministerin noch einmal interessant zu machen. Schonals Familienministerin war sie zu nichts zu brauchen, jetzt ist es noch schlimmer.

    Warum tut sich Frau Merkel dieses Chaos, das sich derzeit "Regierung" nennt, denn noch an? Sie sollte zurücktreten, um diesem unwürdigen Sommertheater Einhalt zu gebieten.

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    "Warum tut sich Frau Merkel dieses Chaos, das sich derzeit "Regierung" nennt, denn noch an? Sie sollte zurücktreten, um diesem unwürdigen Sommertheater Einhalt zu gebieten."

    Klar, absolut wunderbar.
    Gabriel und Özdemir werden's dann schon richten.

    "Warum tut sich Frau Merkel dieses Chaos, das sich derzeit "Regierung" nennt, denn noch an? Sie sollte zurücktreten, um diesem unwürdigen Sommertheater Einhalt zu gebieten."

    Klar, absolut wunderbar.
    Gabriel und Özdemir werden's dann schon richten.

  5. Der Goldpreis ist gerade dabei zu fallen - wer weiss wohin.

    Um dieses Risiko abzusichern, sollten die Griechen bei uns noch 100 Jungfrauen, 1000 Fässer griechischen Wein, sowie 10.000 Print-Exemplare von Gustav Scchwabs "Griechische Sagen des Altertums" hinterlegen. Und ein Dauerabo für einen freien Liegestuhl an der südkretischen Küste. Für Westerwelle.

    Die Union - nie hatte Kohl mehr recht.

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  6. ...kommt noch jemand auf die Idee. Mir ist auch nach ein wenig Verschwörungstheorie. Die "Hannover-Connection" aus vd Leyen und Wulf meuchelt ( selbstredend nur politisch) unsere Kanzlerin. Gibt es in Niedersachsen nicht auch eine Heide??

    Solange unser Finanzminister mit entsorgt (politisch) wird, soll es mir schnurz sein, wenn man bei der FAZ mal schaut, der Mann ist extrem gefährlich für die Demokratie. Also, wie man hier so sagt: hülftschanix!

    Grüße

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Leyens Vorstoß"
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    11 Millionen Griechen haben 350 Milliarden Schulden. Hingegen ist der Wert der Staatsanlagen 250 Milliarden. Wuerde Griechenland morgen alles privatsisieren und 36 Milliarden an Steuergelder, die ausstehen eintreiben, dann stuende Griechenland besser da, als jeder andere Staat der Eurozone. Es haette ausgereicht auch nur 20 % von 120 Milliarden Kredite als handfeste Sicherheiten von Griechenland zu fordern und den Rest auf Basis von Staatsanleihen zu gewaehren. Das haette die Krise moeglicherweise verhindert oder gelindert. Statt dessen gibt es Kuscheltelefonate zwischen Merkel und Sarkosy. Merkel will "aufbuerden", sagte sie, so gaben es die Nachrichten am 24.8.2011 wieder. Nur weiss sie nicht genau was. Das Tollhaus mittendrin in Deutschland.

    11 Millionen Griechen haben 350 Milliarden Schulden. Hingegen ist der Wert der Staatsanlagen 250 Milliarden. Wuerde Griechenland morgen alles privatsisieren und 36 Milliarden an Steuergelder, die ausstehen eintreiben, dann stuende Griechenland besser da, als jeder andere Staat der Eurozone. Es haette ausgereicht auch nur 20 % von 120 Milliarden Kredite als handfeste Sicherheiten von Griechenland zu fordern und den Rest auf Basis von Staatsanleihen zu gewaehren. Das haette die Krise moeglicherweise verhindert oder gelindert. Statt dessen gibt es Kuscheltelefonate zwischen Merkel und Sarkosy. Merkel will "aufbuerden", sagte sie, so gaben es die Nachrichten am 24.8.2011 wieder. Nur weiss sie nicht genau was. Das Tollhaus mittendrin in Deutschland.

  7. Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich sachlich. Danke. Die Redaktion/lv

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    Entfernt. Der Beitrag, auf den Sie sich beziehen, wurde moderiert. Danke. Die Redaktion/lv

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