Bundestags-Entscheidung Gegner des Rettungsschirms erwägt Rückzug aus der Politik

CDU-Politiker Bosbach fühlt sich wegen seiner Ablehnung der Euro-Hilfen von der eigenen Partei schlecht behandelt. Zur Wahl 2013 wird er womöglich nicht mehr antreten.

Wegen des Streits um den Euro-Rettungsfonds erwägt der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach einen Rückzug aus der Politik. Der Druck auf ihn aus den eigenen Reihen sei wegen seiner Ablehnung gegen eine Ausweitung der Euro-Hilfen sehr hoch gewesen, sagte der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses dem Kölner Stadt-Anzeiger.

"Wenn Sie mich vor vier Wochen gefragt hätten, ob ich 2013 wieder für den Bundestag kandidiere, dann hätte ich gesagt: Gern", sagte er. "Aber nach der Erfahrung der letzten Wochen bin ich nicht mehr so sicher." Er werde nur dann kandidieren, wenn er wisse, dass die Politik nicht bloß Arbeit, sondern auch Freude macht.

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Der Unions-Fraktionsvize ist einer der schärfsten und prominentesten Kritiker der Ausweitung des Rettungsschirmes EFSF, den der Bundestag am Donnerstag billigte. Bosbach hatte mit Nein gestimmt. Der Rheinländer wurde zum Symbol für den koalitionsinternen Widerstand an dem Vorhaben, gegen das eine Gruppe kritischer FDP-Finanzpolitiker eine Mitgliederbefragung in ihrer Partei organisiert.

"Wenn ich das Gefühl habe, ich bin mit meiner Haltung nicht mehr willkommen, dann muss ich mir das noch einmal überlegen", sagte Bosbach weiter. Denn die Themen, um die es jetzt gehe, blieben weiterhin aktuell. Der CDU-Politiker ergänzte, er sei sich darüber klar gewesen, "dass es Ärger gibt, wenn man sich entscheidet, nicht für die Regierungsvorlage zu stimmen: "Ich bin ja nicht naiv."

Ausweitung des EFSF

Der Rettungsfonds EFSF verfügt über ein Ausleihvolumen von 440 Milliarden Euro. Dass der Bundestag einer weiteren Aufstockung zustimmt, ist unwahrscheinlich – schon die Abstimmung über das jetzige Volumen ging denkbar knapp aus. Zugleich ist der Fonds zu klein, um eine Attacke auf Spanien oder Italien abzuwehren. Deshalb hat die Suche nach einem Verfahren begonnen, mit dem der Fonds "gehebelt" werden kann, sodass mit der gleichen eingesetzten Summe mehr Geld bewegt werden kann. Vor dem Brüsseler Gipfel sind noch zwei Varianten in der Diskussion. Beide kommen ohne die Hilfe der Europäischen Zentralbank aus. Das ist ein kleiner Sieg für die Deutschen; Frankreich hätte gerne eine stärkere Rolle der Zentralbank gesehen. Beide jetzt diskutierten Modelle könnten auch nebeneinander existieren.

Erste Variante

Das erste Modell ist die viel diskutierte Versicherungslösung, die Deutschland ins Spiel gebracht hatte. Dabei garantiert der Rettungsfonds nur für einen Teil der neu ausgegeben Anleihen, etwa für 20 oder 30 Prozent. Bei einem Zahlungsausfall verlöre er nur die Summe, für die er haftet. Die Staatsanleihen würden aber für Anleger attraktiv, weil sie sicherer wären als nicht versicherte Bonds. So mobilisierte der Fonds privates Kapital – das wäre der Hebel – und der ausgebende Staat müsste weniger Zinsen zahlen. Das Volumen des EFSF kann sich durch diesen Kredithebel vervielfachen.

Zweite Variante

Das zweite Modell besteht im Kern darin, dass die Euro-Länder eine Zweckgesellschaft gründen, in der auch private Investoren Kapital einzahlen können. Diese soll dann Anleihen an die Krisenstaaten begeben. Wer die privaten Investoren sein könnten? Das ist noch unklar.

Die Ausweitung des Rettungsschirmes EFSF war im Bundestag mit den Stimmen der Koalition durchgekommen. Aber auch viele SPD- und Grünen-Abgeordnete stimmten zu. Ärger gab es im Nachhinein über Parlamentspräsident Norbert Lammert, weil er in der Debatte entgegen dem Willen der Fraktionsführungen einigen Fonds-Kritikern aus der Koalition das Wort erteilt hatte. Am Rande der Sitzung wurde bekannt, dass Kritiker aus den Regierungsfraktionen zum Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble einbestellt werden sollten, damit er sie im Gespräch überzeuge. Dies ließ offenbar einige der Widerständler umdenken.

"Vorwürfe gingen ins tief Persönliche"

Bosbach sagte, was er in den letzten Wochen erlebt habe, das habe er sich so nicht vorgestellt. "Das gilt insbesondere für Vorwürfe, die tief ins Persönliche gehen", sagte er. So habe man ihm unterstellt, "dass ich noch eine Rechnung offen hätte, weil meine Karriereerwartungen enttäuscht wurden. Das ist Blödsinn", sagte Bosbach.

Auch habe man ihn zum Anti-Europäer abgestempelt, der zu dumm sei, die politische Bedeutung der europäischen Einigung zu erkennen, und ihm nahe gelegt, in der Öffentlichkeit zu schweigen. Das sei zu viel gewesen.

 
Leser-Kommentare
  1. Ich bin zwar weder Anhänger der CDU noch ist Herr Bosbach mein persönlicher Freund, aber wenn es im Parlament, das doch Repräsentant aller Meinungen in Deutschland sein sollte, nicht mehr möglich ist, eine andere Meinung zu vertreten, als die von oben vorgegebene, ohne persönlich angegriffen zu werden, dann finde ich das schlimm.

    Kopf Hoch, Herr Bosbach. Dafür dass sie in der gestrigen Abstimmung ihrer Überzeugung treu geblieben sind, haben Sie meinen uneingeschränkten Respekt.

    31 Leser-Empfehlungen
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    Abgeordnete wie Herr Bosbach, die der Parteipolitik überdrüssig sind, könnten eine Partei der Parteilosen gründen und mit anderen Gleichgesinnten völlig unabhängig Sachpolitik betreiben. Dies gilt auch für clevere Privatpersonen, die wegen des Parteigerangels gar nicht erst den Weg in die Politik eingeschlagen haben.

    Ich bin mir sicher, dass Persönlichkeiten aller Richtungen mit dem Sinn für's Wesentliche die 5%-Hürde überspringen würden. Sie wären es auch, die das Referendumsrecht auf Bundesebene einführen könnten.

    Damit wäre nicht mehr die Partei mit ihren Parolen das Wichtigste, sondern die Entscheidungen. So sollte es auch sein.

    Abgeordnete wie Herr Bosbach, die der Parteipolitik überdrüssig sind, könnten eine Partei der Parteilosen gründen und mit anderen Gleichgesinnten völlig unabhängig Sachpolitik betreiben. Dies gilt auch für clevere Privatpersonen, die wegen des Parteigerangels gar nicht erst den Weg in die Politik eingeschlagen haben.

    Ich bin mir sicher, dass Persönlichkeiten aller Richtungen mit dem Sinn für's Wesentliche die 5%-Hürde überspringen würden. Sie wären es auch, die das Referendumsrecht auf Bundesebene einführen könnten.

    Damit wäre nicht mehr die Partei mit ihren Parolen das Wichtigste, sondern die Entscheidungen. So sollte es auch sein.

  2. Herr Bosbach, aber wenn Sie auf Grund von solchen Unstimmigkeiten innerhalb der Partei kapiturlieren wollen, dann sind Sie einfach kein Kämpfer.

    Es gibt Arbeitnehmer da draußen die werden von deren Chefs und Mitarbeitern ebenso gemobbt, aber beißen sich durch. Es gibt ganze Gesellschaftsschichten vom Ausländer bis zum Arbeitslosen die von der Gesellschaft denunziert werden (auch öffenltich im TV, sie brauchen Nachmittags nur mal RTL schauen) und trotzdem bleiben diese Personen stehen - das würde ich mir von Ihnen genauso wünschen, gerade weil Sie auch mal "nein" sagen können im Gegensatz zu den kollektiven "Ja - Sagern" von denen wir regiert werden.

    Bleiben Sie kritisch, halten Sie Kritik aus (im Gegensatz zu Köhler) und bleiben Sie auf dem Dampfer - zur Not einfach die Partei wechseln!

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    • joG
    • 30.09.2011 um 12:14 Uhr

    ....sich zurück zu ziehen? Er wird vielleicht weg gemobbt aber wahrscheinlicher scheint mir, er befürchtet er werde nicht mehr aufgestellt und baut zur Gesichtsrettung schon vor.

    und außerdem wahr...

    Herr Bosbach scheint noch das zu haben was man ein Rückgrat nennt - jedenfalls was davon noch übrig ist...

    Und Entschuldigung - von wegen naiv - aber Freude und Politik schließen sich doch wohl schon seit geraumer Zeit aus - es sei denn man lebt in einem Paralleluniversum...

    Dabei möchte ich diesem Mann noch am wenigsten absprechen, dass er Freude an seiner Arbeit braucht und hatte - nur wie sagt der Lateiner: Tempi passati...

    Und dem Wähler wird doch auch oktroyiert, dass er nach vorne schauen soll...

    Genau so wenig wie ich Ärzte mag, die von Pharmariesen bezahlte Wochenenden als Fortbildungsseminare bezeichnen - mag ich Leute, die sich nur ihrer Arbeit erfreuen, wenn sie lauwarm vor sich hin dümpelt...

    Courage und Persönlichkeit (und nicht Etwas was nur schwimmt, wenn der Mehrheitskonsens laut seine nicht vorhandene ins falsche Licht setzt und es als Wahrheit verkauft) war nie so wertvoll wie heute...

    Freundliche Grüße

    • joG
    • 30.09.2011 um 12:14 Uhr

    ....sich zurück zu ziehen? Er wird vielleicht weg gemobbt aber wahrscheinlicher scheint mir, er befürchtet er werde nicht mehr aufgestellt und baut zur Gesichtsrettung schon vor.

    und außerdem wahr...

    Herr Bosbach scheint noch das zu haben was man ein Rückgrat nennt - jedenfalls was davon noch übrig ist...

    Und Entschuldigung - von wegen naiv - aber Freude und Politik schließen sich doch wohl schon seit geraumer Zeit aus - es sei denn man lebt in einem Paralleluniversum...

    Dabei möchte ich diesem Mann noch am wenigsten absprechen, dass er Freude an seiner Arbeit braucht und hatte - nur wie sagt der Lateiner: Tempi passati...

    Und dem Wähler wird doch auch oktroyiert, dass er nach vorne schauen soll...

    Genau so wenig wie ich Ärzte mag, die von Pharmariesen bezahlte Wochenenden als Fortbildungsseminare bezeichnen - mag ich Leute, die sich nur ihrer Arbeit erfreuen, wenn sie lauwarm vor sich hin dümpelt...

    Courage und Persönlichkeit (und nicht Etwas was nur schwimmt, wenn der Mehrheitskonsens laut seine nicht vorhandene ins falsche Licht setzt und es als Wahrheit verkauft) war nie so wertvoll wie heute...

    Freundliche Grüße

  3. Ich hatte mir von der Debatte folgende Klarheiten erhofft:

    a) Mit dieser Rettungsmaßnahe wird Griechenland auf absehbare Zeit wieder zahlungsfähig
    b) Diese Mahnahme wird den deutschen Steuerzahler definitiv nichts kosten
    c) Es wird die letzte Maßnahme dieser Art sein.

    Wesentliche Argumente der Debatte waren: die Koalition muss zeigen, dass sie noch eine Mehrheit hat.
    Das Parlament muss zeigen, dass wir Deutsche gute Europäer sind.
    Europa darf nicht gefährdet werden.

    Keines dieser Argumente ist wirtschaftspolitisch überzeugend.

    Nebenbei: Heute erfahren wir, dass unsere Stadt - Darmstadt - kurz vor der Zahlungsunfähigkeit steht. Wann wird die Bundesregierung einen nationalen-kommunalen "Rettungsschirm" beschließen, damit die Kommunen finanziell wieder handlungsfähig werden und nicht unter Aufsicht der Regierungspräsidien stehen?

    "Griechenland" ist näher als man denkt.

    10 Leser-Empfehlungen
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    Zu Ihrem Hinweis auf die Kommunen und speziell Darmstadt möchte ich ergänzen, daß wir bezüglich der Bundesländer und des Länderfinanzausgleichs ebenfalls seit längerer Zeit bemerkenswerte Zustände haben (siehe auch hier: http://de.wikipedia.org/w... , Finanzvolumen.

    Manche von den westlichen Bundesländern beziehen Gelder ohne Ende und kommen dennoch nicht aus ihrem fianziellen Desaster heraus (die östlichen Bundesländer möchte dabei einmal außen vor lassen, bei einigen bessert es sich).

    Geldvergabe ohne Mitwirkungskompetenz ist keine Lösung.

    Sie sind ein Träumer. Kein Mensch, auch nicht die von den Medien so gerne zitierten "Experten", kann Ihnen Ihre Fragen a und b positiv beantworten. Ein Scharlatan der's täte.

    gehören zur neoliberalen Agenda.

    "Wann wird die Bundesregierung einen nationalen-kommunalen "Rettungsschirm" beschließen, damit die Kommunen finanziell wieder handlungsfähig werden und nicht unter Aufsicht der Regierungspräsidien stehen?

    Bisher gab es, finanziert durch die Kommunen, "Sozialleistungen" für alle, wie z.B. Schwimmbäder, Turnhallen etc..

    Diese sollen jetzt durch eine planmäßige finanzielle Trockenlegung der Kommunen privaten Betreibern als Kapitalanlagemöglichkeiten erschlossen werden.

    Weiterhin lässt sich das bei den Kommunen eingesparte Geld dann sinnvoll in europäische Rettungsschirme zur Rettung der Privatbanken und extrem erfolgreiche Kriege, wie den Afghanistankrieg, investieren.

    Das ist alles wichtiger als das Wohl des Bürgers 3. Klasse in prosperierenden Kommunen 3. Klasse.

    Zu Ihrem Hinweis auf die Kommunen und speziell Darmstadt möchte ich ergänzen, daß wir bezüglich der Bundesländer und des Länderfinanzausgleichs ebenfalls seit längerer Zeit bemerkenswerte Zustände haben (siehe auch hier: http://de.wikipedia.org/w... , Finanzvolumen.

    Manche von den westlichen Bundesländern beziehen Gelder ohne Ende und kommen dennoch nicht aus ihrem fianziellen Desaster heraus (die östlichen Bundesländer möchte dabei einmal außen vor lassen, bei einigen bessert es sich).

    Geldvergabe ohne Mitwirkungskompetenz ist keine Lösung.

    Sie sind ein Träumer. Kein Mensch, auch nicht die von den Medien so gerne zitierten "Experten", kann Ihnen Ihre Fragen a und b positiv beantworten. Ein Scharlatan der's täte.

    gehören zur neoliberalen Agenda.

    "Wann wird die Bundesregierung einen nationalen-kommunalen "Rettungsschirm" beschließen, damit die Kommunen finanziell wieder handlungsfähig werden und nicht unter Aufsicht der Regierungspräsidien stehen?

    Bisher gab es, finanziert durch die Kommunen, "Sozialleistungen" für alle, wie z.B. Schwimmbäder, Turnhallen etc..

    Diese sollen jetzt durch eine planmäßige finanzielle Trockenlegung der Kommunen privaten Betreibern als Kapitalanlagemöglichkeiten erschlossen werden.

    Weiterhin lässt sich das bei den Kommunen eingesparte Geld dann sinnvoll in europäische Rettungsschirme zur Rettung der Privatbanken und extrem erfolgreiche Kriege, wie den Afghanistankrieg, investieren.

    Das ist alles wichtiger als das Wohl des Bürgers 3. Klasse in prosperierenden Kommunen 3. Klasse.

  4. gefragt. Stattdessen treibt Merkel die Herde in dem Trott vor sich hin, wie es ihr gerade behagt. Alle anderen werden an den Rand gedrängt und ausgesondert. Eine Schande für die Demokratie ! Willkommen im Staatsrat II! Auferstanden aus Ruinen werden jetzt die Aufständischen ruiniert!

    • emew
    • 30.09.2011 um 11:50 Uhr

    "Symbol für den koalitionsinternen Widerstand an dem Vorhaben"

    ---

    Man muss festhalten: Weder bei der Einfuehrung des Euro noch bei den EU-Reformen unterliess es die politische Kaste, sich durch die explizite Zustimmung des deutschen Volkes zu legitimieren, obwohl substanziell Souveraenitaet abgetreten wurde. Jetzt werden massivste finanzielle Verpflichtungen ohne Legitimation durch das Volk eingegangen.

    Wenn solcher Druck auf Leute mit eigener Meinung ausgeuebt wird - und Bosbach ist nicht irgendwer, sondern bekanntlich einer der faehigsten Koepfe der Union - , dann zeigt dies die tiefsitzende Korrumpiertheit einer technokratisch "durchregierenden" Merkel-CDU und ihren mangelnden Respekt vor den Repraesentanten des Souveraen, den nur ihrem Gewissen und der Verfassung unterworfenen
    Abgeordneten.

    Merkel muss weg, je eher, desto besser!

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  5. offen über seine Enttäuschungen spricht. Herr Rösler wurde ja auch schon heftig abgewatscht und ein Herr Seehofer gibt auch klein bei.

    Was mich an der ganzen Debatte wirklich stört, ist nicht die Tatsache, das man Griechenland helfen möchte und die EU stabilisieren, sondern das es am Ende doch nur wieder um Steuergeschenke für die Reichen geht.

    Zudem ist Deutschland auch heftig verschuldet, weil wir es versäumt haben, rechtzeitig eine Transaktionssteuer usw.. einzuführen.

    In Norwegen und in der Schweiz sind die System deutlich sozialer und steuerlastiger.... & alle sind Sie zufrieden, weil sie eben dafür auch etwas bekommen.

    Steinbrück hat es erkannt. Die Hilfen mögen jetzt notwendig sein, aber leider nicht hinreichend.
    Die Kritiker an diesen Hilfen sollten man nicht ausbooten, sondern es gilt jetzt ein "tragfähiges und erfolgreiches" Finanzmodell für Europa zu entwerfen.

    ..Das die Profiteure hierbei mehr zu schultern haben, als die "Armen" sollte für eine christliche Partei selbstverständlich sein.

  6. Was Bosbach als Franktionsvize der Unionsfraktion nun öffentlich macht zeigt deutlich, mit welchen Methoden die Kanzlerin Mehrheit offensichtlich hinter den Kulissen doch noch "hergestellt" wurde.

    Zitat:"Ärger gab es im Nachhinein über Parlamentspräsident Norbert Lammert, weil er in der Debatte entgegen dem Willen der Fraktionsführungen einigen Fonds-Kritikern aus der Koalition das Wort erteilt hatte. Am Rande der Sitzung wurde bekannt, dass Kritiker aus den Regierungsfraktionen zum Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble einbestellt werden sollten, damit er sie im Gespräch überzeuge. Dies ließ offenbar einige der Widerständler umdenken.Ende"

    Es wurde offensichtlich massiv Druck ausgeübt auf die Kritiker um die Abstimmungsräson wieder herzustellen.

    Erschreckend ist auch die weitgehende Gleichmütigkeit der Opposition die Linken mal ausgenommen, die ebenso nahezu geschlossen zugestimmt haben, trotz harscher Worte gegen Frau Merkel zuvor.

    Konsequent wäre es nun von Kritikern wie Bosbach, wenn Sie nun wirklich auch die Konsequenz ziehen würden und mindestens nicht neu kanditieren bei der nächsten Wahl sondern schon eher auszuscheiden aus einem Parlament, das uns und nachfolgenden Generationen weitere, jetzt europaweite enorme Schuldenlasten aufbürden will.

    Ich hoffe der öffentliche Druck des Steuerzahlers wird auch in Deutschland lauter, damit einzelne Politiker nicht nur medienwirksam den Papiertiger geben wie Rösler und jetzt Seehofer, abe am Ende doch wieder zustimmen.

    • emew
    • 30.09.2011 um 11:55 Uhr

    "Weder" muss weg und "noch" durch "wie" ersetzt werden:

    Bei der Einfuehrung des Euro wie bei den...

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