CCS-Technologie Länder blockieren Gesetz zu CO2-Speicherung im Bundesrat
Energieunternehmen sollen Kohlendioxid aus Kraftwerken im Erdreich speichern können. Doch im Bundesrat scheiterte das Gesetz. Nun sind Versuchsprojekte gefährdet.
In Deutschland wird es vorerst keine größeren unterirdischen Kohlendioxid-Endlager geben. Im Bundesrat fand der Gesetzentwurf der Bundesregierung keine Mehrheit. Die Regierung wollte die Technologie, bei der Kohlendioxid (CO2) aus Abgasen abgetrennt und gespeichert wird, bis 2017 erproben lassen. Kritiker fürchten jedoch ein unkontrolliertes Entweichen des Gases.
Vor allem in Nord- und Ostdeutschland, wo potenzielle Speichergebiete liegen, gibt es massive Bürgerwiderstände. "Wir wollen das in Schleswig-Holstein nicht", stellte Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) klar.
Bei der sogenannten CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) wird Kohlendioxid aus Kraftwerks- oder Industrieabgasen gefiltert, verflüssigt und unterirdisch gespeichert. Dadurch gelangt das Klimagas nicht mehr in die Atmosphäre, wo es die Erderwärmung beschleunigt.
Da eine EU-Richtlinie umgesetzt werden muss, die von den Mitgliedsstaaten eine Regelung zum Umgang mit der CCS-Technologie fordert, müsste die Regierung nun den Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern anrufen oder aber CO2-Speicher für das gesamte Bundesgebiet ausschließen – wie etwa Österreich dies tut.
Streit über eine Länderklausel
Im Bundesrat war eine Sonderklausel im Gesetzesentwurf besonders umstritten, die besagt, dass in einzelnen Ländern CO2-Speicher verboten werden können. Diese Klausel war auf Druck von Niedersachsen und Schleswig-Holstein eingefügt worden. Brandenburg kritisiert, mit der Klausel könnten sich Länder aus der Verantwortung stehlen.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) verteidigte die Länderklausel: "Es gibt in unserer Gesellschaft keinen Konsens für den Einsatz der CCS-Technologie." Es sei zweifelhaft, ob CCS dem Klimaschutz nütze. Der Energieaufwand für das Verfahren sei so groß, dass man für fünf CCS-Kohlekraftwerke praktisch ein sechstes bräuchte, um die gleiche Menge Strom zu erzeugen wie mit fünf herkömmlichen Anlagen.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) wandte sich gegen die Länderklausel: "Deutschland gehörte bisher zu den Technologieführern bei CCS. Wir brauchen daher eine bundesweit einheitliche Lösung". Die CCS-Technologie sei ein wichtiger Bestandteil bei dem Ziel, Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen.
Mit dem vorläufigen Aus könnte sich auch der Energiekonzern Vattenfall aus dem bisher einzigen Projekt für ein 1,5 Milliarden Euro teures Demonstrationskraftwerk im brandenburgischen Jänschwalde zurückziehen. Ohne das Kraftwerk dürfte es auch nicht mit dem Ziel klappen, CCS in Deutschland bis 2020 serienreif zu machen.
Vor dem Bundesratsgebäude demonstrierten Gegner und Befürworter. Eine große Gruppe der Energie- und Bergbau-Gewerkschaft IG BCE sprach sich für CCS aus, da es Tausende Arbeitsplätze in Kohlekraftwerken sichern könnte. Greenpeace baute eine große schwarze "CO2-Zeitbombe" auf, um vor unkalkulierbaren Risiken, etwa für das Trinkwasser, zu warnen.
- Datum 23.09.2011 - 16:34 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
- Kommentare 13
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Nämlich als Speichermedium für Punpspeicherkraftwerke, die überschüssigen Strom aus Solar- und Windanlagen speichern.
Daher ist die Frage ob CCS ja oder nein, eine eminent wichtige Weichenstelleung. Beibehaltung der Abhängigkeit von den fossilen Brennstoffen oder Eröffnung und Aufrechterhaltung neuer Möglichkeiten.
Daher begrüße ich die Entscheidung der Länderkammer.
Da kann ich meinem Vorredner nur zustimmen. Die Kavernen werden als Hochdruckspeicher dringend benötigt. Sie stattdessen fürs "greenwashing" gestriger Technologien zu verwenden wäre ein grundsätzlich falscher Ansatz.
Nicht zu verachten natürlich die extrem hohen Risiken die von CCS ausgehen.
Die Forschungsmillionen sind in anderen, zukunftsfähigen Projekten wesentlich besser aufgehoben.
Die neuesten Forschungsberichte über den Zusammenhang von globaler Wolkenbildung und Temperaturen
von Allen : http://www.met.rdg.ac.uk/...
und Spencer und Braswell
http://wattsupwiththat.co...
sowie Lindzen und Choi
http://wattsupwiththat.co...
zeigen eindeutig, dass der Einfluss von CO2 auf Veränderungen globaler Temperaturen von den Klimarechenmodellen bei weitem zu hoch angesetzt wurde.
Es ist im Gegenteil die globale Wolkenbildung, die einen wesentlichen Anteil an globalen Temperaturveränderungen verursacht.
Aufgrund dieser Erkenntnisse ist es höchst zweifelhaft, dass das Verbuddeln von CO2 einen wesentlichen Einfluss auf globale Temperaturveränderungen hat.
Leider scheint sich die ZEIT dafür nicht zu interessieren, genau sowenig wie für die Ergebnisse der CERN Versuche, die einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Sonne, Wolkenbildung und kosmischen Strahlen ergeben hat.
Bisher wurde der Einfluss der Sonne auf globale Temperaturänderungen schlicht verneint.
Die Manager und Wissenschaftler die CO2 tief im Erdreich versenken wollen, werden am Klima nichts ändern. Den Steuerzahler wird es nur Geld kosten.
"Länder blockieren Gesetz zu CO2-Speicherung im Bundesrat"
Gerade die Speicherung im Bundesrat hätte ich sehr begrüßt, wenn dort dann voll ist könnte man im Bundestag weiter machen!
Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion leisten möchten. Danke, die Redaktion/mo
Ich wäre auch für eine Speicherung von CO2 im Bundestag.
Wenn da dann voll ist, würde ich die Redaktionsräume der Zeit empfehlen.
Wegen Humorlosigkeit.
Sehr geehrte Redaktion,
Sie haben Recht, das ist kein konstruktiver Beitrag zur Diskussion, aber dafür ein konstruktiver Beitrag zur Fomulierung der Headline Ihres Artikels. Schade, daß Sie das nicht zu interessieren scheint, vermutlich wäre mein Kommentar besser beim Hohlspiegel aufgehoben.
Demütige Grüße
Annocom
Diese Schlagzeile ist einfach eine unwiderstehliche Einladung zu einem solchen Kommentar.
Schade, dass die Redakteure der ZEIT nicht zu ihren Stilblüten stehen können, sondern gewohnt humorfrei ihrem Zensurreflex folgen.
Ich wäre auch für eine Speicherung von CO2 im Bundestag.
Wenn da dann voll ist, würde ich die Redaktionsräume der Zeit empfehlen.
Wegen Humorlosigkeit.
Sehr geehrte Redaktion,
Sie haben Recht, das ist kein konstruktiver Beitrag zur Diskussion, aber dafür ein konstruktiver Beitrag zur Fomulierung der Headline Ihres Artikels. Schade, daß Sie das nicht zu interessieren scheint, vermutlich wäre mein Kommentar besser beim Hohlspiegel aufgehoben.
Demütige Grüße
Annocom
Diese Schlagzeile ist einfach eine unwiderstehliche Einladung zu einem solchen Kommentar.
Schade, dass die Redakteure der ZEIT nicht zu ihren Stilblüten stehen können, sondern gewohnt humorfrei ihrem Zensurreflex folgen.
Ich denke NEIN!
Irgendwann haben wir dann ein teueres neues
Lagerproblem unter ständiger Kontrolle
ohne Aussicht auf Besserung !
Irgend woher kenne wir das doch
Das ist doch mal eine gute Nachricht.
Dieser Unsinn sollte nicht weiter finanziert werden.
Ich wäre auch für eine Speicherung von CO2 im Bundestag.
Wenn da dann voll ist, würde ich die Redaktionsräume der Zeit empfehlen.
Wegen Humorlosigkeit.
Sehr geehrte Redaktion,
Sie haben Recht, das ist kein konstruktiver Beitrag zur Diskussion, aber dafür ein konstruktiver Beitrag zur Fomulierung der Headline Ihres Artikels. Schade, daß Sie das nicht zu interessieren scheint, vermutlich wäre mein Kommentar besser beim Hohlspiegel aufgehoben.
Demütige Grüße
Annocom
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