Annegret Kramp-Karrenbauer "Die Bundesländer müssen in die Euro-Rettung eingebunden sein"
Der Bundesrat will in der Schuldenkrise mehr mitreden. Transparenz könne Euro-Skeptiker überzeugen, sagt die saarländische Ministerpräsidentin im ZEIT ONLINE-Interview.
ZEIT ONLINE: Frau Ministerpräsidentin, jetzt wollen auch die Bundesländer an den künftigen Entscheidungen zur Euro-Rettung beteiligt werden. Ein entsprechendes Papier hat der Bundesrat heute einstimmig verabschiedet. Warum vertrauen die Länder denn dem Bundestag in dieser Frage nicht?

49, ist seit Mitte August Ministerpräsidentin des Saarlandes. Die CDU-Politikerin folgte auf den langjährigen Amtsinhaber Peter Müller. Sie war zuvor zehn Jahre lang Ministerin an der Saar.
Annegret Kramp-Karrenbauer: Darum geht es doch gar nicht. Für unseren Antrag gibt es zwei Gründe. Einmal betreffen die Euro-Hilfen den Bundeshaushalt, und da haben wir Bundesländer laut dem Grundgesetz Mitwirkungsrechte. Viel wichtiger aber finde ich folgendes: In dieser schwierigen Situation für Europa sollten alle Verfassungsorgane deutlich machen, dass sie hinter den Entscheidungen stehen. Der Bundesrat hat immer europapolitische Verantwortung übernommen, und er will es weiter tun. Dazu müssen wir Länder aber ausreichend eingebunden und informiert sein.
ZEIT ONLINE: Haben Sie Zweifel an der europapolitischen Verantwortung des Bundestages? Die Koalitionsmehrheit für die Abstimmung über einen gestärkten Euro-Rettungsschirm EFSF kommende Woche ist ja alles andere als sicher.
Kramp-Karrenbauer: Nein, ich glaube, dass eine breite Mehrheit zustande kommen wird. Man muss bedenken, dass es sich bei den Rettungsschirmen für angeschlagene Euro-Länder um einen bisher einmaligen Prozess handelt. Da ist es durchaus legitim, dass die Politik sehr sorgsam vorgeht und überlegt, welche Auswirkungen, auch negative, Rettungsmechanismen haben könnten. Aber wir müssen sehr aufpassen, dass keine allgemein europaskeptische Stimmung entsteht. Dazu müssen wir alle unseren Beitrag leisten.
ZEIT ONLINE: Denken Sie denn, es wird die Akzeptanz der Euro-Hilfen in der Bevölkerung erhöhen, wenn jetzt auch noch der Bundesrat mitsprechen will? Das klingt doch mehr nach Hick-Hack als nach effizienter Zusammenarbeit...
Kramp-Karrenbauer: Ich sehe es anders herum. Besser setzen wir jetzt ein Signal, als dass wir uns nach Einsetzung des permanenten Euro-Rettungsschirms ESM darüber streiten, ob die Bundesländer genug beteiligt waren.
ZEIT ONLINE: Welche Mitbestimmungsrechte fordern Sie denn konkret?
Kramp-Karrenbauer: In erster Linie wollen wir informiert werden. Das was bei der Euro-Rettung besprochen wird, hat schließlich Auswirkungen auf die gesamte Bundesrepublik.
ZEIT ONLINE: Über den vorläufigen Schirm EFSF wird bereits nächste Woche im Bundestag abgestimmt. Ist das nicht ein bisschen kurzfristig?
Kramp-Karrenbauer: Wir sind da in Gesprächen. Uns ist es wichtig, bereits beim EFSF ein Signal zu senden. In der Tat ist die Zeit knapp, deshalb wird noch nicht alles abschließend geklärt sein.
ZEIT ONLINE: Will der Bundesrat immer nur unterrichtet werden oder – wie Teile des Bundestages – bei jeder künftigen Kreditübernahme der Rettungsschirme mit abstimmen?
Kramp-Karrenbauer: Mir persönlich liegt vor allem eine Unterrichtung durch den Bund am Herzen. Es kann nicht sein, dass wir uns aus welchen Quellen auch immer selbst über die finanzielle Lage in einzelnen Staaten informieren müssen. Wir müssen die Entscheidungen in unseren Bundesländern verteidigen, und wir wollen Bescheid wissen und auch auf Missstände hinweisen können.
- Datum 23.09.2011 - 17:05 Uhr
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für den Erfolg der Piraten.
...."Transparenz könne Euro-Skeptiker überzeugen, sagt die saarländische Ministerpräsidentin im ZEIT ONLINE-Interview."
Aber die Anregung ist gut. Vielleicht kann sie damit beginnen den Verfassungsvertrag der EU zu übersetzen in eine Sprachlichkeit, die ein Bürger versteht. Sie könnte auch vielleicht erklären, wieso die EU 60 Seiten sich widersprechender Menschenrechte braucht.
...."Transparenz könne Euro-Skeptiker überzeugen, sagt die saarländische Ministerpräsidentin im ZEIT ONLINE-Interview."
Aber die Anregung ist gut. Vielleicht kann sie damit beginnen den Verfassungsvertrag der EU zu übersetzen in eine Sprachlichkeit, die ein Bürger versteht. Sie könnte auch vielleicht erklären, wieso die EU 60 Seiten sich widersprechender Menschenrechte braucht.
Da verstehe ich nicht, wo sie die Zeit dafür herholen will. Sie müsste doch eigentlich rund um die Uhr damit beschäftigt sein, dass Saarland zu retten.
Allein in 2010 hat dieses Zwergenland mit gerade mal rund einer Million Einwohnern eine Milliarde an Krediten aufgenommen, also ~1.000 Euro pro Nase.
Derzeit hat jeder Saarländer damit 11.374 Euro Schulden und das Haushaltsdefizit stieg zwischen 2008 und 2011 von 484 Euro pro Kopf auf 945 Euro pro Kopf fast um das Doppelte.
Immerhin kennt sich Frau Kramp-Karrenbauer also offensichtlich mit Schulden bestens aus.
Mit einer 2/3-Mehrheit ist alles im Bundestag möglich, eine neue Verfassung, ein neues Demokratisches System, Direkte Demokratie, ein neues Wahlgesetz, eine wirkliche Gewaltenteilung - wie es sich für eine Demokratie eigentlich gehört - , Reformen aller Art, einfach alles...
Was hier die Bundesländer fordern sollte eigentlich den Bürgern nicht vorenthalten sein. Denn sie sind es, die jetzt der Willkür der Parteien ausgesetzt sind.
Ob der Stresstest der parlamentarischen Demokratie wohl bestanden wird?
Also: Alle Eurostaaten, derer Parlamente, oder auch nicht, je nach Gesetzeslage in diesen Ländern, in Deutschland also Bundestag und Bundesrat, sollen an den Entscheidungsprozessen teilnehmen, die zu den umstrittenen Maßnahmen der Eurorettung gehören.
Bevor diese alle ihre werten Korpus bewegt haben, Tausende Parlamentarier, die Regierungen, etc., pp., ist unabhängig davon, dass eine Eurorettung nicht gelingen kann, selbst wenn sie theoretisch gelingen könnte, sogar dann das Experiment Euro zu Ende, weil die Finanzmärkte die schneller in den Abgrund raten, die Staaten, die Staatsanleihen, die Banken und zum Schluss noch die Bundesländer, dass sie schneller untergegangen sind, als ihnen lieb ist.
Ich kann das ganze Eurogeschwalle nicht mehr hören, lasst doch endlich die Schrottwährung sausen und kümmert Euch um eure Länder.
Habt ihr nicht genug Kohle verballert seit Kohl ??????
Ja, der deutsche Foederalismus endet bitte nicht bei den Laendern: die Kreistage und Kommunen muessen auch in die € Rettung miteinbezogen werden. Dort gibt es besonders viel Kompetenz bezueglich internationaler Finanzmaerkte !
Ja, der deutsche Foederalismus endet bitte nicht bei den Laendern: die Kreistage und Kommunen muessen auch in die € Rettung miteinbezogen werden. Dort gibt es besonders viel Kompetenz bezueglich internationaler Finanzmaerkte !
...."Transparenz könne Euro-Skeptiker überzeugen, sagt die saarländische Ministerpräsidentin im ZEIT ONLINE-Interview."
Aber die Anregung ist gut. Vielleicht kann sie damit beginnen den Verfassungsvertrag der EU zu übersetzen in eine Sprachlichkeit, die ein Bürger versteht. Sie könnte auch vielleicht erklären, wieso die EU 60 Seiten sich widersprechender Menschenrechte braucht.
....Auch könnte sie erklären, wieso die EU Verfassung nicht als Verfassung bezeichnet wird und der Wähler nicht gefragt wurde, ob er eine solche Verfassung wollte.
....Auch könnte sie erklären, wieso die EU Verfassung nicht als Verfassung bezeichnet wird und der Wähler nicht gefragt wurde, ob er eine solche Verfassung wollte.
....Auch könnte sie erklären, wieso die EU Verfassung nicht als Verfassung bezeichnet wird und der Wähler nicht gefragt wurde, ob er eine solche Verfassung wollte.
befinden soll. Forist Unhold bringt es auf den Punkt. Diese Politesse würde besser schweigen: lieber heimlich inkompetent als so offensichtlich.
Die Bürgerinnen und Bürger merken, dass in der deutschen Politik ein Notstand herrscht. Warum? Immer mehr aus der Kaderschmiede der Parteien verstehen immer weniger die Politik und dümpeln [;-)] in fauligem Stehgewässer herum. Das stinkt zum Himmel.
Frau Annegret Kramp-Karrenbauer bildet dagegen leider keine Ausnahme; schon wenn sie sagt (Zitat oben): "Man muss bedenken, dass es sich bei den Rettungsschirmen für angeschlagene Euro-Länder um einen bisher einmaligen Prozess handelt. Da ist es durchaus legitim, dass die Politik sehr sorgsam vorgeht und überlegt, welche Auswirkungen, auch negative, Rettungsmechanismen haben könnten. Aber wir müssen sehr aufpassen, dass keine allgemein europaskeptische Stimmung entsteht. Dazu müssen wir alle unseren Beitrag leisten."
uhhhhh ... - welche Erhellung ... wie signifikant ...
Wie wird man eigentlich PolitikerInn?
Mitgliedschaft, "Pflichterfüllung", Partei-Freunde haben, Protektion und engagierter Vormarsch ...
Aber wenn die wirklichen Probleme kommen, werden allerdings einige der Irrlichter offenbar, welche in Pressekonferenzen und bei Interviews bloß noch murmeln und sich inhaltlich nach dem ausrichten, was die Parteien im Großen und Ganzen als Route vorgegeben haben.
Persönlich wichtig scheinen ihnen dagegen:
Schneller Karrieremarsch, volles Bankkonto, sorglos in die Zukunft leben, die Popularität genießen und ein volles Genüge erreichen für die eigene Familie ... wohnen in einem idyllischen Villenviertel ... ;-\)
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