Schuldenkrise: Italiens Milliarden-Sparpaket ist unter Dach und Fach
Im Eiltempo hat Silvio Berlusconi sein Sparpaket durchs Parlament gebracht. Die Mehrzahl der Abgeordneten hat den Milliarden-Einsparungen zugestimmt.
© Alberto Pizzoli/AFP/Getty Images

Italiens Ministerpräsident Berlusconi im Parlament
Das neue Sparpaket der italienischen Regierung ist beschlossen. In der abschließenden Abstimmung votierten am Mittwochabend in Rom 314 Abgeordnete für und 300 gegen die Sparmaßnahmen von etwa 54 Milliarden Euro. Mit einem Vertrauensvotum hatte Berlusconi das Sparpaket zuvor bereits erfolgreich beschleunigt. Der Senat hatte bereits zugestimmt. Das Sparprogramm sieht unter anderem eine höhere Mehrwertsteuer vor.
Zusammen mit ihrem ersten Sparpaket vom Juli über rund 48 Milliarden Euro will die Mitte-Rechts-Regierung mehr als 100 Milliarden Euro einsparen, um Italien aus der Schuldenkrise zu holen. Das EU-Land, dessen Staatsverschuldung im Juli auf mehr als 1,9 Billionen Euro stieg, strebt mit dem Sparplan bereits im Jahr 2013 einen ausgeglichenen Haushalt an. Eine Schuldenbremse soll nach dem Vorbild unter anderem Deutschlands in der Verfassung festgeschrieben werden.
Damit will die Regierungskoalition aus Berlusconis Partei PdL und der Lega Nord Italiens Glaubwürdigkeit wiederherstellen. Kritiker bemängeln allerdings, dem Paket fehlten wachstumsfördernde Maßnahmen, strukturelle Defizite würden nicht angegangen. Gegner der Sparmaßnahmen warfen vor dem Parlamentsgebäude Feuerwerkskörper.
Vizekanzler Philip Rösler (FDP) hat Italiens Sparanstrengungen bei einem Besuch in Rom gelobt, gleichzeitig aber die von Italien geforderten Euro-Bonds strikt abgelehnt. "Eine Vergemeinschaftung der Schulden würde jeglichen Reformdruck in den Schuldenländern sofort schwinden lassen", sagte Rösler nach einem Gespräch mit Finanzminister Giulio Tremonti. Nach einem Treffen mit dem künftigen EZB-Präsidenten Mario Draghi betonte Rösler zudem die Notwendigkeit von mehr Haushaltsdisziplin im Euro-Raum.





wird bestimmt nicht wegen des Sparprogrammes in die Rezession getrieben, sondern wegen dessen Nichteinhaltung.
Der Inhalt wird systematisch kaschiert oder verschwiegen.
Der Deutsche darf wohl nicht wissen wie die Südeuropäer bisher gelebt haben und auf welche steuerlichen und sozialen Grausamkeiten er sich selbst einstellen muss.
Übrigens, ich mag den Lebensstil und die Mentalität der Südeuropäer mit ihren Vor-und Nachteilen. Ich mag Südeuropa nicht nur wegen der Sonne, sondern weil dort auch eine andere Kultur das Leben erträglich und lebenswert macht.
Aber trotzdem muss man doch die Fakten kennen.
Im Artikel steht: "Kritiker bemängeln allerdings, dem Paket fehlten wachstumsfördernde Maßnahmen"
Zu diesen Kritikern gehört auch Missamerica1. Ewiges Wachstum aber kommt in der Natur nicht vor. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Auch ein einzelner Mensch expandiert beruflich nur in der ersten Lebenshälfte. In der zweiten Lebenshälfte muss er kürzer treten. Und wenn er das nicht einsehen will, muss er eine schlimme midlife-Krise durchmachen. Was für einzelne Menschen gilt, gilt auch für Völker. Irgendwann ist der Zenit überschritten und es heißt: kürzer treten.
so ist aber unser system aufgebaut,wir stoßen immer mehr an unserer wachstum grenze, vor allem was innovation und entwicklung betrifft. Längerer stillstand ist der tot der freien Markwirtschaft.
da sitzten wir eigentlich alle in einem Boot, das nicht mehr zum Hafen findet, deshalb müssen neue formen für die heutige marktwirtschaft geschaffen werden, oder wir erleiden immer wieder schiffbruch, bis das boot irgendwann vollends untergeht.
"Die Rezession, die in Griechenland eingetreten ist und auch für Italien befürchtet wird, ist unvermeidlich, natürlich und ein Bestandteil der Heilung."
...da liegst du ziemlich daneben. Rezession ist für gar nichts eine Lösung und schon gar keine Heilung. Wenn dich das Wachstumsgeschwafel nervt, mach einen Vorschlag für eine Wirtschaftsordnung, die ohne Wachstum auskommt und OHNE Arbeitslose und Elend. Ja, die gibt es, die muss dann aber auch ohne Kapitalakkumulation auskommen, einen solchen Lösungsansatz sehe ich nicht im entferntesten, im Gegenteil, es geht nur darum den Kapitalmoloch weiter zu füttern, NUR darum!
"11. Ewiges Wachstum ist unnatürlich
Im Artikel steht: "Kritiker bemängeln allerdings, dem Paket fehlten wachstumsfördernde Maßnahmen"
Zu diesen Kritikern gehört auch Missamerica1. Ewiges Wachstum aber kommt in der Natur nicht vor. (..) Irgendwann ist der Zenit überschritten und es heißt: kürzer treten."
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Das ist der Grundfehler des Systems: Kapitalismus.
Ohne beständiges Wachstum geht der Kapitalismus zugrunde.
Jeden Tag hört man doch an allen Ecken und Enden diese und jene Länder hätten kein Wachstum mehr und müssten auf Teufel komm raus um jeden Preis für Wachstum sorgen.
Den größten Wachstumserfolg hatte Deutschland nach dem 2. Weltkrieg als Deutschland zu einem Steinhaufen zusammengebombt am Boden lag - da gab es natürlich Wachstum inform eines Wirtschaftswunders. So wird natürlich auch der Irak uva sein Wachstum im Aufbau haben wie jetzt auch Libyen. Man muss vorher die Länder zusammenbomben und dann gibt es wieder Wachstum.
Das Grundprinzip des Kapitalismus.
Man weiß dass beständiges Wachstum einfach nur hirnverbrannt ist.
Man hätte jahrzehntelang daran forschen können, wie die Menschen auch ohne Wachstum nicht jedes Mal in eine tiefe panische Krise stürzen, wenn mal das Wachstum ausbleibt. Dazu gehört auch die Abschaffung des Zins, welcher der Motor dafür ist.
Nein, in die Betonlöpfe der Religion des Kapitalismus geht das nicht hinein. So ist das bei jeder Religion immer gewesen.
In Betonköpfe geht keine Vernunft.
so ist aber unser system aufgebaut,wir stoßen immer mehr an unserer wachstum grenze, vor allem was innovation und entwicklung betrifft. Längerer stillstand ist der tot der freien Markwirtschaft.
da sitzten wir eigentlich alle in einem Boot, das nicht mehr zum Hafen findet, deshalb müssen neue formen für die heutige marktwirtschaft geschaffen werden, oder wir erleiden immer wieder schiffbruch, bis das boot irgendwann vollends untergeht.
"Die Rezession, die in Griechenland eingetreten ist und auch für Italien befürchtet wird, ist unvermeidlich, natürlich und ein Bestandteil der Heilung."
...da liegst du ziemlich daneben. Rezession ist für gar nichts eine Lösung und schon gar keine Heilung. Wenn dich das Wachstumsgeschwafel nervt, mach einen Vorschlag für eine Wirtschaftsordnung, die ohne Wachstum auskommt und OHNE Arbeitslose und Elend. Ja, die gibt es, die muss dann aber auch ohne Kapitalakkumulation auskommen, einen solchen Lösungsansatz sehe ich nicht im entferntesten, im Gegenteil, es geht nur darum den Kapitalmoloch weiter zu füttern, NUR darum!
"11. Ewiges Wachstum ist unnatürlich
Im Artikel steht: "Kritiker bemängeln allerdings, dem Paket fehlten wachstumsfördernde Maßnahmen"
Zu diesen Kritikern gehört auch Missamerica1. Ewiges Wachstum aber kommt in der Natur nicht vor. (..) Irgendwann ist der Zenit überschritten und es heißt: kürzer treten."
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Das ist der Grundfehler des Systems: Kapitalismus.
Ohne beständiges Wachstum geht der Kapitalismus zugrunde.
Jeden Tag hört man doch an allen Ecken und Enden diese und jene Länder hätten kein Wachstum mehr und müssten auf Teufel komm raus um jeden Preis für Wachstum sorgen.
Den größten Wachstumserfolg hatte Deutschland nach dem 2. Weltkrieg als Deutschland zu einem Steinhaufen zusammengebombt am Boden lag - da gab es natürlich Wachstum inform eines Wirtschaftswunders. So wird natürlich auch der Irak uva sein Wachstum im Aufbau haben wie jetzt auch Libyen. Man muss vorher die Länder zusammenbomben und dann gibt es wieder Wachstum.
Das Grundprinzip des Kapitalismus.
Man weiß dass beständiges Wachstum einfach nur hirnverbrannt ist.
Man hätte jahrzehntelang daran forschen können, wie die Menschen auch ohne Wachstum nicht jedes Mal in eine tiefe panische Krise stürzen, wenn mal das Wachstum ausbleibt. Dazu gehört auch die Abschaffung des Zins, welcher der Motor dafür ist.
Nein, in die Betonlöpfe der Religion des Kapitalismus geht das nicht hinein. So ist das bei jeder Religion immer gewesen.
In Betonköpfe geht keine Vernunft.
Die Rezession, die in Griechenland eingetreten ist und auch für Italien befürchtet wird, ist unvermeidlich, natürlich und ein Bestandteil der Heilung.
Ich will es durch einen organizistischen Vergleich veranschaulichen:
Eine Volkswirtschaft, die dank ständiger Staatsverschuldung dauernd wächst, gleicht einem jungen Mann, der seine atemberaubende berufliche Expansion durch Kettenrauchen befeuert. Aber kommt dieser Mann in die Jahre, macht der Körper irgendwann nicht mehr mit und muss auf Entzug gesetzt werden. Hofft der Patient nun, der Entzug mache ihn auf einen Schlag gesund und beflügele ihn mit erneuter Spannkraft, wird er enttäuscht werden: Der Nikotinentzug löst Gewichtszunahme aus, die schwerfällig macht, körperlich und seelisch niederdrücken und lähmen kann, statt zu neuen Luftsprüngen zu inspirieren. Zur Nikotinreduzierung muss Kalorienreduzierung kommen, denn ein nicht mehr junger Organismus kann nicht mehr soviel umsetzen. Der Umsatz geht zurück, der Mann muss kürzer treten.
so ist aber unser system aufgebaut,wir stoßen immer mehr an unserer wachstum grenze, vor allem was innovation und entwicklung betrifft. Längerer stillstand ist der tot der freien Markwirtschaft.
da sitzten wir eigentlich alle in einem Boot, das nicht mehr zum Hafen findet, deshalb müssen neue formen für die heutige marktwirtschaft geschaffen werden, oder wir erleiden immer wieder schiffbruch, bis das boot irgendwann vollends untergeht.
Leider wieder keine strukturellen Reformen.
Das italienische Sparpaket im Überblick:
http://www.stol.it/Artike...
"Die Rezession, die in Griechenland eingetreten ist und auch für Italien befürchtet wird, ist unvermeidlich, natürlich und ein Bestandteil der Heilung."
...da liegst du ziemlich daneben. Rezession ist für gar nichts eine Lösung und schon gar keine Heilung. Wenn dich das Wachstumsgeschwafel nervt, mach einen Vorschlag für eine Wirtschaftsordnung, die ohne Wachstum auskommt und OHNE Arbeitslose und Elend. Ja, die gibt es, die muss dann aber auch ohne Kapitalakkumulation auskommen, einen solchen Lösungsansatz sehe ich nicht im entferntesten, im Gegenteil, es geht nur darum den Kapitalmoloch weiter zu füttern, NUR darum!
Die soziale Marktwirtschaft muss bleiben, aber die Mentalität der Teilnehmer an ihr muss sich wandeln.
Ein Beispiel: Die fetten Pensionen müssen gekürzt werden. Es bedeutet doch nicht Verelendung, wenn ein Pensionär im Sommer statt einer Kreuzfahrt nur in den Schwarzwald oder an die Nordsee fährt (wo übrigens auch Heinrich Heine urlaubte und zu genialen Gedichten inspiriert wurde). Oder wenn er von seinem BMW auf einen FIAT umsteigt. Die Verschwendungsmenatilität der entfesselten Konsumgesellschaft muss überwunden werden. In den ersten Wirtschaftswunderjahren, etwa bis 1956, gab es in Westdeutschland keine Staatsverschuldung, sondern der seriöse Finanzminister Fritz Schäffer hatte sogar einen Staatsschatz ansparen können (den sogenannten "Julius-Turm") - und trotzdem war das eine Zeit florierender Wirtschaft.
Die soziale Marktwirtschaft muss bleiben, aber die Mentalität der Teilnehmer an ihr muss sich wandeln.
Ein Beispiel: Die fetten Pensionen müssen gekürzt werden. Es bedeutet doch nicht Verelendung, wenn ein Pensionär im Sommer statt einer Kreuzfahrt nur in den Schwarzwald oder an die Nordsee fährt (wo übrigens auch Heinrich Heine urlaubte und zu genialen Gedichten inspiriert wurde). Oder wenn er von seinem BMW auf einen FIAT umsteigt. Die Verschwendungsmenatilität der entfesselten Konsumgesellschaft muss überwunden werden. In den ersten Wirtschaftswunderjahren, etwa bis 1956, gab es in Westdeutschland keine Staatsverschuldung, sondern der seriöse Finanzminister Fritz Schäffer hatte sogar einen Staatsschatz ansparen können (den sogenannten "Julius-Turm") - und trotzdem war das eine Zeit florierender Wirtschaft.
Die soziale Marktwirtschaft muss bleiben, aber die Mentalität der Teilnehmer an ihr muss sich wandeln.
Ein Beispiel: Die fetten Pensionen müssen gekürzt werden. Es bedeutet doch nicht Verelendung, wenn ein Pensionär im Sommer statt einer Kreuzfahrt nur in den Schwarzwald oder an die Nordsee fährt (wo übrigens auch Heinrich Heine urlaubte und zu genialen Gedichten inspiriert wurde). Oder wenn er von seinem BMW auf einen FIAT umsteigt. Die Verschwendungsmenatilität der entfesselten Konsumgesellschaft muss überwunden werden. In den ersten Wirtschaftswunderjahren, etwa bis 1956, gab es in Westdeutschland keine Staatsverschuldung, sondern der seriöse Finanzminister Fritz Schäffer hatte sogar einen Staatsschatz ansparen können (den sogenannten "Julius-Turm") - und trotzdem war das eine Zeit florierender Wirtschaft.
...nur was hat das mit dem europäischen Spardiktat zu tun? Nichts. Wenn du eine Wirtschaft, mehr oder weniger unkontrolliert in die Rezession schickst, dann passiert so ziemlich alles, nur keine nachhaltige und schon gar nicht gerechte Entwicklung.
Genau, aber bringen sie das man den herren bei.
...nur was hat das mit dem europäischen Spardiktat zu tun? Nichts. Wenn du eine Wirtschaft, mehr oder weniger unkontrolliert in die Rezession schickst, dann passiert so ziemlich alles, nur keine nachhaltige und schon gar nicht gerechte Entwicklung.
Genau, aber bringen sie das man den herren bei.
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