Schleswig-HolsteinDe Jager ist neuer Landesvorsitzender der Nord-CDU

Die krisengebeutelte CDU in Schleswig-Holstein hat einen neuen Vorsitzenden gewählt. Für die baldige Landtagswahl setzt der sich und seiner Partei ambitionierte Ziele.

Die CDU in Schleswig-Holstein hat einen neuen Spitzenmann: Sechs Wochen nach dem Aus von Hoffnungsträger Christian von Boetticher wegen einer Beziehung zu einer Minderjährigen ist Wirtschaftsminister Jost de Jager zum neuen Landesvorsitzenden der Partei gewählt worden. Der 46-Jährige bekam auf einem CDU-Sonderparteitag in Kiel am Samstag 93 Prozent der Stimmen.

"Ich will Ministerpräsident werden", betonte de Jager nach seiner Wahl. Amtsinhaber Peter Harry Carstensen tritt nicht wieder an. De Jagers Ziel: Die CDU soll bei der Landtagswahl am 6. Mai nächsten Jahres mit Abstand stärkste Partei werde. Nach der jüngsten Umfrage liegt die CDU knapp hinter der SPD mit Kiels Oberbürgermeister Torsten Albig als Spitzenkandidat.

Die CDU müsse moderner werden, sagte de Jager. Sie werde sich thematisch breit aufstellen. "Ich werde Raum zur Profilierung geben, sowohl für Personen als auch für Positionen." Er werde den Dialog nach innen und außen verbessern und der Partei mehr Gewicht geben.

Boetticher war Mitte August wegen seiner früheren Beziehung zu einem 16-jährigen Mädchen als Spitzenkandidat, Fraktions- und Landesparteichef zurückgetreten. "Wir haben in einer schweren Krise sehr schnell eine Lösung gefunden, und die heißt Jost de Jager", sagte Ministerpräsident Carstensen.

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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
    • Schlagworte CDU | Peter Harry Carstensen | Christian von Boetticher | SPD | Beziehung | Landtagswahl
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