SPD und Grüne in Berlin wollen trotz ihres Streits über den Weiterbau der Stadtautobahn A100 mit den Koalitionsverhandlungen beginnen. Das teilte der SPD-Landesvorsitzende Michael Müller nach dem dritten Sondierungstreffen mit den Grünen mit.

Müller und die Berliner Grünen-Chefin Bettina Jarasch wollten nichts Konkretes zu dem Streitpunkt Autobahn und möglichen neuen Kompromissen sagen. Sie kündigten aber an, die Koalitionsverhandlungen würden an diesem Mittwochvormittag beginnen.

Jarasch sagte, die Spitzenvertreter hätten gemeinsam über den Grünen-Parteitag vom vergangenen Freitag gesprochen sowie über den Kompromiss diskutiert. Es gebe Vorschläge dazu, die in den jeweiligen Parteigremien vorgestellt und besprochen werden sollten.

Über Autobahn soll weiter verhandelt werden

Müller kündigte an, bereits in der ersten Runde der Koalitionsverhandlungen am Mittwoch solle auch über die Autobahn gesprochen werden. Außerdem werde es um Finanzpolitik und organisatorische Fragen für die nächsten Wochen gehen.

Ursprünglich waren nur zwei Sondierungen vor den rot-grünen Koalitionsverhandlungen geplant gewesen. Die SPD hatte aber nach dem Grünen-Parteitag vom vergangenen Freitag Zweifel an der Kompromissbereitschaft der Grünen geäußert. Daraufhin war eine dritte Sondierungsrunde angesetzt worden. Knackpunkt ist der erbitterte Zwist über die Verlängerung der Stadtautobahn A100.