Bewegung 15. OktoberWeltweite Proteste gegen die Macht der Banken

In Dutzenden Ländern haben Menschen gegen die Auswüchse des Finanzmarktes demonstriert. Allein in Deutschland gingen mehr als 40.000 Menschen auf die Straße. von AFP, dpa und Reuters

In Berlin haben Tausende Demonstranten gegen die Gier der Finanzmärkte demonstriert.

In etwa 50 deutschen Städten haben Menschen gegen die Auswüchse des Kapitalismus demonstriert. Insgesamt mehr als 40.000 Demonstranten zählten die Organisatoren der Bewegung 15. Oktober, weltweit folgten Hunderttausende dem Aufruf des Aktionstages. Vorbild der Demonstrationen ist die amerikanische Protestbewegung Occupy Wall Street, die sich gegen das Finanzsystem und große Teile der Bankenwelt wendet.

In der Bankenstadt Frankfurt beteiligten sich nach Angaben der Polizei etwa 5.200 Menschen, die globalisierungskritische Organisation Attac sprach von 6.000 Protestierenden. Sie zogen am Mittag vom Stadtzentrum vor die Europäische Zentralbank. Auf den Plakaten waren Aufschriften zu lesen wie "Ihr spekuliert mit unserem Leben!", "Zinssystem abschaffen. Geld arbeitet nicht.", "Geld: Guter Diener, schlechter Herrscher" oder "Capitalism kills. Kill capitalism". Auch der sozialkritische Dichter Bertolt Brecht wurde zitiert: "Bankraub: Eine Initiative von Dilettanten, wahre Profis gründen eine Bank."

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Schon vor Monaten war ein internationaler Aktionstag für diesen Samstag geplant worden. Inzwischen unterstützen auch linke Parteien und Gewerkschaften die Proteste. "Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten kämpfen für eine stärkere Kontrolle der Finanzwirtschaft", sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles. "Das Geld, das die Spekulanten verzockt haben, gehört den Menschen."

Bis zu 10.000 Demonstranten in Berlin

Proteste gegen die Auswüchse des Kapitalismus gab es auch in Berlin. Nach zunächst zögerlichem Zulauf zogen nach Angaben von Attac 8.000 bis 10.000 Menschen zum Bundeskanzleramt, wo die Abschlussveranstaltung stattfand. Sie forderten direkte Teilhabe an der Demokratie und soziale Gerechtigkeit. In Köln kamen nach Attac-Angaben 1.500 Menschen zusammen, in München waren es demnach 1.000 Demonstrationsteilnehmer.  

In der italienischen Hauptstadt versammelten sich 100.000 Protestierende, vor allem Jugendliche. Unter dem Motto "People of Europe, rise up!" (Völker Europas, steht auf!) startete der für 14.00 Uhr angesetzte Demonstrationszug durch Rom früher als geplant. "Wir sind einfach zu viele", zitierten italienische Medien die Organisatoren aus der Hauptstadt. Einige vermummte Demonstranten zündeten mehrere Autos an, wie italienische Medien berichteten. Zudem seien mehrere Räume des Verteidigungsministeriums durch Sprengsätze und Rauchbomben beschädigt. Andere schlugen im Zentrum der Stadt Fensterscheiben von Banken und Geschäften ein. 

Auch in anderen europäischen Städten war das Echo auf den im Internet verbreiteten Aufruf groß. In London versammelten sich Tausende Finanzmarktkritiker an der Saint Paul's-Kathedrale und der Börse. Die Demonstranten skandierten "Die Straßen gehören uns!" und "Wir sind die 99 Prozent" – gemeint ist, dass ein Prozent der Bevölkerung auf dem Rücken der 99 restlichen Prozent reich geworden sei. Auch WikiLeaks-Gründer Julian Assange sprach offenbar vor der Börse in London. Eine Sprecherin der Organisatoren sagte, Assange sei für etwa eine Viertelstunde von der Polizei festgehalten worden, weil er sich weigerte, eine Maske abzunehmen.

In Frankreich verliefen die Proteste im überschaubaren Rahmen. Etwa 200 Menschen folgten in Paris dem Aufruf zum Protest der "Empörten", teilte die Polizei mit. Auch in Slowenien, Bulgarien und weiteren EU-Staaten versammelten sich Globalisierungskritiker. Im asiatisch-pazifischen Raum kamen ebenfalls zahlreiche Menschen zu Protesten gegen die Macht der Banken zusammen.

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Leserkommentare
  1. Danke für die faire Berichterstattung.
    Zehntausende ist eine realistische Einschätzung.
    Da geht noch was!
    http://tinyurl.com/64m58qg

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    Zur Zeit versucht man, seitens der Finanzjongleure und der Politik alles hinunter zu spielen: man betrachtet die "Protestler" amüsiert und mit einem spöttischen Lächeln. Man weiss genau, dass man im Zweifel die Politik auf seiner Seite hat - und im Zweifelsfall auf jene "Firmen" zurückgreifen kann, die z.B. im Irak oder in Afghanistan das schmutzige Geschäft machen, falls die "Politik" die Lage nicht im Sinne der Finanzindustrie unter Kontrolle behält.

    Und die Politik wird nicht müde: seltsamerweise wurden just vor den Demonstrationen in den deutschen Städten "Brandsätze" gefunden, die angeblich aus der neu erstarkenden "Linksterroristischen" Szene stammen. In den USA wurden "Attentatspläne" "aufgedeckt", die angeblich von "aus dem Iran gesteuerten Islamisten" verübt werden sollten...

    Fakt ist: Die Stoßrichtung der Finanzjongleure ist die sogenannte "Mittelschicht". An ihr Geld will man unbedingt heran, ihre Sparstrümpfe und ihre Rücklagen braucht man dringend - denn man ist wieder einmal pleite, weil man sich wieder einmal verzockt hat.

    Inzwischen zeigt sich: der historische Materialismus des Karl Marx ist eine zutreffende Erkenntnis.

    • S7ephan
    • 15. Oktober 2011 17:09 Uhr

    Und wer protestiert gegen die maßlose Verschuldung der Westlichen Welt? Gegen die ältere Generation von Wählern, welche ohne Rücksicht auf spätere Generationen Parteien gewählt hat, die die Staats Verschuldung ausbauen?

    Wer Protestiert gegen Politiker, die auf eine private Schuldenkrise mit einer öffentlichen reagiert haben?

    Wer Protestiert gegen die Journalisten, welche die Bevölkerung gegen eben jene Anleger aufbringt, die in vermeidlich sichere Anleihen wie Immobilien-"Prime" Kredite und Staatsanleihen investiert haben? Diese werden oft "Spekulanten" genannt, dabei wollen Sie sich jetzt nur absichern.

    Wer Protestiert gegen Chartisten? Wer zieht die Lügner in der Griechischen Regierung zur Rechenschaft, die die Staatsbilanzen gefälscht haben?

    Wer Protestiert gegen die Spanischen Privatbürger, die sich über alle Maßen verschulden haben. Haus, Auto Fernseher gekauft haben ohne das Geld dafür zu haben? Wer Protestiert gegen die Spanische Regierung, welche das über Jahre zuließ?

    Gut, aber Banken... immer druff! Der Schuldige ist gefunden.

    Es ist nicht jener, der sich Geld leiht und zum Fenster raus wirft, verspielt und versäuft. Der schuldige ist der, welcher jetzt sein Geld zurück haben möchte bzw. Ihm kein neues Geld mehr leiht.

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    • lcamino
    • 15. Oktober 2011 17:28 Uhr

    gegen die Verschuldung der Staaten protestieren genau diese Leute, die jetzt auf der Straße sind! Und sie protestieren auch gegen die Politiker, die aus einer privaten eine öffentliche Finanzkrise gemacht haben!

    Die "vermeindlich sicheren Anleihen" im Sub-Prime-Market waren zu keinem Zeitpunkt sicher und weder die Ratingagenturer, die diese mit AAA bewertet noch die Banken, die diese ohne zögern (und ordentlicher Beratung) verkauft haben verstanden ihre eigenen Produkte nicht mehr; war ihnen auch egal, denn man konnte damit Umsätze im Interbankenhandel generieren, die niemals einem realen Gegenwert entsprochen haben! Oder kurz gesagt: auch hier triffts mit dem Protest gegen Banken nicht die verkehrten!

    Die "Lügner in der gr. Regierung" sind abgewählt und die Bank, die diese beraten hat (GoldmanSachs) wie man Bilanzen so fälscht, dass es nicht auffällt verrichtet "Gottes Werk" (Zitat Blankfein, CEO GoldmanSachs) auch hier trifft es nicht die falschen!

    Und wenn es keine variablen Zinssätze in den Krediten in Spanien/USA etc. gegeben hätte und die Banken die aktuell niedrigen Zinssätze auf die vergebenen Kredite halten würden, dann hätts auch in Spanien mit dem Auto und Fernsehkauf noch geklappt und die (Real!)Wirtschaft am Leben gehalten! Schuld? M.E.: Banken!
    HRE und IKB, vom Steuerzahler gerettet und dadurch die Boni der Dt.Bank! Schon vergessen???
    Aber nun auch noch die böse linke Presse? die den Bürger aufwiegelt? Also a bissl Realitätssinn im Chat sind schon angebracht!

    ... Diejenigen die Vertrauen missbraucht haben, und das sind sehr wohl die Banken. Die sich selber gerne als unglaublich kompetent und seriös darstellen - da ist die Fallhöhe natürlich erheblich.

    Es geht hier um sehr Grundsätzliches, um die Grundfesten des menschlichen Miteinanders, hier ist Etwas zutiefst aus den Fugen geraten. Wie im Herbst 1989. Und das wird jetzt wieder zurechtgerückt.

    Dass kann doch nicht Ihr Ernst sein. Die Banker verpulvern das angelegte Geld der Sparer, verdienen sich damit eine goldene Nase und wenns mal schief geht, hei, Steuerzahler hilf.
    Ich warte noch auf Ackermanns Hilfeschrei, dass seine Kinder kein Brot sondern nur noch Wasser haben.
    Pfui Deibel.

    • HMRothe
    • 15. Oktober 2011 18:30 Uhr

    zu protestieren hat keinen Sinn, da sie nur die spiegelbildliche Folge der masslosen Anhäufung bizarrer privater "Vermögen" (in der westlichen Welt) durch das (Zinses-)Zinssystem darstellt. Geldsysteme sind immer Nullsummenspiele, wenn einer eine Million "besitzt", muss irgendein anderer eine Million Schulden haben. Durch die Zinseszinsen entstehen "Schulden/Vermögen" spiegelbildlich aus dem Nichts. Womit wir wieder bei den Banken wären.

    • Running
    • 15. Oktober 2011 18:41 Uhr

    MMn liegt der Grund in den völlig überzogenen Gewinnvorstellungen, vor denen nichts halt macht und die dafür sorgen, dass Banken schon längst nicht mehr ihren Kerngeschäften nachgeht.

    Dazu werden Finanzkonstrukte geschaffen, die kein Mensch mehr durchschauen kann und, wie man bei der letzten Bankenkrise gesehen hat, enorme Sprengkraft haben.

    Wie kann es sein, dass derlei Konstrukte (Produkte will ich das nicht nennen, ein Produkt kann nur etwas sein, was tatsächlich auch real geschaffen wird) möglich sind?

    Wie kann es sein, dass man sich gegen etwas versichern kann, was man gar nicht besitzt? Würde man sich brandschutzversicherungen von Häusern kaufen, die einem nicht gehören, würde auf einmal ein zigfacher Wert vom tatsächlichen Wert des Hauses gezahlt werden müssen. Das ist Zocken und nichts anderes.

    Beim letzten Mal war es eine Immobilienblase, die vielen Staaten auf der Welt viel Geld gekostet hat. In Fonds versteckt, die gütigerweise erst mit dreifach A bewertet wurden, obwohl sie Müll waren.

    Die jetzige Krise ist immernoch zu einem Großteil dieser Krise zu verantworten, weil die Staaten viel Geld in die Hand nehmen mussten, um diesen Murks zu bereinigen.

    So, wie in jeder Branche, wo tatsächlich Waren hergestellt werden, brauchen die Banken knallharte Richtlinien, die offen für jeden einsehbar ist.

    Sie sollten mal einen kleinen Moment das Dilemma in dem wir da stecken ohne das Geld in Betracht zu ziehen neu überdenken.

    Also das was tatsächlich mit den Menschen, mit dem Boden, mit den Häusern, mit den Nahrungsmitteln mit den Bildungsstätten und mit den Elektrogeräten passiert.

    Und dann stellt man ganz schnell fest, dass wenn wir so weiter machen wie jetzt alles peu a peu in die Hände einzelner Banken wandert. Klar sind die Mechanismen derart dass die "Schuld" eigentlich bei den "Verschuldeten" liegt. Aber mein Verständnis von Naturrecht sagt mir, dass die Welt nicht den Banken sondern den Menschen gehört. Jeder hat das Recht auf Wohnung Kleidung Nahrung und Bildung und, weil es der Fortschritt erlaubt auf ein wenig Technikspielzeug.

    Weil aber einige wenige hart daran arbeiten alles besitzen zu wollen bleibt den meisten Menschen (bald) dieses Recht vorenthalten. Deshalb sage ich: Ja die BÖSEN BANKEN. Und ferner ja die BÖSE HOCHFINANZ. Wie George Carlin schon gesagt hat: "They own you!"

    Gegen die ältere Generation von Wählern?
    Maßhalten scheint nicht Ihr Ding zu sein! Glauben Sie denn echt, das alte Generationen diese Regierung wählten? Ne die wurden von Leuten gewählt, die den Hals nicht voll bekommen! Ich kenne viele der älteren Generation (z.T. 40 Jahre Mitglieder der CDU) die der Politik schon lange abgesagt haben. Nicht die Alten vors Loch schieben, denn das zeugt von Null Ahnung!

    Auf wessen Kosten denn?

    gegen die spanischen Banken, die den naiven spanischen Bürgern die Hypotheken mit unsauberen Methoden zu unfairen Bedingungen anfänglich fast zum Nulltarif aufdrängten? Informieren Sie sich genauer!

    Ich glaube, bin aber nicht ganz sicher, dass 2007 oder 2008 in Spanien die Hälfte alles in Europa produzierten Zements verbaut wurde. Die spanischen (allerdings auch die irischen) Banken setzten auf einen desaströsen Bauboom! Seit beispielsweise die (spanische) Santander ihren Reibach gemacht hatte, kauft sie in Europa nahezu alles auf, was nicht sofort flüchtet (RBS, Privatgeschäft der SEB ...).

    Die Vermögen der Reichen sind etwa genauso groß wie die Schulden. Und sie werden immer größer in dem selben Maße, wie die Schulden anwachsen. Verbieten Sie Vermögen!

    Häuser in Spanien wurden sehr teuer und genau da waren die Bürger nicht Schuld. Eine Wohnung in Spanien Mitten war auch keine richtige alternative. Ein Autofernsehen kaufen ist wirklicht sinnlos. Bezüglich Euro musste Spanien auch mitmachen und das war eine Initiativ von Deut. und Frankr.

    Würden Sie auf ihr Haus,ihr Auto,ihr Fernseher verzichten
    wollen. Selters predigen aber Sekt trinken.

    • S7ephan
    • 15. Oktober 2011 17:13 Uhr

    ...immer und immer wieder den selben Fehler!

    Hier das erste Europäische Beispiel aus der Wirtschaftsgeschichte:

    "John Law war mit den führenden Wirtschaftspolitikern seiner Zeit einig, dass reichlicher und zügiger Geldumlauf für die Volkswirtschaft förderlich sei. Die inflationären Gefahren einer solchen Politik verlor man gerne aus den Augen. Law – als Sohn eines Geldverleihers – war sich dieser Gefahren wohl bewusst. Er konnte sich jedoch von 1719 an gegen einflussreiche Entscheidungsträger in Paris nicht mehr durchsetzen. Deren ungehemmte Ausweitung der Banknoten- und Aktienemission heizte die Spekulationsblase noch an, die in die Katastrophe führen sollte."
    Wikipedia

  2. Ich war auf der Versammlung heute in Hamburg vor dem Rathaus. Bei aller Sympathie für die etwa 3000 Leute auf dem Platz: Um auch nur irgendwie ernst genommen zu werden, muss der politische Protest gegen die Baken und ihre Volksvertreter besser organisiert werden. Mit einer Rentnerband und ein paar wenigen guten Reden (etwa die von Attac) geinnt man keine Schlacht. Jeder zweite Redner war älter als 60.Wo waren die Studenten, wo waren die Intellektuellen? Auch der Mittelstand schaute lieber zu. Das kann nur der Anfang sein. Was tun? Weiter machen, sich besser vernetzen, Demos besser vorbereiten, Gewerkschaften einbeziehen, gemeinsame Aktionen propagieren (Einlagenentzug macht die Banken nervös). Aber der Kampf geht weiter! Resignation wäre tödlich. Venceremos!

  3. Die Grünen waren ja maßgeblich an der Bankenderegulierung beteiligt. Was haben die jetzt bei den Demos zu suchen?
    Das grünen Klientel verdrängt doch mit ihrem Geld die eingesessenen Milieus in Berlin und machen das ganze Gefüge kaputt.

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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf überzogene Polemik. Danke. Die Redaktion/sc

  4. Stellt auch mal vor, nur mal vorstellen, das Volk würde mal einen Sonntag Nachmittag geschlossen auf die Strasse gehen. 30 bis 40 Mio Menschen.

    Niemand würde sich trauen den Forderungen aus dem Weg zu gehen.

    Es kann sich eben doch Etwas bewegen. Und es bewegt sich sogar nur auf diese Art.

  5. auf die Straße, vor allem die jungen Leute, weltweit !

    Sie fordern ihr Recht, auf eine "gerechte" Zukunft.

    Die Banken werden ihnen nicht helfen, die Politik

    wahrscheinlich auch nicht.

    Jeder wird sich nur selber helfen, die jungen Leute brauchen

    Unterstützung, zur Sicherung unserer Zukunft, aller !

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    mehr die im mittleren-, älteren Alter. Die Jugend war wohl etwas weniger vertreten, was wohl mit der Überalterung unserer Bevölkerung zu tun hat.Das war Ironie! Aber der Geist viele dieser "Alten" ist jung geblieben und der große Teil hat das Herz am rechten Fleck(bitte keine med. Diskusionen lostreten, denn ich weis wohl das es Links schlägt)!

  6. >>> "Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten kämpfen für eine stärkere Kontrolle der Finanzwirtschaft", sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles. "Das Geld, das die Spekulanten verzockt haben, gehört den Menschen." <<<

    Vielleicht wäre es besser, wenn ich mich freuen würde über die wachsende Unterstützung, auch durch Teile der SPD.

    Im Moment allerdings empfinde ich eher Geringschätzung für den Versuch von Frau Nahles, sich populistisch an diese Bewegung heranzuwanzen.

    Die SPD hat HartzIV zu verantworten. Ob das tatsächlich zwingend notwendig war, und nicht nur der Startschuß zu einer geplanten Verarmung einer ganzen Bevölkerungsschicht, das weiß ich nicht.

    Und die SPD hat viele Jahre Regierungsverantwortung getragen und trägt sie noch, in denen sie nur in Sonntagsreden gegen Auswüchse protestiert hat, aber viele der Entscheidungen, die zur heutigen Situation geführt haben, mitgetragen oder sie sogar zu verantworten hat, z.B. durch Deregulierer Steinbrück.

    Und jetzt so ein Anbiedern.

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    • Evolux
    • 15. Oktober 2011 18:43 Uhr

    sich schon am Beginn einer solchen Bewegung an die Spitze zu setzen.
    "Hijacking the movement"
    Damit fängt man Wählerstimmen und Sympathie.
    passiert in den USA gerade auch durch die Democ-rats,Moveonorg etc.
    das ist billig,aber nicht zu ändern.
    Das Problem dabei die ganzen Jahre:
    Es hat sich nichts geändert und es wird sich auch diesmal nichts ändern.
    Ausgerechnet die SPD.
    Schlimm,wenn man diesen Zug verpasst.

    Zitat:
    "Und die SPD hat viele Jahre Regierungsverantwortung getragen und trägt sie noch, in denen sie nur in Sonntagsreden gegen Auswüchse protestiert hat, aber viele der Entscheidungen, die zur heutigen Situation geführt haben, mitgetragen oder sie sogar zu verantworten hat, z.B. durch Deregulierer Steinbrück."

    absolute Zustimmung!

    "Andrea Nahles. "Das Geld, das die Spekulanten verzockt haben, gehört den Menschen."
    Man sollte nie vergessen,wer den Weg zur Zockerei geebbnet hat,liebe SPD.
    Auch Asmussen ist SPD-Mitglied!
    Hoffe,es fallen nicht wieder alle drauf rein

    • Evolux
    • 15. Oktober 2011 18:45 Uhr

    "if you cant beat them,join them!

    Die SPD rangiert in der politischen Gewichtsklasse der FDP und ist nur noch nicht von der politischen Landkarte verschwunden, weil viele Wahlbürger ihren demokratischen Pflichten nicht nachkommen und in völliger Ignoranz der Sachlage, die SPD wählen.

    Ob dies aus Tradition oder dem Gefühl, diese Partei würde ihre Interessen vertreten, geschieht, spielt dabei keine Rolle. Der Bürger, der so wählt, nimmt seine Verantwortung als Souverän nicht wahr.

    Die Einheitspartei CDUSPDFDPGRÜNE muss in Deutschland von der Bildfläche verschwinden. Diese vollkommen verlogenen und korrupten Selbstbediener braucht niemand - außer natürlich die Minderheit, für deren Interessen in Wahrheit gearbeitet wird.

    Ich würde eher "Die Violetten" wählen, bevor politische Totalversager wie Nahles und Gabriel meine Stimme bekommen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
  • Schlagworte Bertolt Brecht | Bundeskanzleramt | Europäische Zentralbank | Medien | Verteidigungsministerium | Attac
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