Grüne: Das Ende der linken Gemütlichkeit
Die Berliner Grünen stehen für die generellen Probleme der Partei: Sie versteht die Großstädte nicht – und sie erreicht die jungen Wähler nicht mehr.
Vielleicht kam den Berliner Grünen das Ende der Koalitionsverhandlungen mit der SPD ganz recht. Gab doch der Streit um die Stadtautobahn A 100 eine gute Gelegenheit ab, das angeschlagene Selbstwertgefühl der Partei zu rehabilitieren. Das gute Abschneiden der Piratenpartei hatte den Grünen einen Schrecken eingejagt, sie wollten nicht noch mehr Wähler aus dem linken Flügel verlieren.
Die Grünen mussten sich fragen: Wollen sie Ideologieloyalität oder politischen Gestaltungsraum? Sie haben sich in Berlin für Ersteres entschieden, der Preis dafür ist jedoch hoch.
Die Frage nach der Ideologieloyalität haben die Grünen in den vergangenen Jahren, spätestens mit Beginn der Ära Joschka Fischer, zunehmend opportunistisch, oder, wenn man so will: flexibel, beantwortet. In dem Begehren, Volkspartei zu werden, wuchs die Notwendigkeit, mehrere Milieus und politische Lager für sich zu gewinnen, als nur eins links von der immer mehr in die Mitte gerückten SPD. Schon bald kursierte der Spruch "Wir sind nicht links, wir sind nicht rechts, wir sind vorn."
Erfolgreiche Landtagswahlen, verwässerte Ziele
Auch wenn Renate Künast am Anspruch, Bürgermeisterin von Berlin zu werden, gescheitert ist, und die Grünen keinen 30 Prozent-Höhenflug hinlegen konnten: Bundesweit betrachtet kann der Versuch, sowohl linke Biobauern als auch bürgerliche Anwälte und Architekten anzusprechen, durchaus als Erfolg gewertet werden – jedenfalls im Hinblick auf die Ergebnisse der Landtagswahlen.
Doch je größer die gesellschaftliche Gruppe wird, die von den Grünen politisch vertreten werden soll, desto eher verwässern sich ihre Ziele. Innen- und Sozialpolitik ist eben etwas anderes als eine Art globaler Umweltpolitik, die höheren Konsens zwischen verschiedenen Flügeln erreicht.
So steckte Künast in Berlin in einem strukturellen Dilemma: Sie musste, um ein Wahlergebnis zu erzielen, das den Anspruch einer Volkspartei legitimiert, einerseits auf eine sehr bürgerlich-arrivierte Schicht zugehen und andererseits urlinke Traditionalisten bedienen.
Grüne Urbanitätsfeindlichkeit
Die Strategie der Grünen, gleichsam mit vielen Zielen viele Wähler gewinnen zu wollen, ist in Berlin nicht wirklich aufgegangen . In der Großstadt Berlin haben sie es geschafft, sich weder als jung, noch als modern, noch als metropolenaffin, noch als zukunftsorientiert zu präsentieren. Erfolgreich sind die Grünen nach wie vor in mittelgroßen Städten wie Freiburg und Tübingen.
Das ist aufschlussreich. Denn gleichzeitig kommen sie in Großstädten wegen ihrer Urbanitätsfeindlichkeit (A 100, Tempo 30) bei vielen, die ihnen in sozialen oder außenpolitischen Fragen nahe stehen könnten, nicht an.





Ich finde es ein bisschen befremdlich, hier Berlin mit anderen deutschen Großstädten zu vergleichen. Genau wie Hamburg etwas ganz spezielles ist, taugt auch Berlin nicht zur Pauschalisierung.
Also hier ein Fazit zu ziehen "Die Grünen punkten nicht in Großstädten" mit der Ableitung zur Berlin Wahl, halte ich nicht für schlüssig.
Berlin ist meiner Meinung nach viel zu links für die Grünen. Der einzige Grund, warum hier trotzdem noch so viele Prozente geholt wurden sind die Neuberliner (aka Schwaben vom Prenzlberg).
Wenn man mal genau hinschaut, dann gibt es in Berlin rund 20% Wähler die (richtig) links wählen. Dazu zähle ich in Berlin auch die Piratenwähler. Bei diesem Klientel können 50-jährige Exrevoluzer, die sich als Dritte im Bunde nun anschicken "die Mitte" zu erobern, nicht wirklich punkten.
Grün ist schick, aber linke Wähler aus Berlin interessieren eher klassische linke Themen wie z.B. Bekämpfung von steigenden Mieten oder andere antikapitalistische Forderungen.
Ich gönne den Grünen den Erfolg, kann aber auch verstehen, dass jemand der es sich nicht leisten kann BIO einzukaufen eher andere Parteien wählt.
Ich bin zwar kein Berliner, habe dort folglich auch nicht gewählt. Aber als jahrzehntelang eher konservativer FDP-Wähler bekenne ich offen, dass ich bei der nächsten Wahl die Piraten wählen werde: und zwar aus Überzeugung, nicht bloß aus Protest. Liberalität (auf Bürgerrechte, nicht auf kapitalistische Narrenfreiheit fokussiert) und Modernität (die z. B. das Internet als demokratisches Feld und nicht bloß als neues Machtmittel begreift) haben nichts mit "links" oder "rechts" zu tun. Wenn eine Partei derzeit nicht mehr in solche, veraltete Schubladen passt, dann ist es die Piratenpartei - und genau das begründet einen Teil ihres Erfolgs.
noch die Grünen besetzen mit gleichzeitiger Beachtung der heutigen Relevanz.
Bis zum neoliberalen Wandel der FDP gehörten Bürgerrechtsthemen und der Schutz vor staatlichen Eingriffen und Übergriffen auf die Bürgerrechte zum Kern liberaler Politik und dies meistens mit aktuellem Bezug.
Die Grünen haben nicht gemerkt, dass sie für viele die neue liberale Bürgerrechtspartei werden konnte, sie haben es scheinbar absolut nicht gemerkt. Erst jetzt wo die Piraten da sind merken sie was...
Da die Linke sich mit dem Verbleib als Feigenblatt für die SED und die heutigen Populisten Lafontaine und Gysi begnügt hätte sie sich auch sehr gut und überzeugend für niedrige Mieten und Mindestlöhne einsetzen können. Es ist ja wohl sonst unglaubwürdig Vollpension für 's Bioschwein zu fordern und durch die Klientel zahlen zu lassen, während des Schweins "Pfleger" vom Hungerlohn und mehreren Minijobs leben muss... Das haben sie aber irgendwie auch noch nicht richtig verstanden, dass das für viele ein deutliches Missverhältnis ist.
Und somit gibt es da nichts zu wundern, wenn man sich unbedingt im eigenen guten BIO-Besserverdiener-Dasein verstricken muss.
Da die Linke sich mit dem Verbleib als Feigenblatt für die SED und die heutigen Populisten Lafontaine und Gysi begnügt hätte sie sich auch sehr gut und überzeugend für niedrige Mieten und Mindestlöhne einsetzen können.
Ich kann hier weder den Bezug zur SED, noch zum Populismus bestätigen. Populismus ist generell ein blöder Begriff, weil er auf alle Politiker zutrifft. Und ich habe die Politik der Linken in Berlin beobachtet in den letzten Jahren. Es gibt keine Partei, die sich mehr für niedrige Mieten und Mindestlohn einsetzt.
eine linksradikale Partei, gespickt voll mit alt-Kommunisten,
die inzwischen in ihren Pfründen fett(finanziell) geworden sind.
Natürlich im Herzen immer noch Revoluzzer, deutschfeindlich, staatsfeindlich, deshalb haben sie auch kein Konzept für diesen Staat, außer dagegen zu sein,
unwählbar für jeden, der sich mit dieser Partei näher beschäftigt hat
Ich bin zwar kein Berliner, habe dort folglich auch nicht gewählt. Aber als jahrzehntelang eher konservativer FDP-Wähler bekenne ich offen, dass ich bei der nächsten Wahl die Piraten wählen werde: und zwar aus Überzeugung, nicht bloß aus Protest. Liberalität (auf Bürgerrechte, nicht auf kapitalistische Narrenfreiheit fokussiert) und Modernität (die z. B. das Internet als demokratisches Feld und nicht bloß als neues Machtmittel begreift) haben nichts mit "links" oder "rechts" zu tun. Wenn eine Partei derzeit nicht mehr in solche, veraltete Schubladen passt, dann ist es die Piratenpartei - und genau das begründet einen Teil ihres Erfolgs.
noch die Grünen besetzen mit gleichzeitiger Beachtung der heutigen Relevanz.
Bis zum neoliberalen Wandel der FDP gehörten Bürgerrechtsthemen und der Schutz vor staatlichen Eingriffen und Übergriffen auf die Bürgerrechte zum Kern liberaler Politik und dies meistens mit aktuellem Bezug.
Die Grünen haben nicht gemerkt, dass sie für viele die neue liberale Bürgerrechtspartei werden konnte, sie haben es scheinbar absolut nicht gemerkt. Erst jetzt wo die Piraten da sind merken sie was...
Da die Linke sich mit dem Verbleib als Feigenblatt für die SED und die heutigen Populisten Lafontaine und Gysi begnügt hätte sie sich auch sehr gut und überzeugend für niedrige Mieten und Mindestlöhne einsetzen können. Es ist ja wohl sonst unglaubwürdig Vollpension für 's Bioschwein zu fordern und durch die Klientel zahlen zu lassen, während des Schweins "Pfleger" vom Hungerlohn und mehreren Minijobs leben muss... Das haben sie aber irgendwie auch noch nicht richtig verstanden, dass das für viele ein deutliches Missverhältnis ist.
Und somit gibt es da nichts zu wundern, wenn man sich unbedingt im eigenen guten BIO-Besserverdiener-Dasein verstricken muss.
Da die Linke sich mit dem Verbleib als Feigenblatt für die SED und die heutigen Populisten Lafontaine und Gysi begnügt hätte sie sich auch sehr gut und überzeugend für niedrige Mieten und Mindestlöhne einsetzen können.
Ich kann hier weder den Bezug zur SED, noch zum Populismus bestätigen. Populismus ist generell ein blöder Begriff, weil er auf alle Politiker zutrifft. Und ich habe die Politik der Linken in Berlin beobachtet in den letzten Jahren. Es gibt keine Partei, die sich mehr für niedrige Mieten und Mindestlohn einsetzt.
eine linksradikale Partei, gespickt voll mit alt-Kommunisten,
die inzwischen in ihren Pfründen fett(finanziell) geworden sind.
Natürlich im Herzen immer noch Revoluzzer, deutschfeindlich, staatsfeindlich, deshalb haben sie auch kein Konzept für diesen Staat, außer dagegen zu sein,
unwählbar für jeden, der sich mit dieser Partei näher beschäftigt hat
Also die Verlängerung der Autobahn A100 als „urbanes“ Projekt zu etikettieren, ist wohl mindestens umstritten.
Urbanität ist halt mehr als zwei Autos vor der Tür stehen zu haben (dafür ist eh kein Platz in der Innenstadt!).
Dem restlichen Beitrag kann man hingegen größtenteils zustimmen.
Wer Urbanität an Gegnerschaft zu Tempo 30 in der Stadt und Begeisterung für Autobahnbau festmacht hat eine zumindest problematische Auffassung von Urbanität.
Die autogerechte Stadt ist eine überlebte Fantasie der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und nicht die Lösung für die Zukunft. Besserer ÖV, mehr Fahrrad - das ist moderen Urbanität (das Auto als Statussymbol ist übrigens gerade in den Großstädten auf dem Rückzug).
Wer Urbanität an Gegnerschaft zu Tempo 30 in der Stadt und Begeisterung für Autobahnbau festmacht hat eine zumindest problematische Auffassung von Urbanität.
Die autogerechte Stadt ist eine überlebte Fantasie der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und nicht die Lösung für die Zukunft. Besserer ÖV, mehr Fahrrad - das ist moderen Urbanität (das Auto als Statussymbol ist übrigens gerade in den Großstädten auf dem Rückzug).
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se
der fast die meisten Empfehlungen hat und seit wann ist Polemik verboten ?
der fast die meisten Empfehlungen hat und seit wann ist Polemik verboten ?
wie sich die Grünen mittlerweile zeigen, sind sie für mich nicht mehr wählbar. Wenn ich allein an das Abstimmungsverhalten im Bundestag denke in Sachen Web-Sperren könnt ich jetzt noch kotzen. So unwissend wie sich Ströbele dann auch noch in diversen Fernsehdiskussionen zu diesem zeigte, war diese Partei nur noch peinlich.
Da bleiben nur die Piraten, weil sich die Linken ja lieber selbst zerlegen durch Castro-Geburtstag und Mauer-Nostalgie.
Schade um all die klugen Köpfe innerhalb der Parteien. Da gäbe es jede Menge, die ihre Energie sinnvoller einsetzen könnten. Vielleicht sollten die Vernünftigen aller Parteien mal einen Verein gründen. Oder einfach, wie es im Grundgesetz vorgesehn ist, nur nach ihrem Gewissen handeln.
die Grünen haben eine Gesinnung, der man nicht widersprechen darf. Bzgl. Internet setzen die Grünen auf zu neue Zwangsabgaben (Kulturflatrate). Nicht mit mir.
Netzsperren hin oder her (da bekleckert sich derzeit keine Partei mit Ruhm), man dem Herrn Ströbele ja zumindest noch zugute halten kann, dass er absolut der einzige Nein-Sager unter den Grünen zum Euro-Rettungsschirm war.
Das die restliche Partei schon SO angepasst ist, damit hätte ich allerdings nicht gerechnet.
Bzgl der Linken stimme ich zu, wobei natürlich auch viel Mediengestichel herrscht. Trotzdem setze ich meine Hoffnungen noch so lange in dieses momentan Leck geschlagene Schiff.
Was die Piraten betrifft, hab ich nämlich noch ne größere Skepsis... die sind im Moment ein trauriger Anblick, wenn man sich überlegt, was denen da grad für eine Chance geboten wird was raus zu holen, einfach nur blaß, dabei ist das deren Kernkompetenz wo sie den anderen ewig weit vorraus wären.
Naja mal abwarten was sich noch entwickelt...
Geissler, Gysi, Lafontaine, Ditfurth, aber reicht das für die Gründung einer Partei?
Ich bin 55, habe studiert, verdiene gut, fahre GTI - gerne über 200 - habe 4 Computer, und finde Google-Street-View toll - und ich wähle die Piraten. Die Grünen haben kein Altersproblem, die Grünen haben ein Akzeptanzproblem. Sie bedienen nur noch ihre Oberlehrer-Klientel. Am Beispiel Google-Street-View wird die schon hysterische Technikfeindlichkeit (nicht nur der Grünen) deutlich. Gute Ansätze, beispielsweise in der Energiefrage, werden bis zum Erbrechen weitergetrieben (Beispiel Glühbirnenverbot oder Haus-Energetik). Und dabei ist man sich nicht zu schade, daß Fähnchen nach Gusto in den Wind zu hängen. Wenn's passt halt auch mit der industriegesponserten CDU. Grünen sind ja auch bereit, gegen eine gute Dotierung mal eben in die Industrie zu wechseln, die man zwei Wochen vorher noch bekämpft hat. Da unterscheiden sie sich nicht mehr von anderen.
die Grünen haben eine Gesinnung, der man nicht widersprechen darf. Bzgl. Internet setzen die Grünen auf zu neue Zwangsabgaben (Kulturflatrate). Nicht mit mir.
Netzsperren hin oder her (da bekleckert sich derzeit keine Partei mit Ruhm), man dem Herrn Ströbele ja zumindest noch zugute halten kann, dass er absolut der einzige Nein-Sager unter den Grünen zum Euro-Rettungsschirm war.
Das die restliche Partei schon SO angepasst ist, damit hätte ich allerdings nicht gerechnet.
Bzgl der Linken stimme ich zu, wobei natürlich auch viel Mediengestichel herrscht. Trotzdem setze ich meine Hoffnungen noch so lange in dieses momentan Leck geschlagene Schiff.
Was die Piraten betrifft, hab ich nämlich noch ne größere Skepsis... die sind im Moment ein trauriger Anblick, wenn man sich überlegt, was denen da grad für eine Chance geboten wird was raus zu holen, einfach nur blaß, dabei ist das deren Kernkompetenz wo sie den anderen ewig weit vorraus wären.
Naja mal abwarten was sich noch entwickelt...
Geissler, Gysi, Lafontaine, Ditfurth, aber reicht das für die Gründung einer Partei?
Ich bin 55, habe studiert, verdiene gut, fahre GTI - gerne über 200 - habe 4 Computer, und finde Google-Street-View toll - und ich wähle die Piraten. Die Grünen haben kein Altersproblem, die Grünen haben ein Akzeptanzproblem. Sie bedienen nur noch ihre Oberlehrer-Klientel. Am Beispiel Google-Street-View wird die schon hysterische Technikfeindlichkeit (nicht nur der Grünen) deutlich. Gute Ansätze, beispielsweise in der Energiefrage, werden bis zum Erbrechen weitergetrieben (Beispiel Glühbirnenverbot oder Haus-Energetik). Und dabei ist man sich nicht zu schade, daß Fähnchen nach Gusto in den Wind zu hängen. Wenn's passt halt auch mit der industriegesponserten CDU. Grünen sind ja auch bereit, gegen eine gute Dotierung mal eben in die Industrie zu wechseln, die man zwei Wochen vorher noch bekämpft hat. Da unterscheiden sie sich nicht mehr von anderen.
Wer Urbanität an Gegnerschaft zu Tempo 30 in der Stadt und Begeisterung für Autobahnbau festmacht hat eine zumindest problematische Auffassung von Urbanität.
Die autogerechte Stadt ist eine überlebte Fantasie der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und nicht die Lösung für die Zukunft. Besserer ÖV, mehr Fahrrad - das ist moderen Urbanität (das Auto als Statussymbol ist übrigens gerade in den Großstädten auf dem Rückzug).
Geauso ist es. Für mich ging diese Analyse um 180° in die falsche Richtung.
Urbanität beinhaltet das Vorhandensein von Infrastrukturen, die den Besitz eines Fahrzeugs überflüssig machen. Wohingegen auf dem Land 2 Autos und mehr pro Haushalt keine Seltenheit sind, einfach weil es keine Alternative zum Auto gibt. Eine Autobahn steht für mich im Wiederspruch zur Stadtstruktur, eine Tempo-30-Zone dagegen ist für das Ueberleben als Fussfänger im städtischen Raum manchmal eine absolute Notwendigkeit.
Ausserdem sind die Grünen eine Partei die gerade im städtischen Milieu traditionell besonders viele Anhänger hat (in Grossstädten im allgemeinen und in Universitätsstädten im besonderen).
Wenn man die nakten Zahlen betrachtet, muss man zudem sagen, dass die Berliner Grünen zwar an ihren eigenen hohen Anprüchen gescheitert sind (nicht zuletzt durch das Auftauchen der Piraten im Senat...), aber ihr bestes Resultat in ihrer ganzen bisherigen Berliner Geschichte erzielt haben.
Die Grünen haben nicht aufgrund mangelnder Urbanität verloren, sondern trotz ihrer grossen Präsenz im urbanen Milieu sich slbst überschätzt.
Diese Analyse ignoriert einige Fakten komplett und verfehlt ihr Ziel.
"Die autogerechte Stadt ist eine überlebte Fantasie der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und nicht die Lösung für die Zukunft. Besserer ÖV, mehr Fahrrad - das ist moderne Urbanität"
Früher hat man als Landbewohner ein Auto gebraucht, um zum Einkaufen in die Stadt zu fahren. Die autofeindliche Ideologie einer "modernen Urbanität" hat es inzwischen so weit gebracht, dass die Stadtbewohner ein Auto brauchen, um zum Einkaufen aufs Land zu fahren.
von der Größe der Stadt ab:
Wenn eine Metropole oder Metropolregion (z.B. Rhein-Ruhr) eine bestimmte Ausdehnung erreicht hat, dann kommen manche Leute - vor allem Berufstätige - ohne Auto nicht mehr aus, und auch nicht ohne ein Netz von Schnellstraßen. Sonst dauert es einfach zu lange, von einem Ort zum andern zu kommen. Dasselbe gilt natürlich für Transportunternehmen.
Natürlich muss man den öffentlichen Nahverkehr ausbauen - aber auch dieser Ausbau stößt an finanzielle Grenzen.
Am besten ist immer noch ein vernünftiger Kompromiss.
In Berlin wäre das schon ein Ring aus Schnellstraßen um die innere Stadt (nicht -durch-), so daß man in vernünftiger Zeit die Stadt durchqueren und auf die Autobahn in alle Himmelsrichtungen, und zum Flughafen gelangen kann. Solange dieser Ring nicht voll ausgebaut ist, sind bestimmte Wirtschaftsstandorte im Osten der Stadt einfach benachteiligt.
In Wohngebieten sind Tempo-30-Zonen selbstverständlich vernünftig - schon wegen der Kinder.
Zitat:
"Wer Urbanität an Gegnerschaft zu Tempo 30 in der Stadt und Begeisterung für Autobahnbau festmacht hat eine zumindest problematische Auffassung von Urbanität."
Geauso ist es. Für mich ging diese Analyse um 180° in die falsche Richtung.
Urbanität beinhaltet das Vorhandensein von Infrastrukturen, die den Besitz eines Fahrzeugs überflüssig machen. Wohingegen auf dem Land 2 Autos und mehr pro Haushalt keine Seltenheit sind, einfach weil es keine Alternative zum Auto gibt. Eine Autobahn steht für mich im Wiederspruch zur Stadtstruktur, eine Tempo-30-Zone dagegen ist für das Ueberleben als Fussfänger im städtischen Raum manchmal eine absolute Notwendigkeit.
Ausserdem sind die Grünen eine Partei die gerade im städtischen Milieu traditionell besonders viele Anhänger hat (in Grossstädten im allgemeinen und in Universitätsstädten im besonderen).
Wenn man die nakten Zahlen betrachtet, muss man zudem sagen, dass die Berliner Grünen zwar an ihren eigenen hohen Anprüchen gescheitert sind (nicht zuletzt durch das Auftauchen der Piraten im Senat...), aber ihr bestes Resultat in ihrer ganzen bisherigen Berliner Geschichte erzielt haben.
Die Grünen haben nicht aufgrund mangelnder Urbanität verloren, sondern trotz ihrer grossen Präsenz im urbanen Milieu sich slbst überschätzt.
Diese Analyse ignoriert einige Fakten komplett und verfehlt ihr Ziel.
"Die autogerechte Stadt ist eine überlebte Fantasie der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und nicht die Lösung für die Zukunft. Besserer ÖV, mehr Fahrrad - das ist moderne Urbanität"
Früher hat man als Landbewohner ein Auto gebraucht, um zum Einkaufen in die Stadt zu fahren. Die autofeindliche Ideologie einer "modernen Urbanität" hat es inzwischen so weit gebracht, dass die Stadtbewohner ein Auto brauchen, um zum Einkaufen aufs Land zu fahren.
von der Größe der Stadt ab:
Wenn eine Metropole oder Metropolregion (z.B. Rhein-Ruhr) eine bestimmte Ausdehnung erreicht hat, dann kommen manche Leute - vor allem Berufstätige - ohne Auto nicht mehr aus, und auch nicht ohne ein Netz von Schnellstraßen. Sonst dauert es einfach zu lange, von einem Ort zum andern zu kommen. Dasselbe gilt natürlich für Transportunternehmen.
Natürlich muss man den öffentlichen Nahverkehr ausbauen - aber auch dieser Ausbau stößt an finanzielle Grenzen.
Am besten ist immer noch ein vernünftiger Kompromiss.
In Berlin wäre das schon ein Ring aus Schnellstraßen um die innere Stadt (nicht -durch-), so daß man in vernünftiger Zeit die Stadt durchqueren und auf die Autobahn in alle Himmelsrichtungen, und zum Flughafen gelangen kann. Solange dieser Ring nicht voll ausgebaut ist, sind bestimmte Wirtschaftsstandorte im Osten der Stadt einfach benachteiligt.
In Wohngebieten sind Tempo-30-Zonen selbstverständlich vernünftig - schon wegen der Kinder.
Zitat:
"Wer Urbanität an Gegnerschaft zu Tempo 30 in der Stadt und Begeisterung für Autobahnbau festmacht hat eine zumindest problematische Auffassung von Urbanität."
waren innerlich bereits bei der Gründung der Partei zu alt.
Genau wie die Anderen ... Sie sitzen solange an den politischen Fleischtöpfen / fleischlosen Töpfen, bis sie leer sind.
Man sollte RECHTZEITIG für guten politisch JUNGEN Nachwuchs sorgen. Im Hintergrund rackern genug gute, junge Wilde für die Partei.
Stattdessen regeneriert man Vorbestrafte oder "fischert" im Trüben.
Ich dachte die CDU würde die GRoßstädte nicht verstehen, weil sie so unhipp und spiessig ist^^
Ist Ströbele hipp?
Auf fast alle ihm unangenehmen Fragen antwortet er doch: "Das weiß ich nicht so genau, damit habe ich mich noch nicht beschäftigt."
Fragen Sie ihn z.B. mal nach den Inhalten des Koran!
Das hat die Zeit selber noch vor einiger Zeit geschrieben :D Unfassbar.... Scheinbar ist keine Partei mehr Hipp genug für die Berliner. Die wählen ja eh lieber Parteien ohne Programm und Lösungen, aber dafür mit vielen tollen Ideen.
Ist Ströbele hipp?
Auf fast alle ihm unangenehmen Fragen antwortet er doch: "Das weiß ich nicht so genau, damit habe ich mich noch nicht beschäftigt."
Fragen Sie ihn z.B. mal nach den Inhalten des Koran!
Das hat die Zeit selber noch vor einiger Zeit geschrieben :D Unfassbar.... Scheinbar ist keine Partei mehr Hipp genug für die Berliner. Die wählen ja eh lieber Parteien ohne Programm und Lösungen, aber dafür mit vielen tollen Ideen.
Die FDP galt als die Partei der Besserverdiener als eine Partei in einem ungeliebten Sonderstatus.
Es kann sein, dass nun auch die Grünen in Teilen zu einer Partei der Besserverdiener aufgestiegen sind.
Es scheint so zu sein, als Parteien der Besserverdiener den Zugang zur Basis eines Volkes jeweils verlieren.
Möglicherweise wird nun die Partei "der Piraten" in das Vacuum bei der FDP und der Grünen eintreten.
Da wird doch schon wieder eine "altbewährte" Frontfrau auf einen lukrativen Aufsichtsratposten verschoben: http://www.echo-online.de...
Bin jetzt mal gespannt, wie lange sie dann noch MdB bleibt (und was sie der Bundestagsverwaltung angibt)
Da wird doch schon wieder eine "altbewährte" Frontfrau auf einen lukrativen Aufsichtsratposten verschoben: http://www.echo-online.de...
Bin jetzt mal gespannt, wie lange sie dann noch MdB bleibt (und was sie der Bundestagsverwaltung angibt)
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