Linkspartei "Wir punkten mit Inhalten, nicht mit Querelen"

Am Freitag beginnt der Programm-Parteitag der Linken. Mit klarer Kapitalismuskritik wolle sich die Partei aus der Krise befreien, sagt der Vorsitzende Klaus Ernst im Interview.

Frage: Herr Ernst, Franz Müntefering beschrieb das Amt des Parteichefs mal als "schönstes Amt neben dem Papst". Wie würden Sie es formulieren?

Klaus Ernst: Es ist ein wichtiges Amt: Als Parteivorsitzender wird man wenigstens öffentlich gehört. Die Anti-Banken-Proteste sind doch die Reaktion derer, die bisher überhaupt nicht gehört werden. Die Situation ähnelt der im Herbst 1989. Ein Prozent bereichert sich, und 99 Prozent ballen die Faust in der Tasche. Die Menschen verstehen nicht, dass es in Deutschland mehr Fahrkartenkontrolleure als Bankenkontrolleure gibt. Wir erleben im Moment den Beginn eines friedlichen Aufstands gegen die Diktatur der Finanzmärkte.

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Die Proteste müssen spürbar werden. Ich kann mir vorstellen, dass sich überall im Land Initiativen gründen, die jeden Montag vor der örtlichen Filiale der Deutschen Bank oder der Commerzbank demonstrieren, bis sich etwas ändert. Die Empörung ist mit Händen greifbar.

Frage: Aber in den Umfragen geht es für die Linke stetig bergab. Woran liegt das?

Ernst: Parteien müssen sich abgewöhnen, nur darauf zu schielen, ob sie kurzfristig Profit schlagen. Parteien müssen einen Sinn haben. Unser Sinn ist es, Politik für die 99 Prozent zu machen, die weder Aktienpakete noch Millionenvermögen haben. Am Wochenende beschließen wir auf dem Parteitag in Erfurt unser Programm. Das wird ein Wendepunkt. Wir punkten mit Inhalten, nicht mit Querelen.

Frage: Seit Sie im Mai 2010 gemeinsam mit Gesine Lötzsch die Parteiführung übernommen haben, reißt die Kritik nicht ab. Was haben Sie falsch gemacht?

Ernst: Wir müssen alle miteinander realisieren, dass wir gemeinsam gewinnen und verlieren. Mit rückwärtsgewandten Debatten und Querelen wirbt man keine Wähler.

Frage: Was haben Sie in den letzten anderthalb Jahren gelernt?

Ernst: Der Job ist nicht immer einfach. Ich habe aber gelernt, dass die Mehrheit der Partei mit klaren Botschaften punkten will. Ich hoffe, dass unser Programm von einer breiten Mehrheit beschlossen wird.

Frage: Was werden die wichtigsten Botschaften des Linken-Programms sein?

Ernst: Wir formulieren eine Alternative zur Diktatur der Finanzmärkte. Das ist eine Gesellschaft, in der diejenigen, die den Wohlstand erarbeiten, auch die Früchte der Arbeit ernten, und wo die Interessen der Mehrheit tatsächlich zur Geltung kommen. Wir richten unsere Politik an fünf Zielen aus: Gute Arbeit, soziale Sicherheit, dauerhafte Entwaffnung der Finanzmärkte, ökologischer Umbau und internationaler Gewaltverzicht. Auf den Punkt gebracht: Erst der Mensch, dann die Banken, erst die Europäer, dann der Euro.

Frage: Zeigen die Debatten über Mauerbau, Kommunismus und Fidel Castro nicht, dass die Linke sich stärker vom autoritären Staatssozialismus distanzieren muss?

Ernst: Nein, wir haben eine klare Haltung. Ein Sozialismus, der Mauern zum Existieren braucht, ist mit uns nicht machbar.

Frage: Aber Ihre Ko-Vorsitzende Gesine Lötzsch hat dieses Thema doch erst aufgebracht.

Ernst: Nein, das wurde aufgebauscht. Die Berichterstattung stand in keinem Verhältnis zu den realen Debatten in der Partei.

Frage: Einige Genossen wünschen sich Oskar Lafontaine als Parteichef zurück. Sie auch?

Ernst: Die Frage steht jetzt nicht auf der Tagesordnung.

Frage: Werden Sie selbst noch einmal antreten?

Ernst: Darüber reden wir, wenn es so weit ist.


Leser-Kommentare
    • 15thMD
    • 17.10.2011 um 19:10 Uhr

    ...aber es muss mal wieder sein: Porsche-Klaus, der doppeltes Gehalt bezieht, kommt uns jetzt mit Kapitalismuskritik? Wenn das so weiter geht haben wir bald Freibeuter in der Regierung....

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    • Derika
    • 17.10.2011 um 19:24 Uhr

    Denn die Linke muss klein gehalten werden und die 99% dumm, damit die 1% weiterhin alles bestimmen, aufkaufen und ausbeuten können.

    Weshalb die Linke nicht profitiert? Weil der Wähler keinerlei Schimmer davon hat, für was dieser Partei steht. Der Wähler sieht sich nämlich in der Mehrheit keine Bundestagsdebatten an, geschweige denn, dass er sich ein Parteiprogramm durchliest.

    Der Wähler lässt sich von Medien vorkauen, was er zu glauben hat und diese sind nunmal in großer Mehrheit wortwörtlich parteiisch und nicht dem verschrieben, wofür Journalismus eigentlich steht, nämlich beständige Aufklärung.

    zu kommentieren? Na dann brauchen wir uns keine Sorgen machen! Verstehen Sie mehr vom Klatsch, oder Dratsch?
    Wieviel von der Politik? Ich musste so reagieren, weil Ihr Kommentar nun mal nicht zum Interview passt!

    Die Linke will nicht den erfolgreichen Firmenchefs ihren tollen Wagen wegnehmen. Die Linke will nur, dass sie von dem, was sie haben, ein wenig mehr abdrücken. Schließlich hat laut Grundgesetz Eigentum dem Allgemeinwohl zu dienen. Die Linkspartei kommt den Millionären entgegen und nimmt den Teil automatisch ab, sodass die sich nicht mehr drum kümmern müssen.

    Nett, oder?

    Im Übrigen richtet sich der größte Teil der Kritik auf den Finanzmarkt-Kapitalismus und weniger auf den realwirtschaftlichen Kapitalismus.

    Ich fahre auch einen BMW. Bin ich deshalb reich? Das mein Auto 17 Jahre alt ist und nicht mal 1.000 EUR auf dem Markt wert ist, das sagt keiner.

    Wie alt und wieviel an Wert hat dieser Porsche?

    Außerdem hat die Linke niemals gesagt, dass sie die Planwirtschaft einführen will. Sie fordert lediglich eine Verstaatlichung der Unternehmen, die

    1. lebensnotwendig für die Gesellschaft sind.
    2. im Grunde keinen Wettbewerb auf dem Markt haben.

    Linke Ziele?

    Diese Ziele würden Sie auch bei der Freiburger Schule treffen - den Liberalen. Speziell meine ich damit die Ordoliberale (googeln), die als einzige bei den Liberalen erkannt haben, was wichtig und richtig ist (die FDP gehört aber nicht dazu).

    • Derika
    • 17.10.2011 um 19:24 Uhr

    Denn die Linke muss klein gehalten werden und die 99% dumm, damit die 1% weiterhin alles bestimmen, aufkaufen und ausbeuten können.

    Weshalb die Linke nicht profitiert? Weil der Wähler keinerlei Schimmer davon hat, für was dieser Partei steht. Der Wähler sieht sich nämlich in der Mehrheit keine Bundestagsdebatten an, geschweige denn, dass er sich ein Parteiprogramm durchliest.

    Der Wähler lässt sich von Medien vorkauen, was er zu glauben hat und diese sind nunmal in großer Mehrheit wortwörtlich parteiisch und nicht dem verschrieben, wofür Journalismus eigentlich steht, nämlich beständige Aufklärung.

    zu kommentieren? Na dann brauchen wir uns keine Sorgen machen! Verstehen Sie mehr vom Klatsch, oder Dratsch?
    Wieviel von der Politik? Ich musste so reagieren, weil Ihr Kommentar nun mal nicht zum Interview passt!

    Die Linke will nicht den erfolgreichen Firmenchefs ihren tollen Wagen wegnehmen. Die Linke will nur, dass sie von dem, was sie haben, ein wenig mehr abdrücken. Schließlich hat laut Grundgesetz Eigentum dem Allgemeinwohl zu dienen. Die Linkspartei kommt den Millionären entgegen und nimmt den Teil automatisch ab, sodass die sich nicht mehr drum kümmern müssen.

    Nett, oder?

    Im Übrigen richtet sich der größte Teil der Kritik auf den Finanzmarkt-Kapitalismus und weniger auf den realwirtschaftlichen Kapitalismus.

    Ich fahre auch einen BMW. Bin ich deshalb reich? Das mein Auto 17 Jahre alt ist und nicht mal 1.000 EUR auf dem Markt wert ist, das sagt keiner.

    Wie alt und wieviel an Wert hat dieser Porsche?

    Außerdem hat die Linke niemals gesagt, dass sie die Planwirtschaft einführen will. Sie fordert lediglich eine Verstaatlichung der Unternehmen, die

    1. lebensnotwendig für die Gesellschaft sind.
    2. im Grunde keinen Wettbewerb auf dem Markt haben.

    Linke Ziele?

    Diese Ziele würden Sie auch bei der Freiburger Schule treffen - den Liberalen. Speziell meine ich damit die Ordoliberale (googeln), die als einzige bei den Liberalen erkannt haben, was wichtig und richtig ist (die FDP gehört aber nicht dazu).

  1. " Ein Prozent bereichert sich, und 99 Prozent ballen die Faust in der Tasche. Die Menschen verstehen nicht, dass es in Deutschland mehr Fahrkartenkontrolleure als Bankenkontrolleure gibt."

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    Man muss den Inhalten der Linken nicht folgen. Man muss auch Sahra Wagenknecht nicht folgen.

    Dennoch ist sie eine der ganz wenigen Politikerinnen, welche sich klar, klug und überzeugend äußern kann und vor allem nicht herumschwätzt -

    wie das leider auch so mancher bei der "Die Linken" tut.

    Nach meiner Meinung sollten sich die Linken darin üben, deutlich kämpferischer zu werden und sich zB in öffentlichen Diskussionen klarer und entschiedener darzustellen und sich nicht von Seifenblasen abhalten zu lassen.

    Die Aussagen sollten immer konkret sein. Man sollte allen falschen und unwahren Aussagen der Gegner entschieden begegnen und anhand von Fakten richtigstellen.

    Hier lassen die Linken zu viele falsche und unwahre Aussagen den Gegnern einfach durchgehen.

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    • Derika
    • 17.10.2011 um 19:30 Uhr

    Die Presse ignoriert es nur und zwar absichtlich. Lieber tausend Mal Gehetze gegen die angeblichen Kommunisten, als auch nur ein einziges Mal die Inhalte und Aussagen so wiedergeben, wie sie getroffen wurden.

    Die vier Parteien schwänken plötzlich auf das um, was von der Linken schon seit zig Jahren gesagt und prophezeit wird, aber darauf geht keiner der eingeladenen Experten ein.

    Da wird die Partei einfach nur belächelt, die sich in innern Querelen verliert, die hauptsächlich von eben solchen "Experten" und "Journalisten" überhaupt erst groß gemacht wurden.

    Bei den anderen Parteien sieht man selten, dass die beständige Kritik der Basis dermaßen hervorgehoben wird und da wird auch in keinster Weise die vollkommen festegefahrene Meinungsdiktatur auch nur als problematisch erwähnt.

    Von den massiven Schäden, die uns die Politik der letzten 13 Jahre zugefügt hat ganz zu schweigen und die von den Medien offenbart werden müssten, aber zu 80% sogar zusätzlich verdeckt wird, indem man die Lügen brav herunterbetet.

    • Derika
    • 17.10.2011 um 19:30 Uhr

    Die Presse ignoriert es nur und zwar absichtlich. Lieber tausend Mal Gehetze gegen die angeblichen Kommunisten, als auch nur ein einziges Mal die Inhalte und Aussagen so wiedergeben, wie sie getroffen wurden.

    Die vier Parteien schwänken plötzlich auf das um, was von der Linken schon seit zig Jahren gesagt und prophezeit wird, aber darauf geht keiner der eingeladenen Experten ein.

    Da wird die Partei einfach nur belächelt, die sich in innern Querelen verliert, die hauptsächlich von eben solchen "Experten" und "Journalisten" überhaupt erst groß gemacht wurden.

    Bei den anderen Parteien sieht man selten, dass die beständige Kritik der Basis dermaßen hervorgehoben wird und da wird auch in keinster Weise die vollkommen festegefahrene Meinungsdiktatur auch nur als problematisch erwähnt.

    Von den massiven Schäden, die uns die Politik der letzten 13 Jahre zugefügt hat ganz zu schweigen und die von den Medien offenbart werden müssten, aber zu 80% sogar zusätzlich verdeckt wird, indem man die Lügen brav herunterbetet.

  2. Bei mir mit einem solchen "Porsche"-Klausi nicht mehr.

    DIE LINKE hat sich mit ihrer Doppelspitze und ihren Funktionären aus dem Westen keinen gefallen getan.

    DIE LINKE hätte besser eine Ost-Partei bleiben sollen, wie die CSU in ihrem Bayern.

    Hätte DIE LINKE all ihre totalitären Kommunisten rausgeworfen, dann hätte sie vielleicht über kurz oder lang sogar in der SPD neue Freunde gefunden.

    Wer aber am eigenen Ast sät und Wasser predigt, selbst aber auf Wein nicht verzichtet, der wird vom Wähler abgestraft.

    Wer aber eine "Volkspartei" werden will, der muss mit den Wölfen heulen und sich den Nächstbesten anbiedern und zum Fraß vorwerfen.

    Wohin das führt, das erleben FDP und GRÜNE gerade.

    Egal, wie sie DIE LINKE windet, vom Wähler kann sie so nicht mehr verstanden werden.

    Es ist nun einmal ein ungeschriebenes Gesetz:

    Die Wirtschaft und nicht der Wähler bestimmt letztendlich, wer wann und wie regiert.

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    Sie hetzen gegen die Linke und kennen diese so wenig wie die SPD? Mann hat die Bildzeitung und RTL das Volk versaut!

    Es war wohl die einzigste Partei, die seit jahrzehnten bis jetzt richtig lag! Eingestehen kann man sich dieses wohl schwer, aber es ist nun mal Fakt!

    • Lars G
    • 17.10.2011 um 21:38 Uhr

    Die Haltung der Linken zur SPD (und zu Grünen, CDU, FDP) muss abgerenzend sein, denn sonst müsste auf einmal Krauss-Maffei-Wegmann und die Allianz-Gruppe usw. auch den Linken die Taschen vollspenden. - Und das kann man den Unternehmen nicht zumuten.
    Im Ernst, in Wirklichkeit besteht das politische Spektrum aus 2 Strömungen: neoliberal (mehr privat - weniger Staat, Umverteilung von unten nach oben, Wirtschaftskriege führen) und sozialdemokratisch (reformierende Umwandlung der Gesellschaft, Institutionen der Daseinsfürsorge vergesellschaften, Umverteilung von oben nach unten).
    In ersterer Strömung fließen Union, SPD, FDP, Grüne und in der zweiten die Linke. (Die Piraten können sich noch nicht entscheiden.)
    Deshalb werden die Linken immer ausgebuht, auch von dieser Zeitung mit Uhren- und Sportwagenanzeigen.

    Sie hetzen gegen die Linke und kennen diese so wenig wie die SPD? Mann hat die Bildzeitung und RTL das Volk versaut!

    Es war wohl die einzigste Partei, die seit jahrzehnten bis jetzt richtig lag! Eingestehen kann man sich dieses wohl schwer, aber es ist nun mal Fakt!

    • Lars G
    • 17.10.2011 um 21:38 Uhr

    Die Haltung der Linken zur SPD (und zu Grünen, CDU, FDP) muss abgerenzend sein, denn sonst müsste auf einmal Krauss-Maffei-Wegmann und die Allianz-Gruppe usw. auch den Linken die Taschen vollspenden. - Und das kann man den Unternehmen nicht zumuten.
    Im Ernst, in Wirklichkeit besteht das politische Spektrum aus 2 Strömungen: neoliberal (mehr privat - weniger Staat, Umverteilung von unten nach oben, Wirtschaftskriege führen) und sozialdemokratisch (reformierende Umwandlung der Gesellschaft, Institutionen der Daseinsfürsorge vergesellschaften, Umverteilung von oben nach unten).
    In ersterer Strömung fließen Union, SPD, FDP, Grüne und in der zweiten die Linke. (Die Piraten können sich noch nicht entscheiden.)
    Deshalb werden die Linken immer ausgebuht, auch von dieser Zeitung mit Uhren- und Sportwagenanzeigen.

    • Derika
    • 17.10.2011 um 19:24 Uhr

    Denn die Linke muss klein gehalten werden und die 99% dumm, damit die 1% weiterhin alles bestimmen, aufkaufen und ausbeuten können.

    Weshalb die Linke nicht profitiert? Weil der Wähler keinerlei Schimmer davon hat, für was dieser Partei steht. Der Wähler sieht sich nämlich in der Mehrheit keine Bundestagsdebatten an, geschweige denn, dass er sich ein Parteiprogramm durchliest.

    Der Wähler lässt sich von Medien vorkauen, was er zu glauben hat und diese sind nunmal in großer Mehrheit wortwörtlich parteiisch und nicht dem verschrieben, wofür Journalismus eigentlich steht, nämlich beständige Aufklärung.

    14 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Es ist alt..."
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    "Der Wähler sieht sich nämlich in der Mehrheit keine Bundestagsdebatten an, geschweige denn, dass er sich ein Parteiprogramm durchliest."

    "Politik" wird doch nicht in Bundestagdebatten betrieben, die findet im "vorparlamentarischen Raum" statt, in Fraktionssitzungen, Partei- und Koalitionsausschüssen oder ähnlichen. Gesetzesinitiativen gehen doch nicht erst seit heute von der Executive aus. Die "Staatsschauspieltruppe" des Bundestags erfüllt doch längst nicht mehr ihre eigentliche Aufgabe.

    Und Parteiprogramme sind doch nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben stehen. Das sind doch billige Allgemeinplätze, schwammige Aussagen unter denen jeder alles verstehen oder vermuten kann/soll, nach dem Motto "das müssen möglichst viele gut finden und dürfen nur ganz wenige doof finden".
    Oder für wie konkret halten Sie die Aussage in diesem Interview, dass die Diktatur der Finanzmärkte beseitigt werden muss. Was meint der "Aparatschik" Ernst denn konkret?

    "Der Wähler sieht sich nämlich in der Mehrheit keine Bundestagsdebatten an, geschweige denn, dass er sich ein Parteiprogramm durchliest."

    "Politik" wird doch nicht in Bundestagdebatten betrieben, die findet im "vorparlamentarischen Raum" statt, in Fraktionssitzungen, Partei- und Koalitionsausschüssen oder ähnlichen. Gesetzesinitiativen gehen doch nicht erst seit heute von der Executive aus. Die "Staatsschauspieltruppe" des Bundestags erfüllt doch längst nicht mehr ihre eigentliche Aufgabe.

    Und Parteiprogramme sind doch nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben stehen. Das sind doch billige Allgemeinplätze, schwammige Aussagen unter denen jeder alles verstehen oder vermuten kann/soll, nach dem Motto "das müssen möglichst viele gut finden und dürfen nur ganz wenige doof finden".
    Oder für wie konkret halten Sie die Aussage in diesem Interview, dass die Diktatur der Finanzmärkte beseitigt werden muss. Was meint der "Aparatschik" Ernst denn konkret?

  3. zu kommentieren? Na dann brauchen wir uns keine Sorgen machen! Verstehen Sie mehr vom Klatsch, oder Dratsch?
    Wieviel von der Politik? Ich musste so reagieren, weil Ihr Kommentar nun mal nicht zum Interview passt!

    Antwort auf "Es ist alt..."
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    • 15thMD
    • 04.11.2011 um 16:25 Uhr

    Ich habe auch eine Stimme bei Wahlen.

    • 15thMD
    • 04.11.2011 um 16:25 Uhr

    Ich habe auch eine Stimme bei Wahlen.

    • Derika
    • 17.10.2011 um 19:30 Uhr

    Die Presse ignoriert es nur und zwar absichtlich. Lieber tausend Mal Gehetze gegen die angeblichen Kommunisten, als auch nur ein einziges Mal die Inhalte und Aussagen so wiedergeben, wie sie getroffen wurden.

    Die vier Parteien schwänken plötzlich auf das um, was von der Linken schon seit zig Jahren gesagt und prophezeit wird, aber darauf geht keiner der eingeladenen Experten ein.

    Da wird die Partei einfach nur belächelt, die sich in innern Querelen verliert, die hauptsächlich von eben solchen "Experten" und "Journalisten" überhaupt erst groß gemacht wurden.

    Bei den anderen Parteien sieht man selten, dass die beständige Kritik der Basis dermaßen hervorgehoben wird und da wird auch in keinster Weise die vollkommen festegefahrene Meinungsdiktatur auch nur als problematisch erwähnt.

    Von den massiven Schäden, die uns die Politik der letzten 13 Jahre zugefügt hat ganz zu schweigen und die von den Medien offenbart werden müssten, aber zu 80% sogar zusätzlich verdeckt wird, indem man die Lügen brav herunterbetet.

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  4. Sie hetzen gegen die Linke und kennen diese so wenig wie die SPD? Mann hat die Bildzeitung und RTL das Volk versaut!

    12 Leser-Empfehlungen
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    Es war 1984 als ich aus der SED flog, weil ich die Durchsetzung der Parteibeschlüsse damals kritisierte und anmahnte, das Volk nicht zu vergessen, sonst wird mit Ende des Wohnungsbauprogramms auch das Ende der DDR eingeläutet.

    Heute ist DIE LINKE auch nicht mehr "volksnah", was die Bundesebene betrifft.

    DIE LINKE hat zwar gute Vorschläge eingebracht, die von den anderen Parteien dann torpediert und später als eigeneer Erguß wieder ins Feld geführt wurden.

    DIE LINKE kann nie auf Bundesebene regieren, weil hinter ihr nicht die Wirtschaft steht.

    DIE LINKE kann zwar "stänkern", mehr aber auch nicht.

    Solange im Westen immer noch der Atem von Löwenthal und Konsorten verbreitet wird und die Aufklärung über die Geschichte der DDR nur einseitig und negativ erfolgt, hat DIE LINKE nix davon, außer auf kommunaler Ebene zu punkten und das geht im Osten besser als im Westen und ohne abgehalfterte "West-Prominenz" in den eigenen Reihen.

    Selber habe ich an DIE LINKE 2x geschrieben - die Antworten waren:

    1x nur Bla-Bla und nix Konkretes - wie zu Ost-Zeiten und die zweite Antwort blieb uns deren Vorsitzende erst recht ganz und gar schuldig.

    Das ist die gleiche überhebliche Bürgerarbeit, wie ich sie 1984 erleben durfte!

    Sie gewinnt man die Menschen nicht und verliert noch all jene, die daran geglaubt haben.

    Wenigstens meine Bürgermeisterin (DIE LINKE)kann ich noch wählen - die hat das Ohr am Volk.

    Es war 1984 als ich aus der SED flog, weil ich die Durchsetzung der Parteibeschlüsse damals kritisierte und anmahnte, das Volk nicht zu vergessen, sonst wird mit Ende des Wohnungsbauprogramms auch das Ende der DDR eingeläutet.

    Heute ist DIE LINKE auch nicht mehr "volksnah", was die Bundesebene betrifft.

    DIE LINKE hat zwar gute Vorschläge eingebracht, die von den anderen Parteien dann torpediert und später als eigeneer Erguß wieder ins Feld geführt wurden.

    DIE LINKE kann nie auf Bundesebene regieren, weil hinter ihr nicht die Wirtschaft steht.

    DIE LINKE kann zwar "stänkern", mehr aber auch nicht.

    Solange im Westen immer noch der Atem von Löwenthal und Konsorten verbreitet wird und die Aufklärung über die Geschichte der DDR nur einseitig und negativ erfolgt, hat DIE LINKE nix davon, außer auf kommunaler Ebene zu punkten und das geht im Osten besser als im Westen und ohne abgehalfterte "West-Prominenz" in den eigenen Reihen.

    Selber habe ich an DIE LINKE 2x geschrieben - die Antworten waren:

    1x nur Bla-Bla und nix Konkretes - wie zu Ost-Zeiten und die zweite Antwort blieb uns deren Vorsitzende erst recht ganz und gar schuldig.

    Das ist die gleiche überhebliche Bürgerarbeit, wie ich sie 1984 erleben durfte!

    Sie gewinnt man die Menschen nicht und verliert noch all jene, die daran geglaubt haben.

    Wenigstens meine Bürgermeisterin (DIE LINKE)kann ich noch wählen - die hat das Ohr am Volk.

  5. daß man eine alte Kommunistin zum Bundeskanzler gewählt hat!

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    • PALVE
    • 18.10.2011 um 9:22 Uhr

    Frau Merkel ist keine Kommunistin gewesen und ist es auch heute noch nicht.

    Das ist genauso, als wenn sie einen Kirchengänger als Gläubigen bezeichnen würden, nur weil er in die Kirche geht.
    Do you understand?

    • PALVE
    • 18.10.2011 um 9:22 Uhr

    Frau Merkel ist keine Kommunistin gewesen und ist es auch heute noch nicht.

    Das ist genauso, als wenn sie einen Kirchengänger als Gläubigen bezeichnen würden, nur weil er in die Kirche geht.
    Do you understand?

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