Bodo Ramelow "Wir sollten uns an gesellschaftlichen Realitäten orientieren"

Vor dem Programm-Parteitag warnt Linkspartei-Realo Ramelow den antikapitalistischen Flügel: Fundamentalopposition helfe nicht aus der Krise, sagt er im Interview.

ZEIT ONLINE: Herr Ramelow, die Linke hat in den vergangenen Monaten vor allem durch Streit auf sich aufmerksam gemacht. An diesem Wochenende will sie nun in Erfurt ihr Programm beschließen. Sind Sie zuversichtlich, dass Ihre Partei das Delegiertentreffen ohne größere Querelen übersteht?

Bodo Ramelow
Bodo Ramelow

ist Fraktionsvorsitzender der Linke in Thüringen. Von 2005 bis 2009 war er stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag. Für die PDS leitete der den Bundestagswahlkampf 2005, 2007 war er Beauftragter für den Zusammenschluss von PDS und WASG zur Linkspartei. 2010 legte er sein Amt als gewählter Parteivorstand der Linken nieder. Ramelow gilt als Pragmatiker, er setzt sich vehement für Regierungsbeteiligungen seiner Partei ein.

Bodo Ramelow: Eindeutig ja! Klaus Ernst und Gesine Lötzsch haben die Vorbereitungen im Parteivorstand bravourös geleitet. Alle strittigen Fragen wurden gemeinsam bearbeitet. Der jetzt vorliegende Programmentwurf des Parteivorstandes ist also eine ausgewogene Grundlage für die Parteibasis.

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ZEIT ONLINE: Monatelang gab es Streit zwischen Realos und Antikapitalisten um die Ausrichtung des Programms. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Basis weitere regierungsskeptische Positionen ins Programm hineinstimmen wird?

Ramelow: Wir haben ein Jahr lang über das Programm diskutiert, wir haben uns ein Jahr lang den Luxus einer öffentlichen Kakophonie erlaubt. Es war notwendig, das die Partei sich mit diesen teilweise auch skurrilen Debatten auseinandergesetzt hat. Jetzt geht es um eine ganz einfache Frage: Wollen wir mit unserer Partei die gesellschaftliche Diskussion, die Gesellschaft nach links verschieben oder genügen wir uns damit, nur unsere Partei weiter nach links zu verschieben. Wir sind gut beraten, die Hauptlinien des Programms auf dem Parteitag nicht erneut zu diskutieren.

ZEIT ONLINE: Welches sind für Sie die wichtigsten Knackpunkte des Programms?

Ramelow: Zum Beispiel unser Verhältnis zu Europa und unsere Absage an militärische Interventionen...

ZEIT ONLINE: Wie lautet denn die konkrete Position der Linken zu Europa und zum Euro? 

Ramelow: Wir Linke sind eine pro-europäische Partei, wir sagen aber, die europäische Idee muss eine Idee der Menschen und nicht der Großbanken sein. Wir stehen für eine europäische Wirtschaftsregierung und zur demokratischen Legitimierung von Europa.

ZEIT ONLINE: Passt das dazu, dass die Linke im Bundestag gegen die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms gestimmt hat?

Ramelow: Ja, das passt, weil dieser europäische Rettungsschirm im Kern nichts anderes ist als eine Banken-Rettungsaktion. Die Banken haben es geschickt geschafft, ihre unterdurchschnittlich ausgeprägte Eigenkapitalausstattung jetzt dem Steuerzahler aufzubürden. Das kann nicht sein.

ZEIT ONLINE: Warum aber kann die Linke nicht von der Finanzmarkt-kritischen Stimmung in der Bevölkerung profitieren? Warum wollten die Menschen am Wochenende keine Fahnen der Linkspartei auf ihren Anti-Bankenprotesten dulden?

Ramelow: Ach, das mit den Fahnen sehe ich gelassen. Wir sagen, diese Bewegung muss stärker und breiter  werden. Die Bewegung muss sich aber auch im Klaren sein, dass sie eine parlamentarische Mehrheit braucht, wenn sie die Finanzmarktarchitektur ändern will.

ZEIT ONLINE: Aber nochmal, warum hat die Linke in diesem Superwahljahr eigentlich nur verloren?

Ramelow: Ein Problem war sicher, dass wir unsere Programmdebatte geführt haben. Schließlich ist es unser allererster Programmparteitag, da waren Diskussionen über die Ausrichtung der Partei vorprogrammiert. Aber man muss das auch allgemein betrachten: Alle Parteien verlieren in den Umfragen, Volksparteien mit absoluten Mehrheiten gibt es nicht mehr. Und die Piratenpartei schafft es aus dem Nichts auf neun Prozent. Das ist eine Krise der Parteien und wir sind ein Teil davon. Wir Linke müssen vermehrt unsere Stärken betonen: Wir sind eine Kümmererpartei, wir sind in den neuen Bundesländern sehr gut verankert. Dann gibt es noch einen weiteren Punkt. Die SPD hat uns in Sachsen-Anhalt, Thüringen und in Mecklenburg-Vorpommern eine Abfuhr erteilt. Sie schielt auf ein Bündnis mit den Grünen, obwohl die zum Teil schon eine grüne FDP sind.

ZEIT ONLINE:  Bleibt da nicht nur die Fundamentalopposition, wenn denn keiner mit Ihrer Partei koalieren will?

Ramelow: Nein, unsere Politik sollte an gesellschaftlichen Realitäten orientiert sein. Hier in Thüringen machen wir als Opposition konkrete Politik, die der CDU wehtut und die SPD dazu zwingt, darüber nachzudenken, ob sie manches nicht besser mit uns als mit der CDU umsetzen könnte.

Leser-Kommentare
  1. Wenn man sich die 2 Seiten durchliest, so ist das Fazit leider:

    1)Nicht durchdachte emotionale, aber keine sachlichen Fragen = ungenügendes Interview

    2)schlechte unpräzise Antworten.

    Wenn man die Zielsetzung hat, eine Partei schlecht darstellen zu wollen, wird die Objektivität behindert.

  2. "Warum wollten die Menschen am Wochenende keine Fahnen der Linkspartei auf ihren Anti-Bankenprotesten dulden?"

    Antwort: Die meisten Bürgen können sich nicht mit der Leistungsfeindlichkeit der Linken identifizieren. Außerdem merkt man recht schnell, dass vielen Linken jedes Verständnis für die Gründe unseres Wohlstands fehlt.

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    • Derika
    • 19.10.2011 um 14:34 Uhr

    Förderung durch andere, was wir nicht erwidern wollen, Ausbeutung anderer Länder (und hier nicht nur China und Oststaaten) und der eigenen Bürger, Schaffung von gigantischen Geldmengen, die mit Geld nichts mehr zu tun haben, weil es keinerlei realen Gegenwert dafür gibt und die Verzigfachung dieser imaginären Geldmengen durch ein absurdes exponentielles Wachstumsprinzip.

    Höre ich den Linken zu, haben die das sehr, sehr gut verstanden und ebenso, warum es zwangsläufig in der Katastrophe enden wird (wozu allein ein Blick in die Vergangenheit reicht, in der dieser Fehler schon hunderte Male begangen wurden, dafür muss man nicht mal in die Zukunft blicken).

    Wer hier keinerlei Realitätssinn aufweist, sind gerade eben die anderen Parteie, die sich diese ganze Sch*** schönreden und das auch noch tun werden, wenn wir darin ersaufen.

    • Chali
    • 19.10.2011 um 14:37 Uhr

    " Die meisten Bürgen ... " - das meint "wir"? "Deutschland"? Ein deratiges Super-Objekt?

    Ich darf soviel sagen:
    Ich war auch gegen den Versuch der Partei, die Demonstration zu übernehmen.
    Aber nicht wegen ihrer "Leistungsfeindlichkeit" - das nun bestimmt nicht.
    Schon deshalb nicht, weil ich einige Mitglieder der Links-Partei kennen, die im "Sozialen Bereich" arbeiten - Krankenschwester, Altenpfleger, so was.
    Und die leisten was - JungeJunge.

    Wobei - ich verstehe unter "Leistung" Arbeit pro Zeiteinheit. Für mich reicht der Beruf "Sohn/Tochter" nicht aus, um schon zu den "Leistungsträgern" zu gehören.

    wenn alle Menschen dieser Erde ausreichend zu Essen haben!

    Solange wir die Hälfte der erzeugten Nahrungsmittel wegwerfen, während in anderen Teilen der Welt Kinder verhungern, ist das kein Wohlstand, sondern einfach nur krank!

    Solange wir mit Lebensmitteln spekulieren und unsere Gier und unseren Egoismus befriedigen, während Menschen - auch deshalb - hungern, sollten wir das nicht Wohlstand nennen!

    "Die Linken wissen nicht wo unser Wohlstand herkommt!?"

    Welchen Wohlstand meinen Sie?

    "Jeden Tag gehen in Deutschland ca. 500.000 Kinder hungrig ins Bett" Diese Meldung passt ganz toll zu Ihrer Aussage, daß die Linken nicht wissen wo u n s e r Wohlstand herkommt.

    Ich weiss nicht nur wo er herkam - ich weiß auch wo er hingegangen ist.

    • mcbb
    • 19.10.2011 um 18:53 Uhr

    alle Ihre Beiträge zeigen eine unglaubliche Angst vor einer "Linken", was Sie auch immer damit assoziieren. Sie sprechen von "unserem Wohlstand" und meinen offensichtlich Ihren eigenen Wohlstand. Sie und Ihresgleichen sehen das wahre Leben nicht!
    Die Gewinne zu privatisieren und die Verluste zu sozialisieren in DEUTSCHLAND.Dass Menschen bei TAFELN um Essen betteln müssen während die FDP-CDU-CSU Steuergeschenke an die Hoteliers macht und Westerwelle die Armen als spät-römisch dekadent beschimpft in DEUTSCHLAND.Kinderarmut.Soziale Benachteiligung.Den Menschenhandel(Zeitarbeit/Leiharbeit). Menschen werden von Merkel aufgerufen, im Rahmen eines Ehrenamtes politisches Versagen der CDU/CSU, FDP zu beheben. Menschen in Deutschland müssen bei „Tafeln“ um Essen und Trinken betteln). Nur wer reich ist erfährt Bildung. Während die Banken ein „weiter so“ praktiziert, werden die Menschen als spät römisch dekadent beschimpft und Kinder aus der Gesellschaft verdrängt! Sie sollen auf Almosen angewiesen sein, womit ihnen jede Menschenwürde genommen wird. Die Geschenke an die Atomlobby, die Banken und die Industrie ((z. B. Steuervergünstigungen für Hoteliers, Studiengebühren in CDU regierten Ländern) bezahlen die Schwachen durch Kürzungen ihres Existenzminimums und unsere Kinder, denen CDU/CSU und FDP neben den Rekordschulden auch noch neuen Atommüll vor die Füße kippen.

    • zoppot
    • 19.10.2011 um 19:03 Uhr

    Stimmt ,der Kommentar,die Linke sollte mehr Profil mit Arbeitern und angestellten suchen, die Täglich für Ihr Gehalt oder Lohn hart arbeiten müssen und dieser zielgruppe
    keine Fundamental/Märchenschlösser bauen, sondern eine Poltik
    die die Ursachen sucht und Verbesserungen und alternativen anbietet gerade auf der Schiene Lohn,vieles ist besetzt ,Mindestlohn war ein Thema, Gerechtigkeit vormachen hilft und daran arbeiten schafft Prozente bei der Wahl.

    ...W O H L S T A N D ?????

    Da Irren Sie sich aber gewatig! ....für die Mehrheit der der Bürger in diesem Land bedeutet WOHLSTAND etwas anderes als das WOHL eines bestimmten STANDES!

    Die gleichgeschalteten Medien versuchen immer und immer wieder darzustellen das alle hier im Wohlstand leben...
    ...e s i s t n i c h t s o!

    • Derika
    • 19.10.2011 um 14:34 Uhr

    Förderung durch andere, was wir nicht erwidern wollen, Ausbeutung anderer Länder (und hier nicht nur China und Oststaaten) und der eigenen Bürger, Schaffung von gigantischen Geldmengen, die mit Geld nichts mehr zu tun haben, weil es keinerlei realen Gegenwert dafür gibt und die Verzigfachung dieser imaginären Geldmengen durch ein absurdes exponentielles Wachstumsprinzip.

    Höre ich den Linken zu, haben die das sehr, sehr gut verstanden und ebenso, warum es zwangsläufig in der Katastrophe enden wird (wozu allein ein Blick in die Vergangenheit reicht, in der dieser Fehler schon hunderte Male begangen wurden, dafür muss man nicht mal in die Zukunft blicken).

    Wer hier keinerlei Realitätssinn aufweist, sind gerade eben die anderen Parteie, die sich diese ganze Sch*** schönreden und das auch noch tun werden, wenn wir darin ersaufen.

    • Chali
    • 19.10.2011 um 14:37 Uhr

    " Die meisten Bürgen ... " - das meint "wir"? "Deutschland"? Ein deratiges Super-Objekt?

    Ich darf soviel sagen:
    Ich war auch gegen den Versuch der Partei, die Demonstration zu übernehmen.
    Aber nicht wegen ihrer "Leistungsfeindlichkeit" - das nun bestimmt nicht.
    Schon deshalb nicht, weil ich einige Mitglieder der Links-Partei kennen, die im "Sozialen Bereich" arbeiten - Krankenschwester, Altenpfleger, so was.
    Und die leisten was - JungeJunge.

    Wobei - ich verstehe unter "Leistung" Arbeit pro Zeiteinheit. Für mich reicht der Beruf "Sohn/Tochter" nicht aus, um schon zu den "Leistungsträgern" zu gehören.

    wenn alle Menschen dieser Erde ausreichend zu Essen haben!

    Solange wir die Hälfte der erzeugten Nahrungsmittel wegwerfen, während in anderen Teilen der Welt Kinder verhungern, ist das kein Wohlstand, sondern einfach nur krank!

    Solange wir mit Lebensmitteln spekulieren und unsere Gier und unseren Egoismus befriedigen, während Menschen - auch deshalb - hungern, sollten wir das nicht Wohlstand nennen!

    "Die Linken wissen nicht wo unser Wohlstand herkommt!?"

    Welchen Wohlstand meinen Sie?

    "Jeden Tag gehen in Deutschland ca. 500.000 Kinder hungrig ins Bett" Diese Meldung passt ganz toll zu Ihrer Aussage, daß die Linken nicht wissen wo u n s e r Wohlstand herkommt.

    Ich weiss nicht nur wo er herkam - ich weiß auch wo er hingegangen ist.

    • mcbb
    • 19.10.2011 um 18:53 Uhr

    alle Ihre Beiträge zeigen eine unglaubliche Angst vor einer "Linken", was Sie auch immer damit assoziieren. Sie sprechen von "unserem Wohlstand" und meinen offensichtlich Ihren eigenen Wohlstand. Sie und Ihresgleichen sehen das wahre Leben nicht!
    Die Gewinne zu privatisieren und die Verluste zu sozialisieren in DEUTSCHLAND.Dass Menschen bei TAFELN um Essen betteln müssen während die FDP-CDU-CSU Steuergeschenke an die Hoteliers macht und Westerwelle die Armen als spät-römisch dekadent beschimpft in DEUTSCHLAND.Kinderarmut.Soziale Benachteiligung.Den Menschenhandel(Zeitarbeit/Leiharbeit). Menschen werden von Merkel aufgerufen, im Rahmen eines Ehrenamtes politisches Versagen der CDU/CSU, FDP zu beheben. Menschen in Deutschland müssen bei „Tafeln“ um Essen und Trinken betteln). Nur wer reich ist erfährt Bildung. Während die Banken ein „weiter so“ praktiziert, werden die Menschen als spät römisch dekadent beschimpft und Kinder aus der Gesellschaft verdrängt! Sie sollen auf Almosen angewiesen sein, womit ihnen jede Menschenwürde genommen wird. Die Geschenke an die Atomlobby, die Banken und die Industrie ((z. B. Steuervergünstigungen für Hoteliers, Studiengebühren in CDU regierten Ländern) bezahlen die Schwachen durch Kürzungen ihres Existenzminimums und unsere Kinder, denen CDU/CSU und FDP neben den Rekordschulden auch noch neuen Atommüll vor die Füße kippen.

    • zoppot
    • 19.10.2011 um 19:03 Uhr

    Stimmt ,der Kommentar,die Linke sollte mehr Profil mit Arbeitern und angestellten suchen, die Täglich für Ihr Gehalt oder Lohn hart arbeiten müssen und dieser zielgruppe
    keine Fundamental/Märchenschlösser bauen, sondern eine Poltik
    die die Ursachen sucht und Verbesserungen und alternativen anbietet gerade auf der Schiene Lohn,vieles ist besetzt ,Mindestlohn war ein Thema, Gerechtigkeit vormachen hilft und daran arbeiten schafft Prozente bei der Wahl.

    ...W O H L S T A N D ?????

    Da Irren Sie sich aber gewatig! ....für die Mehrheit der der Bürger in diesem Land bedeutet WOHLSTAND etwas anderes als das WOHL eines bestimmten STANDES!

    Die gleichgeschalteten Medien versuchen immer und immer wieder darzustellen das alle hier im Wohlstand leben...
    ...e s i s t n i c h t s o!

  3. ... den Anhängern der Linken einfach nicht recht machen: Erst beschwert man sich, dass man als Opposionspartei auf Zeit online entweder totgeschwiegen oder diffamiert werde. Nun erhalten mit Herrn Ernst und Herrn Ramelow kurz hintereinander gleich zwei prominente Politiker der linken eine Plattform - und Sie beschweren sich darüber, dass die Fragen Ihnen nicht passen. Um es mal so zu sagen: Gehts noch? Das sind doch vollkommen klare, präzise Fragen. Die schwammigen Antworten haben möglicherweise nichts mit ungenügendem Journalismus, sondern mit ungenügendem politischen Profil zu tun.

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    • Derika
    • 19.10.2011 um 14:41 Uhr

    "Herr Ramelow, die Linke hat in den vergangenen Monaten vor allem durch Streit auf sich aufmerksam gemacht."
    So fängt es schonmal an und ist bereits die erste, massive Lüge. Denn so hat nicht die Linke auf sich aufmerksam gemacht, so haben die Medien sie hingestellt. Jeder, der sich auch nur nebenbei mit der Linken beschäftigt und wenn es nur durch die Verfolgung der Bundestagsdebatten ist, weiß das.

    "Monatelang gab es Streit zwischen Realos und Antikapitalisten um die Ausrichtung des Programms."
    Auch hier wieder der "subtile" Versucht der Diffamierung, denn so stellt man Politiker der anderen Parteien ziemlich nie hin - außer, man will sie ebenso diffamieren. Da heißt es dann eher "der soziale Flügel" o.ä. und nicht "die Antikapitalisten!!". Und wenn das Antikapitalisten sind, warum nennt man dann Merkel und Co nicht immer "Die Kapitalisten"?

    "Aber nochmal, warum hat die Linke in diesem Superwahljahr eigentlich nur verloren?"
    Sagt ein Vertrete der Medien, die beständig ihr möglichstes tun, damit diese Partei als ein Haufen zerstrittener Bekloppter dasteht, die keine Ahnung von nichts haben und uns maximal in eine neue DDR führen wollen. Dabei gibt es genug mediale Auftritte, über die man informieren könnte, in denen Sachkenntnis und gute Lösungsvorschläge präsentiert werden von Politikern der Linken.

    fort.

    • Derika
    • 19.10.2011 um 14:41 Uhr

    "Herr Ramelow, die Linke hat in den vergangenen Monaten vor allem durch Streit auf sich aufmerksam gemacht."
    So fängt es schonmal an und ist bereits die erste, massive Lüge. Denn so hat nicht die Linke auf sich aufmerksam gemacht, so haben die Medien sie hingestellt. Jeder, der sich auch nur nebenbei mit der Linken beschäftigt und wenn es nur durch die Verfolgung der Bundestagsdebatten ist, weiß das.

    "Monatelang gab es Streit zwischen Realos und Antikapitalisten um die Ausrichtung des Programms."
    Auch hier wieder der "subtile" Versucht der Diffamierung, denn so stellt man Politiker der anderen Parteien ziemlich nie hin - außer, man will sie ebenso diffamieren. Da heißt es dann eher "der soziale Flügel" o.ä. und nicht "die Antikapitalisten!!". Und wenn das Antikapitalisten sind, warum nennt man dann Merkel und Co nicht immer "Die Kapitalisten"?

    "Aber nochmal, warum hat die Linke in diesem Superwahljahr eigentlich nur verloren?"
    Sagt ein Vertrete der Medien, die beständig ihr möglichstes tun, damit diese Partei als ein Haufen zerstrittener Bekloppter dasteht, die keine Ahnung von nichts haben und uns maximal in eine neue DDR führen wollen. Dabei gibt es genug mediale Auftritte, über die man informieren könnte, in denen Sachkenntnis und gute Lösungsvorschläge präsentiert werden von Politikern der Linken.

    fort.

    • Derika
    • 19.10.2011 um 14:34 Uhr

    Förderung durch andere, was wir nicht erwidern wollen, Ausbeutung anderer Länder (und hier nicht nur China und Oststaaten) und der eigenen Bürger, Schaffung von gigantischen Geldmengen, die mit Geld nichts mehr zu tun haben, weil es keinerlei realen Gegenwert dafür gibt und die Verzigfachung dieser imaginären Geldmengen durch ein absurdes exponentielles Wachstumsprinzip.

    Höre ich den Linken zu, haben die das sehr, sehr gut verstanden und ebenso, warum es zwangsläufig in der Katastrophe enden wird (wozu allein ein Blick in die Vergangenheit reicht, in der dieser Fehler schon hunderte Male begangen wurden, dafür muss man nicht mal in die Zukunft blicken).

    Wer hier keinerlei Realitätssinn aufweist, sind gerade eben die anderen Parteie, die sich diese ganze Sch*** schönreden und das auch noch tun werden, wenn wir darin ersaufen.

    • Chali
    • 19.10.2011 um 14:37 Uhr

    " Die meisten Bürgen ... " - das meint "wir"? "Deutschland"? Ein deratiges Super-Objekt?

    Ich darf soviel sagen:
    Ich war auch gegen den Versuch der Partei, die Demonstration zu übernehmen.
    Aber nicht wegen ihrer "Leistungsfeindlichkeit" - das nun bestimmt nicht.
    Schon deshalb nicht, weil ich einige Mitglieder der Links-Partei kennen, die im "Sozialen Bereich" arbeiten - Krankenschwester, Altenpfleger, so was.
    Und die leisten was - JungeJunge.

    Wobei - ich verstehe unter "Leistung" Arbeit pro Zeiteinheit. Für mich reicht der Beruf "Sohn/Tochter" nicht aus, um schon zu den "Leistungsträgern" zu gehören.

    • Derika
    • 19.10.2011 um 14:41 Uhr

    "Herr Ramelow, die Linke hat in den vergangenen Monaten vor allem durch Streit auf sich aufmerksam gemacht."
    So fängt es schonmal an und ist bereits die erste, massive Lüge. Denn so hat nicht die Linke auf sich aufmerksam gemacht, so haben die Medien sie hingestellt. Jeder, der sich auch nur nebenbei mit der Linken beschäftigt und wenn es nur durch die Verfolgung der Bundestagsdebatten ist, weiß das.

    "Monatelang gab es Streit zwischen Realos und Antikapitalisten um die Ausrichtung des Programms."
    Auch hier wieder der "subtile" Versucht der Diffamierung, denn so stellt man Politiker der anderen Parteien ziemlich nie hin - außer, man will sie ebenso diffamieren. Da heißt es dann eher "der soziale Flügel" o.ä. und nicht "die Antikapitalisten!!". Und wenn das Antikapitalisten sind, warum nennt man dann Merkel und Co nicht immer "Die Kapitalisten"?

    "Aber nochmal, warum hat die Linke in diesem Superwahljahr eigentlich nur verloren?"
    Sagt ein Vertrete der Medien, die beständig ihr möglichstes tun, damit diese Partei als ein Haufen zerstrittener Bekloppter dasteht, die keine Ahnung von nichts haben und uns maximal in eine neue DDR führen wollen. Dabei gibt es genug mediale Auftritte, über die man informieren könnte, in denen Sachkenntnis und gute Lösungsvorschläge präsentiert werden von Politikern der Linken.

    fort.

    Antwort auf "Man kann es..."
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    ... und Sie glauben, diese Art der Fragestellung wendet man nur bei einem Vertreter der Linken an? Ich stelle mir gerade vor, man würde ein Interview mit Guido Westerwelle führen. Nicht dass ich den für sympathisch hielte oder dass er meine politische Richtung verträte. Aber nur mal angenommen. Glauben Sie nicht, dass da sehr schnell der Vorhalt käme:
    "Herr Westerwelle, die Koalition hat in den vergangenen Monaten vor allem durch Streit auf sich aufmerksam gemacht."
    Und glauben Sie etwa nicht, dass man sofort einwenden könnte: "So hat nicht die Koalition auf sich aufmerksam gemacht, so haben die Medien sie hingestellt. " Und glauben Sie nicht auch, dass man damit ebenso Recht hätte wie im Fall der Linken auch?

    • Derika
    • 19.10.2011 um 14:49 Uhr

    "Bleibt da nicht nur die Fundamentalopposition, wenn denn keiner mit Ihrer Partei koalieren will?"
    Ah, Fundamentalopposition. Fundamental, Fundamentalisten, Radikale, Terroristen. Spricht man über Fundamentalismus, denken 99% der Leute sofort an fanatische Religiöse, die einer absurden Ideologie hinterherrennen, abre sicherlich nicht qualitativ wichtige und richtige Lösungen aufzeigen und für die Vernunft kämpfen.

    "Wer soll das eigentlich bezahlen?"
    Ein guter Journalist hätte sich vorher informiert, zumal die Linke dazu schon genug gesagt hat. Die Frage "Wer soll das eigentlic zahlen?" kommt immer, sobald es darum geht, die Vermögensschwere aus der Rotation zu holen.

    Wir haben bald 70% des Privatvermögens im Besitz der dünnen Oberschicht und 70% kommen nichtmal mehr auf 10% Anteil. Und das klafft immer weiter auseinander, aber jeder, der auch nur erwähnt, dass dies logischerweise nicht gut gehen wird, ist bereits ein Kommunist. Klar und für den Räuber ist jeder Poliziste ein ... (man möge sich hier selbst eine Beleidigung denken)

    Ansonsten wird Ramelow immer wieder nach seiner persönolichen Meinung befragt, nur ist das ziemlich irrelevant. Was interessiert mich die Meinung eines einzelnen Politiker einer Partei? Ich will wissen, was die Partei macht. Gute, vernünftige Politiker gibt es z.B. in jeder Partei, nur bringt das überhaut nichts, wenn diese Leute nichts zu sagen haben. Ebenso umgekehrt.

    ... und Sie glauben, diese Art der Fragestellung wendet man nur bei einem Vertreter der Linken an? Ich stelle mir gerade vor, man würde ein Interview mit Guido Westerwelle führen. Nicht dass ich den für sympathisch hielte oder dass er meine politische Richtung verträte. Aber nur mal angenommen. Glauben Sie nicht, dass da sehr schnell der Vorhalt käme:
    "Herr Westerwelle, die Koalition hat in den vergangenen Monaten vor allem durch Streit auf sich aufmerksam gemacht."
    Und glauben Sie etwa nicht, dass man sofort einwenden könnte: "So hat nicht die Koalition auf sich aufmerksam gemacht, so haben die Medien sie hingestellt. " Und glauben Sie nicht auch, dass man damit ebenso Recht hätte wie im Fall der Linken auch?

    • Derika
    • 19.10.2011 um 14:49 Uhr

    "Bleibt da nicht nur die Fundamentalopposition, wenn denn keiner mit Ihrer Partei koalieren will?"
    Ah, Fundamentalopposition. Fundamental, Fundamentalisten, Radikale, Terroristen. Spricht man über Fundamentalismus, denken 99% der Leute sofort an fanatische Religiöse, die einer absurden Ideologie hinterherrennen, abre sicherlich nicht qualitativ wichtige und richtige Lösungen aufzeigen und für die Vernunft kämpfen.

    "Wer soll das eigentlich bezahlen?"
    Ein guter Journalist hätte sich vorher informiert, zumal die Linke dazu schon genug gesagt hat. Die Frage "Wer soll das eigentlic zahlen?" kommt immer, sobald es darum geht, die Vermögensschwere aus der Rotation zu holen.

    Wir haben bald 70% des Privatvermögens im Besitz der dünnen Oberschicht und 70% kommen nichtmal mehr auf 10% Anteil. Und das klafft immer weiter auseinander, aber jeder, der auch nur erwähnt, dass dies logischerweise nicht gut gehen wird, ist bereits ein Kommunist. Klar und für den Räuber ist jeder Poliziste ein ... (man möge sich hier selbst eine Beleidigung denken)

    Ansonsten wird Ramelow immer wieder nach seiner persönolichen Meinung befragt, nur ist das ziemlich irrelevant. Was interessiert mich die Meinung eines einzelnen Politiker einer Partei? Ich will wissen, was die Partei macht. Gute, vernünftige Politiker gibt es z.B. in jeder Partei, nur bringt das überhaut nichts, wenn diese Leute nichts zu sagen haben. Ebenso umgekehrt.

  4. 7. Nun...

    ... und Sie glauben, diese Art der Fragestellung wendet man nur bei einem Vertreter der Linken an? Ich stelle mir gerade vor, man würde ein Interview mit Guido Westerwelle führen. Nicht dass ich den für sympathisch hielte oder dass er meine politische Richtung verträte. Aber nur mal angenommen. Glauben Sie nicht, dass da sehr schnell der Vorhalt käme:
    "Herr Westerwelle, die Koalition hat in den vergangenen Monaten vor allem durch Streit auf sich aufmerksam gemacht."
    Und glauben Sie etwa nicht, dass man sofort einwenden könnte: "So hat nicht die Koalition auf sich aufmerksam gemacht, so haben die Medien sie hingestellt. " Und glauben Sie nicht auch, dass man damit ebenso Recht hätte wie im Fall der Linken auch?

    Antwort auf "Ich zeig es Ihnen"
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    • Derika
    • 19.10.2011 um 14:57 Uhr

    Wobei die FDP viel größeren Dreck an den Backen hat, davon abzulenken wäre geradezu wieder positiv für diese.

    Nebenbei (Zeitinterview mit Westerwelle):
    "DIE ZEIT: Herr Westerwelle, seit zwei Jahrzehnten gehören Sie zu Deutschlands maßgeblichen Politikern, elf Jahre haben Sie gekämpft wie ein Löwe, um Ihre Partei an die Macht zu führen. Jetzt haben Sie neun Monate hinter sich, und es ist nicht gut gelaufen. Sind Sie deprimiert?"

    "ZEIT: Sie selbst haben Fehler eingestanden. Was genau waren die Fehler?" Wer selbst Fehler eingesteht, der zeigt doch wahre Größe, nicht wahr?

    "ZEIT: Sie haben eine Linie zwischen den Daten 1949, 1969, 1989 und 2009 gezogen und damit große Erwartungen geschürt. Würden Sie heute noch sagen, dass das Wahljahr der Koalition eine epochale Bedeutung hat?"

    http://www.zeit.de/2010/2... (hier insgesamt)

    Allgemein würde ich gerne mal ein Interview sehen, in denen der Journalist auch die richtigen Fragen stellt und darauf beharrt. Dass sich diese in 99% der Fälle einfach schön rausreden dürfen, ist lächerlich bis grausig.

    • Derika
    • 19.10.2011 um 14:57 Uhr

    Wobei die FDP viel größeren Dreck an den Backen hat, davon abzulenken wäre geradezu wieder positiv für diese.

    Nebenbei (Zeitinterview mit Westerwelle):
    "DIE ZEIT: Herr Westerwelle, seit zwei Jahrzehnten gehören Sie zu Deutschlands maßgeblichen Politikern, elf Jahre haben Sie gekämpft wie ein Löwe, um Ihre Partei an die Macht zu führen. Jetzt haben Sie neun Monate hinter sich, und es ist nicht gut gelaufen. Sind Sie deprimiert?"

    "ZEIT: Sie selbst haben Fehler eingestanden. Was genau waren die Fehler?" Wer selbst Fehler eingesteht, der zeigt doch wahre Größe, nicht wahr?

    "ZEIT: Sie haben eine Linie zwischen den Daten 1949, 1969, 1989 und 2009 gezogen und damit große Erwartungen geschürt. Würden Sie heute noch sagen, dass das Wahljahr der Koalition eine epochale Bedeutung hat?"

    http://www.zeit.de/2010/2... (hier insgesamt)

    Allgemein würde ich gerne mal ein Interview sehen, in denen der Journalist auch die richtigen Fragen stellt und darauf beharrt. Dass sich diese in 99% der Fälle einfach schön rausreden dürfen, ist lächerlich bis grausig.

    • Derika
    • 19.10.2011 um 14:49 Uhr
    8. Fort.

    "Bleibt da nicht nur die Fundamentalopposition, wenn denn keiner mit Ihrer Partei koalieren will?"
    Ah, Fundamentalopposition. Fundamental, Fundamentalisten, Radikale, Terroristen. Spricht man über Fundamentalismus, denken 99% der Leute sofort an fanatische Religiöse, die einer absurden Ideologie hinterherrennen, abre sicherlich nicht qualitativ wichtige und richtige Lösungen aufzeigen und für die Vernunft kämpfen.

    "Wer soll das eigentlich bezahlen?"
    Ein guter Journalist hätte sich vorher informiert, zumal die Linke dazu schon genug gesagt hat. Die Frage "Wer soll das eigentlic zahlen?" kommt immer, sobald es darum geht, die Vermögensschwere aus der Rotation zu holen.

    Wir haben bald 70% des Privatvermögens im Besitz der dünnen Oberschicht und 70% kommen nichtmal mehr auf 10% Anteil. Und das klafft immer weiter auseinander, aber jeder, der auch nur erwähnt, dass dies logischerweise nicht gut gehen wird, ist bereits ein Kommunist. Klar und für den Räuber ist jeder Poliziste ein ... (man möge sich hier selbst eine Beleidigung denken)

    Ansonsten wird Ramelow immer wieder nach seiner persönolichen Meinung befragt, nur ist das ziemlich irrelevant. Was interessiert mich die Meinung eines einzelnen Politiker einer Partei? Ich will wissen, was die Partei macht. Gute, vernünftige Politiker gibt es z.B. in jeder Partei, nur bringt das überhaut nichts, wenn diese Leute nichts zu sagen haben. Ebenso umgekehrt.

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    Paranoia.

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