Brandsätze Verfassungsschutz warnt vor Linksextremisten

Die Brandsätze an Bahnanlagen in Berlin haben eine Diskussion um linksextreme Gewalt entfacht. Der Verfassungsschutz sieht Parallelen zu den 1990er-Jahren.

Nach Ansicht von Niedersachsens Verfassungsschutz werden Linksextremisten in Deutschland zunehmend militanter. Das zeige nicht allein die Reihe von Brandsätzen, die in den vergangenen Tagen an Bahnanlagen im Großraum Berlin gefunden worden, sagte der Präsident des Verfassungsschutzes, Hans-Werner Wargel. "Wir beobachten seit einiger Zeit, dass die Gewaltbereitschaft in der linksextremen Szene deutlich wächst."

Die SPD wies diese Einschätzung zurück. Die Brandsätze in Berlin hätten mit Terrorismus nichts zu tun, sagte SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz. "Bei aller berechtigten Empörung darf man den Verstand nicht ausschalten." Es gehe nicht darum, die gefährlichen Brandsätze zu verharmlosen. Ein Vergleich etwa mit der RAF verbiete sich aber. Diese habe "Krieg gegen die Spitzen des Staates geführt".

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Berlins Innensenator Ehrhart Körting warnte ebenfalls vor übertriebenen Reaktionen. Man solle einen Bürgerkrieg nicht an die Wand malen, sagte der SPD-Politiker. Forderungen nach einer Aufstockung der Zahl von Polizisten wies Körting zurück. Berlin habe bereits die höchste Polizeidichte in Deutschland.

Bisher gibt es trotz eines Bekennerschreibens einer linksextremistischen Gruppe keine konkreten Hinweise auf die Täter und ihr Umfeld. Auch nach einem Brandanschlag auf die S-Bahn im Mai an der Berliner Station Ostkreuz hatte es keine Festnahmen gegeben.

Bahn setzt Belohnung von 100.000 Euro aus

Damit grenzte sich die SPD auch von der Bundesregierung ab. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte, er sehe sich in seiner Sorge wegen eines "zunehmenden Linksextremismus leider bestätigt". Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) verurteilte die versuchten Brandstiftungen als "verbrecherische terroristische Anschläge".

Wegen des Verdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage hat inzwischen die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Die Bahn setzte eine Belohnung von 100.000 Euro für die Ergreifung der Täter aus. Bis zum frühen Donnerstagmorgen wurden nach Polizeiangaben vorerst keine neuen Brandsätze entdeckt.

Ein besonders militanter Kern der Linksextremisten schrecke inzwischen nicht mehr davor zurück, bei Brandanschlägen auch Menschenleben konkret und unmittelbar zu gefährden, warnte der Präsident des niedersächsischen Verfassungsschutzes. Bei dem Brandanschlag an einem Berliner Bahn-Tunnel hätte es ebenso Tote geben können wie bei Brandsatz-Angriffen auf die Insassen eines Polizeiautos beim letzten Castor-Transport in Niedersachsen. Es seien durchaus "Parallelen zu den bis in die 1990er-Jahre aktiven Revolutionären Zellen erkennbar", sagte Wargel.

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sprach von einer neuen Dimension. Die Bevölkerung solle mit Gewalt in Angst und Schrecken versetzt, der Staat solle zu politischen Entscheidungen genötigt werden. "Das ist beginnender Linksterrorismus, auch wenn dies aus der politischen Perspektive der Regierung noch nicht erkannt oder anders bewertet wird", sagte er. Er erkenne keinen Unterschied zwischen versuchten Mordanschlägen auf Polizisten und solchen auf Politiker.

 
Leser-Kommentare
  1. ...in Bayern mit dem "Landestrojaner"-Einsatz ganz offenkundig und bewusst die Verfassung, aber der Verfassungschutz warnt vor den Linken.

    Naja, wer die Geschichte dieses "Vereins" kennt, weiß, dass die auf dem rechten Auge tendenziell blind sind und jedwede Gefahr ausschließlich "links" verorten.

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    Der schwarz-gelben Regierung hätten die Anschläge auf die Bahn kaum gelegener kommen können, um den Trojaner von den Titelseiten verdrängt zu sehen. Allein - es klappt nicht ganz.

    Ich möchte übrigens sehr bezweifeln, daß die Attentäter bislang irgendwelche Sympathien bei den Normalo-Linken genießen. Was aber noch kommen mag, falls die schwarz-gelbe Regierung ähnliche Kapriolen vorsieht wie Rasterfahndung, Radikalenerlaß etc.pp. damals gegen die RAF. Da weist der xfache Rechtsbruch mittels Trojaner und die verbale Aufrüstung von Friedrich, Ramsauer, Wargel, Wendt schon in eine reichlich bekloppte Richtung.

    Deswegen vielleicht hier zumindest mal seine Stimme abgeben:

    http://www.avaaz.org/de/t...

    Der schwarz-gelben Regierung hätten die Anschläge auf die Bahn kaum gelegener kommen können, um den Trojaner von den Titelseiten verdrängt zu sehen. Allein - es klappt nicht ganz.

    Ich möchte übrigens sehr bezweifeln, daß die Attentäter bislang irgendwelche Sympathien bei den Normalo-Linken genießen. Was aber noch kommen mag, falls die schwarz-gelbe Regierung ähnliche Kapriolen vorsieht wie Rasterfahndung, Radikalenerlaß etc.pp. damals gegen die RAF. Da weist der xfache Rechtsbruch mittels Trojaner und die verbale Aufrüstung von Friedrich, Ramsauer, Wargel, Wendt schon in eine reichlich bekloppte Richtung.

    Deswegen vielleicht hier zumindest mal seine Stimme abgeben:

    http://www.avaaz.org/de/t...

    • gquell
    • 13.10.2011 um 8:32 Uhr

    Woher wollen die konservativen Minister und Rädelsführer wissen, daß die Brandanschläge der linken Szene zuzuordnen ist?
    Sie wissen ja noch nicht einmal, wer die Täter sind. Es könnten ja Vertreter des Verfassungsschutzes sein, denen linke Gruppen ein Dorn im Auge sind? Oder Rechtsradikale aus der Uckermark? Oder El-Kaida? Oder Außerirdische?

    Das Ganze ist nichts weiter als eine haltlose Schuldzuweisung!

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    Das die Anschläge den Linksextremen in die Schuhe geschoben werden,ist nichts weiter als Ablenkungsmanöver und ein neuer Versuch den totalen Überwachungsstaat durch das Schüren von Panik und Ängsten legal möglich zu machen.Ich würde die Bombenleger im Umfeld derer suchen,die die Grundfesten der Freiheit in unserem Land boykotieren.Und das sind die,die die Macht in den Händen halten.

    Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Tatsachenbehauptungen mit seriösen Quellen. Danke, die Redaktion/mk

    Das die Anschläge den Linksextremen in die Schuhe geschoben werden,ist nichts weiter als Ablenkungsmanöver und ein neuer Versuch den totalen Überwachungsstaat durch das Schüren von Panik und Ängsten legal möglich zu machen.Ich würde die Bombenleger im Umfeld derer suchen,die die Grundfesten der Freiheit in unserem Land boykotieren.Und das sind die,die die Macht in den Händen halten.

    Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Tatsachenbehauptungen mit seriösen Quellen. Danke, die Redaktion/mk

  2. Anscheinend muss man wieder einmal von irgendetwas ablenken, denn die selbsternannten "Bürgerlichen" stehen mehr als mit dem Rücken zur Wand... Das Celler Loch und die NATO-Organisation "Gladio" lassen grüßen - ebenso die inzwischen auftauchenden massiven Ungereimtheiten beim angeblich geplanten "Attentat" in den USA.

    Die Frage des "Cui bono" ist angesichts der wirtschaftlichen Gesamtlage - nämlich der neuerlichen Rettungspakete für verantwortungslose Zockereien und dem Einknicken der Regierungen vor der Finanzindustrie - mehr als berechtigt. Die politische Linke braucht nur abzuwarten und hat es nicht nötig irgendwelche kruden Attentate auszuführen. Die schaden ihr nämlich nur selbst - und das weiss man dort.

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  3. Der schwarz-gelben Regierung hätten die Anschläge auf die Bahn kaum gelegener kommen können, um den Trojaner von den Titelseiten verdrängt zu sehen. Allein - es klappt nicht ganz.

    Ich möchte übrigens sehr bezweifeln, daß die Attentäter bislang irgendwelche Sympathien bei den Normalo-Linken genießen. Was aber noch kommen mag, falls die schwarz-gelbe Regierung ähnliche Kapriolen vorsieht wie Rasterfahndung, Radikalenerlaß etc.pp. damals gegen die RAF. Da weist der xfache Rechtsbruch mittels Trojaner und die verbale Aufrüstung von Friedrich, Ramsauer, Wargel, Wendt schon in eine reichlich bekloppte Richtung.

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    er entsteht durchaus der Eindruck um Verschleierungsbemühungen:

    http://www.heise.de/tp/ar...

    MfG Karl Müller

    • bugme
    • 13.10.2011 um 9:55 Uhr

    Bei Gysi und anderen sicher nicht! Aber es gibt sie die »Autonomen Wirrköpfe«, die durch Propaganda und Hetze, Suff und Drogen in einer anderen Welt leben. Die RAF waren durchgeknallte Söhne und Töchter des Bürgertums; diese neue Generation steht erst am Anfang ihrer politischen Geisterfahrt. Unter den Rechten gibt es potenzielle Terroristen, im Linken Spektrum auch! Die VTler machen sich wiedermal lächerlich: Autonome Brandstifter gab es schon Jahrzehnten, die beachten keine politische Agenda!

    er entsteht durchaus der Eindruck um Verschleierungsbemühungen:

    http://www.heise.de/tp/ar...

    MfG Karl Müller

    • bugme
    • 13.10.2011 um 9:55 Uhr

    Bei Gysi und anderen sicher nicht! Aber es gibt sie die »Autonomen Wirrköpfe«, die durch Propaganda und Hetze, Suff und Drogen in einer anderen Welt leben. Die RAF waren durchgeknallte Söhne und Töchter des Bürgertums; diese neue Generation steht erst am Anfang ihrer politischen Geisterfahrt. Unter den Rechten gibt es potenzielle Terroristen, im Linken Spektrum auch! Die VTler machen sich wiedermal lächerlich: Autonome Brandstifter gab es schon Jahrzehnten, die beachten keine politische Agenda!

  4. wieso sollten linksextreme die bevölkerung angreifen? was hätten die davon?
    die menschen würden sich nur von ihnen abwenden, sie würden zahllose anhänger verlieren, also warum zum teufel sollten sie so etwas tun?
    andersrum, wer hätte einen nutzen sowas den linken in die schuhe zu schieben?

  5. Das die Anschläge den Linksextremen in die Schuhe geschoben werden,ist nichts weiter als Ablenkungsmanöver und ein neuer Versuch den totalen Überwachungsstaat durch das Schüren von Panik und Ängsten legal möglich zu machen.Ich würde die Bombenleger im Umfeld derer suchen,die die Grundfesten der Freiheit in unserem Land boykotieren.Und das sind die,die die Macht in den Händen halten.

    Antwort auf "Miese Hetze"
  6. Die Freiheitskämpfer agieren doch aus edlen Motiven? Warum haben wir keine Luftraumsperre über Berlin? Wo sind die Stealth-Bomber, die angeheuerten AntiFanten mit Bombardierungen unterstützen?

    Die LinksRebellen wollen einen Übergangsrat mit einem Vorsitzenden aus Kuba, sie wollen Direktwahlen über die Verfassung, Währung und Rettungsgelder. Sie wollen die Milliarden Gelder der Banken-Clans, welche in Boni-Depots und Steuerparadisen Lagern dem Volk zukommen lassen.

    Sie wollen eine kostenlose und staatliche Wasserversorgung... oh nein, das ist ja böse. Sie wollen Solarstrom in den blühenden Landschaften...

    Also - warum sind das "Radikale"?

  7. Ein Prof von der FU Berlin sagte (sinngemäß) gestern im DLR, dass die soziologische Forschung auf dem linken Auge blind sei, weil das politisch so erwünscht ist.

    Frau Necla Kelek hatte vor einigen Monaten in der FAZ die politische Steuerung der Migrationsforschung angeprangert.

    Und wozu in Deutschland etwa 250 Lehrstühle für Genderforschung benötigt werden, kann auch keiner erklären.

    Insgesamt stellt man fest: Die Sozialwissenschaften in Deutschland unterliegen einer so starken politischen Kontrolle, dass man nicht mehr von Wissenschaft sprechen möchte. Hier wurde unter dem Deckmäntelchen "Forschung" von Rot-Grün ein Gefälligkeits- und Versorgungssystem eingerichtet, welches endlich unter die Lupe genommen werden sollte.

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    Was hat die Kritik an der "Genderforschung" mit den vermeintlichen Anschlägen in Berlin zu tun? Wird an den angestrebten 250 Lehrstühlen der "Genderforschung" etwa Bombenbasteln in der Küche gelehrt? Klären Sie uns bitte auf!

    • Malino
    • 13.10.2011 um 10:37 Uhr

    Mir ist zwar auch schleierhaft wie von Brandsätzen auf Genderprofessuren geschlossen wird, aber wenn dann bitte korrekt.
    Wie kommen sie denn bitte auf 250 Lehrstühle für Genderforschung? In folgender Tabelle:
    http://www.zefg.fu-berlin...

    sind insgesamt 127 aufgelistet. Zum Vergleich: (laut Statistischem Jahrbuch 2011) gibt es insgesamt 40165 Professuren in Deutschland. "Genderprofessuren" machen entsprechend einen Anteil von 0,3% aus.

    Was hat die Kritik an der "Genderforschung" mit den vermeintlichen Anschlägen in Berlin zu tun? Wird an den angestrebten 250 Lehrstühlen der "Genderforschung" etwa Bombenbasteln in der Küche gelehrt? Klären Sie uns bitte auf!

    • Malino
    • 13.10.2011 um 10:37 Uhr

    Mir ist zwar auch schleierhaft wie von Brandsätzen auf Genderprofessuren geschlossen wird, aber wenn dann bitte korrekt.
    Wie kommen sie denn bitte auf 250 Lehrstühle für Genderforschung? In folgender Tabelle:
    http://www.zefg.fu-berlin...

    sind insgesamt 127 aufgelistet. Zum Vergleich: (laut Statistischem Jahrbuch 2011) gibt es insgesamt 40165 Professuren in Deutschland. "Genderprofessuren" machen entsprechend einen Anteil von 0,3% aus.

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