Die Staatsanwaltschaft Hof hat das Verfahren gegen Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wegen dessen Plagiatsaffäre gegen eine Geldstrafe eingestellt. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens musste zu Guttenberg 20.000 Euro an die Deutsche Kinderkrebshilfe zahlen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Damit kommt es nicht zu einer Hauptverhandlung gegen den früheren Verteidigungsminister. In seiner Doktorarbeit seien zwar 23 Passagen strafrechtlich relevanter Urheberrechtsverstöße festgestellt worden. Der wirtschaftliche Schaden der Urheber sei aber marginal, so die Staatsanwaltschaft. Rund 200 Strafanzeigen waren gegen zu Guttenberg bei der Staatsanwaltschaft eingegangen.

Darüber hinaus überprüfte die Staatsanwaltschaft den Verdacht der "Untreue oder ein Betrug zum Nachteil der Bundesrepublik Deutschland". Es hatte Vorwürfe gegeben, dass zu Guttenberg beim Verfassen seiner Doktorarbeit die Hilfe des wissenschaftlichen Dienstes für Bundestagsabgeordnete in Anspruch genommen habe. Ein strafbares Verhalten hat die Staatsanwaltschaft hier jedoch nicht feststellen können.

Guttenberg hatte sich im März aus der Politik zurückgezogen, nachdem bekannt geworden war, dass zahlreiche Zitate in seiner Doktorarbeit nicht gekennzeichnet waren. Die Universität Bayreuth hatte ihm Vorsatz bescheinigt und den Doktortitel aberkannt.