Guttenberg Selbstdemontage oder Comeback?

Karl-Theodor zu Guttenberg tut demütig und greift doch an. Seine Methode ist die alte: Er polarisiert und überhöht sich selbst.

Wir hatten ihn doch schon lange vergessen. Der Freiherr zu Guttenberg war im Schatten der großen Themen dieses Jahres verschwunden. Wie viel mehr bewegten uns die Revolutionen in Nordafrika, die Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan, die Staatsschuldenkrise in Europa. Was ist da schon ein plagiierender Adelsspross, ein gescheiterter ehemaliger Verteidigungsminister? Er war weg und nicht nur das: Er wurde nicht gebraucht.

Doch kaum betritt Karl Theodor zu Guttenberg wieder die Bühne, gehen die Emotionen hoch. Manche Anhänger jubeln. Andere sind entsetzt. Auch auf ZEIT ONLINE wurden in kürzester Frist Hunderte von kritischen Leserkommentaren hinterlassen. Und die Wut ist ja begründet: Da hat einer, der angeblich Begriffe wie Klarheit, Anstand und Aufrichtigkeit hoch hielt und daraus politisches Kapital schlug, offensichtlich betrogen, nachgewiesen auf 371 seiner 393 Seiten umfassenden Dissertation. Doch zugegeben hat er den Betrug nie. Alles, was er im März vor seinem Rücktritt als Pardon vortrug, diente nur der Erhöhung seiner selbst. Ja, er habe Fehler gemacht, nein, er habe nicht bewusst täuschen wollen. Das mochte, das konnte kaum noch jemand glauben oder ertragen. Der Minister musste gehen.

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Nun ist er also wieder da. An diesem Dienstag erscheint ein Gesprächsband unter dem Titel Vorerst gescheitert. Der ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo befragt Guttenberg darin über 207 Seiten. Es geht um das Zustandekommen seiner Dissertation, um die Kundus- und Gorch-Fock-Affäre, um die Bundeswehrreform, die politische und persönliche Biografie Guttenbergs, auch um seine Einschätzung der aktuellen politischen Lage und die Frage, ob er selbst wieder politisch aktiv sein möchte.

Warum sollte uns irgendetwas davon interessieren? Weil es naiv wäre zu glauben, nur weil Guttenberg im Frühjahr durch den Einsatz vieler Mitarbeiter von GuttenPlag Wiki, Tausende Unterschriften junger Akademiker, laute Proteste von Oppositionspolitikern und medialen Kommentatoren, auch wegen bröckelnder Unterstützung aus den Reihen der Union gestürzt worden ist, wäre er gänzlich aus dem politischen Raum verschwunden.

Was uns begegnet in dem Vorab-Interview, das die ZEIT am vergangenen Donnerstag druckte, und was sich im Buch fortsetzt, sieht zunächst aus wie eine Selbstdemontage. Unfähig, seinen Betrug wirklich einzugestehen, erreicht Guttenberg auch in Sachen Kundus- oder Gorch-Fock-Affäre kein höheres Reflexionsniveau. Was er zu sagen hat, das kennen wir schon, aus Untersuchungsberichten und Zeugenanhörungen.

Statt sich wahrhaft kritisch mit dem eigenen Handeln auseinanderzusetzen, greift Guttenberg vielmehr an. Seine Universität: "Ich bin nicht bereit, mir von einer Kommission, die noch nicht einmal mehrheitlich mit Juristen besetzt gewesen ist, eine rechtlich relevante Täuschung vorwerfen zu lassen." Die Abgeordneten im Bundestag, die ihn zum Rücktritt aufforderten: "Die Angriffe haben ein Ausmaß angenommen, wie man es selten im Bundestag hört. Es war nicht leicht zu akzeptieren, dass das Präsidium nicht eingeschritten ist." Seine Partei, die CSU: "Wenn eine Partei ein Bild zeichnet, das zwar schon gewisse expressionistische Züge angenommen hat, aber immer noch den Goldrahmen des 17. Jahrhunderts trägt, dann wird die Vermittlung der eigenen Inhalte nicht leichter." Die politische Klasse: "Den Menschen mangelt es in der Politik an Köpfen, die für gewisse Inhalte stehen. Die bereit sind, für Inhalte zu streiten und nicht die Segel zu streichen, wenn der Wind mal eisig bläst." Schließlich sogar die Staatenlenker der Welt: "Mich fasziniert (…) die erschütternde Unkenntnis bis in die politischen Spitzen hinein, was die Mechanismen, Regeln und Abläufe internationaler Kapitalströme anbelangt."

Implizit steht da: Ich weiß es besser. Zu jedem wichtigen politischen Thema hat Guttenberg eine Antwort parat, zur internationalen Sicherheitspolitik genauso wie zum Klimawandel, in der Demografiefrage und in der Finanzpolitik, in Sachen Europa ebenso wie zur Integrationsdebatte.

Er muss es ja auch wissen. Schließlich formuliert er für seine Familie den expliziten Anspruch, Elite sein zu wollen. Für sich selbst nimmt Guttenberg diese drei Dinge in Anspruch: "Gesunder Menschenverstand, eine Grunderfahrung in Menschenführung sowie Menschenkenntnis." Und auf die Frage, ob es möglich sei, in der Politik unabhängig zu bleiben, sagt er: "Ja, das ist möglich. Ich zumindest musste mich in diesen zehn Jahren so gut wie nie verbiegen."

Niemand, der das alles liest, kann diesen Menschen ernsthaft für ein politisches Amt in Erwägung ziehen, möchte man meinen. Selten wurde die Hybris eines Politikers so offenbar.

Doch das letzte Zitat belegt auch, warum Guttenberg, der mit seiner Art des Rückzugs im Frühjahr einen kaum zu bemessenden politischen Schaden anrichtete, trotzdem gefährlich bleibt. Der Freiherr legt es nicht nur darauf an, unseren Maßstab der Moral zu seinen Gunsten zu verschieben. Er nutzt schon das demagogische Potenzial, das ihm zugesprochen wird.

Guttenberg lobt die Hinterbänkler im Parlament, die sich für ihren Wahlkreis abrackern, während in den Führungen der Parteien "hervorragendes Personal" nirgendwo breit gestreut sei. Er ist stolz auf den einfachen Soldaten und spielt damit, sich gegen das Welt- und Militärbild der Generäle durchgesetzt zu haben. Er sagt, der Dank eines einzelnen Menschen, dem er in einer Notlage helfen konnte, gelte ihm ebenso viel oder sogar mehr als die Freude über eine gelungene Reform. So teilt er die Welt in oben und unten, Regierer und Volk und bietet sich selbst als Sprecher all jener an, die sich nicht gehört fühlen.

Was ist falsch daran? Falsch daran ist der produzierte Eindruck, mit Guttenberg käme einer von unten, der gegen ein starres System ankämpfte und daran (vorerst) scheiterte. Falsch ist es, wenn er so tut, als habe er sich als Minister stets tief in die Sachfragen eingearbeitet. Seinem Nachfolger im Amt, Thomas de Maizière, hinterließ er eine Bundeswehrreform, von der lediglich die Abschaffung der Wehrpflicht konkret geworden war. Doch die Kernfrage, welches Sicherheitskonzept ihr zugrunde liegt, ließ er ebenso unbeantwortet, wie die Details seiner großartig angekündigten Strukturveränderungen ungeklärt blieben. Falsch ist es, wenn er sich schließlich als verfolgtes Opfer stilisiert: "Eines ist den Jägern nicht gelungen: Mich endgültig zur Strecke zu bringen oder dauerhaft aus dem Revier zu vertreiben." Die Verführungskraft allerdings, die von solchen schneidigen Reden ausgeht, sollte niemand unterschätzen.

 
Leser-Kommentare
    • Manman
    • 29.11.2011 um 8:04 Uhr

    wie kann man so jemandem nur eine Plattform geben.
    Traurig

    104 Leser-Empfehlungen
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    • tom310
    • 29.11.2011 um 8:18 Uhr

    An J. Fischer, der hatte mal einen Polizisten zusammengetreten. Heutzutage gilt das als Mordversuch und verjährt nicht. Da gab es eine Entschuldigung und alles war wieder gut...

    Herr v.z. Guttenberg hat nichts zu sagen. Das war auch vorher schon so. Er vertritt ganz offensichtlich nur sich, seine Familie und Menschen mit ähnlichem Hintergrund. Diese haben eine nicht zu unterschätzende Macht, aber Guttenberg ist zu kleingeistig um wichtig oder gefährlich zu sein. Er sagt doch nichts mit Tiefgang. Das neuerliche Interesse an ihm ist doch nur durch seinen adeligen Hintergrund zu erklären, wie das Interesse an ähnliche Häuser durch Zeitschriften wie GALA etc. vermittelt wird.
    Er ist eine alberne, durchschnittlich intelligente Figur im politischen System. Wenn wir auf ihn hereinfallen, dann wollen wir es offensichtlich. Bitte: Herr Guttenberg ist unwichtig!!!

    In der Tat: Wie kann man nur? Lasst ihn doch weiter stolpern ins nächste Fettnäpfchen und sich anlegen mit jedermann, aber bietet ihm doch nicht auch noch eine Plattform! Was hat die Redaktion wohl dazu bewogen? Das Schielen auf die Auflage kann es doch nicht alleine sein. Die Mehrheit der Leser/innen dürfte der selbstverliebte KTZG nicht mehr interessieren!

    Guttenberg ist gefährlich, sondern diejenigen, die ihm die Plattform geben.
    Die ZEIT steht hier an vorderster Front
    Bilder sagen viel mehr, als ein scheinbar kritischer Artikel.

    Ich halte es für fahrlässig und unentschuldbar, dam Märchen erzählenden Selbstdarsteller ein Forum zu bieten. Er hat sich selbst so grandios kompromittiert, dass ihm keine Aufmerksamkeit seitens der "Zeit" mehr geschenkt werden darf.

    ...die Plattform kann garnicht groß genug sein, für ihn, ZEIT sei Dank, die Chancen, Angreifbares zu finden, steigen für alle, jeder kann sich ein BILD machen, nur SPIEGELN lassen sollten wir uns nicht von seinem vermeintlichen Glanz, sonst FAZ´t uns das Land am Ende um die Ohren.

    Zetungen berichten in erster Linie über das, was ihnen eine höhere Auflage verspricht, also was möglichst viele Leser lesen wollen. Sieht man sich die Masse der Kommentare zu Artikel über KTG an, muss man einräumen, dass eine Zeitung, die nicht darüber berichten würde, sich unglaublich dumm verhielte. Anders ausgedrückt: Würde sich niemand für den Plagiator interessieren, würde auch niemand über ihn schreiben.

    • Afa81
    • 29.11.2011 um 11:46 Uhr

    Also, wenn eine Zeitung jemanden total demontiert, dann
    sollte sie demjenigen doch auch die Möglichkeit geben,
    sich ausführlich zu erklären.
    Ich finde es in Ordnung.

    Die meisten Foristen können jetzt schon, ohne das Buch
    gelesen zu haben abwinken. Gott sei Dank sind diese jedoch
    nicht die Basis für unseren Rechtstaat, weil sonst wären
    wir wieder bei Schauprozessen ala 1938...

    Was hat uns diese ganze Charade gezeigt? Die unfassbare Anmaßung bis Hybris der Presse (Ultimatum der Süddeutschen Zeitung an Guttenberg bis 15 Uhr Stellung zu beziehen) der Presse, die aktuelle irrationale "Aufwiegelbarkeit" des Wutbürger-Mobs und die Fassade des Titel-Status-Wahns der Pseudo-Intellektuellen bzw. der vermeintlichen Oberschicht. Furchtbar und Peinlich für ALLE Beteiligten!

    • wurmi
    • 29.11.2011 um 12:05 Uhr

    Hat es Deutschland, bzw. die Medienlandschft denn nötig, einem Egomanen aus alter Adelsfamilie solchen Raum einzuräumen.Herr Guttenberg täte gut daran, sich mal die ethnisch, moralische Frage zu stellen, wie er mit Unrecht, Falschaussagen,etc. umzugehen gedenkt.
    Bitte liebe Printmedien veschont uns mit solchen Berichten.

    • mcbb
    • 29.11.2011 um 17:49 Uhr

    ....sondern erfüllt ihr journalistische Pflicht. Und das ist richtig so. Wie weit zu Guttenberg politisch kommt, entscheiden letztlich die Wähler und nicht die Medien.

    bescheuerte Frage stellen.. "Comeback oder Selbstdemontage". Natürlich Comeback, wenn ihr, liebe Redakteure so weiter macht!
    Der Mann ist ein Augenwischer, ein Hochstapler und vorallem ein Kandidat für die Klatschpresse! Der ist nicht ZEIT-gemäß, um es in ein Wortspiel zu packen. Wäre seine Doktorarbeit nicht aufgeflogen, dann wäre er an seiner überhöhten politischen Kulisse und seiner politischen Unfähigkeit gescheitert. (da gabs Skandale von Anfang an)
    Steht mit Stolz drüber und ignoriert ihn, fallt nicht auf seine Hinterlist rein, dann wirds vielleicht doch noch die ersehnte Selbstdemontage.
    Denn mal erlich: Wenn ein gebildeter Leser WIRKLICH was von Gutti hörn will, dann geht er halt mal zum "lachen" auf Bild.de.

    Ich glaube, dass Frau Gräfin Dönhoff sich für Herrn di Lorenzo schämen würde.

    Ich bin mir sicher, das Protegieren eines solch werte- und tugendlosen Politikers, welcher kurz davor stand, den Zugang zu noch viel mehr Macht zu bekommen, hätte nichteinmal (oder auch gerade) sie toleriert.

    • Tunel
    • 30.11.2011 um 20:12 Uhr

    Hilfe,

    dem sollte man in einer guten Zeitung wirklich keine Plattform bieten.
    Das ist sehr peinlich.

    Was kommt als nächstes von Herrn di Lorenzo? Hat er den guten Geschmack völlig verloren oder redet er nicht mehr mit seinem streitbaren Vater? Na ja, er könnte doch vielleicht als Nächstes die "Elite" der NPD eine Platform anbieten. Dies wäre dann auch nur ein klein wenig weiter rechts als Guttenberg.

    • tom310
    • 29.11.2011 um 8:18 Uhr

    An J. Fischer, der hatte mal einen Polizisten zusammengetreten. Heutzutage gilt das als Mordversuch und verjährt nicht. Da gab es eine Entschuldigung und alles war wieder gut...

    Herr v.z. Guttenberg hat nichts zu sagen. Das war auch vorher schon so. Er vertritt ganz offensichtlich nur sich, seine Familie und Menschen mit ähnlichem Hintergrund. Diese haben eine nicht zu unterschätzende Macht, aber Guttenberg ist zu kleingeistig um wichtig oder gefährlich zu sein. Er sagt doch nichts mit Tiefgang. Das neuerliche Interesse an ihm ist doch nur durch seinen adeligen Hintergrund zu erklären, wie das Interesse an ähnliche Häuser durch Zeitschriften wie GALA etc. vermittelt wird.
    Er ist eine alberne, durchschnittlich intelligente Figur im politischen System. Wenn wir auf ihn hereinfallen, dann wollen wir es offensichtlich. Bitte: Herr Guttenberg ist unwichtig!!!

    In der Tat: Wie kann man nur? Lasst ihn doch weiter stolpern ins nächste Fettnäpfchen und sich anlegen mit jedermann, aber bietet ihm doch nicht auch noch eine Plattform! Was hat die Redaktion wohl dazu bewogen? Das Schielen auf die Auflage kann es doch nicht alleine sein. Die Mehrheit der Leser/innen dürfte der selbstverliebte KTZG nicht mehr interessieren!

    Guttenberg ist gefährlich, sondern diejenigen, die ihm die Plattform geben.
    Die ZEIT steht hier an vorderster Front
    Bilder sagen viel mehr, als ein scheinbar kritischer Artikel.

    Ich halte es für fahrlässig und unentschuldbar, dam Märchen erzählenden Selbstdarsteller ein Forum zu bieten. Er hat sich selbst so grandios kompromittiert, dass ihm keine Aufmerksamkeit seitens der "Zeit" mehr geschenkt werden darf.

    ...die Plattform kann garnicht groß genug sein, für ihn, ZEIT sei Dank, die Chancen, Angreifbares zu finden, steigen für alle, jeder kann sich ein BILD machen, nur SPIEGELN lassen sollten wir uns nicht von seinem vermeintlichen Glanz, sonst FAZ´t uns das Land am Ende um die Ohren.

    Zetungen berichten in erster Linie über das, was ihnen eine höhere Auflage verspricht, also was möglichst viele Leser lesen wollen. Sieht man sich die Masse der Kommentare zu Artikel über KTG an, muss man einräumen, dass eine Zeitung, die nicht darüber berichten würde, sich unglaublich dumm verhielte. Anders ausgedrückt: Würde sich niemand für den Plagiator interessieren, würde auch niemand über ihn schreiben.

    • Afa81
    • 29.11.2011 um 11:46 Uhr

    Also, wenn eine Zeitung jemanden total demontiert, dann
    sollte sie demjenigen doch auch die Möglichkeit geben,
    sich ausführlich zu erklären.
    Ich finde es in Ordnung.

    Die meisten Foristen können jetzt schon, ohne das Buch
    gelesen zu haben abwinken. Gott sei Dank sind diese jedoch
    nicht die Basis für unseren Rechtstaat, weil sonst wären
    wir wieder bei Schauprozessen ala 1938...

    Was hat uns diese ganze Charade gezeigt? Die unfassbare Anmaßung bis Hybris der Presse (Ultimatum der Süddeutschen Zeitung an Guttenberg bis 15 Uhr Stellung zu beziehen) der Presse, die aktuelle irrationale "Aufwiegelbarkeit" des Wutbürger-Mobs und die Fassade des Titel-Status-Wahns der Pseudo-Intellektuellen bzw. der vermeintlichen Oberschicht. Furchtbar und Peinlich für ALLE Beteiligten!

    • wurmi
    • 29.11.2011 um 12:05 Uhr

    Hat es Deutschland, bzw. die Medienlandschft denn nötig, einem Egomanen aus alter Adelsfamilie solchen Raum einzuräumen.Herr Guttenberg täte gut daran, sich mal die ethnisch, moralische Frage zu stellen, wie er mit Unrecht, Falschaussagen,etc. umzugehen gedenkt.
    Bitte liebe Printmedien veschont uns mit solchen Berichten.

    • mcbb
    • 29.11.2011 um 17:49 Uhr

    ....sondern erfüllt ihr journalistische Pflicht. Und das ist richtig so. Wie weit zu Guttenberg politisch kommt, entscheiden letztlich die Wähler und nicht die Medien.

    bescheuerte Frage stellen.. "Comeback oder Selbstdemontage". Natürlich Comeback, wenn ihr, liebe Redakteure so weiter macht!
    Der Mann ist ein Augenwischer, ein Hochstapler und vorallem ein Kandidat für die Klatschpresse! Der ist nicht ZEIT-gemäß, um es in ein Wortspiel zu packen. Wäre seine Doktorarbeit nicht aufgeflogen, dann wäre er an seiner überhöhten politischen Kulisse und seiner politischen Unfähigkeit gescheitert. (da gabs Skandale von Anfang an)
    Steht mit Stolz drüber und ignoriert ihn, fallt nicht auf seine Hinterlist rein, dann wirds vielleicht doch noch die ersehnte Selbstdemontage.
    Denn mal erlich: Wenn ein gebildeter Leser WIRKLICH was von Gutti hörn will, dann geht er halt mal zum "lachen" auf Bild.de.

    Ich glaube, dass Frau Gräfin Dönhoff sich für Herrn di Lorenzo schämen würde.

    Ich bin mir sicher, das Protegieren eines solch werte- und tugendlosen Politikers, welcher kurz davor stand, den Zugang zu noch viel mehr Macht zu bekommen, hätte nichteinmal (oder auch gerade) sie toleriert.

    • Tunel
    • 30.11.2011 um 20:12 Uhr

    Hilfe,

    dem sollte man in einer guten Zeitung wirklich keine Plattform bieten.
    Das ist sehr peinlich.

    Was kommt als nächstes von Herrn di Lorenzo? Hat er den guten Geschmack völlig verloren oder redet er nicht mehr mit seinem streitbaren Vater? Na ja, er könnte doch vielleicht als Nächstes die "Elite" der NPD eine Platform anbieten. Dies wäre dann auch nur ein klein wenig weiter rechts als Guttenberg.

  1. ... nicht schon wieder der...

    43 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ..liebe Zeit. Der Zug ist abgefahren. Nachdem sie also begriffen haben, das viele sich diesen schwachsinn nicht gefallen lassen, schieben sie einen kleinen leich kritischen Artikel nach.

    Viel zu spät.
    Unglaubwürdig.

    Und von der falschen Person geschrieben. Ich kenne Karsten Polke-Majewski nicht, weiß aber das er nicht di Lorenzo ist. Von dem hätte ich eine Stellungnahme erwartet. Aber man schickt lieber einen anderen ins Feld der das Feigenblatt "Unabhängigkeit" hochhält.

    Wie gesagt, netter versuch. Aber unglaubwürdig. Di Lorenzo hat mit dieser Aktion einfach mehr zerstört als im scheinbar bewusst ist.

    Je nachdem wie schnell die Redaktion die Mails durchschaut wird das hier mein letzter Kommentar gewesen sein.

    ..liebe Zeit. Der Zug ist abgefahren. Nachdem sie also begriffen haben, das viele sich diesen schwachsinn nicht gefallen lassen, schieben sie einen kleinen leich kritischen Artikel nach.

    Viel zu spät.
    Unglaubwürdig.

    Und von der falschen Person geschrieben. Ich kenne Karsten Polke-Majewski nicht, weiß aber das er nicht di Lorenzo ist. Von dem hätte ich eine Stellungnahme erwartet. Aber man schickt lieber einen anderen ins Feld der das Feigenblatt "Unabhängigkeit" hochhält.

    Wie gesagt, netter versuch. Aber unglaubwürdig. Di Lorenzo hat mit dieser Aktion einfach mehr zerstört als im scheinbar bewusst ist.

    Je nachdem wie schnell die Redaktion die Mails durchschaut wird das hier mein letzter Kommentar gewesen sein.

  2. Entfernt. Bitte setzen Sie sich sachlich und argumentativ mit den Inhalten des Artikels auseinander. Danken. Die Redaktion/ag

    Eine Leser-Empfehlung
  3. Jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient, aber SO nicht!

    Alle anderen sind schuld? Wo bleibt das Eingeständnis der eigenen Schuld? Wo bleibt das Zeigen von Reue, von Demut?

    Nicht sein Buch ist der Sargnagel für die Demokratie, sondern er selbst.

    Unfassbar. Und dass dieser Mann auch noch Gehör findet, ist umso trauriger.

    72 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Auch wenn es Ihnen peinlich sein könnte, möchte ich doch einmal auf den Leitartikel von Herrn diLorenzo verweisen, der am 01.03.2011 noch voll des Lobes für den adligen Plagiator war:
    http://www.zeit.de/2011/0...

    Dass eben jener Herr diLorenzo sich jetzt auch noch mit Karl-Theodor zusammen eine goldene Nase an diesem peinlichen Buch verdient, sollte noch dem letzten ZEIT Redakteur die Schamesröte ins Gesicht treiben.

    Auch wenn es Ihnen peinlich sein könnte, möchte ich doch einmal auf den Leitartikel von Herrn diLorenzo verweisen, der am 01.03.2011 noch voll des Lobes für den adligen Plagiator war:
    http://www.zeit.de/2011/0...

    Dass eben jener Herr diLorenzo sich jetzt auch noch mit Karl-Theodor zusammen eine goldene Nase an diesem peinlichen Buch verdient, sollte noch dem letzten ZEIT Redakteur die Schamesröte ins Gesicht treiben.

  4. Ich hoffe ja immer noch, dass dieser Kelch an uns vorüber geht. :-(

    Das Guttenberg ein Comeback plant war mMn. eigentlich klar und wohl auch von langer Hand so geplant. Auch was er damals gesagt hat bzw. nicht gesagt hat, was er für eine Strafe bekommen hat etc., der Rückzug in die USA etc. war alles eine Vorbereitung für das geplante. Aber all das haben die Bürger in der Hand, denn nur wenn sie sich erneut blenden lassen kann diese Person wieder "in Amt und Würden" kommen.

  5. ... der artikel ist ja schonmal nen anfang.

    bild berichtet übrigens gutti ginge auf lammert los ...
    ach ne! eine politische ameise pinkelt einem politischen elefanten ans bein ...
    der elefant sollte mal einen schritt zur seite machen ... platsch!

    Anm.: Bitte bemühen Sie sich um eine sachliche Wortwahl. Danke. Die Redaktion/ag

    16 Leser-Empfehlungen
    • Deguo
    • 29.11.2011 um 8:15 Uhr
    8. [...]

    Entfernt. Bitte setzen Sie sich argumentativ mit den Inhalten des Artikels auseinander statt Unterstellungen anzustellen. Danke. Die Redaktion/ag

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Khef
    • 29.11.2011 um 8:18 Uhr

    70% plagiierte Seiten der Doktorarbeit Guttenbergs nicht als Betrug bezeichnen, sind sie genauso verblendet wie der sich selbst überhöhende Guttenberg. Das ist doch der springende Punkt: er stellt es immer noch dar als wäre es "aus versehen" passiert.

    Wer´s glaubt wird selig.

    Wer ist eigentlich zu Guttenberg? Er ist nie durch irgendetwas hervorgestochen.
    Er wurde damals nur deshalb Nachfolger von Glos, weil die CSU einfach keinen anderen mehr hatte. Niemand kannte ihn, und in den ersten Interviews hat er nicht grade geglänzt. Auch als Verteidigungsminister gab es einige peinliche Pannen des Unwissens.
    Seine Doktorarbeit ist offensichtlich unter aller Kanone, wobei ich mich fragen muss, wie sowas an seinem Doktorvater komplett vorbeigegangen gehen konnte. Ich musste meine 1. Seminararbeit nochmal schreiben, weil ich meinem Professor nicht ordentlich genug zitiert hatte. Und obwohl Guttenberg bei der wissenschaftlichen Arbeit so geschlampt hat und sich durch nichts ausgezeichnet hat, hat er sofort eine Stelle in einem US-Think Tank bekommen. Wie kann das eigentlich sein?
    Nun: Weil er so intelligent aussieht (ob er es ist, hat er der Öffentlichkeit zumindest noch nicht bewiesen), weil er so gute Manieren hat und weil er als Bayer Hochdeutsch redet und nicht zuletzt: er ist adelig. Mir scheint, dass unterbewußt bei vielen Leuten der Glanz von Richard v. Weizsäcker auf ihn abfärbt.
    Es war, glaube ich, Harald Schmidt, der die Antwort auf den Punkt brachte: 'Wir wollen von schönen Menschen regiert werden'. Und de Lorenzo möchte halt auch lieber schöne Menschen interviewen, ist doch verständlich, oder?

    • Khef
    • 29.11.2011 um 8:18 Uhr

    70% plagiierte Seiten der Doktorarbeit Guttenbergs nicht als Betrug bezeichnen, sind sie genauso verblendet wie der sich selbst überhöhende Guttenberg. Das ist doch der springende Punkt: er stellt es immer noch dar als wäre es "aus versehen" passiert.

    Wer´s glaubt wird selig.

    Wer ist eigentlich zu Guttenberg? Er ist nie durch irgendetwas hervorgestochen.
    Er wurde damals nur deshalb Nachfolger von Glos, weil die CSU einfach keinen anderen mehr hatte. Niemand kannte ihn, und in den ersten Interviews hat er nicht grade geglänzt. Auch als Verteidigungsminister gab es einige peinliche Pannen des Unwissens.
    Seine Doktorarbeit ist offensichtlich unter aller Kanone, wobei ich mich fragen muss, wie sowas an seinem Doktorvater komplett vorbeigegangen gehen konnte. Ich musste meine 1. Seminararbeit nochmal schreiben, weil ich meinem Professor nicht ordentlich genug zitiert hatte. Und obwohl Guttenberg bei der wissenschaftlichen Arbeit so geschlampt hat und sich durch nichts ausgezeichnet hat, hat er sofort eine Stelle in einem US-Think Tank bekommen. Wie kann das eigentlich sein?
    Nun: Weil er so intelligent aussieht (ob er es ist, hat er der Öffentlichkeit zumindest noch nicht bewiesen), weil er so gute Manieren hat und weil er als Bayer Hochdeutsch redet und nicht zuletzt: er ist adelig. Mir scheint, dass unterbewußt bei vielen Leuten der Glanz von Richard v. Weizsäcker auf ihn abfärbt.
    Es war, glaube ich, Harald Schmidt, der die Antwort auf den Punkt brachte: 'Wir wollen von schönen Menschen regiert werden'. Und de Lorenzo möchte halt auch lieber schöne Menschen interviewen, ist doch verständlich, oder?

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