Reproduktionsmedizin Schröder will künstliche Befruchtung bezuschussen
Wer ungewollt kinderlos ist, könnte bald staatliche Unterstützung erhalten: Nach Plänen der Ministerin soll der Staat die Kosten einer künstlichen Befruchtung mittragen.
© Waltraud Grubitzsch/dpa

Künstliche Befruchtung im Biologischen Labor des Zentrums für Reproduktionsmedizin an der Universitätsfrauenklinik in Leipzig (Archiv)
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) plant staatliche Hilfen für Paare, die mithilfe einer künstlichen Befruchtung ein Kind bekommen möchten. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf Pläne der Ministerien. Demnach sollen Bund und Länder die Hälfte der Kosten übernehmen, die heute die Paare tragen.
Sie setze sich dafür ein, dass das Programm im April 2012 beginne, sagte Schröder der FAZ. Im Haushalt ihres Ministeriums seien dafür bereits zehn Millionen Euro eingestellt. Allerdings sei der Betrag noch gesperrt, weil über die Finanzierung in der Koalition noch gestritten werde. Vor allem die familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, die stellvertretende Generalsekretärin der CSU, Dorothee Bär, opponiere.
Seit 2004 werden die Kosten für eine künstliche Befruchtung nicht mehr vollständig, sondern nur noch zu Hälfte und für die ersten drei Versuche von den Kassen übernommen. Die andere Hälfte und die Kosten für einen vierten, in aller Regel letzten Versuch, müssen die Paare selbst zahlen. Ihr Anteil bei drei Behandlungen liege damit bei bis zu 6.000 Euro, bei vier Versuchen bei bis zu 10.000 Euro, sagte Schröder. Das überfordere viele.
Schröder verwies auf Statistiken, nach denen durch die Halbierung der Förderung die Zahl der Geburten nach künstlicher Befruchtung von etwa 17.000 auf gut 8.000 im Jahr zurückgegangen ist. Deutschland liege im europäischen Vergleich bei künstlichen Befruchtungen im unteren Drittel.
- Datum 28.11.2011 - 12:10 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 57
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Also, wir zahlen für eine Krankenversicherung, leider nicht für eine Gesunderhaltungsversicherung.
Da ist das erste Problem, dass viele Ärzte beklagen.
Da die künstliche Befruchtung mit / ohne PID nun wirklich weder mit krank noch mit gesund etwas zu tun hat, eher mit der Verträglichkeit der Partner, ist dies wirklich keine Kassenleistung und wenn man ein Kind möchte sind 6000 Euro im Vergleich zu den Kosten, die ein Kind mit sich bringt , kein nennenswerter Betrag.
Man könnte auch ein Kind adoptieren, aus irgendeiner Hungerecke der Welt.
Man muss nicht alles, was man haben möchte , auf Kosten der Gesellschaft erlangen.
Vielleicht hat aber auch die neue Gesetzgebung der PID etwas mit der abnehmenden Zahl der künstlichen Befruchtungen in Deutschland zu tun, ich selbst würde auch ins Ausland fahren , um dieses Gesetz zu umgehen. Es mag ethisch hochstehend sein aber eben nicht europäisch.
Hätte man in Europa doch ein gemeinsames Gesetz erlassen können, wg. EU , so europäisch sind wir dann wohl doch nicht.
ein Sensibelchen - nicht wahr ...
Also, wir zahlen für eine Krankenversicherung, leider nicht für eine Gesunderhaltungsversicherung.
Da ist das erste Problem, dass viele Ärzte beklagen.
Viele Krankenkassen übernehmen mehrmals im Jahr die Kosten von Gesundheiterhaltungskurse zum größten Teil, zum Beispiel Yoga, Pilates oder Aquafitness.
ein Sensibelchen - nicht wahr ...
Also, wir zahlen für eine Krankenversicherung, leider nicht für eine Gesunderhaltungsversicherung.
Da ist das erste Problem, dass viele Ärzte beklagen.
Viele Krankenkassen übernehmen mehrmals im Jahr die Kosten von Gesundheiterhaltungskurse zum größten Teil, zum Beispiel Yoga, Pilates oder Aquafitness.
ein Sensibelchen - nicht wahr ...
Also, wir zahlen für eine Krankenversicherung, leider nicht für eine Gesunderhaltungsversicherung.
Da ist das erste Problem, dass viele Ärzte beklagen.
Viele Krankenkassen übernehmen mehrmals im Jahr die Kosten von Gesundheiterhaltungskurse zum größten Teil, zum Beispiel Yoga, Pilates oder Aquafitness.
Künstliche Befruchtung bezahlen gerne, aber doch bitte nur für die wirklich unschuldig daran sind und die künstliche Befruchtung nicht einfach nur deshalb brauchen weil sie sich erst mit Ende 30 für Kinder entschieden haben oder Kinder der Karriere wegen zurückgestellt haben.
Das darf jeder natürlich machen, aber muss dann auch die Kosten für diese Lebensplanung selber tragen, es gibt ja auch keinen Lohnausgleich für Eltern, die ihre Kinder früh bekommen und deren Karriere deshalb auf der Strecke bleibt.
nicht klappt, hat dies meistens seinen Grund. Und sei es nur weil die Frauen/Paare wegen Lifestyleoptimierung zu lange gewartet haben.
Ein Grundrecht auf Schwangerschaft gibt es ebensowenig wie einen Anspruch, nur nicht behinderte Kinder zu bekommen. Wenn Paare, oft im schon etwas fortgeschritteneren Alter, unbedingt etwas für die Menschheit tun wollen, können sie kleine Kinder adoptieren oder in Pflege nehmen. Frau Schröder macht nur einen weiteren verzweifelten Versuch, sich beliebt zu machen. Doch das Geld sollte sie besser für den Kampf gegen die Neonazis ausgeben. Oder zur Abwehr von Kindesmissbrauch.
Einerseits brauchen wir als kinderärmstes Land dringend Nachwuchs und alles, was zu mehr Kindern führt, sollte förderungswürdig sein, andererseits gibt es biologische Gründe, warum manche mit einem bestimmten Partner oder generell keine Kinder bekommen können. Ich kann es durchaus nachvollziehen, dass es für Paare, die unbgedingt eigene Kinder wollen, schwer ist, zu akzeptieren, dass das auf natürlichem Wege nicht funktioniert, und trotzdem würde ich dann eher zur Adoption raten, und hier sollten die Möglichkeiten der Durchführung verbessert werden, auch als geplante Alternative zur Abtreibung.
Der Punkt ist doch: Bei sehr vielen Paaren, die jetzt zur künstlichen Befruchtung greifen müssen, hätte es problemlos geklappt, hätten Sie 5-10 Jahre früher versucht Kinder zu bekommen. Wäre es da nicht sinnvoller anstatt die künstliche Befruchtung zu fördern eher sich zu überlegen, wie man Eltern ermöglicht früh Kinder zu bekommen?
Wie wäre es bspw. mit Studiengängen speziell für junge Eltern mit passenden Stundenplänen und kostenloser Kinderbetreuung in direkter Uninähe? Statt Abitur -> Studium -> Karriere -> Kind dann halt die biologisch verträglichere Reihenfolge Abitur -> Kind & Studium -> Karriere?
eine merkwürdige Logik. Warum ist der biologisch "natürliche Weg" auch der richtige? Früher sind an der Grippe erkrankte Menschen auf biologisch "natürlichem Weg" gestorben. Heute glauben wir, dass es richtig ist, ihnen die Medikamente zu bezahlen.
Der Punkt ist doch: Bei sehr vielen Paaren, die jetzt zur künstlichen Befruchtung greifen müssen, hätte es problemlos geklappt, hätten Sie 5-10 Jahre früher versucht Kinder zu bekommen. Wäre es da nicht sinnvoller anstatt die künstliche Befruchtung zu fördern eher sich zu überlegen, wie man Eltern ermöglicht früh Kinder zu bekommen?
Wie wäre es bspw. mit Studiengängen speziell für junge Eltern mit passenden Stundenplänen und kostenloser Kinderbetreuung in direkter Uninähe? Statt Abitur -> Studium -> Karriere -> Kind dann halt die biologisch verträglichere Reihenfolge Abitur -> Kind & Studium -> Karriere?
eine merkwürdige Logik. Warum ist der biologisch "natürliche Weg" auch der richtige? Früher sind an der Grippe erkrankte Menschen auf biologisch "natürlichem Weg" gestorben. Heute glauben wir, dass es richtig ist, ihnen die Medikamente zu bezahlen.
Der Punkt ist doch: Bei sehr vielen Paaren, die jetzt zur künstlichen Befruchtung greifen müssen, hätte es problemlos geklappt, hätten Sie 5-10 Jahre früher versucht Kinder zu bekommen. Wäre es da nicht sinnvoller anstatt die künstliche Befruchtung zu fördern eher sich zu überlegen, wie man Eltern ermöglicht früh Kinder zu bekommen?
Wie wäre es bspw. mit Studiengängen speziell für junge Eltern mit passenden Stundenplänen und kostenloser Kinderbetreuung in direkter Uninähe? Statt Abitur -> Studium -> Karriere -> Kind dann halt die biologisch verträglichere Reihenfolge Abitur -> Kind & Studium -> Karriere?
Ihre Sichtweise: es liegt am Alter - ergo Karrieregeilheit - ergo "selbst schuld" greift meiner Ansicht nach zu kurz.
Die Fertilität der männlichen Bevölkerung ist seit Jahren abnehmend: http://www.freiheitistleb...
Hinzu kommen Umwelteinflüsse, z.B schlechte Luftqualität in Großsstädten. (da müssen sie auf dem Land ne Menge teurer Zigaretten rauchen um das in die Lunge zu ziehen was sie z.B. in München kostenlos einatmen können)
Es gibt zahlreiche weitere Faktoren (Sitzheizung, Fahrradsättel, enge Hosen) einige davon klingen nach "Urban Legend", andere haben vielleicht wirklich einen statistischen Einfluss - man weiß es oft nicht genau.
Insgesamt ist die ungewollte Kinderlosigkeit ein wachsendes Problem, welches lange nicht alleine an der Karriereplanung hängt. Altersgrenzen gibt es zudem längst für die Behandlung.
Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Klientel die versucht den Kinderwunsch mit ärztlicher Hilfe zu realisieren nicht dem Bevölkerungsschnitt entsricht sondern tendenziell besser ausgebildet ist deren zukünftige Kinder mit erhöhter Wahrscheinlichkeit brave Steuerzahler werden. Das ist es doch was wir wollen, oder? Brave Steuerzahler, Ruhe und einen Parkplatz vor der Tür...
Was sollen diese Pauschalierungen? Und selbst wenn ihre Behauptung einmal zutrifft: Die "Abitur -> Studium -> Karriere -> Kind"-Leute füttern mit ihren Steuern und Sozialbeiträgen ziemlich viele sozial Schwache durch. Dann können sie m.E. vom Staat auch erwarten, dass er ihnen einmal hilft, wenn sie Probleme selbst haben, zumal wir mehr und nicht weniger Kinder brauchen. Die Reihenfolge "Abitur -> Kind & Studium -> Karriere?" wird leider von unserer Gesellschaft vielfach verhindert, in der der Gran Canaria-Urlaube für Rentner und Quoten für kinderlose Karrierefrauen eben wichtiger sind als Betreuungsplätze für Kleinkinder. Frau Schröder kann man insofern aber keinen Vorwurf machen, sie kämpft an den richtigen Fronten. Kinder sind Glück und Zukunft für unsere Gesellschaft. Sie sollten zum normalen Lebensentwurf dazu gehören, deshalb muss man ungewollt Kinderlosen auch medizinisch helfen.
Ihre Sichtweise: es liegt am Alter - ergo Karrieregeilheit - ergo "selbst schuld" greift meiner Ansicht nach zu kurz.
Die Fertilität der männlichen Bevölkerung ist seit Jahren abnehmend: http://www.freiheitistleb...
Hinzu kommen Umwelteinflüsse, z.B schlechte Luftqualität in Großsstädten. (da müssen sie auf dem Land ne Menge teurer Zigaretten rauchen um das in die Lunge zu ziehen was sie z.B. in München kostenlos einatmen können)
Es gibt zahlreiche weitere Faktoren (Sitzheizung, Fahrradsättel, enge Hosen) einige davon klingen nach "Urban Legend", andere haben vielleicht wirklich einen statistischen Einfluss - man weiß es oft nicht genau.
Insgesamt ist die ungewollte Kinderlosigkeit ein wachsendes Problem, welches lange nicht alleine an der Karriereplanung hängt. Altersgrenzen gibt es zudem längst für die Behandlung.
Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Klientel die versucht den Kinderwunsch mit ärztlicher Hilfe zu realisieren nicht dem Bevölkerungsschnitt entsricht sondern tendenziell besser ausgebildet ist deren zukünftige Kinder mit erhöhter Wahrscheinlichkeit brave Steuerzahler werden. Das ist es doch was wir wollen, oder? Brave Steuerzahler, Ruhe und einen Parkplatz vor der Tür...
Was sollen diese Pauschalierungen? Und selbst wenn ihre Behauptung einmal zutrifft: Die "Abitur -> Studium -> Karriere -> Kind"-Leute füttern mit ihren Steuern und Sozialbeiträgen ziemlich viele sozial Schwache durch. Dann können sie m.E. vom Staat auch erwarten, dass er ihnen einmal hilft, wenn sie Probleme selbst haben, zumal wir mehr und nicht weniger Kinder brauchen. Die Reihenfolge "Abitur -> Kind & Studium -> Karriere?" wird leider von unserer Gesellschaft vielfach verhindert, in der der Gran Canaria-Urlaube für Rentner und Quoten für kinderlose Karrierefrauen eben wichtiger sind als Betreuungsplätze für Kleinkinder. Frau Schröder kann man insofern aber keinen Vorwurf machen, sie kämpft an den richtigen Fronten. Kinder sind Glück und Zukunft für unsere Gesellschaft. Sie sollten zum normalen Lebensentwurf dazu gehören, deshalb muss man ungewollt Kinderlosen auch medizinisch helfen.
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