Parteitag in Kiel Staatstragende Grüne feiern griechischen Stargast
Seriös und angriffslustig zugleich geben sich die Grünen zum Auftakt ihres Parteitags. Sie bejubeln Ex-Premier Papandreou und reden viel über die Piraten. Von L. Caspari, Kiel
Claudia Roth weiß genau, was sie will. "Weg, weg, weg mit dieser FDP, weg mit dieser Regierung", ruft sie in ihrer gewohnt emotionalen Art. Deutschland und Europa brauchten keine Erpressung durch "Zuchtmeisterin" Angela Merkel, sondern eine große Idee. Die Antwort auf die vielen Krisen in der Welt sei eine grüne: eine soziale und eine ökologische, betont die Parteichefin in ihrer Auftaktrede zum Bundesparteitag der Grünen in Kiel am Freitagabend: "Ja, wir wollen 2013 an die Macht."
Hinter Roth prangt ein Banner mit dem Slogan des Delegiertentreffens: "Antwort Grün". Umrahmt ist der Schriftzug von ziemlich vielen Dingen: Der obligatorischen Sonnenblume, aber auch einer Europa-Flagge, einem Zug, ebenso einem Auto und einem Zahnrad sowie einem den Datenschutz anmahnenden Fingerabdruck zum Beispiel. Das Banner ist durchaus als Symbol für diesen "Arbeitsparteitag", wie ihn die Grünen-Spitze nennt, zu verstehen: Die Grünen wollen keine Ein-Themenpartei mehr sein, sondern auf alle Fragen des Lebens eine Antwort haben. Vor allem die Finanz- und Wirtschaftspolitik wird in Kiel im Mittelpunkt stehen.
Die Grünen wollten im Gegensatz zu Schwarz-Gelb einen "handlungsfähigen Staat", der sich dem Gemeinwohl verpflichte, sagt Roth. Das werde auch höhere Steuern für Vermögende bedeuten, um die Kosten der Schuldenkrise abzufedern. Über die Streitereien zwischen Linken und Realos in Berlin verliert die Grünen-Chefin kein Wort. Auch nicht über die Frage, wie die Grünen zu einem Bündnis mit der CDU auf Bundesebene stehen. Diese Diskussion ist bei der Parteiführung derzeit unerwünscht.
Die Delegierten scheinen friedlich gestimmt
Hintergrund ist das Negativbeispiel Berlin: Kandidatin Renate Künast schloss dort bekanntlich ein Zusammengehen mit der CDU nicht aus, holte am Ende ein enttäuschendes Ergebnis und nun zerfleischen sich die örtlichen Akteure gegenseitig. Im Bund fürchten die Grünen ein ähnliches Schicksal. Manch einer munkelt, in Kiel werde sich auch deswegen so viel mit Inhalten beschäftigt, um keinen Raum für eine mögliche Strategiedebatte zu bieten.
Doch auch die Delegierten scheinen friedlich gestimmt. Nach Roths Rede dürfen sie erstmals in Kleingruppen mit Vorstandsmitgliedern über Demokratie diskutieren. Mehr Basisbeteiligung, das ist der Hintergedanke. Die Workshops seien schon lange geplant, nicht erst seit die jungen, frechen, Direktdemokratischen den Berliner Landtag enterten, betont die grüne Geschäftsführerin Steffi Lemke etwas zu vehement.
Lemke hält einen Workshop zur "innerparteilichen Demokratie" ab, grundsätzlich wäre da viel Raum, um unkontrolliert zu motzen über die neue Bürgerlichkeit und Biederkeit der Grünen. Doch es bleibt ruhig.
Lediglich Astrid Schneider aus dem bei vielen Grünen inzwischen sehr unbeliebtem Berliner Landesverband versucht es. Sie schlägt vor, über "die Rolle der Flügel" in der Partei zu reden, schließlich habe man im Landtagswahlkampf zu sehr die politische Mitte gesucht und keine "authentischen grünen Inhalte vertreten." Lemke guckt etwas angesäuert, aber sie muss sich nicht weiter sorgen: Die übrigen rund 60 Teilnehmern stimmen sowieso dagegen.
- Datum 26.11.2011 - 08:48 Uhr
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wollen die Grünen nicht sein, wenn sie 2013 wieder an die Macht kommen. Dabei waren sie es schon, als sie zusammen mit der SPD in der Schröder-Fischer-Regierung die Agenda 2010 ins Werk setzten.
...wurde hauptsächlich von einer informellen großen Koalition im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat ausgeküngelt. Die Grünen kam dabei mehr oder weniger eine Statistenrolle zu.
Natürlich kann man fragen, warum sie die Koalition nicht aufgekündigt haben. Aber bitte: Man hätten ihnen von allen Seiten auf Jahrzehnte die Regierungsfähigkeit abgesprochen. So konnten sie wenigstens noch ein bisschen Einfluss nehmen und noch Schlimmeres verhindern.
...wurde hauptsächlich von einer informellen großen Koalition im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat ausgeküngelt. Die Grünen kam dabei mehr oder weniger eine Statistenrolle zu.
Natürlich kann man fragen, warum sie die Koalition nicht aufgekündigt haben. Aber bitte: Man hätten ihnen von allen Seiten auf Jahrzehnte die Regierungsfähigkeit abgesprochen. So konnten sie wenigstens noch ein bisschen Einfluss nehmen und noch Schlimmeres verhindern.
Ich war stets ein treuer Anhänger der Grünen. Inzwischen kann man diese Partei aber nicht mehr mit guten Gewissen wählen.
Dass die Grünen, wie keine andere Partei, jedes Ereignis (S21, Fukushima, Nazimorde,..) für ihre Zwecke missbraucht, kann man ihr noch nachsehen. Den meisten Bundesbürgern ist aber nicht bewusst, dass es den Grünen mit Ihrer Europapolitik vor allem darum geht, Europa wie wir es kennen durch einen undemokratischen Superstaat zu ersetzten.
Keine Partei wirbt so für die Transferunion wie die Grünen. Und wenn es der Partei eines Tages auch noch gelingt, die Türkei mit ihren 74 Millionen Einwohnern in die EU zu holen, dann ist das alte Europa Geschichte.
Wie kommen Sie darauf? Ich dachte, die Grünen wären für Euro-Bonds.
Euro-Bonds heißt Wirtschaftsunion und Eingriffe in nationale Haushalte.
Was Sie meinen, ist evtl die EZB-Lösung. Wo die EZB endlos Staatsanleihen aufkauft und vergesellschaftet.
Vielen Dank. Sie sprechen mir aus der Seele. Auch ich war früher eine "Grüne", bin auch älter geworden, aber doch meilenweit von dieser Partei entfernt. Diese Partei kann nicht gewählt werden, weil sie uns alle direkt in eine europäische Diktatur ohne Demokratie und Freiheit führt. Diese Grünen tragen mithin die Verantwortung dafür. Auch Markus Lüpertz hat einmal in einem Interview sehr schön gesagt: "Grüne machen die Welt enger".
Das ist leider traurige Wahrheit.
Die GRÜNEN waren schon immer das Ziel diverser U-Boote. Besonders lächerlich ist die Tatsache, dass die Ökofraktion schon immer das Feigenblatt mehrerer planwirtschaftlicher sozialistischer Flügel waren, und die einen im Moment wieder Castoren behindern und die anderen einen Parteitag veranstalten. Wo hier eine Spur von Seriösität zu finden ist, angesichts völlig enthemmter Demagogie (Roth, Özdemir), ist für nicht nachvollziehbar. Gerne werden auch wieder die Worte des großen Vorsitzenden Joschka bemüht (starke-meinungen), als ob der jemals fundierte Kenntnisse in irgendeiner Disziplin erlangt hätte. Das Ziel der Grünen ist das Etablieren von Planwirtschaft und die Bevormundung Andersdenkender (Fazit nach mehrjähriger Mitgliedschaft und Austritt 1983) und daran hat sich bis heute nicht viel geändert.
Sie sind also erst vor kurzer Zeit, nur 28 Jahre ist es her, aus der Partei ausgetreten und glauben noch immer sich auszukennen...?! Ist vergleichbar mit einem Opel-Fan, der den aktuellen Ampera in direkten Zusammenhang mit dem Kadett-B setzt...ja, beide haben 4 Räder aber danach wirds eng mit der Gemeinsamkeit.
Die Grünen bieten genausowenig die "ultimative Antwort auf alle politischen Probleme und Sorgen" wie jede andere Partei, aber es ist doch hübsch, das Gesamtbild (Parlament) mit diversen Farbtupfern aufmöbln zu dürfen. Aber ich geb ihnen soweit Recht, dass die Demagogen Roth und Özdemir allmählich gegen etwas stillere und inhaltsreichere Kandidaten ausgetauscht werden sollten...bestenfalls VOR der nächsten Bundestagswahl.
Nun, auch ich habe schon länger bemerkt, dass ich mich von den Grünen entfernt habe. Erst Stammwähler, dann Wechselwähler, inzwischen würde ich sie eher gar nicht mehr wählen.
Nur entlarven aber doch Ihre eigenen Aussagen, dass SIE selber sich wohl weiter von einstmals "grün-alternativen Idealen" entfernt haben - oder wenigstens mindestens ebenso weit wie die grüne Partei, nur in unterschiedliche Richtungen.
Oder hat es wohl vor dreißig Jahren zum grünen Grundwortschatz gehört, den Untergang des Abendlandes zu beschwören, wenn die Türkei enger integriert würde?
Nein, das hört sich doch eher genau nach dem Gegenteil an. Etwas, was ein Grüner um 1981 wohl eher als revanchistisch-nationalistische Abgrenzung bezeichnet hätte.
Es wäre also etwas sinnvoller, ein wenig Selbstreflexion zu betreiben. SIE sind es eben, der nach rechts gerutscht ist - viel weiter als die Grünen ohnehin schon und in eine andere Form.
Ist ja nicht unbedingt etwas Schlimmes dabei, nur solche Sprüche wie Sie zu bringen (und einige derer, die auf Sie geantwortet haben), die von ehemals grünalternativen Grundidealen NOCH WEITER weg sind und dann zu meinen, DIE hätten sich entfernt, sieht schon recht komisch aus.
deutschland ist eine transferunion. scheinbar machen sich die meisten überhaupt nicht bewusst, das wir einen länderausgleich haben.
geradezu witzig, wenn man solche kommentare lesen muss. ausser ausländerhass konnte man in ihrem beitrag nicht lesen.
die grünen benutzen die gleichen mittel um für ihre ziele zu kämpfen, genau wie alle anderen parteien.
einmal wird es parteiprogramm, ein anderes mal populismus, beim nächstenmal zentralismus genannt.
wie einfach wir die realitäten aussen vor lassen, aus äpfel birnen machen. zumindest lernen wir von unseren politikern, denen wir genau dieses verhalten vorwerfen.
Wie kommen Sie darauf? Ich dachte, die Grünen wären für Euro-Bonds.
Euro-Bonds heißt Wirtschaftsunion und Eingriffe in nationale Haushalte.
Was Sie meinen, ist evtl die EZB-Lösung. Wo die EZB endlos Staatsanleihen aufkauft und vergesellschaftet.
Vielen Dank. Sie sprechen mir aus der Seele. Auch ich war früher eine "Grüne", bin auch älter geworden, aber doch meilenweit von dieser Partei entfernt. Diese Partei kann nicht gewählt werden, weil sie uns alle direkt in eine europäische Diktatur ohne Demokratie und Freiheit führt. Diese Grünen tragen mithin die Verantwortung dafür. Auch Markus Lüpertz hat einmal in einem Interview sehr schön gesagt: "Grüne machen die Welt enger".
Das ist leider traurige Wahrheit.
Die GRÜNEN waren schon immer das Ziel diverser U-Boote. Besonders lächerlich ist die Tatsache, dass die Ökofraktion schon immer das Feigenblatt mehrerer planwirtschaftlicher sozialistischer Flügel waren, und die einen im Moment wieder Castoren behindern und die anderen einen Parteitag veranstalten. Wo hier eine Spur von Seriösität zu finden ist, angesichts völlig enthemmter Demagogie (Roth, Özdemir), ist für nicht nachvollziehbar. Gerne werden auch wieder die Worte des großen Vorsitzenden Joschka bemüht (starke-meinungen), als ob der jemals fundierte Kenntnisse in irgendeiner Disziplin erlangt hätte. Das Ziel der Grünen ist das Etablieren von Planwirtschaft und die Bevormundung Andersdenkender (Fazit nach mehrjähriger Mitgliedschaft und Austritt 1983) und daran hat sich bis heute nicht viel geändert.
Sie sind also erst vor kurzer Zeit, nur 28 Jahre ist es her, aus der Partei ausgetreten und glauben noch immer sich auszukennen...?! Ist vergleichbar mit einem Opel-Fan, der den aktuellen Ampera in direkten Zusammenhang mit dem Kadett-B setzt...ja, beide haben 4 Räder aber danach wirds eng mit der Gemeinsamkeit.
Die Grünen bieten genausowenig die "ultimative Antwort auf alle politischen Probleme und Sorgen" wie jede andere Partei, aber es ist doch hübsch, das Gesamtbild (Parlament) mit diversen Farbtupfern aufmöbln zu dürfen. Aber ich geb ihnen soweit Recht, dass die Demagogen Roth und Özdemir allmählich gegen etwas stillere und inhaltsreichere Kandidaten ausgetauscht werden sollten...bestenfalls VOR der nächsten Bundestagswahl.
Nun, auch ich habe schon länger bemerkt, dass ich mich von den Grünen entfernt habe. Erst Stammwähler, dann Wechselwähler, inzwischen würde ich sie eher gar nicht mehr wählen.
Nur entlarven aber doch Ihre eigenen Aussagen, dass SIE selber sich wohl weiter von einstmals "grün-alternativen Idealen" entfernt haben - oder wenigstens mindestens ebenso weit wie die grüne Partei, nur in unterschiedliche Richtungen.
Oder hat es wohl vor dreißig Jahren zum grünen Grundwortschatz gehört, den Untergang des Abendlandes zu beschwören, wenn die Türkei enger integriert würde?
Nein, das hört sich doch eher genau nach dem Gegenteil an. Etwas, was ein Grüner um 1981 wohl eher als revanchistisch-nationalistische Abgrenzung bezeichnet hätte.
Es wäre also etwas sinnvoller, ein wenig Selbstreflexion zu betreiben. SIE sind es eben, der nach rechts gerutscht ist - viel weiter als die Grünen ohnehin schon und in eine andere Form.
Ist ja nicht unbedingt etwas Schlimmes dabei, nur solche Sprüche wie Sie zu bringen (und einige derer, die auf Sie geantwortet haben), die von ehemals grünalternativen Grundidealen NOCH WEITER weg sind und dann zu meinen, DIE hätten sich entfernt, sieht schon recht komisch aus.
deutschland ist eine transferunion. scheinbar machen sich die meisten überhaupt nicht bewusst, das wir einen länderausgleich haben.
geradezu witzig, wenn man solche kommentare lesen muss. ausser ausländerhass konnte man in ihrem beitrag nicht lesen.
die grünen benutzen die gleichen mittel um für ihre ziele zu kämpfen, genau wie alle anderen parteien.
einmal wird es parteiprogramm, ein anderes mal populismus, beim nächstenmal zentralismus genannt.
wie einfach wir die realitäten aussen vor lassen, aus äpfel birnen machen. zumindest lernen wir von unseren politikern, denen wir genau dieses verhalten vorwerfen.
Ja !So sind Sie halt.
Ginge es nach Rot Grün hätten wir auch unsere Goldgeserven
Griechenland gegeben damit die Ihre nicht anrühren brauchen
...kann man die Schulden seiner Vorgänger nun wirklich als Letzen ankreiden. Er war der erste, der tacheles geredet hat und der versucht hat, den Laden aufzuräumen.
... bekannt, ob wir überhaupt noch Goldreserven haben. Die Goldreserven lagern bei unseren "Freunden" in den USA. Nur kein Deutscher durfte sie nach der Wiedervereinigung sehen.
...kann man die Schulden seiner Vorgänger nun wirklich als Letzen ankreiden. Er war der erste, der tacheles geredet hat und der versucht hat, den Laden aufzuräumen.
... bekannt, ob wir überhaupt noch Goldreserven haben. Die Goldreserven lagern bei unseren "Freunden" in den USA. Nur kein Deutscher durfte sie nach der Wiedervereinigung sehen.
Nieten haben immer zwei Köpfe, einen, der vorbereitet ist und den zweiten, wenn die Niete zur Niete werden soll. Dann wird ordentlich draufgehauen!
Was will dieser Versager denn noch? Manche Politiker merken einfach nicht, wann für sie Schluß ist. In diesem Fall trifft das sowohl auf den Griechen zu als auch auf die Grünen, die den Griechen zusammen mit Gasprom Gerhard in die EU und den Euro geholt haben.
Die Grünen haben die Griechen in die EU geholt? Mensch das wäre ja toll wenn wir 1981 schon die Grünen an der Macht gehabt hätten. Ich glaube echt dann ginge es uns heute besser.
Und wenn einer der Einheit willen abtritt, anstatt wie so viele andere an seinem Stuhl zu kleben, dann gilt er als Versager. Naja wenn diese Menschen dann so bezeichnet werden, muss man sich auch nicht wundern das keiner freiwillig abtreten will.
Man muss Papandreou zugutehalten, dass er es war, der Ende 2009 vor die Mikrofone trat und öffentlich kundtat, wie es um Griechenlands Haushalt bestellt ist. Das erst ließ den "allwissenden Markt" und die Ratingagenturen aus ihrem Heilewelt-Traum erwachen und die Politik erkannte, dass nun endlich zu handeln war.
Dass sich die versammelten europäischen Regierungen als unfähig erweisen, den Euro zum funktionieren zu bringen, ist harter Tobak, aber nicht wirklich die Schuld Papandreous oder den Grünen.
Es ist eher die hartnäckige Weigerung der Regierungen, die wirtschaftlichen Realitäten zur Kenntnis zu nehmen. Eine Union aus verbiesterten Opportunisten kann nicht funktionieren. Wenn die Zusammenarbeit nicht verbessert wird, ist der Euro zum scheitern verurteilt.
Nieten sind diejenigen, die sich dieser nicht allzu tiefgehenden Einsicht verweigern.
Die Grünen haben die Griechen in die EU geholt? Mensch das wäre ja toll wenn wir 1981 schon die Grünen an der Macht gehabt hätten. Ich glaube echt dann ginge es uns heute besser.
Und wenn einer der Einheit willen abtritt, anstatt wie so viele andere an seinem Stuhl zu kleben, dann gilt er als Versager. Naja wenn diese Menschen dann so bezeichnet werden, muss man sich auch nicht wundern das keiner freiwillig abtreten will.
Man muss Papandreou zugutehalten, dass er es war, der Ende 2009 vor die Mikrofone trat und öffentlich kundtat, wie es um Griechenlands Haushalt bestellt ist. Das erst ließ den "allwissenden Markt" und die Ratingagenturen aus ihrem Heilewelt-Traum erwachen und die Politik erkannte, dass nun endlich zu handeln war.
Dass sich die versammelten europäischen Regierungen als unfähig erweisen, den Euro zum funktionieren zu bringen, ist harter Tobak, aber nicht wirklich die Schuld Papandreous oder den Grünen.
Es ist eher die hartnäckige Weigerung der Regierungen, die wirtschaftlichen Realitäten zur Kenntnis zu nehmen. Eine Union aus verbiesterten Opportunisten kann nicht funktionieren. Wenn die Zusammenarbeit nicht verbessert wird, ist der Euro zum scheitern verurteilt.
Nieten sind diejenigen, die sich dieser nicht allzu tiefgehenden Einsicht verweigern.
...wurde hauptsächlich von einer informellen großen Koalition im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat ausgeküngelt. Die Grünen kam dabei mehr oder weniger eine Statistenrolle zu.
Natürlich kann man fragen, warum sie die Koalition nicht aufgekündigt haben. Aber bitte: Man hätten ihnen von allen Seiten auf Jahrzehnte die Regierungsfähigkeit abgesprochen. So konnten sie wenigstens noch ein bisschen Einfluss nehmen und noch Schlimmeres verhindern.
das Verhindern von noch Schlimmerem?
Grobi2011 argumentiert: "Natürlich kann man fragen, warum sie die Koalition nicht aufgekündigt haben. Aber bitte: Man hätten ihnen von allen Seiten auf Jahrzehnte die Regierungsfähigkeit abgesprochen."
Den Afghanistaneinsatz haben die Grünen ja auch mitgetragen und damit bewiesen, dass sie ein verlässlicher Regierungspartner sind, der auch unangenehme Entscheidungen mitträgt. Deshalb hätten sie sich bei der Agenda 2010 durchaus ohne Einbuße dieses Rufes die Koalition, die dann sowieso nicht mehr lange an der Macht war, aufkündigen können.
.... aufgekündigt haben. Aber bitte: Man hätten ihnen von allen Seiten auf Jahrzehnte die Regierungsfähigkeit abgesprochen. So konnten sie wenigstens noch ein bisschen Einfluss nehmen und noch Schlimmeres verhindern."
Dieses Argument zieht sich so sehr quer durch die deutsche Politik und Gesellschaft im Augenblick, dass es mit Erschrecken in einem weit entfernt geschrieben Artikel zur Finanzkrise notiert wird, das in Foreign Affairs jetzt veröffentlicht wurde. Dort in einem ziemlich intellektuellen Schriftstück wird auf eine ähnliche Einstellung zu dieser Grundfrage hominiden Verhaltens im letzten Jahrhundert, als es darauf ankam.
Es scheint den Leuten nicht klar, dass man mit solchem Argument alles rechtfertigen kann und irgendeiner dies dann auch wahrscheinlich tut. Für mich wäre ein Politiker, der so argumentiert sehr suspekt.
das Verhindern von noch Schlimmerem?
Grobi2011 argumentiert: "Natürlich kann man fragen, warum sie die Koalition nicht aufgekündigt haben. Aber bitte: Man hätten ihnen von allen Seiten auf Jahrzehnte die Regierungsfähigkeit abgesprochen."
Den Afghanistaneinsatz haben die Grünen ja auch mitgetragen und damit bewiesen, dass sie ein verlässlicher Regierungspartner sind, der auch unangenehme Entscheidungen mitträgt. Deshalb hätten sie sich bei der Agenda 2010 durchaus ohne Einbuße dieses Rufes die Koalition, die dann sowieso nicht mehr lange an der Macht war, aufkündigen können.
.... aufgekündigt haben. Aber bitte: Man hätten ihnen von allen Seiten auf Jahrzehnte die Regierungsfähigkeit abgesprochen. So konnten sie wenigstens noch ein bisschen Einfluss nehmen und noch Schlimmeres verhindern."
Dieses Argument zieht sich so sehr quer durch die deutsche Politik und Gesellschaft im Augenblick, dass es mit Erschrecken in einem weit entfernt geschrieben Artikel zur Finanzkrise notiert wird, das in Foreign Affairs jetzt veröffentlicht wurde. Dort in einem ziemlich intellektuellen Schriftstück wird auf eine ähnliche Einstellung zu dieser Grundfrage hominiden Verhaltens im letzten Jahrhundert, als es darauf ankam.
Es scheint den Leuten nicht klar, dass man mit solchem Argument alles rechtfertigen kann und irgendeiner dies dann auch wahrscheinlich tut. Für mich wäre ein Politiker, der so argumentiert sehr suspekt.
nicht mit einer Kulturflatrate nach GEMA-Vorbild verwechseln.
meinte ich.
meinte ich.
meinte ich.
Klar, daß sich die Grünen nach dem Berlindebakel für alle Themen öffnen wollen - zumindest vordergründig. Aber es ist nicht zu vergessen, daß sie viele Fachleute, vor allem aus dem Bereich Wirtschaft usw., nicht wahr Frau Roth, seit Jahren aus der Partei rausgeekelt haben. Aber ohne diese fachlichen Spitzen bleint das alles blanker Populismus.
Was die Grünen umtreibt, ausgerechnet jetzt den (ehemaligen?) Chef der Partei einzuladen, die vor allem das griechische Desaster verursacht haben, wird wohl ein Geheimnis des Vorstandes bleiben und hat schon etwas von einem politischen Blackout. Wenn so die Öffnung der Partei nach den drängendsten Themen aussehen soll, werden wir sie bald bei unter 10 Prozent wiederfinden.
etwa herrn samaras eingeladen?
wissen Sie, wenn Sie ein bisschen Hintergrundwissen über das Griechen-Desaster hätte, wüssten Sie, dass man diesem Mann (Papandreou) die horrende Staatsverschuldung nicht vorwerfen kann. Er hat mit ihr nur insofern etwas zu tun, da er mehr oder weniger den Mist seines Vorgängers wieder ausbügeln musste, und dafür von Medien wie SPRINGER zum Feind der Menschheit erklärt wurde.
Er kam erst Ende 2009 an die Regierung und war derjenige, der die überbordende Schuldenmisere öffentlich machte.
Wenn Sie formulieren, dass er nicht einer speziellen Partei aber der Politischen Klasse bzw. Griechenlands Elite angehört könnten Sie eher schreiben, dass er zu den Hauptschuldigen gehört.
etwa herrn samaras eingeladen?
wissen Sie, wenn Sie ein bisschen Hintergrundwissen über das Griechen-Desaster hätte, wüssten Sie, dass man diesem Mann (Papandreou) die horrende Staatsverschuldung nicht vorwerfen kann. Er hat mit ihr nur insofern etwas zu tun, da er mehr oder weniger den Mist seines Vorgängers wieder ausbügeln musste, und dafür von Medien wie SPRINGER zum Feind der Menschheit erklärt wurde.
Er kam erst Ende 2009 an die Regierung und war derjenige, der die überbordende Schuldenmisere öffentlich machte.
Wenn Sie formulieren, dass er nicht einer speziellen Partei aber der Politischen Klasse bzw. Griechenlands Elite angehört könnten Sie eher schreiben, dass er zu den Hauptschuldigen gehört.
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