Ein U-Boot des Typs Dolphin © Gali Tibbon/AFP/Getty Images

Die Bundesregierung hat der Lieferung eines sechsten U-Boots an Israel zugestimmt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Regierungskreise.

Das Rüstungsgeschäft geht demnach auf eine Übereinkunft der Regierungen beider Staaten aus dem Jahr 2005 zurück, die noch in die Regierungszeit von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) fiel. Damals sei die Lieferung von zwei U-Booten sowie die Option für ein drittes Boot festgelegt worden – jeweils mit einer deutschen Kostenbeteiligung.

Die Bundesregierung subventioniert den Verkauf des U-Boots der Dolphin-Klasse mit maximal 135 Millionen Euro. Das heißt, dass ein Drittel des Preises vom deutschen Steuerzahler gezahlt wird. Die Mittel sind bereits in den Bundeshaushalt 2012 eingestellt.

Bei den U-Booten geht es um Boote des Typs Dolphin, die auch mit Nuklearsprengköpfen bestückt werden können. Israels Marine verfügt bereits über drei solcher Boote. Die beiden weiteren, 2005 von Schröder zugesagten U-Boote sind noch im Bau.

Israel äußert sich nicht zum Besitz eigener Atomwaffen; allerdings gehen Experten davon aus, dass das Land über Atomsprengköpfe verfügt. In den vergangenen Wochen hatte es Spekulationen gegeben, die Lieferung des sechsten U-Bootes könnte von deutscher Seite gestoppt werden.