Volksentscheid Kretschmann gesteht Niederlage der S-21-Gegner ein
Beim Volksentscheid über das Stuttgarter Bahnprojekt hat die Mehrheit für Weiterbau gestimmt. Ministerpräsident Kretschmann sagte: "Wir werden dieses Votum akzeptieren."
Das Land Baden-Württemberg wird sich wohl auch weiterhin am Bahnprojekt Stuttgart 21 beteiligen. Die Gegner sind bei der Volksabstimmung darüber klar gescheitert. Eine Mehrheit von 58,8 Prozent stimmte am Sonntag in Baden-Württemberg gegen einen Ausstieg des Landes aus dem Milliardenvorhaben. Nur 41,2 Prozent der abgegebenen Stimmen waren die von Gegnern des Weiterbaus. Enthaltungen waren nicht möglich. Die S-21-Kritiker verfehlten auch das Quorum von 33 Prozent der Wahlberechtigten. Dies gab die Landesabstimmungsleiterin am Abend bekannt. Damit steht dem Weiterbau des Tiefbahnhofs in Stuttgart nichts mehr im Wege.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gestand denn auch schnell die Niederlage der Stuttgart-21-Gegner bei der Volksabstimmung ein. "Wir werden dieses Votum akzeptieren. Das wird die ganze Landesregierung machen", sagte er am Sonntagabend. Die Bahn habe das Baurecht, und das müsse gewährleistet werden.
Nach Auswertung von mehr als zwei Dritteln der Stimmbezirke in Stuttgart war bereits klar gewesen, dass in diesen Bezirken 60,4 Prozent der Wahlbeteiligten zum Volksentscheid gegangen waren. Davon stimmten 46,1 Prozent für den Ausstieg und 53,9 Prozent dagegen. Auch dort, wo es die Bevölkerung vor allem anging, entschieden sich also die meisten für den Weiterbau des Bahnprojekts.
In anderen Städten zeichnete sich eine wesentlich niedrigere Beteiligung als in Stuttgart ab. Bis 14 Uhr hätten sich nur 20,8 Prozent aller Stimmberechtigten am ersten Volksentscheid in Baden-Württemberg seit 40 Jahren beteiligt, teilte die Landesabstimmungsleiterin Christiane Friedrich in Stuttgart mit. Bei der Landtagswahl Ende März waren zu diesem Zeitpunkt bereits 30,7 Prozent der Wahlberechtigten zu den Wahllokalen gegangen.
Zur Abstimmung stand die Finanzierungszusage des Landes in Höhe von gut 930 Millionen Euro. Die Bürger mussten in der Volksabstimmung entscheiden, ob diese Zusage widerrufen und damit die vertragliche Grundlage für Stuttgart 21 gekündigt werden sollte. Gegner des Projekts stimmten daher mit Ja, Befürworter mit Nein. Eine Enthaltung war nicht vorgesehen.
Für einen Baustopp des unterirdischen Durchgangsbahnhofs in Stuttgart hätte sich die Mehrheit der Abstimmenden für einen Ausstieg des Landes aus der Finanzierung aussprechen müssen. Außerdem hätte diese Mehrheit aus mindestens einem Drittel der 7,6 Millionen Wahlberechtigten in Baden-Württemberg bestehen müssen. Bei einer Meinungsumfrage hatte sich noch vor wenigen Tagen mit 55 Prozent eine knappe Mehrheit für den Weiterbau von Stuttgart 21 ausgesprochen.
Vor allem gut ausgebildete Frauen waren gegen S21
Laut einer Infratest-dimap-Umfrage lehnen die Gegner das Projekt Stuttgart 21 hauptsächlich wegen der hohen Kosten ab. Außerdem bezweifeln sie, dass der Zugverkehr im neuen Tiefbahnhof schneller abgewickelt werden kann. Auch befürchteten die Gegner, dass die Mineralquellen Stuttgarts durch die Bauarbeiten gefährdet werden könnten. Die Befürworter von Stuttgart 21 hoffen vor allem auf viele neue Arbeitsplätze. Zu den Gegnern des Bahnprojekts zählen laut Umfrage vor allem die gut ausgebildeten Frauen.
Einer Umfrage des Südwestrundfunks und der Stuttgarter Zeitung zufolge wollen fast alle Befragten das Ergebnis der Abstimmung unabhängig vom Ausgang akzeptieren. Allerdings war eine große Mehrheit von 81 Prozent der Auffassung, dass der Volksentscheid den Streit über das Projekt nicht beilegen wird.
Die Grünen um Ministerpräsident Winfried Kretschmann wollten den Bau des unterirdischen Durchgangsbahnhofs stoppen. In einer Videobotschaft hatte Kretschmann zuvor noch für den Ausstieg aus dem Projekt geworben. Der Koalitionspartner SPD ist – wie die Opposition von CDU und FDP – mehrheitlich für das Projekt.
Die Bahn gibt die S-21-Kosten mit 4,1 Milliarden Euro an. Bezahlt wird der Bau von der Bahn, dem Bund, dem Land, der Region und Stadt Stuttgart sowie dem Stuttgarter Flughafen.
- Datum 27.11.2011 - 21:15 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Damit haette sich wohl erwiesen, dass eine groellende protestierende Menge nicht immer die Mehrheit vertritt. Auch wenn dass die gegenwaertige Meinung der Gegner war, dass sie das Volk vertreten.
Hoffentlich kann jetzt wieder Alltag in Stuttgart einkehren. Danke fuer den demokratischen Volksentscheid, die Baden Wuerttemberger haben entschieden.
Bitte informieren Sie sich über die Ausstiegskosten, die mit dem Abbruch von S21 (angeblich?) verbunden wären. Die Stuttgarter wurden reichlich darüber informiert und dies dürfte einen großen Teil der Abstimmenden zum "Nein" zum Ausstieg bewogen haben.
aber werden die Gegner von S21 das Ergebnis auch akzeptieren.
Aus der Geschichte der Bundesrepublik wissen wir, dass Grüne und Linksradikale immer nur solange für Demokratie sind, wenn sie die Mehrheit haben.
Die Zukunft für Stuttgart sieht nicht friedlich aus, das grün-linke Lager wird in den nächsten Monaten wieder zu Gewalt greifen.
...aber die Leute im Parlament vertreten erst recht oft nicht die Mehrheit der Bevölkerung.
Ich wünschte mir mehr Abstimmungen, auch wenn ich mit dem Ergebnis, wie heute, nicht wirklich zufrieden bin. Aber die Befürworter werden sich schon noch wunderen, es wäre das erste Baugroßprojekt, wo die Kosten nicht explodieren. Aber sowas gehört zum Lerneffekt, ebenso wie die unverschämte und unverständliche Formulierung des Entscheids richtig zu lesen und zu verstehen. Ich wüsste zu gern, wie viele versehentlich für S21 gestimmt haben, indem sie "nein" ankreuzten...
...eine Volksabstimmung zum Atomausstieg veranstalten.
In meinen Augen ist überhaupt nichts geklärt.
Die Politiker haben in ihrem Wahn keine Alternativen (Kopfbahnhof) in die Planung einbezogen. Der Schlichter hat deshalb ganz klar empfohlen, den Bahnhof wie geplant weiter zu bauen.
Stichwörter: Ausstiegskosten, mehrjährige Verzögerung, etc.
Für mich ist die geringe Wahlbeteiligung nur ein Zeichen dafür, dass die meisten Leute beim aktuellen Stand nicht für einen Bauabbruch sind. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Mehrheit für den Bau/S21 ist. Sie ist vielmehr für das mittlerweile kleinere Übel - bei der Wahl zwischen Pest oder Cholera.
... sind, mit denen hier ein Volksentscheidergebnis kommentiert wird.
Kai Hamann
PS: Vonwegen, weil die #256 die #1 betrifft
Das Volk hat gesprochen.
Man muss es Kretschmann hoch anrechnen, dass er den Weg für eine wirklich demokratische Entscheidung frei gemacht hat.
Und dass er groß genug ist, die Niederlage seiner eigenen Positionen, einzugestehen.
Genau das sind Qualitäten, die einen wirklichen Führer ausmachen.
Meinen Sie meine Tippfehler oder den Inhalt?
Sorry für die Tippfehler, aber auf einer englischen Tastatur kann das schnell passieren.
Als ich diesen Kommentar geschrieben habe ging es im Artikel noch um das Verfehlen des Quorums. Inzwischen wurde er mehrfach von der Redaktion überarbeitet.
Ich wollte nur deutlich machen, dass die Gegner nicht der Mehrheit entsprechen. In diesem Zusammenhang habe ich mich an deren Slogan "Wir sind das Volk" erinnert, der während so mancher Kundgebung erklang, deshalb meine Ausdrucksweise.
und das Ergebnis ist dann ein gehöriges Stueck Abkehr von rationeller Bahnbenutzung zugunsten von mehr Autoanwendung einerseits, Platzgewinnung fuer neue Immobilienprojekte andererseits - als dem zukuenftig gemeinten Alltag
Ich könnte mir vorstellen, dass es BW zahlreiche Bürger gab, die S21 befürworten, nur deshalb um den Stuttgartern eins auszuwischen. Die Folgen müssen diese ja nicht unmittelbar tragen.
- PR und Propaganda verfängt sich mit Leichtigkeit in der Mehrheit der Bevölkerung
- Emotionen sind wichtiger als Fakten
- Geld siegt über Vernunft
- Das Prinzip "Teile und Herrsche" funktioniert bestens
- Volksentscheide sind so designt, dass sie keinerlei Gefahr darstellen und dem Bürger "echte Demokratie" und "Beteiligung" nur vorgaukeln
Ich stehe S21 gleichgültig gegenüber, trotzdem finde ich es schwer nachvollziehbar, wie man als Otto-Normalbürger aufgrund der Faktenlage für so ein Projekt stimmen kann. Es bringt fast keine Vorteile, ist viel zu teuer und zudem lebensgefährlich.
Ich bin gespannt ob sich eine Firma finden wird, die bereit ist die Haftung für die gefährlichen Bohrungen im Stuttgarter Untergrund übernehmen wird! Aber auch da wird man sicher tricksen was das Zeug hält. Mein Tipp: Einfach den Firmensitz der Bohrfirma ins Ausland mit lascher Haftung ansiedeln!
ist das eine und das ist ja auch anzuerkennen und völlig in Ordnung.
Aber von einem "demokratischen Volksentscheid" zu sprechen, ist m.E. nicht richtig. Es war nämlich kein Volksentscheid, sondern ein Referendum! Der Unterschied ist, dass bei einem Referendum das Parlament sich durch eine Mehrheitsentscheidung dazu entschließt, die Bürgerschaft zu fragen - Bedanken sollten Sie sich deshalb bei Grüne/SPD!
Ein Volksentscheid dagegen ist ein aus dem Volk initiiertes Begehren (Volksbegehren), bei dem in Ba-Wü 16,67% der Wahlberechtigten sich in 14 Tagen auf dem Amt für die zu entscheidende Sache eintragen müssten, damit es überhaupt zu einem Volksentscheid käme. Das ist der Grund weshalb es das noch nie gab, weil es praktisch unmöglich ist, das zu schaffen. (Auf kommunaler Ebene in Stuttgart wurden zuvor zwei Bürgerbegehren/-entscheide gegen Stuttgart 21 durch juristische Gutachten abgeschmettert - ein klares Signal vom OB, dass er das Volk nicht abstimmen lassen wollte!!)
Nun gilt ein sog. Zustimmungsquorum (in Ba-Wü 30% aller Wahlberechtigten), das ich für undemokratisch halte, weil Nichtwähler als Gegenstimme zählen. Würden wir Nichtwähler bei politischen Wahlen als Gegenstimme zählen, könnten wir unsere Parlamente gar nicht besetzen, weil die Parteien selbst diese Quoren nie erreichen! Wer Demokratie ernst nimmt, der ist für die Abschaffung der Quoren (die einfache Mehrheit zählt) und senkt die Hürden für Volksentscheide, damit wir nicht ständig von Parteien abhängig sind.
Bitte informieren Sie sich über die Ausstiegskosten, die mit dem Abbruch von S21 (angeblich?) verbunden wären. Die Stuttgarter wurden reichlich darüber informiert und dies dürfte einen großen Teil der Abstimmenden zum "Nein" zum Ausstieg bewogen haben.
aber werden die Gegner von S21 das Ergebnis auch akzeptieren.
Aus der Geschichte der Bundesrepublik wissen wir, dass Grüne und Linksradikale immer nur solange für Demokratie sind, wenn sie die Mehrheit haben.
Die Zukunft für Stuttgart sieht nicht friedlich aus, das grün-linke Lager wird in den nächsten Monaten wieder zu Gewalt greifen.
...aber die Leute im Parlament vertreten erst recht oft nicht die Mehrheit der Bevölkerung.
Ich wünschte mir mehr Abstimmungen, auch wenn ich mit dem Ergebnis, wie heute, nicht wirklich zufrieden bin. Aber die Befürworter werden sich schon noch wunderen, es wäre das erste Baugroßprojekt, wo die Kosten nicht explodieren. Aber sowas gehört zum Lerneffekt, ebenso wie die unverschämte und unverständliche Formulierung des Entscheids richtig zu lesen und zu verstehen. Ich wüsste zu gern, wie viele versehentlich für S21 gestimmt haben, indem sie "nein" ankreuzten...
...eine Volksabstimmung zum Atomausstieg veranstalten.
In meinen Augen ist überhaupt nichts geklärt.
Die Politiker haben in ihrem Wahn keine Alternativen (Kopfbahnhof) in die Planung einbezogen. Der Schlichter hat deshalb ganz klar empfohlen, den Bahnhof wie geplant weiter zu bauen.
Stichwörter: Ausstiegskosten, mehrjährige Verzögerung, etc.
Für mich ist die geringe Wahlbeteiligung nur ein Zeichen dafür, dass die meisten Leute beim aktuellen Stand nicht für einen Bauabbruch sind. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Mehrheit für den Bau/S21 ist. Sie ist vielmehr für das mittlerweile kleinere Übel - bei der Wahl zwischen Pest oder Cholera.
... sind, mit denen hier ein Volksentscheidergebnis kommentiert wird.
Kai Hamann
PS: Vonwegen, weil die #256 die #1 betrifft
Das Volk hat gesprochen.
Man muss es Kretschmann hoch anrechnen, dass er den Weg für eine wirklich demokratische Entscheidung frei gemacht hat.
Und dass er groß genug ist, die Niederlage seiner eigenen Positionen, einzugestehen.
Genau das sind Qualitäten, die einen wirklichen Führer ausmachen.
Meinen Sie meine Tippfehler oder den Inhalt?
Sorry für die Tippfehler, aber auf einer englischen Tastatur kann das schnell passieren.
Als ich diesen Kommentar geschrieben habe ging es im Artikel noch um das Verfehlen des Quorums. Inzwischen wurde er mehrfach von der Redaktion überarbeitet.
Ich wollte nur deutlich machen, dass die Gegner nicht der Mehrheit entsprechen. In diesem Zusammenhang habe ich mich an deren Slogan "Wir sind das Volk" erinnert, der während so mancher Kundgebung erklang, deshalb meine Ausdrucksweise.
und das Ergebnis ist dann ein gehöriges Stueck Abkehr von rationeller Bahnbenutzung zugunsten von mehr Autoanwendung einerseits, Platzgewinnung fuer neue Immobilienprojekte andererseits - als dem zukuenftig gemeinten Alltag
Ich könnte mir vorstellen, dass es BW zahlreiche Bürger gab, die S21 befürworten, nur deshalb um den Stuttgartern eins auszuwischen. Die Folgen müssen diese ja nicht unmittelbar tragen.
- PR und Propaganda verfängt sich mit Leichtigkeit in der Mehrheit der Bevölkerung
- Emotionen sind wichtiger als Fakten
- Geld siegt über Vernunft
- Das Prinzip "Teile und Herrsche" funktioniert bestens
- Volksentscheide sind so designt, dass sie keinerlei Gefahr darstellen und dem Bürger "echte Demokratie" und "Beteiligung" nur vorgaukeln
Ich stehe S21 gleichgültig gegenüber, trotzdem finde ich es schwer nachvollziehbar, wie man als Otto-Normalbürger aufgrund der Faktenlage für so ein Projekt stimmen kann. Es bringt fast keine Vorteile, ist viel zu teuer und zudem lebensgefährlich.
Ich bin gespannt ob sich eine Firma finden wird, die bereit ist die Haftung für die gefährlichen Bohrungen im Stuttgarter Untergrund übernehmen wird! Aber auch da wird man sicher tricksen was das Zeug hält. Mein Tipp: Einfach den Firmensitz der Bohrfirma ins Ausland mit lascher Haftung ansiedeln!
ist das eine und das ist ja auch anzuerkennen und völlig in Ordnung.
Aber von einem "demokratischen Volksentscheid" zu sprechen, ist m.E. nicht richtig. Es war nämlich kein Volksentscheid, sondern ein Referendum! Der Unterschied ist, dass bei einem Referendum das Parlament sich durch eine Mehrheitsentscheidung dazu entschließt, die Bürgerschaft zu fragen - Bedanken sollten Sie sich deshalb bei Grüne/SPD!
Ein Volksentscheid dagegen ist ein aus dem Volk initiiertes Begehren (Volksbegehren), bei dem in Ba-Wü 16,67% der Wahlberechtigten sich in 14 Tagen auf dem Amt für die zu entscheidende Sache eintragen müssten, damit es überhaupt zu einem Volksentscheid käme. Das ist der Grund weshalb es das noch nie gab, weil es praktisch unmöglich ist, das zu schaffen. (Auf kommunaler Ebene in Stuttgart wurden zuvor zwei Bürgerbegehren/-entscheide gegen Stuttgart 21 durch juristische Gutachten abgeschmettert - ein klares Signal vom OB, dass er das Volk nicht abstimmen lassen wollte!!)
Nun gilt ein sog. Zustimmungsquorum (in Ba-Wü 30% aller Wahlberechtigten), das ich für undemokratisch halte, weil Nichtwähler als Gegenstimme zählen. Würden wir Nichtwähler bei politischen Wahlen als Gegenstimme zählen, könnten wir unsere Parlamente gar nicht besetzen, weil die Parteien selbst diese Quoren nie erreichen! Wer Demokratie ernst nimmt, der ist für die Abschaffung der Quoren (die einfache Mehrheit zählt) und senkt die Hürden für Volksentscheide, damit wir nicht ständig von Parteien abhängig sind.
Wie sicher ist ueberhaupt, dass Stuttgart 21 nicht noch teurer wird?
Am Ende gibt die Bahn das Projekt auf, weil sie nicht damit gerechnet hat, mal mit den Gruenen um grenzenlose Nachfinanzierung zu feilschen.
...die S21 Befürworter haben angeblich 3 Gutachten angeschleppt (so stand es im Pro/Contra-Heft) die die Einhaltung der Kosten als sehr wahrscheinlich bezifferten. Warten wir es mal ab, ich glaube nicht daran.
Und selbstverständlich wird dann das Land nachfinanzieren und uU kommt trotzdem nur ein hässlicher abgespeckter Billig-Kompromiss am Ende raus. So ähnlich wie beim Berliner Hauptbahnhof, wo es dann noch teure Rechtsstreitigkeiten mit dem Architekten gab, weil die Entwürfe geändert/abgespeckt wurden.
Warum nachfinanziert wird? Gang logisch, die Argumentation ist militärisch, war sie ja auch jetzt schon: wir haben soviele Opfer gebracht, jetzt darf nicht alles umsonst gewesen sein...
kommt das so. Dann schauen die Immobilien-Spekulanten in die Röhre, die man dafür offen lassen kann. Wer eine Wahl hat und die nicht annimmt, ist selber schuld. Komisch ist nur, dass H. Ramsauer mehr Verkehr auf die Schiene legen will, nur da soll keine Schiene für den Güterverkehr möglich sein.
...die S21 Befürworter haben angeblich 3 Gutachten angeschleppt (so stand es im Pro/Contra-Heft) die die Einhaltung der Kosten als sehr wahrscheinlich bezifferten. Warten wir es mal ab, ich glaube nicht daran.
Und selbstverständlich wird dann das Land nachfinanzieren und uU kommt trotzdem nur ein hässlicher abgespeckter Billig-Kompromiss am Ende raus. So ähnlich wie beim Berliner Hauptbahnhof, wo es dann noch teure Rechtsstreitigkeiten mit dem Architekten gab, weil die Entwürfe geändert/abgespeckt wurden.
Warum nachfinanziert wird? Gang logisch, die Argumentation ist militärisch, war sie ja auch jetzt schon: wir haben soviele Opfer gebracht, jetzt darf nicht alles umsonst gewesen sein...
kommt das so. Dann schauen die Immobilien-Spekulanten in die Röhre, die man dafür offen lassen kann. Wer eine Wahl hat und die nicht annimmt, ist selber schuld. Komisch ist nur, dass H. Ramsauer mehr Verkehr auf die Schiene legen will, nur da soll keine Schiene für den Güterverkehr möglich sein.
Bitte informieren Sie sich über die Ausstiegskosten, die mit dem Abbruch von S21 (angeblich?) verbunden wären. Die Stuttgarter wurden reichlich darüber informiert und dies dürfte einen großen Teil der Abstimmenden zum "Nein" zum Ausstieg bewogen haben.
mit Schwerpunkt in den MINT-Fächern. C.
"IRONIE-OFF" ;-) C.
Bitterböse Ironie, aber vermutlich nicht unzutreffend.
>Ironie< ;-)
*LOL!* Schön von Ihnen wieder etwas zu lesen Crest!!!
Best E.
"IRONIE-OFF" ;-) C.
Bitterböse Ironie, aber vermutlich nicht unzutreffend.
>Ironie< ;-)
*LOL!* Schön von Ihnen wieder etwas zu lesen Crest!!!
Best E.
... wird der protestierende Mob auch nach dieser Volkswabstimmung keine Ruhe geben. Soviel zum Thema Demokratieverständnis...
Ab jetzt würde ich sämtliche Kosten die bei so einer Montagsdemo für den Staat anfallen, jedem "Demonstranten" persönlich in Rechnung stellen.
Und ich würde sämtliche Kosten die durch den verfassungswidrigen Kauf der ENBW anfallen, dem Mappus persönlich in Rechnung stellen.
gehören Beleidigungen wohl nach wie vor zum Handwerkszeug der Befürworter:
"... wird der protestierende Mob"
Ihr Sprachgebrauch passt besser zu einer Diktatur und fällt primär auf Sie zurück.
...das was Sie einen "protestierende[n] Mob" nennen, sind in der großen Mehrheit nichts als Bürger, die ihre verfassungsmäßig garantierten Grundrechte der freien Meinungsäußerung und der Versammlungsfreiheit in Anspruch nehmen. Was ist eigentlich mit Ihrem Demokratieverständnis?
"Ab jetzt würde ich sämtliche Kosten die bei so einer Montagsdemo für den Staat anfallen, jedem "Demonstranten" persönlich in Rechnung stellen."
Tolle Idee! Ab jetzt bestimmt nur noch das Bankkonto bzw. private Vermögen über die Möglichkeit, grundsätzliche Menschenrechte wahrzunehmen...
Diese Idee ist nichts weniger, als der Rückkehr zum Feudalismus vor der französischen Revolution. Interessant auch, dass Sie "Demonstranten" in Anführungszeichen setzen. Wie würden Sie denn Leute bezeichnen, die ein Grundrecht wahrnehmen, in dem sie ihre Meinung auf der Straße kundgeben?
ja, dem stimme ich zu
Sie ist doch sonst immer schnell dabei!Dies ist also kein beleidigender und undemokratischer Kommentar?
Also ich finde schon. Wer Andersdenkenden das Demonstrationsrecht abspricht stellt sich außerhalb unserer demokratischen Verfassung!
wenn der 'Volksentcheid' nur dazu da ist, die technokratische Vorentscheidung wiederum technokratisch absegnen zu helfen und der 'Mob' stattdessen die Rueckkehr zum menschlichen Mass anstrebt - was natuerlich 'utopisch' ist ...
würde, wenn man es rückwirkend machte, den Staatshaushalt sanieren!
Bürger, die demonstrieren, machen von ihrem verfassungsmäßigen Recht gebrauch!
ist ein zentrales Grundrecht. Und das wurde nicht geschaffen, um der Mehrheit Geltung zu verschaffen - die ist am wenigsten auf dieses Recht angewiesen.
Was Sie vorschlagen ist eine Pervertierung eines Grundrechtes und eines demokratischen Rechtsstaates nicht würdig.
Und ich würde sämtliche Kosten die durch den verfassungswidrigen Kauf der ENBW anfallen, dem Mappus persönlich in Rechnung stellen.
gehören Beleidigungen wohl nach wie vor zum Handwerkszeug der Befürworter:
"... wird der protestierende Mob"
Ihr Sprachgebrauch passt besser zu einer Diktatur und fällt primär auf Sie zurück.
...das was Sie einen "protestierende[n] Mob" nennen, sind in der großen Mehrheit nichts als Bürger, die ihre verfassungsmäßig garantierten Grundrechte der freien Meinungsäußerung und der Versammlungsfreiheit in Anspruch nehmen. Was ist eigentlich mit Ihrem Demokratieverständnis?
"Ab jetzt würde ich sämtliche Kosten die bei so einer Montagsdemo für den Staat anfallen, jedem "Demonstranten" persönlich in Rechnung stellen."
Tolle Idee! Ab jetzt bestimmt nur noch das Bankkonto bzw. private Vermögen über die Möglichkeit, grundsätzliche Menschenrechte wahrzunehmen...
Diese Idee ist nichts weniger, als der Rückkehr zum Feudalismus vor der französischen Revolution. Interessant auch, dass Sie "Demonstranten" in Anführungszeichen setzen. Wie würden Sie denn Leute bezeichnen, die ein Grundrecht wahrnehmen, in dem sie ihre Meinung auf der Straße kundgeben?
ja, dem stimme ich zu
Sie ist doch sonst immer schnell dabei!Dies ist also kein beleidigender und undemokratischer Kommentar?
Also ich finde schon. Wer Andersdenkenden das Demonstrationsrecht abspricht stellt sich außerhalb unserer demokratischen Verfassung!
wenn der 'Volksentcheid' nur dazu da ist, die technokratische Vorentscheidung wiederum technokratisch absegnen zu helfen und der 'Mob' stattdessen die Rueckkehr zum menschlichen Mass anstrebt - was natuerlich 'utopisch' ist ...
würde, wenn man es rückwirkend machte, den Staatshaushalt sanieren!
Bürger, die demonstrieren, machen von ihrem verfassungsmäßigen Recht gebrauch!
ist ein zentrales Grundrecht. Und das wurde nicht geschaffen, um der Mehrheit Geltung zu verschaffen - die ist am wenigsten auf dieses Recht angewiesen.
Was Sie vorschlagen ist eine Pervertierung eines Grundrechtes und eines demokratischen Rechtsstaates nicht würdig.
"IRONIE-OFF" ;-) C.
behaupten einige immer noch, die Mehrheit sei gegen den Bau, wie Palmer: http://www.dradio.de/dkul.... Man muss nicht alles gut finden, was die BaWü-Regierung gemacht hat, aber die Gegner von S21 haben sich total verrannt. Letztes Jahr hatten sie die komplette Medienaufmerksamkeit, heute interessiert sich keiner mehr für sie.
Die Grünen tun mir in gewisser Weise leid. Die gleichen Leute, die da protestieren, wehren sich auch gegen PV_ oder Windanlagen.
"(...) aber die Gegner von S21 haben sich total verrannt."
Das sehe ich genau wie Sie. Ich begegnete diesem Bauprojekt eigentlich schon seit Jahren mit großem Argwohn. Die Gegenbewegung und vor allem die Rolle der Grünen in diesem Konflikt bewegte mich gleichwohl dazu, mich mit diesem Bahnhof anzufreunden und gegen den Ausstiegsplan zu stimmen.
Die Protestbewegung hat durch ihre Blockadehaltung und verschiedene "Allianzen" die Gunst vieler verspielt, die eigentlich in Ihrem Sinne abgestimmt hätten.
"(...) aber die Gegner von S21 haben sich total verrannt."
Das sehe ich genau wie Sie. Ich begegnete diesem Bauprojekt eigentlich schon seit Jahren mit großem Argwohn. Die Gegenbewegung und vor allem die Rolle der Grünen in diesem Konflikt bewegte mich gleichwohl dazu, mich mit diesem Bahnhof anzufreunden und gegen den Ausstiegsplan zu stimmen.
Die Protestbewegung hat durch ihre Blockadehaltung und verschiedene "Allianzen" die Gunst vieler verspielt, die eigentlich in Ihrem Sinne abgestimmt hätten.
Es sieht nach einem eindeutigen Ergebnis selbst in Stuttgart aus. Die Fakten (aus unterschiedlicher Sicht) wurden von allen Seiten auf den Tiusch gelegt, die Bürger haben offensichtlich für S21 entschieden.
Alle, die jetzt noch protestieren sind für mich antidemokratische Dauerquerulanten, denen es nicht um die Sache und nicht um Basisdemokratie geht, sondern einfach nur darum, ihre Minderheitenmeinung durchzusetzen. Die Regierung von Baden-Württemberg wird ihren Finanzierungsanteil sicher nicht erhöhen, damit ist das Problem für Baden-Württemberg vom Tisch.
"Alle, die jetzt noch protestieren sind für mich antidemokratische Dauerquerulanten, denen es nicht um die Sache und nicht um Basisdemokratie geht, sondern einfach nur darum, ihre Minderheitenmeinung durchzusetzen. "
Sind dann alle Wähler und Mitglieder von Oppositionsparteien auch antidemokratisch? Um Basisdemokratie geht es ohnehin in diesem Streit nicht, und wem es um die Sache geht, hat natürlich auch jetzt noch Grund zum Protest.
Bitte verstehen sie mich nicht falsch, ich denke auch, dass jetzt der Protest aufhören sollte, aber weiteren, friedlichen Protest als antidemokratisch zu bezeichnen, finde ich überzogen. Ich bin übrigens froh, dass mein Erstwohnsitz seit zwei Jahren nicht mehr in BW liegt, und mir daher um diese schwierige Entscheidung keinen Kopf machen musste :-)
DIe CDU sitzt, zusammen mit der marginalen FDP, in Stuttgart in der Opposition. Verstehe ich Sie richtig, dass Sie fordern, diese beiden Parteien - und ihre Anhänger - mögen einfach den Mund halten und nicht gegen die Regierung opponieren?
"Alle, die jetzt noch protestieren sind für mich antidemokratische Dauerquerulanten[...]"
Warum wollen Sie die Bürger in ihrem Grundrechten beschneiden? Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung gehören dazu. Antidemokratisch ist, wer dies einschränken will.
es geht hier eben mehr um die Sache als um 'Demokratie' (mit evtl. 'Basis'-Bemäntelung)
"Alle, die jetzt noch protestieren sind für mich antidemokratische Dauerquerulanten, denen es nicht um die Sache und nicht um Basisdemokratie geht, sondern einfach nur darum, ihre Minderheitenmeinung durchzusetzen. "
Sind dann alle Wähler und Mitglieder von Oppositionsparteien auch antidemokratisch? Um Basisdemokratie geht es ohnehin in diesem Streit nicht, und wem es um die Sache geht, hat natürlich auch jetzt noch Grund zum Protest.
Bitte verstehen sie mich nicht falsch, ich denke auch, dass jetzt der Protest aufhören sollte, aber weiteren, friedlichen Protest als antidemokratisch zu bezeichnen, finde ich überzogen. Ich bin übrigens froh, dass mein Erstwohnsitz seit zwei Jahren nicht mehr in BW liegt, und mir daher um diese schwierige Entscheidung keinen Kopf machen musste :-)
DIe CDU sitzt, zusammen mit der marginalen FDP, in Stuttgart in der Opposition. Verstehe ich Sie richtig, dass Sie fordern, diese beiden Parteien - und ihre Anhänger - mögen einfach den Mund halten und nicht gegen die Regierung opponieren?
"Alle, die jetzt noch protestieren sind für mich antidemokratische Dauerquerulanten[...]"
Warum wollen Sie die Bürger in ihrem Grundrechten beschneiden? Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung gehören dazu. Antidemokratisch ist, wer dies einschränken will.
es geht hier eben mehr um die Sache als um 'Demokratie' (mit evtl. 'Basis'-Bemäntelung)
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